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Rezensionen von K.R.:

Einzigartiger Schreibstil und Humor mit viel Wärme

Der kleine Weihnachtsladen von Silvia Trippolt

Wieder ein Trippolt-Roman und dann auch noch was für einer! „Der kleine Weihnachtsladen“ fühlt sich an wie ein humorvolles, lustiges, unterhaltsames, aber auch tiefsinniges Gespräch mit einer guten Freundin. Charmant, auf Augenhöhe, wertschätzend und mit einer großen Portion Herzlichkeit.

Der Schreibstil der Autorin bewegt sich in vielfältiger Weise zwischen knackig-pointiert und unglaublich szenisch.

Ich liebe ihre bildhafte, lebendige und wunderbar leichtfüßige Sprache.
Dabei entpuppt sie sich auch als eine Meisterin der Situationskomik und man muss einfach laut lachen (die Hauptfigur wühlt im Altpapiercontainer und jemand glaubt, dass ihr Ex sie entsorgt, sie bringt Diebesgut in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ihren Besitzern zurück, sie verwendet einen Holzengel als Rammbock, sie läuft ohne Klamotten über den Hauptplatz usw.) Dazwischen viel Schneegestöber, eine neue Liebe und ein herzzerreißendes Familiengeheimnis, das kaum zu ertragen ist. Ich habe dies in so einer Form noch nie gelesen. Kurzum: Da verlangt uns Silvia Trippolt alles ab.

Silvia Trippolt besitzt auch ein ganz besonderes Gespür für Timing und menschliche Schwächen. Ihre Figuren sind nicht perfekt und genau deshalb schließt man sie so schnell ins Herz. Selbst in emotionalen Momenten bleiben Sprache, Figuren und Handlung zugänglich und warm, ohne jemals in ein Klischee zu fallen.

Jede Trippolt-Geschichte enthält eine klare Botschaft und besitzt ein tiefgehendes emotionales Fundament. Spannend, wie die Autorin es schafft, unfassbar schwierige Themen (Trauer, Betrug, Panikattacken, Lebenslügen) so zu verpacken, dass wir sie aushalten.

Eine wundervolle Geschichte mit den besten Progatonisten ever. Muss man lesen und an Weihnachten verschenken.

Die Autorin führt in Kärnten ein Restaurant und in der Adventszeit einen echten Weihnachtsladen. Da möchte ich unbedingt hin.

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Macht Appetit auf mehr!

Küchengeflüster von Silvia Trippolt

Wir wissen, wenn etwas besonders leicht und locker daherkommt, steckt am allermeisten dahinter. So ist es auch in Silvia Trippolts Wohlfühlroman „Küchengeflüster.“ Sie selbst ist Kulinarikjournalistin und führt ein 3-Hauben-Restaurant. Das merkt man. Allein, wie sie die Abläufe in der Sterneküche und im Restaurant beschreibt, sowie ihr Zugang zu den Gerichten, lässt darauf schließen, dass sie ein Profi ist.

Ihr Schreibstil ist unendlich sympathisch, ebenso wie Plot, Figuren und Setting. Ich habe abwechselnd gelacht und geheult. Das passiert mir sonst nur bei Büchern von Sophie Kinsella, Emily Henry und Mhairi McFarlane. Romantik, mit viel Humor, das ist das absolute Ding der Silvia Trippolt.

Zum Inhalt. Es geht um die Restaurantkritikerin Tilda Kaufmann, die undercover in einem Sternerestaurant arbeitet. Allerdings nicht freiwillig, sondern weil sie eine Kritik total versemmelt hat und ihren Job retten will. Dort lernt sie den Starkoch Magnus kennen und lieben. Der weiß allerdings nichts von ihrem Geheimnis und als er es herausfindet, wird die Küche zum Pulverfass. Denn auch Magnus hat sich in Tilda verliebt. Die ganze Zeit zitterte ich beim Lesen mit: Sag es ihm doch, Tilda, sag es ihm! Manchmal möchte man der Protagonistin sogar einen Schubs in die richtige Richtung geben.

Was mir aufgefallen ist, wie wichtig der Autorin die Tiefe der Nebencharaktere sind. So wie Mascha, die queere Kioskbesitzerin, die ständig Thomas Bernhard zitiert. Oder die selbstlose Enzi, die beste Freundin der Protagonistin, die gerne in Pfützen springt. Oder Luisa, die sanfte Seele – mein Herzensmensch im Restaurant Wolf. Es ist auch schön zu sehen, wie Tildas Bruder Johannes sein Leben in den Griff bekommt.

Zwischenmenschlich passiert in Trippolts Roman ganz viel. Sprachlosigkeit wird überwunden, Schubladen werden geöffnet. Es geht um Loslassen, im Sinne von Es-Sein-Lassen. Alles in allem: eine Geschichte mit Charme und Substanz und ich bin dankbar, dass es in Zeiten wie diesen solche Bücher gibt.

Wenn es eine neue Art der Healing Fiction gibt, dann ist dieser Roman ein Prototyp dafür.

Mein Fazit: Ich habe eine neue Lieblingsautorin entdeckt.

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