Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sonne89:
Anna wächst
Hallo, jetzt bin ich Vorschulkind! von Johanna von Vogel
„Hallo, jetzt bin ich Vorschulkind!“ ist ein farbenfrohes fröhliches Buch, welches den Einstieg in die Vorschulzeit erleichtern soll.
Anna kommt in die Vorschule und mit ihr erlebt das Kindergartenkind, welche Ängste/Unsicherheiten, aber auch welche Erwartungen auftauchen.
Man merkt auch den Wandel, dass Anna nun zu den Großen gehört, was Stolz weckt, aber auch verantwortungsvollere Aufgaben mit sich bringt und auch herausfordernd wirken kann.
Anna meistert die Vorschulaufgaben, die sich im Kindergartenalltag abspielen und das lesende Kind wird auch immer wieder aufgefordert selbst mitzumachen.
Teils mit sehr simplen Aufgaben, teils auch mit sinnvollen Nachfragen (z.B. die Telefonnummer der Polizei).
Textlänge und Anforderungen sind passend.
Durch das Buch werden Themen angesprochen, die das Kind bewegt. Das kann man dann zu Hause in einem größerem Umfang gleich nochmals aufgreifen.
Das Buch ist vielschichtig und holt Eltern und Kind ab.
Ein Pageturner
The Crane and the Nightjar von Ada Bailey
Crane und Zara, die Hauptfiguren aus diesem Buch werden von Unbekannten zu Verbündeten. Beide geraten unfreiwillig in eine Situation, in der sie in einem Wettkampf Aufgaben bewältigen müssen und ein Scheitern mit dem Tod bestraft wird.
Da beide darüber hinaus noch ein weiteres Ziel verfolgen und daher zusammenarbeiten müssen, kommen sie sich näher.
Das Buch ist optisch in einem wirklich schönen Farbschnitt gestaltet. Die Dornen sind auch im Laufe des Buches Thema.
Die Geschichte ist spannend und mitreissend und man spürt die Funken zwischen den beiden. Auch verbergen beide ihre jeweils eigene Geschichte und sind starke Persönlichkeiten und müssen sich immer wieder selbst beweisen.
Besonders gefallen hat mir, dass beide für sich sehr stark sind, aber auch unglaublich gut zusammen passen.
Sehr empfehlenswert, undbedingt lesen.
Mit Leichtigkeit begleiten
Spiele & Rituale für euren Alltag von Nicola Schmidt; Martin Verg
Ein Erlebnis-Spiralbuch mit vielen Tipps und Anleitungen für Familienaktivitäten, welches auch dazu auffordert Erinnerungen selbst im Buch fest zu halten.
Optisch gut gelungen und mal was ganz anderes in dieser äußerlichen Notizbuchoptik, innen sehr schön und übersichtlich gestaltet.
Positiv fällt auf, dass bei jeder Aktivität/Spiel vorab Zeitaufwand und genereller Aufwand von 1-3 bewertet werden.
Dazu gibt es in einem separaten Kästchen Erklärungen der Autorin, wozu die Übungen dienen.
Die Aktivitäten haben nämlich fast alle einen zusätzlichen Effekt, sei es mehr Gemüse essen, Tischmanieren, Sinne wahrnehmen, etwas über sich und die Umwelt lernen bis hin zu Experimenten oder einfach schönen gemütlichen Stunden zusammen.
Das Buch enthält sehr viele Tipps, wie man freundlich und zielgerecht im Familienalltag miteinander umgeht und reiht sich perfekt in die Reihe der anderen Artgerecht-Bücher von Nicola Schmidt ein.
Zwei Actionabenteuer in einem Band
Phineas und Ferb - Monstermarathon von Disney
Als Neueinsteiger in den Phineas und Ferb Kosmos haben wir uns den „Monster-Marathon“ vorgenommen.
Das Buch ist in zwei Comics aufgeteilt.
Phineas und Ferb stellen sich in einer alternativen Welt Riesen-Insekten, die alles zerstören und erobern und bekämpfen diese mit klugen Ideen und Erfindungen.
Die Zeichnungen sind gruseltechnisch für die Altersklasse in Ordnung und es gibt überall etwas zu entdecken.
Der Comic ist durchgehend spannend mit vielen kleinen Wendungen und immer wieder neuen auftauchenden Herausforderungen, garniert mit Witz.
Der Endgegner, das riesige Schnabeltier, wird zum Ende hin auch ganz handzahm.
Der eigentlich böse Dr. Doofenshmirtz hilft den Kindern im ersten Teil, wird im zweiten Teil aber wieder zum fiesen Gegenspieler, der gegen Perry, das Schnabeltier kämpft, während Phineas, Ferb und ihre Freunde durch ein Labyrinth irren.
Der Wechsel von hilfsbereit zu Gegenspieler bringt Abwechslung und ist durch die separaten Comics gut gelungen.
Alltagsnah, aber viel Zucker
Cooking for Family von Julia Lanzke
Die Aufmachung des Buches ist sehr gut gelungen. Zu jedem Rezept gibt es ansprechende Fotos. Das Buch wirkt übersichtlich und aufgeräumt und nicht überladen. Die Anordnung der Life Hacks und Rezepte ist einheitlich.
Die Life Hacks sind haben eigene Seiten bekommen, die sich auf das Buch verteilen, das gefällt mir besser, als wenn alles in einem Kapitel abgehandelt würde.
Manches fand ich inspirierend, vieles kennt man aber auch schon als erfahrenere Mama.
Zwei Punkte gefallen mir nicht so gut:
Zum einen wird meiner Meinung nach auf ganz schön viel Küchenkrempel zurückgegriffen. Ich finde nicht, dass man z.B. extra einen Apfelausstecher, Spiralschneider oder Eierschneider braucht.
Ein ganz großer Minuspunkt ist für mich bei einem Familienbuch mit kleinen Kindern der Zuckeranteil in nahezu allen (auch herzhaften) Rezepten.
Fast jedes Rezept verwendet Haushaltszucker, Honig oder Ahornsirup – vor allem auch die Frühstücksrezepte sind damit gut bestückt und es werden hauptsächlich Weißbrote genutzt.
Positiv ist allerdings, dass Wert auf Gemüse gelegt wird und auch der Zeitaufwand und die Vorbereitungstipps (Meal Prep) sind gut und wertvoll.
Außerdem gibt es Tipps zur Resteverwertung und mehrere Rezepte für ein und dieselbe Zutat (z.B. 1x Kartoffeln kochen – 3 Gerichte daraus generieren).
Gut gefällt mir auch, dass es Hinweise dazu gibt, wielange man etwas im Kühlschrank aufbewahren kann, oder ob man es gut einfrieren kann.
Fazit: Lesenswert, wir kochen auf jeden Fall nach, werden aber abwandeln durch Einsatz von mehr Vollkornprodukten und Zuckerreduktion.
Überzeugend
Flut aus schwarzem Stahl von Anthony Ryan
„Flut aus schwarzem Stahl“ entführt uns in eine Fantasywelt, die stark an die nordischen Wikinger erinnert. Das Buch ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe.
Trotz (oder gerade durch) das sehr umfangreiche vielseitige Buch wird man richtig in die Welt und die vielschichtigen Charaktere eingesogen.
Es wird im Wechsel aus Sicht der vier Hauptprotagonisten erzählt. Das Buch wird dadurch nicht langweilig, man bekommt immer wieder eine neue Perspektive auf die Handlung und auch die Spannung kommt nicht zu kurz.
Ich kann zwar verstehen, dass der raue Ton im Buch nicht für jeden geeignet ist. Manche Szenen werden schon sehr brutal beschrieben – allerdings ging es früher bei den Wikingern auch sehr rau zu. Das muss man aber schon auch lesen mögen.
Mir hat der Aufbau der Charaktere besonders gut gefallen, eigentlich ist für jeden etwas dabei und alle wirken authentisch und haben ihre Rolle, ob sympathisch oder nicht.
Der Schreibstil ist manchmal etwas ausufernd, trägt aber auch dazu bei, dass man sich gut in die Welt hinein versetzen kann und hatte immer einen guten Flow.
Insgesamt hat mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Ohje…was war denn das?
Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict
Die ersten zweihundert Seiten habe ich noch gerne gelesen – eine entführte Autorin muss für ihren Entführer, den Wolf, Märchen schreiben, die tödlich enden und der Wolf führt diese aus. Die Ermittlerin Lyla, ist ihnen auf den Fersen.
Lyla blieb für mich von Anfang an sehr blass und konnte mich als Charakter leider nicht überzeugen.
Ich habe im Laufe des Buches darauf gewartet, dass da noch mehr kommt.
Aber plötzlich wurde das Buch handlungstechnisch nur noch absurd..wechselte von Thriller zu Fantasy, wurde zunehmend verwirrend und undurchsichtig und ich musste mich wirklich anstrengen es komplett fertig zu lesen.
Viele Stellen in dem Buch sind zudem nicht logisch und widersprechen sich selbst (eine Figur sagt zum Beispiel sie würde eine andere töten, verschont diese beiläufig und im nächsten Moment erklärt sie, wie wichtig es ist, dass Figur 2 auf sich achtet, da sie sonst selbst auch sterben würde….hä? Warum hätte sie sie dann anfangs zu töten geplant?)
Ich hatte teilweise das Gefühl, dass sich Alexandra Benedict selbst in den Wirrungen ihrer Handlung und Figuren verloren hat. Zudem hatte ich das Gefühl sie möchte in dem Buch ihr Können aus ihrem Studium des kreativen Schreibens zeigen. Es werden mehrfach Begriffe genannt, die auch ich als Vielleserin noch nie gehört habe und obwohl diese erklärt werden, fand ich das irgendwann ermüdend. Ja, es geht um eine Autorin und es werden Stilmittel eingeflochten, aber das hätte an ein oder zwei Stellen absolut ausgereicht.
Bei der Hauptprotagonistin hatte ich irgendwann das Gefühl (und die Hoffnung) sie hat die im Buch angebotenen Pilze gegessen, anders kann man sich den Handlungsverlauf nicht erklären.
Schon lange habe ich kein mehr so seltsames Buch gelesen. Und habe es auch so bald nicht mehr vor.
Friedvolles Kinderbuch
Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit von Aljoscha Long; Ronald Schweppe
„Der kleine rote Panda“ lädt dazu ein, auch scheinbar unscheinbare Augenblicke wahr zu nehmen und zu genießen. Für Kinder ist innehalten und staunen oft noch selbstverständlich. In der schnelllebigen Zeit, aber auch schwierig beizubehalten. Das Buch animiert genau dazu.
Optisch in einem großen Format mit vielen bunten Bildern dargestellt, zeigt es die Schönheiten der Natur.
Auf jeder Doppelseite trifft der kleine rote Panda Ming ein anderes Tier und bestaunt mit ihm die Wunder um uns herum (Geräusche, Gefühle, Wassertropfen usw.)
Besonders gut gefällt an dem Buch, dass die Kinder am Ende jeder Seite zum mitmachen aufgefordert werden, durch gezielte Fragen.
Auch ist das Buch sehr unaufgeregt und ruhig und friedlich. Es beginnt mit dem Tag von Ming und endet mit dem Abend in Papas Armen.
Ein sehr schönes Kinderbuch zum „herunter kommen“.
Verständnisvolles Ausklingen des Tages
Ich bin noch gar nicht müde! von Nicola Hengels-Stitou
Einschlafen, bzw. das Abschalten und Runterfahren am Ende des Tages ist manchmal ganz schön schwierig. Das Buch „Ich bin noch gar nicht müde!“ von Nicola Hengels-Stitou und Gareth Ryans richtet sich an Eltern und Kinder von ca. 3-5 Jahren.
In der Geschichte wird der Junge Mika beim Einschlafen begleitet und dabei werden alle möglichen Einschlafsituationen (wie z.
B. Mama statt Papa soll mich ins Bett bringen, Angst vor Monstern, Angst vorm Alleinsein, Gedankenkarussell etc.) geschildert.
Die Zeichnungen sind schön, der Text ist einfühlsam.
Das Buch ist dazu gedacht, dass man es gemeinsam mit dem Kind guckt. Am Ende jeder Situation befindet sich die Aufforderung an das Kind zu reflektieren: Was hilft dir beim Einschlafen? Was hilft dir, wenn du alleine bist?
Und ein Hinweis an die Eltern, warum das Kind gerade so reagiert.
Ich finde das ganz nett, da man dabei sein Kind auch nochmals besser kennen lernt. Allerdings fehlen mir teilweise auch konkrete detaillierte Vorschläge. Vieles weiß man einfach schon und ist daher nichts Neues.
Eventuell ist das Buch auch eher auf Neueltern ausgelegt.
Alles in allem ist es aber schön gemacht, weil es auch zum Schluss nochmals darauf hinweist, warum Kinder entsprechend reagieren und dieses Verhalten ganz natürlich und nicht „böswillig“ ist. Es hilft den Eltern mit mehr Verständnis und Geduld an die teilweise stressigen Einschlafversuche heran zu gehen.
Ruhiger "Thriller"
This Story Might Save Your Life von Tiffany Crum
Die Geschichte erzählt abwechselnd aus der Perspektive von Joy und ihrem besten Freund Benny seit dem Tag an dem sie sich kennen gelernt haben bis zu dem Tag und darüber hinaus an dem Joy und ihr Ehemann spurlos verschwunden sind. Joys Part ist als Manuskript dargestellt, welches Benny liest.
Beide sind Podcaster und man liest auch, wie der Schlagabtausch zwischen Benny und Joy abläuft.
Zumeist witzig und mit einer Leichtigkeit, das gefällt.
Relativ früh merkt man schon, wo die Reise hingeht, wenn auch nicht im Detail.
Deshalb ist das Buch für mich kein Pageturner. Die beiden Untertitel sind schlichtweg absolut falsch gewählt und passen nicht im Ansatz zum Inhalt.
Den Einstieg fand ich etwas schwierig und ich habe etwas gebraucht, bis ich wirklich gut in das Buch hineingekommen bin und auch mit Interesse gelesen habe. Es entwickelt sich aber gut und es wird Spannung aufgebaut. Die Charaktere sind interessant und überwiegend sympathisch und die machen das Buch auf jeden Fall aus.
Die Beziehung zwischen Joy und Benny fand ich teilweise ein wenig anstrengend. Sie mögen sich, aber keiner will es aussprechen, bzw. kommt immer etwas dazwischen. Man will sie schütteln und sagen: Jetzt redet doch mal offen miteinander.
Im Großen und Ganzen lesenswert. Für einen Thriller ist mir das Buch aber tatsächlich zu wenig dramatisch.











