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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Thorsten:

Kindheitstrauma

Schwestern. Trotz allem von Max Moor

Das Buch von Max Moor – Schwestern trotz allem – hat mich nach dem Lesen noch lange Zeit beschäftigt. Max Moor erzählt den Lebensweg dreier Mädchen ( Hansi, Rudi und Gerti ), die nach dem Tod der Mutter und dem Verschwinden des Vaters voneinander getrennt wurden. Zwei Mädchen kamen in ein Kinderheim, die Älteste wuchs bei ihren Großeltern auf.

Sie haben einander nie vergessen und Gerti hat als Andenken an ihre Kindheit drei Knöpfe von ihrer damaligen Jungmädchen Uniform aufbewahrt. Ein Knopf für jede Schwester. Die Lebenswege der Schwestern sind sehr unterschiedlich und keine hat das große Los getroffen. Jede Schwester versucht ihr Glück im Leben zu finden, vergisst dabei aber nie die eigene Herkunft und vor allem nicht ihre Schwestern. Max Moor schreibt sehr intensiv und detailliert. Manchmal fast schon ein bisschen zu ausführlich. Das Fazit des Romans : Wir werden ein Leben lang durch unsere Kindheit geprägt.

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Psychologisch raffinierter Thriller

Die Lüge in ihrem Gesicht von Anne Keßel

Der Thriller „Die Lüge in ihrem Gesicht“ von der Autorin Anne Keßel ist mir durch sein markantes, rotes Cover aufgefallen und auch der Klappentext hat einen spannenden Thriller versprochen. In dem spannend und fesselnd geschriebenen Buch steht eine junge Frau im Mittelpunkt, die einen jungen Mann aus Notwehr umgebracht hat.

Da sie zu diesen Vorwürfen schweigt, wird die Verhaltenspsychologin Marlene Nielsen hinzugezogen, die sofort spürt, dass etwas nicht stimmt und die Wahrheit herausfinden will, ehe die Polizei aufgrund fehlender Beweise wieder gehen lassen muss. Der Thriller ist das reinste Katze- und Maus Spiel zwischen den beiden Frauen. Die eine will sich absolut nicht äußern, die andere will die Wahrheit herausfinden. Der Thriller ist aus unterschiedlichen Blickwinkeln geschrieben und entpuppt sich als ein Konstrukt aus vielen Lügen. Er ist packend und voller psychologischer Raffinessen. Ein absolutes Lese Highlight für mich.

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Clankriminalität

Der Clan - Die Straße von Pascal Engman

Der Thriller von Pascal Engman „Der Clan- Die Strasse „ ist der erste mitreißende Teil einer Triologie über eine Clan Kriminalität in einem Vorort von Schweden. Erzählt wird die Geschichte der Clanfamilie Mansour, geleitet vom Clanchef Ali und seinem Sohn Muhammed. Die Familie handelt mit Drogen und nutzt dabei Jugendliche zum Vertrieb, da diese beim Verhaften durch die Polizei nicht verurteilt werden können.

Da auch andere Clans ihre Drogen veräußern, kommt es immer wieder zu gewalttätigen und brutalen Auseinandersetzungen, die mehr und mehr eskalieren. Protagonist Josef lebt mit seiner Mutter auch in dem Gebiet der Clanfamilie und gerät zum Entsetzen seiner Mutter nach und nach in ihre Fänge. Pascal Engman schreibt sehr spannend aus diesem kriminellen Milieu. Der Thriller ist umso schockierender, da es diese Clans tatsächlich gibt und sich immer mehr ausbreiten. Ich warte schon jetzt auf den 2.Teil der Triologie.

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Aufarbeitung

Alte Pfade von Alexa Hennig von Lange

Alexa Henning von Lange hat mit „Alte Pfade“ einen eindrucksvollen Roman über eine Familiengeschichte und deren Aufarbeitung geschrieben. Ihre Figur Liliane erhält einen Anruf, dass ihr alter Vater in den Highlands von Schottland einen Herzinfarkt erlitten hat und trotz dessen darauf besteht, wie damals als junger Student, bis an die nördliche Spitze Schottlands zu wandern.

Liliane begleitet ihn. Auf dem anstrengenden langen Marsch kommen die beiden ins Gespräch. Der Vater öffnet sich und erzählt ihr Details aus seinem Leben, von denen sie bisher nichts wusste. Von seiner schweren Kindheit in Potsdam, von dem Suizid seiner Frau, Lilianes Mutter. Liliane lernt durch seine Erzählungen nach und nach das richtige Wesen ihres Vaters kennen, seine altmodischen Ansichten und sein antiquiertes Verhalten. Sie beginnt zu verstehen, dass seine Ansichten zum Teil auch auf sie abgefärbt haben und sich indirekt auf ihre Beziehungen zu Männern und auch ihrem Sohn ausgewirkt haben. Im Laufe des Weges erkennen sie ihre Differenzen und kommen sich mental näher. Die emotionale Erzählung hat mir trotz einiger Längen und der Ungereimtheit, dass der Vater trotz Krankheit und des hohen Alters noch so einen langen Weg gehen kann, gut gefallen.

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Erste Gefühle

Leuchtende Schatten von Iris Wolff

In „ Leuchtende Schatten „ von Iris Wolff wird die turbulente Geschichte einer Mädchenfreundschaft zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Siebenbürgen erzählt, in deren Mittelpunkt die Ich- Erzählerin Ella steht, die zusammen mit Eltern, Großeltern, Tanten, Onkeln und deren Kinder in einer Großfamilie lebt.

Ihre Freundin Harriet kommt aus einer reichen Familie mit wenigen Angehörigen. Trotz dieser Unterschiede bauen sich die beiden Mädchen eine feste Freundschaft auf. Ellas mag ihre Freundin sehr und schon bald gehen ihre Gefühle über eine normale Mädchenfreundschaft hinaus. Auch ihre Gefühle für ihren langjährigen Freund Leo ändern sich. Im Hintergrund breitet sich der Zweite Weltkrieg immer weiter aus. Iris Wolff schreibt sehr eindrucksvoll und nachvollziehbar über das Gefühlsleben ihrer Protagonistin, wobei der Schrecken des Krieges mehr im Hintergrund verläuft. Der teilweise etwas melancholische Roman über die Freundschaft der beiden Mädchen ist interessant und hat mir gefallen. Besonders der Hintergrund des Krieges und die Beschreibungen des Kriegsgeschehens fand ich interessant und aufschlussreich.

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Herkunft

Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos

Der erste Roman von Alexandra-Maria Pipos "Gib mir alles" hat mich positiv überrascht.
Die Autorin erzählt in einem schwungvollen und gut lesbaren Schreibstil die Geschichte ihrer rumänischen Herkunft, ihres Lebens in Deutschland das Leben ihrer restlichen Familie in Rumänien. Ioana, in Deutschland Johanna genannt, wächst nach der Ausreise ihrer Eltern aus Rumänien in Deutschland auf.

In der Schule und während des Studiums wird sie aufgrund ihrer Herkunft und mancher rumänischen Eigenarten oft ausgegrenzt. Mühsam erschafft sie sich ein perfektes Leben. Sie arbeitet hart in ihrer Firma und an sich selbst. Immer die Selbstoptimierung im Blick und keinen Gedanken mehr an ihre ärmliche Herkunft. Als ihr Großvater verstirbt, begibt sie sich auf die Reise nach Rumänien und wird dort mit der von ihr ignorierten Familie konfrontiert. Ein sehr gut geschriebener Roman, der zeigt, wie wichtig die Herkunft für das persönliche Leben ist.

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Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Das Krähenzimmer von Carolin Frey

Auf "Das Krähenzimmer" von Carolin Frey bin ich durch das markante Cover und den Spannung erregenden Klappentext aufmerksam geworden. Der Thriller beginnt schon mit einem mitreißenden Prolog und geht spannend weiter. Die Protagonistin Lotta ist eine auffällige Frau mit einigen Ticks und Macken, die eine Auszeit in einem Haus am in den Dünen verbringt, wo sie als Kind oft mit ihrer Familie war.

Lotta fühlt sich dort aber nicht mehr wohl. Ständig hat sie das Gefühl beobachtet zu werden und das sich jemand in dem Haus befindet. Auch die Leute in dem kleinen Dorf verhalten sich reserviert und benehmen sich anders. Als Lotta das Tagebuch einer jungen Frau entdeckt, die vor ihr in diesem Haus gelebt hat, lüften sich nach und nach die Geheimnisse.Carolin Frey hat einen beklemmenden und packenden Thriller mit vielen Geheimnissen vor einem interessanten Hintergrund geschrieben. Der Thriller hat vielschichtige Figuren und die Handlung hallt noch lange nach.

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Ein schöner Roman

Ist doch schön hier von Miriam Burdelski

„Ist doch schön hier“ von Miriam Burdelski ist ein ganz besonderer und warmherziger Roman, der nach dem Lesen noch lange nachhallt und den ich bestimmt noch ein zweites Mal lesen werde. Protagonistin Liesel wohnt seitdem sie denken kann, zusammen mit ihrer Mutter und der Oma Emmi in einer Wohnung.

Sie hat ein besonders liebenswertes Verhältnis zu ihr und daher trifft es sie hart, als ihre Oma langsam beginnt dement zu werden und in einem Pflegeheim untergebracht werden muss. Da Liesel noch so viele Fragen an Emmi hat und sie weiß, dass sie gebürtig aus Königsberg kommt, beschließt sie zusammen mit einem polnischen Pfleger und ihrer Großmutter dorthin zu reisen um mehr aus ihrem damaligen Leben zu erfahren und die Geheimnisse die ihre Großmutter ihr Leben lang zu verbergen versucht hat, zu ergründen. Während der Reise durch Polen beginnt Liesel sich zu verändern. Vorher still und einsam, entwickelt sie sich zu einer lebenslustigen Frau, die auch Gefallen an dem polnischen Pfleger findet. Der Roman ist tiefgründig und spannend geschrieben und hat mich sehr bewegt.

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Zwei Freundinnen

Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann

Das Buch von Christiane Hoffmann „Die Träume, die wir hatten“ ist im Gegensatz zu dem leicht und locker wirkenden Cover kein allzu leichtes Lesevergnügen. Es handelt von einer Freundschaft zwischen zwei Frauen und beginnt mit dem Selbstmord der Freundin der Protagonistin kurz vor Beginn des Krieges zwischen der Ukraine und Russlands.

Das Buch wird von der Trauer um die Freundin beherrscht und zwischendurch werden immer wieder Gedichte von Anna Achmatova zitiert. Die Protagonistin verweilt in ihren Erinnerungen an die Freundschaft zu ihrer Freundin. Denkt über ihr Leben und Arbeiten in Russland und in der Ukraine nach und an ihre gemeinsamen Erlebnisse. Sie schreibt über historische Geschehnisse und welche Bedeutung der heutige Krieg Ukraine/Russland Krieg für sie und die Ukrainer hat.. Die Bedeutung der Freundschaft zu ihrer Freundin gerät dabei zeitweise in den Hintergrund. Das Buch ist aus wechselnden Perspektiven geschrieben. Es wird von der Freundin und deren psychischen Problemen und dann wieder von der politischen Situation in der Ukraine berichtet. Insgesamt gesehen, hat der Roman nicht meinen Erwartungen entsprochen..

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