Kunden em pfehlungen
Rezensionen von drachenzahn:
Faszinierende Weiten
National Geographic Kids - Lexikon des Weltalls; ein visuell spektakuläres Nachschlagewerk zu Astronomie und Raumfahrt für Kinder ab 8 von David A. Aguilar
Dieses Buch ist ein echter Blickfang. Die großformatigen NASA-Fotografien, eindrucksvollen 3D-Grafiken und Illustrationen ziehen den Leser sofort in ihren Bann und laden zum Staunen ein. Jede Doppelseite widmet sich einem neuen Aspekt des Weltalls. Sterne und Planeten werden vorgestellt, schwarze Löcher verständlich erklärt, die Milchstraße erkundet.
Darüber hinaus versucht das Buch einen Blick in die Zukunft und spekuliert ob es außerirdischem Leben gibt oder eine Besiedlung des Mars möglich wäre.
Besonders überzeugend ist der durchdachte Aufbau. Zu jedem Thema gibt es einen kurzen Überblickstext, ergänzt durch Tabellen und vertiefende Infokästen wie „Schon gewusst?“ oder „Sternenexperten“. So kann man ganz nach Interesse lesen, gezielt nachschlagen, sich intensiv mit einzelnen Themen beschäftigen oder einfach neugierig durch die Seiten blättern. Das Buch lädt damit eher zu einem Streifzug durch das Universum ein als zu klassischem, linearem Lesen.
Die Sachtexte sind gut verständlich geschrieben, sodass auch Leser ohne Vorkenntnisse einen leichten Zugang zu den komplexen Inhalten finden können. Zwar ist das Buch für Grundschulkinder ab etwa acht Jahren konzipiert, doch auch ältere Jugendliche werden hier viel Interessantes entdecken. Selbst Erwachsene können noch Neues lernen. Mir war zum Beispiel nicht bewusst, dass ein Tag auf der Venus ganze 243 Erdentage dauert.
Insgesamt handelt es sich um ein visuell beeindruckendes und inhaltlich fundiertes Nachschlagewerk, das Wissen auf spannende Weise vermittelt. Eine klare Empfehlung für alle, die sich für das Weltall, Astronomie und Raumfahrt begeistern.
Ungewöhnlich und tiefgründig
Smeralda Bohms Bestiarium (Bd. 1) von Anja Fislage
Diese außergewöhnliche Collage aus spannender Erzählung, tagebuchartigen Einträgen, fantastischem Lexikon und feinfühliger Charakterstudie hat mich nachhaltig beeindruckt. Smeralda Bohms ist ganz sicher keine gewöhnliche Heldin. Ihr eigenwilliger Blick auf die Welt lässt uns staunen, schmunzeln und manchmal innehalten.
Anja Fislage gelingt es, ihrer autistischen Protagonistin eine authentische Stimme zu verleihen und dabei eine intelligente, ungewöhnlich aufgebaute Fantasygeschichte zu erzählen.
Smeralda Bohms ist eine zwölfjährige Kryptozoologin, also in ihren Augen eine ernstzunehmende Wissenschaftlerin. Sie kennt sich mit verborgenen Kreaturen aus, beobachtet sie mit wissenschaftlicher Präzision und führt ein Bestiarum über ihre Erkenntnisse. Bislang werden ihre Fähigkeiten nur von ihrem besten Freund Kenji und ihrer Schwester Phi anerkannt, doch dann plötzlich ändert sich alles und sie erhält mehr Aufmerksamkeit, als für ihr Leben gut ist.
Was mich besonders begeistert hat, ist der hintergründige Humor des Buches. Da Smeralda offensichtlich unter dem Asberger Syndrom leidet, obwohl dies nie so benannt wurde, kann sie menschliche Gefühle und Ironie nicht immer nachvollziehen und nimmt ihre Umwelt auf sehr eigene, oft skurrile Weise wahr. Das sorgt für viele komische Momente, wirkt aber nie lächerlich oder überzeichnet. Im Gegenteil: Gerade durch ihre Perspektive wird man zum Nachdenken über Wahrnehmung, Anderssein und soziale Normen angeregt. Auch tiefere Themen wie Krankheit und Verlust finden auf natürliche Weise Eingang in die Geschichte, ohne sie zu überfrachten. Einzig der Antagonist in der Geschichte wirkt mit seiner affektierten Art gelegentlich etwas überzogen.
Besonders hervorzuheben ist die gestalterische Umsetzung des Buches. Da es sich im Kern um Smeraldas Bestiarum handelt, werden immer wieder Fußnoten sowie Smeraldas Zwischenbemerkungen, Schwarz-Weiß-Zeichnungen der Charaktere, farbige Illustrationen mit Notizen von allen erwähnten Kreaturen, Skizzen, Briefe und andere Textsorten in das Erzählgeschehen eingebettet. Diese kreative Form macht das Buch zu einem echten Erlebnis, auch visuell.
Fazit: Bei Smeralda Bohms Bestiarium handelt es sich um ein ebenso kluges wie warmherziges Buch, das mit Tiefe, Witz und Originalität überzeugt. Es ist ungewöhnlich in der Form, berührend in der Wirkung und absolut lesenswert!
Bitte zieh dir etwas an
Rabid von Ivy Asher; Raven Kennedy
Die Romantasy Rabid bringt einige Zutaten mit, die grundsätzlich vielversprechend sind: Werwölfe, eine starke weibliche Hauptfigur und eine düstere, von Machtstrukturen geprägte Welt. Aber letztlich verkommt die Geschichte hinter klischeehaften Figuren, einer voraussichtlichen Storyline, teilweise lächerlich anmutenden Plots und einem eindimensionalen Bösewicht.
Seneca hat gerade ihre Mutter unter dubiosen Bedingungen verloren und damit ihren Schutzwall gegen den grausamen und sexistischen Alpha. Sie ist eine selbstbewusste und kämpferische Frau, deren Werwolfhälfte sich ebenso wenig unterkriegen lassen will wie sie selbst. Dennoch wird sie letztlich einem fremden, wilden Wolfsrudel vor die Füße geworfen. Die Chemie zu dem dort ansässigen Alpha ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Allerdings mutet es schon etwas seltsam an, dass die Protagonistin während der Geschichte fast durchgehend nackt herumspringt. Das geht sogar soweit, dass die Versuche des Love-Interests sie einzukleiden, zu einem Running Gag verkommen.
Sicherlich werden reine Romantasy-Liebhaber mit dieser Geschichte vollkommen auf ihre Kosten gekommen. Die Handlung ist relativ kurzweilig, wenn auch wenig glaubwürdig – und damit meine ich nicht die fantastischen Elemente. Die Protagonisten und das neue Wolfsrudel sind auch durchaus sympathisch und interessant. Die Bösewichte hingegen empfinde ich als völlig überzeichnet. Man sollte sich zudem bewusst sein, dass hier Themen wie sexueller Missbrauch angesprochen, wenn auch nicht direkt gezeigt werden. Etwas seltsam sind auch die Spice-Szenen, da hierbei der Mann Knoten entwickelt, sodass er vorerst nicht von der Frau getrennt werden kann. Das widerspricht meiner Meinung nach dem Prinzip der Emanzipation.
Rabid bietet bekannte Romantasy-Zutaten in einem düsteren Setting mit feministischer Grundidee, bleibt in der Umsetzung aber zu klischeehaft und oberflächlich, um wirklich überzeugen zu können. Wer nicht allzu viel Tiefe erwartet, findet hier dennoch kurzweilige Unterhaltung.
Zwischen Monsterjagd und Glitzerkleber
Willkommen in Gravity Falls - Dippers und Mabels Leitfaden zu Mysterien und endlosem Spaß von Disney; Alex Hirsch; Shane Houghton
Mit viel Humor und einem guten Gespür für die Serie führt dieses Buch durch die mysteriöse, aber vor allem verrückte Welt von Gravity Falls. Es greift nicht nur zahlreiche bekannte Episoden auf, sondern fängt auch die Eigenheiten der Hauptfiguren sehr authentisch ein.
Während Dipper mit ernstem Ton vor den Gefahren verschiedener Mysterien warnt, bringt Mabel mit ihren herrlich absurden Kommentaren und Einfällen eine gehörige Portion Chaos und Spaß in den Text.
Die beiden Perspektiven sind dabei auch visuell gut voneinander getrennt. Dippers Beiträge erscheinen in Schwarz, wohingegen Mabels Notizen und Ideen sofort durch knalliges Pink ins Auge springen. Das sorgt für eine klare Struktur und natürlich auch für viele Lacher.
Besonders schön ist der interaktive Charakter des Buches. Die Leser werden eingeladen, selbst aktiv zu werden, zum Beispiel durch das Lösen von Rätseln, kreative Bastelaufgaben oder das Entziffern von Geheimcodes. Wer also schon immer wissen wollte, wie man sich in wenigen Sekunden mit Hilfe eines Klebebands einen Haustier-Hut bastelt, ist hier ebenso gut aufgehoben wie alle, die sich für Dippers Dechiffrierung von verschiedenen Codes begeistern.
Ich glaube allerdings nicht, dass ein Neuling wirklich etwas mit dem Buch anfangen kann. Ohne Vorkenntnisse dürften viele Anspielungen, Witze oder Charakterzüge nicht ganz zünden oder verständlich sein. Zudem verrät das Buch einige zentrale Plots, wodurch man sich also unbeabsichtigt spoilern könnte.
Ein herrlich schräges Handbuch für alle Gravity Falls-Fans, das mit Charme, Witz und vielen kreativen Ideen Lust auf ein Wiedersehen mit Dipper, Mabel und Co. macht. Kein klassisches Sachbuch, sondern eine originelle Ergänzung zur Serie – mit Augenzwinkern, Insiderwissen und Bastelschere.
Originelle Fantasyreihe
Whisperwicks - Die Suche nach den Flüsterflammen von Jordan Lees
Whisperwicks hat mich sehr beeindruckt. Von der Tiefe und Qualität erinnert mich die Reihe an Philipp Pullmans „His Dark Materials“. Jordan Lees erzählt auf berührende, kreative und einfühlsame Weise. Und obwohl es sich um ein Fantasybuch handelt, fließen auch Themen ein, die die lesenden Kinder vielleicht in ihrem eigenen Alltag erfahren haben: Scheidung, Trauerbewältigung, Verlust und Freundschaft.
Benjamiah bekommt eines Tages eine seltsame Puppe zugeschickt, die eines Nachts plötzlich zum Leben erweckt und ihn die seltsame Parallelwelt von Winkelwald führt. Diese Welt ist sprichwörtlich ein Labyrinth, das man weder auf Karten erfassen noch sich an alle Straßen erinnern kann. Sobald jemand die gewohnten Pfade verlässt, ist es sehr gut möglich, dass man niemals zurückkehrt. Doch wie soll man in einer solchen unmöglichen Welt etwas finden? Dennoch machen sich Benjamiah und Elizabella auf den Weg, um ihren Zwillingsbruder und eine Möglichkeit nach Hause zu entdecken.
Die Geschichte ist durchweg spannend und kurzweilig. Obwohl die Handlung des Buches abgeschlossen ist, bleiben doch einige Fragen und Probleme offen, die dann in den nächsten zwei Bänden wieder aufgegriffen werden. Die Charaktere sind vielschichtig sowie authentisch. Die ernsteren Themen wie Trauer oder Scheidung werden so einfühlsam, aber nie kitschig oder zu rührselig in Szene gesetzt. Zudem wird man immer wieder mit subtilem Humor und originellen Wendungen überrascht.
Whisperwicks ist ein fantasievoller, klug erzählter Reihenauftakt, der Spannung, Tiefe und emotionale Themen auf beeindruckende Weise miteinander verbindet. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht, überraschend sowie berührend erzählt und damit ein Leseerlebnis für Kinder ab etwa zehn Jahren, das auch Erwachsene mitzieht. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Fantasievolle Hexengeschichte mit kleinen Schwächen
Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel von Skye McKenna
Wer eine harmlose und fantasievolle Hexengeschichte mit modernen Elementen sucht, wird hie fündig. Das Buch richtet sich vorrangig an Mädchen ab etwa zehn Jahren. Inzwischen sind in England vier Bände erschienen und der fünfte für Ende 2026 angekündigt.
Im Mittelpunkt steht Cassandra Morgan.
Sie lebt zurückgezogen in einem Internat. Ihre einzigen Freunde sind Bücher über Märchen, die sie heimlich aufbewahrt. Ihre Mutter ist seit Jahren verschwunden. Eines Tages erfährt sie plötzlich, dass sie aus einer Familie von Hexen stammt. Ihre Tante Miranda ist die Haghexe und eine der mächtigen Hexen, die verhindert, dass Goblins und andere Feenartige ihr Unwesen in England treiben. Und dann verschwinden immer wieder Kinder. Können Cassie und ihre Freunde den Verschwundenen helfen und vielleicht auch das Geheimnis um Cassies Mutter lösen?
Ich mochte die Interaktionen der Mädchen miteinander sehr gerne. Die meisten sind sehr sympathisch und die Freundschaften, die Cassie im Laufe des Buches findet, werden glaubwürdig aufgebaut. Die Geschichte ist überwiegend spannend, wenn auch etwas vorhersehbar. Einzelne Elemente haben mich auch stark an Harry Potter erinnert. Etwas unlogisch finde ich das Verhalten im Internat. Dort wird alles über Faerie abgelehnt und geleugnet, der Rest der Welt ist sich aber der durchaus realen Gefahr bewusst. Am meisten hat mich aber das teilweise sehr leichtsinnige Verhalten Cassandras gestört. Sie begibt sich mehrfach – trotz der Warnungen ihrer Tante – in Gefahr und unternimmt einige sehr riskante Aktionen. Zudem kommen außer dem Kater Montague im Grund keine männlichen Rollen vor.
Nichtsdestotrotz gelingt es der Autorin, eine fantasievolle Erzählung mit liebenswerten Charakteren zu erschaffen, die neugierig auf die nächsten Bände macht. Toll ist zudem die wirklich geniale Aufmachung des Buches.
Das Ende erhält seinen Anfang
Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde von Stella Tack
Diesen Band habe ich mit großer Freude erwartet, da ich bereits die Vorgänger regelrecht verschlungen hatte. Und auch wenn es mir anfangs schwerfiel, mich in diese neue Welt einzufühlen, so konnte mich dieser Abschluss dennoch sehr überzeugen. Viele Handlungsstränge erhielten erst hier einen sinnvollen Rahmen und passten besser ins Gesamtbild.
Die Handlung war durchweg spannend und der Humor lockerte die Horrorelemente auf.
Was mich ein wenig störte ist, dass sich die Geschichte gerade zu Beginn etwas losgelöst von den anderen Bänden fühlten. Während diese eher die düstere Märchenwelt adaptierten und von dem Zusammenspiel der Charaktere lebten, begann dieser letzte Band mit der mythologischen Götterwelt, mit dem Anfang des Endes. Dass Rains Wunsch sie an diesen Punkt brachte, hat nicht nur sie, sondern auch mich sehr überrascht. Prinzipiell fand ich diese Wendung clever, doch da Rain (zunächst) völlig allein in dieser Welt zurechtkommen musste, fehlte mir das Zusammenspiel mit den anderen lieb gewonnenen Charakteren und die witzigen Dialoge.
Erst nach dem ersten Viertel fühlte ich mich wieder in diese Welt wirklich hineingezogen, vor allem natürlich auch, weil dann alte Bekannte wieder auftauchten. An sich ist die Geschichte clever gestrickt, viele lose Enden werden sinnvoll aufgegriffen und zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengeführt. Die Spannung bleibt konstant hoch, und der für die Reihe typische feine Humor sorgt dafür, dass auch die düsteren Horrorelemente nie zu erdrückend werden.
Ein gelungener Abschluss einer atmosphärisch dichten Trilogie, die mit originellen Wendungen, viel Herz und einem klugen Zusammenspiel von Horror, Märchen und Mythologie punktet. Trotz kleiner Startschwierigkeiten ein würdiger letzter Band!
Zu düster
Girls of Dark Divine - Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe. von E. V. Woods
„Girls of Dark Divine“ hat mich von der Idee sehr angesprochen: Tänzerinnen, die durch einen Fluch zu Marionetten wurden. Allerdings ist mir die Umsetzung für meinen Geschmack zu düster und deprimierend geworden.
Das Buch ist von einer melancholischen, finsteren Stimmung durchzogen. Die Protagonistin Emberlyn kann sich kaum noch an ihr Leben erinnern, bevor sie von Malcolm Manrow zu einer bloßen Puppe reduziert wurde.
Es gibt kein Entkommen, keine Möglichkeit, sich seinen Befehlen zu widersetzen. Doch da stirbt plötzlich eine zweite Marionette an einer seltsamen Krankheit und es wird klar, dass weitere folgen könnten.
Die Tänzerinnen hassen und verabscheuen ihr Leben als lebende Marionetten. Sie halten jedoch zusammen und versuchen, sich gegenseitig eine emotionale Stütze zu sein. Inzwischen sind sie aber alle so demoralisiert, dass jeder Gedanke von Freiheit und Hoffnung eher für Missstimmung sorgt. Emberlyn lässt die Idee jedoch nicht los. Die zarte Romanze zwischen ihr und dem Schatten, mit dem sie auf der Bühne tanzt, ist ebenfalls so durchtränkt von Hoffnungslosigkeit, dass zumindest für mich keine romantische Stimmung aufkommt. Auch die Auflösung am Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen.
„Girls of Dark Divine“ ist atmosphärisch dicht und hat einige originelle Ideen, doch die konsequent düstere Grundstimmung, der Mangel an Hoffnung und die bedrückende Perspektivlosigkeit machen es zu einer Lektüre, die vielleicht nicht jeder genießen kann. Wer sich aber von melancholischen Stoffen nicht abschrecken lässt, findet hier durchaus ein ungewöhnliches Buch. Für mich jedoch war es einfach zu deprimierend und ich war froh, als ich mich anderen Themen widmen konnte.
Tierwissen mit Augenzwinkern
Das Lexikon gruseliger Tiere von Philip Bunting
Dieses Sachbuch macht einfach Freude. Es vermittelt spannendes Wissen über gruselige und schaurige Tiere, ohne sich dabei aber selbst zu ernst zu nehmen. In kurzen, prägnanten Texten erfährt man viele Informationen, die nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zum Staunen bringen.
Jede Seite ist dabei gleich aufgebaut.
Zunächst wird der echte lateinische Begriff durch eine witzige, aber in gewisser Weise treffende Bezeichnung zu ersetzen. Darunter befindet sich eine farbige Zeichnung, die etwas comichaft anmutet, aber dennoch das Tier recht lebensnah abbildet. Ringsherum stehen interessante Fun Facts mit humorvollem Unterton. Der Text darunter ist klingt dann schon eher, wie man es von einem klassischen Sachbuch erwartet. Hier wird auf kompakte Wiese die Gefährlichkeit dieser Tiere herausgestellt. Dabei erfährt man etwas über ihre Ernährung und Lebensweise.
Ein herrlich unterhaltsames Sachbuch, das Wissen mit Humor verbindet und ganz nebenbei das Interesse an ungewöhnlichen Tierarten weckt. Die gelungene Mischung aus Witz, Information und origineller Gestaltung sorgt dafür, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene gerne darin blättern und dabei mit Garantie etwas dazulernen.
Mega-Tiere von Damals und Heute
MEGA von Jules Howard
Das Buch hält tatsächlich, was es verspricht. Es beschäftigt sich nicht nur mit Tieren von Megagröße aus historischer und aktueller Zeit, sondern kommt auch in einem entsprechenden Format heraus. Schon durch die Größe der Bilder wirken sie gleich doppelt so imposant und werfen einen beeindruckenden Blick auf die Megafauna der Erde.
Jedes Thema (z.B. Elefanten, Seekühe, Menschenaffen, Bären usw.) wird in drei Kapiteln näher betrachtet. Zunächst beschäftigt das Buch mit den ausgestorbenen Exemplaren (z.B. Säbelzahnkatze), danach mit den heute lebenden Tieren (z.B. Tiger, Löwen, Jaguare, Puma) und im Anschluss werden zusätzliche, spannende Informationen zur jeweiligen Tierart weitergegeben (z.B. Statussymbole bei den Großkatzen, Schnelligkeit siegt, mörderische Zähne).
Das Buch eignet sich von der Sprache her ab dem Grundschulalter. Meine vierjährige Tochter ist aber auch fasziniert von den riesigen, mehrfarbigen Zeichnungen und Tieren, sodass sie auch in diesem Alter schon gern darin herumblättert und sich einige Passagen vorlesen lässt.
Ein rundum gelungenes Sachbuch, das mit seinem übergroßen Format, den eindrucksvollen Illustrationen und gut gegliederten Inhalten begeistert. Ob zum Staunen, Vorlesen oder gemeinsamen Entdecken. „Einfach mega“ macht die Welt der größten Tiere lebendig und ist eine echte Empfehlung für kleine und große Tierfans.











