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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von EvaLiest:

Tolles Buch, das wunderbare Gesprächsanlässe bietet

Egal, sagt Aal von Julia Regett

Egal, sagt Aal von Julia Regett ist ein lustiges Kinderbuch mit einer wichtigen Botschaft.
Der kleine Aal schwimmt durch sein Leben und macht, was er möchte, denn ihm ist fast alles egal. So lange, bis er sich schlecht fühlt, weil er ein anderes Tier mit seiner Haltung verletzt hat. Mit der Hilfe eines Frosches fängt er an, zu reflektieren und gemeinsam kommen sie zu dem Ergebnis, dass es toll ist, eine eigene Meinung zu haben und nicht immer mit dem Strom zu schwimmen, dass aber die Bedürfnisse und Grenzen der anderen auch wichtig sind und nicht leichtfertig missachtet werden dürfen.

Diese wichtige Botschaft ist in eine witzige Geschichte verpackt, die auch für kleinere Kinder funktioniert (ich würde sagen, das empfohlene Mindestalter von 4 ist ziemlich passend). Mit viel Sprachwitz und kreativen Einfällen erzählt Julia Regett vom Alltag des Egal-Aals und der anderen Teichbewohner.
Die Übergänge zwischen den Episoden fand ich an manchen Stellen etwas holprig (vor allem nach der Begegnung mit dem Haubentaucher und der Schnecke), aber insgesamt ist die Geschichte rund und hat eine angemessene Länge, sodass auch Kindergartenkinder bis zum Ende folgen können.
Die Zeichnungen sind in „Teich-Farben“ gehalten (mich haben sie sofort an den kleinen Wassermann erinnert) und der Stil hat meinem Sohn sehr gut gefallen. Das Buch fühlt sich wertig an und die Haptik des Umschlags war für mich überraschend angenehm.
Unser Fazit: ein gelungenes Buch, das wir sicher häufiger lesen werden und das tolle Gesprächsanlässe bietet.
4,5/5

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Tolles Setting, sonst einige Schwächen

Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah

Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah ist eine fantastische Geschichte, die mit ihrem wunderbaren Setting punktet, mich aber dennoch nicht überzeugen konnte.
Der Roman dreht sich um die drei Protagonist:innen (eine Mitternachtshändlerin, einen Prinzen und eine Räuberin), magische Relikte, und die Dschinn.

Dabei fließen Elemente aus der arabischen (Erzähl-)Kultur mit ein, was der Geschichte eine gewisse Authentizität und auch etwas Magisches verleiht.
Leider können die Charaktere nicht so punkten wie das Setting. Sie bleiben oberflächlich und unnahbar, und einige Male habe ich ihr Verhalten einfach nicht nachvollziehen können. Ich hatte mehrmals das Gefühl, der Roman weiß nicht so genau, ob er YA- oder Erwachsenenliteratur sein möchte, und so sind die Protagonist:innen zwar schon erwachsen, verhalten sich aber oft nicht so. Ich bin mit keiner der Personen wirklich warm geworden, und hatte auch nicht das Gefühl, dass es zwischen den Charakteren genug Verbindungen gab.
Beim Erzählstil bin ich zwiegespalten. Einerseits gab es Passagen, in denen das Pacing gut gepasst hat und die Sätze sich flüssig aneinandergereiht haben. Dann aber gab es Stellen, da wurde viel zu langsam oder auch wirr erzählt (am Anfang habe ich eeeewig gebraucht, um in die Geschichte zu kommen, was meiner Meinung nach an den ständigen Perspektivwechseln lag), und teilweise gab es auch einige Wiederholungen (ich habe nicht mitgezählt, wie oft jemand ein Lächeln versteckt, aber vermutlich reichen meine beiden Hände nicht aus) und irrelevante Erzählungen.
Sprachlich war es mir oft ein wenig zu einfach bzw. zu deutlich. Die Autorin erzählt zu viel und zeigt zu wenig. Dadurch passiert es auch oft, dass man als Lesende Dinge längst durchschaut hat, die dann noch einmal lang und breit erklärt werden (auch das ein Indiz, dass der Roman vielleicht eher für ein jüngeres Publikum gedacht war). Ich habe einige Rezensionen gelesen, in denen kritisiert wird, dass hier stellenweise genderneutrale Pronomen verwendet werden. Ja, es ist im ersten Moment gewöhnungsbedürftig und etwas sperrig, aber man gewöhnt sich daran. Und ich finde es gut, dass Versuche unternommen werden, wie man das sprachlich ausdrücken kann. Was mich in dem Zusammenhang mehr gestört hat, war, dass zwar die Pronomen neutral waren, einige andere Wörter aber nicht, und dadurch wirkt es etwas unausgegoren. So wird zum Beispiel im Zusammenhang mit einem nicht-binären Dschinn von „König“ geredet. Außerdem ist in anderen Bereichen die Sprache dennoch problematisch. Wenn etwa die Rede davon ist, dass jemand sich „eine Frau genommen hat“. Oder dass Mazen ein Mädchen, das er sieht, einfach „haben muss“. Puh, ich dachte, da sind wir schon weiter…
Insgesamt eine nette Geschichte, aber auch nicht mehr. Ich würde sie definitiv unter YA-Fantasy verbuchen, ansonsten müsste ich noch mindestens einen halben Punkt abziehen.

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Starker Beginn, das Ende lässt mich etwas ratlos zurück

Schweben von Amira Ben Saoud

Der Roman Schweben von Amira Ben Saoud spielt in einer nicht näher definierten dystopischen Zukunft. Durch die Klimakatastrophe haben sich die Lebensbedingungen so drastisch geändert, dass die Menschen nun nicht mehr global vernetzt sind (zumindest nicht auf individueller Ebene), sondern in abgeschotteten Siedlungen leben.

Eine unbekannte Regierung bzw. Organisationsinstanz scheint es in irgendeiner Form aber dennoch zu geben, denn ein Warenaustausch zwischen den Siedlungen findet statt (der Kapitalismus stirbt wohl als letztes…). Das Setting hat mich durchaus sehr an The Giver von Lois Lowry erinnert: Erinnerungen an früher, bzw. das Aneignen von Wissen sind verboten und ein Verlassen der Siedlung wird mit dem Tod gleichgesetzt.
Die Protagonistin von Schweben verdient ihr Geld durch „Begegnungen“. So nennt sie das von ihr erdachte Geschäftsmodell, bei dem sie bis zur kompletten Selbstaufgabe in die Rolle einer anderen schlüpft, um den (meist männlichen) Auftraggebern dabei zu helfen, Beziehungen erneut zu durchleben und/oder zu verarbeiten. Viel mehr kann ich zur Handlung gar nicht sagen, ohne zu viel vorwegzunehmen.
Identität ist also ganz klar ein zentrales Thema dieses Romans. Aber es gibt noch mehr. Die ersten zwei Drittel des Buches lesen sich für mich wie ein Kommentar der aktuellen gesellschaftlichen Situation, vor allem in Hinblick auf systemische Gewalt und Machtstrukturen. Im Buch ist Gewalt verboten, und darum gibt es sie natürlich nicht (zwinki-zwonki). Da höre ich doch gleich Horst Seehofer, wie er meint, Racial Profiling bei der Polizei gibt es nicht, weil das ja verfassungswidrig wäre. Und auch die Abhängigkeit vieler Frauen von ihren Partnern wird thematisiert, wobei unter anderem gezeigt wird, wie schleichend dieser Prozess ablaufen kann und wie wenig Chancen sie haben, wenn das System nur scheinbar ihren Schutz gewährleistet.
Leider passieren im letzten Drittel dann ein paar Dinge, die mich an dieser Interpretation zweifeln lassen und mich ziemlich ratlos machen. Viele Aspekte werden nicht erklärt (das ist bei Dystopien ja durchaus mal der Fall, aber hier hätte ich mir wirklich mehr Aufklärung gewünscht) und bestimmtes Verhalten erscheint mir patriarchale Strukturen geradezu zu untermauern. Auch ist mir aufgefallen, dass (mit einer Ausnahme) sämtliche Individuen im Leben der Protagonistin Männer sind. Dabei hatte es so gut angefangen, zum Beispiel mit einem scheinbar unkomplizierten Zugang zu Verhütung und zwei guten Gegenentwürfen zu toxischer Männlichkeit. Und klar, die „Übermacht“ männlicher Individuen kann natürlich auch als Kritik genau daran gedacht sein – aber dafür ist mir die Thematik nicht rund genug, das gibt das Buch für mich nicht her.
Insgesamt also leider kein Highlight für mich, auch wenn ich das Buch gerne und schnell gelesen habe. Trotz vieler guter Aspekte und klug inszenierter Elemente (alleine über den Titel des Prologs könnte ich Lobeshymnen schreiben) hat mich das Buch gegen Ende verloren – sehr schade, denn das Potenzial war da!

3,5/5

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Wunderbar lyrisch und emotional

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken von Sarah Lorenz

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken von Sarah Lorenz ist die Geschichte eines Mädchens, das mit ziemlich beschissenen Chancen ins Leben geschickt wird. Und eine Geschichte über das Trotzdem, die Kraft der Bücher, und Wunder.
Wir begleiten Elisa, die bereits als Kind ins Heim kommt, und die sowohl die Beziehungen zu ihrer dysfunktionalen Familie als auch die Widrigkeiten des Aufwachsens im Jugendhilfesystem verarbeiten muss.

Schicksalsschläge säumen ihren Weg, Klassismus und Misogynie sind allgegenwärtig, und was ihr widerfährt, hätte für mehrere Leben gereicht. Trotzdem behält sie sich ihren Glauben an Wunder und findet ihr ganz eigenes schließlich in ihrem Ehemann. Dabei sind Bücher ihre ständigen Begleiter und besonders die Werke von Mascha Kaléko geben ihr Kraft.
Und so ist dieses Buch geschrieben als Ansprache an die Dichterin: es werden Parallelen und Unterschiede zwischen den beiden Frauen aufgezeigt, Theorien aufgestellt, Fragen in den Raum geworfen. Dadurch hat der Roman nicht nur ein lyrisches Ich, sondern auch ein lyrisches Du, und beide sind doch offensichtlich ganz eng mit realen Personen verknüpft. Nicht ganz unironisch heißt es im Buch sogar: „Aber ich bin so kühn und behaupte: Ihr weist beachtliche Parallelen auf, dein Lyrisches Ich und du.“ (30) Das hat mir das Lesen tatsächlich an manchen Stellen ein bisschen schwer gemacht, denn dieser autofiktionale Roman schreit schon sehr laut nach Autobiografie, was bei mir zuweilen ein beklemmendes Gefühl von Voyeurismus hinterlässt. Und klar: auch ganz viel Mitgefühl und vor allem Mitwut. (Ja, ich weiß, das gibt es nicht – sollte es aber!)
Dennoch hatte das Buch eine unheimliche Sogwirkung, was vor allem an der wunderbar lyrischen Sprache und dem ganz eigenen Schreibstil der Autorin liegt. Ich kenne kaum ein Werk, das so gekonnt das Repertoire deutscher Adjektive ausschöpft. Allein dafür lohnt es sich, das Buch zu lesen.

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Irreführende Genrebezeichnung

If We Were Gods von Lara Große

If We Were Gods von Lara Große, erschienen im LEAF-Verlag, fällt natürlich zunächst aufgrund des unheimlich schönen Covers auf. Die Farbgebung und die generelle Gestaltung sind wirklich gelungen und passen auch gut zur Geschichte.
Diese entfaltet sich rund um Olivia und ihre Mitstudierenden an der Arcane Academy – DER Uni, wenn man eine Karriere im Bereich der arkanen Künste anstrebt (oder einfach nur den Lebenslauf aufpolieren möchte).

Die Ausbildung beschäftigt sich damit, wie die arkanen Ebenen aufgebaut sind, welche Magie man aus ihnen ableiten kann und wie man damit wiederum auf die Realität einwirken kann. Dabei gibt es auch Ebenen, die verboten sind, was die Studierenden um Olivia aber nicht davon abhalten kann, einen Plan zu schmieden, wie sie dennoch dorthin gelangen können.
Was dann folgt: Drama, Geheimnisse, Gefahr, Emotionen, Magie. Und leider auch Enttäuschung.
Als Dark Academia Roman vermarktet hatte ich mich sehr auf die Lektüre gefreut und war leider etwas enttäuscht, denn es kommt nicht an die „Klassiker“ des Genres heran. Das Magiesystem gefällt mir gut, wird aber erst im Laufe des Romans erklärt und bleibt trotz der vielen Informationen dennoch etwas vage. Hier wäre wesentlich mehr Potenzial gewesen, denn die Idee ist originell. Was mich besonders gestört hat, sind die Charaktere. Sie sollen angeblich um die 22 Jahre alt sein und alle bereits ein Studium hinter sich haben, verhalten sich aber wie Teenager. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich genervt und ich konnte sie irgendwann nicht mehr ernst nehmen. Zudem bemüht sich das Buch sehr darum, möglichst inklusiv zu sein (vor allem in Bezug auf ethnische Abstammung und sexuelle Orientierung), bedient aber dennoch ein Klischee nach dem anderen, vor allem im Bereich Genderstereotype.
Eine gewisse Spannung konnte trotzdem aufgebaut werden und ich wollte ab einem bestimmten Punkt dann auch tatsächlich wissen, wie es ausgeht. Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass ich nicht sicher bin, ob ich es nicht vorher schon abgebrochen hätte, wenn es kein Rezensionsexemplar gewesen wäre. Das liegt weniger an der Qualität des Buches als vielmehr am Marketing: als YA-Fantasy hätte ich das Buch sicher wohlwollender gelesen. An Dark Academia habe ich dann doch andere Ansprüche.
Schade, aber mit der richtigen Erwartungshaltung für einige von euch sicher dennoch eine angenehme Leseerfahrung.

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Gute Idee mit großen Schwächen bei der Umsetzung

Boys! Geschichten für die neue Generation von Jungs von Francesca Cavallo

Boys! Geschichten für die neue Generation von Jungs von Francesca Cavallo, mit Illustrationen von Luis San Vicente, ist ein Buch mit 12 Geschichten, die laut Vorwort traditionelle Geschlechterklischees aufbrechen und Alternativen bieten wollen.
Die Idee klingt toll und auch ich finde es extrem wichtig, den vorherrschenden Stereotypen etwas entgegenzustellen.

Leider hapert es an der Umsetzung und so bin ich tatsächlich enttäuscht von diesem Buch, von dem ich mir so viel erwartet hatte.
Zum einen ist es – ganz unabhängig vom Grundgedanken hinter dem Buch – ein bisschen schwierig, sich in die Geschichten hineinzufühlen, da sie relativ kurz und vor allem unabhängig voneinander sind. Auch der Zeichenstil ist hier nicht gut angekommen, denn die schwarz-weißen Illustrationen wirken etwas emotionslos. Apropos emotionslos (ACHTUNG SPOILER): In der ersten Geschichte sterben die Eltern der Geschwister und es geht nicht etwa darum, die Gefühle dazu zu verarbeiten, sondern nur darum, dass mit ihnen auch bestimmte Traditionen gestorben sind, was als positiv gewertet wird. Als Erwachsene kann ich das sehr gut einordnen, aber für Kinder finde ich das unangemessen und mein Sohn hatte auch einigen Redebedarf.
Ich möchte jetzt nicht zu jeder einzelnen Geschichte schreiben, was mich gestört hat, aber ganz allgemein tut das Buch für mich nicht das, was es sich vorgenommen hat. Manche Klischees werden einfach durch andere ersetzt, manche Geschichten haben keine klar erkennbare Aussage, und andere verfestigen sogar noch bestimmte Muster (ACHTUNG SPOILER: Der Pirat verliebt sich nicht etwa in die Piratin, weil sie so abenteuerlustig, mutig, stark, sympathisch… ist. Nein – sie ist halt hübsch!). Und nur am Rande: der Gebrauch des generischen Maskulinums hat mich in einem derartigen Buch auch überrascht.
Ich habe relativ oft mit den Augen gerollt und viele Geschichten für meinen Sohn noch einmal einordnen bzw. relativieren und besprechen müssen. Sehr schade, denn die Idee klang so gut!

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Von uns leider keine Empfehlung

Andersgasse 7 1: Ein Fall für den fantastischen Flusenwutz von Christiane Schreiber

Das Buch Andersgasse 7: Ein Fall für den fantastischen Flusenwutz von Christiane Schreiber habe ich gemeinsam mit meinem Sohn gelesen, der ein großer Fan von Detektivgeschichten ist.
Karl und seine Freundin Elsa wohnen im gleichen Haus und lösen gerne gemeinsam Fälle. Sie haben sogar Ausweise und alle möglichen Tricks auf Lager (und Walkie-Talkies, um sich auch bei Hausarrest verständigen zu können).

In diesem Band (es scheinen noch weitere geplant zu sein) geht es um die Flusenwutze, kleine Tierchen, die Karls Tante als Putzhelfer gekauft hat, und um die Allwachspflanze, deren Samen Karl aus Versehen verstreut hat, und vor deren Superwachstum nun alle etwas Angst haben.
Grundsätzlich gibt es im Buch viele kreative Elemente und man merkt, dass sehr viel Fantasie in das Buch geflossen ist. Leider konnte es uns dennoch nicht überzeugen, denn es wirkt aus meiner Sicht sehr altbacken. So kommt zum Beispiel ein Vertreter ins Haus - ein Konzept, das schon als ich ein Kind war aus der Mode gekommen war. Es gibt auch keinerlei Hinweise auf moderne Geräte (das muss ja auch nicht unbedingt sein), was hier den etwas angestaubten Eindruck nur verstärkt. Das ganze Buch wirkt, als hätte man es auch in den Neunzigern schon kaufen können.
Dazu kommt, dass das Buch nicht besonders gut lektoriert wurde. Es finden sich Wiederholungen (die selbst meinem Sohn aufgefallen sind) und bei der Silbentrennung wurde an mindestens zwei Stellen nicht genau aufgepasst (beim Grunzschnorchelf/rosch und beim Teles/kop).
Fazit: Ganz nette Geschichte, die uns jetzt auch nicht umgehauen hat und die von mir keine Empfehlung bekommt.

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Interaktives Kinderbuch in tollen Farben

Mein Schiebe-Mitmachbuch - Lieblingstiere von Bernd Penners

Das Lieblingstiere Schiebebuch von Bernd Penner, illustriert von Federica Iossa, ist ein Kinderbuch für die Allerkleinsten aus dem Ravensburgerverlag.
Die Schiebeelemente animieren zum Mitmachen und helfen dabei, bereits Einjährige an Bücher heranzuführen. Besonders gut haben mir die knalligen Farben gefallen, denn auch das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt um die Lesefreude zu fördern.

Im Buch begegnen wir vielen Tieren, die die Kinder oft bereits kennen oder die zumindest aus ihrem Lebensbereich stammen könnten (sprich: in Deutschland natürlich vorkommen). Dass ein 18 Monate altes Kind (das ist die Zielgruppe) bereits Gämsen oder Murmeltiere gesehen hat, ist jetzt vielleicht eher weniger wahrscheinlich, aber Hunde, Katzen, Vögel oder auch verschiedene Tiere, die am See leben, sind dann den meisten doch bekannt.

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Liebe Geschichte mit schönen Bildern

Meck und Schneck. Meck ist weg! von Michael Engler

Meck und Schneck: Meck ist weg! von Michael Engler, illustriert von Matthias Derenbach ist ein süßes Buch für die Kleinsten.
Meck und Schneck sind beste Freunde und spielen gemeinsam. Leider ist Meck plötzlich verschwunden, und so macht sich Schneck auf die Suche. Dabei durchläuft er verschiedene Emotionen, die den Kindern auf passende Weise nahegebracht werden.

So werden beispielsweise die körperlichen Begleiterscheinungen (pochendes Herz, enger Hals...) erklärt, die in solchen Situationen vorkommen können, und dadurch für die Kinder normalisiert. Wenn sie solche Empfindungen haben, müssen sie sich keine Sorgen machen, denn sie können sie zuordnen (natürlich ist das hier nur der Einstieg in die Welt der Gefühle, aber das ist zumindest das Ziel).
Besonders süß finde ich, dass man Meck bei genauem Hinsehen eben doch entdecken kann und so die Kinder animiert werden können, genau hinzusehen und auf Details zu achten.
Insgesamt ein liebes Kinderbuch mit wichtigem Inhalt und tollen Illustrationen.

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Leider enttäuschend

Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Eine Prinzessin im Apfelbaum von Iris Tritsch

Eine Prinzessin im Apfelbaum von Iris Tritsch, mit Illustrationen von Carola Sturm ist ein Erstlesebuch im Ravensburger-Verlag.
Mia findet in eine Apfelbaum eine Prinzessin. Leider kann diese nicht einfach nach Hause zurück, denn sie muss zunächst ihre magische Flöte finden. Gemeinsam begeben sich die beiden Mädchen auf die Suche und erleben dabei ein Abenteuer.

Zunächst zu den positiven Aspekten: Die Sätze sind sehr kurz und dadurch natürlich besonders motivierend. Es gibt Rätsel, um das Leseverstehen zu überprüfen und Belohnungssticker für gelesene Kapitel.
Leider gab es auch ein paar Dinge, die mir nicht gefallen haben. Zunächst die stereotype Darstellung der Prinzessin: Rosa, Glitzer, Rüschen... Puh.
Viel schlimmer finde ich jedoch die Schreibung von Apfelbaum als Apfel-Baum. Warum macht man so etwas? In einem Buch, das für eine Zielgruppe gedacht ist, die gerade deutsche Rechtschreibung lernt... Komposita machen eine beträchtliche Menge des deutschen Vokabulars aus, und sie werden zusammengeschrieben! Für mich ist das tatsächlich ein Grund, dieses Buch nicht zu empfehlen.

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