Kunden em pfehlungen
Rezensionen von warda:
Zusammenkunft von Trauernden
Das Verhalten ziemlich normaler Menschen von K. J. Reilly
In diesem Jugendroman geht es um Asher, dessen Mutter nach einem tragischen Unfall verstirbt. Er ist ergriffen von Wut und Zorn, sodass ihm nichts wichtiger erscheint, als Rache an dem unfallverursachenden LKW-Fahrer zu verüben. Er besucht verschiedene Selbsthilfegruppen und trifft dabei auf die unterschiedlichsten Leute, die ebenfalls mit einem Verlust zu kämpfen haben und ihn im Gegensatz zum eigenen Umfeld besser verstehen können.
Asher begibt sich auf den Weg nach Memphis, um seinen Plan zu verfolgen und den Mörder seiner Mutter zu stellen. Dabei begleiten ihn der 80-jährige Henry sowie die zwei Jugendlichen Sloane und Will, die von dessen Absicht erst einmal nichts wissen. Die Reise ist sehr emotional und geht mit vielen Veränderungen und Entscheidungen einher. Auch die Bindung zwischen den vier Trauernden wird inniger und es entwickelt sich eine Freundschaft.
K. J. Reilly schreibt über ein doch sehr trauriges Thema, das keine leichte Kost ist. Hierbei schafft sie es dennoch durch Humor ein Lächeln beim Lesen herbeizuzaubern. Neben der Düsterkeit gibt es auch Schönheit und Heilung, was die Lektüre so wertvoll macht.
Hilfreich!
Resilienz - Seelenschokolade: Der Weg zu mentaler Stärke, Selbstbewusstsein und körperlichem Wohlbefinden von Julia C. Colella
Julia Colella befasst sich in „Resilienz – Seelenschokolade“ mit Themen wie mentaler Stärke, Wohlbefinden und Selbstbewusstsein sowie dem Zusammenwirken von Körper und Seele. In acht Kapiteln sind neben den inhaltlichen Beiträgen auch zahlreiche Tipps sowie passende Übungen enthalten, sodass das Erlernte durch die Anwendung besser verinnerlicht werden kann.
Ergänzend sind im gesamten Buch viele Fragen eingebaut, die zur Reflexion anregen und die Beschäftigung mit dem Inhalt ebenfalls auf ganzheitlicher Ebene intensivieren. Der Schreibstil ist angenehm und auch die persönlichen Erfahrungen der Autorin runden das Buch ab.
Die Lektüre ist ein hilfreicher Begleiter sowie ein gutes Nachschlagewerk, das man immer wieder durchblättern kann, um sich Themen zur Resilienz und zum Wohlbefinden ins Gedächtnis zu rufen.
Zwischen Enttäuschung und Hoffnung
Der Morgen nach dem Regen von Melanie Levensohn
Melanie Levensohn schreibt in diesem Roman über eine angespannte Mutter-Tochter-Beziehung und von Missverständnissen in der Kommunikation.
Mutter und Tochter kommen nach jahrelanger Distanz ungewollt durch ein gemeinsames Erbe der Tante zusammen und die Konflikte spitzen sich zu. Doch der Morgen nach dem Regen verspricht überraschenderweise eine Wendung in ihrer Beziehung und es erwacht Hoffnung.
Sie fangen an ehrlich und offen über die Vergangenheit, Erwartungen und Enttäuschungen zu sprechen, sodass sie sich aneinander nähern können.
Die Autorin schafft es mit ihrem leichten und bildhaften Schreibstil die Leser*innen emotional abzuholen, sodass man mit den Protagonisten hofft und mitfiebert. Man kann sich auf die Handlung einlassen, was auch mit der authentischen Skizzierung der Charaktere zusammenhängt. Daher kann ich diese Lektüre sehr empfehlen!
Innere Mitte
Die Kunst des InnSæi von Hrund Gunnsteinsdóttir
Das Buch "Die Kunst des InnSæi" besteht aus fünf Kapiteln, in welchen unter anderem der Begriff des Innsaei näher ausgeführt wird. Gunnsteinsdóttir hebt hervor, wie uns die moderne Welt einnimmt und damit eine Entfremdung von unserem Bewusstsein einhergeht. Daher ist die Auseinandersetzung mit der Innenwelt und Achtsamkeit so bedeutsam.
Es werden verschiedene Achtsamkeits- und Atemübungen beschrieben und weitere Tipps gegeben, um die eigene Innenwelt besser kennenzulernen und sich mit dieser zu befassen.
Mir hat die Herangehensweise der Autorin durch die Übungseinheiten als auch die biographischen Elemente zugesagt. Ich fand es nicht belehrend, sondern konnte ihr inhaltlich gut folgen und für mich einige Anregungen mitnehmen. Für Einsteiger in Themen wie Achtsamkeit und die innere Mitte ist das Buch eine gute Lektüre.
Gedankenkarussell
Genug gegrübelt, lieber Kopf! von Katharina Tempel
Dr. Katharina Tempel beschäftigt sich in ihrem Buch „Genug gegrübelt, lieber Kopf! - Wie du dich von quälenden Gedanken befreist und mehr Leichtigkeit gewinnst“ mit dem Phänomen von nicht endenden Gedankengängen, die sich nur schwer lenken lassen, und somit auch Einfluss auf die Lebensqualität nehmen.
Die Themen sind in sinnvolle verschiedene Kapitel unterteilt und werden mit grafischen Darstellungen sowie Zeichnungen ergänzt. Die Beispiele runden den inhaltlichen Input ab, sodass man ein besseres Verständnis hierfür erhält. Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin bekommt man beispielsweise Einblick in die Funktion von Gedankenkreisen oder geht der Frage nach, wieso Pessimisten aufgrund ihrer Gedanken schwerer ans Ziel zu kommen scheinen.
Für den Einstieg in diese Thematiken kann ich das Sachbuch definitiv empfehlen!
Ergreifend...
Zwischen den Welten von Hadley Vlahos
Die Autorin Hadley Vlahos ist eine junge Frau, die in Louisiana als Krankenschwester in der Hospizpflege tätig ist. In „Zwischen den Welten“ schreibt sie in zwölf Geschichten vom Leben Schwererkrankter. Durch ihre warmherzige Art begegnet sie den Menschen mit einer respektvollen Haltung und beschreibt einfühlsam von ihrem Übergang in das Jenseits.
Die Einblicke in ihre eigene berufliche und private Biographie runden die Geschichten ab. Beim Lesen geht hervor, mit welcher Hingabe sie ihrer Tätigkeit nachgeht und wie feinfühlig sie bestimmte Themen beschreibt.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass sich die Lektüre trotz der Emotionalität angenehm lesen lässt. Man denkt viel über die eigene Haltung zum Leben nach und reflektiert tiefgründiger über so manche Themen, die im Alltag eher untergehen. Daher kann ich das Buch wärmstens empfehlen!
Vom Klarkommen danach
Mein drittes Leben von Daniela Krien
Daniela Krien schreibt in „Mein drittes Leben“ über den Umgang mit dem tragischen und plötzlichen Verlust des eigenen Kindes. Linda kämpft sich nach diesem Schicksalsschlag zurück ins Leben, indem sie sich von ihrem bisherigen, gut situierten, Lebensstil abwendet, und auf einen Hof in dörflicher Gegend zieht.
Doch auch diese Gelegenheit der Trauerbewältigung wird ihr entzogen, sodass sie sich Schritt für Schritt durch den Kontakt zu anderen Familienmitgliedern öffnet und weiterkämpft.
Die Autorin hat einen sehr klaren und eindrücklichen Schreibstil. Durch die gelungene Darstellung der Gedanken- und Gefühlswelt von Linda, kann man sich gut in sie hineinversetzen und ihre Emotionen gewissermaßen nachempfinden. Aufgrund meiner eigenen Erfahrung bezüglich Trauer, hat mich der Roman sehr nachdenklich gestimmt und einige Zeit nicht losgelassen.








