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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Dragon:

Zwischen Liebe und Gefahr

If Books Could Kill von Kate Eberle

„If Books Could Kill“ von Kate Eberle ist eine verspielt gemischte Thromance, die vielversprechend klingt, aber in der Umsetzung nicht ganz hält, was der Grundgedanke verspricht. Die Idee, dass Roxie sich unbedacht wünscht, ein Charakter aus einem Buch ihrer Lieblingsautorin zu sein, und dieser Wunsch plötzlich Realität wird – nur um sie in einen Serienkiller-Köder zu verwandeln – bietet ein starkes Fundament.

Fantasie trifft Gefahr, und das erzeugt sofort Spannung. An ihrer Seite ist der durch Zufall in diesen Schlamassel geratene schüchterne Grant, der trotz Flucht und Todesgefahr bei Roxie auch für Herzklopfen sorgt.

Die Geschichte entwickelt sich zu Beginn ziemlich rasch und man ist schon bald mittendrin im eigentlichen Roman-Geschehen des Wunsches von Roxie. Danach beginnt aber auch schon das große Manko, denn so flott, wie das Buch begonnen hat, so zäh plätschert es dann aber auch erst mal dahin. Mich konnte die Thriller-Seite leider nicht wirklich packen, da sie meiner Meinung nach zu flach bleibt.

Generell gefällt mir aber die Idee eines Mixes aus Romance und Thriller, doch leider bleibt das Ergebnis hinter meinen Erwartungen zurück. An den Figuren und dem Schreibstil liegt es nicht, denn Kate Eberle schreibt flott, witzig und wartet mit pointierten Dialogen auf. Roxie und Grant mag ich recht gerne, da ihre unterschiedlichen Charaktere für eine humorvolle Dynamik sorgen. Mir ist der Handlungsstrang allerdings zu unruhig, teilweise vorhersehbar und manchmal auch recht unglaubwürdig. Das sorgte bei mir leider dafür, dass ich nicht voll und ganz in die Geschichte eintauchen konnte und deshalb nur eine vorsichtige Empfehlung dafür aussprechen möchte. Einen spannenden Thriller, der unter die Haut geht oder für Nervenkitzel sorgt, darf man hier nicht erwarten. Wer sich jedoch als Feierabend- oder Urlaubslektüre mit Roxie und Grant in ein Buch begeben möchte, kann sich auf eine außergewöhnliche Story mit Genremix und unterhaltsame Lesestunden freuen.

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Inselglitzer und Sommergefühle

Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück von Mia Andersen

Der erste Band der neuen Reihe entführt mich sofort in den Sommer, der greifbar warm auf der Haut liegt und das Herz ein wenig schneller schlagen lässt. Die Zwillingsschwestern Lene und Elsa, die ihren Eltern gerne in der Inselpension helfen, sind mitten im Zentrum all dessen, was junge Lesende gerne haben, wie authentische Sorgen, viel Herz und eine Freundesbande, die sich wie eine vertraute Clique anfühlt.

Der Einstieg gelingt mit einer Leichtigkeit, die sich sofort wie eine warme Umarmung anfühlt, denn man ist sofort Teil der Gemeinschaft aus Freundschaft, Unterstützung und den kleinen, aber feinen Alltagsfreuden, die das Teenagerleben so besonders machen.

Die Sommerferien beginnen gerade und mit ihnen bei Lene auch das erste Herzflattern und die erste Verliebtheit, die noch etwas unbeholfen, aber so echt ist. Die Eifersüchteleien auf jedes Mädchen, das Mats gerne mögen könnte, sorgt schon hier und da mal für Kummer bei Elsas Schwester oder die ein oder andere peinliche Situation. Mit viel Humor, Insel- und Sommerfeeling schafft Autorin Mia Andersen einen Wohlfühlroman für junge Lesende und legt das Feeling des Sommers wunderbar in jede Seite, sodass man fast die Meeresluft schmecken, die Sonnenmilch riechen und knisternde Ferienspannung spüren kann. Dafür sorgen unter anderem auch die wundervollen farbigen Illustrationen, die zusammen mit dem schönen Farbschnitt und dem in Pastelltönen gehaltenen Buchcover das Buch zu einem rundum gelungenen Band machen.

Der Insel gibt die Autorin ihren eigenen Charakter und skizziert sie warmherzig, ein wenig eigenwillig, aber genau als den Ort, an dem Freundschaften wachsen und aus ersten Verirrungen echte Bindungen werden.

Besonders gelungen finde ich die Charaktere. Das besondere Band zwischen den Zwillingsschwestern ist spürbar und sehr authentisch mit all den Träumen, kleinen Ängsten und Unsicherheiten. Die Freundesclique wirkt ehrlich und sympathisch, denn niemand ist perfekt, alle haben Ecken und Kanten, und genau das macht sie so glaubwürdig. Die Lebensnähe der Sorgen der Teenies lässt sich leicht nachvollziehen und finde ich besonders für die Zielgruppe ab etwa 10 Jahren sehr wichtig.

Die DIY-Seiten im Anhang sind noch einmal etwas Besonderes und ich bin schon gespannt, was es dazu in den anderen Folgebänden geben wird, denn jeder wird von einer der Freundinnen handeln. Die kleine Leseprobe am Ende macht schon Lust auf das nächste nähere Kennenlernen mit einer der Mädchen. Deshalb kann ich nur sagen, dass dies ein erster wundervoller Band der neuen Reihe ist, der Sommerfeeling, authentische Teenager-Erlebnisse und eine sympathische Freundesclique stimmig miteinander verbindet. Wer eine leichte, bezaubernde Sommergeschichte mit Tiefgang im Teenageralter sucht, wird hier perfekt bedient. Leseempfehlung absolut und perfekt für entspannte Lesestunden am Strand, im Garten oder auf dem Balkon, mit dem Potenzial, sich zu einer absoluten Lieblings-Reihe zu entwickeln.

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Wer zieht hier die Fäden?

Die Queen von Mayfair von Alex Hay

Der Roman „Die Queen von Mayfair“ spielt im viktorianischen London und knüpft an „Mayfair House“ an. Ohne den Vorgängerroman zu kennen, lässt er sich auch ohne Vorkenntnisse gut lesen und verstehen: Quinn treibt ein Spiel mit der High Society, denn sie will sich einen lukrativen Junggesellen angeln.

Dabei schlüpft sie gekonnt in eine Rolle. Sie ist die Königin eines Spiels, das sie selbst perfekt beherrscht. Nach klaren Regeln läuft ihr Plan ab, die Schlinge zieht sich enger um die Beute. Was sie jedoch nicht ahnt, ist, dass nicht nur sie ein Spiel spielt. Die Macht der Intrigen zieht mehrere Fäden, und jeder, der sich auf das Netz einlässt, wird selbst Teil des Spiels.

Mir persönlich gefallen besonders die Charaktere, da sie scharf gezeichnet sind: interessante Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, Geheimnissen und spannenden Familienhintergründen. Niemand bleibt blass; alle wirken lebendig und fesselnd. Wie die Tage des Spiels fortschreiten, so lernt der Lesende auch die Figuren näher kennen, erfährt deren Hintergründe und Beweggründe und erlebt als außenstehender Betrachter, wie sich die Fäden der Geschichte durch die Beziehungen der Figuren miteinander verweben.

Die Story baut sich logisch und stetig auf, tagtäglich mit der Auflistung der einzelnen Tage. Sie treibt zielstrebig auf den Höhepunkt zu. Mit jedem Einblick in das Leben der Protagonisten gewinnt der Lesende einen leichten Vorteil gegenüber den Figuren und kennt schon Details, die ihnen noch verborgen sind. Doch dieser Wissensvorsprung sorgt gerade dafür, dass die Spannung bleibt. Man wird so tief ins Intrigennetz gezogen, dass das Buch sich zu einem echten Pageturner entwickelt.

Alex Hay gelingt es, die viktorianische Atmosphäre greifbar zu machen, Rauch, Prosa, feine Spitze und der Geruch von Macht. Die Erzählung ist in angenehmem Schreibstil gehalten, lässt sich flüssig verfolgen, doch manchmal aufgrund der unvorhergesehenen und plötzlichen Wendungen ein wenig zu sprunghaft. Alles in allem ist der Roman jedoch sehr unterhaltsam und der einzige echte Kritikpunkt für mich ist das Ende, das mich eher unbefriedigt zurück lässt. Gefallen hat mir aber, wie aus den einzelnen Geheimnissen und den Beziehungen der Figuren ein dichtes Netz aus Spannung entsteht, das sich Kapitel für Kapitel enger zieht.

So lässt sich sagen, dass „Die Queen von Mayfair“ ein starkes Nachfolgewerk ist, das auch ohne Vorkenntnisse aus „Mayfair House“ gut zu lesen ist. Es bietet lebendige Figuren, eine durchdachte, schrittweise erzählte Handlung und eine düstere Faszination für Machtspiele in einer glitzernden, gefährlichen Welt. Wer Intrigen, feine psychologische Spannung und viktorianische Atmosphäre mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Empfohlen für Lesende, die clevere, scharfsinnige Charaktere mögen, bei denen jedes Wort sitzt und jeder Blick eine Absicht verrät.

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Gefühle im Bauch schafft Federn

Hilfe, zu viele Zaubereulen! von Mars-Leo Frei

Dass Zoas Großmutter nach Griechenland zieht, ist für das Mädchen nur schwer zu ertragen. Sie ist sogar regelrecht wütend auf die Oma, die ihr aber ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk überreicht, das in Zoas Alltag noch für eine Menge Chaos, starke Gefühle und tierische Abenteuer sorgen soll.

Mit der neuen witzigen, fantasievollen Reihe von Mars-Leo Frei ist ihm für die Altersgruppe ab etwa 8 Jahren ein tolles Leseabenteuer gelungen, das immer wieder für Spannung und Witz sorgt, aber auch einen lehrreichen, ernsten Hintergrund hat. Mit der leichten, verständlichen Sprache ist es perfekt für kleine Selbstleser und die tollen detailreichen Illustrationen von Daniela Kohl sind wieder einmal im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaft! Apropos Zauber: Ich mag die Mischung aus Realität und Fantasie und denke, dass das genau das Richtige für diese Altersgruppe ist. Die Figuren sind sympathisch und wirken echt, so dass sich jeder mit dem ein oder anderen identifizieren kann, denn ich finde es besonders gelungen, dass der Autor gleich zu Beginn hervorhebt, wie normal es ist, total verschieden zu sein.

Trotz ernsteren Themen wie Ausgrenzung, negativen Gefühlen anderen gegenüber und Überforderung mit neuen Situationen kommt der Humor definitiv nicht zu kurz, was schon an den lustigen Namen der Orte und Personen liegt, die einen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Besonders gefallen hat mir die Auflösung des Konflikts am Ende des Buches, der nachvollziehbar, glaubhaft und originell war, sodass er auch für Kinder geeignet war. Insgesamt wirklich ein schöner Band über Freundschaft und Gefühle mit viel Fantasie und Humor. Die kurze Leseprobe des neuen Bands am Ende des Buches lässt auf ein neues spannendes Abenteuer ganz im Stil dieses Auftakts hoffen.

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Hinter dem perfekten Schein

Yesteryear von Caro Claire Burke

Als ich die ersten Seiten von Yesteryear umblätterte, fühlte ich mich wie vor einer glänzenden Glasvitrine. Alles wirkt perfekt: die Farm mit Tieren, der Mann an ihrer Seite, die lachenden Kinder, das makellose Performen vor der Kamera, wenn Natalie Heller Mills ein neues Rezept aufnimmt. Und doch spürt man von Anfang an, dass hier mehr ist als ein Instagram-Feed, der in Echtzeit erzählt.

Es ist eine Geschichte, die hinter dem Vorhang lauert.

Die Autorin Caro Claire Burke führt uns behutsam durch drei Handlungsebenen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In der Vergangenheit zeichnet sich ein Muster ab, das viele kennen. Der Traum von einem stabilen, anerkannten Leben, der Druck, Erwartungen zu erfüllen, die sich wie eine zweite Haut anfühlen. Natalie versucht, alles zu managen, Familie, Karriere, Ansehen und doch schimmert darunter eine Ungeduld, eine stille Überforderung, die selten laut wird, aber ständig arbeitet. Diese Rückblenden sind kein nostalgischer Rückblick, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme der Erschöpfung, die sich hinter dem perfekten Bild verbirgt.

Mit wachsender Followerzahl steht Natalie mitten im Blickfeld der Öffentlichkeit. Die Farm, die Social-Media-Perfektion, die scheinbar mühelose Organisation des Haushalts; all das wird zu einem Spiegel, dessen Glas längst Risse zeigt. Die Autorin scheut sich nicht davor, die inneren Monologe zu platzieren, die oft unausgesprochen bleiben: Zweifel an der eigenen Rolle als Mutter, Angst vor dem Verlust von Individualität im Druck des Familien-Images, das ständige Pendeln zwischen Selbstwertgefühl und dem Gefühl, doch nur eine Darstellerin zu sein.

Die Zukunftsperspektive zeigt, wohin das dauerhafte Spiel mit Identität führen könnte, wenn man sich zu sehr an das Bild bindet, das andere von einem haben wollen. Was Yesteryear meiner Meinung nach besonders stark macht, ist die Schonungslosigkeit, mit der die Autorin innere Konflikte, Ängste und Spannungen schildert, ohne in Klischees zu verfallen. Es gibt keine simplen Lösungen, nur ehrliche, manchmal schmerzliche Schritte in Richtung Selbstakzeptanz und echter Kommunikation.

Yesteryear ist kein schillernder Enthüllungsskandal, sondern eine ehrliche, manchmal schonungslos offene Auseinandersetzung mit dem Druck, als Frau, Ehefrau und Mutter in der digitalen Ära Perfektion zu spielen. Wer bereit ist, sich auf eine vielschichtige Erzählung einzulassen, wird berührt von der Menschlichkeit, die hinter dem Social-Media-Lichtschein liegt. Eine eindringliche Lektüre, die lange nachhallt und mich wirklich mitreißen konnte.

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Zwischen den Zeilen einer Freundschaft

Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse von Kim Tomsic; Mark Parisi

In fremden Tagebüchern lesen gehört sich einfach nicht! Das wissen wohl Charli (Charlotte) und ihr bester Freund Alex am allerbesten, nachdem sie in ein wahres Chaos der Gefühle und Missverständnisse schlittern, denn die 5. Klasse verändert so einiges und Gerüchten zufolge verändert man sich in der Fünften – das sagen alle!

Und obwohl man nicht die Nase in fremde Tagebücher stecken sollte, ist genau dies dem Lesenden hier erlaubt! Man erhält exklusive Einblicke über das jeweilige Tagesgeschehen aus der Sicht von Charli und parallel seinem Eintrag in das eigene Tagebuch bei Alex.

Ich muss sagen, dass ich mich auch als Erwachsener sehr gut unterhalten und abgeholt gefühlt habe, denn dem Autoren-/Illustrationsteam Tomsic/Parisi gelingt hier ein absolut überzeugendes Buch, das das Gefühlsleben von frisch gebackenen Fünftklässlern beleuchtet und authentisch und mitreißend darstellt. An die eigene Jugendzeit erinnert, kommt mir dabei so einiges bekannt vor.

Ich mag besonders, wie die Tagebucheinträge von Charli und Alex sich sowohl im Textstil als auch inhaltlich unterscheiden und verschiedene Situationen aus der jeweiligen Sicht zeigen. Die comicartigen Illustrationen passen perfekt dazu und vermitteln einen glaubwürdigen Tagebucheintrag. Für die junge Zielgruppe ab etwa 10 Jahren dürfte das Thema ideal passen, weil sich viele darin wiederfinden können, wenn man gerade für jemanden zu schwärmen beginnt. Die unterhaltsamen Texte sind wirklich kurzweilig, witzig und altersgerecht. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es den ein oder anderen dazu animieren könnte, selbst mit dem Tagebuchschreiben zu beginnen. Mit ihren liebenswerten Charakteren hat Kim Tomsic bei mir voll ins Schwarze getroffen und ich kann das Buch jedem empfehlen, der einen unterhaltsamen Comicroman über Freundschaft und Vertrauen mit viel Humor sucht.

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Vollgas der Gefühle

Chasing Hearts von Grace Newman

Der Roman von Grace Newman ist eine Formel-1-Romance mit Rivals-to-Lovers im Fahrersitz und ehrlich gesagt genau das, was ich nach einem langen Tag lesen wollte. Zu PR-Zwecken werden aus Georgia und Luca ein Liebespaar, was erst mal problematisch ist, da die beiden Rivalen sind und sich nicht ausstehen können.

Doch dann kommt es, wie es kommen muss und die beiden kommen sich (unfreiwillig) näher.

Die Geschichte rast so flüssig dahin, dass man kaum merkt, wie die Seiten wegflutschen. Die Perspektiven wechseln bewusst zwischen den Hauptcharakteren, was Spaß macht und so auch tiefere Einblicke in ihre Gefühlswelt erlaubt. Was diese Liebesgeschichte besonders macht, ist der prickelnde Funke zwischen den Rivalen. Es duftet nach Spannung, nach Neckereien am Rand der Rennstrecke, nach Konkurrenzkampf und gleichzeitiger Abneigung wie Anziehung, also typisch spicy, aber nicht überladen. Die chemische Spannung kommt klar rüber, ohne ins Kitschige abzudriften. Zwischendurch bleibt der Ton locker, witzig, mit ein paar frechen Dialogen, die ein Grinsen aufs Gesicht zaubern.

Ab und zu merkt man dem Buch allerdings an, dass der Tiefgang manchmal auf der Strecke bleibt. Es fehlt dort ein wenig an anspruchsvollem Inhalt und mehr gravierender Charaktertiefe, mehr Gründe, warum die Figuren so handeln, wie sie handeln. Trotzdem bleibt die Lektüre unterhaltsam und macht einfach Spaß. Die Einblicke hinter die Kulissen der Formel 1 wirken frisch und interessant: Man erhält Einblicke in den Druck, der auf den Fahrern und Teams lastet, die Abläufe vor und während eines Rennens und natürlich auch den Pressekonferenzen und Medien. Deswegen kann man verstehen, warum manche Momente in der Boxengasse so brisant sind. Das gibt der Geschichte einen authentischen Kick, der über das übliche Liebesgeplänkel hinausgeht.

Was die Gefühlswelt der Protagonisten angeht, gelingt dem Buch ein glaubwürdiger Blick auf Ambitionen, Loyalität, Unsicherheit und den Druck, der hinter jeder Kurve lauert. Man erlebt Höhen- und Tiefenmomente mit ohne sich in endlosen inneren Monologen zu verlieren. Nicht jeder literarische Anspruch wird erfüllt, aber das braucht es hier auch nicht: Die Geschichte bleibt bodenständig, direkt und gut zu lesen.

Wer also eine flotte, sexy Rennbahn-Romance sucht, die gut unterhält, spannende Einblicke in das Formel-1-Leben gibt und mit sympathischen Figuren aufwartet, der wird mit diesem Buch fündig. Tiefgang-Manko hin oder her, es macht einfach Spaß, sich von der Geschwindigkeit mitreißen zu lassen. Eine solide, kurzweilige Lektüre ohne großen literarischen Ehrgeiz, aber unterhaltsam, spicy, flüssig.

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Von Knochen bis zu Geschichte

Der rätselhafte Verwandte aus der Eiszeit von Silke Vry

Die Sachbuchreihe „Dusty Diggers“ vermittelt spannend und unterhaltsam geschichtliches Wissen für Kinder ab etwa 8 Jahren. Dabei ist der Band „Das Geheimnis vom Neandertaler“ schon der 7. der Reihe. Ohne die Vorgänger zu kennen, konnte ich dem eigenständigen Band gut folgen, der dich um die Entdeckung des Menschen aus der Urzeit dreht.

Der Lesende wird dabei von 2 Kindern der Neuzeit begleitet, mit denen er die geschichtlichen Ereignisse erlebt, entdeckt und verfolgt. Der Begleittext ist als Story verfasst, sodass hier nicht langweiliges und trockenes Wissen vermittelt wird, sondern so aufbereitet ist, dass auch schon jüngere Lesende und Zuhörende gut folgen und verstehen können und gerne am Ball bleiben, um mitzuerleben, wie es weiter geht. Die einzelnen Personen, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen und historisch belegt sind, werden namentlich vorgestellt und am Ende des Bandes gibt es ein sogenanntes Schatzsucher-Handbuch, in dem schwierige Begriffe erklärt werden.

Die Illustrationen finde ich sehr kindgerecht, teilweise witzig und sehr verständlich dargestellt. Besonders spannend fand ich auch als Erwachsener die Hintergründe zum Neandertaler, von dem man meist nur so eine vage allgemeine Vorstellung hat. Von Grund auf wird erklärt, wie die damalige Suche 1856 nach dem begehrten Kalk zur Herstellung von Eisenbahnschienen zum sensationellen Fund des Neandertalers führte und dass es nicht nur Befürworter der Theorie unseres Vorfahren gab, sondern auch Gegner. Bis in unsere heutige Zeit hinein gibt es viele spannende Berufe, wie z. B. den des Modellierers zur Herstellung von Exponaten in Ausstellungen und Museum, die sich immer noch mit dem Neandertaler befassen. Was die Forschung bisher über diesen herausgefunden hat, ist spannend. Der Lesende erfährt, wie der Neandertaler gelebt und gejagt hat und wie sein Sozialleben war.

Nach dieser tollen geschichtlichen Wissensvermittlung schaut man sich beim nächsten Museumsbesuch den Neandertaler vielleicht mit anderen Augen an. Definitiv auch für Erwachsene eine interessante Buchreihe.

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Auf dem Weg zur Identität

How It All Ends von Emma Hunsinger

Tara ist auf der Middle School und noch so richtig und gerne Kind. Sie spielt mit ihrem kleinen Bruder, hat phantasievolle und lustige Tagträume, in denen sie die Heldin in allen möglichen Situationen ist und ihre beste Freundin ist die 22 Monate alter Schwester Isla. Tara führt ein Leben, in dem sie gut zurechtkommt, immer mal wieder Zeit zum Spielen hat und gut in der Schule ist.

Als sie eines Tages jedoch die Mitteilung bekommt, dass sie die 8. Klasse zusammen mit 2 anderen Mitschülern aufgrund ihrer guten Leistungen überspringen darf und sofort nach dem Sommer auf die Highschool wechselt, wird sie in eine völlig andere Welt katapultiert, in der sie sich schwer einfügen kann.

Die Umsetzung der Story ist meiner Meinung nach gut gelungen. Besonders gefällt mir, dass die Graphic Novel in 2 verschiedenen Farben gehalten ist, was auch schon auf dem Cover angedeutet wird. So kann man gut zwischen der Realität und Taras Gedanken unterscheiden. Der Illustrationsstil ist jetzt nicht so meins, denn ich finde ihn teilweise zu hart, „eckig“ und sehr vereinfacht, wodurch sich bei mir beim Lesen keine so rechte Verbindung zur Story einstellen mag. Allerdings finde ich die Darstellung von Taras bisherigem behüteten Leben auf der Middle School und den auf sie einprallenden, erst mal schockierenden Gegebenheiten an der Highschool sehr glaubwürdig dargestellt, Mir gefällt, dass immer wieder Taras Gedanken und Gefühlsleben thematisiert werden und in welch innerem Zwiespalt sie sich befindet. Man kann auch schön miterleben, wie nicht nur sie langsam reifer wird, sondern auch die Schwester, die ihr bisher immer eine große Vertraute und Stütze war und jetzt aber auch zunehmend ins eigene Leben startet.

Das Buch handelt davon, wie Tara zu sich selbst findet und langsam herausfindet, wer sie ist. Ein klassischer Coming-of-age-Roman, der sich für die Altersgruppe ab etwa 10 Jahren genau richtig anfühlt und mit Tara eine Hauptprotagonistin hat, mit der man sich identifizieren kann. Die Graphic Novel halte ich nicht nur für (angehende) Teenager interessant, sondern auch für Eltern, um ihre Kids ein bisschen besser in dieser schwierigen Zeit des Erwachsenwerdens zu verstehen.

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Inspirierender Ratgeber voller wertvoller Impulse

Der Rikscha-Fahrer, der dir das Glück zeigt von Biyon Kattilathu

Rikscha-Fahrer Rahul nimmt in seinem gelben Tuk-Tuk-Taxi die verschiedensten Leute mit und schenkt jedem am Ende der Fahrt nicht nur einen materiellen Gegenstand aus seinem kleinen Koffer, sondern oft so viel mehr durch seine klugen Gespräche mit weisen Gedanken.
Die ganze Aufmachung des Buches entspricht dem oft gebrauchten Wort „Wohlfühlbuch“.

Und genau das ist es tatsächlich. Die fröhlichen, lebendigen Farben, die treffenden wundervollen Illustrationen, die Gestaltung und allem voran die Texte, die genau ins Herz treffen, geben einem von der ersten Seite bis zur letzten ein Gefühl der Ruhe, der Erkenntnis und des Verstandenwerdens.

Autor Biyon Kattilathu zeigt mit seinen kleinen Geschichten und Vergleichen treffend auf, was wir oft im Leben vergessen. Da tut es gut, daran erinnert zu werden, wie wertvoll und schön das Leben in unserer hektischen, neidischen und lauten Gesellschaft ist, in der man sich selbst manchmal im Wege steht. Kattilathu holt einen ganz sanft mit seiner Geschichten-Rikscha ab, lässt einen zur Ruhe kommen und einem wieder Dinge bewusstwerden, die man schon vergessen glaubte. Er gibt einem gute Ratschläge, um sein Leben schöner und erfüllter zu gestalten und tut dies mit doch ganz einfachen Mitteln. Ich habe beim Lesen gemerkt, wie viel Leidenschaft und Liebe in diesem Buch steckt. Rahul kann man einfach nur vom ersten Moment an gern haben, als er uns in seiner Rikscha begrüßt. Die Fahrt mit ihm durch seine Geschichten waren für mich oft Erkenntnis. Ohne beeinflussen oder ermahnen zu wollen, schenkt der Autor dem Lesenden Mut, Zuversicht, Glück und Dankbarkeit.

Dieser Ratgeber zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll kleine Veränderungen und neue Denkanstöße sein können. Mit seinen verständlichen Erklärungen und alltagstauglichen Tipps lädt er dazu ein, das Gelesene direkt umzusetzen. Ein rundum gelungener Begleiter, den ich allen empfehlen kann, die sich weiterentwickeln und neue Inspiration finden möchten.

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