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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von evaki:

Bezaubernde Vorlesegeschichten

Geschichten aus dem Muckligwald - Geschenkbuch mit Zeichnungen von Bestseller-Illustrator Charlie Mackesy von Vicky Cowie

Vicky Cowie und ihre zauberhaften Geschichten aus dem Muckligwald verführen zum Weitererzählen und regen die Phantasie von Kindern und Erwachsenen an. Dank der zarten liebevollen Illustrationen von Charlie Mackesy und dem schön gebundenen Buch mit süßem Cover des EMF Verlags fällt es leicht, zu diesem Buch zu greifen und gleich in diese wundervolle Phantasiewelt abzutauchen.

Schön wie hier die Oma als Erzählerin und Hüterin so vieler Geheimnisse bereits von ihren Enkeln erwartet wird und für jeden eine passende Geschichte parat hat. Am liebsten würde man sich selbst mit unter die Decke kuscheln und dabei die Augen schließen, wenn die vielen Erlebnisse vorbeiziehen. Die Erzählungen in Reimform, großartig von Kathrin Köhler aus dem Englischen übertragen, sind wunderbar für's Vorlesen geeignet. Eines ist auch sicher, man möchte unbedingt mehr von den kleinen magischen Wesen aus dem Muckligwald lesen.

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Das Geheimnis des schwarzen Koffers

Zypressensommer von Teresa Simon

Teresa Simon führt uns mit Zypressen Sommer in das Herzstück der Toskana und zwar richtig spannend mit tiefem Einblick in das Schicksal einer Familie. Wir begleiten die Hamburger Julia Matthiesen in ihre Vergangenheit und treffen dort auf den jungen Italiener Matteo. Zwei sympathische junge Leute, mit denen wir viel über die Kriegswirren ihrer Vorfahren erfahren.

Der Roman springt somit auch zwischen den Zeiten und es dauert eine Weile bis wir uns hier zurechtfinden. Neben historischen Begebenheiten, lernen wir Italienisch und wer das Buch hungrig liest, wird sich wundern, warum er nach der Lektüre immer unbändige Lust auf richtig gutes italienisches Essen bekommt? So heiter die Lektüre einerseits rüberkommt, um so ernster sind viele Tatsachen, die uns zum Grübeln bringen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der bereit ist über seinen Tellerrand zu sehen und offen aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen. ...und was ein schwarzer Koffer so alles zu bieten hat, sollte jeder selbst erlesen!

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Leben braucht Mut, Zuneigung und Hoffnung

Tage wie Salzwasser von Sita Maria Frey

Vielen Dank an die junge Autorin, Sita Maria Frey und den Droemer Verlag für dieses HIGHLIGHT am Buchhimmel! Zuerst dachte ich, es wird ein mutiger Debütroman sein, mit einem attraktiven Cover und dann wurde ich von Seite zu Seite tiefer hineingezogen. Das Buch lebt von seinen starken Frauencharakteren und deren überaus schwierigen persönlichen Lebenssituationen, die in klarer fesselnder Sprache erzählt werden, ohne dabei schwülstig, übertrieben oder langweilig zu werden.

Ich hätte den Roman verschlingen können, habe mir aber bewusst Zeit genommen, um die einzelnen Etappen und Entwicklungen erstmal zu verdauen. Es könnte fast eine kleine Reiseroute mit dazugelegt werden, um sich noch besser in die Streckenabschnitte hineinzudenken. Der Schluss hat mich dann doch ziemlich mitgenommen und nun sitze ich da und würde mich gerne mit anderen Lesern austauschen. Traut euch hinein in diese waghalsige Geschichte, die so viel Stärke ausstrahlt!

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Von der Zeit, als die Bilder laufen lernten bis heute

Von Stufe zu Stufe von Felix Kucher

Der Roman "Von Stufe zu Stufe" von Felix Kucher hat mich daran erinnert, wie rasant sich die Zeit und die Technik ändert. Wir starten im Jahr 1906, als die ersten kleinen Versuche begannen, Filme noch ohne Ton, aber mit Musik oder Geräuschen zu untermahlen. Wir sind in Wien und lernen Louise Kolm, ihren Mann Anton und ihren Mitarbeiter Jakob Fleck kennen.

Eine Zeit in der die Frauen noch nicht berufstätig waren und doch hat es Louise zur immerhin zweiten Filmregisseurin überhaupt gebracht. Wir erleben die mühevollen Anfänge der Filmindustrie. Parallel dazu spielt der Roman um 2021/22 in Wien und in der Ukraine. Dort lagern in unübersichtlichen Kellern alte Filmrollen, mit Kopien der ersten Filme von Louise Kolm. Es ist ein äußerst schwieriges Unterfangen diese Rollen zu bergen, zu sichern, nach Österreich zur Restaurierung zu bringen und hoffentlich damit etwas zu retten, was von kultureller und historischer Bedeutung in der Filmwelt ist. Das Buch regt an, sich genauer mit dem Thema zu beschäftigen - er wäre überaus hilfreich, wenn hier Quellenangaben angeboten würden.

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Amour, Amore, Divertimento, Bondad per tutti sempre!

Es kann so schön sein, das Leben von Alexander Oetker

Da liegt es nun, mit Limonenaufdruck in cremigem Weiß, die Schrift in blau, grün und rot, mit blauem Lesebändchen: Das Wohlfühlbuch des Jahres. Geschrieben von einem meiner Lieblingsautoren in Sachen Krimi und künftig auch für Tipps zum Entschleunigen, Kulinarik, Lebensphilosophie, Stressabbau, zum besseren Verstehen meiner Mitmenschen und einfach allem, was einem quer liegt und zu dem man sich einen väterlichen Rat wünscht.

Ein Buch, das speziell für uns Deutsche geschrieben ist und eigentlich ein Muss für alle, die neugierig und interessiert sind und etwas weltoffener und nicht nur fixiert auf überlieferte Tradition, à la "so haben wir es immer gemacht".
Zusammengefasst sind alle Kapitel mit Leitsätzen am jeweiligen Ende jedes Kapitels - die "Wohlfühlgebote" sozusagen. Verführt werden wir auch mit schmackhaften, leicht machbaren Lieblingsrezepten, damit man gleich starten kann. Denn alles beginnt mit dem ersten Schritt, Schluck oder Biss! Dabei helfen auch Sprichwörter - Seite 113 z.B. lernen wir von den Italiener: "Tra il dire e il fare c'è di mezzo il mare" - Zwischen Sagen und Tun liegt das Meer.

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Lebenslinien: sanft, melancholisch und offen erzählt

Flusslinien von Katharina Hagena

Die Flusslinien von Katharina Hagena führen uns an die Elbe nach Hamburg, dort in den Römischen Garten und in die Welt der 102jährigen Margrit, Stimmbildnerin aus Leidenschaft und jetzt in einer Seniorenresidenz wohnend. Wir lernen ihre Enkelin Luzie und den Mitarbeiter und Fahrer Arthur kennen.
In sehr melancholischer und romantischer Sprache erzählt uns Katharina Hagena sehr detailliert über Margrit's langes und spannende Leben, aber auch über die schwierigen Lebenssituationen von Luzie und Arthur.

Die Geschichten von Margrits Liebhabern und ihrer Mutter sind so interessant, dass man sich durchaus selbst hineinversetzt und neugierig wissen will, was sich hinter allen diesen interessanten Lebenslinien verbirgt. Eine wahre Frauenliebschaft zwischen Ihrer Mutter und der Freundin Else Hoffa, die den römischen Garten gestaltet hat, ist eine Geschichte, die einen Nachdenken lässt. Aktuelle Literatur in bester Sprache. Ein wertvolles Buch in vielerlei Hinsicht!

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Von einer wahren Begebenheit, die fast zum Märchen geworden wäre! Faszinierend und unglaublich zugleich!

Die Meisterdiebin von Christine Jaeggi

Mit "Die Meisterdiebin" hat sich Christine Jaeggi an eine ganz schön mutige Geschichte herangewagt, liegt ihr doch eine wahren Begebenheit zugrunde. Sie spielt vor und während des zweiten Weltkriegs in Österreich und in der Schweiz. Elise, unsere jüdische Protagonistin, aufgewachsen in Wien, erlebt eine schicksalsreiche Kindheit unter dem Regiment einer starken Mutter, die ganz in ihrer Rolle als Geschäftsfrau aufgeht.

Wie stark der Einfluss der Mutter und der Wunsch der Tochter nach Anerkennung durch sie ist, erfährt der Leser unterschwellig in diesem ausgesprochen packenden Roman. Die Umstände der Zeit treibt unsere Protagonisten und führt Sie zu unglaublichen Höchstleistungen, um sich und Ihrer Familie das Überleben zu sichern. Dass Sie dadurch zu vielen Lügen und Ausreden gezwungen wird, bringt Ihr das Ende ihres eigenen Lebensglücks. Der leicht zu lesende Roman könnte eine schöne Unterhaltungsgeschichte sein, wenn der wahre Kern und die unglaublichen Gräueltaten der NS-Zeit nicht den Auslöser gegeben hätten. So bleibt uns viel zum Nachdenken und hoffentlich auch zum "Lernen aus der Vergangenheit" - Ein Buch, dass seinen Tiefgang nicht offen vorhält, aber noch lange nachschwingt!

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Liebe ist stärker als alle Macht

Russische Spezialitäten von Dmitrij Kapitelman

Wieder ein Buch, zum Nachdenken. Dmitrij Kapitelman nimmt uns in seinem Roman 'Russische Spezialitäten' mitten hinein in das Dilemma seiner Familie. Eine ukrainische-jüdische-moldawische Familie, russisch - deutsch sprechend, in Leipzig wohnend mit einem Laden auch für russische Spezialitäten. Ein Ort gegen das Heimweh, aber nicht gegen das Vergessen und die Sorge um ihre Heimat, Freunde und alles, was Ihnen lieb ist.

Wenngleich auch hier die russische Propaganda hineinfunkt und Diskussionen unvermeidlich sind. Faszinierend jedoch wie liebevoll miteinander umgegangen wird und welcher Sprachwitz den Alltag bereichert. Im zweiten Teil begleiten wir "Sinulja", wie die Mutter ihren Sohn liebevoll nennt, mit dem Bus nach Kyjiw, um zu erfahren, wie es seinen Freunden wirklich geht. Am Ende bleibt uns eine 'Metapher', die unsere jetzige Zeit prägt: "In der hellen Kirche dieser Rose ist jeder schwarze Käfer ein Mönch"

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Irgendwie ging es immer weiter

Bis die Sonne scheint von Christian Schünemann

Man muss sich erst einmal einlesen in die Familiengeschichte, die uns Christian Schünemann in seinem neuen Roman 'Bis die Sonne scheint' präsentiert. Wir lesen von den Großeltern und erleben dann mit, wie sich die Eltern kennengelernt haben. Mit wieviel Geschick und Aufopferung wurde aus dem kleinsten Stückchen etwas gemacht.

Wie viele Ansätze man finden kann, um auf jede erdenkliche Art und Weise Geld zu verdienen, um die Familie durchzubringen. Gleichzeitig ist es auch ein Rückblick in die Zeit meiner eigenen Kindheit, die noch frei von Handys war und in der das Briefe schreiben noch eine wichtige Rolle der Kommunikation gespielt hat. Ein wunderbare Rückblende in das Ende des letzten Jahrhunderts, die mir vertraut erscheint, weil dabei gewesen, aber auch stolz, weil diese Zeit viel ermöglicht hat und eben ganz anders als heute war.

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Zarte, herzzerreißende Lebenseinblicke

Von hier aus weiter von Susann Pásztor

Mit "Von hier aus weiter" führt uns Susann Pásztor in das Leben der Grundschullehrerin Marlene, eine ernste und strenge Frau. Spät hat sie den verwitweten Landarzt Rolf geheiratet, der damals schon drei erwachsene Söhne hatte. Nach 30 Jahren Ehe trifft sie Rolf's Tod derart, dass sie sich vor jeglichen Kontakten zu Familie und Freunden verschließt.

Sie sucht Trost in Beruhigungsmitteln und Alkohol, so dass man das Schlimmste befürchtet. Eine defekte Dusche ist der Grund, einen Klempner zu rufen, der sich dann als ehemaliger Schüler entpuppt und als einer ihrer großen Verehrer. Denn schließlich hat sie, als seine Lehrerin, Ihren Vater auf einige Missstände hingewiesen, die ihm damals das Leben schwer machten. Je mehr man die Charaktere kennenlernt, um so deutlicher werden die feinen zarten Töne, die zwischen den Zeilen schwingen. Ein lesenswertes Buch und spannend bis zum Schluss.

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