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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PeWie:

Ehrlich oder geflunkert

Tante Polly von Paul Maar

Tante Polly kann wunderbare Geschichten erzählen, sie hat eine überbordende Phantasie. Whärend Mirko ihre Geschichten liebt und ab und zu mit einer Frage die Wahrheit auf dem Grund geht, sind seine Eltern skeptisch ob die Tante ein guter Umgang für ihn ist. Trotzdem darf er einen Teil seiner Ferien bei ihr verbringen.

Mirko kann selber tolle Geschichten erfinden und findet in Monika eine Freundin die auch gute Geschichten mag.
Der Autor macht in diesem Buch deutlich, eine gute Geschichte muss nciht unbednigt der Wahrheit entsprechen, sie muss nur als solche klar erkennbar sein. Außerdem ist auch die Wahrheit manchmal ziemlich unglaubwürdig. Alles Themen die junge Leser lernen sollten. Das Buch ist lustig erzählt, wie vom Autor bekannt und auch immer ein Fingerzeig wie man mit den Themen umgehen sollte.
Mirko ist ein schlauer Junge und die Tante erkennt das an. Viele Kinderr werden sich und ihre Familie darin wieder erkennen. Ich glaube es gibt in jeder Familie eine Tante oder Onkel bei denen die Eltern die Augen verdrehen un die von den Kindern heiß geliebt werden. Die Geschenke mitbringen, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben aber wie hier im Buch für die Beschenkten sinnvoll sind.

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Wer bin ich?

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder

Die Autorin erzählt weiter über Hannah, Silvia und Evelin Borowski. Neu dazu kommt Marlen. Gemeinsam haben sie den Ort Güstrow in der ehemaligen DDR und ein unbekanntes Gemälde. Ein Bild das die Frauen Borowski suchen und das Marlen zufällig am Ende des Krieges gefunden hat. Sie weiß nichts über das Bild nur das es ihr gefällt und auf eine eigene Art und Weise ihr Halt gibt.

Das Buch wird über mehrere Zeitebenen und aus den verschiedenen Sichten der Frauen erzählt. Etwas anstrengend wenn man dieses Buch als Erstes liest, durch die beiden vorherigen Bände bin ich an dien Schreibsti der Autorin gewöhnt.
1945 trifft Marlen auf Wilma einer Künstlerin die sie unter ihre Fittiche nimmt, gemeinsam bauen sie sich in der entstehenden Republik ein Leben auf, obwohl es Marlen zu eng wird, nimmt sie sich Wilma zuliebe zurück. 1989 trifft Evelin auf Marlen sie nähern sich an. 2023 ist es Hannah die mit ihrem Leben nicht zurecht kommt, weil auf einmal der unbekannte Vater ihre Nähe sucht. Alles was bisher richtig und gut war wird über den Haufen geschmissen.
Die Zerrissenheit zwischen den Wünschen, Lebensentwürfen und den Verwerfungen durch das Zeitgeschehen und die äußeren Umstände stellt die Autorin sehr detailliert, verständig und mit einem passenden Maß an Emotionen dar. Ich konnte mich in die Frauen hinein fühlen. Verständnis für ihr Verhalten aufbringen. Vor allem weil ich die Ereignisse immer nur von außen betrachtet habe und nie erleben musste.
Die Titel sind sperrig, nicht gefällig, genau wie das Leben. Spannend erzählt, ich bin gespannt was der Autorin als Nächtes einfällt, nach dem die Geschichte der Borowski Frauen aus erzählt ist.

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Weltraumwissen

Wieso? Weshalb? Warum? Leuchte und entdecke - Weltraum von Carola von Kessel

Erstmal vermittelt das Buch einige große Menge Wissen. Über das Weltall, die Sterne und Planeten, genau so über Raumfahrt und Forschung.
Die Art wie das Wissen vermittelt wird ist spielerisch und man kann als begleitender Leser immer wieder die Schwerpunkte vertiefen. Es gibt ausklappbare Felder hinter denen noch mal andere Bilder zum Thema versteckt sind.

Das Highlight ist aus Kindersicht die Taschenlampe. Sie ist hinten im Buch und kann heraus getrennt werden. Mit Hilfe der Taschenlampe kann man auf der Folie Sternenbilder und andere auf der vorherigen Seite erklärte Themen sehen. Die Folie ist mit einem dunklen Karton kombiniert. Wenn man dann die Taschenlampe aus starker weißer Pappe dazwischen schiebt werden die einzelnen Bilder auf der Folie sichtbar. Von der Technik eine einfache Geschichte, für die Kinder ein Highlight. Immer wieder die Lampe an eine andere Stelle schieben und sich vom Leser das dazu gehörige Thema erzählen bzw. vorlesen lassen.
Als meine Söhne klein waren gab es die Bücher schon einmal, weniger aufwändig in einem kleineren Format. Jetzt größer und viel tiefer in die Materie eintauchend sind sie auch für ältere Kinder sehr informativ.
Sollten die Kinder die Taschenlampe endlich geschafft haben, kann man mit Leichtigkeit eine neue basteln.

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Weihnachtswunder

Ring the Bells von C. K. McDonnell

Auch in Manchester weihnachtet es sehr. In der Zeitung ist das Weihnachtswunder das einmal pünktlich ohne Stress fertig sind. Da es Wunder aber leider nur sehr selten gibt. Taucht ein Computer Virus auf und die Freude ist zu Ende. So chaotisch wie wir alle die Zeitung mittlerweile kennen, geht es weiter.

Weihnachten das Fest des Friedens scheint nicht allen zu gefallen, irgendwer muss Chaos stiften. Das die Zeitungsleute mittlerweile als Spezialisten für Ungewöhnliches gelten, macht ihren Aufgabenbereich nur größer und arbeitsintensiver.

In diesem Band sind wieder alle vereint die wir aus den vergangenen Bänden lieben gelernt haben und es kommen ein paar Figuren hinzu. Ob man sich über die eine oder andere Type nur freuen kann oder sich auch ärgern wird sich mit den nächsten Bänden noch heraus stellen. Aber trotz allem möchte ich auf niemanden verzichten.

Auffallend in diesem Buch ist der Bezug zur Realität, nicht nur Weihnachten sondern auch das Thema Krieg hat hier seinen Platz gefunden. Auf eine besondere Art beschreibt der Autor die Folgen für die Menschen im Krieg aber auch für die nachfolgenden Generationen.

Das der Autor auch Ernsthaftigkeit und Respekt vor den Menschen zeigt, in einem Buch das voller schwarzen Humor, Satire und Leichtigkeit ist, lässt mich ihm gegenüber Respekt empfinden.

Diese Geschichte bringt einem dazu fast im Dauerzustand zu lachen und dann kommen Szenen die genau das Gegenteil bewirken, aber beide Gefühlszustände passen gut zueinander, es ist wie im wirklichen Leben. Bei aller Absurdität der Geschehnisse, wie Vorsicht bei dem was man sich wünscht, ist doch ein Fünkchen Hoffnung das Herzenswünsche in Erfülllung gehen.

Gewohnte Charaktere können sich auch in der Stranger Times ändern nur eben nicht so ganz. Zum Glück.

Denn ich möchte Bancroft nicht missen und alle anderen auch nicht, ernsthafte Figuren gibt es genug, aktuelle und professionelle Zeitungen gibt es auch genügend. Möge die Stranger Times noch lange erscheinen.

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Gelungen

Dreh-das-Rad-Buch: Füttere dein Monster von Anna Milbourne

Ein Monster hat Hunger. Die Monstersnacks sind alle. Mit Hilfe eines Drehrads kann man dem Monster neue Nahrung vorsetzen, einen Schraubenschlüssel, eine Fischgräte, eine getragene Socke. Jetzt kann man raten was er essen möchte. Genau, die Socke findet er schmackhaft, es verdreht vor Begeisterung die Augen.

Aber es hat immer noch Hunger, auf den nächsten Seiten werden wieder verschiedene Dinge vorgeschlagen und es futtert die lustigen Dinge. Zahnpasta zum Beispiel nicht.
Das Buch ist sehr praktisch und lustig gestaltet. Durch das Drehrad entstehen immer wieder neue Situationen. Eine Zeile über dem Kopf des Monsters zeigt die Gedanken des Monsters, je nachdem ob es das Essen mag oder nicht, verdreht es die Augen oder schließt sie verzückt. Auf dem Teller liegt dann etwas das zwar niemand essen kann aber eben Monster bevorzugen. Das Ganze ist von den Motiven her witzig gestaltet, Kinder können sofort erkennen das es sich um eine lustige Geschichte handelt. Durch das Drehrad können die Kleinen die Geschichte mitgestalten.
Es ist alles in einer sehr stabilen Ausführung, ich kann mir vorstellen dass das Buch lange hält.

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Dänen und Angelsachsen

Rabenthron von Rebecca Gablé

England im 11. Jahrhundert. Für uns heute eine schreckliche Zeit, grausame Überfälle, drakonische Strafen, die meisten Menschen Freiwild. Die Angelsachsen leiden unter den Überfällen der Wikinger, sie haben einen schwachen König der nichts tut um seine Untergebenen zu schützen, wie es eigentlich seine Aufgabe ist.

In zweiter Ehe mit Emma aus der Normandie verheiratet, die er nicht als Partnerin ansieht sondern als Zuchtstute betrachtet. Sie ist eine starke Frau die am liebsten die Zügel selbst in die Hand nehmen würde. Aber als Frau wird sie von niemanden anerkannt. Etwas Respekt bekommt sie von ihrem zweitältesten Stiefsohn Edmund. Sie selber hat mit dem König drei Kinder. Als sie zur Flucht in die Normandie gezwungen wird, stehen ihr die fiktiven Personen Ælfric ein junger Engländer, Hakon der Däne und Eilmer ein Mönch zur Seite. Die drei werden über Jahrzehnte ihre treuesten Begleiter und Ratgeber, Sie begleiten sie ungeachtet eigener Familie und Aufgaben ins Exil und zurück, sie beschützen ihre Kinder und stehen stets loyal zu ihr.

Die Autorin vermittelt leicht die komplizierten Herschafts- und Verwandschaftsverhältnisse der damaligen Zeit. Sie beschreibt das Leben und die Gefahren in den Dörfern und Städten in diesen unruhigen Zeiten. Die widersprüchlichen Entscheidungen der Herschenden entsprechen oft nicht der Gerechtigkeit sondern der eigenen Vorstellung vom Königsein und der politischen Notwendigkeit. Das sind die historischen Tatsachen.

Dazu gehört die fiktive Geschichte von Ælfric, seiner Familie und seinen Freunden. Ælfric ist eine besondere Figur, er entspricht nicht unbedingt den Zeitgeist. Er ist mitfühlend, überlegend in seinen Entscheidungen, am wichtigsten ist aber seine loyale Einstellung, denn er hängt nicht sein Mäntelchen in den Wind. Auch wenn es schwierig ist, gar gefährlich, er geht den steinigen Weg und gibt diese Einstellung auch an seine Kinder weiter..

Schade war an diesem spannenden starken Roman, das die Frauen in Ælfrics Umfeld zu kurz kamen, außer die historische Emma waren sie nur Nebenfiguren..

Es ist der dritte Band der Helmsby Reihe, sollte aber der Chronologie wegen als Erstes gelesen werden, dann das "Zweite Königreich" und abschließend "Hiobs Brüder"..

Man kann natürlich jedes Buch unabhängig als Einzelband lesen. Sie sind spannend, sehr gut recherchiert und bringen dem Leser auf unterhaltsame Art das englische Mittelalter nahe. Es geht in der Reihenfolge einfach darum das die Angelsachsen und Dänen vor den Normannen kamen..

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Balanceakt

Der Barmann des Ritz von Philippe Collin

Frank Meier hat einen Beruf den man mit Luxus in Verbindung bringt, mit etwas Besonderem, etwas was man sich selten leistet, nicht nur wegen der Kosten sondern weil es ein herausragendes Ereignis ist. In eine Bar zu gehen dort etwas Ungewöhnliches trinken das geschieht in der Regel nicht häufig. Die Bar des Ritz eines der berühmtesten Hotels der Welt in Paris ist ein solcher Ort.

Frank Meier ist der Barmann dort, er schenkt teuren Champagner aus, er kreiert aufregende Cocktails, er kennt den neuesten Klatsch und ist trotzdem sehr verschwiegen. Er kennt berühmte Menschen und ist mit ihnen von berufswegen verbunden. Das eigenartige an dieser Verbundenheit in diesem Buch ist eben das es zur Zeit der Besetzung von Paris durch die Nazis geschieht. Er steht auf vetrauten Fuss mit den Größen der neuen Stadtverwaltung egal ob Militär, SS oder Kollaborateure. Eine schreckliche Situation, denn Meier ist Jude von Geburt, nicht gläubig aber er weiß das macht keinen Unterschied.
Der Autor beschreibt es in seinem Buch mit einer großen Distanz, auch wenn er durch Tagebucheintragungen den Barmann selber zu Wort kommen lässt, scheint es als ob ihn die Geschichte nicht berührt. Die 'Ängste und Zweifel die Meier mit Sicherheit gehabt haben muss, kommen nur in der Beschreibung eines ungepflegten Äußeres zum Ausdruck. Die Angst um Menschen die ihm etwas bedeuten wird erwähnt aber sie springt nicht über. Es ist eher ein Sachbuch, eine Art Biographie, für mich ist es kein Roman da mir Emotionen gefehlt haben.

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