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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Island :

Glamping auf Sylt

Sylt oder Süßes von Claudia Thesenfitz

Doreen ist aktuell Chefin eines Hamburger 5-Sterne-Hotels, hat aber schon Luxushotels in aller Welt geleitet, ohne irgendwo wirklich sesshaft zu werden. Pedantisch achtet sie zudem darauf, ihr Sport- und Ernährungsprogramm einzuhalten, um auf keinen Fall zuzunehmen. Nun erhält sie das Angebot, für ihren Arbeitgeber ein Glampingprojekt auf Sylt auf die Beine zu stellen und schon vorab alles vor Ort in die Wege zu leiten.

Dort sind so einige natürlich wenig begeistert von einem weiteren Projekt für Reiche und versuchen, mit verschiedensten Mitteln, Doreen auf ihre Seite zu ziehen.

Das Cover des Buches, ist, wie alle Romane dieser Sylt-Reihe, wieder so gestaltet, dass es richtig Lust auf Meer und Strand macht und man direkt weiß, dass es sich um einen sommerlichen Liebesroman handelt. Die Farbgestaltung stimmt direkt auf Sylt ein. Was die Handlung und die Hauptperson angeht, gefällt mir dieser Roman nun wieder besser als einige seiner Vorgänger, wo mir der Humor wirklich zu plump war und mich auch die Geschichte nicht so richtig mitgerissen hat. Auch diesmal werden wieder ein paar Klischees bedient und immer 100 prozentig sympathisch ist mir Doreen mit ihrer oft so sehr auf ihr Aussehen und ihre Karriere fixierten Art nicht, aber es steckt ja auch ein ernster Hintergrund hinter einem Teil ihres Verhaltens und sie zeigt sich teilweise auch wandlungsfähig. Positiv fand ich auch, dass neben Lokalkolorit auch immer wieder der der Ausverkauf Sylts und die Folgen für die Einheimischen thematisiert wurden, auch wenn es sich insgesamt natürlich um einen eher leichten und gut lesbaren Sommerroman handelt, der sich besonders gut für den Strand eignet.

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Wurzeln

Elternhaus von Ute Mank

Sanne ist die älteste von drei Schwestern, sie ist um die 50 und hat zwei erwachsene Kinder. Mit ihrem Mann hat sie, kurz vor der Geburt ihrer ältesten Tochter ein Haus in der Nähe ihres Elternhauses gebaut. Die Leben ihrer Schwestern verliefen etwas weniger klassisch, eine ist direkt nach der Schule weit weg gezogen, die andere ist alleinerziehend und lebt einige Orte weiter.

Daher kümmert Sanne sich, wie selbstverständlich, fast allein um ihre älter werdenden Eltern und beschließt irgendwann ohne ihre Schwestern, dass das Elternhaus nicht altersgerecht ist und die Eltern in eine barrierefreie Wohnung ziehen sollen. Von der Idee ist außer Sanne selbst aber niemand wirklich begeistert und auch mit Mann und Kindern läuft es nicht gerade rund. Und auch ihre Schwestern tragen so manches Problem mit sich herum, ihr Verhältnis untereinander ist aber sehr distanziert und, dass ihr Elternhaus bald nicht mehr der Familie gehören könnte, macht alles nicht besser.

Ich halte das Buch für ein sehr wichtiges, da es sich mit einem nicht leichten Thema befasst, mit dem wir fast alle irgendwann konfrontiert werden. Dem Älterwerden der eigenen Eltern und allem, was damit verbunden ist. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die damit verbundenen Emotionen einzufangen und aufzuzeigen, welche Auswirkungen alles auch auf die Geschwister-Beziehung der Schwestern hat. So konnte ich mich sehr gut in die Handlung hineinversetzen. Der Schreibstil war gut lesbar und zugleich ist es Ute Mank gut gelungen, immer wieder sehr passende Worte und sprachliche Bilder für das von ihr Beschriebene zu finden.

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Noch eine Chance auf Glück

Weite Sicht von Thorsten Pilz

Charlotte hat mit etwa 70 Jahren nach einer langen Ehe ihren Mann und Vater ihrer Kinder verloren, mit dem sie, wie sie insgeheim die ganze Zeit wusste, nie komplett glücklich war. Ihre jüngere Schwester Gesine hat ebenfalls so einige Probleme, gibt sich aber distanziert. Ihrer beider Ziehschwester Sabine ist nach dem Selbstmord ihres Mannes einsam und verdrängt ihre wahren Gefühle.

Und dann taucht plötzlich auch noch die Dänin Bente wieder bei Charlotte in Hamburg auf, mit der sie während ihrer Ehe quasi keinen Kontakt mehr hatte, obwohl sie zuvor ein sehr enges Verhältnis hatten.

Anfangs fiel es mir etwas schwer, den Einstieg in die Handlung zu finden, die vielen Namen und Personen und wie sie zueinander im Verhältnis stehen, verwirrten mich zunächst etwas, was sich mit der Zeit aber gab. Danach fand ich es interessant, mehr über die Geschichten der einzelnen Frauen und ihre jeweiligen Geheimnisse zu erfahren. Durch die verschiedenen Perspektiven entsteht auch Spannung, weil man häppchenweise mehr Informationen bekommt und die Protagonist:innen, deren verbindendes Glied Charlotte ist, so nach und nach besser kennenlernt und für sie hofft, dass sie (noch einmal) ihr Glück finden. Der Schreibstil des Autors war gut lesbar und anschaulich.

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Mehr als nur eine Schauspielerin

Die einzige Frau im Raum von Marie Benedict

Hedy Lamarr, mit bürgerlichem Namen Hedwig Maria Kiesler, steht im Mittelpunkt dieses historischen Romans beruhend auf wahren Begebenheiten. Bisher war sie mir jedoch noch kein Begriff. Hedys Eltern hatten jüdische Wurzeln, praktizierten den Glauben aber kaum, der Vater unterstützte seine Tochter in ihrer Wissbegierigkeit und ihrem Wunsch als Schauspielerin zu arbeiten.

Nachdem sie in ihrem Beruf eine gewisse Bekanntheit erlangt hat, wird ein österreichischer Waffenhändler auf sie aufmerksam und macht ihr den Hof, um sie anschließend quasi einzusperren und seine Aggressionen an ihr auszulassen. Irgendwann gelingt ihr die Flucht vor ihm und den immer mächtiger werdenden Nationalsozialisten nach Amerika, wo sie noch einmal von vorne beginnt, aber auch vom schlechten Gewissen verfolgt wird, weil sie im Gegensatz zu vielen anderen Menschen mit jüdischen Wurzeln in Sicherheit ist. Daher versucht sie, den Amerikanern mit dem Wissen über die Waffentechnik der Nationalsozialisten aus ihrer Ehe, zu helfen, findet aber kaum Gehör.

Ich fand es sehr interessant, diese Frau kennenzulernen, die für das kämpfte, was ihr wichtig war und so viel mehr Talente hatte, als nur ein hübsches Äußeres. Der Autorin ist es gut gelungen, aufzuzeigen, wie es dazu kam, dass sie trotz ihres starken Willens zunächst in dieser unglücklichen Ehe gefangen war und wie schwer es ihr dann auch in Amerika gemacht wurde, mehr als "nur" eine Schauspielerin sein zu dürfen. Der Schreibstil war gut lesbar und so, dass man sich gut in Hedy und die jeweilige Situation hineinversetzen konnte.

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