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Rezensionen von bücherliebe74:

ENDLICH ein tolles Kinderbuch zum Thema ADHS!

Konfetti im Kopf von Doreen Aldugan

Die Autorin Doreen Aldugan hat auf wunderbare Weise mit ihren eigenen Erfahrungen und viel Wissen und Einfühlungsvermögen ein tolles, informatives Buch erschaffen!
Es ist für Kinder als auch für Erwachsene ein wahrer Schatz und und ich bin begeistert, endlich ein fachlich fundiertes und gleichzeitig so kindgerechtes Buch zum Thema ADHS in den Händen zu halten!
Wie sie selbst schreibt, gibt es kaum geeignetes Material zu diesem Thema, um es Kindern auf verständliche Weise begreifbar zu vermitteln.

Dies ist ihr mit dem vorliegenden Buch hervorragend gelungen!

Der Inhalt ist übersichtlich gegliedert, auf jeder Doppelseite wird ein Bereich zum Thema genau erklärt, mit den dazu passenden Illustrationen.
Die Zitate und Impulse von Anke Kaupp, Diplom-Psychologin und ADHS- Expertin, bieten wichtige Informationen für Eltern.
Rund um ADHS ist alles gut verständlich für Kinder und Eltern / Erwachsene erklärt und durch passende Illustrationen verdeutlicht.
Tipps für einen besseren Umgang mit verschiedenen Gefühlen und Situationen sind praktisch, alltagstauglich und verständlich dargestellt.
Der Titel ist absolut passend gewählt und ADHS anhand der Konfetti - Maschine zu erklären, ist eine tolle und kindgerechte Idee!

Insgesamt ist das Buch aus meiner Sicht alltagsnah am Erleben der betroffenen Kinder und Eltern, empathisch, ehrlich und fachlich fundiert geschrieben und gestaltet!

Ich freue mich darauf, es in meiner Arbeit mit Kindern und Eltern einzusetzen!

5 von 5 Punkten!

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Depeche aus dem Atelier

The Artist von Lucy Steeds

Joseph Adelaide sieht die Chance seines Lebens gekommen, als er den größten Maler der Epoche Èdouard Tartuffe interviewen darf. Dafür muss der junge Mann dem Maler schweigend Model sitzen, der als "Menschenfeind und Tyrann" bekannt ist.
Dieser lebt seit 30 Jahren zurückgezogen in aller Abgeschiedenheit in der Provence.

Nur seine Nichte Sylvette (Ettie) lebt an seiner Seite. Sie führt den Haushalt, ordnet das Atelier, meistert seine Launen und führt ein Leben im Hintergrund wie ein stiller Schatten.

Die Handlung der Geschichte überspannt einen kurzen Zeitraum über wenige Monate im Jahre 1920, die Joseph in der Abgeschiedenheit des Hauses des Malers verbringt. Während dieser Zeit trifft er nur wenige Menschen außerhalb des Hauses, und hält Briefkontakt zu seinem Verleger und seiner Schwester.

Der Schreibstil ist erzählerisch und sehr bildhaft.
Die Charaktere der drei Protagonisten sind gut und detailliert herausgearbeitet und die gegenseitige Einflussnahme deutlich erkennbar.
Ab der Mitte des Buches verändern sich die Haltungen der Drei zueinander, womit eine gewisse Spannung in der Handlung einhergeht.
Ihre Arten zu leben, zu kommunizieren, ihr Verhalten anderen Menschen gegenüber und ihre Sicht auf die Welt sind sehr unterschiedlich, was ich recht interessant fand.

Die Örtlichkeit, das Leben in Frankreich, ist bildhaft beschrieben, sodass man sich die Landschaft und das Leben in der Provence sehr gut vorstellen kann, falls man es nicht kennt. Die Felder, der Lavendel, das Essen - ich fühlte mich beim Lesen oft "wie vor Ort"!

Man darf bei diesem Buch keinen Spannungsroman erwarten.
Der erzählerische Schreibstil hat mir gut gefallen, einige Längen waren trotzdem zu überwinden.

3 von 5 Punkten!

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Trügerisches Moor

Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann

An einem Februarabend verschwinden die 18jährigen Zwillingsschwestern Nike und Jana im Moor.
Malia Gold, Kommissarin bei der Polizei in Riedberg, kehrt nach 15 Jahren in ihre alte Heimat zurück und stößt bei den Ermittlungen nicht nur auf Geheimnisse und Verwicklungen in ihrem Heimatort, sondern trägt auch noch schwer an Geschehnissen in ihrer Vergangenheit.

Als grausame Beiträge auf dem TikTok-Kanal der Zwillinge auftauchen, wird Malia klar, dass die Zeit drängt, wenn sie die Zwillinge lebend finden will!

Andreas Winkelmann schreibt atmosphärisch dicht und mitreißend. Unheimliche und beklemmende Stimmungen weiß er gut und an den passenden Stellen einzubringen. Nach wenigen Seiten war ich schon von der Geschichte um Nike und Jana, der Dorfgemeinschaft und den familiären Verwicklungen "umgarnt" und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Allerdings waren für mein Empfinden zu viele Personen involviert, übermäßig viele Verwicklungen eingebaut, und stellenweise Längen eingearbeitet, die der Thriller nicht gebraucht hätte.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich bin gespannt, wie es mit Malia Gold weitergeht - denn es wird einen 2. Teil von Moorland geben!

4 von 5 Punkten!

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Leider nicht meins!

Eine Liebe ohne Sommer von Timothy Paul

Rosa und Nikolas lernen sich zufällig im Treppenhaus kennen. Rosa hat rasch Schmetterlinge im Bauch. Nikolas ist zugewandt und liebevoll, verschwindet aber immer wieder "im Off"! Nach 3 Monaten kommt Nikolas ums Leben und Rosa macht sich auf die Suche um herauszufinden, ob es wirklich DIE Liebe zwischen ihnen hätte werden können.

Dabei lernt sie, mit Hilfe verschiedener Personen aus Nikolas` Umfeld, Nikolas nochmal kennen.

Rosa erscheint einerseits taff und schlagfertig, es kommt immer wieder zu verbalem Schlagabtausch zwischen ihr und Nikolas, was anfangs noch amüsant war, mit der Zeit für mich allerdings übertrieben schien. Andererseits zweifelt sie häufig an sich, an ihrem Äußeren, an Nikolas` Zuneigung.

Ich konnte leider nicht warmwerden mit Rosa. Teilweise sind ihre Gespräche mit ihren Freundinnen meiner Meinung nach doch recht unreif, flach, oberflächlich. Auch andere Rollen waren eher oberflächlich entwickelt.
Der Schreibstil war mir ingesamt zu salopp vor dem Hintergrund der Grundidee. Ausdrücke wie "Random Dude" und "Lucky Corner" haben für mich nicht in die Story gepasst und wären in einem anderen Genre eher passend.

Die Leseprobe hatte mich aufgrund der Grundidee sehr neugierig gemacht und ich hatte mit reiferen Charakteren gerechnet. Leider musste ich mich mehrere Male überwinden weiterzulesen.
Die Grundidee des Autors Timothy Paul gefiel mir gut, allerdings hätte ich mir eine ernsthaftere und weniger saloppe Schreibweise gewünscht.

Aber Geschmäcker sind verschieden und ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch eventuell für jüngere LeserInnen gut geeignet sein könnte, die mit dem Sprachgebrauch besser umgehen können!

2 von 5 Punkten!

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