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Rezensionen von PeLi:

Mädchen mit ungewöhnlicher Fähigkeit

Carla Chamäleon: Oh Schreck, ich bin weg!; . von Franziska Gehm

Für die elfjährige Carla Niemann fängt das neue Schuljahr nicht gerade gut an. Ihre beste und eigentlich auch einzige Freundin Herta ist ans andere Ende der Welt gezogen und für Carla ist die Aussicht, das Schuljahr ohne Herta verbringen zu müssen, ziemlich beängstigend. Und dann kommt auch noch ein neuer Mitschüler in die Klasse.

Jole heißt er, hält sich für den besten Witzeerzähler ( was er allerdings definitiv nicht ist) und dann setzt er sich auch noch ausgerechnet neben Carla, was ihr überhaupt nicht gefällt.
Und als ob das alles noch nicht reicht, passiert Carla dann auch noch was völlig Verrücktes. Als sie gerade in einer peinlichen Situation ist, verschmilzt sie mit dem Hintergrund und wird total unsichtbar. Carla erschrickt natürlich und das Allerschlimmste, Jole hat das auch bemerkt.
Der findet das spannend, im Gegensatz zu Carla, die einfach nur wieder ein ganz normales Mädchen sein möchte.
Doch es kommt noch schlimmer, ein Geheimbund erfährt von der ungewöhnlichen Fähigkeit des Mädchens und ist plötzlich sehr an ihr interessiert. Was wollen diese Menschen von ihr? Und wie wird sie bloß diese blöde Fähigkeit los, die ausgerechnet immer im unpassendsten Moment auftritt?

Ich fand die Idee eigentlich gut, deshalb war ich auch sehr gespannt auf dieses Buch , nachdem ich den Klappentext und die Leseprobe gelesen hatte. Leider hat mich einiges dann aber nicht so vom Hocker gerissen. Die verrückte Fähigkeit, in unangenehmen Situationen unsichtbar zu werden, hätte ja schon gereicht. Auch Carlas Vater, der sie immer mal in peinliche Situationen brachte, fand ich noch okay und für die Geschichte ja auch passend, denn ohne Peinlichkeiten wäre Carla ja nicht unsichtbar geworden. Aber musste wirklich ihre gesamte Familie so seltsam sein? Die Mutter bringt Tiere vom Zoo, in dem sie arbeitet, zur Pflege mit nach Hause. Und was für Tiere! Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber mir war das alles dann , selbst für ein Kinderbuch , etwas zu viel.
Ich habe das Buch zusammen mit meinem Patenkind gelesen und sie fand es gut, aber nicht überragend. Vor allem, da es, als es dann endlich mal spannender wurde, leider auch schon zu Ende war.
"Carla Chamäleon - Oh Schreck, ich bin weg!" Ist der 1. Band einer Reihe, im Buch ist auch eine kurze Leseprobe des 2. Teils und vielleicht wird es darin ja dann auch spannender und die Geschichte kommt richtig in Fahrt. Aber der 1. Teil hat sich dann leider doch noch etwas gezogen.

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Ist Kiribati noch zu retten?

Land unter bei Samuel von Weber Susanne

Samuels Vater ist Klimaforscher und von ihm hat Samuel auch von Kiribati erfahren. Das ist eine Inselgruppe im Pazifik und sie droht, bald völlig unterzugehen, denn durch die Erderwärmung steigt der Meeresspiegel immer weiter an. Weil Samuels Vater jetzt eine neue Arbeitsstelle beim Klimaforschungsinstitut hat, zieht die Familie von einem Ende Berlins ans andere und deshalb müssen Samuel und seine Schwester Kiara in eine neue Schule.

Dort fühlt sich der Junge zunächst gar nicht wohl, denn da gibt es einen ziemlich gemeinen Mitschüler. Aber Samuel ist ein richtig cooler Erfinder und so lässt er sich was einfallen, um sich gegen den bösen Bela zu wehren.
Und dann überlegt er, ob er nicht vielleicht etwas erfinden könnte, das Kiribati vor dem Untergehen retten könnte. Ob ihm für dieses große Problem wirklich eine Lösung einfällt?


Ein schönes Kinderbuch über ein ganz wichtiges Thema . Es erklärt den jungen Lesern, warum es so wichtig ist, dass sich jeder Gedanken um die Umwelt macht. Die kleinen Zeichnungen helfen dabei, das Thema anschaulich zu vermitteln . Obwohl es in diesem Buch hauptsächlich um das Umweltthema geht, ist es aber kein trockenes Sachbuch. Eine spannende und trotzdem informative Geschichte für Kinder ab 8 Jahren.

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hatte mehr erwartet

Ein wenig Glaube von Nickolas Butler

Lyle und Peg aus Wisconsin sind glücklich, als ihre Adoptivtochter Shiloh mit ihrem fünfjähriger Sohn Isaac, nach Jahren wieder in ihr Elternhaus zurückkehrt.
Peg Und Lyle genießen es ganz besonders, endlich ihr Enkelkind so nah bei sich zu haben und den Kleinen richtig zu verwöhnen. Zunächst läuft auch alles sehr gut, doch dann lernt Shiloh den Prediger Steven kennen und schließt sich seiner radikalen Glaubensgemeinschaft an.

Peg und Lyle beobachten das zunächst zwar skeptisch aber noch nicht beunruhigt. Doch je enger Shilohs Verhältnis zu Steven wird, umso verschlossener wird sie ihren Eltern gegenüber . Für sie zählen nur noch Stevens Worte und als dann auch noch der kleine Isaac immer mehr in diese Sekte hineingezogen wird und dadurch sogar in Gefahr gerät, können die besorgten Großeltern einfach nicht mehr tatenlos zusehen und so müssen sie eine schwere Entscheidung treffen.

Das Thema finde ich sehr spannend und der Schreibstil gefiel mir auch gut, obwohl es an manchen Stellen schon sehr langatmig wurde . Trotzdem bin ich leider nicht restlos begeistert von dem Buch, denn ich konnte vieles, was Peg und Lyle taten ( oder nicht taten), einfach nicht nachvollziehen.
So viele Bedenken , die sie gegen Steven und seine Kirche hatten und so viele Sorgen , die sie sich um den Enkel machten und trotzdem haben sie mit ihrer Tochter ja nie wirklich Klartext geredet.
Einerseits konnte ich die Angst der beiden, sich einzumischen und dadurch zu riskieren, den Enkel nicht wieder zu sehen, schon verstehen aber andererseits, als sie merkten, dass es Isaac wirklich nicht gut ging, da hätten sie, meiner Meinung nach, schneller eingreifen müssen.

Lyle kam mir manchmal sehr vernünftig vor und dann reagierte er plötzlich wieder total unvernünftig und ließ sich von Peg zu sehr beeinflussen, die meistens nur still zusah und Lyles Sorgen um den Enkel oft sogar noch herunterspielte, aus Angst, Shiloh zu verärgern. Pegs Verhalten konnte ich die meiste Zeit sowieso überhaupt nicht nachvollziehen und das machte sie für mich sehr unsympathisch.

Und der Schluss hat mich dann auch überhaupt nicht zufriedengestellt, deshalb kann ich dem Buch leider nur 3 Sterne geben, obwohl das wirklich ein Thema ist, das mich sehr interessiert, aber die Umsetzung konnte mich dann einfach nicht ganz überzeugen.

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gibt es den perfekten Bruder?

Hilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht! von Jo Simmons

Der neunjährige Jonny wird ständig von seinem älteren Bruder Ted geärgert. Als der sich wieder mal über ihn lustig macht, hat Jonny entgültig die Nase voll und als er dann im Internet zufällig auf eine Seite stößt, auf der man sich für einen Geschwistertausch anmelden kann, überlegt er nicht lange und füllt das Formular aus.

Er gibt alles an, was sein Wunschbruder haben soll und dann wartet er ganz gespannt ab. Und tatsächlich steht bald der erste Ersatzbruder vor seiner Tür. Doch leider ist der ganz und gar nicht so, wie ihn sich Jonny vorgestellt hat. Also wird der Ersatzbruder umgetauscht und der nächste Kandidat trudelt ein. Und so geht es weiter, denn Jonny merkt ganz schnell, dass es wohl keinen Bruder gibt, der wirklich perfekt ist. Und je mehr Zeit er mit den "gelieferten" Brüdern verbringt, umso mehr weiß er wieder seinen eigenen zu schätzen, denn der hat ja doch nicht nur schlechte Seiten.

Ich fand dieses Kinderbuch sehr schön und auch witzig. Die kleinen Zeichnungen und die kurzen Kapitel lassen auch ,sonst eher lesefaule Kinder, bis zum Ende durchhalten und die witzigen Erlebnisse, die Jonny mit den doch eher außergewöhnlichen Tauschbrüdern hat, mitzuverfolgen, macht einfach Spaß.

Das Cover gefällt mir übrigens auch sehr gut und ich finde, es sticht direkt ins Auge, wenn man es in einem Buchladen sieht. Also von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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seltsame Familie

Je tiefer das Wasser von Katya Apekina

Die 16-jährige Edie und ihre 14-jährige Schwester Mae müssen nach dem Selbstmordversuch ihrer Mutter ihr kleines Südstaaten-Kaff verlassen und nach New York ziehen, um dort bei ihrem Vater, einem berühmten Schriftsteller, zu leben.. Für die Mädchen ist der Vater eigentlich ein Unbekannter, denn er hat die Familie verlassen, als Edie gerade mal vier Jahre alt war und er hat sich auch seitdem nie bei seinen Töchtern gemeldet.

Edie, die die Trennung der Eltern damals schon bewusst mitbekam, hasst ihn dafür. Außerdem gibt sie ihm alleine die Schuld daran, dass ihre Mutter psychisch krank wurde.

Aus diesem Grund und auch, weil sie sich große Sorgen um die Mutter macht, die jetzt in einer Nervenklinik untergebracht wurde, ist sie sehr unglücklich in New York und möchte so schnell wie möglich zurück in ihr altes Zuhause. Ihre Schwester Mae, die in den zurückliegenden Jahren am allermeisten unter der psychischen Krankheit der Mutter litt, sieht den Umzug und das neue Leben beim Vater allerdings als große Chance, ein ganz neues und besseres Leben zu führen und endlich dem kranken Einfluss der Mutter zu entkommen.. Diese gegensätzlichen Ansichten der Schwestern über den Vater und die unterschiedlichen Vorstellungen darüber, wie es weitergehen soll, sorgen für reichlich Zündstoff und die vielen Freundinnen und Verehrerinnen des Vaters, machen das Zusammenleben der "neuen Familie" auch nicht gerade leichter.

Während Edie aus ihrem neuen Zuhause flieht, um in der Nähe der Mutter zu sein, fixiert sich Mae immer mehr und stärker auf den Vater und ist bereit, alles zu tun, was er verlangt, nur um seine Liebe zu erhalten.

Bei diesem Buch bin ich wirklich hin und her gerissen und ich weiß gar nicht so recht, wie ich es bewerten soll. Ich fange einfach mal mit dem Positiven an. Mir gefiel , dass immer abwechselnd aus Sicht verschiedener Personen berichtet wurde, und das nicht nur von den direkt Betroffenen, also Edie, Mae und ihren Eltern, sondern auch Freunde, Ärzte oder Psychologen der Nervenklinik, die Schwester des Vaters, kamen zu Wort. Es gab viele Zeitsprünge, die vom Kennenlernen der Eltern, bis in die Gegenwart reichen. Diese unterschiedlichen Blickwinkel machten die Geschichte etwas lebendiger und interessanter.

Leider fand ich den ganzen Schreibstil allerdings ziemlich seltsam und teilweise so verwirrend, dass ich oft erst überlegen musste, wer bestimmte Personen überhaupt sind und was sie mit dem Ganzen zu tun haben und , ehrlich gesagt, wusste ich leider manchmal nicht einmal so genau, was die Autorin eigentlich mit bestimmten Sätzen sagen wollte. Durch diesen etwas wirren Schreibstil und Aussagen, über die ich erst einmal gründlicher nachdenken musste, wurde leider viel zu oft mein Lesefluss unterbrochen, um mich richtig an die Geschichte zu fesseln. Und ich muss leider auch sagen, es gab in dem ganzen Buch, vielleicht eine einzige Person, die mir sympathisch war und die nicht völlig irre wirkte. Es gab für mich nichts, bei dem ich mitfühlen konnte , die ganze Geschichte fand ich einfach nur deprimierend. Für mich leider deshalb kein Buch, das ich empfehlen würde.

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Paul Herzfeld ist wieder da

Abgefackelt von Tsokos Michael

Der Rechtsmediziner Paul Herzfeld soll nach seinem letzten Fall, der ihn und seine Familie noch immer schwer belastet, erst einmal zur Ruhe kommen. Aus diesem Grund, versetzt in sein Chef vorübergehend von Kiel nach Itzehoe. Dort soll er in der nächsten Zeit den vor kurzem verstorbenen Pathologen ersetzen.

Immer wenn Herzfeld Fragen nach seinem Vorgänger stellt, weicht man ihm aus und sein Vorgesetzter wird sogar richtig ungehalten, als Herzfeld sich, seiner Meinung nach, zu sehr für die Todesumstände des verstorbenen Pathologen interessiert. Aber gerade das weckt die Neugier von Herzfeld und so forscht er heimlich einfach selbst nach. Was er dabei herausfindet, bringt ihn und auch andere erneut in große Gefahr und schon ist Schluss mit der ruhigen Stelle, die angeblich zum Erholen geeignet sein sollte.

Mir gefiel "Abgefackelt" sehr gut. Besonders interessant ist , dass es nicht nur um diesen einen Fall geht, sondern dass man auch immer wieder kurze allgemeine Einblicke in die Arbeit eines Rechtsmediziners bekommt und viele wirklich spannende Infos darüber eingestreut wurden, was man bei einer Obduktion so alles herausfinden kann.
Den Fall selbst fand ich nicht ganz so packend, da hatte ich mir etwas mehr Spannung erhofft. Trotzdem wurde ich gut unterhalten und die kurzen Kapitel und der eingängige Schreibstil ließen bei mir zumindest nie Langeweile aufkommen.

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spannend, mit kleinen Schwächen

Diabolic - Fatales Vergehen von Lisa Jackson; Nancy Bush; Rosalind Noonan

Die drei Teenager Shiloh, Kat und Ruthie, schleichen sich, trotz Verbot ihrer Eltern, nachts heimlich zu einem abgelegenen See, um dort nackt zu baden. Was die Sache besonders gefährlich macht, ist die Tatsache, dass in der Gegend gerade zwei junge Mädchen vermisst werden. Und tatsächlich werden sie aus dem Gebüsch heraus von einem Mann beobachtet und fotografiert und später auch direkt angegriffen.

Die Mädchen versuchen zu fliehen, doch Ruthie ist nicht schnell genug und wird von ihm erwischt und vergewaltigt. Die anderen beiden kommen zurück, um ihrer Freundin zu helfen und das gelingt ihnen auch . Als der Täter die drei verfolgt und sie sich verteidigen, bleibt er schwer verletzt auf einem Feld liegen und die Mädchen gehen davon aus, dass er tot ist.

Ruthie hat so große Angst vor ihrem strengen Vater, einem Pfarrer der Gemeinde mit ziemlich mittelalterlichen Ansichten, dass sie ihren beiden Freundinnen das Versprechen abnimmt, niemals über diesen schlimmen Vorfall zu sprechen. Und die drei halten sich daran, da sie ja sowieso davon ausgehen, dass der Angreifer tot ist und damit keine Gefahr mehr. Shiloh und Ruth verlassen kurz darauf ihren Heimatort Prairie Creek und bauen sich ihr Leben ganz woanders auf. Kat bleibt als einzige zurück, tritt später in die Fußstapfen ihres Vaters und wird Polizistin. Die zwei vermissten Mädchen bleiben verschwunden und jeder nimmt inzwischen an, dass sie ganz normale Ausreißerinnen sind, die sicher irgendwann wieder auftauchen.

Nach diesem sehr spannenden ersten Teil, beginnt dann die eigentliche Geschichte. Inzwischen sind 15 Jahre vergangen und Ruth und Shiloh ziehen aus persönlichen Gründen zurück nach Prairie Creek. Dann passiert das Unfassbare - es verschwindet wieder ein junges Mädchen und man findet zur gleichen Zeit die Leiche einer jungen Frau und wie sich später herausstellt, ist es eines der beiden Mädchen, die vor 15 Jahren verschwanden.

Und als dann auch noch jede der drei Freundinnen ein Foto in ihrem Briefkasten findet, das sie zusammen beim Nacktbaden am See zeigt, sind sie ganz sicher, dass der Psychopath, der sie damals verfolgte, doch nicht , wie sie dachten, tot ist, sondern dass er nach wie vor sein Unwesen in dem kleinen Ort treibt und dass er es immer noch auf sie abgesehen hat.

Ihnen wird schnell klar, dass sie nicht mehr schweigen können und so berichten sie der Polizei endlich von der schlimmsten Nacht ihres Lebens und hoffen, dass der Täter endlich nach all den Jahren gefasst wird.

Die Vorgeschichte, in der es um den Überfall am See und die anschließende Verfolgung der Mädchen geht, war für mich persönlich der mitreißendste Teil. Danach , also alles, was dann 15 Jahre später passiert, war leider nicht mehr ganz so spannend.
Mir gefiel, dass das Buch in drei verschiedene Abschnitte aufteilt war, in denen immer abwechselnd die Geschichten von Shiloh, Ruth und Kat erzählt wurden. Man erfuhr nach und nach, wie die drei die letzten 15 Jahre verbracht haben und wie sie das Trauma, das sie als Teenager, erlitten haben, in dieser Zeit verarbeitet haben. Und zwischendurch immer wieder kurze Einblicke in die Gedankenwelt des Täters,man erfährt, was ihn dazu treibt, immer wieder Mädchen zu entführen und sie gefangenzuhalten, aber ohne zu ahnen, um wen es geht.
Im Laufe der Geschichte hatte ich einige , der zahlreichen Unsympathen in Verdacht, denn die gab es in dem kleinen Ort doch reichlich. Aber ich muss zugeben, ich wusste bis zum Schluss wirklich nicht, wer der Bösewicht der Geschichte nun ist.

Etwas unglaubwürdig wurde es, als dann drei tolle Männer in das Leben der Freundinnen traten, die nicht nur wahnsinnig gutaussehend , heldenhaft und mutig waren, sondern alle auch noch Single ;-) In diesem Teil wurde der Thriller dann eher zum Liebesroman, doch die Spannung stieg dann zum Glück wieder an, als der Täter seinen Opfern immer näher kam.

Einige Dinge fand ich schon sehr unrealistisch, besonders , was das Verhalten von Ruth anging. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Frau, die so etwas erlebt hat und jetzt weiß, dass der Täter immer noch hinter ihr her ist, so ein Risiko eingeht, wie sie es tut. Und das, obwohl sie selbst eine Tochter hat. Ich selbst würde den Ort so schnell wie möglich, zusammen mit meiner Tochter , verlassen. Vor allem, da sie ja sowieso die letzten 15 Jahre woanders lebte und sie nie eine enge Bindung zu ihren Eltern hatte.

Am Schluss blieben für mich auch noch einige Fragen offen, zum Beispiel was die Beweggründe des Täters anging, da fand ich manches doch etwas an den Haaren herbeigezogen.

Trotz dieser kleinen Schwächen, gefiel mir dieses Buch aber immer noch sehr gut und ich hatte keine Langeweile beim Lesen, deshalb ist es für mich auf jeden Fall noch 4 Sterne wert.

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nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte

Sweet Sorrow von Nicholls David

Da ich den Autor schon von anderen Büchern kannte, die mir sehr gut gefielen und auch vom Klappentext her, hatte ich große Erwartungen an dieses Buch. Eventuell auch zu große, denn von "Sweet Sorrow" bin ich leider etwas enttäuscht.
Ich habe gelesen und gelesen und immer gewartet, dass der Funke endlich überspringt und dass man nun von der großen ersten Liebe liest, die für immer im Gedächtnis bleibt und wie aufregend es ist, wenn man dann diese erste Liebe nach vielen Jahren wiedersehen kann.

Leider ging es in einem Großteil des Buches eher um Belanglosigkeiten, es wurden Nebensächlichkeiten viel zu ausführlich beschrieben ( wie das Lernen für die Theaterstücke oder überhaupt die Beschreibungen der einzelnen Stücke) Für mich persönlich kam leider keine Romantik und keine großen Gefühle rüber. Ich habe sehr lange gebraucht für dieses Buch weil ich immer wieder unterbrochen habe, ohne Neugier darauf, wie es weitergeht. So etwas passiert mir bei Büchern, die mich richtig fesseln, einfach nicht.
Ich fand "Sweet Sorrow" okay, man konnte gut, immer mal ein paar Seiten nebenher lesen, aber es wird mir sicher nicht lange im Gedächtnis bleiben.

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nicht so spannend wie erwartet

Das Ritual des Wassers von Eva Garcia Saenz

Inspector Unai Lopez de Ayala, genannt Kraken, erholt sich noch von einer schlimmen Kopfverletzung, die er sich bei seinem letzten Fall zugezogen hat. Da erfährt er von seiner Kollegin Estibaliz von einem Mordfall, bei dem eine schwangere Frau an den Füßen an einem Baum aufgehängt und dann in einem keltischen Wasserkessel ertränkt wurde.

Und , wie sich dann herausstellt, ist die Ermordete die berühmte Comiczeichnerin Annabel Lee, keine Unbekannte für den Inspector. Er und seine drei besten Freunde nahmen 1992 an einem archäologischem Projekt in Kantabrien teil, bei dem auch Anabel eine Teilnehmerin war. Die vier jungen Männer verliebten sich in die geheimnissvolle Annabel und die ließ sich der Reihe nach mit allen von ihnen ein. Und nun, 24 Jahre später ist Annabel also tot, umgebracht nach einem grausamen keltischen Ritual. Und sie wird nicht das einzige Opfer bleiben und es gibt eine Gemeinsamkeit der Opfer, alle scheinen nämlich gerade Mutter oder Vater zu werden. Warum tötet jemand werdende Eltern? Und was haben die Freunde von Ayala damit zu tun, denn verschiedene Spuren führen zu dem ehemaligen Projekt, an dem die Clique damals beteiligt war.

Ayala, der eigentlich noch krankgeschrieben ist, möchte unbedingt selbst diesen Fall übernehmen und obwohl er nach seinem traumatischen letzten Fall immer noch nicht in der Lage ist, wieder zu sprechen und nur durch Tippen auf seinem Handy mit seinen Mitmenschen kommunizieren kann, gelingt es ihm, die Erlaubnis zu bekommen, wieder seinen Dienst aufzunehmen. Und er möchte unbedingt herausfinden, wer der Vater von Annabels ungeborenem Kind ist , denn auch der könnte jetzt in Gefahr sein. Und auch seine eigene Geliebte ist gerade schwanger. Ob auch sie oder der Inspector selbst dadurch in Gefahr sind, zur Zielscheibe des Täters zu werden? Die Zeit drängt jedenfalls, denn wer weiß, wie viele Opfer der Täter noch im Visier hat?

Ich kenne das Vorgängerbuch nicht und das ist leider schon ein Nachteil gewesen beim Lesen von "Das Ritual des Wassers", denn es werden in der Geschichte sehr viele Anspielungen auf Ayalas letzten Fall gemacht. Er trug dabei ja diese schlimme Verletzung davon, weshalb er jetzt nicht sprechen kann und das war auch der zweite Punkt, der mich irgendwie wirklich störte beim Lesen dieses Buches, denn dass er alles aufschreiben musste oder mühsam mitzuteilen versuchte, das fand ich beim Lesen wirklich langweilig, gerade, wenn man überhaupt keine Ahnung hat, was denn das für ein alter Fall war, bei dem so schlimme Dinge passiert sind ( denn es kommen noch viele weitere Anspielungen über seine Vorgesetzte und Geliebte, die im Vorgängerbuch wohl ebenfalls Schlimmes erlebt hat). Die Ermittlungen zum eigentlichen Fall ziehen sich ebenfalls ziemlich in die Länge, so dass für mich einfach keine richtige Spannung aufkam. Am interessantesten waren für mich persönlich die Rückblenden , in denen man erfuhr, was im Sommer 1992 passiert ist. Die vielen Nebensächlichkeiten, wie die mühsame Kommunikation und wieder sprechen lernen von Kraken, störten mich dagegen eher, denn für mich war das nicht so aufregend. Schade, denn vom Klappentext her, habe ich eindeutig mehr erwartet.

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was für ein wunderbares Buch

Pages & Co. (Band 1) von Anna James

Die elfjährige Matilda, genannt Tilly, lebt bei ihren Großeltern , die eine kleine aber feine Buchhandlung in London führen. So wird schon sehr früh Tillys Liebe zu Büchern geweckt und für sie gibt es nichts schöneres, als auf ihrem Lieblingsplatz zu sitzen und zu lesen.
Eines Tages passiert allerdings etwas sehr merkwürdiges.

denn neben ihr taucht plötzlich ein rothaariges Mädchen auf, das sie von ihrer ganzen Art her sehr stark an die Hauptfigur aus einem ihrer Lieblingsbücher "Anne aus Green Gables" erinnert. Zunächst denkt sie natürlich, dass das ein Zufalle sein muss, denn wie könnte denn eine Figur aus einem Buch, leibhaftig vor ihr stehen und sich mit ihr unterhalten?
Doch, so ungeheuerlich es Tilly auch vorkommt, sie unterhält sich tatsächlich mit Anne aus Green Gables. Und sie bleibt nicht die einzige Besucherin aus ihren Lieblingsgeschichten, denn auch Alice aus dem Wunderland steht überraschend vor ihr. Und es wird sogar noch verrückter, denn Tilly stellt fest, dass die beiden nicht nur herauskommen können , sondern dass auch sie selbst in die Geschichten hineinspringen kann.
So erlebt sie also eine Teeparty im Wunderland, reist mit Anne nach Green Gables und trifft noch einige andere Figuren , die allerdings, wie sie bald feststellen muss, nicht alle nur nett sind.
Und schließlich erfährt sie den Grund, warum sie das alles erleben kann und auch, dass sie nicht die einzige Buchwandlerin in ihrer Familie ist. Denn auch das rätselhafte Verschwinden ihrer Mutter, hat mit diesem Familiengeheimnis zu tun. Matilda möchte nun unbedingt herausfinden, was damals passiert ist und sie hofft, vielleicht ja sogar ihre Mutter wiederzufinden.

Meine Meinung zu dem Buch:

Schon das Cover ist ein Traum und die Geschichte um "Pages & Co" einfach zauberhaft. Eigentlich ist dieses Buch ja ein Kinderbuch, doch es wäre wirklich zu schade, dieses wunderbare Buch auf eine bestimmte Zielgruppe einzugrenzen. Und mal ganz ehrlich, auch als Erwachsene kann doch ein bisschen Magie nie schaden. Ich jedenfalls habe es sehr genossen, Matilda bei ihrem unglaublichen Abenteuer begleiten zu können . Und ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Bände dieser Reihe, denn die werde ich auf jeden Fall auch lesen ( und sie in ein paar Jahren meinen Enkeln vorlesen, wenn die im passenden Alter sind).

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