Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
Wiedermal spannend und mitreißend
Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder? von Arno Strobel
Ich bin ein großer Fan der Bücher von Arno Strobel und ich verschlinge diese regelrecht. Natürlich war ich deshalb sehr gespannt auf das neue Buch mit dem Titel „Welcome Home".
Die Handlung dreht sich um Ines und Marco Winkler, diese können ihr Glück kaum fassen, als sie den Schlüssel zu ihrem ersten eigenen Haus in Händen halten.
Sofort nach dem Einzug mit ihrer kleinen Tochter Emilia wissen sie: Jetzt sind wir als Familie angekommen. Hier, in unserem kleinen Reich, in der neu gebauten Siedlung »Auf Mons« im beschaulichen Spessart. Auch in der Nachbarschaft finden die Winklers schnell Anschluss, vor allem das Ehepaar Mannstein freundet sich mit der jungen Familie an und schließt ihre Tochter sofort ins Herz. Doch dann hat Ines eines Nachts das Gefühl, im Schlaf beobachtet zu werden. Als sie die Augen aufreißt, ist da niemand. Auch als sie aufsteht und im Haus nachsieht, kann sie nichts entdecken, was auf einen Einbrecher deuten könnte. Als sie kurz darauf im noch leerstehenden Nachbarhaus einen Schatten zu sehen glaubt, versucht sie sich zu beruhigen. Wahrscheinlich hat der Umzug sie mehr gestresst als sie dachte. Bestimmt hat sie sich getäuscht. Bis sie am nächsten Morgen begreift: Sie hat ganz richtig gesehen. Es war jemand im Nachbarhaus. Und sie weiß jetzt auch, was er dort wollte. Einen Menschen töten. Mit einem Mal herrscht Panik in der Siedlung. Wer geht um Auf Mons? Wer ist noch sicher? Und wer stirbt als Nächstes?
In die Geschichte habe ich wieder ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist direkt, trotzdem bildlich und es ist ein toller Lesefluss gegeben, so dass ich mal wieder in wenigen Tagen durch das Hörbuch geflogen bin. Die Handlung selbst blieb die ganze Zeit über spannend und die Geschichte wird aus Sicht von Marco erzählt, so konnte ich mich mit seinem Denken und Handeln gut identifizieren. Die ganze Zeit habe ich mitgerätselt, aber auf diese überraschende Auflösung am Ende wäre ich nicht gekommen. Aber genau das macht die Bücher des Autors aus, denn man wird immer am Ende überrascht und fiebert mit. Ich wurde sehr gut unterhalten von dem Hörbuch und vergebe die volle Punktzahl.
Der Sprecher hat wirklich fantastisch gelesen und war voller Emotionen. Das Hörbuch ist dadurch noch lebendiger geworden und ich wollte in jeder freien Minute weiter hören. Die Stimme war angenehm und er hat es zu einem tollen Hörerlebnis gemacht.
Ein tolles Kinderbuch- nur zu empfehlen
KUNO KLAPPER hat nicht alle Knochen beisammen von Tina Schilp
Da mein Sohn mittlerweile eine echte Leseratte ist und sich über neue, gut geschriebene Bücher freut, sind wir auf dieses Buch hier aufmerksam geworden, denn das Cover und der Klappentext hat sich schon einmal sehr gut angehört. Enttäuscht worden sind wir nicht – im Gegenteil, denn wir haben eine richtig tolle, leicht gruelige Story gelesen, die optimal in die Herbst- und Halloween- Zeit passt!
Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Kuno Klapper, das kleine Skelett, hat nicht mehr alle Knochen beisammen – seine linke Ferse ist weg! Und das ausgerechnet an seinem 100.
Geburtstag, an dem nicht das kleinste Knöchelchen fehlen darf. Er ist wirklich ein Ober-Schussel. Doch dann melden auch andere Skelette Verluste. Geht etwa ein Knochendieb in Torfingen um? Zusammen mit dem geheimnisvollen Zombiemädchen Amy, dem nervigen Jonas und Schattenschurke Valentin beginnt eine abenteuerliche Suche im Reich der Untoten.
In die Geschichte findet man sehr gut hinein. Zudem ist der Schreibstil absolut altersgerecht und schön flüssig. Mein Sohn hatte mit seinen acht Jahren keine Probleme der Geschichte zu folgen. Außerdem gefallen ihm die Illustrationen und auch das Coverbild sehr gut. Ein echter Hingucker!
Die Geschichte selbst ist sehr liebevoll geschrieben, aber hat auh Tiefgang. Freundschaft und Zusammenhalt untereinander ist ein zentraleres Thema, was sehr gut und altersgerecht behandelt wird. Das Ende ist sehr schön geschrieben und in meinen Augen ein wirklich schönes Happy-End für Jeden.
Meinem Sohn und auch mir (obwohl ich nicht die eigentliche Zielgruppe bin) hat das Buch sehr gut gefallen. Es handelt von Freundschaft, Zusammenhalt sowie schaurig-gruseligen (aber immer altersgerechten) Fantasy-Elementen und dazu gibt es hin und wieder auch noch eine schöne Portion Spannung und ein bisschen Humor. Wirklich gelungen und absolut altersgerecht geschrieben! Wir können das Buch somit weiterempfehlen und vergeben 5 von 5 Sternen!
Das Museum der magischen Artefakte
Das vergessene Museum von Andreas Suchanek
Ich kenne bereits schon einige Kinder- und Jugendbücher des Autors und wurde von den Geschichten immer wieder gut unterhalten. Deshalb war ich sehr gespannt auf mein erstes Erwachsenen-Buch, das zugleich eine neue Reihe startet. Und ich muss sagen, dass ich wieder absolut gut von Anfang bis zum Ende unterhalten wurde und schon neugierig auf den zweiten Teil der Reihe bin!
Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Liam, dieser hat es nicht leicht.
Aufgewachsen in eher ärmlichen Verhältnissen, hält er sich in London als Fahrradkurier über Wasser. Als er ein Paket zu einem Privatmuseum liefert, wird er dort Zeuge eines Überfalls. Er kann nichts mehr für den sterbenden Kurator tun, doch dieser überträgt ihm ein Symbol aus schwarzer Tinte auf seine Haut – und macht ihn somit zum neuen Siegelwahrer des Museums. Liam wird in die Welt eines international agierenden Museumsnetzwerks katapultiert, welches magische Artefakte sicher verwahrt – denn mit diesen lassen sich gefährliche Kräfte kanalisieren. Doch die Museen werden von einem gefährlichen Gegner bedroht und schnell wird klar: Liams eigene Vergangenheit ist eng mit den Geschehnissen verknüpft.
In die Handlung habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist gewohnt bildlich, locker-leicht und es hat sich ein toller Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ich liebe es generell, wie der Autor auch immer mal wieder humorvolle Passagen einfließen lässt, aber ansonsten geht es meist spannend und actionreich zu.
Die verschiedenen Charaktere sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ob Liam, Harry, Mr. Bradford oder der süße Hund – ich habe richtig mit ihnen allen mitgefiebert und finde Jeden davon einfach nur sympathisch. Die Geschichte selbst blieb auch immer spannend und mitreißend. Ich habe mich richtig in diese Fantasywelt mit Museen und magischen Artefakten hineinkatapultieren lassen, auch wenn ich sagen muss, dass die Magie schon komplexer ist als vermutet. Besonders gut haben mir die Geschichten zu den einzelnen Artefakten gefallen, wirklich toll gemacht. Zum Ende hin gibt es noch ein paar Fragen und ich kann es deshalb nicht abwarten, dass die Fortsetzung erscheint. Von mir erhält das Auftaktbuch gute 4,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für Fans des Autors und Liebhaber von Fantasy und alten Artefakten!
Weckt die Lust auf ein Abenteuer
Das Grab des Piraten von Gerhard Wegner
Als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe war ich gleich Feuer und Flamme dafür, denn ich liebe Archäologie und Abenteuer und tauche sehr gerne in Erzählungen mit spannenden Personen ab, die wirklich einmal existiert haben. Deshalb war ich auf dieses Buch auch sehr gespannt und kann nach dem lesen sagen, dass ich innerhalb eines Tages durch die Seiten geflogen bin und ich wirklich gut davon unterhalten wurde.
Inhaltlich geht es um das ODYSSEE-Bergungsteam unter Führung des erfolgreichen Archäologen Dr. Michel (Mitch) Thromberg erhält von höchster politischer Stelle den Auftrag, das Grab des Nationalhelden zu finden und seine Überreste nach Hause zu holen. Nach über 400 Jahren und etlichen in der Vergangenheit missglückten Suchexpeditionen - eine schier unlösbare Aufgabe. Doch nicht für die Spezialisten des DYSSEE-Teams. Auf dem Weg zum Grab müssen sie jahrhundertelang verborgene Geheimnisse entschlüsseln und unzählige Abenteuer bestehen. Dabei werden sie zum Ziel von Terroristen, die ihre Mission vereiteln wollen, müssen gegen die kolumbianische Mafia kämpfen und die geheimnisvolle Führerin der Kunas, eines indigenen Volkes, als Verbündete gewinnen.
In das Buch habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist sehr angenehm, bildlich und es ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ich hatte alles sehr gut vor Augen und vorallem meine Lust auf ein Abenteuer ist auf jeden Fall gleich geweckt worden. Ich hatte schnell viel Spaß mit dem Team virtuell auf Schatzsuche zu gehen und die Rätsel zu entschlüsseln. Dabei wurde es auch teilweise zu einem richtigen Thriller, womit ich nicht gerechnet habe. Es gibt im Buch einige brenzlige Situationen und jede Menge Action, teils war mir das sogar etwas zu viel, aber das ist natürlich auch immer Geschmackssache und jammern auf hohem Niveau. Generell bleibt die Geschichte von Anfang bis zum Ende spannend und ich wurde davon wirklich gut unterhalten und vor allem der Genre-Mix aus Thriller und Abenteuerroman, der hier gegeben ist, hat mir sehr gefallen. Besonders interessant fand ich auch die letzten paar Seiten, indenen erklärt wurde was an diesem Buch Wahrheit und was Fiktion ist. Ich vergebe gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Fans von Archäologie und solche die mehr über Sir Francis Drake lernen wollen.
Mitreißender historischer Roman mit interessanten Charakteren
Das Lied des Vogelhändlers von Ralf H. Dorweiler
Bereits als ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, war ich Feuer und Flamme dafür, denn ich lese sehr gerne historische Romane, die auch mit interessanten Charakteren unterhalten. Und ich muss sagen, dass ich wirklich gut von dem Roman unterhalten wurde. Ich kannte den Autor bereits von einem anderen historischen Roman, aber dieser hier hat mir sogar noch einen Tick besser gefallen!
Die Geschichte führt den Leser ins Jahr 1190.
Auf dem dritten Kreuzzug rettet die heilkundige Franziska von Hellenau das Leben des Markgrafen von Baden. Als sie zehn Jahre später aus dem Heiligen Land in die Heimat zurückkehrt, richten die Söhne des Kreuzritters gerade ein großes Turnier aus. Auch der Vogelhändler Wigbert ist angereist. Er hat seltenes Gefieder im Gepäck und hofft darauf, mit den reichen Gästen gute Geschäfte zu machen. Minnesänger Walther von der Vogelweide hat als Gesandter des Königs jedoch anderes mit ihm im Sinn: Wigbert soll helfen, einen gefährlichen Spion zu entlarven. Zusammen mit Franziska stellen sie sich lebensgefährlichen Ränken und einem undurchsichtigen Machtkampf entgegen. Es geht um nicht weniger als den Sturz des Königs.
Anfangs hatte ich etwas Sorge nachdem ich das Personenregister gesehen habe, die ganzen Charaktere, die nach und nach eingeführt wurden, zuzuordnen. Doch ich habe bald gemerkt, dass dies kein Problem war und ich habe richtig mit den Personen mitgefiebert.
Toll fand ich, dass die Geschichte aus der Sicht mehrerer Personen erzählt wird, denn so konnte man das Denken und Handeln der Einzelnen noch besser nachvollziehen. Dabei gab es sympathische Personen, mit denen ich mich identifizieren konnte, aber auch solche, die ich ziemlich verabscheut habe.
Die Story selbst blieb die ganze Zeit immer sehr spannend und interessant. Die historischen Aspekte wurden immer gekonnt in die Handlung integriert und haben ein wirklich tolles Bild der damaligen Zeit geboten. Lebendig und ungeschönt wird über das Zeitalter berichtet und ich durfte einiges dazulernen. Es gab auch immer wieder überraschende Wendungen und am Ende wurde die Spannungsschraube dann richtig nach oben gedreht. Schade, dass das Buch nun zu Ende ist. Ich kann das Buch weiterempfehlen, denn es ist unterhaltsam, aber auch lehrreich hinsichtlich der damaligen Zeit. Ich vergebe gute 4,5 von 5 Sternen dafür.
In Nebelheim sind die Geister los
Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister von Sabrina Schmohl
Ich bin immer wieder auf der Suche nach gutem Lesestoff für meinen 8-jährigen Sohn. Als ich von diesem Buch hier erfahren habe, war ich gleich sehr neugierig darauf, denn der Klappentext hat mich schon einmal überzeugt und da mein Sohn alles mit Fantasy liebt und es auch ruhig mal ein wenig gruselig sein darf, ist das natürlich ein weiterer Pluspunkt gewesen.
Die Story dreht sich und Bodhi, dessen Familie nach Neu-Nebelheim umgesiedelt wurde, seitdem vermisst der Elfjährige sein altes Dorf Nebelheim, dem der Abriss bevorsteht. Bei einem letzten Besuch entdeckt er dort Geister. Auf der Suche nach ihren sterblichen Überresten, die ungefragt nach Neu-Nebelheim umgebettet wurden, spuken sie durch das verlassene Dorf und wollen den Arbeitern aus dem Kohleloch ihre Körper stehlen. Gemeinsam mit der Gespenster-Expertin Joe will Bodhi das Unheil abwenden. Dafür müssen sie die Geister „nur“ nach Neu-Nebelheim bringen – ein Abenteuer voller Freundschaft und neuer Hoffnung beginnt.
In die Geschichte haben mein Sohn und ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist altersgerecht und es hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, wir hatten das Buch deshalb auch in wenigen Tagen durchgesuchtet. Die Kapitel haben zudem eine angenehme Länge. Außerdem sind die Illustrationen schön anzusehen auch wenn diese etwas unterschiedlicher hätten sein dürfen, dennoch bringen sie eine schöne, gruselige Atmosphäre mit. Nebelheim und die Geister werden bildlich beschrieben und wir konnten und alles gut vorstellen.
Generell bleibt die Geschichte von Anfang bis zum Ende spannend und mitreißend. Die einzelnen Charaktere – allen voran Bodhi und Joe – sind meinem Sohn auch mit der Zeit richtig ans Herz gewachsen. Sie wurden beide authentisch beschrieben und durch ihre Stärken und Schwächen haben sie noch lebendiger gewirkt. Ausserdem fanden wir es richtig toll, dass das Thema "Zuhause" und Umzug im Buch wirklich toll behandelt wurden und zum nachdenken und diskutieren anregt. Wir wurden auf jeden Fall gut von der Geschichte unterhalten und vergeben gute 4,5 von 5 Sterne.
Regt zum eigenen Denken an, Bravo!
Heimat von Hannah Lühmann
Mittlerweile findet man immer mehr (Hör-) Bücher, die einem ihre Meinung richtigehend aufdrängen wollen und man das Gefühl hat, eigenes Denken ist nicht mehr erwünscht. Dieses Buch ist erfrischend anders und ich habe die Geschichte deshalb wirklich von Anfang bis Ende genossen!
Das Hörbuch dreht sich um Jana, die mit ihrer Familie aufs Land zieht, dort merkt sie schnell: Hier gelten andere Regeln.
Hinter der bürgerlichen Fassade lauert ein höchst problematisches Weltbild, wie selbstverständlich wird hier AfD gewählt. Auch Janas charismatische Nachbarin Karolin hat sich ganz der Rolle als Hausfrau und Mutter verschrieben. Je mehr Zeit Jana mit Karolin verbringt, desto klarer wird ihr, dass sie auf eine sehr zeitgemäße Weise ultrakonservativ ist – sie kämpft als »Tradwife« im Namen der Tradition gegen alles, wofür Jana eigentlich steht. Jana versucht, sich gegen ihre Faszination zu wehren, und ertappt sich doch immer wieder bei dem verstörenden Gedanken, dass sie Karolin um ihr Leben beneidet.
Ich habe sehr gut in die Geschichte hineingefunden, der Schreibstil ist unheimlich fesselnd, dabei aber so locker, dass ich mich gut auf die Geschichte konzentrieren konnte. Ich wollte in jeder Minute weiterhören, denn die Geschichte ist sehr realistisch erzählt und könnte genau so irgendwo passieren mitten in Deutschland. Die Themen Tradewife und Mutter werden hier eingehend behandelt und es werden einen Sätze mitgegeben, die nachdenklich machen, ohne mit erhobenen Zeigefinger zu kommen. Das habe ich allgemein an diesem Buch sehr geschätzt! Die Autorin erzählt von unterschiedlichen Lebensmodellen ohne diese direkt als gut oder schlecht abzutun. Das lädt ein selbst über verschiedene Themen im Leben nachzudenken, ohne das man sich gleich zu einer Meinung oder einem Lebensstil gedrängt sieht. So entsteht eine sehr lebendige Geschichte, die faszinieren kann und die auch nachdenklich stimmt.
Die Sprecherin hat gut zur Geschichte gepasst und hat diese schön vorgelesen. Sehr lebendig wurden die Handlung vorgetragen und hat mir wirklich gut gefallen.
Fazit: Faszinierendes Buch, das zum selberdenken einlädt, ohne jemandem eine Meinung aufdrücken zu wollen. Ganz klare Lese/Hörempfehlung
Zwei Leben
Im Leben nebenan von Anne Sauer
Gleich als ich den Klappentext gelesen habe war ich auf diese Geschichte mehr als gespannt und wollte unbedingt mehr darüber erfahren. Ich wurde auch wirklich gut von der Handlung unterhalten, lediglich die Auflösung und das Ende fand ich ein wenig schwach.
Die Geschichte dreht sich um Toni, die eines Morgens nicht wie gewohnt neben ihrem langjährigen Freund aufwacht, in ihrer kleinen Altbauwohnung, weil die Dielen knarren und die Nachbarn viel zu laut sind.
Nein. Zu ihrer Verwunderung befindet sie sich in einer großzügig geschnittenen Wohnung. Alles hell, ordentlich, teuer eingerichtet. Und der Blick aus dem Fenster? Seltsam vertraut. Antonia versteht: Sie ist wieder in dem Dorf ihrer Kindheit. Nach und nach erfährt sie, dass sie hier ein beschauliches Leben führt, bürgerlich geordnet, mit Auto vor der Tür, Schwiegermutter nebenan und Kind auf dem Schoß. Kind auf dem Schoß? Antonia kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ist das etwa ihr Baby? Und der Vater dazu? Offenbar ihre erste große Liebe – ein Mann, den sie nie ganz vergessen konnte.
Ich habe gut in die Geschichte reingefunden, der Schreibstil ist locker und leicht und ich konnte mich deshalb ganz auf die Geschichte konzenrieren und darin eintauchen. Bildhaft wird von zwei ganz unterschiedlichen Paralellwelten erzählt, einmal an der Seite ihres Freundes, in der Toni mehr Freiheiten erlebt, aber eben auch einen unerfüllten Kinderwunsch hat, andererseits das Leben als Mutter mit einem Baby, viel Stress und wenig Zeit für Freiheit und eigene Interessen. Die Geschichte wird mitreißend erzählt, sodass ich in jeder freien Minute weiterhören wollte. Dennoch hat das Buch für mich nicht ganz für die volle Punktzahl gereicht. Einmal weil ich das Leben der Toni ohne Kinder noch etwas glamouröser und freiheitlicher erwartet hatte und nicht von dem immer unerfüllten Wunsch eines Kindes abgelenkt, und zudem hatte ich auf eine Auflösung gehofft warum sie plötzlich in ihrem zweiten Leben aufwacht. Auch das Ende war etwas abrupt und konnte mich nicht ganz begeistern.
Die Sprecherin hatte eine sehr angenehme Stimme, die mich immer unterhalten und mitgerissen hat. Lebendig hat sie das Hörbuch vorgelesen und hat die Figuren darin lebendig werden lassen.
Fazit: Mitreißende und interessante Geschichte, aber ohne Auflösung und mit etwas abruptem Ende.
Wirklich toll geschrieben
Der verschwundene Buchladen von Evie Woods
Bereits das Cover dieses Romans ist mir direkt ins Auge gestoßen und nach dem Lesen des Klappentextes war für mich klar: Dieses Buch muss ich auf jeden Fall lesen. Und ich muss sagen, dass ich von der Handlung so mitgerissen wurde, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte.
Inhaltlich waren Opaline, Martha und Henry´zu lange nur Nebenfiguren in ihrem eigenen Leben.
Doch als diese drei ahnungslosen Fremden einen mysteriösen, verschwundenen Buchladen entdecken, wird alles anders. Dieser magische Ort zieht sie in ihren Bann und lässt sie erkennen, dass ihre eigenen Geschichten genauso außergewöhnlich sind wie die auf den Seiten ihrer geliebten Bücher. Während sie Geheimnisse lüften, tauchen sie in eine Welt voller Wunder ein, in der nichts so ist, wie es scheint.
In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil gefällt mir absolut gut. Er ist leicht und schön bildlich zu lesen. Ich habe mich die ganze Zeit inmitten des Geschehens gefühlt und es ist auch ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Die einzelnen Charaktere wurden interessant beschrieben und ich habe sehr gerne mit ihnen mitgefiebert und sie auf ihrem Weg begleitet. Langweilig wurde es bei dem Buch nie. Im Gegenteil: Mitreißend wird die Handlung erzählt und wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf, die ich so nicht erwartet hätte. Ich wurde auf jeden Fall unglaublich gut von dem Roman unterhalten und vergebe ganz klar 5 von 5 Sternen.
Auf nach Norwegen
Das Polarlichtcafé von Christine Kabus
Ich lese sehr gerne Bücher mit einem schönen Setting und interessanten Charakteren, die mich mit ihren Geschichten fesseln können. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, nachdem ich den Klappentext dazu gelesen habe. Vorallem Norwegen und die Hurtigruten haben es meinem Mann angetan und er möchte unbedingt einmal mit einem der Postschiffe fahren, mich reizt das natürlich auch und deshalb habe ich schnell die Gelegenheit ergriffen zumindest in Buchform nach Norwegen zu reisen.
Die Geschichte handelt von Jule, eine junge Töpferin aus Erfurt, diese entdeckt im Nachlass ihres Großvaters den Bericht über seine Norwegentour aus dem Jahr 1961, der sie sofort fesselt. Keiner in der Familie wusste, dass er als Reisejournalist für einen Ostberliner Verlag schrieb. Jule begibt sich auf Spurensuche – auf einer Fahrt mit der legendären Postschifflinie, mit der damals schon ihr Opa unterwegs war. In einem Café weit hinter dem Polarkreis kann sie sein Geheimnis lüften, das auch ihr Leben gehörig durcheinanderbringt.
Ich habe ohne Probleme in die Geschichte hineingefunden. Der Schreibstil ist dabei sehr angenehm und auch bildlich. Vor allem das Setting hat mir sehr gut gefallen. Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven, was ich interessant finde, da man die Charaktere so besser kennenlernt und sich mit ihrem Denken und Handeln besser identifizieren kann. Ausser Jule in der Gegenwart und Janne in der Vergangenheit, erzählt auch Jules Opa anhand von Reisetagebüchern seine Sicht der Dinge zur Zeit der DDR. Ich fand es eine sehr schöne Idee, dass man die Reise praktisch zu verschiedenen Zeiten miterleben kann und man erhält deshalb auch allerlei Eindrücke von Norwegen in der Zeit damals und in der Zeit von heute. Teilweise gab es ein paar langatmige Passagen, vor allem in der Mitte des Buches, dies hätte noch ein wenig gestrafft werden dürfen um mitreißender zu sein. Dafür fand ich beide Protagonistinnen auf ihre Art sympathisch und ich habe gerne diese Reise mit ihnen erlebt. Dabei fand ich den Erzählstrang um Janne etwas spannender und mitreißender als den von Jule.
Das Buch macht auf jeden Fall Lust selbst einmal nach Norwegen zu Reisen und an Bord der Hurtigruten zu gehen. Ich wurde von dem Roman gut unterhalten und vergebe deshalb auch 4 Sterne.











