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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

Geht zu Herzen

Gurke und die Unendlichkeit von Oskar Kroon

Gurke verbringt viel Zeit mit seinem Papa, der sehr viel über Elektrogeräte weiß, weil er sie verkauft. Seine Mama schreibt an einer DOKTORARBEIT, die auch immer in Großbuchstaben gedruckt ist, wenn sie fertig ist Mama „Weltraumdoktorin“, deshalb weiß Gurke auch viel über das Weltall und seine Unendlichkeit.

Mama ist auch davon überzeugt, dass die Welt irgendwann untergehen wird, so in ca. fünf Milliarden Jahren. Papa kocht Bio und denkt an die Umwelt, er schwärmt davon, dass er einen Saugroboter verkauft hat. Unterschiedlicher könnte ein Paar wohl kaum sein.
Papa liest Gurke von den Mumins vor und die beiden sprechen deren Sprache. Doch Papa muss immer häufiger husten und sein vorlesen unterbrechen. Langsam wird es Frühling und die Hausbewohner grillen zusammen, doch „Papa saß in der Wohnung in seiner Einsamkeit und hustete. Er wurde immer kleiner.“ Aber Papa bringt Gurke immer noch zur Schule und am Mittig sind die beiden zum Eis verabredet. Aber Papa schafft es nicht mehr ihn abzuholen, er ist endlich im Krankenhaus. Dort geht Gurke ihn mit Mama besuchen.
Ich denke, dass ich nicht zu viel verrate, wenn ich sage, dass Papa die Krankheit überlebt, wenn es zwischenzeitlich auch sehr hoffnungslos scheint.
Gurke erzählt so eindringlich von seinen Erfahrungen mit dieser schlimmen Krankheit, von seinen Ängsten und Hoffnungen. Er lässt und teilhaben an seinen Gedanken und Gefühlen. Manchmal kann man das nur sehr schwer aushalten. Zumal Mama keine echte Hilfe für ihn ist, sie schreibt weiter an ihrer Doktorarbeit und kümmert sich nicht so sehr gut um ihren kleinen Sohn. Irgendwie ist dieses Ehepaar auch nicht sehr liebevoll zueinander. Gurke hat immer die meiste Zeit mit Papa verbracht und deshalb ist diese Trennung durch den Aufenthalt im Krankenhaus für ihn so schwer.
Ein ungewöhnliches Buch für Grundschulkinder und ich würde dazu raten das Buch als Eltern auch zu lesen, damit man das Kind bei der Lektüre und ihrer Verarbeitung unterstützen kann.
Das Buch ist sehr verständlich geschrieben und es gibt auch einige Bleistiftzeichnungen, die die dazugehörigen Szenen gut darstellen.

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Schönes Erstleserbuch

Moppel ist verschwunden von Barbara Peters

Moppel ist das niedliche graue Kaninchen, das Lilli auf dem Cover auf dem Arm hält.
Haustiertag in der Schule bedeutet, dass jedes Kind sein Haustier einmal mitbringen und vorstellen darf. Jonas Hund, Mathildas Katze und einer von Maltes Goldfischen waren schon da. Jetzt darf Lilli Moppel mitbringen.

In der Schule sitzen die Kinder im Stuhlkreis als Lilli ihr Kaninchen aus der Box hebt. Jedes der Kinder hat ein Salatblatt, das die Lehrerin Frau Unruh verteilt hat, in der Hand und bietet es Moppel an. Doch dann stört die Schulsekretärin und als alle wieder auf ihre Plätzte gehen, ist Moppel nicht mehr zu finden.
Meist stehen nur vier kurze Sätze auf jeder Seite und die Buchstaben sind sehr groß gedruckt, zusätzlich gibt es auch große, bunte Bilder, die die Geschichte erzählen. Die ca. 30 Seiten sind also sehr schnell gelesen und Leseanfänger werden mit diesem Buch sicher ihre ersten Erfolge vorweisen können.
Zusätzlich gibt es das Buch auch mit Silbenhilfe, da sind die einzelnen Wörter durch farblich unterschiedliche Silben noch einfacher zu lesen.
Eine schöne kleine Geschichte, bei der wir sicher sehr gespannt sind, wie und wo Moppel wieder auftaucht.

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Suchen und experimentieren

Die Einstein-Detektive: Verdächtige Spuren von Anne Scheller

Die sportliche Sara und der Tüftler Cosmo gehen in dieselbe Klasse und wohnen auch im selben Haus, so verbringen sie die Nachmittage oft zusammen und lösen als „Einstein-Detektive“ schwierige Fälle. Auf dem Cover sehen wir die beiden wie sie mit ihren Lupen einen weißen Stoff untersuchen.
Dieser weiße Stoff bleibt zurück, als Sara morgens ein Kerze an das geöffnete Fenster stellt und die nachher verschwunden ist.

Zunächst interessiert die Kinder, was das weiße Pulver wohl sein kann. Zunächst suche sie in der Küche weiße Pulver und finden Mehl, Zucker und Salz im Schrank. Die Kinder nehmen eine Probe von allen vier Pulvern und lösen diese im Wasser auf. Die Kinder, die das Buch lesen, werden aufgefordert das Experiment auszuprobieren. Danach beobachten Sara und Cosmo die Menschen, die am nächsten Morgen an dem Fenster vorbei gehen. Dann befragen sie ihre Mitschüler, ob sie die drei in Frage kommenden Personen kennen.
Die beiden müssen noch viel tüfteln, ihr sportliches Können zeigen und vor allem experimentieren, bis sie wissen, wer die Kerze genommen hat.
Sechs Kapitel in großer Schrift und einige bunte Bilder erleichtern das Lesen, dazu gibt es immer wieder die Möglichkeit das Experiment selbst auszuprobieren. Eine schöne Mischung aus Krimi und Physik!
Das Buch wird auch mit „Silbenhilfe“ angeboten, hier sind die Silben farblich voneinander getrennt, so ist da Lesen noch einfacher.

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Spannende Suche

Käpt'n Donnerpaule - Auf der Spur der Limodiebe von Stefan Schwinn

Donnerpaule ist die blaue Piratenrobbe auf dem Cover, neben ihm sehen wir Antonia, die freche Möwe, die versucht hat, Donnerpaule ein Heringsbrötchen zu stehlen. So kommt es, dass Antonia als Piratenmatrosin in der Ausbildung auf der Polly anheuert. Die beiden kommen dann auch gut miteinander klar, denn Antonia ist eine hervorragende Heringsfischerin und sie teilt ihre Beute mit dem Kapitän.

Per Flaschenpost wird Donnerpaule von einem Opa zum Geburtstag eingeladen und er soll Limo mitbringen, die alle in der Robbenfamilie lieben. So geht es zu Piet Walross zum Einkaufen, doch dort muss Paule erfahren, dass das Limoschiff nicht, wie sonst, pünktlich geliefert hat. So macht sich die Zwei-Personen-Crew auf nach dem Schiff zu suchen, Hilfe bekommen sie zunächst vom Klabautermann.
Die elf Kapitel sind in großer Schrift gedruckt und die kleinen und großen Zeichnungen im Comic-Stil sind sehr gelungen. Die Geschichte zeigt, dass Freundschaft und Hilfsbereitschaft sehr wichtig sind. Da ist zunächst die Freundschaft zwischen Donnerpaule und Antonia, dann die Hilfe vom Klabautermann, der auch selbstständig weiß, wo er gebraucht wird. Später gibt es noch die Zusammenarbeit mit den gewitzten Heringen, die dann zur Nahrungsumstellung bei den beiden Piraten führt.
„Piratendreck und Möwenschiss“ flucht Donnerpauke gerne und das sind Worte, die man gut vorlesen/lesen kann. Da es sehr viele Dialoge in der Erzählung gibt, lässt sich das Buch sehr gut lesen und die Geschichte hat Witz und Spannung. Die knifflige Piratenwörter kann am Ende des Buches üben, allerdings sollte man das vorher machen, da hätte auch diese Aufstellung am Anfang sein müssen. Mittels QR-Code kann man das Buch auch als Hörbuch herunterladen, ein toller zusätzlicher Service.

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Liebevoller Briefwechsel

Pollys Post von Jutta Nymphius

Das hellblaue Cover zeigt Polly, die einen Brief an einen Herzchenluftballon gebunden hat und den in den Himmel zu ihrer Oma, die wir etwas durchsichtig mit Flügeln dargestellt sehen, steigen lässt.
Das Buch beginnt mit Pollys Brief, den sie am Schreibtisch sitzend an die tote Oma schreibt. Sie erinnert sich darin an gemeinsame Ereignisse und hofft, dass der Brief mit dem Luftballon die Oma im Himmel erreicht.

Nach dem ersten Kapitel, in dem der Luftballon wegfliegt, sehen wir eine kleine Bildergeschichte, die uns die Szene zeigt. 93 Tage ist Oma nicht mehr da und Polly vermisst sie so sehr. Die Bilder zeigen die beiden bei fröhlichen gemeinsamen Aktionen, wie Pfannkuchen backen. Auf ihrem Nachhauseweg geht Polly nochmal zu den Geschäften, in denen sie immer mit Oma eingekauft hat. Obwohl die Geschäftsleute ihr anbieten ihr etwas zu schenken, lehnt Polly ab. Auf den Bildern sehen wir Oma fast durchsichtig und mit Flügeln hinter Polly. Doch dann findet Polly zu Hause in der Post eine Antwort von Oma und sie fordert Polly auf ihr weiterhin zu schreiben und die Briefe in der alten Eiche zu deponieren.
Obwohl Polly hofft, dass Oma antwortet, kann sie nicht so recht an die Oma im „Himmel“ glauben. Trotzdem freut sie sich zunächst über die Antwort, doch im weiteren Verlauf bekommt sie Zweifel. Wünschen wir uns nicht auch auf der einen Seite in Kontakt mit den Verstorbenen zu treten und können sowas auf der anderen Seite nicht wirklich glauben. Polly erlebt in den Buch einige spannende Tage, die sehr einfühlsam beschrieben werden, wobei die Bilder das Buch einfach wundervoll ergänzen.

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Eine rote Linie zerstört die Freundschaft

Herr Meier und Herr Müller. Herr Müller und Herr Meier von Birte Müller

Auf dem Cover sind die beiden Herren abgebildet und sie sehen sich sehr ähnlich. Der Titel ist wie die Köpfe der Männer auf dem Kopf noch einmal zu sehen, diesmal aber steht dort „Herr Müller und Herr Meyer.“
Die beiden leben auf dem Land zusammen und eines Tages geht eine rote Linie durch ihre Welt und sogar durch ihr Haus.

Her Meier hat das zunächst wenig gestört, doch Her Meier will, dass er auf seiner Seite bleiben soll. So sitzt Herr Müller allein auf dem Sofa und schaut fern, allerdings ist das Sofa zu kurz zum Schlafen. Als er dann doch kurz einnickt, versucht Herr Meier ihm den Fernseher wegzunehmen. Doch er wird ertappt und es kommt zu einem schlimmen Streit, bei dem der Fernseher kaputt geht. Die beiden wollen das Huas teilen und prügeln sich sogar.
Erstaunlich, wie so eine rote Linie das Leben der beiden Freunde so aus den Fugen bringen kann. Die Texte sind kurz und zeigen sehr gut den Konflikt, den die Bilder mit der rote Linie gut verstärken. Ein Buch das sicher aufwühlt und Diskussionen nach sich ziehen wird.

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Garten Idylle

Giesberts kleiner Garten von Daniela Drescher

Ein hübsches kleines Pappbilderbuch in dem uns Giesbert der, der kleine Regenrinnenwicht, uns seinen Garten zeigt. Auf dem Cover sehen wir ihn schon mit seiner reichen Ernte.
Mit den Samen macht Giesbert sich auf zum Einsäen der Erbsen, danach wird mit der Kanne gegossen. Eine wundschön gezeichnete Katze sieht ihm dabei zu.

Giesbert sitzt auf der Schaukel und hat einen guten Blick auf seinen schönen Garten, in dem sich einiges Getier sammelt. Mit seinem geliebten Schnittlauchbrot sitzt Gisbert beim Kürbis und freut sich auf die Suppe. „Und im weichen Mondenschein schläft Giesbert ganz gemütlich ein.“ So stimmungsvoll endet die Geschichte, die in kurzen Reimen erzählt wird.
Die Bilder sind wieder sehr schön gestaltet und es gibt eine ganze Menge zu entdecken.

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Ein Kamel mit drei Höckern

Alberto einfach einzigartig von Gusti

Auf dem Cover sehen wir das Kamel Alberto, es hat drei Höcker und deshalb passt der Titel sicher zu ihm. Hintereinander trotten die Tiere unter der orangen Sonne durch die Wüste, alle Kamele haben zwei Höcker. Alberto schlummert noch auf seiner Palme, wie auch immer er dort hinkam. Er macht sich fertig und will sich den anderen anschließen, doch die sind misstrauisch.

Viele negative Äußerungen wie „der gefällt uns nicht“ führen dazu, dass sie ihm ihr Hinterteile zuwenden und gehen. Alberto macht das traurig, aber er macht die unterschiedlichsten Sachen allein. Dann geht er zurück zu den anderen uns versucht sie zu überzeugen, dass sie doch alle Kamele sind. Doch daraus entsteht nur ein Streit aller Kamele. Erst ein kleines Kamel stellt fest „Sie sehen dich anders, weil du anders bist. Und ich bin es auch, wir alle sind gleichzeitig anders und gleich.“ So ziehen am Ende alle Kamele einschließlich Alberto weiter.
Die Bilder gehen eher in Richtung Karikatur, die Tiere haben eine lustige Mimik, auch die Landschaft ist sehr reduziert dargestellt. Wir sind anders, aber doch gleich, ist eine Aussage, die in anderen Bilderbüchern überzeugender rüberkommt.

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Wundervolle Bilder und viele Informationen

Alles ist im Wandel - Wie sich die Natur verändert von Johanna Prinz

Ein wundervolle Naturbuch, dessen Cover schon viele Tiere am See realistisch abbildet. Auf der Weltkarte sieht man Landschaften und Tiere, die dort wohnen.
Das Buch beginnt in Kanada am Yukon, neben Elchen jagen hier auch Bären Lachse und Biber fällen Bäume. Am Bildrand kann man den Kopf eines Mamuts sehen, eine Eismumie.

Wir bleiben im Norden und können Weißwale unter dem Polarlicht schwimmen sehen. Island mit seinen Pferden und den Papageientauchern ist unsere nächste Station, hier spritz das warme Wasser aus dem Boden. Nach Kormoranen in Kanada geht es an den Colorado, hier inmitten der kargen beigeroten Landschaft sehen wir u.a. eine Gila-Krustenechse und einen Puma. Vor Floridas Küste geht es unter Wasser weiter, Beeindruckend die Karibische Riffkrake im Vordergrund. Amazonas, Atacamawüste und die Nordsee sind die nächsten Stationen. Flüsse, die einbetoniert wurden und an deren Ufern viele bekannte Tiere, wie der Graureiher oder die Ringeltaube wohnen. Japan mit der Kirschblüte und dem Fuji, Gewässer vor Südafrika, in denen sich Seebären, Sardinen und Brydewale tummeln, Vulkane, Buschbrände und zum Schluss ein Besuch bei den Pinguinen in der Antarktis.
Das Buch zeigt, wie schön unsere Welt mit all den vielen unterschiedlichen Landschaft und Tieren ist, leider muss auch auf den Klimawandel und die Folgen hingewiesen werden. Zu jedem dieser wundervollen Bildern gibt es einen kurzen erklärenden Text. Viele interessante Informationen sind darin verpackt und die kleinen Leserinnen und Leser werden sicher viel über die Natur und ihre Veränderung lernen.

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Lustige Patchworkfamilie

Papa liebt jetzt einen Tiger von Uticha Marmon

Wie man vermuten kann, geht es um eine Patchworkfamilie, auf dem Cover ist der klein Janis zu sehen, der von seiner schwangeren Mama und deren Partner zum Papa und der neuen Partnerin gebracht wird. Glücklich schaut er nicht aus.
Papas neue Partnerin ist in seiner Fantasie eine Tigerin und ihre beiden Kinder sind Affen und ein Faultier.

Als Janis im Bett liegt, turnen die Zwillinge noch auf ihrem Hochbett rum.
Janis „fühlt so ein Zieh´n im Bauch und im Kopf und im Herz, wie das zwickt! Warum ist das so? überlegt er geknickt.“ Am nächsten Morgen freut er sich auf den Weg in die Kita allein mit Papa. Aber am Nachmittag sind alle wieder da, da wird Janis wütend und will nicht mehr dort wohnen. Aber als Mama ihn abholt, sitzt schon das Krokodil im Auto und ruft „Steig ein, Kumpel“ Als dann noch erwartet wird, dass Janis sich freut, weil er großer Bruder wird, brüllt der „Nein! Ich werde gehen!“ Aufgrund seines Gebrüll wird Janis zum Löwen, er zeiht auch ein entsprechendes Kostüm an. Das gibt ihm Selbstvertrauen und am Ende sitzen alle zusammen im Garten und die Jungen spielen zusammen.
Das ist wirklich nicht einfach, wenn die Familie auseinanderbricht und dann noch neue Partner*innen mit neuen Geschwistern auftauchen. Aber wenn man sich umhört, ist es der ganz normale Alltag. Dieses Buch wird mit viel Humor erzählt und trotzdem wird Janis ernst genommen. Der gereimte Text liest sich sehr gut und die Bilder, die die Tigerin mit entsprechenden T-Shirt, aber auch als Tiger abbildet, ergänzt die Geschichte wunderbar.

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