Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Norbi_liest:
Praktische Ideen für die schnelle Küche
Koch! Mich! Jetzt! von Leon Schreiber
Nach einem langen Tag möchte ich nicht erst eine Stunde in der Küche stehen, deshalb hat mich das Konzept dieses Kochbuchs direkt angesprochen. Die rund 80 Rezepte sind auf verschiedene Bereiche verteilt und reichen von schnellen 15 Minuten Gerichten über Ofenrezepte und One Pot Gerichte bis zu Bowls, Meal Prep und Süßem.
Schon zu Beginn gibt es einige nützliche Hinweise zum Vorratsschrank, zur Küchenausstattung und zu Gewürzmischungen. Das ist vor allem für Kochanfänger praktisch, kann aber auch erfahrenen Hobbyköchen die eine oder andere Anregung geben.
Die Rezepte selbst sind übersichtlich aufgebaut und die einzelnen Schritte verständlich erklärt. Besonders gefällt mir, dass viele Zutaten ohne lange Suche zu bekommen sind und man für die meisten Gerichte keinen großen Aufwand betreiben muss. Die Fotos sind ansprechend und geben einen guten Eindruck davon, wie die Gerichte aussehen. Auch die Auswahl finde ich abwechslungsreich genug, um immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Wer allerdings schon sehr viel und gerne aufwendig kocht, wird hier vermutlich nicht vor große Herausforderungen gestellt. Genau das ist aber auch nicht der Anspruch des Buches.
Mit der sehr modernen Gestaltung und den vielen Emojis kann ich persönlich etwas weniger anfangen. Außerdem hätte ich Nährwertangaben bei den Rezepten durchaus hilfreich gefunden. Beides schmälert für mich aber nicht den praktischen Nutzen des Buches. Ich habe einige Gerichte entdeckt, die ich gern ausprobieren möchte, und kann mir gut vorstellen, gerade unter der Woche öfter darin nach einer schnellen Idee zu suchen. Für mich ist es ein unkompliziertes und alltagstaugliches Kochbuch, das hält, was es grundsätzlich verspricht.
Zwischen Bernstein, Meer und eigenen Wegen
Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin
Manchmal sind es gerade die ruhigeren Geschichten, die einen besonders erreichen. Hier stehen zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen im Mittelpunkt, deren Wege durch einen besonderen Bernstein miteinander verbunden werden. Julika forscht über Bernstein und kümmert sich gleichzeitig gemeinsam mit ihrem Vater um ihre kranke Mutter.
Ihr eigenes Leben kommt dabei häufig zu kurz. Ebba wiederum hat eine ganz eigene Verbindung zum Bernstein und zum Meer.
Mir hat besonders gefallen, wie die beiden Geschichten aufgebaut sind und sich nach und nach miteinander verbinden. Beide haben ihren eigenen Reiz und ich wollte gleichermaßen wissen, wie es mit Julika und Ebba weitergeht. Die Einblicke in die Bernsteinforschung und das Bernsteinfischen fand ich ebenfalls interessant. Sie sind gut in die Handlung eingebunden und wirken nicht wie trockenes Hintergrundwissen.
Sehr schön fand ich außerdem die Atmosphäre an der Ostsee. Das Meer und die Natur spielen immer wieder eine wichtige Rolle und die Umgebung lässt sich beim Lesen gut vorstellen. Gleichzeitig geht es um familiäre Verantwortung und die Frage, wie viel Raum im Leben für die eigenen Wünsche bleibt.
Der ruhige und angenehme Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte entwickelt sich nach und nach und gerade das Zusammenspiel der beiden Lebenswege fand ich interessant. Auch die gefühlvollen Momente sind zurückhaltend erzählt und wirken dadurch umso mehr.
Für mich ist es eine berührende Geschichte über zwei unterschiedliche Lebenswege, über Verantwortung, Freiheit und darüber, dass das Leben manchmal eine ganz andere Richtung einschlägt als geplant.
Ein stimmiger Abschluss im Honigstal
Die Honigfrauen - Eine neue Heimat von Mirjam Müntefering
Der zweite Band setzt die Geschichte der Honigfrauen gelungen fort. Das Landcafé hat einen schwierigen Start hinter sich und Irma und Auguste müssen feststellen, dass eine gute Idee allein noch keinen Erfolg garantiert. Gleichzeitig gibt es innerhalb der Familie genügend ungeklärte Dinge, sodass es nicht nur geschäftlich einiges zu bewältigen gibt.
Gut gefallen hat mir, dass die Figuren nicht auf der Stelle treten. Vor allem Irma zeigt immer wieder, dass sie sich nicht so leicht unterkriegen lässt und in schwierigen Situationen einen erstaunlich klaren Kopf bewahren kann. Bei manchen privaten Entscheidungen hätte ich ihr allerdings gern etwas mehr Menschenkenntnis gewünscht. Auch Auguste und Harriet entwickeln sich weiter, wobei gerade ihre nicht immer einfache Beziehung für mich interessant war.
Neben den familiären Problemen sorgen Konkurrenz, Geheimnisse und persönliche Interessen dafür, dass die Handlung über weite Strecken spannend bleibt. Manches lässt sich zwar erahnen, trotzdem wollte ich wissen, ob meine Vermutungen tatsächlich stimmen. Dabei verliert die Geschichte das Café und die Menschen, die daran hängen, nie aus den Augen.
Mirjam Münteferings Schreibstil ist angenehm zu lesen, und das Bergische Land um 1910 bildet einen passenden Hintergrund. Auch die eingeschränkten Möglichkeiten von Frauen in dieser Zeit spielen eine wichtige Rolle und machen verständlich, warum manche Entscheidungen eine größere Tragweite haben, als es heute zunächst erscheinen würde.
Insgesamt eine unterhaltsame historische Familiengeschichte über Zusammenhalt, Vertrauen und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen. Für mich ein runder Abschluss, der die Fortsetzung des ersten Bandes überzeugend zu Ende führt.
Unfall, Anschlag oder etwas ganz anderes?
Buberlpartie von Petra Hartlieb
Der Ausgangspunkt hat es in sich. Ein Auto rast in ein Restaurant auf einem Wiener Markt, kurz darauf kommt es zu einer Explosion und mehrere Menschen sterben. Chefinspektorin Alma Oberkofler wird selbst Zeugin des Geschehens und ist damit von Beginn an unmittelbar betroffen. Schnell stellt sich die Frage, ob hier tatsächlich ein Unfall vorliegt oder ob ein Anschlag dahinterstecken könnte.
Möglichkeiten gibt es mehrere, und auch der Fahrer des Autos ist kein Unbekannter, sondern stammt aus der rechtsextremen Szene. Mir hat gefallen, dass Alma und ihr Team deshalb in verschiedene Richtungen ermitteln. So konnte ich beim Lesen meine eigenen Vermutungen anstellen und musste sie auch immer wieder hinterfragen. Besonders interessant fand ich die politische Ebene des Falls. Während die Ermittlungen noch laufen, scheint hinter den Kulissen bereits eine Vorstellung davon zu bestehen, zu welchem Ergebnis man kommen soll. Dass die Polizei dadurch unter Druck gerät, gibt der Geschichte zusätzliche Spannung. Gleichzeitig wirkt das Geschehen unangenehm gegenwärtig und keineswegs völlig abwegig. Alma habe ich als bodenständige und hartnäckige Ermittlerin erlebt, der ich gerne gefolgt bin. Petra Hartliebs Schreibstil ist flüssig und macht auch die politischen Zusammenhänge gut lesbar. Das blaue Cover mit dem Hirsch ist für einen Krimi ungewöhnlich und fällt auf jeden Fall ins Auge. Für mich war es ein spannender Politkrimi, bei dem nicht allein die Lösung des Falls zählt. Gerade das Zusammenspiel von Ermittlungsarbeit und Einfluss von außen ist mir besonders im Gedächtnis geblieben.
Ruhiger Krimi mit einigen falschen Spuren
Abbie Barrett's Tea Time Murder - Die tote Assistentin von Kate Connery
Bei einem Krimi möchte ich miträtseln können, und dazu gab es hier ausreichend Gelegenheit. Lange kommen mehrere Personen infrage und verschiedene Hinweise führen in unterschiedliche Richtungen. Dadurch bleibt genug Raum für eigene Überlegungen, ohne dass die Geschichte unnötig kompliziert wird.
Die Handlung braucht anfangs etwas Zeit, gewinnt im weiteren Verlauf aber an Spannung. Weniger überzeugen konnte mich Inspektor Chapman. Sein Vorgehen bei den Ermittlungen war für mich mehrfach schwer nachzuvollziehen und wirkte nicht besonders professionell.
Deutlich besser haben mir die drei Damen aus der Villa Camilla gefallen. Ihre Neugier und ihre Freude an Kriminalfällen bringen Humor in die Geschichte, ohne dass daraus eine reine Komödie wird. Auch Abbie fügt sich mit der Zeit immer besser in diese Runde ein. Der Schreibstil ist unkompliziert und lässt sich angenehm lesen.
Das Cover passt für mich gut zu diesem eher ruhigen britischen Kriminalroman. Der Fall ist verständlich aufgebaut und bietet genügend Möglichkeiten zum Mitdenken. Ich würde einen weiteren Band lesen, denn gerade die ungewöhnliche Runde aus Candlewood hat durchaus ihren Reiz.
Liebe zeigt sich manchmal ganz leise
Die Schönheit der Distanz von Nao-Cola Yamazaki
Ein Mann weiß, dass seine Frau nicht mehr lange leben wird, und versucht, möglichst viel von der verbleibenden Zeit mit ihr zu verbringen. Viel mehr Handlung braucht dieses schmale Buch eigentlich nicht. Er besucht sie fast täglich im Krankenhaus, kümmert sich um sie und achtet dabei sehr genau darauf, ihre Wünsche und ihre Grenzen zu respektieren.
Gerade das fand ich bemerkenswert. Seine Fürsorge zeigt sich nicht in großen Worten, sondern in ganz alltäglichen Dingen, und trotzdem ist immer zu spüren, was ihm seine Frau bedeutet. Auch die Frage, warum man nach dem Tod eines nahestehenden Menschen Zeit zum Trauern bekommt, aber die gemeinsame Zeit davor viel schwieriger mit dem Beruf zu vereinbaren ist, ist mir hängen geblieben. Überhaupt hat mich das Buch an einigen Stellen dazu gebracht, über unseren Umgang mit Krankheit und Abschied nachzudenken. Die japanische Sicht auf Nähe und Distanz war für mich dabei interessant, weil manches zunächst ungewohnt wirkt und sich beim Weiterlesen doch nachvollziehen lässt. Dass die beiden Hauptfiguren namenlos bleiben, schafft zusätzlich einen gewissen Abstand, ohne dass mir ihre Geschichte deshalb gleichgültig geblieben wäre. Der Schreibstil ist ruhig und zurückhaltend, an manchen Stellen beinahe nüchtern. Das muss man mögen, für dieses Thema empfand ich es aber als passend. Auch das schlichte Cover gefällt mir, gerade weil es sich nicht in den Vordergrund drängt. Es ist ein trauriges Buch, aber keines, das mit aller Macht traurig machen will. Mich hat vor allem die Achtung berührt, mit der dieser Mann seine Frau auf ihrem letzten Weg begleitet. Nach dem Lesen blieb bei mir der Gedanke zurück, dass Nähe manchmal gerade darin besteht, dem anderen seinen eigenen Raum zu lassen.
Wenn die eigene Welt ins Wanken gerät
Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg
Tilla lebt in der noch jungen DDR und ist von den sozialistischen Idealen überzeugt. Als ihre Freundin Rena plötzlich verschwindet, macht sie sich auf die Suche nach ihr und beginnt dabei immer mehr, ihre bisherige Sicht auf die Welt zu hinterfragen.
Mich hat die Geschichte von Anfang an neugierig gemacht und mit der Zeit immer mehr gepackt.
Besonders Tilla hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Ihre Gedanken, Zweifel und inneren Konflikte konnte ich gut nachvollziehen. Ich fand es spannend mitzuerleben, wie sie anfängt, genauer hinzusehen und sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die für sie vorher ganz selbstverständlich waren.
Auch die anderen Figuren fand ich interessant. Nicht jeden konnte ich sofort einschätzen und bei manchen hat sich meine Meinung im Laufe der Geschichte verändert. Das hat mir richtig gut gefallen, weil die Figuren dadurch nicht so eindimensional wirkten.
Sehr gelungen fand ich auch die Verbindung von Tillas Geschichte mit dem historischen Hintergrund. Man bekommt viele Einblicke in das Leben in der jungen DDR, ohne dass es sich dabei wie eine Geschichtsstunde anfühlt. Besonders die Ereignisse rund um den 17. Juni 1953 haben mich richtig mitgerissen. Die Stimmung war so gut beschrieben, dass ich teilweise das Gefühl hatte, selbst mitten im Geschehen zu sein.
Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er lässt sich flüssig lesen und schafft es, die ernsten Themen mit ruhigeren und manchmal auch humorvollen Momenten zu verbinden. Gerade den letzten Teil habe ich fast in einem Rutsch gelesen.
Ein bisschen mehr Raum hätte ich mir allerdings für manche Entwicklungen gewünscht. Vor allem gegen Ende passiert sehr viel auf relativ wenigen Seiten und da hätten der Geschichte für meinen Geschmack ein paar Seiten mehr gutgetan.
Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen. Vor allem die Verbindung zwischen Tillas persönlicher Geschichte und den historischen Ereignissen fand ich gelungen. Die Geschichte hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern mich auch immer wieder zum Nachdenken gebracht und wird mir bestimmt noch eine Weile im Gedächtnis bleiben.
Mordermittlungen zwischen Schnapsbrennerei und Dorfidylle
Mord mit Schwips von Eva Cramer
Schweinhütt wirkt zunächst wie ein Ort, an dem nicht viel Aufregendes passiert. Umso größer ist die Überraschung, als ein Mord die Dorfgemeinschaft erschüttert. Romy Fuchs gerät dadurch erneut in die Welt der Recherchen und Ermittlungen, obwohl sie eigentlich einen Neuanfang gesucht hat.
Die Handlung entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und bietet immer wieder neue Hinweise und Verdachtsmomente.
Besonders gut gefallen hat mir, dass der Täter nicht sofort offensichtlich war und verschiedene Figuren als mögliche Verdächtige infrage kommen.
Romy und Ben bilden ein interessantes Gespann. Ihre gemeinsame Vergangenheit schwingt ständig mit und sorgt für zusätzliche Spannung neben den eigentlichen Ermittlungen. Gleichzeitig bleibt der Kriminalfall stets im Mittelpunkt.
Der Schreibstil ist klar, flüssig und sehr zugänglich. Die Kapitel lassen sich zügig lesen und die Handlung bleibt jederzeit nachvollziehbar. Auch die Rückblicke tragen dazu bei, die Hintergründe einzelner Figuren besser zu verstehen.
Die Atmosphäre des Bayerischen Waldes wurde überzeugend eingefangen. Man merkt, dass die Autorin ihre Schauplätze kennt und gerne beschreibt. Das stimmungsvolle Cover passt sehr gut zu dieser regionalen Kulisse.
Wer einen klassischen Cozy Krimi mit sympathischen Figuren, einer soliden Handlung und einer schönen Portion bayerischem Flair sucht, wird hier bestens unterhalten. Mich hat das Buch auf jeden Fall überzeugt.
Viel Potenzial im Chaos verloren
Chaos von Andréa Ager-Hanssen
Das Cover wirkt modern und zugleich etwas rätselhaft, was gut zur Grundstimmung des Romans passt. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die sich mit familiären Altlasten, persönlichen Krisen und den Folgen ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss. Die Autorin greift dabei anspruchsvolle Themen auf und zeigt eindrucksvoll, wie stark Kindheitserfahrungen das spätere Leben prägen können.
Besonders die Familiengeschichte rund um den Vater besitzt eine gewisse Faszination und verleiht dem Roman Tiefe.
Schwierigkeiten bereitete jedoch die Erzählstruktur. Die häufigen Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen machten es nicht immer leicht, der Handlung zu folgen. Über weite Strecken fehlte ein klar erkennbarer roter Faden, sodass Zusammenhänge erst spät oder gar nicht greifbar wurden. Die Figuren blieben für mich überraschend distanziert. Vor allem zu Hedda konnte ich nur schwer eine emotionale Verbindung aufbauen.
Der Schreibstil liest sich grundsätzlich flüssig und enthält einige starke Beobachtungen. Gleichzeitig verstärkte die sprunghafte Erzählweise das Gefühl der Orientierungslosigkeit. Die beklemmende Atmosphäre ist der Autorin jedoch zweifellos gelungen.
Am Ende bleibt für mich ein Roman mit interessanten Ansätzen und wichtigen Themen, dessen Umsetzung mich jedoch nicht vollständig erreichen konnte. Wer experimentelle Erzählformen schätzt, wird vermutlich mehr Freude daran haben als ich.
Wenn Worte tragen und Liebe Halt gibt
Write Me for You von Tillie Cole
Write Me for You hat mich nachhaltig berührt und ist ein Buch, das noch lange nach dem Lesen im Kopf und im Herzen bleibt. Die Geschichte von June, die plötzlich mit einer schweren Diagnose konfrontiert wird, wird mit großer Ruhe und viel Feingefühl erzählt. Nichts wirkt überzogen oder effekthascherisch, stattdessen fühlt sich alles sehr menschlich und nah an.
Gerade diese ruhige Art des Erzählens macht die Geschichte so eindringlich.
Tillie Cole gelingt es, das Thema Krankheit und die damit verbundenen Ängste und Unsicherheiten realistisch darzustellen, ohne den Leser zu überfordern. Man bekommt Einblick in Belastungen und Nebenwirkungen, bleibt dabei aber immer dicht bei den Figuren und ihren Gefühlen. Der Fokus liegt klar auf dem Erleben von June und Jesse und darauf, wie sie versuchen, mit ihrer Situation umzugehen. Das verleiht dem Roman viel Authentizität und Tiefe.
Jesse nimmt dabei eine besonders wichtige Rolle ein. Seine Art bringt Wärme, Zuversicht und Menschlichkeit in die Geschichte. Die Beziehung zwischen June und Jesse entwickelt sich behutsam und glaubwürdig, ohne hastige Dramatik. Gerade dieses langsame Annähern macht ihre Verbindung so berührend und echt. Auch die Freundschaft mit Emma und Chris trägt viel zur Atmosphäre des Romans bei und zeigt, wie wichtig Zusammenhalt in schweren Zeiten ist. Die Freundesgruppe gibt der Geschichte Leichtigkeit und Halt zugleich.
Der Schreibstil ist gefühlvoll, aber nie kitschig. Vieles geschieht zwischen den Zeilen und genau das macht den Roman so wirkungsvoll. Besonders gefallen hat mir auch die zusätzliche erzählerische Ebene durch Junes Schreiben. Sie gibt der Geschichte eine besondere Tiefe und zeigt, wie Worte helfen können, Gedanken zu ordnen und Gefühle auszudrücken.
Write Me for You ist eine sehr emotionale und zugleich warme Geschichte, die traurig machen kann, aber auch Hoffnung schenkt. Für mich ist es ein Buch über Nähe, Liebe und Verbundenheit und darüber, wie wertvoll gemeinsame Momente sind. Eine Geschichte, die man nicht nur liest, sondern mitnimmt und die noch lange nachhallt.











