Kunden em pfehlungen
Rezensionen von RAMAZOTTI:
Hier passt einfach alles
To Die For von Jedrzej Golecki
»TO DIE FOR“ ein langerwartetes, außergewöhnliches Sachbuch; geschrieben von Jedrzej Golecki, war das lange Warten auf dieses Buch wirklich wert.
Das Cover ist hochwertig, optisch ein wenig zum Fürchten, macht eigentlich (noch mehr) Angst – oder eher Respekt - vor Pilzen, aber im Grunde genommen ist diese Aufmachung, sowie alle Illustrationen im Buch MEGA.
Auf alle Fälle ist es ein (GIFT)PILZ- Sachbuch der ganz anderen Art, ich habe eine Menge davon, es ist jedoch mit keinem davon zu vergleichen. Nicht zu glauben, wie viel an Thematik und Lesenswerten man aus Pilzen herausholen kann, dabei sind ja hier in Wahrheit nicht einmal alle aufgearbeitet.
Hier ist Historisches, tatsächlich Geschehens mit informativ biologischem Wissen sowie Küchentipps großartig gemischt, das Lesen daher kurzweilig, unterhaltsam bis teilweise morbide, informativ und lehrreich.
Zusätzlich werde ich aber doch noch schauen, ob ich einen freien Platz in einem Pilzbestimmungslehrgang finde und dazu dieses tolle Buch mitnehmen ;-)
Ich gebe hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung für Menschen, welche sich für Pilze grundsätzlich interessieren, ein tolles Geschenk suchen oder einfach einen Hingucker fürs herbstliche Bücherregal suchen.
Brandaktuell
Monofuturis von Konstantin Schamber
»MONOFUTURIS“ ein tolles Sachbuch; geschrieben von Dr.phil. Konstantin Schamber, hat ein zu diesem Thema super passendes Cover, welches sofort zeigt, worum es geht. Big Brother ist watching you, fällt mir dazu sofort ein. Das Buch selbst, Aufmachung und Haptik wirken hochwertig- und -preisig, was es ja auch ist.
Die Gliederung der grundsätzlich ja nicht einfachen, vor allem für „Laien“ schwierigen Thematik soll durch diese Strukturierung dem Leser einen guten Überblick verschaffen und find ich gut gewählt. Sehr hilfreich sind die Landkarte zu Buchanfang; die Grafiken und Tabellen, die sich durch das gesamte Buch ziehen und so manches besser veranschaulichen sollen.
Nichts desto trotz ist es ein hochkomplexes Thema und ich musste mich schon sehr konzentrieren und über so manche Passagen mehrmals drüber gehen, bis ich sie, so hoffe ich, verstanden habe. Mich hat dieses Buch in der Vorschau angesprochen, da man ja aktuell nicht an der KI vorbeikommt, kein Medium, welches sich derzeit nicht damit beschäftigt, wenn doch sogar die KI-Entwickler selbst derzeit davor „warnen“. Allerdings bin ich wohl doch nur mäßig interessiert, denn ich musste mich zwingen, dranzubleiben; ich bleibe daher weiterhin bei meinen Lieblingsgenres
Ich gebe hier 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Menschen, welche sich mit dieser Lektüre auf hohem Niveau auseinandersetzen möchten. Es ist nichts für „nebenbei“ oder zur Entspannung Einen Stern habe ich abgezogen, da ich mir gerade in einem solchen Buch KEINE KI-Unterstützung erhofft hatte.
Ruhig und doch kraftvoll
Die drei Farben der Liebe von Sophie Haydock
»Die drei Farben der Liebe“ geschrieben von Sophie Haydock, hat ein wunderschönes Cover, welches mich sofort in eine andere Zeit und an einen anderen Platz auf dieser Welt entführt. Das Bild strahlt Positives aus.
Die Hauptprotagonisten sind drei Frauen, die Musen des weltberühmten impressionistischen Malers Henri Matisse, die Geschichte ist jene des Zusammenlebens mit diesem Mann, auf drei unterschiedlichen Ebenen, Ehefrau, Geliebte und Tochter.
Die jeweiligen Charaktere sind großartig herausgearbeitet und dargestellt, mit viel Kraft und Stärke erfüllt, sodass man unglaublich gut und bildhaft mit leben kann.
Nicht unerwähnt darf man die damalige Zeit und ihre Einflüsse auf das soziale Leben, Kunst und Kultur lassen. Das ist immer wieder spannend und interessant mit eingebaut und hat auf vieles nicht unerheblichen Einfluss.
Eine Hommage an die (unterschiedlichen Arten der ) Liebe, sehr feinfühlig und berührend. Leiser, zurückhaltender, aber starker Schreibstil. Sehr bewegt hat mich Amèlie, seine Ehefrau, 40 Jahre seine Lebensgefährtin, beginnend in der Zeit, als Henri noch nichts war und nichts hatte. Egal, was kam, war sie an seiner Seite und hat alles mitgetragen. Dann kamen Ruhm und Geld…. Sehr bewegend, wie es oftmals in ihr drinnen aussah.
Ich gebe hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung für Freunde des eher ruhigeren Erzählens. Flüssig zu lesender, angenehmer ausdrucksstarker Schreibstil.
Ein Tag, der vieles veränderte
Anton und Alma von Dana Vowinckel
»Anton und Alma« geschrieben von Dana Vowinckel, hat ein Cover, welches mir nicht unbedingt gefällt, aber etwas zum Nachdenken anregt und Raum für Interpretationen zulässt.
Die beiden Hauptprotagonisten Anton und Alma sind zwei wundervolle Charaktere, greifbar und spürbar dargestellt; aus zwei absolut unterschiedlichen Welten stammend, und damit meine ich alle Aspekte, die nur betroffen sein können.
Trotzdem entbrennt eine tiefe Liebe zueinander, die allen Unterschiedlichkeiten und Schwierigkeiten trotzt; zumindest bis zu jenem Tag am 07. Oktober 2023, der die Welt erschütterte.
Antisemitismus, ein Thema, welches anscheinend niemals ein Ende findet und schon so viel Leid und Elend über die Menschheit gebracht hat. Es ist nicht nur mutig, das neben der großen Liebe zum eigentlichen Thema des Buches zu machen, sondern auch noch eine große literarische Begabung, hierfür die richtigen Worte und Schreibweise zu finden.
Den Schreibstil habe ich für mich sehr ansprechend empfunden, jeder Satz hat mich in kurzen klaren Sätzen diese Geschichte emotional und mental miterleben lassen, trotzdem hat jedes Wort die Gefühle, Gedanken und Handlungen perfekt beschrieben. Ganz großes Kino. Sehr feinfühlig und berührend.
Ich gebe hier hervorragende 5 Sterne, das Buch hat mit sehr angesprochen und berührt. Ich konnte es kaum weglegen, da ich tief eingetaucht bin. Ein großartiger Roman einer jungen Autorin, Respekt. Danke dafür.
Berührend
Goodbye, Honeysuckle von Tayari Jones
Von lara2505
»Goodbye, Honeysuckle« geschrieben von Tayari Jones, hat ein wunderschönes Cover, welches mir sofort ins Auge gesprungen ist, hinter der schwarzen Schrift sehr sanft, jedoch eigentlich nicht passend zu der Geschichte dahinter.
Die Hauptprotagonistinnen und Erzählerinnen Vernice und Annie sind großartig dargestellt und ausgearbeitet, ich konnte mich in deren Seelenleben und Gedankenwelt hineinfühlen.
Zwei Frauen mit den gleichen Wurzeln, demselben Schicksal und aus derselben Welt stammend, schlagen völlig unterschiedliche Wege ein, welche natürlich ihr weiteres Leben nachhaltig gestalten und prägen.
Der Schreibstil, finde ich, ist ein ziemlich besonderer, für mich waren die wechselnden Dialoge der Erzählerinnen dermaßen klar und verständlich zu lesen, dass ich absolut keine Schwierigkeiten hatte, in diese Geschichte tief einzutauchen, mitzufühlen und mitzuleben. Erzählt wird in angenehmen, kurzen Kapiteln
Ansprechend war für mich auch der historische Background, die vielen tiefgründigen Einblicke in die „damalige“ Zeit der Rassentrennung in den Südstaaten der 1950/60 Jahre.
Ich gebe hier sehr gute vier Sterne, das Buch hat mit sehr angesprochen und berührt.
Volle Punktezahl!
Red Star Down von D. B. John
"Red Star Down“ von D.B. Jon, mir bislang nicht bekannt, hat hier einen spannenden und packenden aktuellen – natürlich fiktiven - Spionage Thriller geschrieben, was normalerweise nicht mein bevorzugtes Genre ist, mich allerdings vollends überzeugt hat.
Das Cover hatte mich ursprünglich angezogen, es ist farblich auffällig gestaltet und passend.
Über 700 Seiten, voll mit Action, gefüllt mit Fiktivem aber auch sehr viel tatsächlich realem Weltgeschehen, versteckt und offen handelnd von den derzeit regierenden Präsidenten und machtgewaltigen Politikern, deren Geheimdiensten und Regimes. Die jeweiligen Charaktere und Protagonisten sind ansprechend und sehr gut ausgearbeitet.
Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt, leicht und angenehm zu lesen, temporeich und ab und an ein kleines Augenzwinkern, vor allem aber perfekt recherchiert, was jedoch wiederum zusätzlich für Schaudern gesorgt hat, da sich etliches tatsächlich so abgespielt hat. Obwohl dieser Thriller sowohl von der Seitenanzahl als auch von der Handlung – drei aufeinander zulaufende Handlungsstränge – sehr umfangreich ist, konnte ich immer problemlos folgen und habe nicht nur den Faden nicht verloren sondern war tatsächlich permanent gefesselt und habe auch das eine oder andere hinsichtlich der Weltpolitik neu erfahren.
Ich gebe zu diesem Polit-Spionage-Thriller eine absolute Leseempfehlung ab, fünf große Sterne.
Historisch interessant und berührend
Wildboden von Constantin Lieb
Der Debütroman "Wildboden", erschienen im Insel Verlag, geschrieben von Constantin Lieb, ist die Geschichte einer außergewöhnlichen toxischen Liebe einer sich vollkommen zurücknehmenden Frau zu einem egozentrischen, im tagtäglichen Zusammenleben unangenehmen Künstler, der zuerst im Ruhm dann im Absturz lebt, in einer noch dazu historisch schweren Zeit.
Das Cover im Stil des Malers gehalten, gefällt mir sehr gut, weist jedoch vorab nicht auf die Tiefen, welche diesem Roman innewohnen, hin.
Ernst Ludwig Kirchner, Maler des Expressionismus und seine Lebensgefährtin Schilling Erna leben abgeschieden in Davos in der Schweiz und kämpfen gegen verschiedenste Dämonen, Kirchner ist noch dazu schwer Morphium abhängig.
Der Erzählstil ist ein wenig eigen, ruhig, bildgewaltig, jedoch mit umso mehr Tiefgang.
In einer kraftvollen Sprache wird von Ernas schweren Depressionen und Kirchners Schaffenskraft und Ruhm sowie seinen selbstzerstörerischen Tendenzen erzählt, packend, beklemmend und den Leser nicht mehr loslassend.
Wir begleiten die beiden Hauptprotagonisten bei ihrer Hassliebe, inmitten gewaltiger Natur, die jedoch zunehmend erdrückend wird in ihrer Abgeschiedenheit.
Der Autor hat grossartige Recherchearbeit, entnommen aus Dokumenten, geleistet, entstanden ist ein autobiografisches Werk, welches - bewusst oder auch nicht - nicht alle Fragen, welche sich dem Leser stellen, beantwortet.
Ich gebe eine Leseempfehlung an alle, welche auch vor etwas schwererer Kost nicht zurückschrecken und Interesse an Politik und Kunst haben.
Glücksgefühle
Mistakes were Made von Lucy Score
"Mistakes Were made“ von Lucy Score, mir bislang unbekannt, hat ein entzückendes Cover, man möchte gerne mit drauf sowie in dieser Geschichte mit dabei sein.
Den ersten Band kenne ich nicht, glaube aber, dass das keineswegs stört, werde ihn jedoch nachlesen, einfach, da ich mir auch von diesem Teil schöne Lesestunden verspreche.
618 Seiten, voll mit positiven Gefühlen, Romantik und Humor, aber schon auch mit einer Prise Tiefgang. Die beiden komplett unterschiedlichen Hauptprotagonisten sind wundervoll, die Figuren, auch die Nebendarsteller; mit Charakter und Leben erfüllt, jede Seite ist eine Freude zu lesen, ich konnte wahrlich nicht aufhören und hatte daher Freude an der Buchstärke!
Der Schreibstil ist ein Genuss, wie man ihn selten findet. Die Autorin hat hier ihr Bestes gegeben, aber ich glaube auch die Übersetzerinnen, da das auch ganz anders hätte ausfallen können. Jedenfalls erfrischend, unterhaltend und ein richtiger Page Turner.
Ich gebe zu dieser Liebesgeschichte eine absolute Leseempfehlung ab, fünf Sterne.
Packend & TOP
Alles ihre Schuld von Andrea Mara
"Alles ihre Schuld" von Andrea Mara hat ein ausgefallenes, farbig sehr auffälliges Cover bekommen, welches einen als Thriller Fan magnetisch anzieht.
Ich habe von der Autorin noch nie gehört geschweige denn gelesen, sie hat es jedoch geschafft, mich sofort für Ihren Schreib- und direkten Ausdrucksstil einzunehmen.
Hier wird nicht lange herumgefackelt. Ich werde mir ihre anderen Bücher bestimmt ansehen.
Nervenaufreibend, geht an die Nieren; packend ab der ersten Zeile.
Der Inhalt ist krass, schlägt vermutlich Eltern ganz besonders an den Magen. Man stelle sich vor, man will seinen Nachwuchs von der Adresse des Playdates abholen und alles ist Fake. Meine Emotionen haben sich kaum beruhigt.
Der Schreibstil ist wie gesagt, rasant, die Story in unterschiedlichen Perspektiven erzählt, durchgehend packend, es geht flüssig dahin, bildgewaltig und mitreißend. Die überschaubaren Protagonisten haben authentische, gut ausgearbeitete Charaktere, jedes Szenario ist nachvollziehbar aufgebaut, für mich blieben keine Fragen offen. Überraschendes, unerwartetes Ende – für mich.
Ich konnte diesen Thriller einfach nicht mehr aus der Hand legen, daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung, fünf Sterne.
Lügen, Lügen, nichts als Lügen
Weil sie lügt von Caroline Seibt
"Weil sie lügt" von Caroline Seibt, mir bislang unbekannt, hat ein farbig super gestaltetes Cover, sehr gut anzusehen.
Die Autorin hat mich mit dieser Story sofort gefesselt. Alles, was im Klappentext angekündigt war hinsichtlich Spannung, welche sich fast bis ins Unerträgliche steigert, hat sich bewahrheitet.
Eine Familientragödie ungeahnten Ausmaßes beginnt; als eines Tages Annas Schwester Juli weg ist, in der Folge der Vater des Mordes verdächtigt wird, die Mutter daran zerbricht und daher Anna für den kleineren Bruder da sein muss. Nach über einem Jahr, in dem der Vater inhaftiert ist und der „Fall“ bereits ins Stocken geriet, ergeben sich wieder neue Erkenntnisse.
Der Schreibstil ist genial, kurze Kapitel, verschiedene Perspektiven, es fliegt nur so dahin, rasanter Schreibstil. Unglaublich packende Ausdrucksweise, ständig poppen neue Fragen auf, immer verdächtigt man jemand Anderen. X-mal habe ich neue Ansätze gehabt, die sich alle in Luft aufgelöst haben. Permanent gibt es unerwartete Wendungen. Tolle, super ausgearbeitete Protagonisten, starke Charaktere. Ich habe selten einen Thriller gelesen, der dermaßen fetzt.
Da mich dieser Fall total mitgerissen hat, ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, gebe ich eine 100%ige Leseempfehlung, fünf Sterne.











