Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
Viel Geschwisterliebe und ein wenig Krimianteil
Die wilden Jahre von Susanne Goga
Ich höre sehr gerne historische Romane und als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich gleich sehr gespannt darauf. Anfangs konnte mich die Geschichte nicht ganz abholen, später wurde es dann jedoch richtig spannnend und berührend und ich wurde sehr gut unterhalten.
Die Geschichte führt ins Rheinland 1919.
Die Geschwister Thora und Hannes Bernrath entstammen einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie aus Mönchen-Gladbach und stehen einander sehr nah. Sie leben in bewegten Zeiten von Krieg, Revolution und Besatzung. Thora nutzt die neue aufregende Zeit, um ein Schauspielstudium in Düsseldorf zu beginnen, während Hannes, der eigentlich Architektur studieren wollte, nach seiner Rückkehr von der Front orientierungslos ist. Eines Tages wird Hannes wegen Mordverdachts verhaftet, schweigt aber beharrlich. Im Zimmer ihres Bruders findet Thora einen Gedichtband von Eichendorff, in dem die Worte »Adler« und »Vulkan« markiert sind. Sie begibt sich auf die Suche nach dem Rätsel, das sich dahinter verbirgt. Und erfährt vom geheimen Leben ihres Bruders. Thora begreift, dass sie mit allen Mitteln darum kämpfen muss, ihn aus dem Gefängnis zu befreien.
Ich habe gut in die Story hineingefunden denn der Schreibstil war locker und leicht verständlich und so konnte ich mich bei diesem Hörbuch gut auf die Handlung konzentrieren. Etwas verwirrend war anfangs für mich, dass immer wieder in der Zeit gesprungen wurde und ich teilweise nicht ganz zuordnen konnte in welcher Handlung ich mich befunden habe, dies wurde dann mit der Zeit aber einfacher. Zu Beginn hatte das Hörbuch für meinen Geschmack auch ein paar langatmige Passagen in denen ich etwas Spannung vermisst habe. Nach ungefähr einem Drittel des Hörbuchs wurde die Story dann aber immer spannender und zum Ende hin wollte ich in jeder freien Minute wissen wie es weiter geht. Die Geschichte konnte mich dann noch richtig packen und auch berühren.
Anfangs war das Buch leider ein wenig langatmig aber nach ungefähr einem Drittel wurde die Spannungsschraube dann richtig angezogen. Ich wurde dann sehr gut unterhalten und vergebe 4 Sterne und eine Empfehlung für dieses Hörbuch.
An die Stimme der Sprecherin musste ich mich ebenfalls erst gewöhnen, aber dann hat sie mir immer besser gefallen und gut zur Geschichte und dem Genre gepasst. Sie hat die Story lebendig vorgelesen.
Liebevoll mit dem Tierschutzhund
Tierschutzhund Lieblingshund von Ursula Löckenhoff; Simone Sombecki
Ich kenne die Autorinnen bereits aus der "Tiere suchen ein Zuhause- Sendung" und habe sie dort immer sehr liebevoll und nahbar mit den Hunden erlebt, deshalb wollte ich auch gerne dieses Buch lesen und bin absolut begeistert. Sehr liebevoll und mit vielen guten Tipps wurde das Buch geschrieben, ich bin absolut glücklich damit!
Inhaltlich geht die Frage dieses Buches darum: Wie erkenne ich einen seriösen Tierschutzverein? Was ist wichtig, wenn der Hund einzieht? Welche Probleme können auftreten? Dieses Buch gibt Antworten und ist sowohl für Neulinge als auch für erfahrene Hundehaltende gleichermaßen informativ.
Ursula Löckenhoff und Simone Sombecki berichten aus ihrem Erfahrungsschatz über ihre langjährige aktive Arbeit im Tierschutz. Mit fundiertem Wissen haben die beiden Autorinnen ein Standardwerk geschaffen. Sie geben Einblick in die Tierschutzarbeit und zeigen auf, warum Hunde von klein bis groß, von unkompliziert bis anspruchsvoll in Not kommen. Dieses Buch gibt Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung auf dem Weg zum passenden Tierschutzhund inklusive eines Fragebogens zur Selbstanalyse. Von der Adoption bis zur tiefen Bindung enthält es zahlreiche Praxistipps, damit Mensch und Hund zusammen glücklich werden.
Der Schreibstil ist sehr leicht und verständlich und das ist bei so einem Sachbuch auch wichtig, gerade wenn man sich mit dem Thema noch nicht so viel auseinandr gesetzt hat. In diesem Buch werden die Fragen sehr gut beantwortet und wer einen Hund dann tatsächlich adoptiert hat hier sehr gutes Fachwissen, denn das Tier steht hier immer im Vordergrund.
Fazit: Sehr empfehlenswert, gerade wenn man einen Hund aus dem Tierschutz hat oder sich bald einen anschaffen möchte. Oder auch einfach wenn man etwas zu dem Thema Tierschutzhund um allgemeinen mehr erfahren mag.
Großartiger Abschluss
Die Berghebamme - Zeit der Kinder von Linda Winterberg
Ich habe bereits die anderen Teile der Berghebammen-Reihe gelesen und war immer wieder begeistert! Deshalb wollte ich auch den Abschluss nicht missen und wieder ist die Geschichte ganz großartig erzählt!
Die Geschichte dreht sich im dritten Teil um die Berghebamme Maria, diese hat in dem Landarzt Georg ihre große Liebe gefunden und führt gemeinsam mit ihm eine eigene Praxis.
Alles könnte perfekt sein, doch Marias innigster Wunsch erfüllt sich nicht: Sie möchte Mutter werden. Um sich von ihrer Trauer abzulenken, beschließt sie, ein Wohnheim für verstoßene Schwangere zu gründen. Ein Unterfangen, das für große Missbilligung seitens der Dorfbewohner sorgt, denn ledige Mütter gelten als Schande. Und schon bald kommt es zu einem Vorfall, der nicht nur Marias Existenz bedroht, sondern auch das Leben der Frauen, die bei ihr Schutz suchen ….
Der Schreibstil war wieder ganz locker und leicht zu lesen und die Seiten sind nur so dahin geflogen! Sehr lebendig erzählt die Autorin von der Arbeit als Hebamme und mit den Kindern und als Leser ist man immer mitten im Geschehen dabei! Sehr bildhaft und lebendig wird auch die Landschaft in den Bergen beschrieben und das Leben auf dem Land.
Ich mochte die Protagonistin Maria von Beginn an aber sie wird immer tapferer und mutiger von einem Teil zum nächsten, es gefällt mir sehr wie sie immer wieder für die schwachen eintritt!
Fazit: Wieder ein wunderbarer Teil der Hebammen- Reihe, ich kann die ganze Reihe nur empfehlen!
Toller Auftakt einer Reihe rund Meran
Die Welt in Meran - Walzerblut von Angela Marina Reinhardt
Ich lese immer wieder gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit führen und mit interessanten Charalteren unterhalten. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, das zum einen ein historischer Roman rund um die schöne Stadt Meran ist, aber gleichzeitig liest sich die Geschichte in teilen so spannend wie ein Kriminalfall.
Ich wurde jedenfalls wahnsinnig gut von dem Roman unterhalten und würde mich auch über weitere Bände freuen!
Inhaltlich führt der Roman den Leser nach Meran im Fasching 1872: Zwischen Maskenbällen und Kurbetrieb kreuzen sich die Schicksalswege von Menschen, die mehr verbindet, als sie ahnen: Den Korsen Benedetti führt ein dunkles Geheimnis in die Passerstadt. Wird er den Mut haben, das Richtige zu tun? Die junge Helen wiederum soll in Meran eine gute Partie machen. Bald wecken gleich zwei Männer ihr Interesse, doch nur einem kann sie vertrauen. Der jüdische Arzt Hirsch erforscht das neue Gebiet der Seelenheilkunde. Aber beherzigt er selbst den Rat, den er anderen gibt? Zwei Tiroler Schwestern stemmen sich mit ihren Träumen gegen die Familientradition. Und dann ist da noch Rosa Martini: Die ladinische Waise schuftet in der Spinnerei, erlebt Ausbeutung und Elend. Als sich ihr eine einmalige Chance bietet, greift sie entschlossen zu.
In die Geschichte habe ich recht gut hineingefunden. Der Schreibstil ist genau mein Fall, es liest sich alles locker-leicht und auch schön bildlich und es hat sich dadurch ein sehr schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Somit hatte ich das Buch in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen. Besonders die Stadt Meran wird sehr anschaulich und lebendig beschrieben und man bekommt als Leser richtig Lust selbst einmal dorthin zu reisen. Aber auch das Leben der Menschen wird eindrücklich beschrieben und ungeschönt und manchmal musste ich schon ganz schön schlucken welches Leben manche Personen leben mussten. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme, die ganzen Charaktere zuzuordnen, die eingeführt wurden. Hinterher habe ich dann gesehen, dass es am Ende des Buches ein Personenverzeichnis gibt welches sehr hilfreich ist. Und nachdem ich ganz in der Geschichte drinnen war, waren auch die verschiedenen Personen kein Problem mehr für mich.
Richtig ans Herz gewachsen ist mir Helene die es zu dieser Zeit als Frau nicht ganz so einfach hat und sich auf dem Heiratsmarkt umsehen muss. Sie ist eine starke Persönlichkeit und geht sehr empatisch mit ihren Mitmenschen um, das hat mir gefallen. Mit ihr konnte ich mich richtig gut identifizieren. Ebenfalls ein sympathischer Charakter ist Jean, der anfangs noch etwas geheimnisvoll wirkt, sich dann aber zum Ende hin immer mehr in mein Herz geschlichen hat!
Die Story ist die ganze Zeit über sehr unterhaltsam und ein Mix aus historischem Roman, der aber zum Ende hin auch immer mehr in Richtung Spannungsroman und Krimi geht. Ich habe am Ende richtig mitgefiebert und mitgebangt. Ich wurde von dem Auftakt auf jeden Fall sehr gut unterhalten und vergebe dafür gute 4,5 von 5 Sternen, ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil der Reihe.
Wohlfühlhörbuch
Der alte Apfelgarten von Sharon Gosling
Ich höre für mein Leben gern Geschichten, die sich um ein Familiengeheimnis drehen, das langsam gelüftet wird und die mich einhüllen wie eine schöne, flauschige Decke. Deshalb war ich gleich sehr gespannt auf dieses Hörbuch.
Die Geschichte nimmt einen mit auf die Crowdie Farm, diese liegt an der schroffen Steilküste Schottlands; dort sind Bette und Nina Crowdie aufgewachsen, zwischen Kühen, Hühnern und der rauen See.
Nahegestanden haben sie sich nie. Zu verschieden sind die beiden Schwestern, zu groß der Altersunterschied von zehn Jahren. Nun lebt Bette ihr ganz eigenes Leben in London, fernab der Familie, während für Nina die Farm ihr Ein und Alles ist. Als plötzlich der Vater stirbt und die Schwestern unerwartet den Hof gemeinsam erben, treffen sie wieder aufeinander. Bald erfahren sie von den enormen Schulden, die ihr Vater vor ihnen verheimlicht hat. Widerstrebend willigt Bette ein, ihrer Schwester bei der Rettung von Crowdie Farm zu helfen. Doch das bedeutet, dass sie einen Weg finden müssen, zusammenzuarbeiten, und Bette nicht länger verdrängen kann, warum – oder wegen wem – sie vor all den Jahren weggegangen ist. Die Entdeckung eines seit Jahrzehnten vergessenen Apfelgartens mit uralten, seltenen Cidersorten auf ihrem Land ist der einzige Hoffnungsschimmer. Er bleibt die letzte Möglichkeit, die Farm zu retten – und die Beziehung der Schwestern wieder zu kitten.
In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist angenehm und schön bildlich. Ich konnte mich deshalb ganz auf das Hörbuch konzentrieren und mich auf die Farm träumen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von den unterschiedlichen Schwestern Bette und Nina, die erst einmal wieder zueinander finden müssen. Beide Charaktere waren mir wirklich sympathisch und ich konnte mich mit deren Denken und Handeln sehr gut identifizieren. Sie sind mir auch mit der Zeit richtig ans Herz gewachsen. Die Story ist wirklich zum wohlfühlen und ich habe die Geschichte von den Schwestern und dem alten Apfelgarten gerne angehört, auch wenn es jetzt für mich keine überraschenden Wendungen gab und die Handlung auch etwas vorhersebar gewesen ist. Ich wurde aber wirklich gut von dem Hörbuch unterhalten und habe nun richtig Lust, selbst nach Schottland zu reisen. Ich vergebe deshalb gute 4 von 5 Sternen.
Die Sprecherin hatte eine sehr angenehme Stimme, die gut zur Geschichte gepasst hat. Ich habe ihr gerne zugehört und sie hat lebendig gelesen, sodass ich ein paar tolle Hörstunden hatte
Regt zum nachdenken an
Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber
Ich habe bereits schon andere Bücher der Autorin gelesen und diese konnten mich in den Bann ziehen, deshalb wollte ich auch dieses Werk unbedingt lesen und das Buch macht wirklich nachdenklich und konnte mich berühren!
Es geht um die neunjährige Maja, diese wächst in einer zerrütteten Familie auf - ein tyrannischer Vater, eine liebevolle, aber unterdrückte Mutter, dazwischen viel Schweigen und Dinge, die ihr keiner erklärt.
Als Frank, Majas Vater, ihre Mutter tötet, reißt er ein Loch in die Welt - für Maja, aber auch für alle anderen, die zurückbleiben.
Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war: Zwischen Trauer, Sorgerechtsstreit und Bürokratie wird Maja zum Spielball und verliert inmitten von Anträgen und Zuständigkeiten ihre Familie, ihr Zuhause, das Gefühl von Sicherheit und die Gewissheit, zu wem sie gehört. Ihre Patentante Liv wird Majas einziger Lichtblick: Liv arbeitet als Astrophysikerin und begeistert Maja für die Wunder des Universums. Gleichzeitig ringt sie mit eigenen Unsicherheiten, alten Ängsten und der Überforderung, plötzlich Verantwortung übernehmen zu müssen. Und doch wachsen Liv und Maja zusammen: beim Blick durchs Teleskop und beim Versuch, im endlosen Weltraum Antworten zu finden, die ihnen niemand sonst geben kann.
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen, obwohl sie aus ziemlich vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Liv und Maja kommen natürlich mit ihrer Perspektive vor, aber auch Oma und Opa von Maja und ihre Mutter Emma tragen in ihren Gedanken und Gefühlen immer wieder mit zur Handlung bei. Das macht die Geschichte abwechslungsreich, aber man muss sich auch konzentrieren, da auch in der Zeit gesprungen wird.
Vorallem das Thema Femizid berührt sehr, wobei es in diesem Buch gar nicht so sehr um die eigentliche Tat geht, sondern mehr darum wie Angehörige nach so einer Tat weiterleben können. Eine Geschichte, die auf jeden Fall bewegt und unter die Haut geht und ich habe sehr mitgefiebert mit den einzelnen Protagonisten.
Was mir nicht ganz so zugesagt hat war, wie die Geschichte immer wieder ein bisschen zu sehr ins schwarz-weisse driftet. So kommen fast alle Männer in der Geschichte schlecht weg, hier fehlte mir etwas die andere Seite, so kommen einem die Männer etwas "abgestempelt" vor.
Ansonsten aber eine sehr berührende und wichtige Geschichte, die mir gefallen hat, die aber nichts für schwache Nerven ist. Man sollte das Buch nur lesen, wenn man aktuell psychisch stabil ist. Von mir erhält die Geschichte deshalb alles in allem 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung
Witziges, kurzes Hörbuch
Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat,1 Audio-CD von Marc-Uwe Kling
Mein Sohn und ich hören sehr gerne die Hörbücher von Marc-Uwe Kling, denn sie bringen und immer wieder zum lachen. Das Hörbuch ist mit ungefähr 20 Minuten nicht sehr lang, aber wirklich humorvoll und kann kommt aus dem grinsen kaum raus!
Inhaltlich geht es um folgendes: Großtante Ilse will heiraten! Zum vierten Mal.
Da müssen alle hin. Mit dem Auto. Nach Wuppertal. Das ist scheinbar glasklar. Auch wenn Tiffany der Grund nicht ganz ersichtlich ist, hat sie gute Laune. Als Einzige übrigens. Mama ist genervt vom Packen, Papa davon, dass er einen Kratzer ins Auto gefahren hat. Die Oma sucht ihr Handy, Luisa hat Hormone, der Opa will eigentlich lieber mit dem Zug fahren und Tiffanys großer Bruder Max, nun ja, Max, der sieht irgendwie gar nicht gut aus. Er war letzte Nacht auf der Party eines Freundes. Und jetzt ist Max ein bisschen grün im Gesicht. Als Tiffany ihre große Schwester fragt, woran das liegen könnte, bekommt sie eine sehr rätselhafte Antwort: „Kleiner Feigling.“
Das Hörbuch ist deshalb so urkomisch, da es schon sehr aus dem Leben erzählt ist und alles so herrlich mit Humor nimmt. Egal ob es der arme Max ist, dem der "Feigling" so gar nicht gut tut, oder der Vater, der die Bons von der Tankstellen- Toilette unbedingt einlösen muss, ob der Kaffee schmeckt oder nicht. Mein Sohn und ich haben uns königlich amüsieren können und warten voller Ungeduld auf das nächste witzige Abenteuer! Besonders schon fanden wir das Ende, denn man sieht im Hörbuch...auch wenn etwas nicht so ist wie erwartet, kann man als Familie doch immer Spaß haben!
Der Sprecher war wieder Marc-Uwe Kling selbst und er liest das Hörbuch mit so viel Humor, es ist einfach klasse! Große Lacher für Klein und Groß!
Toller Auftakt der Reihe
Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli von Henrike Engel
Ich kenne die Autorin bereits von ihrer Reihe rund um "Die Hafenärztin" und wurde von diesen Büchern immer mitgerissen. Auch dieser erste Teil der „Elbnächte“-Reihe habe ich regelrecht verschlungen und freue mich schon darauf den zweiten Teil zu lesen.
Das Buch führt den Leser nach Hamburg, 1913.
Von einem Tag auf den anderen wird Louise bettelarm: Ihr Mann verschwindet spurlos und mit ihm das letzte Geld. Zusammen mit Ella, einer ehemaligen Prostituierten, wagt sie einen Neuanfang und eröffnet auf Sankt Pauli eine Bar.
Schnell geraten sie in Konflikt mit den Autoritäten: Ein Juwelier wird in der Nachbarschaft ermordet, Louise und Ella retten den vermeintlichen Mörder vor der Polizei, weil sie ihn für unschuldig halten. Da taucht Paul in der Bar auf, ein ehemaliger Polizist, der auf eigene Faust eine Bande gewalttätiger Straßenkinder jagt. Aber haben die verwahrlosten Seelen wirklich etwas mit dem Mord zu tun?
In die Geschichte habe ich wieder ohne Probleme hineingefunden und der Schreibstil ist einfach toll! Er ist locker und leicht, dabei auch schön bildlich und es hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Man findet sich mitten im Geschehen wieder und hat Hamburg 1913 sehr präsent vor Augen. Da die Autorin es versteht sehr lebendig zu schreiben wird nichts beschönigt und ich musste einige male auch schlucken. Die Geschichte wird zudem im Wechsel aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das fand ich gut, da ich mich so mit den einzelnen Personen besser identifizieren konnte. Vor allem Louise und Ella sind mir dabei richtig ans Herz gewachsen, denn die Beiden sind herzensgute Menschen, die aber auch einiges mitmachen müssen.
Die Geschichte blieb auch von Anfang bis zum Ende mitreißend mit zahlreichen überraschenden Wendungen, ich wurde richtig gut von dem Buch unterhalten und freue mich schon darauf auch den nächsten Band zu lesen. Natürlich gibt es die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für Fans von historischen Romanen und historischen Krimis.
Berührend und schockierend
Die verlorenen Kinder vom Fjord von Helen Parusel
Bereits nachdem ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, war ich total gespannt auf das Buch. Die Schicksale der Frauen im besetzten Norwegen waren mir bisher noch nicht so präsent und ich wollte mehr darüber erfahren. Etwas dazulernen zu können ist deshalb natürlich ein weiterer Pluspunkt für das Buch.
Die Geschichte führt den Leser nach Narvik, 1940: Als im Fjord Kriegsschiffe auftauchen, ändert sich Lailas Leben für immer. Sie schließt sich dem Widerstand an, verliebt sich aber in einen deutschen Soldaten. Josef ist anders, unterstützt sie bei ihren Aktivitäten. Dann wird er nach Russland geschickt, und Laila stellt fest, dass sie schwanger ist. Ihr bleibt nur, Zuflucht in einem Heim zu suchen, in dem man ihr Unterstützung verspricht. Doch Laila gerät in die Fänge eines grausamen Systems und muss für ihr Kind alles riskieren.
In die Storyline habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist schön bildlich, passt sehr gut zu dem Genre und es ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. So hatte ich das Buch in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen. Die Geschichte selbst blieb die ganze Zeit über unterhaltsam und mitreißend. Ich habe richtig mitfiebern müssen und habe nicht erwartet das die Story so berührend aber auch schockierend sein würde. Das Schicksal der Frauen damals hat mich aufgewühlt und geht unter die Haut, dennoch ist es so wichtig das darüber erzählt wird und das ist der Autorin mit diesem Buch ganz fantastisch gelungen. Man ist als Leser mitten im Geschehen mit dabei und Geschichte wird hier richtig lebendig.
Die Geschichte wird nun noch länger in mir nachhallen und ich wurde sehr berührt von der Geschichte. Ich kann es nun kaum erwarten, mehr solche Bücher von der Autorin zu lesen. Ich vergebe ganz klar 5 von 5 Sternen.
Unglaubwürdige und seltsame Story
Der Nachbar von Sebastian Fitzek
Ich lese und höre sonst unheimlich gerne Thriller dieses Autors, und gerade die ersten Bücher die er geschrieben hat, haben mich immer faszinieren und in den Bann ziehen können. Diese waren wendungsreich und atemlos spannend. Ich war deshalb auch auf sein neuestes Werk gespannt aber wurde doch ziemlich enttäuscht.
Die Story wirkte sehr konstruiert und unglaubwürdig, teilweise auch langweilig.
Die Story dreht sich um die Strafverteidigerin Sarah Wolff, diese leidet an Monophobie, der Angst vor Einsamkeit. Was sie nicht weiß: Nachdem sie mit ihrer Tochter an den Stadtrand Berlins gezogen ist, hat sie einen unsichtbaren Nachbarn, der sie keine Sekunde lang allein lassen wird.
In die Geschichte habe ich recht gut hineingefunden, denn der Schreibstil ist locker und flüssig und so konnte ich mich bei diesem Hörbuch auch ganz auf die Story konzentrieren, diese war jedoch leider gar nicht mein Fall. Die ganze Geschichte wirkte für mich unglaubwürdig und an den Haaren herbei gezogen, es kam kaum Spannung auf, obwohl die Handlung durchaus sehr brutal gewesen ist, in Teilen. Mir fehlte allerdings komplett die psychologische Spannung und der wendungsreiche Thrill, die der Autor in seinen alten Thrillern gezeigt hat.
Der Sprecher hat wirklich sein Bestes gegeben und hat das Buch mitreißend vorgelesen, aber die Story konnte mich einfach nicht in den Bann ziehen.
Fazit: Hat mich ziemlich enttäuscht, nicht das Beste Werk des Autors, hat sich alles ziemlich konstuiert angefühlt. Der Sprecher hat jedoch gut gelesen, deshalb erhält das Hörbuch einen halben Stern mehr und kommt für mich auf 2,5 Sterne. Wirklich empfehlen kann ich es jedoch nur des Sprechers wegen.











