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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ameland:

Blutiger Countdown

The Twenty von Sam Holland

DCI Adam Bishop wird zu einem Leichenfund auf einer Müllhalde gerufen. Aber es bleibt nicht bei dieser einen Leiche, sondern es sind insgesamt fünf Opfer, die dort gefunden werden. Das Makabere ist, dass die Toten offenbar nummeriert wurden und zwar abwärts in der Zahlenfolge. Was hat das zu bedeuten? Wird es weitere Opfer geben? Ich verrate nur so viel: ja es wird.

Wer ein Problem mit brutalen und blutigen Morden hat, der lässt lieber die Finger von diesem Thriller aus der Feder von Sam Holland. Für alle anderen ist dieses Buch aber eigentlich ein absolutes Muss. Einmal begonnen, konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen. Die Autorin spannt den Spannungsbogen recht früh und kann ihn durchgehend aufrechterhalten. Einige unerwartete Wendungen, persönliche Involvierung der Ermittler und eine Überraschung zum Ende hielten mich in Atem.

Sam Holland kann ihre Leser definitiv fesseln, daher ist es schade, dass Band eins dieser Trilogie noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde, besonders da im Buch des Öfteren der Fal des Echo-Man erwähnt wird. Ich werde meine Augen jedenfalls offen halten, um weitere Bücher dieser Autorin lesen zu können.

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Paul kann es nicht lassen

Salute - Die letzte Fahrt von Friedrich Kalpenstein

Bei seinem gemütlichen Morgenspaziergang sieht Paul Zeitler einen Mann, der in voller Montur in den See steigt. Bei näherem Hinsehen, bemerkt auch Paul den leblosen Körper im Wasser. Leider kommt für den Bootsbauer Vincenzo Morelli jede Hilfe zu spät. Commissario Lanza ist wenig begeistert als er bei seinem Eintreffen wieder Paul antrifft.

Obwohl in Bordolino gemordet wird, liebe ich diese Ausflüge an den Gardasee. Friedrich Kalpenstein versteht es das Flair und die südländische Atmosphäre so anschaulich darzustellen, dass ich das leise Plätschern der Wellen am Ufer höre und die Sonne im Gesicht spüre während ich bei Paul eines der köstlichen Gebäckstücke von Leone genieße. Dabei beobachte ich andere Touristen und die unterschiedlichen Frauen, die den sympathischen Barista umflattern wie die Motten das Licht.

Aber in Paul schlägt immer noch das Herz eines Kommissars und so führt er zum Leidwesen von Lanza eigene Nachforschungen durch. Auch wenn sich das Verhältnis zwischen Paul und dem Commissario seit ihrem letzten Fall etwas gebessert hat, so kann von einer Freundschaft noch lange nicht die Rede sein, aber es wird. Ich mag besonders die Dialoge der beiden.

Der Autor schafft es wunderbar Spannung, Humor und italienisches Dolce vita so zu verknüpfen, dass ich mich trotz der Morde in Bordolino sehr wohlfühle.

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Ein wunderbares Kinderbuch, welches Demokratie anschaulich erklärt

Das Trumpeltier von Thea Dormeyer

Im Dschungel taucht eines Tages das Trumpeltier auf und erklärt, dass der Dschungel einen Anführer benötigt. Erstaunlich, dass ausgerechnet das Trumpeltier sich als Stärkster, Schnellster und Größter herausstellt. Der Orang-Utan ist kein angenehmer Herrscher und langsam kommt Maki der Verdacht, dass sich das Trumpeltier diese Position durch Betrug erschlichen hat.

Als Erwachsener fällt einem auch aufgrund des Namens und der Frisur sofort die Parallele zu einem aktuellen Politiker auf, der es auch nicht so genau mit der Wahrheit nimmt. Kinder ab ca. 4 Jahren können diesen Bezug natürlich noch nicht herstellen, aber auch sie erkennen sehr schnell, dass sich das Trumpeltier nicht korrekt verhält. Daher finden sie es auch richtig, dass dieser Herrscher aus dem Dschungel verjagt wird und Tiere, die für die Allgemeinheit da sind und helfen am Ende als Herrscher gewählt werden.

Die vielen farbenprächtigen Illustrationen von Nadine Reitz laden nicht nur zu einer Entdeckungsreise in ihnen ein, sondern lassen den Text lebendig werden.

Diese Fabel von Thea Dormeyer erklärt nicht nur Kindern was Demokratie ist, sondern unterhält auch Erwachsene aufgrund der aktuellen Parallelen.

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Immer wieder ein Vergnügen

Spröde Sprotten schwimmen schlecht von Christiane Franke; Cornelia Kuhnert

Ich liebe diese Reihe und hätte mir auch hier gerne ein „Bitte-nicht-stören-Schild“ um den Hals gehangen als ich das Buch zur Hand nahm. Schon beim Blick auf das maritime Cover und dem wieder speziellen Titel ging mir das Herz auf.

Bereits zum zwölften Mal begleitete ich Rosa, Rudi und Henner bei ihren privaten Ermittlungen.

Eine große Hilfe wäre ich ihnen nicht, denn meistens befinde ich mich im Tal der Ahnungslosen, was meinem Lesespaß aber keinen Abbruch tut. Dieses Mal wähnte ich mich aber auf der richtigen Spur, doch die beiden Autorinnen Christiane Franke und Cornelia Kuhnert machten mit einer sehr unerwarteten Wendung meinen Erfolg zunichte.

Mir sind nicht nur Rosa, Henner und Rudi inzwischen ans Herz gewachsen. Ich mag ihre Freunde und Familienmitglieder mit ihrer Warmherzigkeit auch sehr und finde es super wie sie für einander da sind. Damit es nicht zu harmonisch wird, spielt Kriminaloberkommissar Schnepel mit. Er sorgt bei mir regelmäßig für erhöhten Puls.

Diese Reihe kommt mit viel Humor in einem lockeren und frischen Schreibstil daher. Geschickt haben die Autorinnen für Ostfriesland typische Gebräuche und Gerichte integriert. Und die Beschreibungen von Neuharlingersiel und Wind und Wetter befördern mich direkt an die Küste.

Wer gute und spannende Krimis mit Humor mag, dem lege ich diese Reihe ans Herz. Aber unbedingt mit Band 1 beginnen!!

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Große Träume

Not your Darling von Katherine Blake

In ihrem Roman nimmt Autorin Katherine Blake nicht nur die junge Engländerin Loretta mit nach Los Angeles sondern versetzt auch mich hinter die Kulissen von Hollywood in den 50er Jahren. Katherine Blake versteht es sehr gut die damalige Zeit vor meinem inneren Auge auferstehen zu lassen.

Loretta verfolgt ihren Traum Maskenbildnerin zu werden mit Mut, Vehemenz und Raffinesse.

In der männerdominierten Welt des Films, in der Intrigen an der Tagesordnung sind, genau wie Alkohol und Drogen, weiß Loretta jede Möglichkeit ihrem Ziel näherzukommen, zu nutzen. Dabei konnte ich die Wahl ihrer Mittel nicht immer gutheißen.

Lorettas Charakterzüge fand ich teilweise widersprüchlich und im Laufe ihrer Entwicklung büßte sie bei mir einige Sympathiepunkte ein. Den meisten übrigen sehr diversen Charakteren fehlte es für mich an Tiefe.

Aufgrund des leichten und lockeren Schreibstils ließ sich das Buch flott lesen. Nach einem interessanten Beginn plätscherte das Geschehen im mittleren Teil so dahin, um erst am Ende wieder Fahrt aufzunehmen, dann aber doch ziemlich abrupt zu enden.

Insgesamt eine Geschichte über Hollywood in den 50er Jahren, die mich gut unterhalten hat, aber mehr auch nicht.

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Ermittlungen im viktorianischen London

Der tote Antiquar von Limehouse von Ann Granger

In seinem 9. Fall verschlägt es Inspector Benjamin Ross von Scotland Yard in die gesellschaftlich nicht gerade bevorzugten Stadtteil Limehouse. Der etwas exzentrische und nebulöse Antiquar Jacob Jacobus wurde ermordet. Gleichzeitig wird er mit der Aufklärung des Diebstahls eines wertvollen Colliers betraut, der im wesentlich besser gestellten Stadtteil Hampstead stattgefunden hat.

Mir hat die akribische und unvoreingenommene Herangehensweise des sympathischen Inspectors bei seinen Ermittlungen gut gefallen. Bemerkenswert für jene Zeit ist sicherlich, dass er seine Frau Lizzie Martin nicht nur die Geschehnisse schildert, sondern auch ihre Gedanken dazu abwägt und gegebenenfalls berücksichtigt. Auch die Figur des Hehlers Jacob Jacobus fand ich trotz seiner leicht kriminellen Ader irgendwie liebenswert. Nur schade, dass er so schnell das zeitliche segnen musste. Weniger sympathisch sind da die besser gestellten Personen, die hochnäsig daherkommen und meinen, sich ihre Regeln selbst machen zu können.

Ich habe schon einige Bücher von Ann Granger gelesen und bin jedes Mal aufs Neue von ihrem Schreibstil begeistert. Sie schafft es hervorragend den viktorianischen Zeitgeist einzufangen und scheut sich auch nicht davor, bei ihren Beschreibungen ins Detail zu gehen. So bekommt man als Leser ein ziemlich genaues Bild von der Mode, den gesellschaftlichen Gepflogenheiten, aber auch von den sozialen Diskrepanzen zwischen den Gesellschaftsschichten sowie den herrschenden Missständen.

Dieser historische Krimi mit Mord, Diebstahl und Familiengeheimnissen in einem exklusiven Schreibstil verfasst, war für mich das reine Lesevergnügen.

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Faszinierende Einblicke in mir unbekannte Welten

Tatort Hafen - Tod im Schatten der Elbflut von Kästner & Kästner

Die Worte Hamburg und Hafen haben eine unwiderstehliche Sogwirkung für mich. Und die Sogwirkung entwickelte ganz unbestritten auch dieser Krimi.

Tom Bendixen von der Wasserschutzpolizei fischt einen Toten aus der Elbe, dessen Spur auf das Containerschiff Global Endeavour und damit von sogenannten Einschleichern führt.

Gleichzeitig muss der Hafenkommissar den Hafen vor einer drohenden Sturmflut sichern. Diese Aufgaben und vielfältigen Vorsichtsmaßnahmen ließen für mich lange Zeit den Fall in den Hintergrund treten, denn bis dato hatte ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, was in so einem Fall alles zu beachten und zu tun ist. Ich fand diesen Einblick total interessant.

Nicht weniger interessant fand ich die Ermittlungen von Jonna Jakobi auf dem Containerschiff. Die Mannschaft mauert und so manch einer der Crew hat etwas zu verbergen. Auch in diesem Zusammenhang bekam ich viele neue Informationen von den anfallenden Arbeiten dort und den Regeln. Hatte ich z. B. doch bisher noch nie von einem Mülltagebuch, welches der Koch führen muss, gehört. Ungefähr ab der Hälfte nimmt dieser Strang an Fahrt auf und an Spannung immer weiter zu.

Gut fand ich, dass den einzelnen Kapiteln Ort und Uhrzeit vorangestellt war. Das half den Überblick bei den schnell wechselnden Schauplätzen zu behalten, zumal einige Ereignisse parallel abliefen. Durch die beigefügte Karte der Hafenanlagen auf den Klappeninnenseiten konnte ich mir auch ein ziemlich genaues Bild von den Standorten machen und das Glossar am Ende half bei Fachausdrücken weiter.

Der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen. Die wechselnden Schauplätze und die vielen Ereignisse sorgten für ständig anhaltende Spannung. Eingefügte Funksprüche und Texte der Radiosender sorgten für Authentizität und machten die drohende Gefahr noch deutlicher.

Mich hat dieser Krimi von Beginn an in seinen Sog gezogen und begeistert. Die Kombination von drohender Sturmflut mit allem, was da dranhängt und dem Leben und Arbeiten auf einem Containerschiff fand ich mehr als gelungen.

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Generationenwechsel im Traditionscafé

Café Alba von Emilia Lombardi

Die Autorin macht in diesem zweiten Band einen Zeitsprung in die 70er Jahre. Isabella ist nun schon erwachsen und hat ihr Studium mit Bravour abgeschlossen. Sie ist bereit in die Geschäftsleitung einzusteigen und hat schon viele Ideen für Veränderungen. Das geht nicht ganz ohne Meinungsverschiedenheiten mit ihrer Mutter vonstatten, aber Francesca muss aus persönlichen Gründen etwas kürzertreten.

Auch im zweiten Band der Familiengeschichte sorgen Intrigen wieder für die nötige Spannung.

Isabella und Francesca waren mir von Beginn an ja schon sympathisch, etwas schwerer tat ich mich mit der etwas gefühlskalt wirkenden Carla. Letztere konnte mich dieses Mal überraschen, nicht nur mit ihren guten Einfällen in verschiedenen Krisen, sondern auch mit einer Liebeserklärung. Sie hat für mich eine positive Entwicklung gemacht. Für die Frauen ist es nicht leicht, sich in der Männerwelt zu behaupten, aber sie sind starke Charaktere und halten im Ernstfall bedingungslos zusammen.

Emilia Lombardi hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil und weiß wie sie ihre Leserschaft bei der Stange halten kann. Auch der Zeitgeist wurde immer wieder gut eingefangen. Ein Highlight war auch dieses Mal die Erfindung noch heute sehr bekannter Produkte.

Ich kann diese Familiengeschichte für gemütliche Lesestunden nur empfehlen.

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Blutige Vorlieben

The Killer Profile von Helen Fields

Midnight arbeitet bei der Firma Necto Corporation als Datenanalystin. Für eine Testperson wird ein Profil K ermittelt, aber keiner ihrer Vorgesetzten teilt ihre Einschätzung des Gefährdungspotentials, ganz im Gegenteil. Aber Midnight lässt dieses Profil nicht los, besonders als in ihrer Nähe zwei Frauen brutal ermordet werden.

Bald wird es für Midnight noch persönlicher.

Midnight ist eine sympathische und empathische, aber auch starke Frau. Ich fand es bewundernswert wie sie ihr ganzes Leben nach ihrer kranken Zwillingsschwester ausgerichtet hat. Ich habe mit ihr gehofft, gelitten und auch um sie gezittert.

Helen Fields schreibt flüssig und fesselnd. Sie spannt den Spannungsbogen recht früh und hält ihn bis zum Ende hoch. Sie hat überraschende Wendungen eingebaut und falsche Fährten gelegt. Ich habe einige Verdächtige ausgemacht, lag am Ende aber doch daneben mit meinen Vermutungen.

Ich fand es erschreckend zu was die Menschen fähig sind, um Profit und Macht zu erlangen bzw. auszuweiten. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, so kann ich mir schon vorstellen, dass es gar nicht so weit von der Realität entfernt ist.

Mir hat der Thriller insgesamt gut gefallen und auch viel Gänsehaut beschert, zudem habe ich von einer mir, bis dato unbekannten Krankheit erfahren. Da mir einige Begebenheiten unrealistisch und/oder too much erschienen, gibt es von mir einen Punkt Abzug.

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Verlockende Berufsaussichten auf Madeira

Der Ruf des schwimmenden Gartens von Tara Haigh

Sofie arbeitet in einem Bremer Krankenhaus und wird dort trotz ihrer fachlichen Fähigkeiten von den männlichen Kollegen nicht ernst genommen. Da bietet sich ihr durch Bekannte ihres Vaters die einmalige Gelegenheit in einem neuen Krankenhaus auf Madeira in ihrem Fachgebiet der Lungenheilkunde eine leitende Stellung anzutreten.

Es hörte sich alles so gut an, aber …..

Tara Haigh beschreibt sehr anschaulich, dass es 1914 eine Ärztin in Deutschland nicht leicht hatte, egale welche Qualitäten sie besaß. Durften Frauen zu der Zeit doch in Deutschland noch nicht einmal Medizin studieren. So ergreift Sofie die Chance auf einen Neuanfang auf Madeira. Was als ein leichter Romance-Roman startet entwickelt sich bald schon zu einem spannenden Krimi, was ich so gar nicht erwartet hatte, mir aber sehr gefiel.

Sofie ist eine sehr sympathische und empathische Frau, die ihre Prinzipien hat und auch dazu steht. Eine starke Frau, die ihren Weg geht. Ich habe mit ihr die gesamte Gefühlsskala durchlebt.

Zeit zum Durchschnaufen gaben mir die bildhaften und detaillierten Beschreibungen dieser wunderschönen Blumeninsel, die auch schwimmender Garten genannt wird. Ich war selbst schon auf Madeira und fühlte mich wieder dorthin versetzt.

Ein schöner, spannender und fesselnder Roman von Tara Haigh, der an wahre Begebenheiten angelehnt ist und von mir eine Leseempfehlung bekommt.

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