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Rezensionen von Ameland:

Internatsgeschichte mit Tiefgang

Die außergewöhnlichen Abenteuer der Alice Tonks von Emily Kenny

Die elfjährige Alice kommt auf eine neue Schule, dem Internat Pebbles. Hier sind bereits ihre Mutter und ihre Großmutter gewesen. Alice mag eigentlich keine Veränderungen. Sie ist genau wie die Autorin Emily Kenny Autistin. Alice weiß noch nicht, dass sie dort eine besondere Fähigkeit an sich entdecken wird, die ihr nicht nur das bisher größte Abenteuer ihres Lebens beschert, sondern ihr Leben in Zukunft auch bereichern wird.

Alice ist ein sympathisches und mitfühlendes Mädchen, die in Tim und Ottie schnell Freunde findet. Sie hat ihre Prinzipien und macht eine starke Entwicklung durch. Im weiteren Verlauf wird die Freundschaft der drei Kinder auf eine harte Probe gestellt. Es kommt zu Konflikten und Mobbing, Lügengeschichten werden verbreitet. Wem kann man vertrauen und wer spielt ein falsches Spiel? Mir hat gefallen, dass Alice Beeinträchtigung zwar in gewissen Szenen eine Rolle spielen, aber nie in den Vordergrund gestellt werden.

Eine spannende Abenteuergeschichte für Jungs und Mädchen, in die wichtige Themen gekonnt eingearbeitet wurden, ohne sich aufzudrängen. Weil für mich die Geschichte an einigen Stellen nicht ganz rund war, ziehe ich einen Stern in meiner Bewertung ab.

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Beängstigende Vorstellung

Unendlicher Friede von Edward Poniewaz

Bewertet mit 3.5 Sternen

Ich fand den Klappentext total spannend und war sehr gespannt auf die ganze Geschichte. Den Anfang als Christiana Witt mit einem ungewöhnlichen Problem zu dem Psychologen Dr. Stefan Heimer kommt, fand ich interessant. Sie berichtet, dass ihr Mann, ebenfalls Psychologe, sie zu einer Abtreibung nötigt, weil er glaubt, dass er am Tag der Geburt seines Sohnes sterben muss.

Nach dem ersten Drittel ließ für mich die Spannung deutlich nach. Interessant fand ich die Forschung über die Möglichkeit der Gedächtnismanipulation von Professor Witt. Die Möglichkeiten, die eine solche Veränderung von Erinnerungen sowohl im positiven als auch im negativen Sinn haben kann, fand ich beängstigend. Und wie oft auch im wahren Leben werden diese Möglichkeiten am schnellsten von falschen Gruppierungen erkannt, wie hier von der Mafia.

Im weiteren Verlauf verhielten sich die Protagonisten für mein Verständnis teilweise irrational. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass niemandem zu trauen war. So richtig warm konnte ich auch mit keiner der handelnden Personen werden.

Ich weiß immer noch nicht so genau was ich von dieser Mischung aus Psychothriller mit Einschüssen eines Liebesromans halten soll. Daher gibt’s von mir trotz der wirklich interessanten Thematik für dieses Erstlingswerk von Edward Poniewaz nur 3,5 Sterne.

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Klufti wagt sich aufs politische Parkett

Lückenbüßer von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Ich hatte das Warten auf einen neuen Kluftinger aus den Federn von Klüpfel und Kobr schon fast aufgegeben, aber nun ist er da der 13. Kluftinger.

Bei einer Übung unter Kluftingers Leitung kommt ein Polizist ums Leben. Bei der Aufklärung wie es dazu kommen konnte, treffen Klufti und seine Kollegen auf einige zweifelhafte Mitmenschen.

Neben den Ermittlungen ist der Interims-Polizeipräsident noch im Wahlkampf für den Gemeinderat gefordert. Er hatte sich zwar nur per forma aufstellen lassen, aber als sich auch sein persönlicher Kontrahent Langhammer zur Wahl stellt, erwacht Kluftis Ehrgeiz. Aber genau wie bei der Übung läuft auch hier einiges aus dem Ruder.

Wie bereits bei den Vorgängern habe ich mich über typische Kluftinger-Dialoge amüsiert. Aber auch seine Unkenntnis in Sachen moderner Techniken oder veganer Ernährungsweisen brachten mich zum Schmunzeln. Allerdings fand ich, dass die Jagd nach dem Mörder immer wieder in den Hintergrund trat und vom Wahlgeschehen in die zweite Reihe beordert wurde. Für mein Dafürhalten hätte dies etwas kürzer gestaltet werden können.

Der Schreibstil der Autoren ist wie gewohnt, flüssig und zügig zu lesen. Aktuelle Themen wie Corona-Leugner, Impfgegner, Rechtsradikalismus und die negativen Auswirkungen sozialer Medien wurden glaubwürdig in den Krimi integriert.

Ich habe die Zeit mit Kluftinger und seinem Team genossen. Aber mir persönlich fehlte es etwas an Spannung und ich fand die Wahlkampfpassagen zeitweilig zu langatmig. Daher gibt es von mir dieses Mal nur vier Sterne.

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Ungewöhnlich, mysteriös, lesenswert

Der längste Schlaf von Melanie Raabe

Ich kannte bisher nur die Krimis/Thriller von Melanie Raabe und war sehr gespannt auf dieses Werk aus einem anderen Genre. Aber bis zum Schluss bin ich mir nicht sicher welchem Genre ich dieses Buch zuordnen würde.

Es ist schwer, ohne zu spoilern, eine dem Buch gerecht werdende Rezension zu verfassen.

Die Neurowissenschaftlerin Mara forscht zu dem Thema Schlaf und Schlaflosigkeit. Unter letzterem leidet sie selbst seit langem. Als Kind hatte sie prophetische Träume und diese scheinen sich jetzt wieder einzustellen. Außerdem ereignen sich Dinge, die ich in den Bereich von Fantasy und Mistery einordnen würde, beides nicht meine Welt. Hier jedoch entwickeln sie einen gewissen Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Vielleicht muss man auch nicht allem auf den Grund gehen und erklären können. Und zwischendurch werden immer wieder wissenschaftliche Fakten zu dem Grundthema eingebunden.

Den Schreibstil von Melanie Raabe habe ich schon bei ihren Krimis geliebt. Sie schreibt so bildhaft, dass mein Kopfkino auf Hochtouren Bilder vor meinem inneren Auge produziert. Gleichzeitig weiß sie Spannung zu erzeugen, um im nächsten Moment feine poetische Sätze einzuflechten.

Egal welches Genre Melanie Raabe gehört definitiv zu meinen Lieblingsautoren und bekommt auch für diesen Roman volle fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Hexische Abenteuer

Felina Fingerhut und das verhexte Schwarze Loch von Katja Hemkentokrax

Felina legt die typischen Verhaltensweisen eines Kinds ihres Alters von 11 Jahren an den Tag. Sie ist manchmal grummelig, unordentlich und hat keine Lust auf Hausarbeit. Dafür möchte sie eine Katze oder nach Disney Land fliegen. In ihren Tagträumen stellt sie sich ihre Traumwelt zusammen mit Zuckerwattewolken, einem Kater Pepper und sie kann fliegen und hexen.

Die beiden letzten Eigenschaften wünscht sie sich nämlich sehr. Eines Tages steht ein Paket auf ihrer Terrasse und damit nimmt das Abenteuer oder soll ich sagen das Unglück seinen Lauf?

Es dauert nicht lange bis Felina mein Herz erobert hat. Wollte ich als Kind doch auch gerne fliegen und hexen wünsche ich mir heutzutage noch manchmal zu können. Ich denke Kinder können sich ebenfalls teilweise in Felina wiedererkennen. Besonders gefallen hat mir, dass Felina im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durchmacht.

Im weiteren Verlauf begegnen wir noch dem etwas verschrobenen Zauberer Stecknadel, der begeistert von der Mathematik und den Zahlen ist. Er scheint ein brummiger Einzelgänger zu sein, hat aber doch ein mitfühlendes Herz.

Und dann ist da noch die Junghexe Wolke, die noch nicht ganz sattelfest im Hexen ist. Dafür sprüht sie vor Lebenslust und kreativen Einfällen. Mit ihr erlebt Felina unglaubliche Abenteuer. Zu Wolke gehört der Kater Knopf, den ich auf keinen Fall unerwähnt lassen möchte.

Katja Hemkentokrax, was für ein Name, hat hier ein tolles und spannendes Kinderbuch voller Fantasie, Magie und Abenteuer mit so vielen unterschiedlichen Charakteren geschaffen. Der bildhafte Schreibstil setzt das Kopfkino in Gang, welches Bilder vor dem inneren Auge entstehen lässt. Ich glaube in ihrem Herzen ist sie wie Felina und möchte auch gerne fliegen und hexen können.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und in der Geschichte tauchen die Figuren und Dinge nach und nach auf und so habe ich immer wieder Aha-Momente gehabt. Genauso ist es mit den Illustrationen auf den Cover-Innenseiten. Auch die schwarz-weißen Illustrationen von Phine Wolff innerhalb der Geschichte sind sehr detailliert und verstärken den Text ganz wunderbar.

Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und hoffe auf weitere Abenteuer mit Felina.

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Alles ist miteinander verbunden

Indigene Menschen aus Nordamerika erzählen von Eldon Yellowhorn; Kathy Lowinger

Ich bin begeistert von diesem tollen und informativen Buch, in welchem wir einen kleinen Einblick in die Sitten und Gebräuche einiger Indigener Gruppen bekommen. Sie leben seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur, betrachten die Welt als ein Geschenk und bemühen sich, sie gegen alle Widrigkeiten zu bewahren.

Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen werden von Generation zu Generation weitergegeben.

Mich beeindruckt wie ein Teil dieser Menschen mit lokalen Aktionen versucht, den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Als Beispiel nenne ich hier nur die Wiederansammlung der Bisons in der Prärie.

Aufgelockert wird das Buch durch historische und aktuelle Fotos und die Karten, damit die Völker verortet werden können, sind hilfreich.

Ein Buch voller Geschichten und Wissen, welches in Verbindung mit der heutigen Wissenschaft auch nützlich für unsere Zukunft sein kann.

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Rasante Abenteuergeschichte voller Wendungen

Klippo von Tobias Goldfarb

Von Tobias Goldfarb kannte ich bisher nur die Bücher mit dem Weihnachtsdrachen Spekulatius und ich war gespannt, ob mich dieses Buch genauso begeistern könnte. Aufgrund des Untertitels war ich sogar doppelt gespannt.

Der Autor wirft uns mittenrein in die Geschichte und mit angehaltenem Atem verfolgen wir die Flucht von Klippo und seinen Eltern vor den Salpetern.

Bis zur Ankunft auf der Insel Narom Rok sind nicht nur einige Gefahren zu überstehen, sondern Klippo wird ein Geheimnis um seine Person offenbart und es soll nicht das letzte Geheimnis sein, das aufgedeckt wird.

Mit kurzen verständlichen Sätzen wird die Geschichte von Klippo erzählt. Sie scheint eine Aneinanderreihung von gefährlichen Situationen, Geheimnissen und Wendungen zu sein bis am Ende alles aufgelöst wird. Mir hat es Spaß gemacht, Klippo eine Weile zu begleiten, auch wenn ich genau wie er zwischendurch etwas verwirrt war. Was ist die Wahrheit, was Fantasie oder gar Lüge?

Ich finde das Cover mit den teilweise gedeckten Farben und dem silbrigen reflektierend Teil mega. Gefallen haben mir auch die sehr detaillierten Illustrationen jeweils zu Beginn eines Kapitels. Ein toller Fun Fact ist das Daumenkino mit dem rennenden Hermelin Red, übrigens mein Lieblingsprotagonist.

Eine rasante Abenteuergeschichte für Jugendliche ab ca. 10 Jahren, in der es um Identität, Vertrauen und Verzeihen geht.

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Beruf versus Berufung

Die Leuchttürme der Stevensons von Sabine Weiß

Dieser historische Roman hat mich aus zwei Gründen gereizt. Zum einen gehört Sabine Weiss zu meinen bevorzugten Autorinnen und zum anderen interessierte mich die Geschichte der Leuchttürme.

Robert Louis Stevenson wird Mitte des achtzehnten Jahrhunderts in Edinburgh geboren. Bereits ab diesem Zeitpunkt steht für seinen Vater Tom fest, dass sein Sohn in seine Fußstapfen treten soll, um die Reihe der erfolgreichen Leuchtturm-Erbauer fortzuführen.

Bereits in jungen Jahren fühlt sich Louis aber mehr zur Schriftstellerei hingezogen, sehr zum Verdruss seines Vaters. Eingeengt von Konventionen und den Erwartungen der Familie vermag er sich lange nicht aus dieser Umklammerung lösen. Seine Zerrissenheit hat die Autorin nahezu fühlbar für ihre Leser dargestellt.

Ich lese sehr gerne historische Roman und besonders auch die von Sabine Weiss. Dieses Buch konnte mich über weite Strecken leider nicht packen. Ich kann noch nicht einmal den Finger drauflegen woran es lag. Immer wenn ich dachte ja jetzt wird es spannend, war dieser Teil der Erzählung kurz danach schon abgehandelt. Die Informationen über den Leuchtturmbau und welche Schwierigkeiten das besonders an der rauen und wilden Küste Schottlands mit sich bringt, fand ich nicht nur informativ, sondern auch interessant. Hatte ich mir bis dato dazu doch kaum Gedanken gemacht.

In ihrem typisch eindringlichen Schreibstil hat sie den Zeitgeist der damaligen Zeit sehr anschaulich wiedergegeben. Man merkt welch intensive Recherche die Autorin betrieben hat und sie hält sich bei dieser Roman-Biografie eng am bekannten Lebenslauf des später z. B. mit der Schatzinsel so erfolgreichen Schriftstellers. Das Nachwort rundet dieses Werk sehr gut ab.

Obwohl mich die Geschichte nicht so packen konnte wie ich es erwartet habe, honoriere ich die intensive Recherche und die Informationen zum Leuchtturmbau noch mit vier Sternen, auch weil ich wieder einiges hab lernen können.

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Lehrreich und interessant

Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein junior-Lexikon: Bauernhof von Andrea Erne

Dieses Buch aus der Reihe junior-Lexikon vom Ravensburger Verlag bringt den jungen Lesern das Leben auf einem Bauernhof näher. Sie lernen nicht nur die unterschiedlichen Tiere auf dem Bauernhof kennen, sondern auch Maschinen wie Traktor oder Mähdrescher und die verschiedenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse.

Aber auch ein Hofladen und Ferien auf dem Bauernhof werden vorgestellt.

Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder lernen wo ihre Nahrungsmittel herkommen und wie sie gefertigt werden. Und das wird in diesem Buch auf nur wenigen Seiten sehr gut kindgerecht erklärt. Sowohl der Wort- als auch Wissensschatz der Kinder wird spannend erweitert. Ganz besonders cool sind wieder die eingefügten Klappen, die voller Spannung geöffnet werden und weitere Informationen enthalten.

Ergänzt werden die kurzen informativen Texte mit sehr vielen farbigen und detailgetreuen Illustrationen, auf denen es so viel zu entdecken gibt, dass man das Buch ruhig mehrmals zur Hand nehmen kann, ohne dass es langweilig wird.

Wirklich eine tolle Reihe, die eine klare Leseempfehlung für Kinder ab ca. 3 Jahren von mir bekommt.

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