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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Murksy:

Für geübte Erstleser

Kleine Lesehelden: Wir sind erste Klasse! von Daniela Kulot

Das Bunt bebilderte Buch animiert schon vom Cover an, darin zu blättern. Die vielen Zeichnungen lockern das Ganze auf. Denn auch wenn als Altersangabe 6 Jahre gemacht wird, ist Kind nicht gleich Kind. Für reine Erstleser sind manche Wörter noch schwer. Zum Beispiel „schlagartig, Herbstblätter, Atemzug, Käsegeruch, Piroggen oder zickzack“ sind für ältere Kinder kein Problem, die wirklichen Erstleser brauchen da Unterstützung.

Erstleser brauchen wirklich einfache Texte, sonst entsteht schnell Frust. Das kenne ich von meinen Kindern. Auch hätte ich bei einem reinen Erstleserbuch auf Wortverlängerungen wie bei siiiiie verzichtet. Das verwirrt nur beim Lesenlernen. Auch einen Satz wie „Und Futsch ist sie“, der zweimal vorkommt, hätte ich zumindest einmal mit der Beschreibung „sie ist weg“ ersetzt.
Ansonsten ist das Buch gut gestaltet, die Schrift ist groß und auch die Rätsel lockern etwas auf, zusätzlich werden erste Schreibfähigkeiten getestet. Das Niveau des Buches ist meiner Meinung nach gehobener Erstleser, also in die zweite Klasse hineinreichend. Das hat mein größerer Sohn auch so gesehen. Leider ist ja das Leseniveau auch von Bundesland zu Bundesland und von Klasse zu Klasse verschieden. Pauschale Empfehlungen sind hier schwer zu treffen. Die Geschichte mit der Maus hat unserem Jüngsten gut gefallen. Positiv ist, dass das Buch auch über die Antolin-App bearbeitet werden kann. Diese App unterstützt nach meiner Erfahrung die Lesefähigkeit und fördert die Aufmerksamkeit. Unsere Kinder arbeiten gerne damit und werden zum Lesen animiert.


Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.

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Große Erzählkunst

Lola im Spiegel von Trent Dalton

Gelber Einband, rosa Schrift. Obwohl ich wenig auf die Aussagekraft von Covern gebe, muss ich gestehen, dass ich das Buch vermutlich nicht weiter beachtet hätte. Doch welch ein Versäumnis wäre dies gewesen, unfassbar. Es ist immer zweifelhaft, wenn Autoren mit großen Werken der Weltliteratur verglichen werden.

In diesem Fall neige ich selber dazu. Dickens, Irving oder Updike, Vergleiche fallen einem ein, auch wenn diese immer etwas hinken. Was Dalton mit diesen auf jeden Fall vereint, ist die großartige Erzählkunst. Die Sätze, manchmal kurz und abgehackt, ergänzen sich, ergänzen die Geschichte um das namenlose Mädchen in der Schattenwelt der von der Gesellschaft abgehängten Menschen zu einem Epos voller Hoffnung, Trauer, Verlust, Liebe, Gewalt und Verzweiflung. Und über allem thront trotzdem der Glaube, dass es so etwas gibt wie ein Schicksal, das wir bestimmen können und nicht ein Schicksal, das uns bestimmt. So wie das Mädchen an seine Zukunft als Künstlerin glaubt, auch wenn alles dagegen spricht, so glauben diverse Personen in dem Buch an ihre persönliche Zukunft. Diese Zukunft, die sich aber trotz dem Glauben daran nicht für alle erfüllen wird. Aber genau dies ist für mich die Botschaft dieser wunderbar erzählten Geschichte. Glaube an deinen Traum und versuche, ihn zu verwirklichen. Denn dies macht uns aus. Wer sich ergeben fügt und alles hinnimmt, wird nicht einmal die Chance haben, etwas zu verändern oder vielleicht sogar sein Stück vom Glück zu bekommen.
Das Mädchen ohne Namen, das so talentiert zeichnet, ist auf der Suche nach ihrer Identität und ihrem Ziel zugleich. Manchmal scheint alles gegen sie zu sprechen. Die Welt, mit ihrer grausamen Härte, frisst Hoffnungen und Mut wie eines der Monster, dass sie auf manchen Zeichnungen festhält. In diese scheinbar ausweglosen Dunkelheit blitzen aber immer wieder Fünkchen von Menschlichkeit auf, die einen auf dem tobenden Fluss des Lebens wie Bojen oben halten. Das Buch fesselt auf eine teilweise grausame Weise. Einerseits kann man nicht davon ablassen. Andererseits hält man immer wieder inne, versucht das Gelesene zu verarbeiten. Das Buch hat düstere Seiten, Seiten voller Gewalt, aber auch Seiten von der Leuchtkraft eines hundertfach überzeichneten Sonnenaufgangs. Das Buch nur als Coming-of-age-Roman abzutun, greift deutlich zu kurz. Vielmehr ist es eine Metapher auf das Leben, wie sie die oben genannten Autoren ebenso grandios erschaffen haben. Die teilweise schaurig-schönen Zeichnungen des Illustrators Paul Heppell ergänzen perfekt und führen in die Kapitel ein. Explizit muss ich die herausragende Übersetzung von Rita Gravert erwähnen, ein wahrer Genuss. Und auch betonen will ich, dass im Gegensatz zu vielen neueren Veröffentlichungen auf dem Büchermarkt, keinerlei Druck- oder Rechtschreibfehler zu entdecken sind. Ja, leider ist auch das mittlerweile erwähnenswert.

Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.

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Der ewige Bowie

Spaceboy von Frank Schätzing

Über Bowie wurde schon unendlich viel geschrieben und interpretiert. Über seine Kunstfiguren, seine vielfachen Persönlichkeiten, seine Mode und natürlich seine Musik. Bowie war und ist immer noch einer der einflussreichsten Gestalten im Musikgeschäft. Er setzte Trends und Maßstäbe, veränderte Stile und beeinflusste Generationen von Künstlern.

So auch Frank Schätzing, ein künstlerisches Multitalent, der mit seinen Büchern mit das erfolgreichste geschrieben hat, was auf dem deutschen Markt zu finden ist. Genauso umstritten wie die Platten von Bowie, sind aber auch die Bücher von Schätzing. Manchmal haben beide den Bogen überspannt. Bowie durch seine Experimente, Schätzing durch seine vor Wissen strotzenden Texte, die manchmal etwas zu besserwisserisch klingen mögen. Spuren dieser, nennen wir es Arroganz, sind auch in diesem durchaus unterhaltsamen Buch zu finden. Wenn er über eine Seite lang nur Musikrichtungen aufzählt, wirkt das doch etwas penetrant. Auch etwas ermüdend ist seine wiederholte Darstellung des jungen Schätzing, der gehemmt ist, keinen Zugang zu Mädchen findet und sich als Einzelgänger fühlt. Das geht vielen Kinder und Jugendlichen so, muss man das allerdings über Kapitel hindurch breittreten? Im Kontext vielleicht schon, aber etwas weniger Nabelschau hätte dem Buch gut getan. Schätzings Seelenverwandtschaft zu Bowie ist die Kernbotschaft des Buches. Wäre der Autor dort gelandet, wo er heute ist, ohne Bowie? Vermutlich schon. Vielleicht auf anderem Wege, aber Talent hat man, oder nicht. Und genau wie Bowie hat Schätzing viel davon. Die Erzählweise ist amüsant und intelligent. Die Interpretationen zu Bowies Werk lesenswert, wenn natürlich jeder einen anderen Blickwinkel hat. Ich bewerte manche Platten von Bowie durchaus anders. Was das Buch aber sehr gut darstellt, ist die kulthafte Verehrung, die mancher Künstler erfährt. Vor allem wenn die betroffenen Personen unsicher sind, Kontaktschwierigkeiten haben und ihren Platz im Leben suchen. Idole können hier helfen. Können aber auch in ein Nichts führen, vor allem, wenn das Idol plötzlich verschwindet oder nicht die Erwartungen erfüllt. Bei Schätzing war das Erlebnis eher positiv prägend. Sein großes Vorbild hat ihm den Weg gewiesen und seine Laufbahn unterstützt. Das Buch ist somit eine Mischung aus Biografie über Bowie, eine Spur Autobiographie über Schätzing und auf jeden Fall eine gute Unterhaltung für die Fans beider Lager.

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Zeitreise

Wings von Paul McCartney

Meine große Liebe zur Musik begann mit den Beatles. Als ich meinen ersten Kassettenrekorder von meinen Eltern bekam, saß ich dauernd vor dem Radio und habe auf Songs gewartet. Frank Laufenberg hatte damals im Radio eine Oldies-Sendung, immer Sonntags von 8 – 12 Uhr. Eines Tages war eine Sendung nur mit den Beatles angekündigt.

Ich nahm alle Lieder, die innerhalb der vier Stunden gespielt wurden auf, führte akribisch Buch und legte später ein Karteikartensystem an, das ich über Jahre führte und alles notierte, was ich auf unzähligen Kassetten aufgenommen hatte. Die Sendung mit den Beatles war der Startschuss für meine anhaltende Musikbegeisterung. Das vorliegende Buch ist somit für mich so etwas wie eine Zeitreise. Die oral history, also eine Sammlung von Interviews kann eine Biographie nicht ersetzen, will sie auch gar nicht. Das Buch ist eine hervorragende Ergänzung für alle Paul McCartney-Fans und solche, die es werden wollen. Viele Musiker und Zeitgenossen kommen zu Wort und schildern ihre Sicht auf die einzigartige Karriere des Musikers und berichten von teilweise kuriosen Erlebnissen. Der Weg vom Ex-Beatle zum Solokünstler, der auch mit über 80 Jahren noch Stadien füllt, wird über die Wings-Ära begleitet. Es ist ein Genuss, zu beobachten, wie McCartney seine Musik erschafft und welche Einflüsse in inspirieren und prägen. Ein großer Teil der Erzählung dreht sich natürlich um Linda und die Familie, ohne die vermutlich die Geschichte eine andere gewesen wäre. Ergänzt werden die Interviewausschnitte durch tolle Fotos und Zeitdokumente. Außerdem werden zu den Zeitabschnitten einige der meistverkauften Alben erwähnt und mit timelines bedeutende Ereignisse der Jahre aufgelistet. Die Auswahl hier erscheint manchmal etwas willkürlich, aber ich sehe dies als nette Beigabe. Da ich zwar ein McCartney-Fan bin, ihn auch schon live erlebt habe, kenne ich aber nicht alle Details seiner Karriere. Dafür bin ich zu breit an der Musikkultur interessiert. Ich habe also viele Neuigkeiten für mich entdeckt und so manche Anekdote gefunden. Eingefleischte Fans, die schon viele Bücher über die Beatles und co. gelesen haben, werden vielleicht weniger Neues erfahren. Trotzdem kann ich das Buch jedem Interessierten von Herzen empfehlen. Selbstverständlich wiederholen sich bei der Vielzahl der Interviews und Gesprächspartner manche Aussagen oder Stellungnahmen, doch das rundet das Bild eher ab und unterstreicht die Bedeutung mancher Geschehnisse, die sonst möglicherweise nebensächlich erscheinen mögen. Für mich als Musikbegeisterter und Sammler sind vor allem immer die einzelnen Musiker und ihre Verknüpfungen zu anderen Künstlern oder Bands interessant. Wer spielte mit wem? Wer produzierte welche Platte? So etwas macht mich neugierig. Und auch über dieses großartige Buch habe ich wieder neue Hörtipps erhalten, die das Buch wunderbar ergänzen. Wer Musik liebt, die Wings und McCartney kennt und schätzt, kann und wird mit diesem Buch nichts falsch machen.

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Der dunkle Gott der Rache

Minnesota von Jo Nesbø

Ein norwegischer Journalist reist nach Amerika, um über ein Jahre zurückliegendes Verbrechen zu schreiben. In Rückblicken wird die Geschichte teilweise aus der Sicht der damals handelnden Personen erzählt. Wer war für die Morde verantwortlich? Was waren die Beweggründe? Das Cover mit dem blutigen Abdruck wird im Laufe des Buches relevant, wobei sich der Leser genau wie die Ermittler scheinbar immer einen Schritt zu langsam bewegt.

Der Täter scheint mit den Polizisten zu spielen, ein raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel, das niemanden zu Atem kommen lässt.

Bei all den Thrillern, die jedes Jahr auf den Markt kommen und sich gefühlt immer wieder die gleichen Geschichten wiederholen, sticht dieser Nesbo wie ein Leuchtturm heraus. Raffiniert erzählt, menschlich nachvollziehbar, spannend bis zum Schluss und mit herrlich unsympathisch-sympathischen Antihelden, liefert Nesbo eines seiner besten Bücher ab. Ich nehme mir diese persönliche Wertung heraus, da ich alle seine Bücher gelesen habe. Es ist faszinierend zu beobachten, wie er die Charaktere psychologisch analysiert und einen schmalen Grat zwischen Zuneigung und Widerwillen erzeugt. Ganz nebenbei schafft er es auch noch, mir einen Beruf so lebhaft zu beschreiben, über den ich mir bisher noch keine wirklichen Gedanken gemacht habe und dessen Ergebnisse ich eher fragend angesehen habe. In diesem Buch ist alles stimmig. Von den Motiven, bis zu den tiefsten Abgründen der menschlichen Seele, die Geschichte wirkt glaubhaft und authentisch. Wer Nesbo kennt, weiß auch, dass seine Bücher nichts für Zartbesaitete sind. Die Grausamkeiten der Ereignisse und deren Folgen für die Akteure lassen den Leser stocken und versucht man, sich in diese Situationen zu versetzen, spürt man hautnah die Verzweiflung, den Hass und die Schwärze, die den Personen innewohnt. Ein tiefgründiger, intelligenter und bewegender Thriller, der weit über einen gewöhnlichen Kriminalfall hinausgeht. Wer bisher kein Nesbo-Fan war, wird es nach diesem Buch sein, vorausgesetzt man mag das Genre.

Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.

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Offene Fragen

Der unsichtbare Elefant von Max A. Edelmann


Ein Anwalt will sich in der Kanzlei das Leben nehmen. Obwohl er sich anders entscheidet, stürzt er ab, als er sich in Sicherheit bringen will. Eine Kollegin wird Zeugin des Vorfalls. Aus diesem tragischen Unglück entspinnt sich eine lange, tiefgehende Suche nach den Gründen. Verschiedene Personen versuchen zu ergründen, was den Mann zu seiner Tat trieb.

Die Kanzlei ist um Schadensbegrenzung bemüht und beauftragt einen ihrer Anwälte, mit den Eltern zu sprechen.
Im Laufe der Geschichte gestaltet sich die Suche nach dem Elefanten im Raum zu einer psychischen Tauchfahrt in die menschliche Seele. Was treibt einen Menschen zum Selbstmord? Und ist es ein Grund oder eine Gemengelage an Erfahrungen und Ereignissen, die teilweise bis weit in den familiären Hintergrund reichen?
Das Buch ist gut geschrieben, liest sich sehr flüssig, auch wenn das Thema gewiss kein einfaches ist. Allerdings verliert sich der Erzähler teilweise in den Nebenschauplätzen und vieles bleibt offen. Der unsichtbare Elefant wird somit je nach Sicht zu einem anderen Stolperstein, der letztendlich den Anwalt aus der Bahn warf. Kann man etwas aus der Geschichte lernen? Auch dies ist schwer zu beantworten, außer dass Selbstnord keine Lösung ist und für die Hinterbliebenen viel Schmerz verursacht. Als Leser hat man es natürlich leicht, zu urteilen. Ja hätte er doch das und das getan oder mit dem geredet. Das Buch lässt viel Raum für Interpretationen und Spekulationen, liefert aber keine wirkliche Antwort. Kann es auch nicht, die Wahrheit hat viele Seiten. Und das Opfer schweigt für immer.

Die ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen unterliegt dem Urheberrecht.

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Eine Hommage

Verbrenn das Negativ von Josh Winning

Die Dreharbeiten zu einem Remake stehen unter keinem guten Stern. Vor vielen Jahren, als das Original des Horrorfilms gedreht wurde, gab es viele Tote, die mit dem Film in Verbindung standen. Die teilweise makabren Todesfälle ähnelten den Todesszenen aus dem Film. Nun, bei der geplanten Neuverfilmung, kommt es ebenfalls zu tödlichen Unglücken.

Die Hauptdarstellerin des damaligen Filmes muss sich der Frage stellen, ob der Film verflucht war und ob sie diesen Fluch brechen kann.

Das Buch ist eine einzige Hommage an die guten alten Zeiten des Horrorfilms. Verwunschene Orte, mysteriöse Tode, Monster, Flüche, Psychoterror oder Besessenheit, alles, was einen Horrorfilm spannend machte, wird in diesem bunten Mix verarbeitet. Der Autor macht aus seiner Vorliebe für das Genre auch keinen Hehl. Das Schema ist allerdings Segen und Fluch zugleich. Denn wer ein eingefleischter Fan ist, wird vieles wieder erkennen, aber auch vieles vorhersehen. Neulinge werden einen wilden Ritt durch die Gefilde des Suspense erleben. Und obwohl natürlich auch Blut eine Rolle spielt, ganz so schlimm, wie der Klappentext vermuten lässt, sind die Gewaltszenen nicht. Auch bei einem wirklich guten Horrorfilm, lässt der Regisseur vieles ungezeigt, das Gehirn des Zuschauers kann sich austoben. Mir hat der Roman gut gefallen, wobei wie gesagt vieles doch vorhersehbar war. Was mir allerdings gar nicht gefallen hat, war die klischeehafte Darstellung eines Brandes. Dass sich Menschen Minuten lang in einem brennenden Haus aufhalten und außer ein wenig Atemnot nichts erleiden, ist auch für einen Horrorroman zu unglaubwürdig. Bei einer solchen Rauchentwicklung, stirbt man nach ein paar Atemzügen an Rauchvergiftung. Genauso unlogisch ist, dass man sich in höhere Bereiche flüchtet und dort besser atmen kann. Rauch steigt nach oben. Abgesehen davon, man verzeihe mir den kleinen Spoiler, ist das Buch gute, aber vom Spannungsfaktor nicht überragende Horrorkost.

Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.

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Der Weg der Kaninchen

Wie die Karnickel von Jasper Fforde

Vor vielen Jahren gab es ein merkwürdiges Ereignis. Einige Tiere wurden vermenschlicht, im buchstäblichen Sinne. Kaninchen, auch einige Füchse und Wiesel, hatten plötzlich die Größe von Menschen. Aus dieser Situation entstand ein mehr oder minder friedliches Zusammenleben. Doch wie es so ist mit Fremdartigem, sind immer mehr Menschen skeptisch, wenn nicht sogar feindselig.

Es muss eine Lösung her. Und wie auch im richtigen Leben gibt es Politiker, die sich diesen Umstand zu nutzen machen. Das Drama nimmt seinen Lauf.

Was sich nach einer skurrilen Geschichte ala Monty Python oder Terry Pratchett anhört, entpuppt sich als moderne Fabel, gespickt mit viel englischem Humor und kurioser Einfälle. Das liest sich nicht nur sehr kurzweilig, sondern hält uns auch auf raffinierte Weise den Spiegel vor. Die Analogie zu unserer Gesellschaft und dem Umgang mit fremden Kulturen ist offensichtlich. Was nicht unseren Konventionen entspricht, muss entweder angepasst oder vertrieben werden. Bei längerem Nachdenken bleibt so manches Schmunzeln fragwürdig. Sind wir so verschieden von den handelnden Menschen im Buch? Wann endet unsere Toleranz und Offenheit? Oder entsteht unsere Angst vor dem Fremden aus der eigenen Unfähigkeit, andere Meinungen und Lebensweisen zu akzeptieren? Das Buch ist beste britische Unterhaltung mit vielen Anspielungen auf Kunst und Popkultur. Es macht großen Spaß, all die Anspielungen auf Filme und Serien zu entdecken. Ein modernes, witziges, intelligentes Märchen mit tiefgründigem Sinn, ummantelt mit jeder Menge Sprachwitz und Schabernack. Ein gefundenes Fressen, räusper, für Freunde des schwarzen Humors und fantastischen Geschichten.

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Werdegang eines Sängers

Before I met Supergirl von Rea Garvey

Das gut und unterhaltsam geschriebene Buch gewährt dem Leser einen tiefen, persönlichen und bewegenden Einblick in das Leben des Künstlers, bevor er mit Supergirl so richtig bekannt wurde. Die Autobiografie endet also kurz vor dem Jahre 2000. Man erfährt viel über die irische Lebensweise, die große Familie des Sängers und seine Entwicklung vom ziellosen Jungen zum erfolgreichen Star.

Was mir neben der wunderbaren Erzählkunst des Musikers besonders gut am Buch gefiel, war das verzichten auf Liebesgeschichten. Garvey fokussiert sich auf seine Entwicklung mit den Anfängen als Sohn eines Polizisten, seiner Liebe zur Musik und all den Schritten, die in schließlich in die Charts führten. Er spricht offen über seine Gefühle, beschönigt nichts und nimmt den Leser somit ganz nah mit an seine irischen Wurzeln und lässt seinen persönlichen Dämonen genug Freiraum, sich zu zeigen. Ein ehrliches Buch, das auch den Lesern gefallen wird, die kein eingefleischter Fan sind. Wer sich mit der Musik näher befassen will, findet im Buch einen QRCode, um die dazugehörende Playlist genießen zu können.
Was mich etwas irritiert hat, war die Einleitung, die nicht übersetzt wurde. Genauso wie die Danksagung. Ob dies nun den persönlichen Eindruck vertiefen soll, oder einfach nur übersehen wurde, kann ich nicht beurteilen. Ich hätte das Buch auch gerne in englisch gelesen, aber die Übersetzung ist ausgezeichnet.
Obwohl es schon die 2. Auflage des Buches ist, sind immer noch kleinere Fehler enthalten. Auf Seite 177 steht „ Er konnte kein Ton halten“, richtig sollte es heißen „er konnte keinen Ton halten“. Auf Seite 181 steht „Tische, auf die ich tanzte“, statt „Tische, auf denen ich tanzte“. Und auf Seite 249 endet ein Satz mit einem Komma, die Zeile endet leer in der Mitte. Fehlt dort ein Halbsatz oder endet der Satz mit dem Komma?
Meiner Meinung nach willkürlich und an den entsprechenden Stellen unpassend eingefügt sind Ogham-Zeichen, eine irische Schriftsprache. Hätte man diese zum Beispiel mit den Kapitelüberschriften oder stattdessen eingefügt, wäre das für mich sinnvoller gewesen.
Fazit: eine gelungene Autobiografie und eine unterhaltsame Reise in die jungen Jahre des Rea Garvey.

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Der Mensch bleibt Mensch

Durchblick Künstliche Intelligenz von Brian Clegg

Wie auf dem leuchtenden Cover des Sachbuches zu lesen ist, richtet sich diese Lektüre an all jene Menschen, die von KI noch nicht allzu viel wissen oder sich einfach einlesen wollen. Auch das Innenleben des Buches ist bunt gehalten. Weiße Seiten wechseln sich mit blauen, gelben und orangen ab.

Auf diese Form der Gliederung hätte ich gut verzichten können, da ich vor allem bei weniger Licht auf dem orangen Hintergrund Leseprobleme habe. Ein durchgehendes Weiß hätte genügt, auch wären vermutlich die Produktionskosten geringer gewesen. Zudem sind reinweiße Seiten umweltschonender in der Herstellung.
Zu Beginn jedes Kapitels wird mit Hilfe von Flussdiagrammen versucht, die kommenden Begriffe kurz anzukündigen. Diese Übersichten wirken aber eher umstrukturiert und sorgen auf keinen Fall für mehr Verständnis. Diese Seitenfüller hätte man sich besser gespart und die freiwerdenden Seiten für genauere oder tiefer gehende Erklärungen genutzt. Einfache Erklärungen für ein möglichst breites Publikum sind in Ordnung, aber teilweise fehlt eine genauere Erklärung. Zumindest gibt es für Interessierte am Ende des Buches eine Seite mit Quellen und weiterführenden links. Das Buch behandelt durchaus die meisten Aspekte der KI. Aber der enorme Energieverbrauch und die Kritiker kommen zu wenig ins Spiel. Gerade was die Gefahren der KI betrifft, bleibt das Buch recht oberflächlich. Gerade im Bereich der Kriegsführung ist die Wirtschaft leider schon deutlich weiter, als es das Kapitel im Buch vermittelt. Gesichtserkennung und gezielte Tötung sind leider kein Zukunftsszenario. Das Thema Spiegelmoleküle wird nicht erwähnt. Spiegelbakterien könnten mit KI deutlich leichter erzeugt werden, mit unvorhersehbaren Folgen. Gleiches gilt für B- und C-Waffen. Was ist mit tausenden Büchern und Songs, die das Internet fluten und alle KI-generiert sind? Oder unzählige Schauspieler, Sprecher, Autoren, die um ihren Job bangen? Vieles bleibt unerwähnt oder nur angerissen.
Das Buch darf man als Einsteigerbuch sehen, das einen groben Überblick vermittelt, mehr nicht. Mehr als ein umrissener Überblick bleibt nicht übrig, vieles davon wird aus anderen Medien bekannt sein. Zum Schluss noch ein persönliches Fazit. Meiner Meinung nach ist KI nicht auf dem Wege, den Menschen zu ersetzen. Dafür fehlt Bewusstsein, Moral, Gewissen oder nennen wir es Seele. Aber genau darin liegt die Gefahr. Ein System, das einzig zweckgebunden agiert, kann frei der oben genannten Attribute zu einer Bedrohung werden. Leider gibt es genügend Mächte und Gruppierungen, die in eigenem Interesse, quasi ohne Rücksicht auf internationale Gesetze oder Menschenrechte KI einsetzen. Der Mensch bleibt Mensch. Das ist die Hoffnung und Sorge zugleich. Solange wir uns unsere Menschlichkeit bewahren und unsere Werte verteidigen, bleibt KI ein nützliches Instrument. Leider ist aber auch Teil unserer Menschlichkeit, dass wir die Technik nutzen, um Vorteile zu erlangen. Davor werden uns auch keine Gesetze schützen. Die Büchse der Pandora ist offen.

Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen unterliegt dem Urheberrecht.

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