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Rezensionen von Francesca :

Morde, Geheimnisse und viele offene Fragen

Death's Daughter von S. A. Barnes

Death's Daughter von S. A. Barnes hat mir wirklich richtig gut gefallen! Die Geschichte hat mich von Anfang an gut unterhalten und konnte mich vor allem mit ihrer mysteriösen Atmosphäre und den vielen offenen Fragen überzeugen.

Wir erleben die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Jocasta, die an einer Universität studiert und ein Geheimnis hat, denn sie ist die Tochter des Todes.

Als plötzlich Morde an ihrer Uni geschehen und ausgerechnet ihre beste Freundin zum Opfer wird, vermutet Jocasta natürlich, dass ihr Vater etwas damit zu tun haben könnte. Damit beginnt eine Geschichte, welche viele Fragen aufwirft und einen so schnell nicht mehr loslässt.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Murder Mystery. Nach und nach erfahren wir mehr über die Hintergründe, bekommen neue Hinweise und lernen weitere Figuren kennen. Trotzdem tappt man ziemlich lange im Dunkeln und weiß nie so richtig, was eigentlich hinter all dem steckt. Klar, das kann irgendwann auch ein bisschen frustrierend sein, wenn man das Gefühl hat, den Ermittlungen kein Stück näherzukommen. Hier hat es für mich aber gut funktioniert, weil eigentlich ständig irgendetwas passiert ist. Ich wollte immer mehr herausfinden, weil ich neugierig war ob wir ein paar Antworten bekommen. Die große Auflösung wird dabei aber wirklich lange hinausgezögert.

Auch die magische Welt fand ich richtig interessant, denn wir erfahren immer mehr über Jocastas Vergangenheit und die Hintergründe dieser Welt, in der die sogenannten Sprosse eine besondere Rolle spielen. Das Ganze fand ich für Urban Fantasy mal etwas anderes und wirklich spannend umgesetzt. Ich hätte auf jeden Fall gerne noch mehr darüber erfahren, aber so macht es neugierig auf Band 2.

Weniger abgeholt hat mich dagegen die Liebesgeschichte, mit der ich einfach nicht so richtig etwas anfangen konnte, teilweise hatte ich das Gefühl, dass sie für die eigentliche Handlung gar nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Gerade angesichts der Morde und der ganzen angespannten Situation fand ich manche romantischen beziehungsweise intimen Momente eher unpassend. Für mich hätte die Geschichte ohne diesen Teil genauso gut, wenn nicht sogar besser funktioniert. Auch das Ende konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Nachdem wir so lange im Dunkeln getappt sind und immer wieder versucht haben, die Hintergründe zu verstehen, hatte ich mir von der großen Enthüllung irgendwie mehr versprochen. Die Auflösung war für mich letztendlich etwas zu unspektakulär und hat sich nicht ganz so befriedigend angefühlt, wie ich es mir nach dem langen Aufbau gewünscht hätte.

Trotzdem hatte ich wirklich viel Spaß mit der Geschichte! Die mysteriöse Atmosphäre, die Ermittlungen und die interessante Urban-Fantasy-Welt haben mich definitiv überzeugt. Ich möchte unbedingt mehr von S. A. Barnes lesen und würde auch sehr gerne in diese Welt zurückkehren. Band 2 steht für mich also definitiv auf der Leseliste!

Für mich sind es deshalb 4,25 bis 4,5 Sterne für das Buch . Wenn ihr Urban Fantasy mit Murder Mystery mögt und gerne in eine geheimnisvolle Welt eintaucht, könnte die Geschichte definitiv etwas für euch sein. Ein paar Dinge haben mich zwar nicht ganz überzeugt, aber insgesamt war das eine richtig unterhaltsame Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.

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Kitschig, süße Kleinstadt mit einer charmanten Romance

Kiss me in Orange von Alix Bente

Ich hatte Lust auf eine herbstliche Romance und habe mich deshalb für Kiss Me in Orange entschieden. Ich hatte wirklich viel Spaß mit der Geschichte! Sie ist süß, ein bisschen kitschig und hat genau die richtige Länge für ein kurzweilige Unterhaltung. Besonders die gemütliche Smalltown-Atmosphäre und die süße Dynamik zwischen Emma und Niklas konnten mich überzeugen.

Erzählt wird aus den beiden Ich-Perspektiven der Protagonisten. Das gefällt mir bei Romance-Geschichten grundsätzlich sehr gut, weil man dadurch nicht nur die Gefühle der weiblichen Hauptfigur, sondern auch die des Love Interests besser kennenlernen kann. Allerdings kamen Niclas' Perspektive und seine Hintergründe für meinen Geschmack etwas zu kurz. Hier hätte ich mir mehr Einblicke gewünscht, um seine Handlungen und Gefühle noch besser nachvollziehen zu können.

Die Entwicklung der Beziehung fand ich dafür umso schöner. Obwohl sich die beiden bereits kennen, wird ihrer Beziehung genügend Raum gegeben, um sich zu entwickeln. Man bekommt die Gelegenheit, die Figuren gemeinsam zu erleben, bevor sich ihre Freundschaft langsam in etwas Romantischeres verwandelt. Dadurch konnte ich ihre Entwicklung gut nachvollziehen und ihnen ihre Gefühle füreinander auch abkaufen. Niclas ist dabei definitiv eine Green Flag! Auch das Smalltown-Feeling fand ich richtig schön umgesetzt. Die vielen unterschiedlichen Charaktere verleihen der Geschichte Leben und sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Allerdings waren es für mich stellenweise etwas zu viele Figuren, sodass ich irgendwann Schwierigkeiten hatte, alle Namen und ihre jeweiligen Beziehungen zueinander im Kopf zu behalten.

Auch wenn das Buch stellenweise als Romcom eingeordnet wird, stand für mich weniger der Humor als vielmehr die romantische Entwicklung im Vordergrund. Einzelne witzige Momente gibt es durchaus, aber eine besonders ausgeprägte Comedy-Komponente habe ich nicht wahrgenommen. Ich hätte ich mir außerdem an manchen Stellen noch ein kleines bisschen mehr Tiefe gewünscht. Gerade bei den Hintergründen der Figuren und den Beweggründen für bestimmte Handlungen hätte man noch etwas mehr ins Detail gehen können. Das betrifft für mich insbesondere Niclas, hier hätte ich mir ein paar mehr Einblicke gewünscht, um seine Handlungen und Gefühle noch besser nachvollziehen zu können, aber auch Emmas Gefühle und Co. hätten noch mehr Raum einnehmen dürfen.

Fazit: Insgesamt hatte ich mit Kiss Me in Orange eine schöne Zeit. Die Geschichte ist süß, kitschig und kurzweilig, ohne sich unnötig zu ziehen. Ein bisschen mehr Tiefe, ein ausführlicheres Ende und ein ausführlicherer Einblick in beide Protagonisten hätten das Ganze für mich noch runder gemacht. Trotzdem eine tolle Wahl für gemütliche Herbsttage!

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Zu früh gelöst und unnötig in die Länge gezogen

Die Lüge in ihrem Gesicht von Anne Keßel

Die Ausgangslage klang für mich richtig interessant: Eine Frau sitzt schweigend auf einer Polizeiwache, da die Polizisten an ihre Grenzen stoßen, wird Marlene Nielsen eine Verhaltenspsychologin die sich auf Mikroexpressionen spezialisiert hat hinzugezogen. Ich hatte mir davon einen spannenden Thriller mit vielen Wendungen erhofft, wurde letztendlich aber leider enttäuscht.

Die erste Hälfte ist für mich eher wie ein Krimi, in dem die Ermittlungsarbeit und das schrittweise Zusammensetzen der Ereignisse im Vordergrund stehen. Das war zwar durchaus interessant, allerdings fehlte mir die Spannung, die ich von einem Thriller erwartet hätte. Erst nach etwa der Hälfte kommen erste Thrillerelemente auf, für mein Geschmack aber leider viel zu spät. Dazu kommt, dass der Fall für mich bereits nach etwa 55 bis 60 Prozent weitgehend gelöst war. Was danach noch folgt, war für mich kaum spannend, denn die Geschichte zog sich zunehmend in die Länge und konnte mich kaum noch unterhalten.

Auch mit dem Erzählstil hatte ich meine Schwierigkeiten. wir erleben die Geschichte aus einer Erzählerperspektive, jedoch springt der Erzähler zwischendurch in verschiedenen Perspektiven hin und her, so dass wir mehr von der Geschichte aus mitbekommen. Aber genau das war für mich sehr verwirrend und hat dazu beigetragen, dass Ich der Geschichte oft nicht so gut folgen konnte. Außerdem gab es einige Szenen, in denen Hintergrundinformationen zur Vergangenheit der Protagonistin angedeutet wurden, ohne dass sich für mich daraus ein stimmiges Gesamtbild ergab. Statt neugierig zu machen, haben mich diese Einschübe eher aus der Geschichte gerissen. Hinzu kamen einige Logiklücken und Charaktere, denen es meiner Meinung nach an Tiefe fehlte.

Mit meiner Bewertung habe ich mich wirklich schwergetan, denn die Grundidee und insbesondere der Anfang konnten mich durchaus neugierig machen. Der Krimianteil hat mich zunächst noch unterhalten und sorgt letztendlich dafür, dass das Buch für mich nicht völlig gescheitert ist. Ich wollte eigentlich einen spannenden Thriller lesen, doch die Thrillerelemente setzen erst dann richtig ein, als der Fall für mich im Grunde schon gelöst war. Dadurch fehlte mir die Spannung, mitzurätseln, was als Nächstes passiert, da ich vieles bereits vorhersehen konnte.

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Viel unterschwellige Spannung, aber eine etwas holprige Umsetzung

Blut für Blut von Anna Schneider

Blut für Blut von Anna Schneider hat mir insgesamt gut gefallen. Besonders mochte ich, dass der Thriller von Anfang an eine unterschwellige Spannung aufbaut, die sich durch die gesamte Geschichte zieht.

Die Ausgangslage fand ich interessant: Sophie flieht vor ihrem Ex-Freund und versucht, sich als Fotografin ein neues Leben aufzubauen.

Doch ein Auftrag für eine wohlhabende Familie entwickelt sich zunehmend in eine beängstigende Richtung. Man hat ständig das Gefühl, dass Sophie etwas zustoßen könnte, und fragt sich, was eigentlich hinter den mysteriösen Ereignissen steckt. Wir erleben Sophies Geschichte durch eine Erzählerin und durch zwei Zeitebenen: Gegenwart und vor 20 Jahren. Zusätzlich spielt die Autorin mit einer Ich- Perspektive die für etwas Abwechslung sorgt.

Die Umsetzung der Zeitebenen hat mir weniger gut gefallen, denn die Kapitel waren teilweise extrem kurz sodass man gerade erst in der Vergangenheit angekommen war, bevor es schon wieder in die Gegenwart ging. Es wurden manchmal nur wenige, wenig aussagekräftige Informationen vermittelt, die für mich kaum etwas zur Handlung beigetragen haben. Dadurch wurde ich immer wieder aus der Geschichte gerissen, anstatt die Vergangenheit nach und nach besser zu verstehen. Hier hätte ich mir längere Kapitel und einen etwas zusammenhängenderen Erzählfluss gewünscht. Auch ein paar zusätzliche Szenen, die Sophie und die Familie vor den eigentlichen Ereignissen näher beleuchten, hätten der Geschichte meiner Meinung nach gutgetan.

Trotz dieser Kritikpunkte hatte ich viel Spaß mit dem Thriller. Die durchgehend unterschwellige Bedrohung, die mysteriösen Ereignisse und die interessante Auflösung konnten mich überzeugen. Da für mich allerdings nicht alle Zusammenhänge klar wurden und die Umsetzung der Vergangenheit einige Schwächen hatte, vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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Originell, atmosphärisch und fantastisch - 3,5 Sterne

Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund

Kurzmeinung: Originelle, märchenhafte Geschichte mit toller Atmosphäre, besonderen Figuren und einer tollen Idee rund um die Zeit. - 3,5 bis 4 Sterne

Juli im Land der Zeitgeister war für mich wirklich mal etwas komplett anderes! So eine Geschichte habe ich bisher tatsächlich noch nicht gelesen oder gehört und genau diese Originalität hat mir richtig gut gefallen.

Die Geschichte startet direkt und man ist sofort mitten im Geschehen. Juli landet in einer Welt, in der die Zeit stillsteht und es einfach immer 14:30 Uhr ist, allein diese Idee fand ich schon richtig cool. Dazu kommen jede Menge spannende Figuren: der kleine Zeitgeist Trim, ein Zauberer, eine Hexe, ein Uhrenmacher und noch einige mehr. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wie sie die Zeit wieder zum Laufen bringen können.
Besonders schön fand ich die Atmosphäre. Teilweise war die Geschichte richtig märchenhaft und hat ein tolles Gemeinschaftsgefühl vermittelt. Auch Juli mochte ich als Charakter sehr gerne. Und obwohl ich normalerweise kein großer Fan von Erzählern bin, hat mir der Erzähler hier wirklich gut gefallen. Ich hatte schnell das Gefühl, in die Geschichte hineingezogen zu werden und sie würde mir direkt erzählt werden. Ein kleines Highlight waren für mich auch die kurzen Sätze am Anfang jedes Kapitels, die ganz grob andeuten, was einen im nächsten Abschnitt erwartet. Das hat für mich jedes Kapitel schön eingeleitet, ohne zu viel vorwegzunehmen.

Trotzdem hat mir im Nachhinein beim Worldbuilding ein bisschen etwas gefehlt. Wir bekommen zwar viele fantastische Elemente und Figuren präsentiert, aber die Welt und ihre Regeln werden teilweise nur sehr wenig erklärt. Was genau die Zeitgeister können, welche Rolle bestimmte Figuren haben oder wie Juli diese Welt eigentlich kennt bzw. in welchem Verhältnis ihre normale Welt dazu steht, blieb für mich teilweise offen. Während des Hörens hat mich das gar nicht so sehr gestört, erst nach dem Ende sind mir einige offene Fragen aufgefallen. Gerade mit Blick auf die Zielgruppe ab 9 Jahren hätte ich mir an manchen Stellen noch ein paar zusätzliche Erklärungen gewünscht.

Trotzdem hatte ich wirklich viel Spaß mit der Geschichte. Sie ist fantasievoll, originell und einfach mal etwas anderes. Ich glaube, gerade Kinder können hier richtig viel entdecken und Spaß an dieser besonderen Welt haben. Aber auch als Erwachsene hatte ich definitiv meine Freude daran.

Für mich sind es 3,5 bis 4 Sterne, mit einer richtig tollen Grundidee, bei der ich mir beim Worldbuilding einfach noch ein kleines bisschen mehr gewünscht hätte.

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Unterhaltsam, aber mit Startschwierigkeiten

Fantastic Friends 1: Tausche Mathe gegen Drache von Sabrina J. Kirschner

Zwischendurch greife ich ganz gerne mal zu einem Kinderbuch, vor allem wenn ein bisschen Fantasy dabei ist. Bei Fantastic Friends 1: Tausch Mathe gegen Drache hatte ich allerdings erstaunlich große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzukommen.

Gerade am Anfang wird man ziemlich direkt ins Geschehen geworfen und es gibt direkt einige Figuren und Orte.

Dadurch war ich erstmal etwas verloren und musste den Anfang mehrfach wiederholen. Auch im weiteren Verlauf hatte ich manchmal das Gefühl, dass ich nicht ganz so nah an den Figuren dran bin, wie ich es mir gewünscht hätte.

Dazu kam, dass ich mir von der Geschichte aufgrund des Titels und Covers etwas anderes erwartet hatte. Unterhalten hat sie mich trotzdem und als leichte Fantasygeschichte für zwischendurch funktioniert sie auf jeden Fall.

Für mich insgesamt eine nette Geschichte, die mich aber leider nicht ganz abholen konnte. Für mich sind es solide 3 Sterne

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Atmosphärisch, spannend und voller kleiner Brotkrumen - 4,5 Sterne

Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus. von Nova Winter

Mit dem Jahreszeitenwechsel in Richtung Herbst hatte ich mal wieder richtig Lust auf einen Thriller und Die Nachbarin von Nova Winter hat mir dabei unglaublich viel Spaß gemacht.

Was ich an Thrillern besonders liebe, ist dieses ständige Theorien-Spinnen: Man glaubt, endlich zu wissen, was passiert, verwirft die Theorie wieder, baut sich eine neue zusammen und denkt irgendwann nur noch: „Okay, dann muss es DAS sein!“ Genau dieses Hin und Her hat hier für mich richtig gut funktioniert.

Ich wollte die ganze Zeit weiterhören, weil immer wieder kleine neue Hinweise und Brotkrumen eingestreut wurden.

Erzählt wird die Geschichte dabei grundsätzlich über eine Erzählerstimme. Normalerweise bin ich gar nicht der größte Fan davon, weil ich gerade bei Thrillern unheimlich gerne ganz nah an den Figuren dran bin und Geschichten in der Ich-Perspektive deshalb oft lieber mag. Hier hat mich das aber erstaunlich wenig gestört. Denn zusätzlich bekommen wir immer wieder ganz punktuell Einblicke aus den Perspektiven anderer Figuren. Diese kurzen Kapitel bzw. Perspektivwechsel sind wirklich schön eingesetzt: Sie geben uns kleine Puzzleteile und neue Brotkrumen, ohne direkt zu viel vorwegzunehmen. Dadurch konnte ich die ganze Zeit weiter Theorien spinnen und war mir trotzdem nie ganz sicher, ob ich tatsächlich auf der richtigen Spur bin.

Auch die Länge hat für mich gut funktioniert. Es gab eigentlich keine wirklichen Längen und gerade zum Ende hin wurde es noch einmal richtig spannend. Die Auflösung selbst hat mir grundsätzlich gefallen, auch wenn mir die Art, wie sie erzählt und aufgelöst wurde, nicht ganz so zugesagt hat. Zum Ende hin ging plötzlich sehr viel auf einmal, wodurch es teilweise etwas hektisch wurde. Ich musste ein paar Stellen noch einmal wiederholen, um wirklich alles mitzubekommen, gerade bei einem Hörbuch nimmt das für mich ein bisschen den Flow raus.

Für die vollen fünf Sterne hat mir am Ende einfach noch ein kleines bisschen etwas gefehlt, vor allem bei der konkreten Auflösung und ihrem Erzählstil. Aber: Ich hatte richtig viel Spaß beim Hören und würde definitiv wieder zu einem Buch von Nova Winter greifen.

Die Nachbarin bekommt deshalb 4.5 Sterne mit klarer Tendenz nach oben und damit ziemlich nah an den fünf Sternen.

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Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

Unshame von Louisa Dellert

Ich lese eigentlich kaum Sachbücher, aber bei Unshame hat mich das Thema einfach interessiert und ich wurde wirklich positiv überrascht. Luisa Dellert behandelt unglaublich viele verschiedene Themen rund um den weiblichen Körper, das Frausein, Schönheitsideale, Schönheits-OPs und das soziale Miteinander.

Besonders schön fand ich dabei die sehr persönlichen Einblicke, weil dadurch eine gewisse Nähe zu den Themen entstanden ist und man vieles nochmal aus einer anderen Perspektive betrachten konnte.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat: Nach jedem Kapitel gibt es eine Art kleines „Unshame“-To-do. Man wird nicht nur dazu angeregt, sich selbst mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen, sondern auch das eigene Verhalten gegenüber anderen zu hinterfragen. Gerade bei Themen wie Körperbewertung oder Kommentaren über das Äußere fand ich das sehr gelungen, weil man sich dadurch auch mal selbst ein bisschen ertappt fühlt.

Ein kleiner Kritikpunkt war für mich das Ende. Zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass noch ein paar Themen offen bzw. nicht angesprochen wurden, die ich gerne noch gehört hätte. Dadurch kam das Ende für mich etwas abrupt und nicht ganz rund.

Insgesamt aber wirklich ein sehr gelungenes Sachbuch mit wichtigen Themen, persönlichen Einblicken und vielen Denkanstößen. Gerade weil ich sonst kaum Sachbücher lese, hat mich Unshame positiv überrascht. Sachbücher zu bewerten finde ich ehrlich gesagt etwas schwieriger, da ich in dem Genre noch nicht so viel gelesen habe, aber für mich liegt Unshame definitiv irgendwo bei 4 bis 4,5 Sternen.

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Überraschend düster und unterhaltsam - 4,5 Sterne

Dracula & Töchter (Dracula & Töchter 1) von Emma Carroll

Ich wollte mit Dracula & Töchter mein erstes etwas gruseligeres Buch für den Herbst starten und habe dafür einfach mal wieder zu einem Jugendbuch gegriffen. Ich hatte wirklich richtig viel Spaß mit der Geschichte.

Das lag zum einen natürlich am Thema, aber auch am Setting und an der gesamten Handlung.

Der Einstieg war für mich allerdings erstmal ein bisschen schwierig, weil man wirklich sehr schnell in die Geschichte hineingeworfen wird. Wir lernen Mina direkt in der Ich-Perspektive kennen, während sie gerade auf einem Friedhof unterwegs ist und ab da geht die Geschichte eigentlich auch schon richtig los.

Wie man am Titel vermutlich schon erahnen kann, spielen Vampire eine ziemlich große Rolle. Die Umsetzung der Vampire hat mir dabei wirklich gut gefallen. Es gibt viele Dinge, die man aus anderen Vampirgeschichten schon kennt, aber gleichzeitig wurde einiges neu interpretiert. Sehr gerne mochte ich auch das Dreiergespann aus den drei Mädchen. Die drei sind doch ziemlich unterschiedlich und gerade dadurch hat die Dynamik zwischen ihnen richtig Spaß gemacht. Man begleitet die drei durch die unterschiedlichsten Situationen und auch die Nebencharaktere fand ich größtenteils sehr interessant.

Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings das Worldbuilding. Das wird leider eher angerissen. Es wird zwar einiges erklärt, aber ich hätte mir trotzdem noch mehr gewünscht. Gerade die Stadt und die verschiedenen Orte konnte ich mir teilweise nicht so richtig vorstellen, weil man ziemlich schnell in die jeweiligen Gegebenheiten hineingeworfen wird. Ein bisschen mehr Einführung hätte mir hier wirklich geholfen. Auch bei Mina und ihrem besten Freund Varney hatte ich ein kleines Problem. Die Handlung dreht sich sehr stark um ihn und darum, ihn zu retten. Ich hatte Schwierigkeiten, eine richtige Verbindung zu ihm aufzubauen, weil wir am Anfang des Buches keine Szenen mit ihm bekommen, wir bekommen zwar immer wieder kleine Informationen über ihn und Mina erzählt auch mal etwas über ihre gemeinsame Vergangenheit, aber für mich war es teilweise schwierig nachzuvollziehen, warum seine Rettung für die Figuren emotional so unglaublich wichtig ist. Ich habe natürlich verstanden, dass er ihnen sehr viel bedeutet, aber mir selbst hat dafür einfach ein bisschen die Grundlage gefehlt.

Auch als Hörbuch hat mir die Geschichte gut gefallen. Die Sprecherin passt super zur jungen Zielgruppe und zu Mina. In dynamischen Szenen wird sie teilweise sehr laut, wodurch der Wechsel zurück zum normalen Monolog für mich manchmal etwas zu abrupt wirkte.

Fazit: Insgesamt war Dracula & Töchter für mich ein richtig schöner Einstieg in die herbstliche Lesestimmung. Die Geschichte, das Dreiergespann und die düstere Atmosphäre haben für mich sehr gut funktioniert. Ich hätte mir aber beim Worldbuilding und bei der Beziehung zwischen Mina und Varney noch etwas mehr gewünscht, aber ansonsten hatte ich wirklich viel Spaß mit der Geschichte.

Kleiner Reminder zur Altersangabe: Das Buch ist ab 10 Jahren empfohlen. Ich persönlich würde es eher ab 12 Jahren einordnen, wobei das natürlich sehr individuell ist. Es geht doch recht detailliert um Tod, Beerdigungen und das Töten bzw. Sezieren von Vampiren. Gerade die Beschreibungen rund um Brustkorb, Herz und Organe könnten für jüngere Leser:innen schon ziemlich gruselig sein.

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Coole Idee, aber da geht noch mehr - 3,5 Sterne

K-Pop Academy 1: Tanz der Dämonen von Mina Finch

Ich hatte mit der Welt von K-Pop Demon Hunters echt Spaß, deshalb musste ich natürlich auch zu K-Pop Academy greifen.

Die Geschichte selbst fand ich als Einstieg wirklich spannend: Die Kombination aus K-Pop, Tanz, Performance und Dämonenjagd hat mir gut gefallen. Allerdings hätte die Geschichte für meinen Geschmack ruhig etwas länger sein dürfen.

Gerade gegen Ende hatte ich das Gefühl, dass plötzlich die Luft raus war und es dann ziemlich abrupt vorbei war. Während ich am Anfang noch richtig interessiert war, hat mein Interesse ungefähr ab der Mitte bzw. im letzten Drittel leider etwas nachgelassen.

Das Hörbuch hat zwischendurch Soundeffekte und Musik im Hintergrund. Die Soundeffekte fand ich richtig cool und schön punktuell eingesetzt, gerade bei Auftritten oder wenn im Hintergrund Stimmen zu hören waren. Die kurzen Musikszenen zwischendurch haben mich dagegen manchmal eher aus der Szene gerissen, weil die Handlung danach eigentlich direkt weiterging.

Insgesamt aber eine nette, kurzweilige Geschichte, die mich trotz ihrer Kürze gut unterhalten konnte. Für mich solide 3,5 Sterne.

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