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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Cxicken:

Das Leben der Coco Chanel

Coco und die Revolution der Mode von Lena Johannson

Der Roman „Coco und die Revolution der Mode“ handelt von dem Leben von Coco Chanel bis zu ihrem großen Durchbruch. Es wird vieles originalgetreu wiedergegeben und auch auf die damaligen gesellschaftlichen Themen eingegangen.
Eigentlich finde ich das Thema solide umgesetzt, jedoch konnte ich keine wirkliche emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen.

Meines Erachtens wurde sehr viel vielleicht zu sachlich wiedergegeben. Jedoch fand ich die Abschnitte, in denen es insbesondere um die Rechte der Frauen in der damaligen Zeit ging, am interessantesten. Manche Themen, die uns heute so normal erscheinen, waren, damals absolut keine Selbstverständlichkeit. Schade finde ich, dass bereits in dem Klappentext ziemlich viel vorweggenommen wird.
Das Cover finde ich etwas Klischeehaft. Es sticht nicht wirklich heraus, bildet aber das ab, worum es im Endeffekt in dem Roman geht. Es überzeugt mich nicht.
Wie schon am Anfang erwähnt, konnte ich keine emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen. Es ist klar, dass es hauptsächlich um Coco geht, aber kleine Abschnitte über ihre Schwestern wären auch sehr interessant gewesen.
Daher: ich empfehle den Roman den Leuten, die sich etwas mehr mit der Entwicklung der Mode auseinandersetzen wollen, aber nicht denen, die ein mitreißendes Buch erwarten.

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Verwirrend und Rätselhaft

Nach uns der Himmel von Simone Buchholz

Von apfelblüte
In dem Roman „Nach uns der Himmel“ kreiert Simone Buchholz eine Urlaubsidylle, die jedoch von Schwierigkeiten und Verwirrung überschattet wird. Schon das Flugzeug, mit dem es in den Urlaub gehen soll, stürzt fast ab. Alle Menschen lösen sich aus ihren vorherigen Verhaltensmustern und machen ganz neue Sachen.

Das Cover und die Gestaltung gefallen mir sehr gut. Zwar ist das Titelbild etwas verwirrend, jedoch passt das Ideal zum Roman. Mir gefällt auch die Idee, dass es zwar keinen Umschlag gibt, aber man dennoch etwas ausklappen kann und damit das Bild erweitert wird. Auch verschiedene, hochwertige Materialien werden für die Gestaltung verwendet. Dafür gibt es auf jeden Fall von mir Pluspunkte.
Nun zu der Geschichte: Diese fällt mir wirklich sehr schwer zu beurteilen, da ich das Gefühl habe, die Geschichte nicht wirklich verstanden zu haben. Der Ansatz der Geschichte, den ich verstanden habe, gefällt mir aber. Es ist jedoch wirklich sehr verwirrend, aber das ist einfach Simone Buchholzes Schreibstil. Auch der Schreibstil hilft zur Verstärkung der Verwirrung. Es werden viele Schachtelsätze genutzt und einige Nebensätze aneinander gehangen. Es wird auch von einer Person einfach zu der nächsten gesprungen und man muss sich immer neu überlegen, bei wem man sich gerade befindet.
Durch die Kürze des Romanes, mit 220 Seiten, kommt man nicht wirklich zu dem Punkt, bei dem man mit den Charakteren mitfühlen kann. Auch zum Schluss musste ich häufig nochmal nachdenken, wer die angesprochene Person noch einmal war.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich den Roman einfach nicht wirklich verstanden habe und mit vielen offenen Fragen bleibe, aber die Grundidee schon sehr gut finde.

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Dysfunktionale Mutter-Tochter-Beziehungen

Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen von Anna Brüggemann

In dem Roman „Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen“ von Anna Brüggemann geht es um eine Familie und deren Beziehungen. Insbesondere geht es um die Mutter-Tochter-Beziehungen. Eine der Protagonistinnen, die Mutter Regina, wird als Narzisstin dargestellt, die das Leben ihrer Töchter stark in das Negative beeinflusst.

Die eine Tochter, Antonia, wird von Regina als Versagerin dargestellt, während die andere Tochter, Wanda, augenscheinlich ihr Leben im Griff hat, aber eine Essstörung entwickelt, um ihrer Mutter zu gefallen.
Zu der Gestaltung und Titelfindung muss ich sagen, dass ich jenes nicht ganz verstanden habe. Der Abschnitt „Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen“ war meines Erachtens nicht so relevant, dass man ihm einen Titel widmen müsste. Die Gestaltung passt zwar zum Titel, aber nicht wirklich zu dem Inhalt des Romanes.
Das Thema fand ich toll und auch großartig umgesetzt. Da der Roman über drei Zeitabschnitte aufgeteilt war, von 1998 bis 2020, konnte man gut eine Entwicklung der Charaktere miterleben. Konflikte innerhalb der Familie können so besser nachvollzogen werden. Es gab einige überraschende Wendungen, die ich nicht erwartet habe, aber auch Sinn ergeben. Generell kann ich sagen, dass die Geschichte sehr gut überlegt ist und mich voll abgeholt hat.
Den Schreibstil finde ich sehr angenehm. Er ist mir nicht negativ aufgefallen und auch humorvolle Stellen sowohl wie Dialog sind authentisch eingebaut.
Die Protagonistinnen sind sehr authentisch. Ich finde es gut, dass sich der Roman wirklich hauptsächlich um die drei Frauen und deren Beziehung untereinander dreht und es nicht so viele Seitenstränge gibt. Ich habe das Gefühl, dass ich die drei gut kennengelernt habe. Für mich ist Antonia die absolute Sympathieträgerin.
Zusammenfassend ist meiner Meinung nach zu sagen, dass dieses Buch sehr empfehlenswert ist. Ich glaube, dass ich auch einiges aus der Geschichte mitnehmen kann. Auch ich habe reflektiert, wie manche Aktionen auf andere Menschen wirken können. Außerdem kann durch einen solchen Roman Fehler in der Zukunft vorgebeugt werden können.

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Herzerwärmende Familiengeschichte

Als wir im Schnee Blumen pflückten von Tina Harnesk

In dem Roman „Als wir im Schnee Blumen pflückten“, der von Tina Harnesk verfasst wurde, geht es um ein altes Samenpärchen, das beide unheilbare Krankheiten haben. Vor dem unausweichlichen Tod will aber Mariddja, die alte Samin, mit einer Krebsdiagnose, noch ihren verschwundenen Neffen auffinden, der wie als ihr Kind bei ihnen aufgewachsen war.

Mit keiner anderen Möglichkeit zum Handeln versucht sie den Jungen mit dem Smartphone aufzusuchen. Dabei nutzt sie „Siri“, welche sie als eine freundliche Telefonistin vom Amt interpretiert.
Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Die Abbildung von der Landschaft im Norden Schwedens mit einem Pärchen löst direkt Assoziationen aus. Außerdem lässt diese Landschaft zu, dass man sich bei dem lesen direkt die Umgebung besser vorstellen kann. Mir gefällt auch, dass hinter dem Schutzumschlag das Motiv direkt auf dem Buch aufgedruckt ist.
Das Thema ist sehr vielfältig und nicht auf einen Aspekt zu reduzieren. Es geht um ein Familiendrama, häusliche Gewalt, die Vertreibung der Samen, Rassismus, Krankheiten und der Umgang mit deren, der Einsamkeit im Alter und Nächstenliebe. Trotz dieser Fülle an Themen wurden sie, meines Erachtens, sehr ausführlich und zufriedenstellend behandelt. Es findet ein stetiger Wechsel von zwei Perspektiven statt. Die eine Perspektive ist die eines Manns mittleren Alters, welcher in den Norden Schwedens gezogen ist und sich dort nach dem Tod seiner Mutter einlebt. Die andere Perspektive ist die von Mariddja. Manchmal werden noch andere Perspektiven eingestreut, dies findet aber nicht regelmäßig statt. Durch diesen Perspektivwechsel findet ein Miträtseln statt und man versucht die Geschichte selber zu rekonstruieren.
Auch der Schreibstil hat mir gefallen. Die Geschichte wird ziemlich ausschweifend geschrieben. Es werden aber auch samische Geschichten inkludiert. Dies hat durchaus meinen Horizont erweitert und ich nehme vieles aus dem Roman mit.
Die Figuren sind authentisch. Besonders mit Kaj und Mariddja ist es einfach eine persönliche Bindung herzustellen, was mir die eine oder andere Träne entlockt hat. Besonders wenn man persönliche Erfahrungen mit Krankheiten wie Demenz oder Krebs hat, kann man noch besser mitfühlen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch sehr empfehlenswert ist. Besonders, wenn man mehr über die Lebensweise der Samen lernen will und sich auf eine emotionale Familiengeschichte freut.

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