Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Dana G.:
Enttäuschend
Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück von Ulf Kvensler
Im September 2019 möchte die Juristin Anna Samuelsson wie jedes Jahr gemeinsam mit ihrer Freundin Milena und ihrem Verlobten Henrik eine Wanderung über mehrere Tage unternehmen. Doch Milena möchte dieses Mal ihren neuen Freund Jacob Tessin mitnehmen, der all ihre Pläne über den Haufen wirft und eine andere Route vorschlägt.
Nach kurzem Hin und Her entscheiden sie sich für seinen Vorschlag und machen die Wanderung durch den Nationalpark Sarek. Der Albtraum lässt nicht lange auf sich warten.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Anna steht im Mittelpunkt, dazu kommen Rückblicke auf die Wanderung und vergangene Erlebnisse und Verhöre mit Kriminalinspektor Anders Suhonen. Dass man den Augenmerk auf Anna legt, hat mich nach einiger Zeit sehr gestört. Dadurch gerieten die anderen Teilnehmer an der Wanderung in den Hintergrund und ich hätte sehr gerne mehr über sie erfahren. Viel zu schnell lassen sich die drei Freunde von Jacob überreden, den Sarek zu gehen, statt die geplante Route, für die sie ja offensichtlich mehrere Buchungen vorgenommen hatten.
Für mich wird durch den ständigen und abrupten Wechsel der Perspektiven auch der Lesefluss und die anfängliche Spannung immer wieder gestört. Das Tempo wird dadurch herausgenommen. Ich bin mit den Figuren nicht richtig warm geworden. Sie waren sehr unnahbar, was wohl daran lag, dass man sich hauptsächlich auf Anna konzentrierte. In meinen Augen wurden zu viele unnütze Dinge beschrieben. Das Ende ist einfach ein Witz und ehrlich gesagt, kam ich mir veräppelt vor. Das einzige Positive an dem Buch war die beschriebene düstere und bedrückende Atmosphäre. Die sorgte bei mir für Gänsehaut.
Nach der Hälfte hatte ich jegliche Lust auf diese Geschichte verloren und musste mich regelrecht durch die letzten Seiten kämpfen. Von mir gibt's keine Leseempfehlung. Ich kann diesen ganzen Hype nicht nachvollziehen, mal wieder. Schade.
Sympathisches Ermittlerduo
Schwarzvogel von Frida Skybäck
An einem dunklen Wintermorgen hetzt eine junge Frau über einen zugefrorenen See. Das Eis trägt nicht, die Frau versinkt binnen Sekunden im eiskalten schwarzen Wasser ... Die junge Ermittlerin Fredrika Storm, in der Gegend aufgewachsen, stößt zum bunten Team der Mordkommission Lund. Gleich an ihrem ersten Tag wird sie mit dem verschrobenen Henry Calment auf den Fall der ertrunkenen Frau angesetzt.
Dieser Fall rührt an Geschichten, über die in Fredrikas Heimatdorf Harlösa schon viel zu lang geschwiegen wird. Und er führt zurück in ihre eigene Familienvergangenheit, zum plötzlichen Verschwinden ihrer Mutter vor vielen Jahren. Bald muss sich Fredrika entscheiden: Ist sie ihrer Familie oder der Wahrheit verpflichtet? (Inhaltsangabe vorablesen)
Im Auftakt dieser neuen Krimireihe lernen wir Fredrika Storm und ihren neuen Partner Henry Calment kennen. Beide haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und sind sehr komplex gehalten. Während Fredrika erwas hitzköpfig und impulsiv handelt, ist Henry das Gegenteil und agiert besonnen und überlegt. Das macht beide zu einem tollen sympathischen Ermittlerduo. Sie ergänzen und vertrauen sich schon nach kurzer Zeit. Das hat mir unglaublich gut gefallen. Dazu kommt die ganze Geschichte mit Fredrikas verschwundener Mutter und ihrer geheimnisvollen Familie. Da die Kapitel kurz gehalten werden und jedes mit einem neuen Ansatz endet, lässt die Spannung auch nie nach und man fiebert mit den Figuren mit. Der Schreibstil war unglaublich fesselnd und bunt. Mir wurde ein gutes Gefühl für Orte und Personen vermittelt. Ich kann diesen Kriminalroman guten Gewissens als ein Lesehighlight bezeichnen.
Ein klasse Buch und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, die hoffentlich bald erscheint.



