Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Odina:
Zum Nachdenken und Träumen
Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell
Der Fantasy-Roman „Das White Octopus Hotel" wurde von Alexandra Bell verfasst und erschien am 24. Februar 2026 im HarperCollins Verlag. Das Buch umfasst 384 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um Eve Shaw, die nach einer seltsamen Begegnung mit einem silberhaarigen Fremden auf das geheimnisvolle White Octopus Hotel aufmerksam wird.
Ihre Suche nach Antworten führt sie in das verlassene Anwesen in den Alpen, wo sie sich plötzlich in der Vergangenheit des Hotels wiederfindet und einem jungen Mann begegnet, der ihr bekannt vorkommt. Dabei stellt sich die Frage, ob Abschiede nicht manchmal auch neue Anfänge bedeuten. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und ebenso sehr bildhaft, was eine geheimnisvolle Stimmung erzeugt. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Zeitebenen, was die Spannung zusätzlich erhöht. Besonders die detailreichen Beschreibungen lassen das Hotel und seine Umgebung lebendig und faszinierend erscheinen. Die Mischung aus mystischer Zeitreise, magischen Elementen und der eindrucksvollen Kulisse des Hotels sorgt für eine fast schon „cosy“ Fantasy-Atmosphäre. Eve ist eine Hauptfigur, mit der man sich sofort identifizieren kann und ich habe ihre Erlebnisse auf den Zeitreisen mit großem Interesse verfolgt. Die Charaktere sind insgesamt klar gezeichnet und gut voneinander zu unterscheiden, sodass die Handlung stets übersichtlich bleibt. Besonders hervorzuheben ist Max, dessen bewegende Geschichte für zusätzliche emotionale Tiefe sorgt. Insgesamt ist das Buch ein gelungener Fantasy-Roman, der zum Träumen und Nachdenken einlädt und nebenbei auch wunderbar unterhält.
Feuer, Freundschaft, Geheimnisse
Firewatch von Colin Hadler
Der Thriller „Firewatch" wurde von Colin Hadler verfasst und erschien am 19. Februar 2026 im dtv Verlag. Das Buch umfasst 400 Seiten und das Cover ist stimmungsvoll und passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um Aaron, der als Firewatcher in einem abgelegenen kalifornischen Nationalpark arbeitet und dort den geheimnisvollen Kian kennenlernt.
Nachdem Aaron plötzlich spurlos verschwindet, will sein bester Freund Robin die Wahrheit herausfinden und nähert sich Kian mit einem riskanten Plan. Der Autor besticht durch einen flüssigen, bildhaften Schreibstil und angenehm kurze Kapitel, die gekonnt zwischen verschiedenen Zeitebenen wechseln. Die Spannung ist von Beginn an greifbar: Die düstere Atmosphäre, überraschende Wendungen und die Unsicherheit über Kians wahre Absichten machen das Buch zu einem echten Pageturner. Die Figuren sind klar gezeichnet und wirken authentisch - besonders Aaron, Kian und Robin berühren durch ihre Glaubwürdigkeit und emotionale Tiefe. Insgesamt ist das Buch ein fesselnder, gut durchdachter Thriller. Einziger Kritikpunkt sind die gelegentlichen spicy Szenen, die für meinen Geschmack nicht nötig gewesen wären - dies bleibt aber sicherlich Ansichtssache.
Märchenhaft düster
Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict
Der Thriller „Böser, böser Wolf" wurde von Alexandra Benedict verfasst und erschien am 14. Februar 2026 im Tropen Verlag. Das Buch umfasst 368 Seiten und das Cover ist düster und gruselig gestaltet. In der Geschichte geht es um die Autorin Katie, die von einem maskierten Mann entführt wird.
Er zwingt sie, tödliche Märchen zu schreiben, die er dann wahr macht. Während Detective Lyla Rondell ermittelt, entdeckt sie eine Verbindung zu ihrer eigenen Vergangenheit. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sie schafft es, eine dichte, düstere und emotionale Atmosphäre zu erzeugen, die das Geschehen eindringlich vermittelt. Die Handlung ist spannend und voller überraschender Wendungen, sodass ich bis zum Schluss mitgefiebert habe. Die Figuren sind klar und übersichtlich gestaltet. Besonders Katie als Hauptfigur ist vielschichtig und sympathisch dargestellt. Ihre kreativen Neuinterpretationen der Märchen und ihr Überlebenswille machen sie zur zentralen Bezugsperson. Insgesamt ist das Buch ein guter Thriller mit psychologischer Tiefe.
Zwischen Nähe und Distanz
Spielverderberin von Marie Menke
Der Roman „Spielverderberin" wurde von Marie Menke verfasst und erschien am 12. Februar 2026 im Kiepenheuer & Witsch Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover lässt wenig Bezug zum Titel erkennen und wirkt insgesamt eher nichtssagend. In der Geschichte geht es um Sophie und Lotte, die seit ihrer Kindheit im Süthland befreundet sind.
Mit Romy, die in der Oberstufe dazustößt, wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt. Sie bringt neue Impulse, aber auch Unsicherheit. Als die drei nach Köln ziehen, verschwindet Romy plötzlich, und eine verdrängte Nacht aus der Vergangenheit rückt wieder ins Bewusstsein. Der Stil der Autorin ist angenehm flüssig, leicht und bildhaft; ihre Beschreibungen lassen die Atmosphäre des Romans lebendig werden. Die Spannung ist solide, ohne große Höhepunkte zu setzen. Die Figuren sind übersichtlich und nachvollziehbar gezeichnet, bleiben jedoch in ihrer Tiefe zurück, sodass es schwerfällt, sich ganz auf sie einzulassen oder mit ihnen mitzufühlen. Insgesamt ist das Buch ein mittelmäßiger Roman, mit dem ich persönlich nicht richtig warm werden konnte.
Solider Küstenkrimi
Die Tote von Nazaré von Miguel Silva
Der Krimi "Die Tote von Nazaré“ wurde von Miguel Silva verfasst und erschien am 11. Februar 2026 im Aufbau Verlag. Das Buch umfasst 320 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um Maren Berger, die sich nach einem traumatischen Erlebnis im portugiesischen Nazaré erholen will.
Am Strand entdeckt sie eine tote Frau, doch die Leiche verschwindet spurlos. Inspektor Ferreira unterstützt sie, als kurz darauf eine zweite Leiche gefunden wird. Der Schreibstil des Romans ist angenehm und flüssig, die Kapitel haben eine passende Länge. Allerdings fehlt es der Geschichte an Tiefe und Atmosphäre um echte Spannung aufzubauen. Die Handlung bleibt recht vorhersehbar, große Überraschungen oder Wendungen sucht man vergeblich. Auch die Charaktere sind klar und übersichtlich gestaltet. Die Hauptfigur Maren Berger bleibt jedoch blass, sodass keine wirkliche Bindung entsteht. Insgesamt wirken die Figuren eher oberflächlich und erhalten wenig Tiefe. Der Roman bietet solide Unterhaltung für zwischendurch, bleibt aber insgesamt hinter den Erwartungen zurück.
Misstrauen und Isolation
Das Signal von Ursula Poznanski
Der Thriller „Das Signal" wurde von Ursula Poznanski verfasst und erschien am 2. Februar 2026 im Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 400 Seiten und das Cover ist ein absoluter Blickfang, der sofort ins Auge fällt und neugierig auf den Inhalt macht. In der Geschichte geht es um Viola Decker, die nach einem Unfall und dem Verlust eines Beins im eigenen Haus gefangen ist.
Sie fühlt sich von ihrem Mann und der Pflegerin zunehmend isoliert und überwacht. Als Gegenstände verschwinden, beginnt Viola, alles und schließlich auch Adam zu überwachen und entdeckt beunruhigende Geheimnisse. Der Schreibstil ist so flüssig und spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Kapitel sind in einer angenehmen Länge gehalten. Die Spannung bleibt durch unerwartete Wendungen und überraschende Entwicklungen konstant hoch. Die Figuren wirken authentisch und glaubwürdig, da sie klar gezeichnet und nachvollziehbar beschrieben werden. Vor allem Viola beeindruckt als starke und facettenreiche Hauptfigur. Insgesamt ist das Buch ein sehr guter Psychothriller für alle, die nervenaufreibende Spannung lieben.
Mut zum Widerstand
Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross
Der Roman „Hazel sagt Nein" wurde von Jessica Berger Gross verfasst und erschien am 2. Februar 2026 im Lübbe Verlag. Das Buch umfasst 384 Seiten und das farbenfroh gestaltete Cover lässt auf den ersten Blick keinen direkten Bezug zum Titel erkennen. In der Geschichte geht es um die Familie Blum, die von Brooklyn ins ruhige Riverburg zieht.
Dort wird die 18-jährige Hazel am ersten Schultag mit einer schockierenden Tradition konfrontiert: Der Direktor will eine Beziehung zu ihr erzwingen. Hazel sagt entschieden Nein und bringt damit ihr Leben, das ihrer Familie und die ganze Stadt in Bewegung. Die Autorin erzählt diese bewegende Geschichte in einem angenehm ruhigen und flüssigen Stil. Ihre Sprache bleibt stets zugänglich und einfühlsam, dabei aber auch nachdenklich und tiefgründig. Die Spannung ist durchgehend spürbar, ohne sich aufzudrängen. Die Figuren - allen voran Hazel selbst - sind authentisch und glaubwürdig gezeichnet. Besonders eindrucksvoll ist Hazels Entwicklung zur mutigen jungen Frau, die sich gegen Ungerechtigkeit stellt. Auch die Nebenfiguren fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Insgesamt ist das Buch ein zeitgemäßer Roman mit Tiefgang und gesellschaftlicher Relevanz.
Ein leiser Roman
Tage des Lichts von Megan Hunter
Der Roman „Tage des Lichts" wurde von Megan Hunter verfasst und erschien am 30. Januar 2026 im C.H. Beck Verlag. Das Buch umfasst 304 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um die 19-jährige Ivy, die 1938 in England voller Träume ins Erwachsenenleben startet.
Nach einem tragischen Ereignis am Ostersonntag entscheidet sie sich für ein angepasstes Leben mit Ehe und Kindern. Erst Jahre später, als sie Frances wiedertrifft, erkennt sie, wie sehr ihr etwas fehlt. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine heimliche, leidenschaftliche Liebe, die jedoch verborgen bleiben muss. Die Autorin schreibt flüssig, ruhig und emotional. Ihr Stil ist angenehm zu lesen und fängt besonders die leisen, melancholischen Töne der Geschichte gut ein. Die Spannung im Roman ist solide, aber nicht herausragend. Die Figuren sind grundsätzlich klar und übersichtlich gestaltet. Allerdings fehlt es ihnen, insbesondere der Protagonistin Ivy, an Tiefe. Teilweise empfand ich sie als nicht greifbar, was sehr schade ist. Insgesamt ist das Buch ein mittelmäßiger Roman, mit schönen Momenten, welcher hinter den Erwartungen zurückbleibt.









