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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Dragon:

Auf dem Weg zur Identität

How It All Ends von Emma Hunsinger

Tara ist auf der Middle School und noch so richtig und gerne Kind. Sie spielt mit ihrem kleinen Bruder, hat phantasievolle und lustige Tagträume, in denen sie die Heldin in allen möglichen Situationen ist und ihre beste Freundin ist die 22 Monate alter Schwester Isla. Tara führt ein Leben, in dem sie gut zurechtkommt, immer mal wieder Zeit zum Spielen hat und gut in der Schule ist.

Als sie eines Tages jedoch die Mitteilung bekommt, dass sie die 8. Klasse zusammen mit 2 anderen Mitschülern aufgrund ihrer guten Leistungen überspringen darf und sofort nach dem Sommer auf die Highschool wechselt, wird sie in eine völlig andere Welt katapultiert, in der sie sich schwer einfügen kann.

Die Umsetzung der Story ist meiner Meinung nach gut gelungen. Besonders gefällt mir, dass die Graphic Novel in 2 verschiedenen Farben gehalten ist, was auch schon auf dem Cover angedeutet wird. So kann man gut zwischen der Realität und Taras Gedanken unterscheiden. Der Illustrationsstil ist jetzt nicht so meins, denn ich finde ihn teilweise zu hart, „eckig“ und sehr vereinfacht, wodurch sich bei mir beim Lesen keine so rechte Verbindung zur Story einstellen mag. Allerdings finde ich die Darstellung von Taras bisherigem behüteten Leben auf der Middle School und den auf sie einprallenden, erst mal schockierenden Gegebenheiten an der Highschool sehr glaubwürdig dargestellt, Mir gefällt, dass immer wieder Taras Gedanken und Gefühlsleben thematisiert werden und in welch innerem Zwiespalt sie sich befindet. Man kann auch schön miterleben, wie nicht nur sie langsam reifer wird, sondern auch die Schwester, die ihr bisher immer eine große Vertraute und Stütze war und jetzt aber auch zunehmend ins eigene Leben startet.

Das Buch handelt davon, wie Tara zu sich selbst findet und langsam herausfindet, wer sie ist. Ein klassischer Coming-of-age-Roman, der sich für die Altersgruppe ab etwa 10 Jahren genau richtig anfühlt und mit Tara eine Hauptprotagonistin hat, mit der man sich identifizieren kann. Die Graphic Novel halte ich nicht nur für (angehende) Teenager interessant, sondern auch für Eltern, um ihre Kids ein bisschen besser in dieser schwierigen Zeit des Erwachsenwerdens zu verstehen.

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Inspirierender Ratgeber voller wertvoller Impulse

Der Rikscha-Fahrer, der dir das Glück zeigt von Biyon Kattilathu

Rikscha-Fahrer Rahul nimmt in seinem gelben Tuk-Tuk-Taxi die verschiedensten Leute mit und schenkt jedem am Ende der Fahrt nicht nur einen materiellen Gegenstand aus seinem kleinen Koffer, sondern oft so viel mehr durch seine klugen Gespräche mit weisen Gedanken.
Die ganze Aufmachung des Buches entspricht dem oft gebrauchten Wort „Wohlfühlbuch“.

Und genau das ist es tatsächlich. Die fröhlichen, lebendigen Farben, die treffenden wundervollen Illustrationen, die Gestaltung und allem voran die Texte, die genau ins Herz treffen, geben einem von der ersten Seite bis zur letzten ein Gefühl der Ruhe, der Erkenntnis und des Verstandenwerdens.

Autor Biyon Kattilathu zeigt mit seinen kleinen Geschichten und Vergleichen treffend auf, was wir oft im Leben vergessen. Da tut es gut, daran erinnert zu werden, wie wertvoll und schön das Leben in unserer hektischen, neidischen und lauten Gesellschaft ist, in der man sich selbst manchmal im Wege steht. Kattilathu holt einen ganz sanft mit seiner Geschichten-Rikscha ab, lässt einen zur Ruhe kommen und einem wieder Dinge bewusstwerden, die man schon vergessen glaubte. Er gibt einem gute Ratschläge, um sein Leben schöner und erfüllter zu gestalten und tut dies mit doch ganz einfachen Mitteln. Ich habe beim Lesen gemerkt, wie viel Leidenschaft und Liebe in diesem Buch steckt. Rahul kann man einfach nur vom ersten Moment an gern haben, als er uns in seiner Rikscha begrüßt. Die Fahrt mit ihm durch seine Geschichten waren für mich oft Erkenntnis. Ohne beeinflussen oder ermahnen zu wollen, schenkt der Autor dem Lesenden Mut, Zuversicht, Glück und Dankbarkeit.

Dieser Ratgeber zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll kleine Veränderungen und neue Denkanstöße sein können. Mit seinen verständlichen Erklärungen und alltagstauglichen Tipps lädt er dazu ein, das Gelesene direkt umzusetzen. Ein rundum gelungener Begleiter, den ich allen empfehlen kann, die sich weiterentwickeln und neue Inspiration finden möchten.

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Adlerherz

Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich von Britta Sabbag

Man schreibt das 12. Jahrhundert. Tyls großer Bruder war es schon immer bestimmt Ritter zu werden und eines Tages erfüllt sich dessen Traum. Zurück bleibt Tyl beim hartherzigen Vater, der ihm schon immer das Gefühl gibt, nicht erwünscht zu sein. Auf der Suche nach seiner Bestimmung beginnt für Tyl ein großes, unglaubliches Abenteuer, als er eines Tages einen verletzten riesigen Adler findet und pflegt.

Tyl ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Sein geringes Selbstwertgefühl erklärt sich aus seinen Kindheitserfahrungen, wenn man 11 Jahre lang das Gefühl vermittelt bekommt, man sei nicht gewollt. Britta Sabbag gelingt es, dieses Ungleichgewicht sensibel und nahbar zu schildern, sodass man direkt mit Tyl mitleidet, aber auch an ihn glaubt, sobald sich neue Perspektiven für ihn auftun. Die Wendung kommt, als er einen verletzten riesigen Adler entdeckt und ihn liebevoll gesundpflegt. Diese Begegnung markiert den ersten echten Schritt auf Tyls innerer Reise. Er findet Gleichgesinnte unter den Adlerreitern, Freundschaft, Vertrauen und eine tiefe, fast mystische Verbindung zu seinem Adler. Die Gefühle, die dabei wachsen, sind noch nie dagewesen für ihn. Sie geben ihm Mut und zeigen ihm, wozu er innerlich fähig ist, wenn man ihn nur lässt. Die Darstellung dieser neu gewonnenen Verbindung wirkt authentisch und warm.
Der Konflikt mit den finsteren Falkenreitern treibt die Handlung in eine neue, gefährliche Dynamik. Die Welt der Adlerreiter wird bedroht, und Tyl landet mittendrin. Nicht als Randfigur, sondern als jemand, der sich behaupten muss. Die Spannung zieht früh an, aber der Fokus bleibt auf Tyls Entwicklung. Wie geht er mit Angst, Gefühlen und dem neuen Selbstbewusstsein um? Die Illustrationen von Raimund Frey tragen die Stimmung stimmig weiter.

Der Schreibstil von Britta Sabbag ist lebendig und direkt und somit eine ideale Lektüre für junge Leser ab 8 Jahren, zum Selberlesen oder Vorlesen geeignet. Die Erzählung bleibt nah an Tyls Perspektive, wodurch seine inneren Prozesse greifbar bleiben, wie seine Sehnsucht nach Zugehörigkeit, sein Mut, sich zu öffnen, und das zarte Vertrauen, das sich nur langsam, aber verlässlich entwickelt. Die Balance zwischen spannendem Abenteuer und gefühlvollem Coming-of-Age gelingt der Autorin besonders gut.

Tyls Reise von Selbstzweifeln zu Selbstbewusstsein, begleitet von treuen Freunden, einer tiefen Bindung zu seinem Adler und dem mutigen Blick in eine bedrohte Welt, macht dieses Buch zu einer spannenden Lektüre für junge Leser. Es ist berührend, hoffnungsvoll und inspirierend und eine wunderbare Erinnerung, daran zu glauben, dass jeder eine Bestimmung finden kann, auch wenn der Weg zunächst unsicher erscheint.

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Mehr als nur eine Lovestory

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1) von Maxine Reuker

Mila fällt aus allen Wolken, als ihre Eltern ihr einen Umzug in die Schweiz wegen einer beruflichen Chance ihrer Mutter mitteilen. Das heißt für Mila: weg von ihrer besten Freundin Juno, weg aus ihrem heilen Idyll inmitten eines großen Anwesens in Berlin, weg von all dem Vertrauten, was dem Teenager wichtig ist und weg, bevor ihre lang geplante Sweet-Sixteen-Party mit ihrer besten Freundin stattfinden kann.

Dass auch der Umzug für ihren Vater alles andere als leicht ist, wird mit der Zeit immer deutlicher und sowohl Mila als auch der Vater rutschen in etwas hinein, aus dem es irgendwann ausweglos erscheint.

Das Jugendbuch ist keine leichte Kost und ich hätte mir die am Ende des Buches enthaltene Triggerwarnung deutlich früher, ja zu Beginn des Buches gewünscht. Autorin Maxine Reuker greift schwierige, aktuelle und sensible Themen wie Essstörung und Alkoholsucht auf. War sie selbst einst von ersterem betroffen, weiß sie, wovon sie schreibt und das merkt man ihrer Hauptprotagonistin Mila auch an. Die Figur hat Tiefe, man kann ihre Gedanken gut nachvollziehen und erlebt die schleichende Wandlung eines fröhlichen Teenagers zu
einer von Selbstzweifeln und Kontrolle bestimmten Jugendlichen. Dabei ist schockierend zu beobachten, wie diese Krankheit sich allmählich langsam entwickelt, bis sie so groß und raumeinnehmend wird, dass man alleine nicht mehr dagegen ankommt. Emotional geht dieses Buch sehr tief, denn die Story zeigt nicht nur einen Menschen, der sich selbst immer mehr aus den Augen verliert. Auch der Vater ist seinen Problemen nicht mehr gewachsen und für den Lesenden ist es fast schmerzlich mitanzusehen, wie die einst glückliche Familie immer mehr zerbricht.

Die Autorin hat einen packenden Schreibstil, der für die junge Zielgruppe genau richtig erscheint. Nichtsdestotrotz geht Milas Entwicklung an manchen Stellen zu schnell, wodurch ihre innere Wandlung teilweise sprunghaft wirkt. Zwar werden ihre Gedanken und Unsicherheiten nachvollziehbar geschildert, doch bleibt für mich die tatsächliche Tragweite der Essstörung zu undeutlich. Es wird nicht ausreichend herausgestellt, wie gravierend und potenziell lebensbedrohlich diese Erkrankung sein kann – sowohl körperlich als auch psychisch. Dadurch verliert die Darstellung an Dringlichkeit, und die Ernsthaftigkeit der Thematik tritt stellenweise in den Hintergrund. Eine intensivere Auseinandersetzung mit den langfristigen Folgen hätte der Geschichte mehr Tiefe und Authentizität verliehen.

Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass unbedingt noch eine Lovestory eingefügt werden musste, damit sie ins Genre des Jugendbuchs passte. Die Beziehung entwickelt sich sehr schnell, wodurch das Vorgehen des Jungen teilweise überstürzt und wenig einfühlsam wirkt. Statt die Handlung zu vertiefen, lenkt die Romanze stellenweise von der eigentlichen Problematik ab und mindert die Ernsthaftigkeit des Themas.

Insgesamt behandelt der Roman ein wichtiges und aktuelles Thema, das gesellschaftlich nach wie vor hohe Relevanz besitzt. Besonders gelungen ist die einfühlsame Darstellung von Milas Gedankenwelt, wodurch ihre innere Zerrissenheit nachvollziehbar wird. Dennoch wirkt ihre Entwicklung stellenweise zu schnell, und die Gefährlichkeit der Essstörung wird nicht immer deutlich genug herausgearbeitet. Auch die eingefügte Liebesgeschichte erscheint teilweise konstruiert und lenkt vom ernsten Kern der Handlung ab. Trotz dieser Schwächen regt das Buch zum Nachdenken an und sensibilisiert für die Problematik.

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ein Buch, das keine Wünsche offenlässt

Tiere und Pflanzen lebensgroß von Daniela Strauß; Dr. Hannes Petrischak; Holger Haag; Felix Weiss; Katrin Hecker

Mit „Tiere & Pflanzen lebensgroß“ hält man einen wahren Schatz der Familienbibliothek in den Händen. Egal, ob man wie ich noch etwas Nachhilfe in Sachen Flora und Fauna gebrauchen kann oder schon ein guter Kenner der Tiere und Pflanzen ist, dieses Naturbuch ist für die ganze Familie rund ums Jahr geeignet.

Mit einer übersichtlichen Erklärung gleich zu Beginn hat man einen tollen Leitfaden an der Hand, wie man sich gut im Buch zurechtfindet. Es ist thematisch in die 4 Jahreszeiten untergliedert und dort je noch mal farblich in Tiere und Pflanzen aufgeteilt. Als besonderes Zuckerl gibt es sogar eine kostenlos herunterladbare App für das Handy, auf der die Tierstimmen zu hören sind. Besonders beeindruckend und eine innovative Idee ist, dass zu jeder Tier- und Pflanzenart 1 Foto in Originalgröße des Tieres/der Pflanze existiert, sodass man sich mit den dazugehörigen Informationen im Text dieses Tier/die Pflanze besonders gut vorstellen kann.

Mir gefällt die Übersichtlichkeit, mit der das gesamte Buch gestaltet ist. So kann man sich je nach Jahreszeiten die gewünschten Informationen heraussuchen. Zudem gibt es passend zum Jahreskreis kleine Bastelideen, Rezepte, interessante Zusatzinformationen und Tipps.

Mit ansprechenden Bildern, wunderschönen Naturaufnahmen, faszinierenden Fakten, leicht verständlichen Texten und anschaulichen Grafiken und Zeichnungen kann das Buch sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistern und ein schöner Begleiter bei Ausflügen in die Natur sein und lädt dazu ein, die Vielfalt der Natur gemeinsam zu entdecken und zu schätzen. Dabei weckt es Neugier und fördert das Bewusstsein für die Tier- und Pflanzenwelt.

Abschließend kann ich das Buch wirklich nur wärmstens empfehlen und sagen, dass es ein wunderbarer Band ist, der keine Wünsche offenlässt.

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Ein Held mit zwei Gesichtern

Action Dude 1: Zoff im Freizeitpark von Andy Riley

Eigentlich ist Charlie ein ganz normaler Junge mit den alltäglichen Problemen eines 9jährigen. Doch in seiner zweiten Identität ist er Action Dude – Vorname Action, Nachname Dude. Und das sogar mit eigenem offiziellem Heldenausweis. Da bewältigt er sämtliche Schwierigkeiten, die sich ihm in den Weg stellen mit Humor, Glück, Geschick und Ideenreichtum.

Der Comic überzeugt mit witzigen Dialogen, einfachen aber ausdrucksstarken Illustrationen ganz in schwarz-weiß-orange gehalten und Situationen, die aberwitzig und abgefahren anmuten. Das ist genau der richtige Ansatz, um die Zielgruppe der Lesenden von etwa 8 Jahren zu begeistern. Dabei gefällt mir auch, dass Charlie ein ganz normaler Junge ist, mit dem sich die Kids identifizieren können. Er muss sich mit den üblichen Problemen von Kindern und Jugendlichen herumschlagen, wie z. B. Einkäufe für seine Mutter erledigen, die er dann nicht einmal zur vollen Zufriedenheit erfüllen kann. Doch in seiner Phantasie ist er Action Dude und stellt sich den Herausforderungen des Alltags mit ganz speziellen Lösungsansätzen und Kreativität. Das, finde ich, ist eine tolle Botschaft an die jungen Lesenden, denn hier wird gezeigt, dass man durch das Betrachten aus verschiedenen Perspektiven durchaus auch kreative Lösungen finden kann. Besonders schön kommt hierbei raus, dass der Mut zu unkonventionellen Ideen und das „Um-die-Ecke-Denken“ vermittelt wird. Action Dude zeigt, dass Vorstellungskraft eine Stärke ist und kein Unsinn. So fühlen sich die kleinen Lesenden ermutigt, eigene Ideen zu entwickeln und kreative Lösungswege zu suchen. Da Action Dude alias Charlie aber auch ein Kind mit ganz normalen Schwächen und Stärken ist, zeigt er, dass man sich innerlich stark fühlen darf, auch wenn man äußerlich unsicher ist. Das kann besonders schüchternen oder unsicheren Kindern helfen, ein stärkeres inneres Selbstbild zu entwickeln.

Der Comic ist zwar in erster Linie eine phantasievolle coole Action-Story mit viel Humor und Kreativität, doch wenn man genauer hinsieht, entdeckt man dort eben auch die Effekte, dass die Geschichte Kinder ermutigen kann, eigenen Kreativität auszuleben, ein stärkeres inneres Selbstbild zu entwickeln und soziale Unsicherheiten zu bewältigen.

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Wenn Talente auf Sterne treffen

School of Talents Mission 1: Achtung, Alien! von Silke Schellhammer

Die School of talents ist eine ganz besondere Schule und ihre Schüler sind es umso mehr. Denn sie haben außergewöhnliche Fähigkeiten, die man ihnen auf den ersten Blick nicht ansieht. Und wie das in einer Schule so ist, soll da natürlich auch was gelernt werden. Deshalb steht den Schülern nun eine ganz besondere Mission für sie als Zweierteams bevor.

Alva und Elvin werden auf ein Abenteuer in die Sternwarte geschickt und hätten nicht gedacht, dass sie da in etwas hineinschlittern, was nicht nur mit Sternen zu tun hat.

Vom Cover bin ich echt begeistert und muss immer wieder darüberstreichen, denn besondere Glanzelemente heben sich auf der stimmungsvollen Illustration ab und die Farben sind sehr stimmig, so dass schon ein erster Eindruck von Abenteuer und Weltall entsteht.
Die Idee des Themas gefällt mir ebenfalls sehr gut, denn die Reihe ist darauf ausgelegt, immer 2 Schüler in den Vordergrund zu rücken und auf ihren Missionen zu begleiten. Das Thema Weltraum, Sterne und fantastische Talente sind genau richtig für die Zielgruppe ab etwa 8 Jahren und der Schreibstil ebenso, mit dem Silke Schellhammer gekonnt erzählt und viel Humor einbaut. Vom Umfang her lässt sich das Buch gut vorlesen oder eben auch für die jüngeren Lesenden gut bewältigen. Tolle Illustrationen in Schwarz-Weiß bieten die perfekte Ergänzung dazu.

Leider bin ich noch nicht dahinter gekommen, warum die Schriftart von einer Serifenschrift ab und zu zu einer ohne die kleinen Füßchen wechselt. Erst dachte ich an ein stilistisches Element, doch erscheint mir auch das nicht sinnig. Was der lustigen, fantasievollen und kindgerechten Story allerdings den entsprechenden Schwung und das Abenteuer nimmt, ist, dass der Gegenspieler von Anfang an eindeutig als solcher (in Wort und Bild) zu identifizieren ist und deshalb die Geschichte wenig Wendungen oder Überraschungsmomente besitzt. Das finde ich wirklich sehr schade, denn genau dies hätte der fantasievollen Story sehr gut getan.

Wer aber eine lustige, kindgerechte und geradlinige Mission auf der Sternwarte mit sympathischen Charakteren und außergewöhnlichen Talenten sucht, ist hier genau richtig. Eine schöne neue Reihe, die die bereits vorhandene Reihe der School of talents ergänzt.

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Liebeserklärung an das Leben

Love and be loved von Cleo Wade

Wer kann nicht das Gefühl gebrauchen, sich wertvoll, geschätzt und geliebt zu fühlen? Manchmal gibt es aber Situationen, in denen das schwerfällt oder dieses Gefühl nicht vorhanden ist. Da bietet dieses liebevoll gestaltete und zart verfasste Buch die beste Gelegenheit, sich dieser Liebe wieder zu erinnern.

Eine wunderschöne, zarte Liebeserklärung an sich selbst und alle anderen hat Autorin Cleo Wade damit geschaffen. Sie erinnert daran, wie besonders und lebenswert unser Leben ist, wie es gelebt und gestaltet werden will, wie bedeutend jedes einzelne Lebewesen ist und wie groß manche kleinen Wunder erscheinen können. Fast bietet sie schon eine kleine Anleitung zum Leben, in dem man manchmal mit Scheuklappen oder schlechten Gefühlen dafür steckt. Die Autorin wünscht dem Lesenden all diese kleinen und großen, bedeutsamen und magischen Momente, die einem selbst und seinen Lieben gut tun. Bei ihren Worten habe ich tatsächlich das Gefühl, dass sie einen einhüllen wie eine warme Umarmung.

Mit einfachen, reduzierten Illustrationen, die aber gleichzeitig leicht und bunt daherkommen, werden die herzlichen kurzen Texte unterstützt. Allerdings gefällt mir persönlich nicht, dass einzelne Buchstaben ausgemalt sind. Das verleiht den Sätzen eine unpassende Schwere und irritiert mich gleichzeitig beim Lesen.

Wann immer man warme Worte und ein wenig Zuspruch gerade gebrauchen kann, ist das Buch ein guter Ratgeber und auf alle Fälle eine Lektüre, die man immer wieder gerne zur Hand nehmen kann. Nicht nur für Erwachsene, sondern für alle.

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Pflanzenflüsterin Emilia

Emilia Blumenherz, Band 1 - Das geheime Pflanzeninternat von Usch Luhn

Von ihren Eltern in ein geheimes Internat geschickt, soll Emilia als Pflanzenwächterin eine ganz besondere Pflanze beschützen, die Ziel von gemeinen Pflanzendieben ist. Was sie in dieser speziellen Schule so alles kennenlernt und erlebt, hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

Doch die Aufgaben als Wächterin ihres Pflanzenschützlings sind wahrlich nicht einfach und ungefährlich. Das merkt Emilia, als tatsächlich die besondere Pflanze gestohlen wird und sie nicht mehr so recht weiß, wem sie vertrauen kann…

Mit dem verspielten Cover und der wunderschönen Gestaltung des Vorsatzpapiers stimmt Illustratorin Flor Persichini schon von Anfang an auf die zauberhafte, magische und blumige Stimmung des Buches ein. Auch im Buchinneren finden wir zahlreiche atmosphärische schwarz-weiß-Bilder.

Dass Emilia kein alltägliches Leben führt, wird sofort klar, als sie von ihrer verborgenen Insel auf das geheime Pflanzeninternat geschickt wird und dort zum ersten Mal eine echte Gemeinschaft unter Gleichaltrigen und einen gemeinsamen Schulunterricht erlebt. Der Kontrast zu ihrem bisherigen Leben könnte nicht größer sein und umso glaubhafter sind ihre Emotionen, mit denen Autorin Usch Luhn sie ausgestattet hat. Man nimmt ihr zu 100 Prozent ab, dass sie Heimweh hat, Sehnsucht nach den Eltern, Zweifel an ihrer Aufgabe und Eifersucht auf die Mitschülerin. Zudem beweist sie aber großen Mut, Stärke und Ausdauer, kann sich auf Neues einlassen und Freundschaften knüpfen. Mir gefällt, dass Emilia Zeit gegeben wird, sich zu entwickeln und sie nicht von Anfang an die geborene Pflanzenwächterin ist, ja, sie sieht sich sogar eher den Tieren verbunden und hat große Zweifel, ob sie für die gestellte Aufgabe die Richtige ist. Das macht sie nahbar und echt.

Die Autorin sprudelt nur so von neuen Ideen und obwohl es bereits eine Menge Buchreihen über besondere Internate, außergewöhnliche Tiere und etliche Akademien und Gilden gibt, ist es Usch Luhn gelungen, eine eigene neue und völlig andere Welt zu erschaffen, die nur so von phantasievollen Einfällen wimmelt.

Die Story ist vom Umfang, Aufbau und Thema sowie Ausdruck genau richtig für die Zielgruppe ab etwa 10 Jahren. Es kommen zwar etliche Fremdwörter und lateinische Pflanzennamen vor, die aber am Ende des Buches in einem Glossar noch extra erläutert werden. Grundsätzlich kommen einige Fremdwörter wie Kleinod vor, die den Lesenden vielleicht nicht bekannt sein werden. Ich mag es aber, wenn man Neues dazu lernen kann, denn die schwierigen Begriffe werden weitgehend sofort erklärt.

Ein lustiger, fast schelmischer Kontrast kommt durch Emilias besonderen Freund zustande, der sich ganz altertümlich ausdrückt. Das verleiht der Szene Charme und sorgt für humorvolle Leichtigkeit in einer ansonsten eher spannenden Handlung. Es ist interessant, wie dieser Stil dem Buch eine zusätzliche Note von Wärme und Wiedererkennung verleiht.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch eine wundervolle Mischung aus Mut, Selbstzweifel, Freundschaft und Spannung ist und damit perfekt geeignet für Lesende ab 10 Jahren, die gerne in fremde Welten abtauchen, Neues lernen und sich dabei emotional berühren lassen. Man merkt, wie viel Herz, Fantasie und Feingefühl in jeder Seite stecken. Ein wirklich gelungenes Werk von Usch Luhn.

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Magie durch die Zeiten

Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

Eine warmherzige und unter die Haut gehende Geschichte über Liebe, Freundschaft, Vertrauen und Verluste um 1918 in London. Das Mädchen Bo ist eine sogenannte Schlammschwalbe, die im Matsch der Themse nach noch brauchbaren Gegenständen sucht, die ihr und ihrer Mutter sowie Bruder ein Auskommen sichern.

Mitten im Hintergrund des Krieges findet sie etwas unglaublich Wertvolles, von dem sie einfach fühlt, dass es nicht nur reinen materiellen Wert besitzt. Schnell gerät sie in einen Strudel der Ereignisse, denn sie vernimmt die Worte der Themse und muss sich einer besonderen Aufgabe stellen.

Das Cover ist wundervoll und vermittelt genau die Stimmung, die im Buch die ganze Story über herrscht: geheimnisvoll, magisch, leicht bedrohlich. Schon zu Beginn lässt die Geschichte die Magie erahnen und dass mit ihr Geheimnisse und Bedrohliches einhergehen. Obwohl Bo die Hauptprotagonistin des Buches ist, bleibt sie für meine Empfindungen ein wenig flach und ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Die Personen sind insgesamt aber sehr vielschichtig und interessant und haben eine Reihe Geheimnisse, die im Laufe der Story erkundet werden.

Mir gefällt besonders, wie die Autorin Stimmungen einfängt, sodass man automatisch Bilder vor Augen hat und leicht in die damalige Zeit eintauchen kann. Der angenehme und verständliche Schreibstil für die Zielgruppe ab 10 Jahren tut dabei sein Übriges. In einem fließenden Strom werden die Ereignisse vorangetrieben und münden in einer interessanten und glaubwürdigen Auflösung, die eine schöne Botschaft vermitteln: Was man im Herzen trägt, kann man nicht verlieren. Magisch, zeitlos, mit einem großartigen Setting, das sich wunderbar eignet für eine Geschichte über Fiktion und Realität über die Zeit hinweg.

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