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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LeserinLu :

Identitätscollage

Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi

Der Roman „Unser Haus mit Rutsche“ von Safia Al Bagdadi erzählt mitWärme, Humor und Melancholie vom Aufwachsen zwischen Kulturen, Erwartungen und familiären Widersprüchen.

Die Erzählerin Layla ist als Kind gleich in mehreren Welten zuhause: Ihr Vater stammt aus dem Irak, ihre Mutter aus Frankreich, aufgewachsen ist sie in Saarbrücken.

Der Vater ist zunächst ein Charmeur, der mit Witzen, Tricks und großen Versprechen alle für sich einnimmt, gleichzeitig aber immer wieder an der Realität scheitert. Die Mutter managt das Familienleben, auch wenn sie eher distanziert und verkrampft ist.

Die Geschichte entfaltet sich überwiegend in kurzen Episoden aus Laylas Perspektive. Viele dieser Szenen sind humorvoll erzählt und haben mich schnell in den Familienalltag eintauchen lassen, sodass nach und nach collagenartig ein Bild der Familie entsteht. Im Verlauf des Romans wird vor allem die Zeit in Laylas Kindheit geschildert. Durch Gespräche, Erinnerungen und auch geschilderte Therapiesitzungen setzt sich Stück für Stück ein größeres Bild zusammen. Parallel dazu werden politische Entwicklungen im Irak seit den 1990er-Jahren thematisiert, was mir ebenfalls gut gefallen hat.

Insgesamt ist „Unser Haus mit Rutsche“ trotz ernster Themen ein erstaunlich locker leicht erzählter Roman über Identität, Herkunft und das Aufwachsen im Dazwischen, den ich sehr empfehlen kann.

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Hanni und Nanni für Erwachsene

Prep von Curtis Sittenfeld

Der Roman „Prep“ von Curtis Sittenfeld hat mich super unterhalten. Als großer Fan von Coming-of-Age-Geschichten bin ich voll auf meine Kosten gekommen und das Internatssetting mit Einblicken in die Welt der Reichen und Privilegierten hat mir zusätzlich sehr gut gefallen.

Erzählt wird aus Sicht von Lee Fiora, die mit vierzehn dank eines Stipendiums an die renommierte Eliteschule Ault bei Boston kommt.

Was zunächst wie der Eintritt in eine glamouröse, verheißungsvolle Welt wirkt, stellt sich schnell als emotionale Herausforderung heraus. Zuhause war Lee selbstbewusst und schlagfertig, in Ault fühlt sie sich zwischen den Reichen und Schönen plötzlich unscheinbar und fehl am Platz. Der Roman begleitet sie über mehrere Schuljahre hinweg durch Freundschaften, erste Lieben, Unsicherheiten und Fehlentscheidungen. Das Lesen fühlte sich ein wenig an wie das Verfolgen einer Serie: Man erlebt die Jahreszeiten, Entwicklungen und kleinen Dramen intensiv mit. Dabei bleibt die Geschichte leicht und gut lesbar, ohne oberflächlich zu sein. Gerade diese Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang hat mir sehr gefallen. Ich war deshalb sehr froh, dass der Roman so viele Seiten hat!

Für mich war „Prep“ ein sehr gelungener Coming-of-Age-Roman: unterhaltsam, klug beobachtet und mit genau der richtigen Portion Sozialkritik. Wer das Genre mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

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Ungewöhnlich

Grüne Welle von Esther Schüttpelz

Der Roman „Grüne Welle“ hat mich vor allem durch seine ungewöhnliche Ausgangssituation gepackt: Eine scheinbar harmlose Heimfahrt einer Frau nach dem Kino mit ihrer Freundin wird zu einer immer längeren Fahrt ins Ungewisse. Sie nimmt - bewusst oder unbewusst? - eine falsche Ausfahrt und begibt sich damit auch auf eine innere Reise.

Beim Lesen begleitet man die Protagonistin überwiegend durch ihren Gedankenstrom aus Erinnerungen, Rechtfertigungen, Ängsten. Der Stil ist intensiv und entfaltet durch lange Satzkonstruktionen einen Sog, weshalb ich den Roman in einem Rutsch gelesen habe. Das ist fordernd, hat mich aber zugleich stark in den Roman hineingezogen. Nur an wenigen Stellen hatten ihre Reflexionen für mich Längen. Nach und nach setzt sich das Schicksal der Frau zusammen, ergänzt wird die Geschichte der Frau durch Kapitel aus Sicht ihrer Freundin. Dieses langsame Aufdecken von Informationen hat mir gut gefallen.

Für mich ist „Grüne Welle“ ein kluger Roman über Selbsttäuschung, Angst und den Mut, sich der eigenen Wahrheit zu stellen, den man an gut an einem ruhigen Nachmittag lesen kann.

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Sehr spannend

Up in Smoke - Was tust du, wenn die Wahrheit nicht zählt? von Nick Brooks

Der Jugendroman „Up in Smoke“ ist eine schnelle, spannende Lektüre, die auch Jugendliche in einem Rutsch durchlesen können. Schon auf den ersten Seiten steckt man mitten im Geschehen: Cooper lässt sich von seinem Freund Jason überreden, während einer Black-Lives-Matter-Demonstration an einer Plünderung teilzunehmen.

Als kurz darauf Schüsse fallen und ein Mensch stirbt, gerät Cooper selbst unter Verdacht. Von der Polizei kann er keine Hilfe erwarten, daher nimmt er die Sache gemeinsam mit Jasons Schwester Mo selbst in die Hand.

Der Roman lebt stark von seinem hohen Tempo. Die Geschichte konzentriert sich ganz auf den Fall und die Suche nach dem wahren Täter. Die kleine Liebesgeschichte zwischen Cooper und Mo bleibt dezent im Hintergrund und lenkt nicht von der eigentlichen Spannung ab. Gerade das macht das Buch zu einer sehr zugänglichen, zügig lesbaren Geschichte, die auch Jugendliche motiviert, immer weiterzulesen. Gut gefallen hat mir auch, dass der Roman konsequent auf die Auflösung hin erzählt und mit dem gelösten Fall endet. Inhaltlich greift er aktuelle Themen wie Protestbewegungen, Polizeiarbeit und Vorverurteilung auf, ohne dabei belehrend zu wirken. Das lässt mich auch darüber hinwegsehen, dass der Roman sprachlich nicht ganz so ansprechend ist, auch wenn die Übersetzung von Sabine Schilasky sicher gelungen ist.

Ich hätte mir allerdings ein Nachwort gewünscht. An einer Stelle werden Gewerkschaften eher negativ dargestellt und ich bin mir nicht sicher, ob alle Jugendlichen den Begriff oder seine gesellschaftliche Bedeutung einordnen können. Ein kurzer erklärender Kontext hätte hier hilfreich sein können, eventuell auch zu BLM und gun violence in den USA.

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Gesundheitsorientiert

Tasty Healthy Vegan von Calum Harris

„Tasty Healthy Vegan“ von Calum Harris möchte zeigen, dass vegane Küche gleichzeitig lecker, ausgewogen und alltagstauglich sein kann. In Teilen gelingt ihm das auch – ganz überzeugt hat mich das Buch jedoch nicht.

Positiv ist zunächst die klare Struktur. Die Rezepte sind in sinnvolle Kapitel gegliedert, z.

B. Brunch, schnelles Mittagessen, Meal Prep, Abendessen oder Dessert. Die Gerichte, die ich ausprobiert habe, waren durchweg lecker, was natürlich das Wichtigste ist. Sehr gelungen finde ich außerdem die zusätzlichen Informationen zu Nährstoffen und Kalorien. Jedes Gericht bekommt zudem einen von vier „Boosts“ zugeordnet, etwa für Darmgesundheit, Proteinreichtum, Energie oder geringe Kalorienzahl. Das macht das Buch besonders interessant für alle, die sich bewusst ernähren oder ihre Mahlzeiten gezielt planen möchten. Auch die Fotos sind durchweg ansprechend und machen Lust aufs Nachkochen.

Einige Punkte haben mich jedoch auch gestört: Viele Rezepte enthalten Zutaten, die ich nur im Reformhaus oder in sehr gut sortierten Läden bekomme. Für ein Kochbuch, das Alltagstauglichkeit verspricht, ist das aus meiner Sicht ungünstig. Zudem ähneln sich viele Gerichte recht stark, und ein Großteil der Rezepte ist mehr oder weniger asiatisch angehaucht. Mir fehlte dadurch etwas Abwechslung. Für Fans moderner, gesundheitsorientierter veganer Küche trotzdem definitiv einen Blick wert!

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Fesselnd

Spiegelland von Rebekka Frank

Der Roman „Spiegelland“ hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Er erzählt drei Geschichten: Elias hat einen folgenschweren Fehler begangen und verbringt den Sommer versteckt bei seiner Großmutter Catharina im Moor. Auf einer zweiten Zeitebene erfahren wir von Catharinas Vergangenheit. Vor 25 Jahren gelingt ihr die Flucht aus einer von Angst geprägten Ehe.

Mit ihrer Tochter zieht sie in das alte Haus im Moor, einem Ort, der schon Jahrhunderte zuvor Zuflucht und Bedrohung zugleich war. Denn bereits Aletta versuchte dort vor über 200 Jahren, sich einer aufgezwungenen Ehe zu entziehen. Nach und nach wird klar, wie die verschiedenen Schicksale ineinandergreifen und sich über Generationen hinweg spiegeln.

Besonders gut gefallen hat mir, wie elegant die unterschiedlichen Zeitebenen miteinander verwoben sind. Sprachlich und inhaltlich sind sie miteinander verknüpft , ohne künstlich zu wirken. Viele Kapitel enden mit kleinen Cliffhangern, sodass ich ständig weiterlesen wollte. Gleichzeitig hatte der Roman eine große atmosphärische Dichte: Das Moor mit seiner Weite, seiner Stille und seiner Bedrohlichkeit ist eindrucksvoll beschrieben und wird fast zu einer eigenen Figur. Ohnehin mochte ich sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren, die alle komplex und nicht klischeehaft waren. Neben der spannenden Handlung stellt der Roman wichtige Fragen: Wie geht eine Gesellschaft mit häuslicher Gewalt um? Wie entstehen Gewaltspiralen und wie lassen sie sich durchbrechen? Und vor allem: Wie erzieht man Söhne so, dass sie nicht in alte Muster zurückfallen?

Ich konnte vollkommen in die Geschichte eintauchen und darin versinken. Für mich war „Spiegelland“ atmosphärisch dicht, spannend erzählt und inhaltlich relevant. Definitiv nicht mein letzter Roman dieser Autorin! Klare Empfehlung!

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Erschütternd

Unser Schmerz ist unsere Kraft von Gamze Kubasik; Semiya Simsek; Christine Werner

Das Hörbuch „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ hat mich sehr berührt und erschüttert, obwohl ich die Geschichten der Opfer schon kannte. Trotzdem ist die Perspektive der Töchter zweier NSU-Opfer mir noch einmal besonders nahe gegangen. Sehr gelungen ist dabei die Struktur des Hörbuchs: Die beiden kommen im Hörbuch auch direkt zu Beginn und auch noch einmal am Schluss selbst zu Wort, sodass ihre Stimmen authentisch präsent sind.

Dazwischen lesen professionelle Sprecherinnen ihre Geschichte in angenehmer Weise vor, auch wenn der Inhalt der Worte teilweise kaum auszuhalten ist.

Besonders erschütternd ist, wie deutlich die Geschichte der beiden Frauen die sekundäre Viktimisierung durch Ermittlungsbehörden sichtbar macht. Die Schilderungen zeigen, wie sehr polizeiliche Vorverurteilungen, Misstrauen und öffentliches Desinteresse den Schmerz der Familien zusätzlich verstärkt haben. Die Mischung aus persönlichen Erinnerungen, dokumentierten Gesprächen und Chatprotokollen macht das Hörbuch zu weit mehr als einer biografischen Erzählung: Es ist ein Plädoyer dafür, wachsam gegenüber rechtem Terror zu bleiben und gesellschaftliche Verantwortung ernst zu nehmen. Ich finde dabei gar nicht, dass es „nur“ ein Jugendbuch ist, denn alle sollten diese Geschichten hören!

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Jahreshighlight

Das schönste aller Leben von Betty Boras

Der Roman „Das schönste aller Leben“ war für mich direkt zu Jahresbeginn ein echtes Highlight. Er ist klar, einfühlsam und zugleich so erzählt, dass man unbedingt weiterlesen möchte, weshalb ich ab der ersten Seite wusste, dass ich das Buch lieben würde. Besonders gefallen hat mir außerdem, wie mühelos er die Lebensgeschichten von Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten miteinander verwebt und auch die Banater Erde poetisch zu Wort kommen lässt.

Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, die beide mit der Erde des Banat in Rumänien verbunden sind. Vio kommt nach dem Ende der Diktatur mit ihren Eltern nach Deutschland. Ihr Leben ist zunächst vom Wunsch geprägt, sich anzupassen und bloß nicht aufzufallen. Als jedoch Jahre später ihre kleine Tochter bei einem Unfall Narben davonträgt, gerät Vios Schönheitsideal ins Wanken und Schuldgefühle drohen sie zu überwältigen. Parallel dazu erzählt der Roman von Theresia im 18. Jahrhundert, die wegen ihrer Schönheit ins Visier der Keuschheitskommission gerät. Beide Geschichten zeigen auf unterschiedliche Weise, wie stark weibliche Lebenswege von gesellschaftlichen Erwartungen und Machtstrukturen geprägt sind.

Ich habe beim Lesen durchgehend mitgefiebert, wie es den Protagonistinnen ergeht. Ich habe mit ihnen gezittert und mitgefühlt, er hat mich nachdenklich gestimmt und glücklich gemacht - was will man mehr von einer Lektüre?

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Empfehlung!

Let's talk about - Antisemitismus. Dein Eintragebuch von Marie-Sophie Adeoso; Bildungsstätte Anne Frank

„Let’s talk about – Antisemitismus. Dein Eintragebuch“ von Marie-Sophie Adeoso, herausgegeben gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank, hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Für mich ist das ein Buch, das in jede Schulbibliothek gehört – am liebsten direkt im Klassensatz!

Insbesondere das Konzept hat mir richtig gut gefallen: Es handelt sich nicht nur um ein Sachbuch, sondern um ein Eintragebuch, das Information und persönliche Auseinandersetzung verbindet.

Kurze, gut verständliche Sachtexte erklären grundlegende Fragen: Wie leben jüdische Jugendliche heute? Was genau ist Antisemitismus – historisch und gegenwärtig? Was ist die Shoa? Was ist israelbezogener Antisemitismus? Ergänzt werden diese Inhalte durch Faktenkästen, die Begriffe wie Kippa oder Makkabi einordnen, sowie durch konkrete Handlungsimpulse. So bleibt es nicht beim reinen Wissen, sondern es wird aufgezeigt, wie man selbst aktiv werden kann. Besonders gelungen finde ich aber die vielen Reflexionsfragen. Die Leserinnen und Leser werden immer wieder dazu eingeladen, die eigene Haltung zu hinterfragen, Gedanken festzuhalten oder eigene Erfahrungen zu notieren. Dadurch entsteht eine persönliche Auseinandersetzung, wodurch man das Buch sehr gut in Bildungskontexten einsetzen kann.

Inhaltlich habe ich bei der Bildungsstätte Anne Frank vollstes Vertrauen. Die Einrichtung steht seit Jahren für fundierte, differenzierte Bildungsarbeit gegen Antisemitismus und Rassismus. Das merkt man auch diesem Eintragebuch an: Es ist sachlich korrekt, sensibel formuliert und zugleich klar in seiner Haltung. Für mich ist „Let’s talk about – Antisemitismus“ ein durchdachtes, niedrigschwelliges und zugleich anspruchsvolles Sachbuch!

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Komplex

Alma von Federica Manzon

Der Roman „Alma“ führt nach Triest, eine Stadt an der Schnittstelle zwischen Ost- und Westeuropa, die hier nicht nur Kulisse, sondern ein zentraler Raum für Identitäts- und Zugehörigkeitsfragen ist. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma dorthin zurück, begegnet ihrer Jugendliebe Vili wieder und setzt sich zugleich mit ihrer Familiengeschichte auseinander, die sowohl durch die Habsburger Vergangenheit der Großeltern als auch durch die Arbeit des Vaters für den Diktator Tito geprägt war.

Besonders gefallen haben mir Sprache und Stimmung des Romans. Der Text ist ruhig, oft leicht melancholisch und nimmt sich Zeit für Orte, Erinnerungen und Gedanken. Dadurch entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre, die neugierig macht und zum Mitdenken anregt. Gerade zu Beginn musste ich mich etwas einlesen, weil vieles nur angedeutet wird – etwa die Frage, warum Almas Vater in Italien lebt und zugleich Verbindungen nach Jugoslawien und zu Tito hat. Diese historische Dimension fand ich zunächst sehr spannend. Im Verlauf wurde mir der geschichtliche Hintergrund allerdings stellenweise etwas zu anspruchsvoll. Ich habe einiges über die Balkankriege nachgelesen, um Zusammenhänge besser zu verstehen und hätte mir hier ein erklärendes Nachwort gewünscht. Gerade weil im Roman auch Fotografien eingebunden sind, die eng mit der Handlung verknüpft wirken, wäre es außerdem interessant gewesen zu erfahren, wie viel autobiografisch oder autofiktional angelegt ist.

Trotz dieser kleinen Hürden ist „Alma“ ein atmosphärisch dichter Roman, der vor allem durch seine Sprache und sein Nachdenken über die Bedeutung von Raum und Grenzen überzeugt. Wer sich für Familiengeschichten interessiert, die eng mit europäischer Zeitgeschichte verwoben sind, und bereit ist, sich auf Andeutungen einzulassen, wird hier eine spannende Lektüre finden.

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