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Rezensionen von lesendundspielenddurchsleben:

Tee auf Windsor Castle von Claire Parker

Das Cover des Buches hat mich sehr angesprochen - es passt zum royalen Flair, dass der Titel schon ausstrahlt. Es erzählt von Kates Ausflug nach Windsdor Castle, den sie nur ihrer Freundin zuliebe macht. Sie selbst ist nicht so privilegiert aufgewachsen und kann mit der royalen Familie nichts anfangen, ja steht dem ganzem System kritisch gegenüber.

Dass ausgerechnet sie nicht nur eine Führung durch das Schloss machen soll, sondern durch die Suche nach einer Toilette im Dienstbotentrakt landet, scheint schon fast ironisch. Dort trifft sie auf eine alte Dame, sie solle sie Betty nennen. Diese ist ihr nicht böse, dass sie sich unerlaubt von der Führung entfernt hat und lädt sie ein, eine Tasse Tee mit ihr einzunehmen. Aus dieser Tasse Tee wird eine lange Unterhaltung, die einen tollen Einblick gibt in Klassenunterschiede und unterschiedliche Lebensrealitäten. Beide lernen voneinander und erfahren die eine oder andere Wahrheit und Halbwahrheit über den anderen. Der Schluss war zwar nicht wirklich überraschend, hat trotzdem für mich nicht wirklich stimmig gewirkt. Mit einem anderen Ende hätte die Geschichte etwas ernsthafter gewirkt. So war es vor allem eine nette, abendfüllende Unterhaltung, die auch den einen anderen Einblick in das Leben eines Royals gebracht hat.

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ein schmaler Grat

P. S. I Hate You - Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe von Donna Marchetti

Ich fand den Titel schon sehr ansprechend und fand, auch das Cover weckt Assoziationen zu ähnlichen Büchern, die mir gefallen. Dementsprechend war ich schon sehr gespannt auf das Buch. Die Geschichte einer Briefbekanntschaft, die eigentlich mehr verletzt als dass man sie als Freundschaft bezeichnen könnte, wird aus zwei Perspektiven erzählt.

Dass diese Briefe geschrieben wurden, hat mich doch sehr verwundert. Wer antwortet auf solch verletzende Nachrichten? Die beiden Perspektiven der Protagonisten versuchen dem nachzuspüren, ganz nachzuvollziehen war es für mich aber nicht ganz. Umso verwunderlicher, wie sich der Ton der Briefe dann weiterentwickelte und auch was sich in der Gegenwart tut. Es war stellenweise sehr amüsant (Stichwort Greenscreen) und die Verbindung der einzelnen Protagonisten auch gut eingefädelt und aufgelöst. Die Vergangenheit zu erfahren, warum etwa keine Briefe mehr geschrieben wurden, fand ich auch spannend. Der Schreibstil hat mir jedenfalls sehr gefallen und die Protagonisten sind ziemlich gut getroffen. Wenn ich auch die Heiden echt verstehen konnte in ihren Anfängen und Briefen immer, konnte ich das Handeln in der Gegenwart doch gut nachvollziehen. Eine amüsante Geschichte, wenn man die Sprache der Briefe nicht zu ernst nimmt - diese sind doch ziemlich makaber.

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