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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sonne89:

Echte Charaktere

»Wenn Ende gut, dann alles« von Volker Klüpfel

„Wenn Ende gut, dann alles“ ist eine von Svetlanas ukrainischen Weisheiten, die sie gerne mit Tommi teilt. Tommi (Tommes) ist ein obdachloser Autor, der im Wohnmobil seines Vaters wohnt und nach der Trennung von seiner Freundin, versucht ein Buch zu schreiben. Svetlana ist seine Putzfrau, die schon für seinen Vater gearbeitet hat und nun bei Tommi Ordnung hält.

Beide finden zufällig ein kleines Mädchen, welches bei Regen einsam am Waldrand spaziert. Nachdem die Polizei eingeschaltet wurde, die Mutter unauffindbar bleibt und die beiden bei dem Mädchen einen Hilferuf fanden, versuchen sie, aus Interesse daran dem Mädchen zu helfen, selbst zu ermitteln.
Svetlana ist eine echte Type und trägt das Buch. Sie ist hilfsbereit, entschlossen, unnachgiebig und zieht Tommi mit, der sein Leben momentan nicht so ganz im Griff hat, es selbst aber nicht sieht. Die Dialoge der beiden sind oftmals sehr witzig, aufgrund Svetlanas nicht immer ganz einwandfreien Deutschkenntnissen und der Begriffsstutzigkeit von Tommi.
Erzählt wird aus der Sicht von Tommi. Manchmal stochern die beiden im Ungewissen, sie sind eben Amateure, doch dann nimmt ihre Ermittlungsarbeit auch Fahrt auf.

Das Buch ist Volker Klüpfels Debüt als Soloautor, nachdem er bereits seit Jahren u.a. zusammen mit Michael Kobr an der erfolgreichen Kommissar Kluftinger-Reihe schreibt. Kommissar Kluftinger ist natürlich schon ein Original und Svetlana kommt ihm schon nahe, kann ihm aber noch nicht ganz das Wasser reichen.
Dennoch ist das Buch durchaus unterhaltsam.
Was mir auch gut gefallen hat ist, dass Personen, die leider eher dem Rand der Gesellschaft zugeordnet werden, eine Stimme, bzw. eine Rolle in dem Buch erhalten, wie z.B. die ukrainischen Flüchtlinge und das Mädchen mit Down-Syndrom.
Ich bin selbst Mutter eines behinderten Mädchens und fand es richtig schön, wie selbstverständlich sich Svetlana und Tommi dem Mädchen annahmen. Ich würde mir wünschen, dass auch behinderte Menschen, wie selbstverständlich, Rollen in Büchern, Filmen etc. übernehmen dürfen. Gerne als Hauptrolle, für mehr Aufklärung, mehr Inklusion, mehr gesellschaftliches Miteinander.

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Wikinger mit alten Bräuchen in der heutigen Zeit

Racheritual von Ethan Cross

Wieder ein richtig gut gelungener Thriller von Ethan Cross. Bei „Racheritual“ handelt es sich um den ersten Band der Baxter-Kincaid-Reihe.
Baxter Kincaid ist Ermittler und kämpft mit seinen eigenen Dämonen, so ist er z.B. dem weißen Pulver nicht ganz abgeneigt, hat dennoch ein gutes Gespür bei der taktischen Arbeit.

Die Dialoge sind häufig mit viel Witz und Humor geschrieben, zeigen aber auch dunkle Seiten. Durch die vielschichtigen Charaktere, wird man als Leser durch den Schreibstil gepackt und kann nicht mehr aufhören zu lesen.
In dem Thriller wird versucht mehrere Serienmorde aufzuklären, die dem Ravenkiller zugeschrieben werden. Die Morde stehen alle im Zeichen der Nordischen Mythologie. Als Leser erfährt man auch so einiges darüber. Obwohl ich die Grundzüge kenne, haben mich einige Details überrascht und ich fand das ganze Buch durchgängig spannend.
Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Baxter Kincaid als Polizist fasst den Ravenkiller – anschließend neun Jahre später – Kincaid hat mittlerweile den Dienst quittiert, muss er den Ravenkiller erneut jagen.
Der Farbschnitt, der mich an eine Steintafel erinnert ist ebenso gut gelungen.
Eine klare Empfehlung für jeden, der gerne Thriller liest.

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Besonderes Highlight

Wieso? Weshalb? Warum? Leuchte und entdecke - Einsatzkräfte von Carola von Kessel

Ein sehr schönes und informatives Buch, welches von meinem Fünfjährigem mit viel Begeisterung empfangen wurde. Einsatzkräfte sind sowieso gerade das Thema Nr. 1 zu Hause. In dem Buch werden unter anderem Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdienst vorgestellt. Die Bilder sind wie gewohnt sehr farbenfroh und großflächig.

Viele Klappen bieten weitere Bilder oder Informationen. Die Texte sind kurz und informativ, genau richtig für die angegebene Altersklasse. Ein ganz besonderes Highlight sind die dunklen Seiten, die durch eine Papiertaschenlampe am Ende des Buches „beleuchtet“ werden können. Zwischen schwarzer Seite und bedruckter Folie erhellt die Lampe das Buch. Eine coole Idee, natürlich reicht auch ein helles Blatt Papier, aber so macht es mehr Spaß. Ich finde nur, dass die Taschenlampe aus etwas dickerem Papier sein könnte. Mein Sohn geht sehr gewissenhaft damit um, aber durch das ständige raus nehmen und hinten wieder einstecken, gerät sie doch relativ schnell in Mitleidenschaft.

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Weiterlesen lohnt sich

Self Care – sei gut zu dir von Sabine Hubbertz-Josat; Katharina Wick

Das Buch hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Erwartet hatte ich viele Tipps, wie Selbstfürsorge in den Alltag integriert werden kann, wie Selbstfürsorge aussehen kann etc. Das Buch geht aber tiefer. Im Grunde hilft es dabei das eigene Ich heraus zu kehren und sich selbst besser kennen zu lernen um im Umkehrschluss dadurch die eigenen Bedürfnisse erkennen und befriedigen zu können.

Der Ratgeber startet mit Erklärungen zu den einzelnen Bedürfnissen, wie soziale Kontakte, Ernährung, Bewegung, Stressmanagement. Diese Kapitel waren mir persönlich etwas zu ausführlich. Ich konnte dem nichts neues entnehmen. Nach dem ersten Drittel geht es dann mehr zur Sache. Schritt für Schritt setzt man sich selbst mehr mit sich selbst auseinander und im Laufe gibt es auch viele Tipps, z.B. zum Thema Motivation, Loslassen, Delegieren, Selbstfürsorge im Familienalltag usw.
Gut gefallen hat mir die Gliederung des Textes. Es sind kurze Kapitel, viele übersichtliche Grafiken dabei und in farblich markierten Blöcken werden auch wichtige Fakten herausgestellt.
Fazit: Ein sehr vielseitiger Ratgeber, der nicht nur aufklärt und beschreibt, sondern auch zur Umsetzung motiviert und mir auch viele neue Erkenntnisse gebracht hat.

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Motivierender Lesestart

Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Eine Prinzessin im Apfelbaum von Iris Tritsch

Mit rund 44 Seiten hat das Buch eine tolle Länge für Leseanfänger. Zu Beginn werden die Figuren vorgestellt und die Geschichte beginnt. Zwischendurch lockern Rätsel rund um die Buchstaben das Buch auf und helfen nochmals beim Sprachverständnis.
Die Schrift ist schön groß und der Text befindet sich zur Abwechslung auch schon mal in einer Sprechblase.

Die Bilder sind schön farbig.
Am Ende befinden sich Lese-Raben-Sticker, diese können nach geschafftem Kapitel in das vorgesehene Feld eingeklebt werden und auch nach jedem geschafften Rätsel. Das motiviert nochmals zusätzlich.
In der Geschichte kommt die Prinzessin Juno, die in einem Wolkenschloss lebt, zu Mia auf die Erde, nachdem der Wind sie hinabgefegt hat. Ohne ihre Flöte kann Juno nicht zurück. Mia hilft ihr dabei die Flöte zu finden und beide erleben in der Zwischenzeit eine schöne gemeinsame Zeit.

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Großer Lesespaß

Retter der Drachen - Sei schnell wie der Wind! (Retter der Drachen 1) von Annett Stütze; Britta Vorbach

Die Aufmachung des Buches gefällt uns super. Die Schrift ist schön groß und auf vielen Seiten befinden sich schöne bunte Bilder. Die Kapitel sind nicht zu lange. Die Hauptfiguren bestehend aus zwei Mädchen, einem Jungen und einem Drachen sind gut durchmischt. Lea kommt in eine neue Klasse und muss sich da erst mal zurechtfinden, zum Glück lernt sie schnell Julie kennen.

Das sind Alltagssituationen, die auch unsere Kinder kennen. Ich denke, dass sie sich daher gut mit den Hauptfiguren identifizieren können.
Lea wird im Verlaufe des Buches auch Verantwortung übertragen: Sie muss sich um ein Drachenei kümmern und anschließend um den geschlüpften Drachen Avindur, schnell werden sie und die anderen Kinder Freunde. Gemeinsam versuchen sie den bösen 13. Drachen aufzuhalten, der alle Drachenbabys fangen möchte, um der mächtigste Drache im Drachenreich zu sein.
Die Geschichte liest sich gut und flüssig. Es ist die richtige Mischung aus Realität und Fantasie. So machen Kinderbücher Spaß.

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Robin Hood der Moderne und Fahrrad-Ritter

Die wilden Robbins (Band 1) von Nina Rosa Weger

Das Buch startet mit einer kleinen Karte, in welcher die Häuser der wilden Robins gekennzeichnet sind. Anschließend werden die Charaktere alle einzeln und bildlich vorgestellt. Die Robins bestehen aus den drei Freunden: Rieke, Bretti und Strick-Liesel, sowie Riekes Schwester Minna und deren Hund Murkel.

Der Name der Bande ist von Robin Hood abgeleitet, den Rieke verehrt.
In der Siedlung gibt es aber auch noch die Ritterbande, mit denen sich die Robins bekriegen, haben die doch einen Erdhügel mitten auf den Trampelweg der Robins gebaut. Als der Bürgermeister, die Wiese, den die Banden nutzen, in einen Spielplatz verwandeln will, halten alle Kinder zusammen um ihre Interessen zu vertreten.
Für das Buch sollte man schon ein geübter Leser sein, da es sehr viel Text ist und 216 Seiten auch sehr umfangreich. Schwarz-weiß-Bilder sind vorhanden, aber anteilig eher wenig gemessen zum Text. Ich empfinde es als Vorlesebuch daher eher weniger geeignet.
Die Handlung ist spannend und die Figuren sind sympathisch und sehr unterschiedlich. Ich denke, hier ist für jedes Kind etwas dabei. Zudem zeigt es, dass man manchmal auch zusammen arbeiten muss um seine Ziele zu erreichen. Uns hat das Buch ganz gut gefallen.

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Nichts für zart Besaitete

Du kennst sie von Meagan Jennett

Das Buch „Du kennst Sie“ befasst sich mit gesellschaftskritischen Themen, wie der Gleichbehandlung der Frau unter Männern, Identitätsfindung und Gewalt gegenüber Frauen.

Sophie arbeitet als Barkeeperin und muss dabei leider oft mit dem sehr anzüglichen Verhalten von Männern umgehen, oder dem anderen Pendant damit nicht beachtet/beruflich nicht anerkannt zu werden.

Sie hat es satt niedrigere Arbeiten zu verrichten und hinter Männern aufzuräumen.
Als sie in eine Notsituation gerät, wehrt sie sich und wird zur Mörderin. Sie beginnt es zu genießen plötzlich Macht zu haben und sucht sich ihre Opfer von nun an selbst.

Nora ist eine junge Polizistin, die bereits viel zu viel gesehen hat, was Gewalt, insbesondere durch Männer anrichten kann. Ihr fällt es schwer damit umzugehen, weshalb sie irgendwie mit Sophies Taten sympathisiert, gleichzeitig aber auch versucht sie zu stellen.

Die Dynamik der beiden Frauen zueinander trägt das Buch, gut gelöst durch den abwechselnden Erzählstil.

Die Sprache des Thrillers ist sehr direkt, ehrlich und schonungslos und nichts für leicht Besaitete. Was mir nicht so gefällt ist, dass hier und da mit Metaphern gesprochen wird und durch die sehr detaillierte Beschreibung die Handlung manchmal nicht direkt auf den Punkt kommt.
Die Thematik des Buches ist nicht einfach und auch dem Schreibstil muss man volle Aufmerksamkeit widmen, es ist definitiv keine leichte Lektüre, dann saugt einen das Buch aber regelrecht ein und man will es nicht mehr aus der Hand legen. Definitiv ein Buch, welches einen nicht unbewegt zurück lässt.

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Gelungene Fortsetzung

Winterwölfe von Dan Jones

Winterwölfe ist der zweite Teil der Essex-Triologie von Dan Jones. Die Essex Dogs, das sind ursprünglich zehn Männer (mittlerweile bereits auf sechs dezimiert), Söldner, die im 14.Jahrhundert im Zeitrahmen des hundertjährigen Krieges ums Überleben kämpften.
Auch ohne geschichtliches Hintergrundwissen lässt sich das Buch gut lesen.

Da es sich bei den Protagonisten um allesamt sehr spannende und unterschiedliche Charaktere handelt, möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Außerdem gewinnt man einen Einblick in die Härte des damaligen Lebens, was mich wirklich fesseln konnte.
Der Autor, Dan Jones, ist selbst Historiker und findet das richtige Mittelmaß zwischen Fakten und Fiktion.
Die Essex-Dogs-Triologie ist für mich eine klare Empfehlung wert, da es sich dabei nicht so sehr um den höfischen Adel und Stände dreht, wie in den meisten anderen historischen Romanen, sondern eben um die Söldnergruppe, die auf der Straße ihren Lebensunterhalt bestreitet. Diese Perspektive bietet eine gelungene Abwechslung für jeden Historien-Fan.

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Auch Nachtgestalten schlafen

Huiii, wer ist denn da noch wach? – Ab ins Bett und Gute Nacht! von Christine Kugler

Theo das kleine Gespenst geistert durch Schloss und Umgebung, da es nicht schlafen kann. Dabei trifft es viele andere kleine Gruselgestalten, wie eine Hexe, ein Vampirmädchen, einen Werwolf. Jede Gestalt hat einen anderen Grund, warum es nicht schlafen kann und zusammen mit Theo wird Abhilfe geschafft.

Das Buch hat eine tolle Haptik mit festen Kartonseiten, perfekt für das Alter um die 2 Jahre herum. Auch die Klappen sind dementsprechend einigermaßen stabil (bei vorsichtigen Kindern).
Das Buch zeigt zwar eine breite Palette an Farben, aber eher gedeckt, da sich die Kinder schon in der Dämmerung/kurz vorm Einschlafen befinden, das wirkt beruhigend.
Die Gruselgestalten sind auch überaus freundlich gezeichnet und verhalten sich auch freundlich und kindgerecht. Dadurch nehmen sie der Nacht auch etwas den Schrecken.
Der Text ist in kurzen, sinnvollen Reimen dargestellt.
Meine beiden Kinder hatten beide Spaß beim Bestaunen des Buches. Durch die Klappen können die Kinder auch direkt noch selbst mitmachen, während des Vorlesens.

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