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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von downey_jr:

HAUSgemachte Familienprobleme

Aus dem Haus von Miriam Böttger

"Aus dem Haus" von Miriam Böttger habe ich zufällig entdeckt und fand es vom Klappentext sowie der Leseprobe her recht interessant.
Der Schreibstil mag manchen etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen, die Sätze sind oft sehr lang - aber dafür ist es einfach weitgehend saumäßig komisch geschrieben.

Ich denke, die meisten von uns erkennen sich doch in der einen oder anderen Situation wieder, sich selbst oder auch ihre Familieangehörigen.
Das Buch war ein wirklich sehr amüsantes und unterhaltsames Lesevergnügen, das ich hier sehr gerne mit 4 Sternen bewerte. Es ist etwas speziell und mag nicht jedem gefallen, aber es garantiert sicher einen Wiedererkennungswert & unterhaltsame Stunden.

"Von allen lebensuntüchtig machenden Neigungen meiner Familie ist die hemmungslose Sentimentalität gegenüber allem, was wir im Begriff waren zu verlieren, die schlimmste. Wir waren ohne jegliche Vorwarnung in der Lage, etwas, dass wir jahrzehntelang wortreich und ohne den geringsten Zweifel verdammt hatten, im Moment des Abschieds bis zur Besinnungslosigkeit zu lieben."

"Ich konnte noch nie die Leute verstehen, die irgendwo als Familie stolz aufmarschierten, mit der Absicht, ihre schon allein zahlenmäßiger Überlegenheit gegenüber den einsamen oder den Paaren zu demonstrieren, während sie doch in Wahrheit nichts als ihren kollektiven Dachschaden spazieren führen und öffentlich vorzeigen. Und warum jemand zu Weihnachten oder anderen Anlässen dafür extra produzierte Familienporträts verschickt, kann ich mir erst recht nicht erklären, man verteilt ja auch nicht ohne Aufforderung psychiatrische Gutachten der eigenen Person unter den Leuten."

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„Nicht mehr flüchten, nicht mehr weichen ... wir bleiben. Wir fordern den Raum ein, der uns zusteht.“

Und alle so still von Mareike Fallwickl

„Die Unbeugsamkeit. Die Courage. Der Wille, sich die Freiheit zu nehmen“

Dass Mareike Fallwickl eine der ganz großen weiblichen Stimmen unserer Zeit ist, ist mir schon lange klar. Spätestens seit „Die Wut die bleibt“ bekommt sie die Aufmerksamkeit, die sie mehr als verdient. Ich fand ALLE ihre bisherigen Bücher einfach großartig! Umso mehr habe ich mich auf diese Neuerscheinung gefreut und hoffe, sie schlägt da ein, wo es weh tut.

Denn sie enthält eine wichtige Botschaft. Es freut mich sehr, wenn dieses Buch auch Männer lesen, denn es geht uns alle an - es geht nicht um Männer gegen Frauen, es geht um eine Veränderung. Und die kann nur passieren, wenn alle an einem Strang ziehen, unabhängig vom Geschlecht.

Die Geschichte von Elin, Nuri, Iris und Ruth hat mich sofort in den Bann gezogen. Es entwickelt sich eine unfassbare Sogwirkung und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ganz besonders gut fand ich auch die Kapitel mit der Überschrift „Die Gebärmutter“, auch „Die Berichterstattung“ und „Die Pistole“. Ganz großes Kino!
Das Buch bekommt von mir klare 5 Sterne, und die sind noch lange nicht genug.
„Und alles so still“ ist ein Buch, das sicher noch lange nachhallen wird - unbedingt lesen!!!


„Wenn einer dich niederhaut und du aber wieder aufstehst“, sagt Nuri leise zu Elin, „wer von euch beiden ist dann stärker?“

„Nicht mehr flüchten, nicht mehr weichen“, antwortet Femme, „wir bleiben. Wir fordern den Raum ein, der uns zusteht.“

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Schöne Geschichte über Freundschaft, ein friedliches Miteinander plus tolle Gartentipps

Die Stadtgärtnerin, Band 1 - Lieber Gurken auf dem Dach als Tomaten auf den Augen! von Gina Mayer

Gina Mayer kannten wir schon vom "Magischen Blumenladen" und waren daher gespannt auf den Auftakt dieser neuen Buchreihe.
Das Cover hier ist wunderschön und bunt gestaltet, es macht sofort Lust aufs Loslesen.
Die Geschichte von Toni, ihrer Familie und ihren Freunden ist wirklich up to date, das muss man sagen.

Der heutige Alltag in modernen Familien mit all seinen Facetten wie Trennungen, Umzug, etc. finde wird überzeugend dargestellt. Auch die Themen Freundschaft und ein friedliches Miteinander, das Leben mit verschiedenen Menschen und Kulturen finde ich sehr schön und kindgerecht umgesetzt.
Dazu ist das Buch gespickt mit schönen und praktischen Gartentipps, die auch für Kinder schon gut umsetzbar sind.
Die Illustrationen von Daniela Kohl (bekannt von "Mein Lottaleben") passen sehr gut und sind liebevoll gestaltet.
Mein Kind und ich fanden das Buch sehr schön und freuen uns schon auf den nächsten Band.
Wir können es für kleine Leser und Leserinnen ab ca. 7 Jahre sehr empfehlen!

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Liebe und Besitz - Atemberaubend gute und heftige Geschichte

Geordnete Verhältnisse von Lana Lux

Ich kannte bereits Lana Lux großartigen Erstling "Kukolka" und mochte auch "Jägerin und Sammlerin" deshalb habe ich mich umso mehr auf diese Neueescheinung gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht.
Was als harmlose Kinderfreunschaft zwischen zwei Außenseitern beginnt, entwickelt sich zu einer toxischen Beziehung, in der es mehr um Macht und Besitz als um Liebe und Freundschaft geht.

Mehr möchte ich vom Inhalt gar nicht verraten, das sollte jeder selbst lesen.
Lana Lux schreibt einfach atemberaubend gut. Der Stil und Wechsel der Perspektiven gefallen mir sehr. Sowohl Täter- als auch Opferseite sind verblüffend überzeugend dargestellt. Wobei ja auch der Täter, Philipp, in gewisser Weise ein Opfer seiner schlimmen Kindheit und seine kranken Mutter ist.
Man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Es ist wahnsinnig intensiv und fesselnd. Man ist am Ende traurig und schockiert gleichzeitig, dass es tatsächlich so endet, wie es ja eigentlich enden musste. Unbedingt lesen, ein ganz großes Meisterwerk!

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Alles easy, Isy .... unterhaltsames Teenie-Buch

Ist doch Isy!, Band 2 - Von Lampenfieber, leckeren Rezepten und meinem Lieblingssong von Annette Neubauer

Zugegeben, hätten wir das Buch nicht gewonnen, wären ich und auch meine Tochter vermutlich nicht darauf aufmerksam geworden.
Den ersten Band dieser Reihe kannten wir noch nicht, dennoch kam das Buch bei meiner Tochter sehr gut an. Ich war mir vorher nicht sicher, ob ihr das gefällt. Meistens liest sie andere Genres .

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Das Buch ist sehr unterhaltsam und locker-flockig geschrieben. Es ist aufgepeppt mit guten do-it-yourself Ideen und ganz netten Rezepten. Es liest sich sehr leicht und schnell, meine Tochter hatte das Buch in kürzester Zeit durchgelesen. Sie sagte mir danach, dass sie unheimlich gerne auch Band 1 und den bald kommenden Band 3 lesen würde. Es ist jetzt vielleicht nicht sehr tiefgründig und die Sprache gefällt mir persönlich nicht so gut, aber zwischendurch dürfen die Kinder ja auch mal etwas Leichtes lesen. Wir können es also bedingt empfehlen. Ich würde fairerweise 3-4 von 5 Sternen vergeben, das trifft es meiner Meinung nach ganz gut.

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Der Blick ins Nichts ... und in die Vergangenheit

Mutternichts von Christine Vescoli

Ich bin hin und hergerissen von diesem Buch. Christine Vescoli schreibt hier über die Beziehung einer Tochter zu ihrer Mutter sowie von der schwierigen Vergangenheit ihrer Mutter. Die Mutter hatte ein hartes Leben, eine Kindheit voller Entbehrungen und schwerer Schicksale. Vieles davon blieb jedoch ein Leben lang unausgesprochen.

Nach dem Tod der Mutter macht sich die Tochter auf die Suche nach der Vergangenheit und Antworten auf die nie beantworteten Fragen.
Das Buch ist sehr leise und poetisch geschrieben, was mir einerseits sehr gut gefällt. Dennoch tat ich mir stellenweise etwas schwer damit.
Vieles an dem Buch gefiel mir sehr gut und ließ mich nachdenklich zurück.
Was wissen wir eigentlich über die Vergangenheit unserer Mütter und Vorfahren?
Wie viel bleibt für immer ungesagt?
Oft bleibt einfach nichts ...
Ein nicht ganz einfaches und auch trauriges Thema ...

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