Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra:
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Ein kleines Geheimnis - Spiel mit mir und ich verrat es dir! von Agi Ofner
Ein sehr possierliches Eichhörnchen hat ein kleines Geheimnis, das verrät es nur wenn du mit ihm spielst. Auf jeder Seite ist ein neues Spiel. Verstecken, Nüsse fangen, Seifenblasen pusten, Blumen pflücken, schlafen und essen. Immer wird das Kind aufgefordert mitzumachen und das kleine Eichhörnchen auch mal zu streicheln.
Es mach Spaß das Buch vor zu lesen und die Kleinen zu animieren all die Handlungen nach zu machen.
Die Bilder sind einfach gestaltet immer wieder das Eichhörnchen das etwas macht. Kurze Sätze geben die Anregungen.
Vor allem die Bilder sind sehr niedlich, man könnte die Geschichte auch mit einer Handpuppe spielen, aber so ist es etwas leichter mit dem Kind und dem Tierchen zu spielen.
Das Bilderbuch ist sehr stabil gearbeitet so dass das Kind es auch allein anschauen kann. Ich würde es ohne Weiteres für zwei Jahre empfehlen, ein Alter in dem das Kind gerne Aufforderungen zum Spielen nachkommt.
Cosima und ihre Freundinnen
Cosima und der Diamantenraub von Laura Noakes
Cosima lebt in einem Heim für behinderte Mädchen, sie hat Probleme anscheinend ein Skelettschwäche. Sie lebt mit anderen Mädchen zusammen alle haben eine Behinderung, Diya sitzt durch Kinderlähmung im Rollstuhl, Pearl ist Autistin, Mary ist ähnlich. Dazu gibt es Kinder die taubstumm sind oder ähnlich eingeschränkt.
Gleichzeitig sind sie vor allem Besonders. Sie haben Fähigkeiten die ihre Behinderung kompensieren oder als gering erscheinen lassen. Sie sind Künstlerinnen, können logisch denken, aber vor allem sind sie respektvoll miteinander im Umgang. Sie sehen die Fähigkeiten nicht die Schwächen. Aber damit sind sie allein in einer Gesellschaft in der man perfekt sein muss. Es ist das Jahr 1899, das Wissen um Krankheiten und Behinderungen ist gering, daher wurden die Kinder aus ihren Familien geholt und in ein Heim gesperrt. Eigentlich sollte es ihnen dort den Umständen entsprechend gut gehen, aber das Gegenteil ist der Fall, die Heimleiter sind grausam und böse. Also beschließen die Mädchen ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Das Buch ist von der ersten Zeile an spannend. Wie die Kinder behandelt werden ist grausam aber die Sprache und die beschriebenen Streiche die sie der Heimleitung spielen ,relativieren sie. Vor allem der Erfindergeist von Diya ist sehr plastisch beschrieben. Immer neue Ideen verhindern das man mit dem Lesen aufhört. Auch für Kinder ist der spannende, leichte Erzählstil gut zu lesen. Am Ende geht die Geschichte so gut aus wie erwartet. Aber das schmälert nicht das Leseerlebnis. Vor allem weil der Schluss die Vermutung nahe legt das es weitere Geschichten um Cosima und ihre Freundinnen geben wird.
Hilda Hasenheldin
Hilda Hasenherz. Das Abenteuer im Fuchswald von Tobias Goldfarb
Eigentlich müsste Hilda mit Nachnamen Hasenheldin heißen, denn Hasenherz klingt nach wenig Mut und Vertrauen in sich selbst. Hilda ist eine Buddelhäsin, sie lebt mit ihren Freunden unter Tage und zieht die Möhren nach unten und darf keine essen sondern muss alle abgeben. Der böse Baron will alle für sich, aber warum? Angeblich damit der kleine Hasenprinz genug zu essen hat.
Hilda geht gegen diese Ungerechtigkeit an, sie will es genau wissen und auch wie es an der Erdoberfläche aussieht, ob alle Geschichten wahr sind, die sie je gehört hat. Viele Aufgaben hat sie sich gestellt und geht sie methodisch an.
Das ist das erste was mir an dem Buch gefiel, erst nachdenken, dann handeln. Sie trifft den Prinz und erfährt das vieles gelogen ist, gemeinsam wollen sie die Dinge richtig stellen. Aber das ist nicht ganz so einfach, Hilda braucht Hilfe und der Prinz darf das Schloss nicht verlassen. Aber im Wald leben noch andere Tiere, die nicht über Hildas Unwissenheit lachen, sondern erklären und ihr helfen, mit ihrem Können und Wissen. Auch das Thema Alter und Einsamkeit findet Einzug in diesem Buch in homöopathischen Dosen hat der Autor wieder mal etwas Erziehung in einer wunderschönen Geschichte untergebracht.
Mit dem glücklichen Ende wird noch einmal demokratisch gewählt und natürlich verzichtet der König auf den Thron, denn jetzt ist mal jemand anders dran.
Mit wunderschönen freundlichen Bildern ausgestattet, beschreibt das Buch soziale Kompetenzen die Kinder gar nicht früh genug kennenlernen sollten.
Frauen können das auch
Mayfair House von Alex Hay
Das Buch ist ein Hingucker, ohne Schutzhülle, der Einband in Rot und Gold, haptisch gestaltet. Innen ist gleich ein Grundriss des Hauses um den sich alles dreht. Ich bin ein großer Fan von Karten im Buch, diese kann man als solche betrachten. Denn ich kann die Schritte der Protagonisten im Buch verfolgen.
Mrs. King vor allem, die Drahtzieherin, die Erfinderin eines ungeheuren Plans und auch das Opfer einer ungeheuerlichen Geschichte. Im Grunde sind alle Frauen in diesem Roman ehemals Opfer eines Systems das Männern und Vermögen den Vorzug gibt und das Recht diesen unterordnen. Rache ist süß, in diesem Buch ist sie befreiend, sie gibt Selbstbewusstsein, sie wertet Leben auf, sie schafft Gerechtigkeit.
Gleichzeitig ist das Buch keine Gesellschaftskritik, es ist spannend, als Leserin habe ich jeden Schritt von der Planung bis zur Ausführung verfolgen können. Ich habe nach und nach die Gründe jeder einzelnen Frau, ihre Träume und Hoffnungen kennengelernt. Bei der Beschreibung habe ich an Ocean eleven gedacht, aber beim Lesen festgestellt, dieses Buch ist viel vielschichtiger, mehr spannende Persönlichkeiten, nicht nur reich werden, Wünsche erfüllen, nein die Frauen haben weitreichende Ziele die über das persönliche Glück hinaus gehen.
Jeder Tag kam dem Ziel einen Schritt näher und ich bin gern diese Schritte mitgegangen. Denn Delilah, Alice, Winnie, Hephzibah und die Janes haben mein Herz und Verstand gewonnen, aber vor allem war ich von Miss de Vries beeindruckt. Der Geist von großen Festen, beeindruckenden Häusern im Gegensatz zu bitterer Armut schwebt über allem.
Spannende Betrachtungen
Das Philosophenschiff von Michael Köhlmeier
Die hundertjährige Anouk Perleman-Jacob erzählt einem Schriftsteller ihre Lebensgeschichte, er soll sie als Roman schreiben weil die Wahrheit zu unglaubwürdig ist. Sie ist als Kind vor den Bolschewisten geflohen oder sie wurde mit ihren Eltern, als eine humanitäre Geste, ausgebürgert. Gemeinsam mit anderen Intellektuellen wurden sie auf ein Schiff verbracht und von St.
Petersburg nach Deutschland verschifft. Auf diesem Schiff kommt nach einiger Zeit auch Lenin, auch er muss sein Land verlassen.
Die Zeit Zeugin berichtet von dem Leben in der Stadt nach der Revolution und dem Leben danach, Ihre Erlebnisse sind von Grausamkeiten geprägt und vom Heimweh ihrer Eltern nach Russland.
Gleichzeitig ist das Buch voll von philosophischen Betrachtungen über Gefühle egal welcher Art, hervorherrschend ist natürlich die Angst. Auch mit welchen Augen man die Welt sieht, wenn man Erlebnisse wie die alte Dame hinter sich hat. Das ist sehr spannend, ich hätte nie gedacht das ich das so empfinden würde. Aber der Autor integriert diese Frage in seinem Roman und beschreibt sie als existenziell. Wenn man sich dann damit auseinander setzt kommt natürlich heraus, solche Erfahrungen habe ich noch nicht gemacht. Es ist Schlimmes in meinem Leben passiert aber ich habe nie gehungert, nie Angst vor einem gewaltsamen Tod gehabt, nie einen mit erlebt. Dann erscheint einem das eigene Leben als wunderschön und die Malaisen sind wirklich nur solche.
Ein Buch zum Nachdenken auf lange Zeit.
Vergeltung
Oxen. Pilgrim von Jens Henrik Jensen
Oxen ist eine Reihe um einen EX-Elitesoldaten die mittlerweile aus sechs Bänden besteht. Dieses Buch ist die direkte Fortsetzung des Vorgängers Noctis. Man sollte meiner Meinung nach zu mindestens dieses Buch vorher gelesen haben. Viele Zusammenhänge bleiben sonst unklar man kann sich zwar einiges zusammen reimen aber es fehlt Grundwissen.
Außerdem machen die Erwähnungen, in diesem Band 6, zur Vorgeschichte neugierig.
Oxen ist zu Beginn auf Wanderschaft, er pilgert gemeinsam mit seinem Sohn um mit sich selbst ins Reine zu kommen, Gedanken und Gefühle sacken lassen, seinem Sohn näher kommen, vielleicht auch wieder in die Zukunft schauen und nicht nur in die Vergangenheit.
Gleichzeitig werden episodenhaft Morde erzählt und auch seine Expartnerin und eine andere Agentin haben ihren Auftritt. Die eine soll eine Steuerfahndung unterstützen und die andere sucht den Mörder ihres Bruders.
Wie alles zusammen hängt bleibt lange Zeit unklar. Ungewöhnliche Ermittlungsmethoden, in denen alle drei zusammen arbeiten, die am Rande der Legalität sind und immer wieder von Geheimdiensten torpediert werden.
Die Erzählweise ist spannend, der Wechsel zwischen schönen Landschaftsbeschreibungen und philosophischen Betrachtungen auf der einen Seite, zu brutalen Szenen aus der Vergangenheit und Gegenwart ist manchmal sehr abrupt und ungewöhnlich.
Ein Gartenbuch für Kinder
Judiths kleine Farm von Judith Rakers
Die kleine Katze Jack kommt auf eine kleine Farm und es ist alles neu für sie. Sie findet viele Freunde und lernt den Garten kennen. Es sind Nutztiere auf der Farm und auch Waldbewohner. Judith probiert alles mögliche in ihrem Garten aus und nimmt auch die Hilfe vom Nachbarn an. Die Kinder erfahren so das es gute und schlechte Tipps gibt und man sie nicht alle umsetzen muss.
Die Kinder lernen mit der Katze woher das Gemüse stammt das sie essen, das manches Tiere und Menschen gleichzeitig mögen. Sie lernen wie kleine Tiere entstehen. Die Kinder lernen zu verstehen das das Katzenfutter in Dosen nicht im Garten wächst sondern aus der Küchenschublade kommt. In diesem Buch wird informativ aber auch mit lustigen Einlassungen die Arbeit im Garten beschrieben. Die Bilder dazu sind herausragend. Sehr liebevoll gezeichnet vor allem wenn Jack auf einen Mähroboter über die Wiese jagt
Ein kleines Manko war am Anfang, Die kleine Katze als Beobachter und Erzähler gefällt mir, nur es sind einige Informationen eingestreut, die für Kinder schon etwas schwierig sind. Beispiel das adipöse Eichhörnchen, da ist auch vom Cholesterin die Rede. Das hätte man etwas einfacher erklären können. Wie gesagt am Anfang dann wurde die Sprache kindgerechter.
Ungewöhnliche Freundschaft
Einstein, der kleine Pinguin von Iona Rangeley
Ein Zoobesuch mit der ganzen Familie kann zu außerordentlichen Ereignissen führen, zu mindestens bei Familie Stewart. Im Zoo sehen die Kinder einen Pinguin und sind begeistert. Aber man kann so ein Tier ja nicht mit nach Haus nehmen aber wenn es denn zu Besuch kommen sollte ist es willkommen, so die Aussage der Eltern.
Leicht gesagt, passiert in der Regel nicht. Aber nun steht Einstein vor der Tür, mit einem Rucksack voller Fische und wie sein Name ausdrückt, sehr clever und intelligent.
Für die Kinder Imogen und Arthur der absolute Glücksfall, für die Eltern weniger, nun beginnt das Abenteuer ein Zootier in den Alltag der Familie zu integrieren.
Eine wundervolle und liebevoll erzählte Geschichte. In den wunderschönen Bildern ist der Text immer wieder zu erkennen. Der Geschwisterstreit wird ausgesetzt um dem kleinen Pinguin zu helfen. Wie die Eltern immer wechselseitig mal streng mal nachsichtig sind um den Kindern gerecht zu werden und nicht immer der Buhmann zu sein. Witzig sind die Details wenn der Pinguin mit in die Schule geht oder zum Einkaufen. Am Ende bleibt eine tiefe Freundschaft und der Gedanke dies ist ein Buch das man auswendig können möchte.
Glauben oder Überzeugung
Die Mönchin von Peter Orontes
Ein Mönch sucht um 1405 eine alte Handschrift. Ein Text der die Amtskirche erschüttern könnte. Ein spannender Beginn, man ahnt in welche Richtung das Buch gehen könnte. Aber dann ist da erst der Prolog. Grausam, am Ende mit vielen Fragezeichen. Der eigentliche Beginn erklärt viel warum der Text so gefährlich für die Autorität der Kirche sein könnte und mit dieser Autorität können dann auch viele ihren Einfluss und auch ihr Einkommen verlieren, daher das große Interesse auf der einen Seite das der Brief nicht bekannt wird und auf der anderen Seite zu der der Mönch gehört möchte ihn gern veröffentlichen.
Der Mönch hat außerdem ein weiteres Geheimnis, er ist eine Frau, für ihre Zeit herausragend ausgebildet und extrem gebildet.
So viele Handlungsstränge gleich von Beginn an, man muss aufmerksam lesen um nicht den Faden zu verlieren. Die Erklärungen zu dem ominösen Text sind gut, um was es darin geht und warum er so unterschiedlich betrachtet wird.
Die Figuren sind sehr eindringlich geschildert, die Beweggründe sind vielleicht nicht leicht nach zu vollziehen, aber sie passen in die Zeit und das ist das Wichtigste. Darauf muss man sich als Leser einlassen.
Es ist keine fortlaufende Geschichte, immer wieder die Vergangenheit erwähnt oder eine Figur macht einen abrupten Wechsel in ihrer Gesinnung die man eigentlich als unverbrüchlich verstanden hatte.
Das Ende hätte etwas versöhnlicher sein können oder nicht so vieles offen gelassen.
Absturz aus großer Höhe
Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen von Emily Henry
Zwei Schwestern die eigentlich unzertrennlich sind. Ihr gemeinsames Interesse an Büchern ist der Grundstein für einen gemeinsamen Urlaub. Nora würde alles für Libby tun, auch ihr heißgeliebtes New York für einen Monat verlassen. Gleichzeitig entgeht sie einem Streit mit einem heißen Kollegen der ihre Autorin verunglimpft die sie dann wieder aufbauen muss.
Ein Buch über Bücher, ein Muss für mich. Ein Lektor und eine Agentin die für ihre Autoren durch das Feuer geht. Das verspricht sehr gute Unterhaltung viel Wortwitz hatte ich erwartet, was sonst bei einem solchen Thema. Das Buch fängt stark an, Charlie und Nora streiten sich, über ein zukünftiges Buch, Libby die kleine Schwester zwingt ihre Schwester zu einer Auszeit, genau in dem Ort in dem der Roman spielt. Bis dahin ist das Buch sehr gut. Aber kurz nach der Ankunft war für mich alles vorbei. Ein Klischee folgte dem nächsten, wurden sie am Anfang noch auf die Schippe genommen, wurde jetzt jedes angewandt. Dazu kam der zuckersüße Stil. Am Anfang noch zu ertragen aber dann wurde es unerträglich.
Vom Spaß konnte nicht mehr die Rede sein. Ärgerlich war besonders weil der Eindruck entstanden ist da haben zwei Personen an der Geschichte geschrieben, ein Drittel die Erste und dann den Rest jemand anders. Der starke Anfang, zwar auch sehr süß darüber konnte ich hinweg sehen weil die Beziehung der Schwestern toll war und dann der rasante Absturz, die Enttäuschung war riesen groß.











