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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sabine M:

Eine Familiengeschichte über drei Generationen

Die Tränen von Triest von Beate Maxian

Johanna Silcredi, eine junge Innenarchitektin freut sich, ihren Geburtstag mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Roman zu feiern, denn sie hofft auf einen Heiratsantrag. Doch es kommt anders, als sie denkt. Ein weiteres unerwartetes Ereignis passiert und Johanna macht sich auf nach Triest, um endlich den wahren Vater ihres Großvaters zu finden.

Beate Maxian erzählt in ihrem Roman von der interessanten und wechselhaften Geschichte einer Familie, die sich über drei Generationen hinzieht. Dabei erfährt der Leser außerdem sehr viel über die Geschichte Triests, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart. Man merkt, dass die Autorin sehr umfangreich recherchiert hat und durch ihre realistischen und lebendigen Beschreibungen kann man sich problemlos in die Atmosphäre dieser bezaubernden Stadt hineinfühlen und bekommt große Lust, auch einen Koffer zu packen und es Johanna gleich zu tun. Der lockere und leichte Schreibstil führt ebenfalls dazu bei, dass man sich schnell in der Geschichte verliert. Ich mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Auch wenn alles dann doch ein wenig zu perfekt klappt, einiges vorhersehbar ist, die Liebe zu reibungslos zuschlägt, hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich kann es nur weiter empfehlen. Jeder, der gerne einmal dem Alltag entfliehen möchte und der das trübe Wetter einfach satt hat, wird hier fündig werden. Ihn erwartet ein locker, leichter Roman mit genügend Tiefgang, bei dem vor allem Italien-Liebhaber auf ihre Kosten kommen.

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Ein gelungener zweiter Teil

Das Ritual des Wassers von Eva Garcia Saenz

Inspector Ayala, genannt Kraken, kämpft noch immer mit seiner schweren Kopfverletzung. Alba ist schwanger, ob von ihm, oder einem Serienmörder, man weiß es noch nicht. Und schon erschüttern neue Morde die kleine Stadt Vitoria. Und auch Kraken ist erschüttert, denn die Mordserie hat wohl mit ihm und seiner Vergangenheit zu tun.

Denn die Opfer ehemalige Freunde von ihm, die alle etwas gemeinsam haben, etwas, das auch Unai und Alba betrifft. 

Ich habe mich sehr gefreut, dass der zweite Band so schnell erschienen ist, denn die Geschichte um Kraken und Alba war eines meiner Highlights in diesem Jahr. Die Autorin schließt nahtlos an den ersten Teil an und es ist zu empfehlen, dass man diesen auch zuerst liest, um sich hier zurecht zu finden. Die Spannungskurve steigt auch hier schnell an und durch die zahlreichen Rückblenden in die Jugendzeit des Inspectors wird sie gnadenlos hoch gehalten. 

Wieder erzählt Ayala uns seine Geschichte und lässt uns an seinen Ängsten und Zweifeln teilhaben. Man erfährt vieles aus seiner Jugendzeit und wird so Stück für Stück mit immer neuen Informationen gefüttert, die zur Auflösung der Morde beitragen. Ayala wird dadurch sehr lebendig und real, genauso, wie die anderen Protagonisten, die viel dazu beitragen, dass dieser Thriller zu etwas besonderem wird. 

Ich kann es kaum erwarten, dass der dritte Teil erscheint und freue mich schon auf ein Wiedersehen mit all den Charakteren, die ich teilweise schon richtig in mein Herz geschlossen habe.

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Im freien Fall stürzt der Leser in das Buch und findet keinen Halt, bis er am Ende angekommen ist

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod von Barry Jessica

Ally hat gerade einen Flugzeugabsturz überlebt und kämpft sich durch die Wildnis der Rocky Mountains. Ihre Mutter Maggie, die lange keinen Kontakt zu ihr hatte, kann die Todesnachricht nicht glauben und stellt deshalb eigene Nachforschungen an. Dabei kommen unglaubliche Dinge zu Tage und die beiden Frauen geraten immer mehr in Gefahr.

Denn da ist jemand, der nicht will, dass dieses Wissen an die Öffentlichkeit dringt. 

"Freefall - Die Wahrheit ist dein Tod" ist eines dieser Bücher, das dem Leser keine Chance lässt. Einmal angefangen, kann man nicht anders, als immer nur weiter zu lesen. Die Autorin Jessica Barry zieht in ihrem Thriller auch alle Register, um den Leser gefangen zu nehmen. Erzählt die Geschichte aus zwei sehr persönlichen Perspektiven und zieht so den Leser immer mehr hinein. Was anfangs noch als Zufall erscheint, entpuppt sich im Laufe der Lektüre immer mehr als perfides Spiel, dem es zu entrinnen gilt. Schreibt dermaßen spannend, dass man wie gebannt die Sätze verschlingt. Füttert den Leser in den oft kurzen Kapiteln immer nur mit kleinen Stücken und Erkenntnissen, so dass die Spannung nicht nur stetig ansteigt, sondern auch auf diesem Level bleibt. 

Mich hat die ganze Geschichte sehr überrascht und ich kann sie nur weiter empfehlen. 

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Pasta - der Liebling aller Nationen

1 Nudel - 50 Saucen von Inga Pfannebecker

Die kleinen Ratgeber von Gräfe und Unzer stehen doch sicher in fast jedem Haushalt. Einer, der bei mir schon lange im Regal steht, ist "1 Nudel - 50 Saucen". Schon als meine Kinder noch klein waren, gab es gerne Pasta und auch heute, nachdem sie schon längst erwachsen sind, steht ein Nudelgericht gerne und häufig auf unserem Tisch.

 

In diesem praktischen GU-Ratgeber findet man zahlreiche Rezepte, um aus dem einfachen Nudelrezept ganz fix, mal etwas ganz besonderes zu machen. 

Ob ruckzuck gezaubert, schnell gekocht oder gemütlich geschmort, in diesem drei Rubriken findet man ganz tolle Rezepte. Ob Anfänger oder Kochexperte, hiermit kann wirklich jeder kochen. Die Rezepte sind gelingsicher, gut erklärt und in den Klappumschlägen gibt es außerdem noch viele praktische Tipps. Ob es ein Klassiker sein soll, wie z. B. Aglio olio, oder doch lieber einmal etwas ausgefallenes, wie die Sauce mit geschmortem Fenchel, wer hier nicht das passende Rezept findet ist selber schuld 

Ich kann die bewährten Bücher von GU nur weiterempfehlen und ganz besonders dieses hier, denn Pasta mag doch wirklich jeder. 

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Bleibt ein wenig hinter seinem Vorgänger zurück

Rapunzel von Schütz Lars

Ein junges Mädchen wird tot aufgefunden. Erdrosselt mit seinen eigenen Haaren, beide Hände amputiert. Die Profilerin Rabea Wyler sieht sofort Parallelen zum Verschwinden ihrer Schwester und ruft ihren, vom Dienst suspendierten, Partner Jan Grall zu Hilfe. 

Vom Alphabethmörder begeistert, wollte ich mir auch den zweiten Band um Wyler und Grall nicht entgehen lassen.

Er startet in gewohnter Brutalität und schockiert wieder von den ersten Seiten an. Knappe, knackige Kapitel und extrem viele Perspektivenwechsel, die die Spannung hoch halten und uns Leser oft sehr verwirren, sorgen für einen schnellen Lesefluss. Auch der gefällige Schreibstil des Autors lässt keine Langeweile aufkommen. Man ist ganz schnell gefangen und verschlingt das Buch mit angehaltenem Atem. Die zahlreichen Alleingänge der Protagonisten sind zwar manchmal etwas unglaubwürdig, aber was solls. Man wird gut unterhalten und am Ende überrascht. 

Mein Fazit: ein solider Thriller in Hollywoodmanier, der mit viel Action daherkommt. Nicht ganz so gut wie sein Vorgänger, aber durchaus lesenswert.

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Was ist schon normal

Meine wunderbare Frau von Downing Samantha

Millicent und ihr Mann haben ein bizarres Hobby. Nach außen sind sie eine ganz normales Ehepaar mit zwei Kindern, hinter der Fassade aber tun sich tiefe Abgründe auf und man wünscht sich, man hätte diese Familie nie kennen gelernt. 

Samantha Downings Buch "Meine wunderbare Frau" ist der erste Thriller der Autorin und er ist ihr gut gelungen.

Sie schreibt subtil und ohne explizite Gewaltbeschreibungen, lässt uns Leser aber trotzdem oft vor Grauen zurückschrecken. Zu unvorstellbar sind die Taten, die von diesem Ehepaar begangen werden. Man ist sich lange nicht sicher, wer von den beiden die schlimmere und grausamere Person ist. Die Autorin führt uns da geschickt an der Nase herum und am Ende wartet noch eine unvorhergesehene Wendung auf die Leser, die mich wirklich verblüfft hat. Die ständigen Perspektivenwechsel und die kurzen Kapitel bauen sehr große Spannung auf und haben dazu geführt, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen mochte.

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Die Spannung ist kaum auszuhalten!

Zimmer 19 von Raabe Marc

Die Fortsetzung von Marc Raabes Thriller "Schlüssel 17" beginnt dramatisch. Ein grausames Snuff-Video sprengt die Eröffnung der Berlinale. Der anwesende Bürgermeister glaubt als Opfer seine Tochter zu erkennen und setzt sofort alle in Alarmbereitschaft. Schnell wird eine SOKO gegründet, die aus erfahrenen Beamten besteht.

Mit dabei sind Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns. Wieder gibt es Verbindungen zu Toms und Sitas Vergangenheit und wieder dreht sich alles nur um eine Zahl, die Neunzehn. 

Marc Raabe schreibt einfach unglaublich. Man ist vom ersten Moment an fasziniert und kann sich kaum mehr von der Lektüre lösen. Ich habe das Buch an einem verregneten Sonntag durchgelesen und war für nichts und niemanden ansprechbar. Das gewählte Thema ist schockierend und schwer zu verdauen. Der Autor schreibt grausam, detailliert und geht extrem in die Tiefe. Als Leser muss man sich darauf einlassen können und sollte nicht zu zart beseitet sein. Seine Protagonisten hat er gut gewählt. Es sind zwei ganz eigene Charaktere, die selbst mit ihren Dämonen zu kämpfen haben. Die Tatsache, dass auch in diesem Fall beide stark in das Geschehen involviert werden, gibt dem Buch noch einen besonderen Kick und treibt die Spannung auf den absoluten Höepunkt. Gut, dass wenigstens einige der offenen Fragen geklärt werden. Schlecht, dass neue auftauchen und man als Leser wieder nur auf den nächsten Band hinfiebern kann. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Ich jedenfalls, kann es kaum erwarten, dass Nummer Drei erscheint. 

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Sehr spannend

Zimmer 19 von Raabe Marc

1983. Sechs Jugendliche zelten im Wald. Die vierzehnjährige Aurora ist das erste Mal dabei und überglücklich. Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. 30 Jahre später werden ihre Überreste gefunden und die Suche nach der Todesursache beginnt.

Gytha Lodge ist ein eindrucksvolles Debüt gelungen.

Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, so sehr hat es mich fasziniert. Die Autorin schreibt sehr packend und führt den Leser mitten ins Geschehen. Die beiden Kommissare Jonah Sheens und Juliette Hanson sind ein sehr sympathisches Team. Sie wirken authentisch und lebensnah, vor allem da Sheen die Jugendlichen damals auch kannte. In Rückblenden wird Schritt für Schritt Licht ins Dunkel gebracht. Sehr interessant waren vor allem die aus der Sicht des Opfers, aber auch die anderen fünf Jugendlichen kommen zu Wort und bringen jeweils neue Erkenntnisse im Fall. Die eigenwillige Dynamik die hier entsteht und natürlich auch die vielen falschen Fährten bringen unheimlich viel Spannung. Die, für mich unerwartete, Auflösung war überraschend, aber plausibel und hat den Thriller zu einem befriedigenden Ende gebracht.

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Die Kunst war ihr Leben

Die Malerin des Nordlichts von Lena Johannson

Signe Munch Siebke hatte nur einen Wunsch: Sie wollte malen. Diesen Wunsch hat sie ihr ganzes Leben verfolgt. Inspiriert von ihrem berühmten Onkel Edvard Munch, wagt sie mit 38 Jahren endlich den großen Schritt. Sie löst sich aus ihrer unglücklichen Ehe und nimmt Unterricht beim Sohn Paul Gauguins.

Stipendien führen sie unter anderem nach Paris und Kopenhagen. Leider ist kein einziges ihrer vielen Bilder erhalten. Vernichtet von den deutschen Besatzern oder verschollen, was die ganze Tragik ihres Lebens erst zeigt. 

Lena Johannson hat ein beeindruckendes Porträt von Signe Munch erschaffen. Sie lässt mit ihren Beschreibungen, die mir bis dato unbekannte Malerin, vor meinen Augen lebendig werden. In zarte, kalte Farben getaucht, voll Poesie wird eine Atmosphäre geschaffen, die mich als Leser sehr in den Bann gezogen hat. Die Autorin zeigt den Kampf einer starken Frau, die endlich frei sein wollte, frei, um das zu tun, was sie will. Das gelingt ihr ganz hervorragend. Sie mischt Fiktion und Realität sehr gekonnt und malt quasi das Bild zu Ende. Es ist so bedauerlich, dass es keine Werke der Künstlerin mehr zu sehen gibt, aber dank der detaillierten Schilderungen von Lena Johansson habe ich sie direkt im Kopf. Der Roman hat mich sehr berührt und die Farben werde ich noch lange im Gedächtnis behalten.

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Spannung pur!

Die Stille des Todes von Eva Garcia Saenz

Ein grausamer Mörder geht um in Vitoria, dieser beschaulichen Stadt im Baskenland. Er tötet immer zwei. Zwei, die das gleiche Alter haben. Zwei, die sich nicht kennen. Er drapiert sie an öffentlichen Orten. Wie ein Liebespaar. Inspector Ayala, der Kraken, sieht sofort Parallelen zu einem alten Fall.

Aber der Täter ist seit zwanzig Jahren inhaftiert. Gibt es einen Trittbrettfahrer? Oder sitzt der Falsche im Gefängnis?

Mich hat schon die XXL-Leseprobe des Manuskripts im letzten Jahr begeistert und ich habe mich sehr gefreut, dass ich ein Leseexemplar ergattern durfte. Ich wurde nicht enttäuscht.

Der Inspector darf seine Geschichte selbst erzählen, was dafür sorgt, dass man als Leser immer sehr nahe am Fall ist. Zusammen mit einer Kollegin und guten Freundin geht er auf die Suche nach dem Täter. Mit vielen Rückblicken, die teilweise sehr weit in die Vergangenheit vorstossen und einer sehr direkten und detailreichen Art zu Schreiben schafft Eva Garcia Saenz eine Atmosphäre, die an Spannung kaum zu überbieten ist. Ständig folgt man den neuen Fährten, um dann doch wieder zu erkennen, dass man auf einem Irrweg unterwegs ist. Bis ganz am Ende weiß man nicht, wo dieser Weg hinführt und man ist mehr als einmal starr vor Schreck.

Nebenbei erfährt man noch sehr viel über die Region und die Menschen, die im Baskenland leben. Auch die verwendeten, spanischen Redewendungen und die genaue Beschreibung der alten Bauwerke katapultieren den Leser direkt in die alavesische Hochebene. Das gibt dem Buch noch einmal ein ganz besonderes Flair. Das sehr ansprechende Cover setzt dem Ganzen noch die Krone auf und macht das Paket komplett.

Für mich ein sehr gelungenes Debüt, das neugierig macht, wie es mit Inspector Ayala weiter geht. Denn es wird schwer, diesen Roman noch zu toppen.

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