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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PeLi:

leise Geschichte über das Leben

Das Leben ist ein wilder Garten von Roland Buti

Der Landschaftsgärtner Carlo leidet noch immer unter der Trennung von seiner Frau. Die Tochter ist auch nicht mehr zuhause und sein Leben verläuft im Moment eher eintönig. Da bekommt er einen erschreckenden Anruf aus dem Pflegeheim , in dem seine demente Mutter untergebracht ist Die alte Frau ist einfach verschwunden und keiner weiß, wo sie ist.

Doch Carlo hat eine Idee und zusammen mit seinem Assistenten Agon macht er sich auf den Weg, um seine Mutter wieder zurückzuholen und auf dieser Reise, erfährt er einiges aus ihrer Vergangenheit und lernt seine Mutter von einer ganz neuen Seite kennen und auch über sein eigenes Leben macht er sich seine Gedanken.

"Das Leben ist ein wilder Garten" von Roland Buti ist eher eine leise Geschichte über das Leben, das nicht immer so verläuft, wie man es sich erträumt und das irgendwie immer zu kurz ist, egal wie lange man lebt. Und es zeigt dass man selbst von den Menschen, die einem ganz nahe stehen, nie alles weiß.
Mir hat das Buch gut gefallen, denn ich mag solche nachdenklichen Geschichten zwischendurch mal ganz gerne.

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Berliner Modewelt

Das Lichtenstein von Averbeck Marlene

"Das Lichtenstein - Modehaus der Träume" ist der 1. Band einer Trilogie um ein Berliner Kaufhaus im Jahr 1913. Hier erfährt man viel über die damalige Modewelt und bekommt einen Einblick, wie dieses große Familienunternehmen geführt wurde.
Da sind zuerst einmal die zwei Brüder Jacob und Ludwig, die ganz unterschiedliche Ansichten haben über die Führung des Geschäfts, sich immer wieder streiten und sich dann doch irgendwie einigen müssen.

Und da ist der Vater der beiden, der Seniorchef, der eigentlich das Geschäft schon an die Söhne übergeben hat, aber irgendwie doch nicht ganz loslassen kann und sich immer wieder einmischt. Die Mutter, die offiziell nicht viel mitzureden hat, wie das damals so allgemein typisch war, dass Frauen eher das Anhängsel ihrer Männer waren, die möglichst still und unauffällig sein sollten und einfach nur gut aussehen mussten, die es aber trotzdem schafft, sich aus dem Hintergrund heraus, einzumischen, wenn sie es für nötig hält.
Dann sind da natürlich auch noch die Angestellten , Schneider, Verkäuferinnen, Zwischenmeister, Konfektionäre und alle, die eben wichtig waren, um so einen Laden am Laufen zu halten. Und alle haben natürlich auch ihre ganz privaten Sorgen und Probleme, die sie nicht einfach vor der Ladentür zurücklassen können, wenn sie morgens zur Arbeit kommen.

Eigentlich sollte man annehmen, dass es bei so vielen unterschiedlichen Charakteren in dem Buch, nie langweilig wird, denn genug Stoff müssten die alle doch bieten. Leider muss ich aber zugeben, mich hat das Buch nicht packen können. Die erste Hälfte fand ich sehr langweilig, ich kämpfte mich durch die , zum Glück, kurzen Kapitel, die immer abwechselnd aus Sicht verschiedener Personen erzählt wurden. Ab der Stelle des Brandes, wurde es dann etwas spannender und auch die Zeit des Krieges und besonders der Abschnitt, als die Männer aus dem Krieg zurückkamen, war dann mal sehr emotional , da war ich dann zum ersten Mal gefesselt und habe mit den Beteiligten gelitten.
Danach flachte es schnell wieder ab und dann war es auch schon zu Ende, ohne, dass ich wirklich einen echten Zugang zu der Geschichte gefunden hatte.
Ganz am Anfang werden übrigens alle mitwirkenden Personen sehr ausführlich vorgestellt und ich habe im Laufe der Geschichte auch gemerkt, dass das wirklich eine gute Idee war, ich musste jedenfalls öfter zurückblättern und nochmal nachlesen, wer die einzelnen Personen sind und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Und am Ende gibt es eine Liste , in der Fachbegriffe aus der Modebranche erklärt werden, das fand ich auch interessant, denn da kannte ich einige Begriffe noch nicht.

Mein Fazit: Ein nettes Buch, guter Schreibstil, aber für mich war das nichts Besonderes und ich bin , ehrlich gesagt, auch nicht sehr neugierig auf den 2. und 3. Band.

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auch der 5. Band wieder sehr spannend

Sechs Tage: Thriller von Michael Hübner

Gerade läuft das Leben von Oberkommissar Chris Bertram nach den schlimmen Ereignissen , die er erleben musste, wieder in normalen Bahnen, da wird er auch schon mit dem nächsten irren Serienkiller konfrontiert.

Diesmal werden Chris Bertram und sein Kollege Roland Koch, genannt "Rokko" zu einem Tatort gerufen, der an Abscheulichkeit nicht mehr zu überbieten ist.

Eine Frau findet ihren,seit Monaten vermissten Mann, im eigenen Haus tot auf. Genau an dem Ort und in der Position, in der sie ihn vor seinem Verschwinden, zuletzt sah. Und unschwer am Zustand der Leiche zu erkennen, wurde er nicht erst gestern getötet. Außerdem hat der Täter nicht nur einen Hinweis hinterlassen, dass es in den nächsten Tagen weitere Leichen geben wird, sondern er hinterlässt außerdem eine ganz speziell an Chris Bertram gerichtete Nachricht, die ihn an eine sehr schlimme Zeit erinnert, die weit in seiner Vergangenheit liegt und von der er dachte, dass sie ihn nie wieder einholen wird. Darüber sprechen kann er zunächst mit keinem, bis er dann im Laufe der weiteren Ermittlungen einen alten Freund wieder trifft, der ebenfalls zu dieser dunklen Phase in Bertrams Leben gehörte.

Der Mörder mordet, wie angekündigt weiter, die Inszenierungen werden immer abartiger und immer persönlicher, denn er scheint Dinge von Chris und seinem Freund zu wissen, die eigentlich keiner wissen sollte und die auch jetzt keiner erfahren darf. Diese Tatsache macht die Ermittlungen nicht gerade leichter. Also versucht Bertram zusammen mit seinem alten Freund einerseits ihr dunkelstes Geheimnis zu bewahren, aber andererseits muss der irre Killer gestoppt werden, was den Oberkommissar in eine ziemliche Zwickmühle bringt.

Und der Mörder genießt das , denn für ihn hat das blutige Spiel gerade erst richtig begonnen.

Da ich alle Bücher von Michael Hübner gelesen habe, sind Chris Bertram und auch Rokko schon wie alte Bekannte für mich. Und was habe ich schon gelitten mit den beiden und ganz besonders mit Chris Bertram, denn was er erleben musste, wünscht man ja seinem größten Feind nicht. Auch in "Sechs Tage" wurde es wieder sehr persönlich und Michael Hübner hat sich so einige Grausamkeiten für seinen Hauptprotagonisten ausgedacht. Und das, wie gewohnt, auch sehr detailliert und blutig beschrieben. Zu empfindlich sollte man nicht sein, wenn man die Bücher von Michael Hübner liest, denn er hält sich nicht zurück bei seinen Beschreibungen und lässt uns in wahre menschliche Abgründe blicken. Aber er beschreibt nicht nur Gräueltaten, sondern zum Glück schafft er auch einen Kontrast dazu, seine Hauptfiguren sind überwiegend sehr sympathisch und menschlich dargestellt. Und das ist es, was ich am liebsten mag, an seinen Büchern. Einerseits normale, sympathische Personen und andererseits mordende Bestien. Mir hat "Sechs Tage" super gefallen und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.

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was für ein tolles Buch

Mein Puste-Licht-Buch: Wenn im Dunkeln Sterne funkeln von Christina Nömer

Das ist ja mal eine tolle Idee. Ein Kinderbuch, bei dem die Kinder Sterne zum Leuchten bringen können, indem sie in eine kleine Öffnung pusten ( vorher muss man einen kleinen Schalter auf der Buchrückseite einschalten). Mein kleiner Enkel ist jetzt 18 Monate und er hat es ganz schnell verstanden, wie er da rein pusten muss, damit die Sterne leuchten und er war begeistert.

Und seine dreieinhalbjährige Schwester hat auch immer noch großen Spaß an diesem Buch, obwohl es ja eher für kleinere Kinder gedacht ist.
Auch wenn für die beiden die Geschichte schon fast zur Nebensache wurde, möchte ich noch erwähnen, dass die Zeichnungen wirklich zauberhaft sind. Die kurzen Texte zum Vorlesen haben auch genau die richtige Länge für so kleine Kinder.
Ich habe gesehen, dass es noch andere Bücher in der Art gibt und werde die bestimmt auch noch kaufen.

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Huldas letzter Fall

DUNKEL von Ragnar Jónasson

Hulda Hermannsdóttir, Polizistin in Reykjavík, ist kurz vor Ihrem Ruhestand. Ihr Chef, mit dem sie sowieso nicht besonders gut auskommt, hat bereits einen jungen Nachfolger für Huldas Posten, deshalb würde er sie lieber heute als morgen nach Hause schicken . Hulda lässt sich aber nicht früher, als unbedingt nötig, in Rente schicken und so bietet ihr Chef ihr an, sich doch einen der älteren ungeklärten Fälle auszusuchen für ihre letzten Arbeitstage.

Insgeheim hofft er, Hulda so einfach noch ein bisschen zu beschäftigen, ohne viel von ihr zu sehen oder zu hören, denn besonders beliebt war die Kommissarin bei Chef und Kollegen noch nie.
Hulda sucht sich einen Fall aus, der vor einem Jahr passierte und der ihr seitdem nicht aus dem Kopf ging. Damals wurde eine junge Asylbewerberin tot aufgefunden und ihr Kollege, der ihn bearbeitete, ging am Ende seiner Ermittlungen von Selbstmord aus. Hulda glaubt als einzige nicht daran, dass die junge Frau sich wirklich selbst getötet hat und so versucht sie, in der kurzen Zeit, die ihr noch bleibt, herauszufinden, was vor einem Jahr geschah. Je näher sie der Wahrheit allerdings bei ihren Ermittlungen kommt, umso mehr bringt sie auch sich selbst in Schwierigkeiten.

"Dunkel" von Ragnar Jónasson ist düster, spannend und besonders, was das Ende angeht, schockierend und unerwartet. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, so, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Hulda ist keine sympathische und vor allem, keine 0815 - Ermittlerin. Sie führt ein ziemlich einsames Leben und im Laufe der Geschichte, erfährt man auch, warum sie so ist, wie sie ist. Mehrere Handlungsstränge wechseln sich ab und so erfährt man immer bruchstückhaft, was vor einem Jahr mit der jungen Asylbewerberin geschah und erfährt zusätzlich einiges aus Huldas Leben . Ich muss zugeben, teilweise waren für mich diese Abschnitte, in denen es um ihre Vergangenheit ging, nicht leicht auszuhalten. Diese düstere Atmosphäre ist ja schon irgendwie typisch für einen isländischen Krimi, da erwartet man natürlich auch gar keinen "Heile-Welt-Roman, doch das Ende hat mich dann trotzdem nochmal ziemlich geschockt und auch überrascht.

Ein spannendes Buch, das mich wirklich gefesselt hat und trotzdem bin ich noch nicht sicher, ob ich auch die Fortsetzungen lesen werde, weil für mich irgendwie die Spannung weg ist, wenn Huldas Geschichte rückwärts erzählt wird.

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für mich eher langweilig

Ozelot und Friesennerz Roman einer Sylter Kindheit. Gebunden. von Matthiessen Susanne

In "Ozelot und Friesennerz" geht es um die Entwicklung Sylts von einer eher beschaulichen Insel in den 60/70 er Jahren zu einer Insel der Reichen heute.
Die Erzählerin wuchs auf als Mitglied einer bekannten Kürschnerfamilie . Das Pelzgeschäft ihrer Familie war in den 60er/70er Jahren sehr erfolgreich auf Sylt, damals trug man noch Pelz als Statussympol.

Außerdem vermieteten damals so gut wie alle Sylter Familien jeden freien Platz in ihrem Zuhause an Urlaubsgäste. Alles war also damals eher beschaulich und privat, was sich dann im Laufe der Jahre natürlich sehr geändert hat, denn inzwischen ist Sylt ja eher zur Schickimicki-Insel geworden.
Die Autorin erzählt über diesen Wandel , den die meisten Bewohner natürlich nicht so positiv sehen.
Für mich als Leserin war das alles eher langweilig, muss ich zugeben. Einige kleinere , witzige Abschnitte über ein paar skurrile Personen gab es schon in diesem Buch. Aber der Großteil der Geschichte zog sich für mich leider wie Kaugummi. Eventuell liegt es daran, dass ich keinen Bezug zu Sylt habe und Leute, die dort wohnen oder ihre Kindheit auf der Insel verbrachten, für die ist es vielleicht interessanter.

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etwas realistischer wäre schön gewesen

Schwestern im Tod von Minier Bernard

1993 werden die Leichen der beiden Schwestern Alice und Ambre von einem Kanufahrer am Ufer der Garonne entdeckt. Die beiden sitzen sich gegenüber, angebunden an einem Baum und beide tragen Kommunionkleider. Die Art der Inszenierung erinnert an das erfolgreichste Buch des Krimiautors Erik Lang "Die Kommunikantin" von dem die beiden Studentinnen große Fans waren.

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Der Autor selbst gerät während der Ermittlungen schnell unter Verdacht. Doch dann bringt sich ein Kommilitone der beiden Studentinnen um und hinterlässt einen Abschiedsbrief, in dem er den Mord an den beiden zugibt. Damit ist für die ermittelnden Beamten der Fall klar. Der junge Polizist Martin Servaz glaubt als einziger nicht an die alleinige Schuld des Selbstmörders, doch dem jungen Polizisten fehlt der Einfluss, um diesen Fall weiter zu bearbeiten. Also wird die Akte "Alice und Ambre" geschlossen.

Inzwischen sind 25 Jahre vergangen und Kommisar Martin Servaz hat Karriere bei der Polizei gemacht. Nun wird er zu einem Tatort gerufen, bei dem eine Frau in ihrem eigenen Zuhause von giftigen Schlangen getötet wurde. Als Servaz und sein Kollege am Tatort ankommen, schrillen sofort alle Alarmglocken, denn die tote Frau trägt ein Kommunionkleid. Und ihr Mann ist Erik Lang, der Autor, dessen Buch " Die Kommunikantin" schon bei den Ermittlungen 1993 eine wichtige Rolle spielte.
Wer hat die Frau des Autors getötet? Und warum trug auch sie ein Kommunionkleid?


"Schwestern im Tod" war für mich das erste Buch von Bernard Minier und ich hatte, nach der wirklich spannenden Leseprobe, sehr große Erwartungen. Leider wurden diese hohen Erwartungen nicht erfüllt. Den ersten Teil, in dem es um den Mord der beiden jungen Mädchen ging, fand ich noch sehr spannend. Der neue Fall, in dem es dann um den Tod von Erik Langs Frau ging, war allerdings dann nicht nur langatmig, sondern auch noch total unglaubwürdig. Ich habe zum Beispiel bis zum Schluss nicht verstanden, warum auch sie ein Kommunionkleid trug. Außerdem fand ich einfach vieles total überzogen. Es kann ja sein, dass es solche seltsamen Menschen gibt, aber so viele auf einem Haufen? Die Auflösung des ersten Mordes konnte ich ja gerade noch nachvollziehen, aber alles, was mit dem zweiten Mord zu tun hatte, war einfach nur völlig an den Haaren herbeigezogen und für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Schade, denn die Idee fand ich richtig gut sie und hätte auf jeden Fall das Potential für einen super Psychothriller gehabt.

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gruselige Reise in die Vergangenheit

Das Dorf der toten Seelen von Camilla Sten

Alice Lindstedt hat vor kurzem die Filmhochschule in Stockholm abgeschlossen und plant nun eine sechsteilige Dokumentarserie und einen begleitenden Blog über die Dreharbeiten. Bei der Serie soll es um Silvertjärn gehen, eine ehemalige Bergarbeitersiedlung in Mittelnorrland. Dort verschwanden vor 60 Jahren alle 900 Einwohner des Ortes von einem Tag auf den anderen, spurlos.

Auf dem Marktplatz fand man damals eine übel zugerichtete Leiche und in einem der leeren Häuser wurde ein neugeborenes Mädchen als einzige Überlebende gefunden. Ansonsten gab es in den vergangen 60 Jahren von keinem der verschwundenen Bewohner ein Lebenszeichen und man hat bis heute nicht erfahren, was aus ihnen wurde .

Alice hat einen persönlichen Bezug zu diesem Ort, denn ihre Großmutter verbrachte ihre Kindheit in Silvertjärn, verließ das Dorf dann allerdings für ihre Ausbildung, während ihre Eltern und ihre jüngere Schwester dort blieben und dann, wie der Rest der Bewohner, spurlos verschwanden. Alice , die Silvertjärn nur von den Erzählungen ihrer Großmutter kennt,macht sich nun mit einem vierköpfigen Team auf den Weg, um einen Trailer für ihre geplante Dokumentarserie zu drehen.

Schon bei der Ankunft der Fünf passieren allerdings beunruhigende Dinge.Ihre Handys haben keinen Empfang mehr, aus ihren Walkie-Talkies hören sie ungewöhnliche Geräusche und Stimmen und einige von ihnen haben das Gefühl, beobachtet zu werden. Alice , die diesen Film unbedingt drehen will, wischt alle Bedenken ihres Teams beiseite , wodurch innerhalb der Gruppe die Stimmung immer schlechter wird und es zu ersten Streitereien untereinander kommt.

Und dann gibt es die erste Leiche und keiner im Team hat eine Ahnung, woher die Gefahr eigentlich kommt. Ist außer ihnen doch noch jemand im verlassenen Dorf, oder kommt die Gefahr vielleicht sogar aus der eigenen Gruppe? Irgendwie wird das Misstrauen untereinander immer größer und irgendwann geht es dann nur noch darum, diesen Ort wieder lebend verlassen zu können.

Da ich die Bücher von Viveca Sten sehr gerne lese , war ich natürlich sehr gespannt, auf das erste Buch ihrer Tochter Camilla Sten und ich bin wirklich begeistert von "Das Dorf der toten Seelen". Die Handlung verläuft parallel in zwei Zeitebenen und so fiebert man nicht nur mit dem Filmteam bei der Erkundung des verlassenen Dorfes, mit , sondern erfährt auch nach und nach, was damals vor 60 Jahren geschah. Gerade diesen Wechsel in die Vergangenheit, fand ich besonders spannend.
Die Auflösung fand ich nicht ganz so glaubwürdig, aber wenn ich das jetzt begründe, verrate ich zu viel vom Ende, deshalb gehe ich jetzt nicht ins Detail. Und an meiner Bewertung ändert das sowieso nichts, denn für mich war dieses Buch, trotz dieser klitzekleinen Schwäche am Ende, ein absolutes Lesehighlight. Also von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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keine Bilderbuchfamilie

Das wirkliche Leben Roman. Gebunden. von Dieudonné Adeline

"Das wirkliche Leben" von Adeline Dieudonné erzählt die Geschichte einer Familie, die für Außenstehende ganz normal und unauffällig wirkt. Doch in dem kleinen Reihenhaus am Waldrand spielt sich eine Tragödie ab. Der Vater, gewalttätig und grausam, interessiert sich nur für Alkohol, Fernsehen und die Jagd.

Und er liebt es, die totale Macht über seine Familie zu haben. In regelmäßigen Abständen misshandelt er seine Frau . Die ist völlig verängstigt, lässt sich verprügeln, ohne auch nur einmal einen Hauch von Gegenwehr erkennen zu lassen. So etwas wie Gefühle, bringt sie eigentlich nur ihren Ziegen entgegen, um die sie sich hingebungsvoll kümmert, während sie ihre beiden Kinder kaum beachtet.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Tochter, die zu Beginn 10 Jahre alt ist. Ihr Bruder Gilles ist 4 Jahre jünger und die beiden haben eine sehr enge Bindung zueinander und versuchen gemeinsam die Brutalität ihres Elternhauses zu überstehen und trotz der Trostlosigkeit ihres Zuhauses Spaß am Leben zu haben .
Anfangs gelingt ihnen das auch noch einigermaßen, doch dann werden sie Zeuge eines schrecklichen Unfalls und nach diesem traumatischen Erlebnis ist nichts mehr wie es war, denn Gilles, der bisher immer ein kleiner Sonnenschein und sehr anhänglich war, zieht sich vollkommen zurück, spricht nicht mehr viel und wird sogar richtig gemein. Seine Schwester ist über die Verwandlung ihres geliebten Bruders entsetzt, besonders , als er auch noch anfängt, dem Vater immer ähnlicher zu werden und es genießt, Tiere zu quälen oder gemein zu Mutter und Schwester zu sein.

Das Mädchen möchte einfach nur den schlimmen Unfall, an dem sie sich insgeheim die Schuld gibt, ungeschehen machen und ihren lieben , niedlichen Bruder zurück und dafür schmiedet sie einen ungewöhnlichen Plan.

Inzwischen wird das Leben in der Familie aber immer schwieriger für sie, denn je älter sie wird, umso mehr zieht sie die Aufmerksamkeit ihres Vaters auf sich, der in ihr ein weiteres Opfer für seine Gewaltausbrüche sieht.


Die Geschichte wird über 5 Jahre erzählt und man wird Zeuge, wie das kleine scheue Mädchen sich zu einer mutigen jungen Frau entwickelt, die versucht, sich und ihren Bruder zu retten.

Eine leichte Lektüre ist das nicht und manche Textpassagen waren wirklich nur schwer auszuhalten . Der Vater machte mich unfassbar wütend, aber auch die Mutter, die so schwach ist, alles zu ertragen und nicht mal Hilfe von außen sucht, als sich die Gewalt ihres Mannes auch gegen die Tochter richtet und die anscheinend nicht mal bemerkt oder es nicht bemerken will, wie sich der Sohn zum Negativen verändert. Was für eine gruselige Familie und das Schlimme ist, dass es solche Familien leider wirklich gibt, in denen Kinder aufwachsen müssen, denen keiner hilft.

Der Schluss war nicht ganz so, wie ich ihn mir erhofft hatte und für mich war die Geschichte leider auch noch nicht ganz auserzählt, ich hätte gerne noch erfahren, wie die Kinder das alles verkraftet haben und wie das Familienleben "danach" weiterging und wie sich vor allem Gilles weiterentwickelte. Aber trotzdem ein sehr lesenswertes Buch!

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extrem blutig

Blutgott von Veit Etzold

Ein junges Mädchen wird während einer Zugfahrt von einer Gruppe Jugendlicher überfallen und bestialisch getötet. Und dieser brutale Mord bleibt nicht der einzige und jede, der extrem blutigen Taten wird von , noch nicht strafmündigen, Teenagern verübt. Die LKA- Beamtin Clara Vidalis und ihr Team sollen diese grausigen Fälle bearbeiten und sie kommen schnell dahinter, dass ein Psychopath, der sich selbst Blutgott nennt, im Hintergrund die Strippen zieht und die Jugendlichen zu diesen grausigen Taten anstachelt.

Da die strafunmündigen Täter selbst, nicht für ihre Taten bestraft werden können ( obwoh ich das ja irgendwie bezweifle, dass man solche Täter wirklich gar nicht bestrafen kann und sie einfach wieder heim schickt, ohne Kontrolle von Ärzten oder Psychologen) konzentrieren sich die Kriminalbeamten hauptsächlich darauf, den Blutgott aufzuspüren. Und das möglichst schnell, denn die Gemetzel der aufgestachelten jungen Mörder nehmen kein Ende.

Obwohl ich "Blutgott " teilweise schon spannend fand, konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Ich bin eigentlich, was Thriller angeht, schon hart im Nehmen, aber das, war sogar mir zu blutig. Bei einigen, schon sehr detailreichen Beschreibungen der Taten, wurde mir richtig übel. Außerdem störten mich die sehr vielen Hinweise auf irgendwelche Serienmörder und die häufig, völlig unnötigen und belanglosen Dialoge. Vieles der Infos über Serienmörder kannte ich bereits aus der Presse und die muss ich dann nicht nochmal zusammenfasst in einem Thriller lesen.
Für mich war einiges auch schlichtweg unglaubwürdig. Jugendliche, die vorher noch nie gemordet hatten und mehr oder weniger von einem Unbekannten aus dem Internet, dazu überredet oder ,in manchen Fällen, sogar dazu erpresst werden, werden dann plötzlich alle zu blutrünstigen Bestien, die zu unvorstellbar brutalen Morden fähig sind? Und die dann sogar bei der Vernehmung durch die Polizei, eiskalt bleiben? Für mich ist das zu unrealistisch.
Und das Ende hat mir dann auch überhaupt nicht gefallen, erstens, weil dann alles zu schnell ging und zweitens weil auch das mir zu unglaubwürdig war.

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