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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PeLi:

Huldas letzter Fall

DUNKEL von Ragnar Jonasson

Hulda Hermannsdóttir, Polizistin in Reykjavík, ist kurz vor Ihrem Ruhestand. Ihr Chef, mit dem sie sowieso nicht besonders gut auskommt, hat bereits einen jungen Nachfolger für Huldas Posten, deshalb würde er sie lieber heute als morgen nach Hause schicken . Hulda lässt sich aber nicht früher, als unbedingt nötig, in Rente schicken und so bietet ihr Chef ihr an, sich doch einen der älteren ungeklärten Fälle auszusuchen für ihre letzten Arbeitstage.

Insgeheim hofft er, Hulda so einfach noch ein bisschen zu beschäftigen, ohne viel von ihr zu sehen oder zu hören, denn besonders beliebt war die Kommissarin bei Chef und Kollegen noch nie.
Hulda sucht sich einen Fall aus, der vor einem Jahr passierte und der ihr seitdem nicht aus dem Kopf ging. Damals wurde eine junge Asylbewerberin tot aufgefunden und ihr Kollege, der ihn bearbeitete, ging am Ende seiner Ermittlungen von Selbstmord aus. Hulda glaubt als einzige nicht daran, dass die junge Frau sich wirklich selbst getötet hat und so versucht sie, in der kurzen Zeit, die ihr noch bleibt, herauszufinden, was vor einem Jahr geschah. Je näher sie der Wahrheit allerdings bei ihren Ermittlungen kommt, umso mehr bringt sie auch sich selbst in Schwierigkeiten.

"Dunkel" von Ragnar Jónasson ist düster, spannend und besonders, was das Ende angeht, schockierend und unerwartet. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, so, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Hulda ist keine sympathische und vor allem, keine 0815 - Ermittlerin. Sie führt ein ziemlich einsames Leben und im Laufe der Geschichte, erfährt man auch, warum sie so ist, wie sie ist. Mehrere Handlungsstränge wechseln sich ab und so erfährt man immer bruchstückhaft, was vor einem Jahr mit der jungen Asylbewerberin geschah und erfährt zusätzlich einiges aus Huldas Leben . Ich muss zugeben, teilweise waren für mich diese Abschnitte, in denen es um ihre Vergangenheit ging, nicht leicht auszuhalten. Diese düstere Atmosphäre ist ja schon irgendwie typisch für einen isländischen Krimi, da erwartet man natürlich auch gar keinen "Heile-Welt-Roman, doch das Ende hat mich dann trotzdem nochmal ziemlich geschockt und auch überrascht.

Ein spannendes Buch, das mich wirklich gefesselt hat und trotzdem bin ich noch nicht sicher, ob ich auch die Fortsetzungen lesen werde, weil für mich irgendwie die Spannung weg ist, wenn Huldas Geschichte rückwärts erzählt wird.

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für mich eher langweilig

Ozelot und Friesennerz Roman einer Sylter Kindheit. Gebunden. von Matthiessen Susanne

In "Ozelot und Friesennerz" geht es um die Entwicklung Sylts von einer eher beschaulichen Insel in den 60/70 er Jahren zu einer Insel der Reichen heute.
Die Erzählerin wuchs auf als Mitglied einer bekannten Kürschnerfamilie . Das Pelzgeschäft ihrer Familie war in den 60er/70er Jahren sehr erfolgreich auf Sylt, damals trug man noch Pelz als Statussympol.

Außerdem vermieteten damals so gut wie alle Sylter Familien jeden freien Platz in ihrem Zuhause an Urlaubsgäste. Alles war also damals eher beschaulich und privat, was sich dann im Laufe der Jahre natürlich sehr geändert hat, denn inzwischen ist Sylt ja eher zur Schickimicki-Insel geworden.
Die Autorin erzählt über diesen Wandel , den die meisten Bewohner natürlich nicht so positiv sehen.
Für mich als Leserin war das alles eher langweilig, muss ich zugeben. Einige kleinere , witzige Abschnitte über ein paar skurrile Personen gab es schon in diesem Buch. Aber der Großteil der Geschichte zog sich für mich leider wie Kaugummi. Eventuell liegt es daran, dass ich keinen Bezug zu Sylt habe und Leute, die dort wohnen oder ihre Kindheit auf der Insel verbrachten, für die ist es vielleicht interessanter.

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etwas realistischer wäre schön gewesen

Schwestern im Tod von Minier Bernard

1993 werden die Leichen der beiden Schwestern Alice und Ambre von einem Kanufahrer am Ufer der Garonne entdeckt. Die beiden sitzen sich gegenüber, angebunden an einem Baum und beide tragen Kommunionkleider. Die Art der Inszenierung erinnert an das erfolgreichste Buch des Krimiautors Erik Lang "Die Kommunikantin" von dem die beiden Studentinnen große Fans waren.

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Der Autor selbst gerät während der Ermittlungen schnell unter Verdacht. Doch dann bringt sich ein Kommilitone der beiden Studentinnen um und hinterlässt einen Abschiedsbrief, in dem er den Mord an den beiden zugibt. Damit ist für die ermittelnden Beamten der Fall klar. Der junge Polizist Martin Servaz glaubt als einziger nicht an die alleinige Schuld des Selbstmörders, doch dem jungen Polizisten fehlt der Einfluss, um diesen Fall weiter zu bearbeiten. Also wird die Akte "Alice und Ambre" geschlossen.

Inzwischen sind 25 Jahre vergangen und Kommisar Martin Servaz hat Karriere bei der Polizei gemacht. Nun wird er zu einem Tatort gerufen, bei dem eine Frau in ihrem eigenen Zuhause von giftigen Schlangen getötet wurde. Als Servaz und sein Kollege am Tatort ankommen, schrillen sofort alle Alarmglocken, denn die tote Frau trägt ein Kommunionkleid. Und ihr Mann ist Erik Lang, der Autor, dessen Buch " Die Kommunikantin" schon bei den Ermittlungen 1993 eine wichtige Rolle spielte.
Wer hat die Frau des Autors getötet? Und warum trug auch sie ein Kommunionkleid?


"Schwestern im Tod" war für mich das erste Buch von Bernard Minier und ich hatte, nach der wirklich spannenden Leseprobe, sehr große Erwartungen. Leider wurden diese hohen Erwartungen nicht erfüllt. Den ersten Teil, in dem es um den Mord der beiden jungen Mädchen ging, fand ich noch sehr spannend. Der neue Fall, in dem es dann um den Tod von Erik Langs Frau ging, war allerdings dann nicht nur langatmig, sondern auch noch total unglaubwürdig. Ich habe zum Beispiel bis zum Schluss nicht verstanden, warum auch sie ein Kommunionkleid trug. Außerdem fand ich einfach vieles total überzogen. Es kann ja sein, dass es solche seltsamen Menschen gibt, aber so viele auf einem Haufen? Die Auflösung des ersten Mordes konnte ich ja gerade noch nachvollziehen, aber alles, was mit dem zweiten Mord zu tun hatte, war einfach nur völlig an den Haaren herbeigezogen und für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Schade, denn die Idee fand ich richtig gut sie und hätte auf jeden Fall das Potential für einen super Psychothriller gehabt.

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gruselige Reise in die Vergangenheit

Das Dorf der toten Seelen von Camilla Sten

Alice Lindstedt hat vor kurzem die Filmhochschule in Stockholm abgeschlossen und plant nun eine sechsteilige Dokumentarserie und einen begleitenden Blog über die Dreharbeiten. Bei der Serie soll es um Silvertjärn gehen, eine ehemalige Bergarbeitersiedlung in Mittelnorrland. Dort verschwanden vor 60 Jahren alle 900 Einwohner des Ortes von einem Tag auf den anderen, spurlos.

Auf dem Marktplatz fand man damals eine übel zugerichtete Leiche und in einem der leeren Häuser wurde ein neugeborenes Mädchen als einzige Überlebende gefunden. Ansonsten gab es in den vergangen 60 Jahren von keinem der verschwundenen Bewohner ein Lebenszeichen und man hat bis heute nicht erfahren, was aus ihnen wurde .

Alice hat einen persönlichen Bezug zu diesem Ort, denn ihre Großmutter verbrachte ihre Kindheit in Silvertjärn, verließ das Dorf dann allerdings für ihre Ausbildung, während ihre Eltern und ihre jüngere Schwester dort blieben und dann, wie der Rest der Bewohner, spurlos verschwanden. Alice , die Silvertjärn nur von den Erzählungen ihrer Großmutter kennt,macht sich nun mit einem vierköpfigen Team auf den Weg, um einen Trailer für ihre geplante Dokumentarserie zu drehen.

Schon bei der Ankunft der Fünf passieren allerdings beunruhigende Dinge.Ihre Handys haben keinen Empfang mehr, aus ihren Walkie-Talkies hören sie ungewöhnliche Geräusche und Stimmen und einige von ihnen haben das Gefühl, beobachtet zu werden. Alice , die diesen Film unbedingt drehen will, wischt alle Bedenken ihres Teams beiseite , wodurch innerhalb der Gruppe die Stimmung immer schlechter wird und es zu ersten Streitereien untereinander kommt.

Und dann gibt es die erste Leiche und keiner im Team hat eine Ahnung, woher die Gefahr eigentlich kommt. Ist außer ihnen doch noch jemand im verlassenen Dorf, oder kommt die Gefahr vielleicht sogar aus der eigenen Gruppe? Irgendwie wird das Misstrauen untereinander immer größer und irgendwann geht es dann nur noch darum, diesen Ort wieder lebend verlassen zu können.

Da ich die Bücher von Viveca Sten sehr gerne lese , war ich natürlich sehr gespannt, auf das erste Buch ihrer Tochter Camilla Sten und ich bin wirklich begeistert von "Das Dorf der toten Seelen". Die Handlung verläuft parallel in zwei Zeitebenen und so fiebert man nicht nur mit dem Filmteam bei der Erkundung des verlassenen Dorfes, mit , sondern erfährt auch nach und nach, was damals vor 60 Jahren geschah. Gerade diesen Wechsel in die Vergangenheit, fand ich besonders spannend.
Die Auflösung fand ich nicht ganz so glaubwürdig, aber wenn ich das jetzt begründe, verrate ich zu viel vom Ende, deshalb gehe ich jetzt nicht ins Detail. Und an meiner Bewertung ändert das sowieso nichts, denn für mich war dieses Buch, trotz dieser klitzekleinen Schwäche am Ende, ein absolutes Lesehighlight. Also von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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keine Bilderbuchfamilie

Das wirkliche Leben von Adeline Dieudonné

"Das wirkliche Leben" von Adeline Dieudonné erzählt die Geschichte einer Familie, die für Außenstehende ganz normal und unauffällig wirkt. Doch in dem kleinen Reihenhaus am Waldrand spielt sich eine Tragödie ab. Der Vater, gewalttätig und grausam, interessiert sich nur für Alkohol, Fernsehen und die Jagd.

Und er liebt es, die totale Macht über seine Familie zu haben. In regelmäßigen Abständen misshandelt er seine Frau . Die ist völlig verängstigt, lässt sich verprügeln, ohne auch nur einmal einen Hauch von Gegenwehr erkennen zu lassen. So etwas wie Gefühle, bringt sie eigentlich nur ihren Ziegen entgegen, um die sie sich hingebungsvoll kümmert, während sie ihre beiden Kinder kaum beachtet.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Tochter, die zu Beginn 10 Jahre alt ist. Ihr Bruder Gilles ist 4 Jahre jünger und die beiden haben eine sehr enge Bindung zueinander und versuchen gemeinsam die Brutalität ihres Elternhauses zu überstehen und trotz der Trostlosigkeit ihres Zuhauses Spaß am Leben zu haben .
Anfangs gelingt ihnen das auch noch einigermaßen, doch dann werden sie Zeuge eines schrecklichen Unfalls und nach diesem traumatischen Erlebnis ist nichts mehr wie es war, denn Gilles, der bisher immer ein kleiner Sonnenschein und sehr anhänglich war, zieht sich vollkommen zurück, spricht nicht mehr viel und wird sogar richtig gemein. Seine Schwester ist über die Verwandlung ihres geliebten Bruders entsetzt, besonders , als er auch noch anfängt, dem Vater immer ähnlicher zu werden und es genießt, Tiere zu quälen oder gemein zu Mutter und Schwester zu sein.

Das Mädchen möchte einfach nur den schlimmen Unfall, an dem sie sich insgeheim die Schuld gibt, ungeschehen machen und ihren lieben , niedlichen Bruder zurück und dafür schmiedet sie einen ungewöhnlichen Plan.

Inzwischen wird das Leben in der Familie aber immer schwieriger für sie, denn je älter sie wird, umso mehr zieht sie die Aufmerksamkeit ihres Vaters auf sich, der in ihr ein weiteres Opfer für seine Gewaltausbrüche sieht.


Die Geschichte wird über 5 Jahre erzählt und man wird Zeuge, wie das kleine scheue Mädchen sich zu einer mutigen jungen Frau entwickelt, die versucht, sich und ihren Bruder zu retten.

Eine leichte Lektüre ist das nicht und manche Textpassagen waren wirklich nur schwer auszuhalten . Der Vater machte mich unfassbar wütend, aber auch die Mutter, die so schwach ist, alles zu ertragen und nicht mal Hilfe von außen sucht, als sich die Gewalt ihres Mannes auch gegen die Tochter richtet und die anscheinend nicht mal bemerkt oder es nicht bemerken will, wie sich der Sohn zum Negativen verändert. Was für eine gruselige Familie und das Schlimme ist, dass es solche Familien leider wirklich gibt, in denen Kinder aufwachsen müssen, denen keiner hilft.

Der Schluss war nicht ganz so, wie ich ihn mir erhofft hatte und für mich war die Geschichte leider auch noch nicht ganz auserzählt, ich hätte gerne noch erfahren, wie die Kinder das alles verkraftet haben und wie das Familienleben "danach" weiterging und wie sich vor allem Gilles weiterentwickelte. Aber trotzdem ein sehr lesenswertes Buch!

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extrem blutig

Blutgott von Veit Etzold

Ein junges Mädchen wird während einer Zugfahrt von einer Gruppe Jugendlicher überfallen und bestialisch getötet. Und dieser brutale Mord bleibt nicht der einzige und jede, der extrem blutigen Taten wird von , noch nicht strafmündigen, Teenagern verübt. Die LKA- Beamtin Clara Vidalis und ihr Team sollen diese grausigen Fälle bearbeiten und sie kommen schnell dahinter, dass ein Psychopath, der sich selbst Blutgott nennt, im Hintergrund die Strippen zieht und die Jugendlichen zu diesen grausigen Taten anstachelt.

Da die strafunmündigen Täter selbst, nicht für ihre Taten bestraft werden können ( obwoh ich das ja irgendwie bezweifle, dass man solche Täter wirklich gar nicht bestrafen kann und sie einfach wieder heim schickt, ohne Kontrolle von Ärzten oder Psychologen) konzentrieren sich die Kriminalbeamten hauptsächlich darauf, den Blutgott aufzuspüren. Und das möglichst schnell, denn die Gemetzel der aufgestachelten jungen Mörder nehmen kein Ende.

Obwohl ich "Blutgott " teilweise schon spannend fand, konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Ich bin eigentlich, was Thriller angeht, schon hart im Nehmen, aber das, war sogar mir zu blutig. Bei einigen, schon sehr detailreichen Beschreibungen der Taten, wurde mir richtig übel. Außerdem störten mich die sehr vielen Hinweise auf irgendwelche Serienmörder und die häufig, völlig unnötigen und belanglosen Dialoge. Vieles der Infos über Serienmörder kannte ich bereits aus der Presse und die muss ich dann nicht nochmal zusammenfasst in einem Thriller lesen.
Für mich war einiges auch schlichtweg unglaubwürdig. Jugendliche, die vorher noch nie gemordet hatten und mehr oder weniger von einem Unbekannten aus dem Internet, dazu überredet oder ,in manchen Fällen, sogar dazu erpresst werden, werden dann plötzlich alle zu blutrünstigen Bestien, die zu unvorstellbar brutalen Morden fähig sind? Und die dann sogar bei der Vernehmung durch die Polizei, eiskalt bleiben? Für mich ist das zu unrealistisch.
Und das Ende hat mir dann auch überhaupt nicht gefallen, erstens, weil dann alles zu schnell ging und zweitens weil auch das mir zu unglaubwürdig war.

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Mädchen mit ungewöhnlicher Fähigkeit

Carla Chamäleon: Oh Schreck, ich bin weg!; . von Franziska Gehm

Für die elfjährige Carla Niemann fängt das neue Schuljahr nicht gerade gut an. Ihre beste und eigentlich auch einzige Freundin Herta ist ans andere Ende der Welt gezogen und für Carla ist die Aussicht, das Schuljahr ohne Herta verbringen zu müssen, ziemlich beängstigend. Und dann kommt auch noch ein neuer Mitschüler in die Klasse.

Jole heißt er, hält sich für den besten Witzeerzähler ( was er allerdings definitiv nicht ist) und dann setzt er sich auch noch ausgerechnet neben Carla, was ihr überhaupt nicht gefällt.
Und als ob das alles noch nicht reicht, passiert Carla dann auch noch was völlig Verrücktes. Als sie gerade in einer peinlichen Situation ist, verschmilzt sie mit dem Hintergrund und wird total unsichtbar. Carla erschrickt natürlich und das Allerschlimmste, Jole hat das auch bemerkt.
Der findet das spannend, im Gegensatz zu Carla, die einfach nur wieder ein ganz normales Mädchen sein möchte.
Doch es kommt noch schlimmer, ein Geheimbund erfährt von der ungewöhnlichen Fähigkeit des Mädchens und ist plötzlich sehr an ihr interessiert. Was wollen diese Menschen von ihr? Und wie wird sie bloß diese blöde Fähigkeit los, die ausgerechnet immer im unpassendsten Moment auftritt?

Ich fand die Idee eigentlich gut, deshalb war ich auch sehr gespannt auf dieses Buch , nachdem ich den Klappentext und die Leseprobe gelesen hatte. Leider hat mich einiges dann aber nicht so vom Hocker gerissen. Die verrückte Fähigkeit, in unangenehmen Situationen unsichtbar zu werden, hätte ja schon gereicht. Auch Carlas Vater, der sie immer mal in peinliche Situationen brachte, fand ich noch okay und für die Geschichte ja auch passend, denn ohne Peinlichkeiten wäre Carla ja nicht unsichtbar geworden. Aber musste wirklich ihre gesamte Familie so seltsam sein? Die Mutter bringt Tiere vom Zoo, in dem sie arbeitet, zur Pflege mit nach Hause. Und was für Tiere! Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber mir war das alles dann , selbst für ein Kinderbuch , etwas zu viel.
Ich habe das Buch zusammen mit meinem Patenkind gelesen und sie fand es gut, aber nicht überragend. Vor allem, da es, als es dann endlich mal spannender wurde, leider auch schon zu Ende war.
"Carla Chamäleon - Oh Schreck, ich bin weg!" Ist der 1. Band einer Reihe, im Buch ist auch eine kurze Leseprobe des 2. Teils und vielleicht wird es darin ja dann auch spannender und die Geschichte kommt richtig in Fahrt. Aber der 1. Teil hat sich dann leider doch noch etwas gezogen.

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Ist Kiribati noch zu retten?

Land unter bei Samuel von Weber Susanne

Samuels Vater ist Klimaforscher und von ihm hat Samuel auch von Kiribati erfahren. Das ist eine Inselgruppe im Pazifik und sie droht, bald völlig unterzugehen, denn durch die Erderwärmung steigt der Meeresspiegel immer weiter an. Weil Samuels Vater jetzt eine neue Arbeitsstelle beim Klimaforschungsinstitut hat, zieht die Familie von einem Ende Berlins ans andere und deshalb müssen Samuel und seine Schwester Kiara in eine neue Schule.

Dort fühlt sich der Junge zunächst gar nicht wohl, denn da gibt es einen ziemlich gemeinen Mitschüler. Aber Samuel ist ein richtig cooler Erfinder und so lässt er sich was einfallen, um sich gegen den bösen Bela zu wehren.
Und dann überlegt er, ob er nicht vielleicht etwas erfinden könnte, das Kiribati vor dem Untergehen retten könnte. Ob ihm für dieses große Problem wirklich eine Lösung einfällt?


Ein schönes Kinderbuch über ein ganz wichtiges Thema . Es erklärt den jungen Lesern, warum es so wichtig ist, dass sich jeder Gedanken um die Umwelt macht. Die kleinen Zeichnungen helfen dabei, das Thema anschaulich zu vermitteln . Obwohl es in diesem Buch hauptsächlich um das Umweltthema geht, ist es aber kein trockenes Sachbuch. Eine spannende und trotzdem informative Geschichte für Kinder ab 8 Jahren.

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hatte mehr erwartet

Ein wenig Glaube von Nickolas Butler

Lyle und Peg aus Wisconsin sind glücklich, als ihre Adoptivtochter Shiloh mit ihrem fünfjähriger Sohn Isaac, nach Jahren wieder in ihr Elternhaus zurückkehrt.
Peg Und Lyle genießen es ganz besonders, endlich ihr Enkelkind so nah bei sich zu haben und den Kleinen richtig zu verwöhnen. Zunächst läuft auch alles sehr gut, doch dann lernt Shiloh den Prediger Steven kennen und schließt sich seiner radikalen Glaubensgemeinschaft an.

Peg und Lyle beobachten das zunächst zwar skeptisch aber noch nicht beunruhigt. Doch je enger Shilohs Verhältnis zu Steven wird, umso verschlossener wird sie ihren Eltern gegenüber . Für sie zählen nur noch Stevens Worte und als dann auch noch der kleine Isaac immer mehr in diese Sekte hineingezogen wird und dadurch sogar in Gefahr gerät, können die besorgten Großeltern einfach nicht mehr tatenlos zusehen und so müssen sie eine schwere Entscheidung treffen.

Das Thema finde ich sehr spannend und der Schreibstil gefiel mir auch gut, obwohl es an manchen Stellen schon sehr langatmig wurde . Trotzdem bin ich leider nicht restlos begeistert von dem Buch, denn ich konnte vieles, was Peg und Lyle taten ( oder nicht taten), einfach nicht nachvollziehen.
So viele Bedenken , die sie gegen Steven und seine Kirche hatten und so viele Sorgen , die sie sich um den Enkel machten und trotzdem haben sie mit ihrer Tochter ja nie wirklich Klartext geredet.
Einerseits konnte ich die Angst der beiden, sich einzumischen und dadurch zu riskieren, den Enkel nicht wieder zu sehen, schon verstehen aber andererseits, als sie merkten, dass es Isaac wirklich nicht gut ging, da hätten sie, meiner Meinung nach, schneller eingreifen müssen.

Lyle kam mir manchmal sehr vernünftig vor und dann reagierte er plötzlich wieder total unvernünftig und ließ sich von Peg zu sehr beeinflussen, die meistens nur still zusah und Lyles Sorgen um den Enkel oft sogar noch herunterspielte, aus Angst, Shiloh zu verärgern. Pegs Verhalten konnte ich die meiste Zeit sowieso überhaupt nicht nachvollziehen und das machte sie für mich sehr unsympathisch.

Und der Schluss hat mich dann auch überhaupt nicht zufriedengestellt, deshalb kann ich dem Buch leider nur 3 Sterne geben, obwohl das wirklich ein Thema ist, das mich sehr interessiert, aber die Umsetzung konnte mich dann einfach nicht ganz überzeugen.

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gibt es den perfekten Bruder?

Hilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht! von Jo Simmons

Der neunjährige Jonny wird ständig von seinem älteren Bruder Ted geärgert. Als der sich wieder mal über ihn lustig macht, hat Jonny entgültig die Nase voll und als er dann im Internet zufällig auf eine Seite stößt, auf der man sich für einen Geschwistertausch anmelden kann, überlegt er nicht lange und füllt das Formular aus.

Er gibt alles an, was sein Wunschbruder haben soll und dann wartet er ganz gespannt ab. Und tatsächlich steht bald der erste Ersatzbruder vor seiner Tür. Doch leider ist der ganz und gar nicht so, wie ihn sich Jonny vorgestellt hat. Also wird der Ersatzbruder umgetauscht und der nächste Kandidat trudelt ein. Und so geht es weiter, denn Jonny merkt ganz schnell, dass es wohl keinen Bruder gibt, der wirklich perfekt ist. Und je mehr Zeit er mit den "gelieferten" Brüdern verbringt, umso mehr weiß er wieder seinen eigenen zu schätzen, denn der hat ja doch nicht nur schlechte Seiten.

Ich fand dieses Kinderbuch sehr schön und auch witzig. Die kleinen Zeichnungen und die kurzen Kapitel lassen auch ,sonst eher lesefaule Kinder, bis zum Ende durchhalten und die witzigen Erlebnisse, die Jonny mit den doch eher außergewöhnlichen Tauschbrüdern hat, mitzuverfolgen, macht einfach Spaß.

Das Cover gefällt mir übrigens auch sehr gut und ich finde, es sticht direkt ins Auge, wenn man es in einem Buchladen sieht. Also von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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