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Rezensionen von Michael:

Für Fans klassischer, düsterer Fantasy.

Was im Schwarz gedeiht von Julia Verhoeven

Ein echter Geheimtipp für Fans klassischer, düsterer Fantasy. Ardis und Garvan führen durch eine Welt, die sich vertraut anfühlt – mit Magie, Klerus, Intrigen und Machtspielen – und trotzdem eigenständig und frisch wirkt. Die Story ist klug konstruiert, der Spannungsbogen packend, die Figuren greifbar und tief.

Keine unnötigen Längen, dafür viele kluge Details und ein Schreibstil, der angenehm klar bleibt. Wer Dark Fantasy mit Substanz sucht, wird in Lythraia fündig.

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Seriöse Dark Fantasy für seriöse Fantasy-Fans? Definitiv.

Was im Schwarz gedeiht von Julia Verhoeven

Im Grunde gibt es zwei Hauptfiguren: Ardis, eine junge Magierin am Anfang ihrer Laufbahn und Garwan, ein Ritter, der standesmäß das schwere Erbe seiner Familie trägt. Es gibt Magie, Klerus, Götter, Schwerter, Ehre und Intriege, eine große Lore und viele kleine Geschichten. Alles was in eine klassische Fantasy-Welt gehört nebst zugehöriger toller Karte!

Und man merkt sehr schnell, dass es sich sowohl um seriöse Dark Fantasy handelt (erfrischend, bei der Fülle an sehr leichten Sachen da draußen.

..), als auch echt spannende Ideen warten. Ich tue mir total schwer damit nicht zu spoilern. :)

Der Spannungsbogen ist spitze. Wie in einem Strudel wird man beim Lesen immer tiefer hineingezogen. Man erfährt immer gerade so viel, dass es gar nicht anders geht als weiter zu lesen. Nur noch ein paar Seiten, echt jetzt.

Die Geschichte spielt in einer High-Fantasy Welt die sich mit Fabelwesen zurückhält und den Fokus auf die Magie, die Charaktere und einen übergeordneten Plot legt. Sie spielt einige Hundert(?) Jahre nach den Klerikerkriegen (gegen Magier) - die im Grunde die Welt der vorliegenden Geschichte geordnet haben.

Konsequent ist die Magie elitär und aus dem alltäglichen Leben verbannt. Der Klerus ist alt und träge und die Politik korrupt. Das ist ein guter Nährboden für tiefe Verwerfungen. Die große Geschichte hat viele kleine Nebengeschichten, von denen aber keine unwichtig wirkt oder etwas unnötig in die Länge zieht. Irgend eine Relevant für die Entwicklung der Story haben sie immer. Das ist recht cool, ich kann Langatmigkeit nicht leiden in Büchern.

Der Schreibstil ist, ich würde sagen, päzise und klar. Hier und da bin ich über ein paar nicht so moderne, aber sehr famose Wörter gestolpert. Fand ich eigentlich witzig. Es gibt effektiv keine ausufernden Schachtelsätze. Und es liest sich flüssig und angenehm.

Die Figuren wirken plastisch. Als Leser konnte ich merken, wie viel Energie in die Ausarbeitung der Charactere geflossen ist. Sie wirken stimmig in ihren Umgebungen - auch wenn man nicht immer in dem Moment die ganze Einsicht in die Hintergründe hat. Die Entwicklung der Figuren ist sehr gut und glaubwürdig.

Fazit: Ich habe die Geschichte genossen. Es ist klassische Dark Fantasy, teilweise sehr hart und mit einigen heftigen Überraschungen. Es mangelt nicht an Originalität, aber ohne komplett fremd zu wirken. Ich habe mich schnell heimisch gefunden in der Welt von Lythraia.

Wo einordenen? Boah, Schubladen. Irgendwie ein Mix aus dem Schreibstil von Patrick Rothfuss, dem düsteren Story-Building von George Martin und irgendwie so die akademische Tragik von Club der toten Dichter? Keine Ahnung - take it or leave it, da bin ich nicht gut drin :D

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