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Rezensionen von Move it:

Kleine, schimmernde Perlen der Weisheit

22 Kurzgeschichten, die dich glücklich machen werden von Johann Kraunes

„Going with the Flow“ ist eine wunderbare Art Ikigai zu verstehen und im Alltag umzusetzen. Dabei teilt die Philosophie des Ikigai die hohen ethischen Ansprüche des Hagakure (dem Weg des Samurais) und ruht auf fünf Säulen: Fang klein an, löse dich vom Ego, fokussiere dich auf Harmonie und Nachhaltigkeit, erfreue dich an den kleinen Dingen und sei ganz im Hier und Jetzt.

Schon auf den ersten Seiten erhält der Leser eine klare Orientierung wie das Konzept einzuordnen ist und welchen Mehrwert es bietet. So führt eine prägnante Einleitung in den Aufbau des Buches ein. Dieses hat durch ein beständiges, inneres Voranschreiten und neue Impulse mehr Lebensbejahung zum Ziel – wobei die Kapitel ganz flexibel und unabhängig von der gedruckten Reihenfolge gelesen werden können.

Im Hauptteil widmen sich die Kurzgeschichten verschiedenen Facetten und Haltungen, die jeweils durch ein passendes Zitat eingeleitet werden. Gleich die ersten Erzählungen drehen sich um den bewussten Umgang mit dem Tag um sich dem eigenen Wesen wieder anzunähern. So bricht die Geschichte über Nora mit dem alltäglichen Trott. Erst als sie realisiert, dass sie Urlaub hat, besinnt sie sich darauf was ihr im gegenwärtigen Moment guttut. Im Gegensatz dazu zeigt das Beispiel von Hannah wie Arbeit und Hetze uns Lebenszeit stehlen und von bedeutsamen Begegnungen abhalten. Die Botschaft ist klar: Das Leben findet jetzt statt, nicht irgendwann später.

Es folgen zwei Abschnitte, die dazu ermutigen auf das Vergleichen zu verzichten um Unzufriedenheit zu vertreiben. Zum einen wäre da Katherina, die glaubt in ihrem Beruf nicht mehr das bewirken zu können was sie sich einst wünschte. Markus hingegen entdeckt wieder seine Gabe Menschen Gehör zu schenken, damit sie sich gesehen fühlen. Hier wird ein zentraler Aspekt des Ikigai spürbar: Unsere Lebensaufgabe steckt bereits tief in uns selbst.

Die zwei sich anschließenden Kurzgeschichten betonen wie wichtig es ist den Augenblick zu schätzen. Das zeigt sich an Jule, die ihre Sinne neu belebt, während Jana durch eine „Augenblicksliste“ wieder zu echter Freude findet.

Danach lenkt das Buch den Blick auf Prinzipien, die echten Mehrwert schaffen. Thomas entdeckt die emotionale Bedeutung vom Geschenk der Aufmerksamkeit, während Sarah den eigentlichen Wert ihres Tuns aus den Augen verloren hat und ihn nun neu definiert. Beide beleben auf ihre Weise wieder Werte, die Wert schaffen.

Im Folgenden wird das Thema „Im Flow sein“ durch die Geschichten von Jonas und Laura veranschaulicht. Der Leser begegnet Jonas, der einst beim Kochen die Zeit vergessen konnte, und Laura, die ihren ganz eigenen Rhythmus findet. Beide Beispiele zeigen berührend, dass das Tun erfüllend ist wenn wir vollkommen im Moment aufgehen.

Durch Tobias erfährt der Leser, dass eine vermeintlich verlockende Chance wertlos ist wenn sie kein Gewinn für einen selbst ist. Elena wiederum erkennt, dass eine nach außen hin perfekte Fassade selten den eigenen Bedürfnissen entspricht. Hier stehen der innere Zielkompass und die Wichtigkeit persönlicher Klarheit im Fokus.

In einer kurzen Episode wird Stefan daran erinnert, dass bereits Vorhandene zu achten. Darauf folgt eine Geschichte über eine „Verschenke-Kiste“, die weit mehr als nur Gegenstände bewegt. Beide Abschnitte thematisieren den achtsamen Umgang mit Ressourcen und die Kraft sozialer Verbundenheit.

Die folgenden Seiten ermutigen dazu das Leben so anzunehmen wie es kommt. Sie berichten von Maria, deren Zug ausfällt, und von Jasmin, die begreift, dass das Dasein selbst stetige Veränderung bedeutet.

Mit Clara und Simon taucht der Leser tief in die Themen Lebenssinn und Lebensfreude ein. Ihre Wege zeigen, dass die persönliche Bestimmung nicht immer für jeden sofort offensichtlich sein muss.

Der vorletzte Abschnitt widmet sich ganz dem inneren Frieden. So lernt Lea vermeintlich Nebensächliches in einem neuen Kontext zu betrachten, und Martins Familie entdeckt den Wert gemeinsamer Achtsamkeit wieder.

Das abschließende Geschichtenpaar dreht sich um die Verbundenheit. Vorgestellt werden Manuela, die den Gruppendruck von Verdächtigungen hinterfragt, und Nils, bei dem ein Schraubenzieher alles in Gang bringt. Beide durchleben wie entscheidend Verantwortung, Empathie und die Frage „Was habe ich, das ich teilen kann?“ sind.

Die schönen, abschließenden Worte sind dann ganz dem Alltag und unseren Erfahrungen darin gewidmet. Sie zeigen wie wir diesen durch eine veränderte Haltung transformieren und mit dem Geist des Ikigai bereichern können.

Hier findet der Leser eine feine Geschichtensammlung, die stimmig wie kraftvoll daran erinnert wie viel Einfluss man selbst auf das eigene Wohlbefinden, die empfundene Zufriedenheit und das innere Glück hat. Besonders gelungen ist die psychologische und strukturierte Einordnung der Geschichten am Ende jedes Themenabschnitts. Meisterhaft werden hier die Aspekte des Ikigai greifbar gemacht. Dabei wird eindrucksvoll gezeigt, dass jeder Mensch diese Prinzipien auf seine eigene Weise lebt und stets neue Wege der Umsetzung entdeckt. Die Geschichten berühren trotz ihrer Kürze emotional und stoßen tiefe Reflexionen an. So reihen sich die Kurzgeschichten aneinander wie kleine, schimmernde Perlen, die uns daran erinnern den Glanz unscheinbarer Momente zu entdecken.

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Das (vorerst) letzte der Skizzenbücher

KoboldKroniken 6. Kampf um Kwertz von Daniel Bleckmann

Sie waren zurück! Dario Leone, Big L(ennard), Selin die Liebliche, Clara-mit-C, Käpt’n Talugo Krächzruf vom Klan Klabauter, die treue Prrzl aus dem Klan der Karottenschrate und natürlich Rumpel Krautschatten aus dem Klan der Kraumantel. Nur stehen sie schon vor dem neuesten Problem: Der Zeithüpfer verschwindet in der Zeit.

Was tun? Ihr allerletzter Versuch, die Farbe ungestört zusammenzurühren, muss gelingen. Doch damit alles am Ende klappt, braucht es schon den Einfallsreichtum der Sieben.

So beginnt das letzte Abenteuer der KoboldKroniken in der Gebrüder-Grimm-Gemeinschaftsschule. Doch das Schwert kann Dario doch nicht zeichnen. Was kein Wunder ist, bei der Sommerhitze im Schulgemäuer und einem Rumpel, der als Hausmeister Meyer den Imperial March furzt. So hüpft das Buch rasch weiter zum nächsten Ereignis, denn die Zeit drängt und sie müssen vom Vorbereitungschaos zurück ins Kampfchaos. So geht es auf ins letzte Abenteuer und so manch einer muss erkennen: „Kobolde – sie sind unter uns!“

Getreu der Bezeichnung „Skizzenbuch-Roman“ liest sich auch diese Geschichte wie ein Entwurf und möchte auch gar nicht tiefer eintauchen. Hier klebt eine Notiz, dort eine Charakterbeschreibung und dazwischen windet sich die Geschichte in koboldhafter Art emsig, wuselig und sprunghaft dahin. So wird das Buch auch durch sein grafisches Auftreten zum Skizzenbuch. So endet der finale Band natürlich mit einer großen Endschlacht, die dann doch etwas anders ist und vielleicht auch gar nicht so final. Ein gelungener Abschluss.

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Business-Tipps für das Morgen

t.quarks von Carsten Hentrich; Michael Pachmajer

Nach dem Bestseller „d.quarks – Der Weg zum digitalen Unternehmen: Managementbuch des Jahres“ nun der zweite Band „t.quarks“.

Die beiden Autoren, die seit Jahren den Wandel in Unternehmen, im öffentlichen Sektor sowie in Organisationen im Kontext von Nachhaltigkeit und Digitalisierung begleiten und vorantreiben, richten hier ihren Fokus darauf, den Leser dabei zu unterstützen, sich auch der eigenen Fähigkeiten stärker bewusst zu werden, denn nicht nur Unternehmen hängen in der Optimierung fest.

Was es braucht, ist Transformation.

Daher stellen die Autoren 46 t.quarks-Faktoren für den Wandel vor, die wie schon bei d.quarks den vier Kategorien „Mensch & Kompetenz“, „Organisation & Kultur“, „Prozesse & Governance“ und „Technologie & Räume“ zugeordnet sind. So wird die Weiterentwicklung geschildert, deren Profile zunächst als Stellenanzeigen vorgestellt werden. Unter „Futurist“ finden sich Angaben wie: „Er ändert die Sprache, ist in der Lage, sich selbst zu reflektieren, ist inspirierend und bereit …“ oder unter „Disruptor“: „Mut, Entschlossenheit und der ungetrübte Blick in eine bessere Zukunft (…)“.

Jedes dieser Kapitel ist dabei farblich abgesetzt und erörtert die Möglichkeiten und Eigenschaften dieser neuen „Stellen“ (bzw. Businessrollen) sowie die möglichen Transformationsblockaden wie Stillstand, Überforderung oder Perspektivlosigkeit. Jeder Abschnitt verdeutlicht, warum diese neuen Rollen so entscheidend sind, und die passenden „Hacks“ wie „Reflection“ oder „Systems Thinking“ gibt es zu jedem Transformationstipp mit dazu. Diese Tipps können einen hilfreich dabei unterstützen, die Änderung (bei sich selbst und seinem Unternehmen) herbeizuführen.

Die Autoren führen so praxisnah durch die Profile „Advocate“, „Integrator“ und „Transformer“, gefolgt von einem kleinen Intermezzo unter „Von den Menschen in Verantwortung zu den Teams“. Hier wird thematisiert, dass sich die Führung nicht mehr unabhängig vom Team betrachten darf. Den Fokus legen die Autoren hier auf „Führung ohne Angst“ und darauf, wie Teamdynamik neu gedacht wird. So widmen sich die folgenden Profile („Coopetitors“, „Systemizers“, „Explorers“, „Networkers“ und „Emergers“) dem Motto: „Die Archetypen der Führung müssen mit den Archetypen von Teams zusammenpassen, damit das Zusammenspiel auch Wirkung entfaltet.“

In einigen abschließenden Worten wird der Fokus Richtung Zukunft gelenkt. Außerdem findet der Leser ein nützliches Modell zur Selbstdiagnose. Hier kann man seine Transformationsblockade aufdecken und dadurch passende t.quarks ermitteln.

So findet sich hier ein Transformationsmodell für alle, die sich und ihr Business auf Vordermann bringen, konkurrenzfähig und zukunftsorientiert sein und bleiben wollen. Ein wirkliches Selbsthilfebuch für den Businessbereich und eine Anleitung für die Transformation, welche nach Bedarf angepasst werden kann, um eingefahrene Strukturen aufzubrechen. Zudem vereinfacht der praxisnahe Bezug auch, ins Handeln zu kommen, damit die Transformation (von der alle reden) auch umgesetzt wird. Denn „die t.quarks sind nur das Werkzeug, benutzen musst du es schon selbst“.

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Eddie – Ein Kinder-Pharao erwacht

Eddie (Band 1) – Achtung, die Mumie ist los! von Christiane Rittershausen

Cleos und Mariks Eltern sind zwei absolute Archäologie-Nerds. Daher haben sie auch herzlich wenig mitzureden, als Cleos Vater und Mariks Mutter für eine Ausgrabung nach Kairo ziehen und sie mitnehmen. Das Besondere an dieser Situation ist, sie bringen die Mumie mit.

So wird auch die Überfahrt etwas anders.

Ein beeindruckender, bläulicher Käfer lockt Cleo und Marik zu dem Steinsarkophag. Bisher befand dieser sich (samt Inhalt) im Besitz von Sir Edmund Wilcox, der sich rühmte die Mumie persönlich entdeckt zu haben. Im Frachtraum des Schiffes entdecken Cleo und Marik jedoch eine Vertiefung, die wie gemacht war, für das gefundene Amulett. Nichtsahnend vervollständigen sie den Sarkophag. Doch was sie kurz darauf auf dem Deck des Containerschiffs beobachten, verschlägt ihnen die Sprache. Ein Mumie die Skateboard fährt, jahrtausendealte Sprüche klopft und den Getränkeautomaten mit Goldmünzen füttert.
Daraufhin ist die Mumie verschwunden. Etwas was ihre Eltern in höchste Aufregung versetzt. Doch wie sollten sie das erklären? (Zumal die Mumie nicht verschwunden ist.)
So beginnt die ungewöhnliche wie aufregende Freundschaft von Cleo, Marik und Eddie - einen Kinder-Pharao, der einfach wissen möchte, wer er ist. – Allerdings belauschen Cleo und Marik höchst Verdächtiges auf der Ausgrabungsstätte. Und so begeben sich die drei Freunde (und natürlich Pillepalle) auf Grabräuberjagd, welche sie tief in die Grabkammer und die Geschichte einer einstigen Zeit führen.

Ein gekonnt abenteuerlicher wie kindgerechter erster Band zu dieser Buchreihe. Die Geschichte wird dabei von schwarz-weiß-orangen Illustrationen begleitet, welche gut zu dem ägyptischen Setting passen.
Eine packende wie witzige Geschichte über Freundschaft mit einer liebenswerten Mumie, die gerne wieder ihr Gehirn hätte, auf Zombie-Comics abfährt und die eigenen künstlerischen Fähigkeiten entdeckt. - Und wer weiß, vielleicht stammen die Zeichnungen in diesem Buch von Eddie. Wenn nicht hat die Illustratorin Maja Bohn den passenden Stil gewählt.
Ein toller Auftakt für eine Geschichte, welche die drei Freund (auf der Suche nach Eddies Identität) sicher noch durch das ein oder andere Abenteuer führen wird.

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