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Rezensionen von DoraLupin:

Mrs. Potts geht in die dritte Runde

Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister,1 Audio-CD, 1 MP3 von Robert Thorogood

Dies ist bereits der dritte Krimi rund um Mrs. Potts und ihren Mordclub. Man könnte die Geschichten wohl unabhängig voneinander hören, da der Fall an sich jedesmal abgeschlossen wird, aber das "Drumrum" und das kennenlernen der Charaktere macht es natürlich sehr viel einfacher wenn man die Geschichten in passender Reihenfolge hört oder liest.

Dieses mal stirbt der Bürgermeister von Marlow während einer Stadtratssitzung. Er war allseits beliebt bei den Menschen des Ortes und dies macht es schwer überhaupt von einem Mord auszugehen, denn wer sollte den netten Mann getötet haben? In seiner Kaffeetasse jedoch finden sich Spuren von Eisenhut und die Polizei beginnt wegen Mordes zu ermitteln. Die Polizei ernennt Judith Potts und ihre Freundinnen Suzie und Becks zu zivilen Beraterinnen. Deshalb dürfen auch sie nun ganz legal Verdächtige befragen und Hinweisen nachgehen.

Der Schreibstil der Geschichte ist sehr einfach und leicht verständlich, so kann man sich ganz auf den Inhalt und den Mordfall konzentrieren. Da ich nun schon das dritte mal mit dabei bin, hatte ich sofort wieder einen Draht zu den drei Frauen und dem kleinen Städchen und es war wieder einiges an Humor mit dabei der mich zum schmunzeln gebracht hat. Besonders gerne mag ich Becks und Suzie, Judith selbst fand ich diesmal etwas dreist und übergriffig wie sie mit den Leuten spricht. Teils fand ich das etwas zu viel des guten, obwohl es humorvoll sein sollte.

Der Kriminalfall liefert viele Verdächtige und mögliche Motive und so hat es Spaß gemacht auch als Hörer der Geschichte etwas mitzuermitteln und eigene Theorien im Kopf zu entwickeln. Das Motiv am Schluss ist nachvollziehbar, aber wie die drei auf den Täter und die Tat an sich kommen fand ich nicht ganz gelungen und stimmig.

Die Sprecherin hat ihren Job gut gemacht und hat vorallem Judith wieder sehr witzig gelesen. Ihre Stimme passt gut zu dieser Krimireihe und ich hatte wieder Spaß am ermitteln. Gerne sehe ich die drei bei einem neuen Krimi wieder.

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Habe ich mir emotionaler vorgestellt

Im Warten sind wir wundervoll von Charlotte Inden

Als ich den Klappentext der Geschichte gelesen habe, war ich gleich Feuer und Flamme für dieses Buch und wollte es unbedingt lesen. Ich hatte vorher noch nicht so viel von den War Bride gelesen und hatte da richtig große Lust drauf und eine Erwartung an eine sehr emotionale und romantische Geschichte! Ich habe das Buch auch recht gerne gelesen, aber es konnte mich leider nicht ganz so begeistern und mitnehmen wie ich mir dies gewünscht habe.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, einmal begleiten wir Luise Adler dabei wie sie sich kurz nach dem zweiten Weltkrieg in einen amerikanischen Soldaten verliebt und die nach langer Wartezeit 1948 endlich die Chance erhält ihrem Geliebten nach Amerika zu folgen, als sogenannte "War Bride". Doch obwohl die letzten Briefe der beiden voll zärtlicher Worte waren, taucht ihr Verlobter nicht am Flughafen auch und einige New Yorker Zeitungen schreiben über die junge Frau die einsam am Flughafen steht. Schon bald flattern Angebote von anderen Männern ins Haus. Wie wird Luise sich entscheiden?

Die andere Geschichte spielt in der Gegenwart und Luises Enkelin ist auf dem Weg in die USA zu ihrem Freund. Auf dem Flug dorthin lernt sie einen sehr netten Mann kennen und erzählt ihm von der romantischen Geschichte ihrer Großmutter.

Die Geschichte startet sehr interessant mit Luises Ankunft am Idlewild Flughafen 1948 und man ist direkt in der Geschichte dabei! Kurz darauf jedoch springt das Buch in der Zeit zurück und die Geschichte erzählt lange Zeit vom Kennenlernen Luises und ihrem Verlobten kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs. Tatsächlich geht es nur ungefähr das letzte Drittel der Geschichte wirklich um die Zeit in New York und ihre Erlebnisse und ihr Bangen und Warten dort. Ich hatte mir hier gewünscht dass es weniger darum geht wie sich die die beiden kennen gelernt haben sondern mehr um das Schicksal der War Bride.

Normalerweise stören mich Geschichten auf zwei Zeitebenen nicht sehr, aber bei dieser war ich manchmal verwirrt wusste ich teils nicht n welcher Zeit im mich genau befinde. Gegen Ende der Geschichte hat sich das aber dann gegeben. Leider muss ich sagen, dass mich der Strang in der Gegenwart überhaupt nicht berühren konnte, ich fand ihn kitschig und sehr vorhersehbar. In meinen Augen hätte man diesen komplett weglassen können, er hat der Geschichte keinen Mehrwert gegeben.

Aber auch Luise und ihrem Verlobten Hunter bin ich emotional leider nicht so nah gekommen wie ich mir dies gewünscht hatte und so war es eine nette Geschichte, die man durchaus gut lesen kann, die mich aber nicht so abgeholt hat wie andere historische Romane.

Fazit: Vielleicht war es einfach die falsche Geschichte zur falschen Zeit, aber ich hatte mir das Buch emotionaler vorgestellt. Dennoch ist es eine empfehlenswerte Geschichte für Leser, die eine leicht zu lesende Leküre suchen und ein wenig mehr von den War Bride erfahren möchten. Das Nachwort fand ich interessant zu lesen und aufschlussreich.

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Spannendes, raues Abenteuer

Klippo von Tobias Goldfarb

Das Cover mit dem schemenhaften Jungenabbild zwischen den Klippen wirkt sehr geheimnisvoll und passt mit seiner Durchsichtigkeit ausgesprochen gut zur Geschichte! Es hat mich sehr neugierig gemacht auf den Inhalt und ich musste das Buch deshalb einfach lesen.

Die Geschichte handelt von Klippo, der mit seinen Eltern vor den gefürchteten Salpetern fliehen muss.

Schutz bietet ihnen nur die raue, mystische Insel Narom Rok. Doch ist Klippo hier wirklich in Sicherheit oder tun sich noch ganz andere Geheimnisse und Abenteuer auf?

Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, einerseits ist dieser sehr einfach und leicht verständlich und eignet sich daher unglaublich gut für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen, anderseits ist das Buch aber auch sehr spannend und mitreißend geschrieben, sodass man am liebsten immer weiter lesen möchte und kaum einmal das Buch auf der Hand legen kann da es so spannend ist. Ausserdem versteht der Autor es die raue Insel und das tiefe Meer sehr lebendig und bildhaft zu beschreiben!

Das Buch ist voller Geheimnisse und allen voran geht es immer darum wer genau Klippo ist und was für Geheimnisse ihn umgeben. Als Leser kann man sehr gut miträtseln und mitfiebern und so bietet das Buch ein tolles Abenteuer!

Ein kleines Extra ist das Daumenkino mit Klippos Fellfreund Red, einem Hermelin. Die Kapitel im Buch sind erstaunlich lang für ein Kinderbuch und hätten in meinen Augen etwas gekürzt werden dürfen. Auch einige Beschreibungen der Meerestiere fand ich etwas eklig und hätte sie mir in einem Kinderbuch gekürzt gewünscht. Aber dennoch fand ich die Idee und die Geschichte so gelungen das ich trotzdem die vollen fünf Sterne gebe, sowie eine Leseempfehlung. Mich konnte das Buch sehr begeistern.

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Wieder ein Schmuckstück für Kinder und Erwachsene

Earhart von Torben Kuhlmann

Ich habe bereits das Buch "Einstein" von Torben Kuhlmann gelesen und betrachtet und wieder ist ihm ein ganz zauberhaftes Buch gelungen, das man wirklich für Klein und Groß gleichermaßen empfehlen kann. Diese Bücher sind wirklich etwas ganz besonderes und laden die ganze Familie zum Betrachten ein.

Es gibt wohl kaum ein Buch, dass sie liebevoll und großartig gezeichnet wurde, wie die Mäuseabenteuer von Torben Kuhlmann. Man entdeckt hier wirklich Finesse in jedem Detail und so lädt das Buch ein es immer wieder aus dem Regal zu nehmen und zu betrachten.

Dieses Mäuseabenteuer dreht sich um eine kleine Wühlmaus die eine Briefmarke zu sehen bekommt und von diesem Papierstück sehr fasziniert ist und mehr darüber wissen möchte. Sie macht sich also auf in ein großes Abenteuer und entdeckt dabei nicht nur Flugschauen mit kleinen Mäusen, sondern möchte bald noch mehr erreichen. Ihr Traum ist eine Weltumrundung mit dem Flugzeug um einmal die große Katze in Afrika zu sehen, die damals auf ihrer Briefmarke gewesen ist.

Nicht nur die Bilder sind sehr liebevoll gemacht, auch die Geschichte zeigt mal wieder dass, egal wie klein man ist, wenn man Träume hat und den Mut diese nicht aus den Augen zu verlieren und dafür zu kämpfen, man auch alles erreichen kann! Ausserdem macht das Buch Mut aus seiner kleinen Welt rauszutreten und die Welt mit all ihrer Schönheit zu erkundigen.

Im Buch gibt es Seiten, die ganz ohne Text auskommen aber sie laden ein sich intensiv auf dem Bild umzusehen und nach kleinen Details Ausschau zu halten. Klein und Groß sind immer wieder fasziniert von den tollen Mäusegeschichten des Autors.

Amelia Earhart selbst steht in diesem Mäuseabenteuer nicht im Vordergrund, sie wird ein paar mal erwähnt und ihr wird ein ganz besonders schönes Ende in diesem Buch geschrieben (denn das Ende von Earhart ist ja bis heute sehr nebulös), aber dennoch ist ihr Geist, ihr Mut und ihre Abenteuerlust im Buch stehts gegenwärtig.

Zum Ende der Geschichte gibt es noch einen kleinen, sehr interessanten Informationsteil. Hier bekommt man die Fakten zu Earhart und allgemein zur Flugfahrt präsentiert, untermalt natürlich wieder von ganz besonders schönen Zeichnungen!

Fazit: Immer wieder eine Freude diese Bücher aufzuschlagen und die kleinen Mäuseabenteuer zu lesen! Für alle Altersgruppen empfehlenswert.

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Tolles Hörbuch!

Die Berghebamme - Hoffnung der Frauen Kinder-der-Berge-Saga von Linda Winterberg

Oberbayern im Jahr 1893 kehrt Maria in ihre Heimat zurück um dort die Nachfolge der Hebamme Alma anzutreten. Doch die Ankunft fällt ihr nicht leicht, denn im Dorf ist Maria als mutterloses »Bankert« geächtet und auch die alte Hebamme Alma macht Maria das Leben schwer, weigert sie sich doch standhaft das Feld für die Jüngere zu räumen.

Maria betreut viele unterschiedliche Geburten und muss zugleich gegen das Kindbettfieber ankämpfen, das so vielen Frauen das Leben kostet. Und dann sind ihre Gefühle für Max, ihren Jugendfreund der aber selbst bald Vater wird...

Auf dieses Hörbuch hatte ich mich sehr gefreut, denn ich war selbst in der Gesundheitsbranche tätig und habe schon auf Wochenstation gearbeitet. Das Thema Geburt und die Wochen davor und danach sind einfach ein sehr interessantes Thema und gerade in der Vergangenheit waren Geburten und Schwanerschaften eine nicht ungefährliche Angelegenheit. Ich war also sehr gespannt mit dieser Geschichte mein Wissen noch zu erweitern und ganz in die Welt der Geburtshilfe einzutauchen.

Der Schreibstil war wirklich sehr gelungen, einfach und leicht verständlich, sodass ich mich ganz aufs Hörbuch konzentrieren konnte, aber immer auch sehr lebendig und mitreißend gehalten! So waren die Stunden leider sehr schnell angehört und ich hätte noch viel Länger der Stimme der Sprecherin lauschen mögen, wie schön, dass es schon bald einen zweiten Teil der Geschichte geben soll!

Die Geschichte widmet sich ganz dem Thema Geburtshilfe in der alten Zeit. Es zeigt die Risiken der Schwangeren und der Geburt auf aber es werden auch immer die schönen Seiten einer Hebamme hervorgehoben, sodass das Hörbuch ein gelungener Mix aus Spannung und berührenden Augenblicken dargestellt hat.

Maria war mir gleich sehr sympathisch, sie hat es im Dorf nicht leicht und ist recht fortschrittlich eingestellt, was ihr das Leben noch zusätzlich erschwert, aber gleichzeitig gibt sie auch alles für die werdenden Mütter und steht mit aller Stärke für sie ein. Die Liebesgeschichte blieb ziemlich im Hintergrund, was ich sehr gut fand, und es ging vorallem wirklich um das Thema Arbeit einer (Berg-) Hebamme.

Die Sprecherin hat sehr gut vorgelesen, die Stimme war abgenehm und es wurde lebendig vorgelesen und die Emotionen wurden wunderbar eingefangen.

Fazit: Wirklich ein kleines Hightlight, ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe! Nur zu empfehlen.

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Sehr gut recherchiert

Hotel Silber - neue Zeit, alte Schuld von Kai Bliesener

Auf dieses Buch war ich wirklich sehr gespannt, denn es beschreibt Stuttgart und das Nazigefängnis "Hotel Silber", welches nach dem zweiten Weltkrieg weiter als Gebäude der Polizei gedient hat. Da ich selbst gebürtig aus der Nähe von Stuttgart komme, war ich besonders gespannt auf diesen historischen Roman und hatte tatsächlich ein paar sehr spannende und historisch interessante Lesestunden!

Inhalt: Stuttgart 1945.

Der Polizeibeamte Paul Kramer muss mithelfen, im berüchtigten Hotel Silber die neue Kriminalpolizei aufzubauen – genau an jenem Ort, an dem er wenige Tage vor Kriegsende noch von der Gestapo gefoltert wurde. Doch Hass und Ideologie sind mit der Kapitulation nicht verschwunden. Als die ersten Verbrechen aufgeklärt werden müssen, zeigt sich schnell, wer auf welcher Seite steht – und Pauls Ermittlungen werden für ihn selbst zur Gefahr.

Das Buch beginnt direkt sehr berührend und schockierend und man erlebt das Schicksal einer Familie mit! Der Autor hat für dieses Buch sehr gute Recherchearbeit geleistet und einige reale Schicksale ins Buch integriert, dies hat mir besonders gut gefallen aber es ist natürlich gleichzeitig auch besonders traurig und bedrückend zu lesen.

Der Autor hat es geschafft Stuttgart kurz vor Ende sowie kurz nach Ende des Krieges anschaulich und lebendig zu schildern und obwohl ich schon recht viele Romane über diese Zeit gelesen habe konnte ich noch Neues dazulernen.

Kramer und seine Freundin sind sympathische Protagonisten, die mir persönlich fast ein wenig zu perfekt waren. Etwas mehr Ecken und Kanten sind mir da normalerweise lieber aber ich verstehe andererseits auch, dass der Autor Paul Kramer hier von anderen Kollegen der Polizei deutlich abheben wollte.

Ich sehe dieses Buch mehr als sehr interessanten historischen Roman denn als Kriminalroman, der der Krimi stand hier nicht im Vordergrund und war auch ziemlich vorhersehbar, was aber nicht schlimm ist. Stattdessen werden hier reale Schicksale aufgezeigt was ich persönlich genau spannend finde. Dennoch könnte es mögliche Leser vielleicht verwirren und Erwartungen schüren.

Fazit: Sehr interessanter und gut recherchierter historischer Roman, der Krimi tritt in den Hintergrund.

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Wie ein Sprung in schäumendes Wasser

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1) von Ava Reid

Effy möchte am liebsten Literatur studieren, aber Frauen in Llyr ist dies untersagt und deshalb gibt sie sich mit einem Studium der Architektur zufrieden. Dies erweist sich für sie bald als Glückgriff, denn sie erhält die Chance das Anwesen ihres verstorbenen Lieblingsautors zu renovieren! Doch das Anwesen sehr viel renovierungsbedürftiger als gedacht und wird zunehmend vom Meer verschlungen.

In diesem Anwesen trifft Effy auch auf den Literaturstudenten Preston, der seine Abschlussarbeit unbedingt über den verstorbenen Autor schreiben möchte. Erst können sich beide nicht ausstehen, aber sie stoßen auf immer mehr Geheimnisse und Sagen über den Elfenkönig, dieser ist eine Hauptfigur des berühmtesten Romans des Verstorbenen. Preston und Effy wollen mehr darüber rausfinden und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Antworten.

Das ganze Buch ist wirklich wunderschön aufgemacht, das Cover, der tolle Farbschnitt, es eignet sich ideal als Geschenk und besticht äußerlich sehr. Auch der Schreibstil wirkt oft sehr märchenhaft und mystisch, was auch sehr gut zum Buch und zur Geschichte gepasst hat. Dennoch hatte ich die ersten 150 Seiten etwas Probleme richtig rein zu kommen, für mich persönlich hätte dieser Abschnitt etwas gekürtzt sein dürfen. Dann starten Effy und Preston mit ihren "Ermittlungen" zum berühmten Werk des Autors und zugleich auch mit der Sage um den Elfenkönig und dies hat mich dann doch sehr in seinen Bann ziehen können und ich war dann auch richtig in der Geschichte drin und wollte in jeder freien Minute weiter lesen und wissen was passiert.

Mich erinnert das Buch an einen Sprung in schäumendes Wasser, am Anfang sieht man nur einzelne Umrisse der Geschichte und alles wirkt sehr geheimnisumwoben, bis sich die Gicht dann nach und nach auflöst und ein klares Bild des Wasser entsteht. Auch die Geschichte ist anfangs sehr geheimnisvoll und ich hatte keine klare Vorstellung wohin die Reise gehen soll, die Geschichte um den Elfenkönig wird auch immer wieder bruchstückhaft erzählt aber nie ganz klar. Je weiter ich aber gelesen habe, desto mehr konnte ich verstehen und desto klarer wurden auch die verschiedenen Zusammenhänge. Das Ende der Geschichte um den Elfenkönig hatte ich mir tatsächlich größer und fantasiereicher vorgestellt als es im Buch selbst dann war, die Geschichte ist vielmehr mystisch als wirklich eine Fantasygeschichte zu sein. Auch die Welt inder Effy lebt wird eher nebenbei beschrieben und es gab kein richtig klares Bild. Die Autorin "erklärt" dem Leser diese nicht sondern wirf immer wieder Puzzleteile hin, die der Leser selbst zusammenfügen muss. Dies macht das Buch einerseits sehr interessant zu lesen, teils aber auch etwas mühsam.

Alles in allem fand ich die Geschichte sehr schön erzählt, ich mochte den sagenhaften, mystischen Schreibstil sehr gerne und die Charaktere fand ich ebenfalls sympathisch. Gefallen hat mir ausserdem, dass die Liebesgeschichte der beiden sich eher im Hintergrund abgespielt hat und nicht, wie in vielen anderen Geschichten des Genres, Mittelpunkt der Handlung war.

Fazit: Ein Buch, dass mich Seite für Seite immer mehr in seinen Bann gezogen hat. Nicht immer ganz leicht zu lesen aber andererseits auch faszinierend. Nicht so fantasievoll wie gedacht, dafür aber mit viel Atmosphäre geschrieben. Ich gebe gute 4 Sterne für diese Geschichte verstehe jetzt aber auch, dass dieses Buch doch ziemlich polarisiert.

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Wanderung in ein neues Leben?

Zwei in einem Leben von David Nicholls

Marnie lebt momentan an ihrem Leben vorbei, da sie als Lektorin arbeitet, hat sie Homeoffice, Treffen mit Freunden sagt sie ab und möchte am liebsten ihre Ruhe haben. Doch dann ruft eine gute Freundin sie an und überredet Marnie zu einer Wanderung mitzukommen, Marnie kann nicht schon wieder absagen und hat seit Neujahr den Vorsatz mehr aus sich rauszugehen und sagt deshalb zu.

Bei dieser Wanderung läuft auch Michael mit, der seit der Trennung seiner Freundin sehr darunter leider und ausser seinen Themen im Erdkundeunterricht wenig unterhaltsam ist. Am liebsten wandert er der Gruppe vorneweg und hat seine Ruhe. Während der Wanderung springen immer mehr Teilnehmer ab, bis am Ende nur nur noch Marnie und Michael übrigbleiben und anfangen sich wirklich zu unterhalten.

Das Hörbuch ist in einer leicht verständlichen und einfachen Sprache, ich hatte daher überhaupt keine Probleme in der Handlung mitzukommen. Die Geschichte wird immer wechselnd aus Sicht von Marnie und Michael erzählt und so wechseln auch die beiden Sprecher des Hörbuchs kapitelweise. Mir hat dies sehr gut gefallen, da man so die Erzählperspektive noch besser unterscheiden konnte.

Insgesamt hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen, ist sie anfangs noch etwas oberflächlich, vorallem aus Marnies Sicht, der Aussehen anfangs deutlich wichtiger als Charakter zu sein scheint, es wird aber nach und nach immer tiefgründiger. Marnies Charakter fand ich etwas schwierig zu deuten. Anfangs kommt sie sehr introvertiert rüber und lehnt treffen mit anderen Menschen kategorisch ab, aber sobald sie bei der Wanderung ist dreht sich ihr Charakter sehr und sie übernimmt sogar oft die Führung wenn es um Gespräche geht. Ich fand es daher etwas schwer sie einzuschätzen. Michael dagegen ist seinem Charakter immer treu geblieben und meist war es deshalb leicht sich in ihn und seine Gedanken hineinzuversetzen.

Die Wanderung wird schön beschrieben und sowohl die Schwierigkeiten und schlechtes Wetter, als auch die wunderschöne Aussicht wenn man etwas erreicht hat kommen in der Geschichte vor. Kurz vor dem Ende wirkte die Geschichte etwas konstruiert auf mich und so, als wollte man noch unbedingt Probleme schaffen vor dem Ende, ich hätte das persönlich nicht gebraucht, denn so wirkte es etwas klischeehaft. Das Ende an sich ist etwas offen, hat mir aber sehr gut gefallen.

Die beiden Sprecher des Hörbuchs haben schön und lebendig vorgelesen, die Stimmen waren angenehm.

Fazit: Eine schöne Geschichte über das Wandern, die Liebe und auf die Chance sein Leben nochmal zu ändern.

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Die Geschichte hinter dem Monster

Mythen der Monster 1: Medusa von Katherine Marsh

Das Cover hatte mich hier tatsächlich weniger angesprochen als der Titel und der Klappentext. Diese konnten mich dann ganz von sich überzeugen, denn ich lese liebend gerne Bücher über die mystische Götter-Monster-und Sagenwelt und dieses Buch war wirklich ein wunderbarer Einstieg für Kinder, die Monstergeschichten in der griechischen Mythologie zu hinterfragen und neu zu entdecken!

Die Geschichte handelt von Ava, die immer wieder in rasende Wut gerät, wenn sie von ihren Mitschülern mies behandelt wird.

Nach einem solchen Wutausbruch hat einer ihrer Mitschüler einen Anfall und Avas Mutter reagiert daraufhin sofort und schickt sie gemeinsam mit ihrem Bruder auf die Accademia del Forte in Venedig. Hier stammen alle Kinder von mythologischen Monstern ab! Ava blüht in der Schule richtig auf, es gibt Schulstunden die sich um griechische und römische Mythologie drehen und sie lernt ihre Emotionen zu kontrollieren! Nach und nach jedoch merkt Ava immer mehr, dass Wiederworte in der Schule nicht willkommen sind und ein wichtiger Besucher stellt die Ansichten von Ava ebenfalls auf den Kopf. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden versucht Ava, den Geheimnissen der Accademia del Forte auf die Spur zu kommen.

Der Schreibstil ist kindgerecht und altersentsprechend leicht verständlich, gewisse Vorkenntnisse im Bereich der Mythologie sind von Vorteil, aber wenn sich das Kind noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt hat, gibt es am Ende des Buches noch ein kleines Lexicon, indem die wichtigesten Begriffe nochmal erklärt werden. Ich habe anfangs ein paar Seiten gebraucht um richtig in die Geschichte reinzukommen, Ava und die Schule werden erst einmal in aller Ruhe beschrieben und Freundschaften werden geknüpft, bevor es mit der Spannung losgeht. Dann jedoch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es regelrecht verschlungen. Das Buch kann einerseits von Kindern und Jugendlichen gelesen werden, aber auch aufgeschlossene Erwachsene werden hier ihre Freude haben, denn die Mythologie wird auf eine sehr spannende und interessante Art und Weise "auf den Kopf gestellt". Mich hat das Buch sehr an eine kindgerechte Form von Büchern wie "Stone Blind-der Blick der Mudusa" oder auch "Elektra, die hell Leuchtende" erinnert, bei denen auch mal die Sicht der Frau und die Sicht des "Monsters" zu Tragen kommt.

Ava ist zunächst ein Mädchen, dass ungerne auffällt und versucht es den Lehrern recht zu machen. Ihre neue Freundin Fia dagegen trägt ihr Herz auf der Zunge und hinterfragt immer wieder den Unterricht auf, für die Lehrer, fordernde Weise. Sie ist sehr mutig und unerschrocken, dass es Ava schon fast unangenehm ist, hilft und unterstützt Ava aber auch immer wieder in schweren Situationen. Das Leben in der Schule und der Unterricht werden sehr lebendig und interessant beschrieben, toll finde ich aber vorallem auch die Message des Buches. Einerseits, dass man sich immer zum positiven verändern kann, aber dass man sich und seine Herkunft auch nicht verleugnen sollte und Dinge auch immer wieder hinterfragen- und von einer anderen Sichtweise betrachten sollte. In diesem Buch ist nichts so wie es anfangs scheint und es gibt viele Überraschungen.

Fazit: Ein Buch voller Frauenpower und viel Mythologie, dass aber auch sehr gut von Jungs gelesen werden kann, da auch die Jungs eine große Rolle spielen. Sehr spannend und faszinierend zu lesen, sowohl für Fans der Mythologie als als für Einsteiger in dieses Thema. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung die die volle Sternezahl von mir.

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Spannend und mit einer düsteren Atmosphäre

Maybrick und die Toten vom East End von Vanessa Glas

Dieses Buch führt den Leser ins London 1910. Inspektor Joseph Maybrick, wird an einen Tatort in Whitechapel gerufen, es handelt sich um ein totes Kind, das auf einem Haufen Müll abgeladen wurde, in der Faust hat es einen menschlichen Fingerknochen fest umschlossen. Maybrick und seinem Kollegen Roberts wird schnell klar, dass jemand Jagd auf Kinder macht, die in den Slums der Stadt zum Straßenbild dazugehören und an denen jemand nun seine Wut auslässt.

Gemeinsam gehen sie tief in die dunklen Gassen, um den grausamen Killer zu finden.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und dicht und die dreckigen Slums der Stadt hatte ich schnell vor meinen Augen. Die Autorin beschreibt die Zeit Londons um 1910 sehr gruselig aber auch sehr lebendig und anschaulich, denn das Leben war damals eben noch sehr viel grausamer, gerade für die Kinder. Maybrick selbst fand ich schnell sympathisch denn er hat das Herz am rechten Fleck und der Fall ist ihm wichtig und geht ihm nahe, aber das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und man lernt so auch andere Charaktere gut kennen.

Die Handlung war sehr düster und bedrückend erzählt, man hat auch viel alltagliches der Leute damals kennengelernt und ich konnte auch historisch noch einiges dazu lernen. Ab und an gab es schon kleine Längen aber das macht eben auch die hohe Seitenzahl des Buches aus. Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen und würde mich freuen, wenn dies der Auftakt einer Reihe wäre.

Fazit: Ein düsterer und auch ziemlich brutaler Krimi im historischen London, den ich gerne weiterempfehle!

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