Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Snookie:
Fünf Schicksale, fünf Minuten, viele entscheidende Momente
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
„FIVE – Das Ticken der Zeit“ spielt an einem Bahnsteig. Dort wird eine Person innerhalb weniger Minuten sterben. Wir haben hier fünf Hauptfiguren: Emma, Gideon, Liam, Sonny und Mrs Worth. Die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein. Jeder hat seine eigenen Sorgen, Geheimnisse und Probleme.
Gerade das finde ich sehr spannend und macht die Geschichte erst interessant.
Wir erleben im Buch die Geschichte immer abwechselnd auf dem Bahnsteig und dann aus der Perspektive einer Person. Dadurch lernen wir die Hintergrundgeschichte der Protagonisten kennen. Durch den tieferen Einblick bekommt man oft ein anderes Bild von ihnen, da sie so sind, wie ihre Vergangenheit und ihre Erfahrungen sie geformt haben. Alles hat zwei Seiten, manchmal ist nicht alles nur schwarz oder weiß. Die Charaktere bekommen durch diese Einblicke mehr emotionale Tiefe. Allerdings finde ich, dass nicht jede Figur gleich viel Tiefe erhält.
Durch die Geschichten wird der Blick auf die Charaktere immer wieder verändert. Menschen, die ich anfangs unsympathisch fand, konnte ich später besser verstehen, während andere immer mehr unangenehme Seiten zeigten. Das Buch zeigt auch, wie schnell wir Menschen verurteilen, ohne ihre Geschichte zu kennen. Die Meinung, die wir uns über Menschen bilden, beruht zunächst nur auf dem ersten Eindruck, und der kann oft auch täuschen. Aber genau dies macht die Geschichte nahbar, realistisch und menschlich.
Dadurch, dass man von Anfang an weiß, dass eine Personen am Bahnsteig innerhalb der nächsten fünf Minuten sterben wird, wird eine unglaubliche Spannung erzeugt. Man versucht ständig herauszufinden, wen es treffen wird und wie die einzelnen Schicksale miteinander verknüpft sind. Dennoch geht es nicht nur darum, den Ausgang der Geschichte zu erfahren, sondern auch um die Menschen selbst. Zudem wird mit den eigenen moralischen Vorstellungen gespielt. Ordnet man jemanden als gut oder böse ein? Oder hat es überhaupt jemand mehr verdient zu sterben als ein anderer?
Selten hat mich die Grundidee eines Romans so schnell in den Bann gezogen. Schon nach der Leseprobe war für mich klar, dass ich das Buch lesen muss. Besonders begeistert hat mich der ungewöhnliche Erzählstil, der den Leser direkt anspricht, Fragen stellt und ihn in moralische Bedrängnis versetzt. Leider blieb der Erzählstil nicht über das gesamte Buch hinweg bei dieser direkten Ansprache des Lesers, obwohl die Leseprobe für mich diesen Eindruck vermittelt hat.
Insgesamt ist das Buch ein ungewöhnlicher und origineller Spannungsroman mit spannenden, interessanten und unterschiedlichen Charakteren. Es steht nicht nur der Thrill am Bahnsteig im Mittelpunkt, sondern auch die persönliche und individuellen Geschichten der Protagonisten. Das Buch hat mich gut unterhalten und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt.
Unterhaltsamer und spannender Romantasy-Auftakt mit Bridgerton-Vibe & Fae-Magie
Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith
„The Rose Bargain“ ist der erste Band einer Dilogie und spielt in einer menschlichen Welt, in der eine Fae die Königin von Großbritannien ist. Es spielt in der Regency Ära und der Sohn der Königin – Prinz Bram – soll in dieser Saison heiraten. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Ivy, deren Familie in Ungnade gefallen ist.
Um ihre Familie wieder in die Mitte der Gesellschaft zu bringen, bewirbt sie sich um das Rennen um die Hand des Prinzen. Dafür werden alle auserwählten Mädchen von der Königin auf die Probe gestellt und sie müssen dabei mehrere Prüfungen meistern. Doch so nett wie die Königin erscheint, ist sie nicht.
Die Geschichte erinnert mich stark an Bridgerton, aber natürlich mit magischen Elementen. Durch die Prüfungen der Königin und die Brutalität der Aufgaben ist es selbstverständlich auch um einiges düsterer. Das Buch besticht sowohl mit dem Regency-Ära-Flair (Bälle, Heiratssaison, …) als auch mit ihren Intrigen und Geheimnissen. Die Idee der Geschichte finde ich sehr spannend, da es in der menschlichen Welt spielt, in der sich eines Tages eine Fae den Thron gesichert hat. Seitdem gewährt sie Wünsche, indem sie einen Handel eingeht. Man bekommt, was man möchte, muss jedoch dafür einen Preis bezahlen.
Der Schreib- und Erzählstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Alles ist sehr bildhaft beschrieben, sodass man schnell in die Welt eintauchen kann. Sowohl ruhigere Szenen als auch actionsreiche Szenen werden gut beschrieben. Humor und Emotionen werden ebenfalls gut rübergebracht.
Auch die Protagonistin Ivy ist meiner Meinung nach gut gelungen. Sie ist mutig, intelligent und stellt sich auch schwierigen Herausforderungen. Ihre Familie ist ihr sehr wichtig und sie tut alles für sie. Die Dynamik zwischen ihr, Prinz Bram und Prinz Emmett ist gelungen und sorgt ab und an für emotionale Konflikte. Auch die beiden Prinzen sowie die Nebenfiguren finde ich gut gelungen. Diese erhalten genügend Raum, um eigene Motive und Geschichten zu entwickeln. Die Charaktere sind für mich authentisch und handeln auch dementsprechend. Hauptsächlich wird aus der Perspektive von Ivy erzählt, ab und an jedoch auch aus der Sichtweise der anderen Kandidatinnen. Dadurch kann man noch besser in die Geschichte eintauchen.
Einziger Kritikpunkt ist das in den letzten Kapiteln des Buches das Erzähltempo überhetzt wirkt. Alles passiert sehr schnell und Schlag auf Schlag.
Für mich ist dies eine sehr unterhaltsame und spannende Romantasy-Geschichte. Die Handlung hat mich richtig gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für Fans von Geschichten mit Bridgerton-Vibe und Magie ist dies auf jeden Fall eine klare Empfehlung. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band.
Rasanter, fesselnder und spannender Thriller
Eine zu viel von Samantha Hayes
In „Eine zu viel“ geht es um die Familie Hunter. Als das Familienoberhaupt stirbt und das Testament verlesen werden soll, muss seine Ehefrau Connie ihren drei Töchtern eine dunkle Wahrheit beichten, die die gesamte Familie erschüttern sollte. Dafür lädt sie ihre Töchter und deren Familien in die Familienhütte in Schottland ein.
Doch nicht nur Connie hat einige Geheimnisse zu verbergen.
Der Thriller ist sehr spannend geschrieben. In jedem Kapitel wechselt die Perspektive, sodass man immer wieder die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Seiten der einzelnen Familienmitglieder erlebt (- jedoch nicht von allen). Diesen Aspekt fand ich besonders interessant, da es dadurch nicht langweilig wurde und die Geheimnisse so nach und nach aufgedeckt wurden. Auch die vielen Geheimnisse, Wendungen und menschlichen Abgründe waren sehr packend und mitreißend. Die Spannung wurde über das Buch hinweg aufrechterhalten. Am Ende hat der Thriller natürlich nochmal um einiges an Fahrt aufgenommen. Ich war die gesamte Zeit von der Geschichte gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die innere Zerrissenheit und Verzweiflung der Protagonistinnen sind sehr authentisch und nahbar dargestellt. Die Charaktere sind gut beschrieben und wirken für mich authentisch. Die Handlung ist logisch aufgebaut und schlüssig (bis auf die letzte Seite des dritten Teils – das konnte ich mir nicht erklären, weswegen ich hier einen halben Stern abziehe).
Eine klare Empfehlung für Fans von rasanten, fesselnden und spannenden Thrillern, die man nicht aus der Hand legen kann.
Thriller mit moderater Spannung
Thornbird von Elle Kennedy
Im Young-Adult-Thriller geht es um Ryan. Ihr Vater ist ein verurteilter Serienmörder, der auch ihre Mutter getötet hat. Als sie sieben Jahre alt war, zieht sie zu ihrer Großmutter in eine andere Stadt und ändert ihren Namen. Zehn Jahre später und kurz nach dem Tod der Großmutter zieht sie zu ihrer Tante in ihre alte Heimatstadt.
Ihr Vater ist in der Stadt immer noch großes Thema, zumal die Leichen noch nicht gefunden worden sind. Kann sie ihre Identität geheim halten? Werden die Leichen noch gefunden? Und welche Geheimnisse gibt es noch in der Stadt?
Zunächst einmal zum Schreibstil: Diesen empfinde ich als sehr angenehm; er ist gut und flüssig zu lesen. Es ist auch eine gewisse Grundspannung vorhanden, weshalb das Buch schnell zu lesen ist.
Die Charaktere finde ich auch sehr vielschichtig und authentisch. Gerade Ryan als Protagonistin wirkt sehr stark, mutig und sympathisch. Sie hat viele Herausforderungen zu bewältigen, was gut beschrieben ist, sodass man gut mit ihr mitfühlen und mitfiebern kann.
Allerdings bin ich zwiegespalten, wie ich das Buch bewerten soll. Die Handlung ist spannend beschrieben, jedoch werden sehr häufig Teenagerprobleme behandelt, zum Beispiel Jungs, Schule (Highschool-Klischees), usw. Die eigentliche Handlung entwickelt sich eher schleppend (Aufklärung der Mord, Auffinden der sterblichen Überreste). Erst in den letzten 25% des Buches nimmt die Handlung an Fahrt auf. Das Thriller-Gefühl ist bei mir auch im letzten Abschnitt leider nicht wirklich aufgekommen. Da hätte ich mir dann doch ein bisschen mehr erhofft, gerade bei den vielen guten positiven Bewertungen. Es gab ein paar Twists, manche kamen unerwartet, einige waren erwartbar. Der Nervenkitzel, den ein Thriller eigentlich ausmacht, blieb hier leider für mich auf der Strecke. Die entsprechenden Szenen kamen doch recht spät im Buch und wurden zudem auch sehr schnell abgehandelt, gerade hier hätte man die Ereignisse noch ausführlicher erzählen können und die Geschichte ein bisschen strecken. Die Auflösung war zwar logisch und schlüssig, aber ein Teil der Auflösung erschien mir dann doch zu konstruiert. Es wirkte für mich ein wenig zu erzwungen, so als ob man immer noch einmal eins draufsetzen wollte, um den Leser möglichst zu schockieren.
Vielleicht liegt das alles auch im Genre begründet, da es sich um einen Young Adult Thriller handelt, in dem auch andere Themen mehr beleuchtet werden und der Thrilleranteil seichter sein soll. Ich hätte mir dennoch eine tiefergreifende Handlung gewünscht, z.B. mit einem stärkeren Bezug zum Motiv des Mörders, zur Aufklärung der Taten oder zum Schicksal der einzelnen Opfer. Das Teenagerleben stand für mich zu sehr im Mittelpunkt statt des eigentlichen Plots. Insgesamt war es kein schlechtes Buch, aber es konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Daher kann ich nur eine begrenzte Empfehlung aussprechen. LeserInnen, die einen rasanten Thriller mit hoher Spannung und Nervenkitzel suchen, könnten hier nicht auf ihre Kosten kommen. Für Einsteiger oder jüngere LeserInnen könnte es allerdings spannend sein.
Unterhaltsame, sehr amüsante Cosy Crime Lektüre
Three Willows: Mord und Häkeldeckchen von Katie Kento
In „Three Willows: Mord und Häkeldeckchen“ geht es um Adelaide Peel, die nach dem Brand ihres Zuhauses mit ihrem Dackel in einem Seniorenheim landet. Nachdem ihre Zimmernachbarin stirbt, geht sie fest von einem Mord aus. Sie begibt sich in die selbsternannten Fußstapfen von Miss Marple und stellt mit ihren Ermittlungen das Seniorenheim auf den Kopf.
Adelaide Peel ist eine ungewöhnliche Protagonistin. Sie besticht am Anfang nicht gerade durch Charme, sondern eher durch ihre ruppige, schrullige und störrische Art. Im Laufe der Geschichte lernt man sie aber immer besser kennen und sieht, dass hinter der rauen Schale doch ein weiches Herz steckt. Die Entwicklung ihrer Figur über den Roman hinweg empfinde ich als authentisch. Auch die Nebenfiguren bringen durch ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten Abwechslung und Vielfalt in die Geschichte mit ein.
Im Mittelpunkt der Handlung steht nicht nur der Kriminalfall, sondern auch die alltägliche Herausforderungen des Alters, die auf eine ehrliche und zugleich humorvolle Weise dargestellt werden. Die Geschichte besticht vor allem durch die Kombination aus Cosy Krimi, Charme und Humor. Besonders die Szenen mit ihrem Rauhaardackel und einige Dialoge lockern die Handlung auf und sorgen für ein Lächeln. Die Handlung ist gut durchdacht und es geraten immer wieder neue Personen in Verdacht. Obwohl ich die Auflösung schon früh erahnen konnte, blieb die Handlung bis zum Ende spannend.
LeserInnen, die Cosy Krimis mit Herz und Witz mögen, werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen.
Konnte mich leider nicht abholen
The Witch in the Dead of Night 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley
In "The Witch in the dead of Night" geht es um die Hexe Finn, die zunächst als Dienstmädchen arbeitet. Als sie eines Nachts alleine unterwegs ist, wird sie überfallen. Der Vampirkönig kommt ihr zur Hilfe. Nachdem er erfahren hat, dass sie eine Hexe ist, möchte er sie im königlichen Rat haben.
Dafür muss sie ihre Fähigkeiten trainieren.
Das Buch hat mich durch das Cover sehr angesprochen. Als ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich mir erhofft mal wieder eine neu interpretierte Vampirgeschichte zu lesen. Leider konnte dies meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Geschichte hatte zwar eine gute Atmosphäre, die gut zur Geschichte passt, jedoch konnte mich die Handlung weder packen, noch war es thematisch wirklich neu. Die Handlung war vorhersehbar und wenig Spannung wurde über das Buch hinweg aufgebaut. Außerdem hat sich die Geschichte teilweise ziemlich lange und unnötig gezogen. Leider hat mir auch die charakterliche Tiefe gefehlt und die Figuren blieben für mich emotional auf Distanz, sodass ich nicht richtig mit ihnen mitfiebern konnte.
Insgesamt ist es kein schlechtes Buch und Fans von düsterer Fantasy und Vampirgeschichten könnten durchaus auf ihre Kosten kommen. Für mich blieb jedoch einiges an Potenzial ungenutzt.
Düstere, märchenhafte Erzählung mit Luft nach oben
Im Bann des Erlkönigs von Mina Roth
„Im Bann des Erlkönigs“ dreht sich alles um Zora. Sie sieht Wesen, die für andere Menschen unsichtbar sind. Eine Fee sucht sie auf, da sie Hilfe braucht und Zora soll sie zurück in die magische Welt bringen. Auf ihrem Weg taucht Zora in eine Welt voller alter Magie, gefährlicher Wesen und dunklen Geheimnissen ein.
Zunächst einmal hat mich direkt das Cover und der Farbschnitt angesprochen. Angezogen wurde ich aber noch mehr vom Titel. Der erste Gedanke bei Erlkönig ist natürlich das Gedicht von Goethe und ich war gespannt auf die Interpretation dieser Figur im Buch. Das Buch bietet eine düstere, märchenhafte Atmosphäre und die Welt wirkt geheimnisvoll.
Das Buch beginnt direkt in der Handlung, was ich ansich einen guten Einstieg finde. Allerdings wurden gleich viele Wesen eingeführt ohne das man die Welt und die Zusammenhänge kennt. Auch im Verlaufe des Buches habe ich das Gefühl das viele Aspekte der Welt und ihrer Regeln recht vage sind und ich Zusammenhänge teilweise nur schwierig verstehen konnte. Gerade bei der Magie und den Hintergründen hätte ich mir mehr Erklärungen und Details gewünscht. Für mich gab es ab und an auch ein paar Logiklücken.
Den Schreibstil empfand ich am Anfang auch ein bisschen schwierig, da ich immer wieder aus dem Lesefluss kam, dies hat sich aber ab circa der Hälfte deutlich gebessert. Der Schreibstil war allerdings sehr bildhaft, wodurch man gut in die märchenhafte, dunkle Fantasy Welt eintauchen und sich alles sehr gut vorstellen konnte. Leider empfande ich auch das Erzähltempo schwierig. An manchen Stellen wurde alles recht langsam erzählt, wodurch die Handlung immer wieder ins Stocken geriet. An Stellen, wo ich mir mehr Tiefe und Beschreibung gewünscht hätte, war das Erzähltempo dann wieder zu schnell.
Auch die romantische Beziehung zwischen Zora und Kilian konnte mich nicht ganz überzeugen. Die Entwicklung der Gefühle wirkte auf mich nicht immer nachvollziehbar und hätte an dieser Stelle mehr Raum vertragen können um die emotionale Wirkung noch stärker zu entfalten.
Die Figuren ansich empfand ich als sehr positiv. Zora ist für mich eine starke Protagonistin, die mutig und sympathisch ist. Die anderen Charaktere bringen sehr unterschiedliche Facetten in die Geschichte ein. Eine Entwicklung der Charaktere ist spürbar und diese wirken auch authentisch für mich. Auch die Dynamik der Charaktere zueinander empfand ich als gut gelungen.
Insgesamt ist „Im Bann des Erlkönigs“ für mich ein solides Fantasybuch mit einer spannenden Grundidee, einer gelungenen Atmosphäre und interessanten Charakteren. Leider wurde meiner Meinung nach das Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft.
Sommerlektüre zum Schwelgen und Nachdenken
Nächstes Mal für immer von Lucien Marant
„Nächstes Mal für immer“ spielt in zwei Zeitebenen und die Geschichte dreht sich um Mona, die als Studentin für ein Austauschsemester nach Paris kommt. 20 Jahre später lässt sie Hals über Kopf ihr Leben in Hamburg hinter sich und kehrt zurück nach Paris. Dort trifft sie auch nach all den Jahren auf Thibauld.
Zunächst einmal finde ich das Cover sehr ansprechend. Es passt perfekt zum Buch und gibt einen guten Eindruck, was das Buch vermitteln möchte.
Ich war überrascht und fasziniert von diesem Buch. Ich hätte niemals gedacht, dass es ein Debütroman ist. Für mich ist das Buch wahnsinnig gut geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig, leicht und schafft es, alle Arten von Emotionen zu vermitteln. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Sie fühlt sich dabei emotional und authentisch an.
Besonders mochte ich die Atmosphäre bzw. das Gefühl, dass das Buch vermitteln möchte. Außerdem haben mir die Charaktere sehr gut gefallen. Diese finde ich sehr liebevoll ausgearbeitet und ihre Entwicklung fühlt sich glaubwürdig an. Ich empfand Mona als sehr authentisch, nahbar und sympathisch. Auch Thibauld finde ich einen interessanten Charakter, der eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte einbringt. Auch ihre Freundin Lou bringt mit ihrem Humor viel Leichtigkeit in die Geschichte. Mir haben auch die Dynamiken zwischen den Charakteren sehr gut gefallen.
Das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Es lädt sowohl zum Schwelgen als auch zum Nachdenken ein. Das Buch behandelt Themen wie Liebe, Hoffnung, Verlust und zweite Chancen. Es schafft eine gelungene Balance zwischen bewegenden, nachdenklichen und humorvollen Momenten. Dadurch hat mich das Buch sehr gut unterhalten und die Geschichte hat mich berührt.
Für mich ist „Nächstes Mal für immer“ eines meiner Lesehighlights dieses Jahres.
Emotional, philosophisch, tiefgründig und regt zum Nachdenken an
Die Mitternachtsreise von Matt Haig
Die „Mitternachtsreise“ dreht sich um Wilbur, der nach seinem Tod in einem Zug landet. Dabei beginnt seine Reise damit alle Momente aus seinem Leben noch einmal zu sehen beziehungsweise zu erleben. Dabei muss er sich mit seinen Entscheidungen, Fehlern und Beziehungen auseinandersetzen. Mitternachtsreise ist ein sehr berührender Roman über das Leben, verpasste Chancen und die Frage, was ist am Ende wirklich wichtig.
Der Roman knüpft gedanklich an „Die Mitternachtsbibliothek“ an und setzt sich mit philosophischen Fragen auseinander wie: Was macht das Leben lebenswert? Was macht mich glücklich? Bin ich am Ende zufrieden mit meinen Entscheidungen im Leben?
Da ich ein sehr großer Fan der Mitternachtsbibliothek bin, war ich besonders gespannt auf die Mitternachtsreise und ich wurde nicht enttäuscht. Besonders beeindruckt hat mich auch hier wieder die emotionale Tiefe. Matt Haig schafft es, auch schwierige Themen wie Reue, Verlust und Vergänglichkeit mit hoffnungsvollen Botschaften zu verbinden.
Der Schreibstil ist leicht und sehr gut zu lesen. Man fliegt förmlich nur durch die Seiten. Viele Szenen regen dazu an, über das eigene Leben nachzudenken und sich zu fragen, welche Momente wirklich wichtig sind.
Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Besonders der Protagonist Wilbur wirkt sehr nahbar und authentisch.
Für mich ist „Mitternachtsreise“ eines meiner Lesehighlights dieses Jahres. Eine klare Empfehlung für Fans der Mitternachtsbibliothek und LeserInnen, die Geschichten mit emotionalem Tiefgang mögen und sich gerne zum Nachdenken anregen lassen.
Packende Drachen-Fantasy ab der ersten Sekunde
Dragon Cursed - Zeig keine Gnade (Dragon Cursed 1) Dragon Cursed von Elise Kova
n Dragon Cursed (Hörbuch) wird man in eine düstere Fantasywelt entführt. Hierbei dreht sich alles um Magie, Drachen und dunkle Geheimnisse. Isola steht bei dieser Geschichte im Mittelpunkt, die in jungen Jahren einen Drachenangriff überlebt hat. Sie lebt in der Stadt Vingard, in der die letzten Menschen leben sollen.
Die Drachen sind hier in der Geschichte als böse gekennzeichnet. Einige Menschen tragen den Drachenfluch in sich. Diese sollen in Prüfungen des Tribunals ausfindig gemacht werden. Isola hat den Verdacht, dass sie selbst verflucht ist. Ist sie wirklich Drachenverflucht oder die Reinkarnation von Valor? Was wird das Schicksal von Isola sein?
Schon die ersten Minuten des Hörbuchs nehmen einen gefangen. Man ist direkt in der Handlung drin und es wird Spannung erzeugt. Es wirkt auf mich alles sehr atmosphärisch und mystisch/mysteriös. Die Prüfungen sind spannend gestaltet sodass durchgehend Spannung erzeugt wird.
Ich finde alle Protagonist:innen sehr spannend und vielfältig beschrieben. Isola ist für mich eine starke Protagonistin mit viel Persönlichkeit und emotionaler Tiefe. Besonders schön fande ich die Freundschaft zu Saipha und die emotionale Beziehung zu ihrer Mutter. Auch die Interaktion zwischen den einzelnen Charakteren werden authentisch dargestellt. Jeder hat natürlich auch seine eigenen Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden.
Die Sprecherin hat mir sehr gut gefallen. Die Stimme hatte eine gewisse Dynamik und eine lebendige Erzählweise, sodass man gut in das Buch eintauchen konnte. Sowohl emotionale Momente als auch actionreichere Szenen wurden gut dargestellt. Auch die Stimme wurde den Charakteren gut angepasst, sodass man auch bei Dialogen gut zwischen den einzelnen Personen unterscheiden konnte. Allerdings empfande ich die Lesegeschwindigkeit ein bisschen zu langsam.
Alles in allem war dies ein sehr spannendes (Hör-) Buch, dass einen vollkommen in die Welt eintauchen lässt. Ein toller Auftakt. Ich bin sehr gespannt auf den Band 2.
Eine Empfehlung für alle die packende Fantasyromane mit Drachen und Magie und einer starken Heldin mögen.











