Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lila:
naja
Alle nennen mich Nein-Sam - Ein ahnungsloser Mops beißt sich durch von Drew Daywalt
Die Grundidee fand ich zunächst richtig spannend. Ein Hund, der Tagebuch schreibt – das klang originell und lustig. Auch das Cover ist wirklich schön gestaltet und hat mich sofort angesprochen. Leider hat das Buch diese Erwartung für mich nicht erfüllt, die ich bei der Leseprobe hatte.
Die Geschichte wirkt wie ein extremes, aufmerksamkeitshaschendes Hin und Her ohne wirklichen Tiefgang.
Szenen erscheinen häufig aus der Luft gegriffen, überzogen und wenig glaubwürdig. Auch die Sprache empfand ich als anstrengend. Begriffe wie „nachte Pickelbabys“ oder die ständig wiederholte Bezeichnung „Nacktaffenwesen“ wirken nicht witzig, sondern aufgesetzt.
Selbst meine Kinder, die Hunde normalerweise über alles lieben, konnten mit der Erzählweise nichts anfangen. Die eigentlich tolle Grundidee geht in übertriebener Sprache und ziellosen Episoden leider völlig unter.
gut umgesetzt
KI und du von Diana Knodel; Hannah Lesch
elten haben die Kinder und mich ein Kinder und Jugendbuch so begeistert und gleichzeitig als Erwachsene so gefesselt. Schon das Cover ist äußerst ansprechend gestaltet, doch der eigentliche Schatz liegt im Inneren. Das Buch verbindet auf einzigartige Weise Wissen, Interaktivität und kritische Reflexion.
Besonders faszinieren sind die vielen Tools, die sich über QR Codes direkt ausprobieren lassen, begleitet von anschaulichen Erklärvideos. So wird KI nicht nur erklärt, sondern unmittelbar erfahrbar gemacht. Auch das Kapitel mit Interviews von Menschen, die in unterschiedlichen Bereichen mit KI arbeiten, ist herausragend. Jede Person erzählt nicht nur ihre Perspektive, sondern wird zusätzlich in einem Video Interview lebendig. Das ist innovativ und macht das Thema greifbar.
Neben den umfassenden Beschreibungen wie KI bereits in unserem Alltag wirkt, hat mich beeindruckt, wie viele kritische Fragen gestellt werden. Das Buch zeigt nicht nur Chancen auf, sondern regt zum Nachdenken an. Genau das brauchen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.
Für mich ein absoluter Volltreffer spannend, interaktiv, vielfältig und wertvoll. Dieses Buch gehört in jedes Klassenzimmer und jedes Kinderzimmer. 5 Sterne.
bunt
In sieben Koffern um die Welt von Roberta Schneider
In sieben Koffern um die Welt ist ein farbenfrohes Kinderbuch, das sofort Urlaubsstimmung weckt und aber gleichzeitig zum tiefergründigenen Nachdenken anregt. Das Cover mit den ganz unterschiedlichen Koffern macht neugierig. Man weiß nicht genau was einen erwartet und würde am liebsten gleich in jeden hineinblicken.
Innen überzeugt das Buch mit knalligen Farben und extravaganten Illustrationen, die Kinder direkt ansprechen. Mir gefallen sie leider nicht so besonders gut, aber das ist ja Geschmackssache. Die Geschichte rund um Herrn Walis, der eine Kofferaufbewahrung betreibt, ist charmant und bietet viel Raum für Fantasie. Welches Leben sich wohl in jeden jeweiligen Inhalt widerspiegelt.
Die kurzen Texte eignen sich wunderbar zum Vorlesen und regen zum Mitdenken an. Besonders schön ist, dass einige Figuren mehrfach auftauchen, was die Geschichte noch lebendiger macht.
Ein buntes Bilderbuch, ideal um auf den nächsten Urlaub vorzubereiten.
abwechslungsreich
Just for the Summer von Abby Jimenez
Das Buch Just for the summer habe ich als Hörbuch gehört. Es hat ich vor allem durch sein wunderschönes Cover angesprochen. Die Farben passen perfekt zu einer sommerlichen Lektüre und landen direkt zum Lesen ein. Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen, vor allem die Familiengeschichten, die im Hintergrund erzählt werden.
Besonders gegen Ende, als man mehr über Emma und ihre Vergangenheit erfährt, wurde es richtig spannend und hat mich berührt.
Das Hörbuch wurde mit sehr angenehmen Stimmen vertont, was das Ganze nochmal aufgewertet hat. Was mir dabei wichtig war, ist dass die Familiengeschichten zwar tragisch, aber durchaus realistisch waren. Dadurch war nicht alles perfekt, was das Ganze rund um die beiden Turteltauben glaubwürdiger gemacht hat.
Allerdings fand ich die Liebesgeschichte leider ziemlich vorhersehbar und etwas flach. Das hat mich manchmal etwas gestört. Außerdem gab es einige Stellen, die sich meiner Meinung nach zu oft wiederholt haben. Trotzdem war das Buch eine nette Unterhaltung für zwischendurch. Das Ende hat mir besonders gut gefallen und hat die Geschichte schön abgerundet.
gut
All Better Now von Neal Shusterman
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. So wenig mir das Cover gefällt, so sehr hat mich der Klappentext und die Leseprobe aber dann doch interessiert. Es geht in der wohl „glücklichsten Dystopie“ um ein realistisches Zukunftsszenario, in dem ein neues Virus die Menschheit von allen negativen Emotionen befreit.
Keine Angst, kein Stress, keine Wut mehr. Was wie ein Fortschritt klingt, wird schnell zum Auslöser gesellschaftlicher Spannungen. Politik und Wirtschaft sehen ihre Kontrolle schwinden. Medien verbreiten gezielt Desinformationen und die Gesellschaft beginnt sich zu spalten. Im Mittelpunkt stehen Mariel, eine junge Frau mit traumatischer Vergangenheit und Ron, Sohn eines Tech-Milliardärs. Beide geraten auf unterschiedliche Weise in den Konflikt zwischen Kontrolle und Freiheit.
Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch sich ein komplexes Bild ergibt. Der Stil ist zugänglich und jugendlich mit einem Hauch von Tiefgang. Neben dem Umgang mit Emotionen werden Themen wie Medienmanipulation, Moral und Eigenverantwortung thematisiert. Besonders das Ende war sehr wendungsreich und daher hat es dann doch überrascht.
wichtig
Arche Boa von Cornelia Boese
Arche Boa ist ein ganz besonderes Kinderbuch, das mit seinen wunderschönen Illustrationen und den gereimten Texten sofort ins Auge sticht. Die Bilder sind originell gestaltet und machen schon beim Durchblättern Lust auf die Geschichte. Am besten hat den Kinder der Eisbär gefallen, der das Eis gleich samt Stielen verschlingt.
Auch die Reime sind schön gemacht und bringen einen tollen Rhythmus beim Vorlesen, so dass die Kinder einige Wörter leicht selbst ergänzen können.
Allerdings ist die Sprache an manchen Stellen schon ziemlich anspruchsvoll, gerade für jüngere Kinder. Auch die Länge könnte dem ein oder anderen Kind zu lang sein um das Buch auf einmal vorzulesen. Für ältere Kinder eignet sich das Buch aber super, gerade weil es wirklich wichtige Themen aufgreift. Es geht nicht nur um den Klimawandel, sondern darum wie wir Menschen mit Tieren und unserer Umwelt umgehen. Das wird auf eine nachdenklich machende, aber trotzdem kindgerechte Weise erzählt. Bietet super Gesprächsanlässe.
Tiefgang
Gesellschaftsspiel von Dora Zwickau
Das Buch Gesellschaftsspiel von Dora Zwickau hat mich schon mit dem schlichten, aber sehr ansprechenden Cover und Titel neugierig gemacht. Die Geschichte selbst war spannend und hat auf überraschende Weise zwei große Themen miteinander verknüpft. Trauer und Digitalisierung. Gerade diese Kombination fand ich besonders gelungen, weil sie zeigt wie gleichzeitig unsere alle Lebensrealitäten funktionieren müssen.
Wie gleichzeitig wir komplexe Themen im Leben behandeln. Sie zeigt, wie tief persönliche Erlebnisse und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander verwoben sein können.
Der Techmilliardär, der versucht die Gesellschaft aufzumischen passt perfekt in unsere Zeit. Die Geschichte greift viele aktuelle Fragen auf, ohne sich zu schwer anzufühlen. Der Schreibstil ist angenehm einfach und locker. Besonders mochte ich die stilistischen Unterbrechungen, sie haben der Erzählung etwas Eigenes gegeben und immer wieder frische Impulse gesetzt.
Insgesamt ein Buch, das zum Nachdenken anregt, dabei aber gut lesbar bleibt. Eine echte Empfehlung für alle, die spannende Geschichten mit gesellschaftlichem Tiefgang mögen.
unterhaltsam
Born to perform - Sei das Rad, nicht der Hamster von Caspar Bendix
Born to perform ist ein unterhaltsames Buch, das sich locker und leicht zwischendurch lesen lässt. Der Schreibstil ist angenehm einfach, fast schon plauderhaft und der Humor zieht sich durch viele Kapitel. Besonders gut gefallen haben mir die klar gezeichneten Charaktäre. Pointiert und manchmal ganz schön überzogen.
Aber genau das macht den Reiz aus. Es ist ein Buch, das man gut an einem Nachmittag lesen kann, ohne viel nachdenken zu müssen.
Weniger überzeugt haben mich die vielen Wiederholungen. Oft ahnt man schon früh, worauf der Autor hinaus will und manche Stellen ziehen sich dadurch unnötig in die Länge. Insgesamt hätte das Buch gern kürzer und prägnanter sein dürfen.
Trotzdem: Wer etwas Leichtes mit einem Augenzwinkern such, wird hier gut bedient. Kein großes Sachbuch, aber ein unterhaltsamer Blick auf eine Welt der Performer.
witzig
Very Bad Widows von Sue Hincenbergs
Das sommerliche Cover mit dem schönen Farbschnitt hat mich direkt neugierig gemacht. Es wirkt leicht und verspielt, was gut zum Ton des Buches passt. Besonders überzeugt hat mich der tiefschwarze Humor. Er ist bissig, manchmal leide zwischen den Zeilen, aber immer sehr treffend und gut nachvollziehbar.
Man fühlt sich, als wäre mal Teil der Clique. Die Autorin trifft einen Ton, der sehr unterhaltsam ist. Die Sprache ist bildlich und schafft starke Szenen, in die man regelrecht hineingezogen wird. Oft knapp aber sehr treffend formuliert. Die Handlung ist clever aufgebaut und verstrickt sich nach und nach, ohne dabei den roten Faden zu verlieren. An manchen Stellen hätte es für meinen Geschmack etwas kürzer sein dürfen, da sich einzelne Passagen ein wenig gezogen haben. Insgesamt aber ein unterhaltsames Buch mit guten Charakteren und einer guten Portion schwarzem Witz.
locker, informativ
Scheidung ohne Scherben von Estell Baumann
Das Cover hat mich vom ersten Blick an angesprochen. Ruhig, stilvoll und mit einer fast symbolischen Wirkung: halb offen, halb geschlossen. Genau wie die Lebensphase, um die es im Buch geht.
Was mich wirklich abgeholt hat, war das sehr persönliche Vorwort der Autorin. Man merkt sofort, dass hier jemand schreibt, der nicht nur Fachwissen, sondern auch echtes Verständnis für die Gefühlslagen in einer Trennungssituation mitbringt.
Der Ton ist angenehm locker und gleichzeitig wertschätzend. Kein erhobener Zeigefinger, sondern eher wie ein gutes Gespräch auf Augenhöhe.
Inhaltlich fand ich die Mischung sehr gelungen. Es ist alles nachvollziehbar erklärt ohne überladen oder zu theoretisch zu wirken. Die Fragebögen sind für Betroffene bestimmt ideal um die eigene Situation reflektieren zu können.
Insgesamt ein empfehlenswertes Buch, wenn man sich mit der Thematik auseinandersetzen möchte und auch für alle, die sich mit dem Thema Beziehungen, Rahmenstrukturen und einem eventuellen Neubeginn auseinandersetzen möchten.
Es hätten gerne noch mehr Fallbeispiele erwähnt werden können.











