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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von annamichalea:

Hat einen starken Eindruck hinterlassen, meine Emfpehlung, lest die früheren Veröffentlichungen.

Die Rückkehr der Hoffnung von Rutger Bregman

Bisher habe ich von Rutger Bregman weder etwas gelesen geschweige denn seine Existenz wahrgenommen. Ich bewege mich nicht in diesem Umfeld und suche auch nicht aktiv nach solchen Themen oder Denkern, aber dachte bisher, ich hätte zumindest einen kleinen Einblick. Aber da musste ich erst hier auf ein Buch von ihm stoßen, da ich den sozialen Medien eher fern bleibe.

Dort verbreiten sich zumindest seine Thesen, ich weiß nicht, ob er da auch aktiv schreibt oder spricht.
Ich bin froh, dieses Buch in den Händen zu halten, aber ich glaube als Einstieg um sich mit Bregmann und seiner Message vertraut zu machen ist es nicht die beste Wahl. Da sollte man eher seine Bücher über grundlegende Themen wählen.
In Die Rückkehr der Hoffnung werden Vorträge veröffentlich, die Rutger Bregman im Rahmen der BBC Reith Lectures gehalten hat. Darin hält er uns einen Spiegel vor und sagt schonungslos, was Sache ist. Er stellt historische Vorbilder zusammen, die was verändert haben. Er fordert utopische Konzepte, die was zum Bessern wenden können und warnt nachdrücklich vor der KI.

Das Buch hat bei mir einen starken Eindruck hinterlassen. Um Rutger Bregman kennenzulernen sind jedoch seine früheren Veröffentlichungen vermutlich geeigneter und von meiner Warte aus eine Leseempfehlung.

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Alle Bände würde ich sofort nehmen

Immerland - Der Ozean der Ewigkeit von Flix

Auf den ersten Blick erinnert das Cover an eine alte Ausgabe von Jules Vernes Büchern. Schaut man genauer hin, entdeckt man die modernen Details und was zum Schmunzeln.
Auch der Klappentext macht Laune. Wer gibt schon sein Alter mit 13 1/6 an und wer heisst Stressica?
Sehr schön fand ich die Zusammenfassung zu Beginn des Buches.

Und was bisher geschah wird wie bei Filmserien ein kurzer Abriss der Vorgeschichte geteilt. Hier das Buch „Immerland – Die Stadt der Ewigkeit“.
Aber schon nach dem ersten Kapitel war mir klar, sehr viel besser ist es den ersten Band gelesen zu haben, gerade für die Leser der Zielgruppe.
Das Buch behält durchgehend seine humoristische Seite bei, Gleichzeitig verlangt es nach aufmerksamem Lesen. Die Evolution hat sich in Immerland nicht nur vom Wasser aufs Land sondern ins Land entwickelt und daher können Felsenaale durch Stein gleiten. Auch Kausalität und Korrelation darf man nicht verwechseln.
In dem Buch, beziehungsweise in Immerland, wird dem Leser nie langweilig. Im Gegenteil! Es ist herausfordernd mit der aussgerwöhnlichen Fantasy mithalten zu können.
Aber: Jetzt kommt der Wermutstropfen. Ich will nicht sehr spoilern, aber für unsere ehrenamtlich geführte Schulbibliothek werden wir Immerland erst dann unseren Schülern präsentieren wenn der für Herbst 2027 angekündigte Band „Immerland – Das Ende der Ewigkeit“ erschienen ist. ( hoffentlich als letzter Band einer Trilogie?) Aber das unter Garantie.

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Roman und doch mehr

Sonnenberg von Brigitte Glaser

Schon Cover- und Klappentext wecken bei mir Erinnerungen. Die Chance als Winzerkind zu studieren. Das Gefühl, was alles möglich sein könnte, eine Aufbruchsstimmung. Ebenso klischeehaft und dabei wahr auch die Winzer, die wie die Bauern an ihrem Land festhalten und die Gier der Großen nach immer mehr Land.

Irgendwie fühle ich mich im Thema schon heimisch.
Johanna musste ihr Studium nach dem Tod des Vaters abbrechen und das elterliche Weingut übernehmen. Ihre Freundin Luzie dagegen unterbricht ihr Studium für Reisen und ce la vie Leben in Marokko.
Mir gefällt sehr gut an dem Schreibstil von Brigitte Glaser, dass sich die Geschichte langsam mit einer Selbstverständlichkeit entwickelt. Im Lesefluß quasi nebenbei und doch folgerichtig erfährt der Leser von Luzies Streit mit Johanna und das letztere alleinerziehende Mutter von Betty ist. Ebenso wird klar, das Johanna gute Erinnerungen an ihren Vater hat, wogegen Luzie noch immer an ihrem leidet.
Spätestens als es um einen Kredit für Johanna geht um ein Stück der Toplage Sonnenberg zu kaufen, ist der Höhenflug des Lesers mit Johanna vorbei. Frauen zählen nur als halbe Arbeitskraft, sie hätte ja eine gute Mitgift und sollte heiraten etc...
Da gibt es aber auch Hoffnungsträger, wie der Winzer der speziell Johanna ein Stück Sonnenberg anbietet und Arno, der Weinbau Studienkollege, der immer ein zuverlässiger Freund ist.
Das Buch Sonnenberg bietet auch einen Einblick in die Zeit der 70er Jahre, speziell der Gegend um Wyhl am Kaiserstuhl, wo das erste Atomkraftwerk durch Widerstand gestoppt wurde. Die Autorin schreibt eindringlich,.... in Zeiten des Hasses und der Hysterie brauchen wir Geschichten, die Mut machen, einen anderen Weg zu gehen. Und Wyhl ist dafür eine verdammt gute Geschichte

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Toll, wichtig, herausfordernd

Die Anderen von Kobi Yamada

Ich habe mich bisher kaum auf ein Buch so gefreut wie dieses. Und das mit Ü 60 und ohne Enkel. Die Bilder sprechen noch mehr als die Worte.
Sei es der Stamm mit Zweigen, der die Hecke trägt und formt. ( Und wer bitte schneidet sie so akkurat? )
Sei es die Farbgebung ( Regenbogen ) des visionären Bildes von den anderen - auch die erwachsenen Vorleser werden automatisch zum (mi8)denken gebracht.

Vieles ist so einfach, manches eher schwer. Die Diskussion wer ist hier, wer ist drüben gegen Ende des Buches ist dermaßen philosophisch, dass es mir kaum möglich erscheint, dass Kinder dem folgen können. Aber vielleicht irre ich mich auch und es ist ganz einfach. Da es werder hier noch drüben gibt, kann es eh keiner verstehen.
Eine Seite gab mir zu denken, vor allem weil es evt. die Kinder traurig machen kann, denen ich das Buch schenken werde. Das Thema traurigsein ist in Verbindung mit einem Haustier dargestellt, indirekt dadurch natürlich auch das Thema alles müssen sterben. Aber wie sollte man 4 jährigensonst das Thema näherbringen? Sanft geht das gar nicht.
Das Buch ist toll und eine Herausforderung für die Vorlesenden. Aber wer so ein Buch erwirbt, will sich ja mit dem Thema und seinen Kindern auseinandersetzen.

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Krimi trifft Literatur

Ein unglücklicher Tod von Peter Grainger

Mit den typischen Diogenes Covern habe ich lange gehadert, aber in letzter Zeit werden sie immer besser. So finde ich auch dieses Cover sehr gelungen. Die Szene, die Farbgebung und die fehlende action spiegeln auch das Buch sehr gut wider.
Thriller mag ich kaum noch lesen, daher freute ich mich auf einen neuen Kriminalroman.

Mehrere Bände sogar, wie sich nach Recherche herausstellte. Dennoch war ich sehr zwiegespalten. Das Buch lässt sich gut lesen, bei manchen Längen musste ich einfache quer lesen. So gibt es einige Seiten, in denen D. C. Smith vor Schülern aus seiner Zeit bei der Drogenfahndung und der Sitte berichtet. Informativ, auch typisch für seinen Charakter, aber langatmig.
Was mir fehlt ist ein gewisser Esprit. Ich möchte einen Kriminalroman, der ohne Blut und ohne extreme Sprache den Leser einfach mitzieht. Dazu fehlt es in diesem Buch an Geschwindigkeit und Witz.
Aber möchte man einen Kriminalroman auf Literaturniveau, dann ist man hier richtig

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Ein Buch, dass sich die Autorin von der Seele schreiben musste.

Löwe von Sonya Walger

Das Cover wirkt auf mich sachlich distanziert, das kleine Mädchen sehr verzweifelt, der Mann betrachtet es wohl Anhängsel. Nichts in der Körpersprache des Mannes weist darauf hin, dass er das Kind überhaupt wahrnimmt. Ich frage mich zwangsläufig, wer hat das Foto aufgenommen?
Schon an der Widmung erkennt der Leser Sonya Walger hat das Buch auch für ihre Kinder geschrieben.

Nur wer mit seinen Eltern im Reinen ist, kann das auch mit den Kindern sein.
Wie wichtig ihr das Buch ist sieht man auch daran, dass sie es gegen den Willen der Mutter, die sie sehr wertschätzt, veröffentlicht. Geschrieben wohl auch in der Zeit der Coronabeschränkungen, zumindest die Idee ließ sich da eher umsetzen.
Zuerst dachte ich der Schreibstil, der wie eine Aufzählung auf mich wirkt, sei dem geschuldet, dass sie über die Vergangenheit ihrer Eltern nur aus Erzählung darüber schreiben kann. Quasi die Bausteine zusammen setzt. Aber sie behält es durchgehend bei, was mir nicht gut gefällt. Das Lesen emfpinde ich von Sprachbild eher mühsam. Inhaltlich ist es schon interesant und immer wieder kommen Stellen, die mich zum weiterlesen animieren.
Mein Vater erträgt jeden Schmerz, solange es sein eigener ist. Meiner ist ihm unerträglich oder auch der Satz : Wenn wir nicht darüber reden ist es auch nicht passiert.
Eine sehr schwierige Vater Tochter Beziehung, bei der sie sucht und er nicht geben kann.

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Ein anderer Therapieansatz

Der Endometriose-Balance-Plan von Matthias Riedl

Ein schönes Cover, es wird zwar eine Frau mit "Bauchweh" dargestellt, aber der Schmerz steht nicht im Vordergrund.
Etwas befremdlich, wenn ein Mann, der nicht Gynäkologe ist, über Regelschmerzen bei Frauen schreibt. Aber Matthias Riedl erklärt im Buch nachvollziehbar, wie er dazu kam.

Den ersten Teil des Buches empfinde ich als klar strukturiert, mutmachend und für jede Frau andwendbar. Die Forderung eher weniger der Ratschläge umszusetzen um besser durchhalten zu können klingt auch logisch. Die Tipps beziehen sich nicht nur auf Ernährung, auch selfcare als psychologischer Ansatz in allen Lebensbereichen spielt eine Rolle.
Der zweite Teil des Buches besteht aus Rezepten, die explizit auch als selfcare bezeichnet werden. Dabei sind meiner Meinung nach nur wenige alltagstauglich. Aber vielleicht ist hier ja auch die Zubereitung einer Buddha Bowl, das aussuchen der Zutaten selfcare für manche Frau im Sinne von ich gönn mir was.
Die Frauen mit der Diagnose Endometriose die ich kenne haben alle den beschriebenen langen Weg zur Diagnose hinter sich und nehmen Medikamente. Aber zumindest zusätzlich könnten auch sie von dem Buch proftieren, auch in der Hinsicht, dass man selbst etwas tun kann und nicht den Medikamenten und der Erkrankung ausgeliefert ist.

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Vertraute Qualität

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter von Andrea Erne

Wieder einmal ein neues Sachbuch aus der Reihe Wieso Weshalb Warum. Ich fragte mich, wieviel gibt es davon schon. Im Buch fand ich die Lösung. In Form eines Wunschzettels beziehungsweise eines Gewinnspiels. Hier war die Möglichkeit allein aus der junior Reihe bis Band 81 anzukreuzen. Diese beiden Seiten in leichterem Papier, vermuglich weil man sie raustrennen soll, haben mich etwas gestört.

Das hier ist Werbung für die Eltern, kein 2 bis 4 jähriges Kind profitiert davon.
Ansonsten die üblich toll gestalteten Bildseiten, verständlicher Text und qualitativ hochwertig stabile Pappseiten. Die aufklappbaren Teile sind nicht für alle zweijährigen Kinder leicht zu öffnen, aber die Entdeckerfreude macht das wieder wett.
Der Inhalt ist teilweise sehr anspruchsvoll, mir war nicht bekannt, dass zum Beispiel Zitronenfalter ein Frostschutzmittel intus haben.

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Ich kann das Buch nur weiterempfehlen

Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

Tilliy und Rena teilen eine besondere Freundschaft in der Nachkriegszeit der jungen DDR. Zu ihre Lebensgefühl so direkt nach dem Krieg gehört dazu, alles zu tun um zu überleben. Das ist quasi in Fleisch und Blut übergegangen. Tilly ist dazu noch eher einfältig und glaubt an den Staat las neuen Heilsbringer, Rena eher nicht.

Sie sieht in Tilly auch mehr , aber sie meint tilly kann es nicht zulassen. Tilly muss auch die Frau auf dem Cover sein, Schülerin mit Bestnoten, richtigen Gedanken und richtigen Verhalten. Rena ist so ganz anders und auch Tilly merkt, dass da noch was anderes ist zwischen ihnen, ein leicht Andeutung von einer engeren Beziehung, über die aber keiner spricht.
Und dann ist Rena verschwunden und damit die einzige Person, mit der Tilly auch über alles sprechen kann. Und Tilly macht sich auf die Suche. Alles was sie vermeintlich über Rena entpuppt sich als Lüge.
Und Tilly sucht weiter und beginnt weiter richtig nachzudenken.
Dieses Buch gibt nicht nur einen guten Einblick in dei Geschchte der DDR in der Nachkriegszeit, sondern beschreibt auch das Lebensgefühl der Menschen. Egal ob sie sich arrangieren oder kämpfen wollen - eines bleibt. Die suche nach wenigstens einem halben Glück, wenn an es denn kann.

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Lesenwert

Über vier Leben von Pauline Hatscher

Ich stelle mir hier grundsätzlich erst einmal die Frage, ob wir notwendigerweise etwas über unsere direkten Vorfahren, auch über die Eltern hinaus, wissen müssen. In meiner Vita war das quasi nicht vorhanden. Die Großeltern erzählten maximal Belangloses, es war klar, dass sie nicht über die Zeit der Weltkriege gefragt werden wollten.

Über besondere Wendepunkte im Leben meiner Eltern wurde ebenso zu ihren Lebzeiten geschwiegen.Und wir Kinder kamen gar nicht auf die Idee etwas zu fragen oder ihr Lebensbild in Frage zu stellen. Erst nach ihrem Tod habe ich so einiges erfahren, das ein anderes Licht auf ihr Handeln oder ihre Lebenseinstellung warf.
In Pauline Hatschers Roman geht es um die Frauen aus vier Generationen. Mirabell, Sabine, Lisa und Hannchen.( aufgezählt von der Gegenwart in die Vergangenheit ).
Zu Beginn des Buches geht es jeweils um dasThema Heiraten. Mirabell fällt es schon schwer, sich auf einer Dating App anzumelden. Hannchen und Sabine schildern jeweils die belastende Situation als unverheirateter Gast auf einer Hochzeit. Lisa hat geheiratet, aber nur mit Überwindung.
Gleich bleibt in gewisser Weise der gesellschaftliche Druck, die Zwangslage heiraten zu müssen um versorgt zu sein hat sich dagegen verbessert.
Hier fällt mir auf, dass der Titel eigentlich noch Subtext hat. Durch die nach unten versetzte vier geht es auch ums Über-leben.
Die Generationen vor uns, die normalerweise kaum über Gefühle gesprochen haben, sich daran orientierten, was als Regel galt oder den Lebensumständen geschuldet war, wie soll man deren Leben als Fiktion wieder auferstehen lassen? Das geht durch ein marginales Datengerüst, einzelnen Erzählungen und gesellschaftsgeschichtliches Wissen.
Der Sinn dahinter? Für die Autorin wohl persönlich wichtig. Ich habe als Leser hier und da ein Fitzelchen mitgenommen, das auf eine meiner Vorfahrinnen zutreffen könnte. Ansonsten ist es ein lesenwerter Roman, der halt mal ein ganz anderes Thema hat.

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