Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sabine M:
Lässt mich zwiegespalten zurück
Die Tochter des Saphirhändlers von Jefferies Dinah
1935. Louisa Reeve, Tochter eines Edelsteinhändlers, lebt scheinbar glücklich mit ihrem Mann Elliot in Ceylon. Nach dessen tödlichem Autounfall zerbricht ihre Idylle. Elliot hatte ein Kind mit einer anderen Frau und war im Begriff sie zu verlassen. Louisa ist schwer getroffen, denn es war ihr sehnlichster Traum, selbst Mutter zu werden.
Die Leseprobe hatte mich sehr überzeugt und auch der Plot versprach eine spannende Geschichte. Dinah Jefferies versteht es auch den Leser mit ihren farbenprächtigen Schilderungen in den Bann zu ziehen. Ihre detaillierten und ausführlichen Beschreibungen lassen die exotische Welt Ceylons vor den Augen der Leser quasi lebendig werden. Im ersten Drittel des Romans war ich auch gefangen und mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Aber je weiter die Geschichte ihren Lauf nahm, desto unglaubwürdiger und langatmiger wurde sie. Die zu vielen nebensächlichen Beschreibungen nahmen der Geschichte ihre Spannung, so dass sie am Ende ihren Reiz verlor. Auf mich wirkte das letzte Drittel wie in aller Eile zusammengeschustert und fast wie von anderer Hand geschrieben. Die Ereignisse überschlugen sich und der Versuch, alles zu einem guten Ende zu bringen, ist in meinen Augen gescheitert. Zu viele Fragen bleiben ungeklärt, sogar die erwartete Liebesgeschichte zwischen Louisa und Leo blieb letztendlich fade und unrealistisch. Schade, denn der Plot hatte eigentlich viel Potential und, wie ich den anderen Stimmen entnehmen kann, hat die Autorin auch schon viel bessere Bücher verfasst. Mich konnte sie mit diesem Roman leider nicht komplett begeistern. Das Buch liest sich aber schnell und ist deshalb perfekt für den Urlaub und zur Entspannung. Im Gedächtnis bleibt es leider nicht.
Außergewöhnlich
Ceviche. Das Kochbuch Peruanisch magisch. Gebunden. von Danilo Juan
Ceviche, das war für mich bis jetzt nur ein Gericht, nämlich roher Fisch in Säure, meist in Limettensaft, gegart. Dieses Buch hat mir gezeigt, dass es sich nicht nur um ein einzelnes Nationalgericht handelt, sondern vielmehr um eine Philosophie. Denn in Peru ist diese Art der Zubereitung nicht nur für den Fisch üblich, nein, der Peruaner bereitet auch vegetarische Speisen und sogar Desserts auf diese Art und Weise zu.
Das Buch selbst trägt den Untertitel "peruanisch magisch". Und genauso magisch wird aus wenigen Zutaten, ganz schnell und wie von Zauberhand, ein interessantes, schmackhaftes Essen. Genau richtig für den Sommer, denn es erfrischt extrem. Die Zutaten allerdings findet man nicht in jedem Supermarkt. Besondern die spezielle Chilischote Aji habe ich bis jetzt noch nicht gefunden und mir mit Habaneros ausgeholfen. Da ist es ganz gut, dass der Autor im Anhang Bezugsquellen nennt. Eines ist sicher, die extreme Säure muss man mögen. Wir würden die Gerichte wohl nur als Vorspeise, oder als Beilage wählen, denn zu sauer vertragen wir nicht. Vielleicht muss ich aber auch noch ein wenig üben und die richtige Balance finden. Ich habe bis jetzt einmal die Champignons und die Beeren-Ceviche probiert. Beides ist als kleine Portion durchaus lecker, zuviel vertragen unsere Mägen nicht. Das Buch selbst ist jedoch ein richtige Augenweide. Sehr schön und hochwertig gebunden, mit praktischem Lesebändchen versehen und wunderschön bebildert. Die Fotos machen richtig Lust darauf, die Gerichte auszuprobieren und mein nächster Versuch wird auf jeden Fall ein Fischgericht sein. Die Rezepte sind vielfältig, sehr gut beschrieben und klar verständlich. Einige haben eine Verbindung zur japanischen Küche, was mir sehr gut gefällt und in meinen Augen perfekt zusammenpasst. "Ceviche - peruanisch magisch" ist sicher kein Kochbuch für alle Tage, aber eines, dass mir sicher noch viel Freude machen wird, mich inspiriert und allein beim Durchblättern große Lust auf fremde Länder und exotische Speisen macht. Für mich als Fischliebhaberin genau das passende Buch.



