Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nele33:
Sehr packend
Der Blutdürstige von Mike Omer
Der Blutdürstige des Autors Mike Omer knüpft da an, wo der Bestatter endet.
Eine Frauenleiche wird stranguliert aufgefunden, bei der Obduktion kommt ein grausiger Verdacht auf: der Mörder hat auch Blut des Opfers getrunken. Da die Tote mit der Handschrift von Rod Glover erdrosselt wurde, und dieser einen anderen Modranti hat, als das Blut seiner Opfer zu trinken,steht die Polizei vor einem Rätsel, es muss einen zweiten Täter geben.
Hat sich Rod Glover einen Komplizen gesucht? Wer ist der zweite Mann? Was hat die Kirchengemeine des Opfers damit zu tun?
Zoe Bentley`s Albtraum wird wahr, wieder macht sie Jagd auf den Serienmörder Rod Glover, der sie seit ihrer Jugend tot sehen will und sie schon einmal in seiner Gewalt hatte. Bei den Ermittlungen wieder an ihrer Seite, der geduldige Tatum, der sie schon mehr als einmal bei ihren unkonventionellen Methoden gedeckt hat.
Nur diesmal verliert Zoe durch ihre persönliche Involviertheit in den Fall zunehmend die Kontrolle und sie steht kurz vor der Abziehung des Falles. Es geschehen mehrere Morde, die Zoe und ihr Partner nicht verhindern können. Langsam können sie allerdings die Fäden immer enger ziehen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Der Blutdürstige beginnt spannend und es gelingt dem Autor, die Spannung während des ganzen Buches bis zu Finale hochzuhalten. Es ist interessant die Gedanken der Täter mitzubekommen und der Aspekt des Bluttrinkens wird sehr anschaulich dargestellt und selbst der Ursprung dieser Erkrankung wird in die Geschichte eingearbeitet. Dieser Thriller ist nicht unbedingt für Zartbesaitete gedacht, enthält er doch ziemlich detailierte Beschreibungen der Gräueltaten.
Für mich war dies wieder ein toller Thriller von Mike Omer und ich warte gespannt auf den nächsten Band.
Von mir gibt es für das Lesevergnügen 5*****
kindgerechtes Wissen
Expedition Natur: WILD! Der Steinkauz von Annett Stütze; Britta Vorbach
Bei dem Buch Wild! Der Steinkauz handelt es sich um ein Kooperation Buch des Verlages mit dem BUND. Diese Tatsache kann ich nur positiv bewerten, gibt es doch in der heutigen Zeit leider zu viele Kinder, die aufgrund uninteressierter und unmotivierter Erwachsener mit der Natur und den Tieren um uns herum nicht mehr viel anfangen können, was auch einfach am Nichtwissen liegt.
Den Einstieg ins Buch macht die Geschichte mit dem Aufeinandertreffen eines jungen Steinkauzes der seine Frau findet, sie Eier brüten und die kleinen Steinkäuze aufziehen. DIe Schwierigkeiten die sich dabei durch die NAtur, den Menschen ergeben werden schön dargestellt. Dann kommt der Tag, an dem die kleinen Steinkäuze flügge werden. Schaffen sie es sich ein eigenes Umfeld zu suchen?
Im Anschluss an die wirklich schöne Geschichte kommt ein Sachbuch Teil, in dem wir noch viel wissenswertes über den Steinkauz erfahren.
Dies alles wird äußerst kindgerecht und spannend vermittelt. Ein Buch mit pädagogischem Anspruch der hoch angesetzt ist.
Einzig mit der Altersgabe gehe ich nicht konform, mit Begleitung finde ich dieses Buch schon für Vorschulkinder sehr empfehlenswert.
Komplex
Der Würfelmörder von Stefan Ahnhem
Der Würfelmörder ist der 4. Band um Fabian Risk und sein Team.
Schon der Prolog war spannend und zeigte Fabians Kollegen in mörderischer Aktion.
Der Inhalt bezieht sehr stark auf den Vorgänger Band und ohne die Vorkenntnisse wird es schwierig sein in das Geschehen einzutauchen.
Der Stil des Autors ist wie gewohnt packend und sehr detailreich in der Schilderung.
Nach dem letzten sehr intensiven Fall für Fabian Risk, bei dem seine Tochter fast zu Tode kam, nimmt er sich eine Auszeit um sein Privatleben wieder auf die Reihe zu bekommen-seine Ehe steht vor dem aus, sein Sohn war in widerliche kriminelle Aktionen verstrickt und er selber ziemlich ausgelaugt und am Ende.
Der Thriller besticht durch viele Handlungsstränge, was ein konzentriertes Lesen erforderlich machte und auch die Themen gehen über Rechtsradikalität, Pädophilie, psychopatischen Serienmörder zu seiner Kollegin, die noch eine Rechnung mit ihrem Chef offen hat und untergetaucht ist.
Fabian Risk taucht erst nach ca einen Viertel des Buches auf, als seine Kollegen Irene Ilja und Klippan die Häufung der Fälle nicht mehr alleine bewältigen können.
Neben der laufenden Ermittlung widmet sich Risk noch der Suche nach dem Mörder seines Kollegen, der Molander einem anderen Kollegen auf der Spur war, bevor er unter äußerst seltsamen Bedingungen zu Tode kam.
Der Autor löst quasi keinen Fall in seinem Thriller auf, was mich jedoch nicht störte, da der Plot und die Spannung die Geschichte stimmte und da nun der nächste Band gleichzeitig erschienen ist, kann ich nun weiterlesen.
Pädagogisch wertvoll
Der Würfelmörder von Stefan Ahnhem
Die Reihe "Wieso? Weshalb? Warum? begleitet mich und meine Familie schon seit Urzeiten. Als Erzieherin habe ich diese Reihe immer sehr geschätzt, vermittelt sie doch kompakt und spielerisch umfangreiches Wissen kindgerecht.
In dem Band "Alles über Bäume" haben die Kinder die Möglichkeit auch etwas über Bäume ausserhalb der heimischen wie Buche, Fichte und Eiche zu erfahren.
Da gibt es z.B. den interessanten und imposanten Mammutbaum.
Durch die Klappen wird alles spannend und nachhaltig vermittelt.
Der Lebenszusammenhang und der Einfluss der Bäume auf den Menschen wird super ausgearbeitet. Was können wir von den Bäumen essen, wie wird ein Baum zum Möbel und Brennholz? All dies sind Themen dieses umfangreichen Buches.
In Kitas muss allerdings sehr auf die Klappen geachtet werden, da die Bücher von mehreren Kindern genutzt werden.
Ich kann die gesamte Reihe für kleine Entdecker nur empfehlen.
Camping ala Bergmann
Ans Vorzelt kommen Geranien dran von Renate Bergmann
Die Bücher von Renate Bergmann haben mittlerweile schon viele Fans und Anhänger.
Diesmal nimmt die Seniorin den Leser mit zu dem Campingurlaub mit ihrem befreundeten Ehepaar Kurt und Inge.
Alleine das besichtigen des "Schlafwagens" war herrlich beschrieben und ich musste einige Male herzhaft lachen.
Dann die 3 Koffer mit dem "Nötigsten" und natürlich die Geranien, die ja sonst vertrocknen, müssen mit. Was alles bedacht werden muss...unglaublich.
Die Beschreibungen der Mitcamper und die daraus resultierenden Begegnungen wecken Erinnerungen an eigene Camping-Erlebnisse und lassen Erfahrungen aufleben.
Wie immer ist die Geschichte sehr kurzweilig geschrieben, mit der richtigen Prise Humor und zwischendrin auch mal so richtig schön sarkastisch.
Normalerweise ist dies so gar nicht meine Lektüre, aber für Oma Bergmann mache ich da gerne eine Ausnahme.
Herrlich für zwischendurch und zum abschalten.
Krimi mit Humor
Rupert undercover - Ostfriesische Mission von Klaus-Peter Wolf
Rupert undercover-Ostfriesiche Mission macht Lust auf Nordsee und lässt sich locker leicht lesen.
Rupert, bekannt als Polizeikommissar aus den Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf, träumt schon lange von einer Karriere beim BKA, doch diese haben seine Bewerbungen schon des öfteren abgelehnt-ihm fehle die nötige Qualifikation.
Nun bekommt Rupert aber genau an seinem Geburtstag die Chance sein Können unter Beweis zu stellen. Er sieht einem Gangsterboss zum verwechseln ähnlich. Entgegen der Meinung seines Team, allen voran seine Chefin Ann-Kathrin, stimmt Rupert dem Undercover Einsatz zu. Ohne große Aufklärung ist Rupert schnell auf sich allein gestellt- und Rupert wäre nicht Rupert, wenn es an der ein oder anderen Stelle nicht etwas zu schmunzeln gäbe. Er findet gefallen an seinen Möglichkeiten als Gangsterboss, an dem Geld und endlich kann er mal der Chef sein.
Was ziemlich gemütlich beginnt entwickelt sich schnell zu einem spannenden Krimi mit einer gehörigen Portion Humor.Das Finale ist super ausgearbeitet und macht Lust auf den nächsten Undercover Solo Einsatz von Rupert. Zum Ende hin überzeugt er auch seine zweifelnden Kollegen.
Dieser Krimi beschreibt die Orte und Begebenheiten an und in der Nordsee so wirklichkeitgetreu, dass ich zeitweise das Gefühl hatte, selbst über eine der Inseln zu laufen und einzukehren.
Eine klare Leseempehlung und 4****
Plätschernd
Der Knochengarten von Val McDermid
Der 11. Fall von Carol Jordan und Tony Hill führt zu 40 Kinder- Skeletten in einem ehemaligen Klostergarten, doch dabei alleine bleibt es nicht.
Wobei der Fall in diesem Buch nicht wirklich von Carol und Tony bearbeitet wird, da Tony im Gefängnis sitzt und Carol nicht mehr im Polizeidienst ist.
Auf Tonys Drängen beginnt Carol mit einer Behandlung für ihre PTBS und weiter gegen die Alkoholsucht.
Die neue Leitung des ReMit ist für Carols ehemaliges Team sehr gewöhnungsbedürftig und war für mich kein Sypathieträger.
Im ersten Teil der Geschichte geht es hauptsächlich um die jetzigen Leben von Carol und Tony, dadurch kam für mich auch wenn es interessant war, die erwartete Spannung nicht wirklich auf.
Im Verlauf der Geschichte tauchen sehr viele Namen auf, so dass ich mich schon sehr konzentrieren musste um den Überblick zu behalten.
Die Autorin schafft es jedoch, die unterschiedlichen Handlungsstränge gut miteinander zu verbinden.
Alles im allen war " Der Knochengarten" für mich kein Thriller, da mir durchweg die versprochene Spannung vom Klappentext fehlte.
Persiflage
SoKo Heidefieber von Gerhard Henschel
Gerhard Henschels "Soko Heidefieber" ist eine Persiflage auf das Genre Regionalkrimi.
Eine Krimi Lesung und kurz danach wird der Autor ermordet. Ermordet nach dem Vorbild seines eigenen Krimis.
Ein Fall für den Kommissar Gerold Gerold (alleine dieser Name) und seine Kollegin Ute Fischer.
Nachdem der nächste Autor wieder nach den Szenarien seines Buches umgebracht wird, wird die Soko Heidefieber gegründet. Es reiht sich Leiche an Leiche und die Regional-Krimi Autoren in Deutschland und sogar Österreich leben in Angst und Schrecken. Wer von ihnen wird das nächste Opfer sein.
Leser, die einen ernsten Über-Regional Krimi werden enttäuscht sein, nimmt Gerhard Henschel dieses Genre doch dermassen überspitzt aufs Korn, dass man denken könnte, das Satire Magazin Titanic hätte seine Finger im Spiel gehabt. Zeitweise habe ich mich ob der Absurdität des Verlaufs der Geschichte köstlich amüsiert und auch der ein oder andere Lacher sind mir beim Lesen herausgerutscht.
Teilweise störten die eingeschobenen Mundart- Sätze den Lesefluss, machten den Krimi aber damit gerade sehr authentisch. Die Sprache ist einfach gehalten und stellt keine großen Ansprüche an den Leser.
Ich lasse es mal dahingestellt, wie die Regionalkirmi - Autoren mit diesem Buch umgehen, ob der Humor ausreicht, wenn das eigene Schreiben dermassen durch den Kakao gezogen wird.
MIr persönlich hat dieser doch ganz andere Regional Krimi gut gefallen, ein nettes Buch für zwischendurch auf dem Balkon.
Bedrückend
Das Netz von Lilja Sigurðardóttir
Das Netz von Lilja Sigurðardóttir ist ein Auftaktband zu einer spannenden Isalnd Trilogie.
Sonja, eine völlig verzweifelte Mutter, gerät an die falschen Leute und versucht für den Sorgerechtsstreit um ihren Sohn Tomas Geld zu verdienen. Sie wird gezwungener Maßen Drogenkurierin um das Leben ihres Sohnes nicht zu gefährden.
Sie hat einen Notfallplan um den gefährlichen Machenschaften zu entkommen.
Da ahnt sie noch nicht wie tief sie schon gefangen ist. Selbst ihrer Geliebten Agla spielt sie ein völlig anderes Leben vor, was der Beziehung nicht gerade gut tut.
Dann gibt es noch den Zollbeamten Bragi: Kurz vor der Pensionierung fällt ihm die zu perfekte Sonja am Flughafen vermehrt auf und er wittert die Möglichkeit zum Ende seiner Laufbahn den großen Coup zu landen.
Alle drei Protagonisten haben sich in einem Konstrukt aus Lügen und Unsicherheit verstrickt und es war fraglich, in wieweit sie dieses noch einmal verlassen können.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Sonja, Agla und Bagri erzählt. Es dauert eine Weile bis die drei einzelnen Schiksale die miteinander verwoben sind aufgelöst werden.
MIt "Das Netz" ist der Autorin ein spannender Einstieg in die Trilogie gelungen, den ich allerdings nicht als klassischen Krimi einordnen würde, da es sehr lange um die Schmuggelaffäre und die Bankenkrise in Island geht. Die Spannung wird durch den tiefen Einblick in die Charaktere hoch gehalten und gibt einen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele und zu was Menschen aus Liebe und Angst fähig sind.
Kein Krimi für Leser die Blut und viele Tote brauchen, eher eine Seelenstudie über Menschen in Ausnahmesituationen.
Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt und der Folgeband ist notiert.
Verschwunden
flüchtig von Hubert Achleitner
Mit dem Buch "flüchtig" trifft der Leser auf den Autor Hubert Achleitner, seit Jahren als Musiker Hubert von Goisern bekannt, was für mich beim Lesen des Klappentextes für eine Überraschung sorgte.
Maria ist weg, einfach verschwunden. Herwig versteht die Welt nicht mehr.
Maria, mit der er doch so lange vermeintlich glücklich verheiratet ist.
Sie hat ihr Leben mit Herwig satt und flüchtet, gleichzeitig macht sie sich aber auch auf die Suche nach sich Selbst. Nur kurz begleitet der Leser die Flucht von Maria, es legt sich das Augenmerk auf den zurückbleibenden Ehemann. Eingebettet wird dies alles in poetische Sprache und mit Klängen untermalt, dennoch alles immer ein wenig flüchtig. Der Titel passt wirklich perfekt zum Inhalt der Geschichte.
In allen Zeilen merkt man, hier schreibt jemand, der sich seit Jahren mit Texten und dem Leben auseinandersetzt, der es schafft in den Text die Melodien verschiedenster Künstler geschickt unterzubringen, der die Seele schwingen lassen kann. Dennoch ist es kein Buch, welches nach Leben ruft, sondern auch nachdenklich macht. Was ist das Leben, was sucht die Seele?
Ich hatte mit "flüchtig" einige angenehme Lesestunden.










