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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tiroler Zeilenreisende:

Schokolade, Romantik und düstere Geheimnisse

Schokolade am Meer - Süße Wünsche von Marie Schönbeck

Eine Insel voller süßer Köstlichkeiten, die unter dem Schutz dreier attraktiver Brüder steht. Das ist es aber nicht, was Hannah in erster Linie nach Möwesand verschlägt. Hannah ist eingebettet in eine große, liebende Familie, die sie auffängt, als ihr Herz gebrochen wird. Nachdem eine fremde Tante ausgerechnet ihr ein Haus vererbt, muss sie jedoch einige Entdeckungen machen, die ihre Welt ins Wanken bringen.

Plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war und sie verliert komplett den Boden unter den Füßen. Hannah ist ein starker Charakter, selbstbewusst und lässt sich nicht so leicht einschüchtern. Ihre Reaktionen und ihr Umgang wirken manchmal recht zickig, sind aber vor dem Hintergrund dessen, was sie durchgemacht hat, absolut verständlich.
Sie stößt auf den stets gut gelaunten, fröhlichen Thies, den man auch als Leser einfach mögen muss. Er ist ehrlich und liebenswert. Kurz nach ihrem Kennenlernen unterhalten die Beiden sich wie langjährige Freunde, doch genauso schnell kracht es. Sie sind wie zwei Magnete, die immer wieder gedreht werden, sodass sie sich abwechselnd anziehen und abstoßen.
Das Setting ist wunderbar beschrieben, der Schreibstil liest sich flüssig. Es kommen für mich unbekannte Begriffe/Bezeichnungen für Getränke oder friesische Spezialitäten vor, die in mir ein Urlaubsgefühl oder eine Art Fernweh wecken.
Obwohl ich manches in der Handlung vorhergesehen habe, hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich werde auf jeden Fall den zweiten und dritten Band lesen.

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Das letzte Mauerblümchen findet ihr Glück

Die Wallflowers - Daisy & Matthew von Lisa Kleypas

Der vierte Band von "Die Wallflowers" ist der erste, den ich aus dieser Reihe lese. Alle vier Bücher erzählen eine eigene Geschichte und sind voneinander unabhängig lesbar, aber ich empfehle dennoch, mit dem ersten Band zu beginnen, da man dadurch mit den verschiedenen Charakteren besser zurecht kommt.

Es geht um vier Freundinnen, jeder ist ein eigener Band gewidmet. Hier geht es um Daisy, die durch ihre unkonventionelle, verträumte Art etwas ganz Besonderes ist. Sie liebt Bücher und Geschichten und hat eine Fantasie, die nicht jeder versteht. Dadurch wissen viele junge Männer sie nicht zu schätzen und der Platz ihres Verlobten bleibt leer. Hier kommt Matthew ins Spiel. Er ist ein äußerst sympathischer Protagonist, hat aber ein Geheimnis, das ihn von Daisy fernhält. Diese lässt jedoch nicht so leicht locker und kämpft auf ihre eigene Art und mit witzigen Methoden für ihre Liebe.
Anfangs war ich vom schlichten Erzählstil und den wechselnden Perspektiven überrascht. Allerdings verläuft die Geschichte keineswegs flach, sondern ist leicht zu lesen und durchgehend sehr unterhaltsam. Einige Szenen sind sehr rührend, andere bringen den Leser zum Lachen.
Besonders gut gefiel mir die Freundschaft zwischen den vier Frauen. Die Atmosphäre ist gerade dadurch sehr schön und ich hatte während des Lesens das Gefühl, mittendrin zu sein.
Ein paar hemmungslose Szenen, Spannung im Showdown und hineingestreute historische und technische Details runden das Buch ab. Klare Leseempfehlung für Leser, die Liebesgeschichten im viktorianischen Zeitalter mögen.

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Liebesgeschichte in Regensburg

Brot und Bitterschokolade von Sabine Rädisch

Mein Leseerlebnis:
Mit Hauptcharakter Gina komme ich von Anfang an gut zurecht. Es wirkt zuerst so, als hätte sie ihr Leben im Griff, und doch entgleitet es ihr aus unverständlichen Gründen. Was ist passiert? Ich bekomme den Eindruck, dass Gina massive persönliche/psychische Probleme hat. Ist sie vielleicht depressiv? Sie schließt schwer neue Freundschaften, ist gerne für sich, hat Angst vor der Liebe und mag Berührungen nicht.

Andeutungen über prägende Erlebnisse in ihrer Vergangenheit machen neugierig.
Der männliche Protagonist Marvin hat sein Leben ebensowenig im Griff und ist keineswegs das, was man als einen Traummann bezeichnen würde. Aus seinem Charakter werde ich nicht so recht schlau und es kommt keine richtige Sympathie auf. Marvin kämpft weder für sich noch für seine Liebe, eher versteckt er sich und läuft davon. Er ist recht passiv (was eigentlich auf beide zutrifft) und man könnte ihn fast als ein Opfer bezeichnen.
Obwohl der Anfang vielversprechend ist, zieht sich das Buch zwischendurch und mir fehlt der Spannungsbogen. Die Auflösung der vielen Fragen, Ginas Vergangenheit, der Grund für ihre Probleme, fehlt mir am Ende. Da frage ich mich, ob ich etwas überlesen habe oder vielleicht verstehe ich das Buch auch einfach nicht.

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Vom unerfahrenen Jungen zum gefürchteten Krieger

Schwert und Ehre von Matthew Harffy

Nachdem die Pest seine Familie dahingerafft hat, sucht der junge Beobrand sein Glück als Krieger, wobei er in die Fußstapfen seines älteren Bruders treten will. Als er am Königshof von dessen Tod erfährt, glaubt er nicht an einen Selbstmord und schwört Rache.

Ich habe aufgrund des düsteren Covers gezögert, zu dem Buch zu greifen.

Aber schaut es euch an! Das im Schatten liegende, von einer Schwertklinge verborgene Gesicht hat mich gelockt und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch trifft genau meinen Geschmack. Nach den ersten 30 Seiten wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Das mag an der vielversprechenden Handlung liegen, oder am personalen Erzählstil, den ich generell sehr mag. Gedanken und Gefühle des jungen Beobrand holen den Leser sofort tief in die Geschichte rein. Allerdings schwenkt der Erzähler gelegentlich zu anderen Charakteren um. Das geschieht aber so dezent, dass es mich ausnahmsweise nicht gestört hat.
Was mir beim Lesen etwas gefehlt hat, war ein konkretes Ziel bzw ein Plan. Der Protagonist wirkt ein bisschen wie ein Fähnchen im Wind. Sein erklärtes Ziel ist die Rache für den Mord an seinem Bruder, aber er setzt kaum Handlungen, um diesem näher zu kommen. Das soll aber nur am Rande erwähnt sein, denn wie gesagt, habe ich das Buch geliebt. Beobrand ist keineswegs passiv und macht eine tolle Entwicklung vom unerfahrenen Jungen zum gefürchteten Krieger durch. Ansonsten ist die Schreibweise malerisch, bildhaft und angenehm zu lesen.
Ein paar grausige Szenen kommen natürlich vor, aber sie halten sich in erträglichen Grenzen.
Vor allem gegen Ende hin wird das Buch immer spannender und liefert einen tollen Show Down. Es ist alles da, was ein gutes Buch braucht. Von mir eine Empfehlung ohne Vorbehalte!

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Ein schöner, historischer Roman mit sympathischen Protagonisten und voller Geheimnisse.

Das Gelübde der vergessenen Tochter von Manuela Schörghofer

Es dauerte ein paar Kapitel, bis ich im Kloster Tannhöhe angekommen bin, was vielleicht an der Perspektive lag: Laya kommt als Fremde und ungeplant dort an, schwer verletzt und mit einem Geheimnis. Gefallen hat mir das Buch von der ersten Seite an und obwohl es mehrere Charaktere gibt, war es nicht schwer, den Überblick zu behalten.

Falls man doch ins Straucheln kommt, gibt es am Anfang des Buches (und ich finde es super, dass es hier platziert ist und nicht erst am Ende, wo ich es meist erst finde, wenn ich es nicht mehr brauche) ein Personenregister und Glossar.
Im Laufe der Geschichte verflechten sich die Fäden zu einem großen Ganzen. Zäh oder langweilig wurde es mir zu keiner Zeit. Vielleicht aber wären ein paar innigere, persönlichere Szenen zwischen den Hauptprotagonisten schön gewesen. So, wie das Buch geschrieben ist, passt aber auch das Ende wunderbar dazu. Es ist ja auch kein Liebesroman. Das Ende mag für manch einen unbefriedigend sein, ich allerdings fand es sehr schön. Es enthält Versprechen auf weitere Abenteuer, aber auch einen Wermutstropfen, der in das Happy End fällt.
Setting, Landschaft und die mittelalterliche Epoche sind schön beschrieben und kommen gut raus. Auch der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm.

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Der Graf und die Dienstbotin

Ein Graf auf Abwegen von Hannah Conrad

Es handelt sich um den zweiten Band einer vierteiligen Reihe. Es ist nicht nötig, den ersten zuvor zu lesen. Für ein perfektes Leseerlebnis empfehle ich es aber, denn somit ist man mit dem ersten Satz sofort in der Geschichte drin. Zeitlich schließt sie nahtlos an das erste Buch an, allerdings sind andere Charaktere im Fokus:
Maximilian, Erbgraf und Sohn des Hauses, ist ein außergewöhnlicher Mann.

Trotz seiner hohen Stellung und des damit einhergehenden Reichtums, träumt er von einer gerechteren Verteilung des Wohlstandes und will sein Können als Arzt den Ärmsten zur Verfügung stellen. Er ist sich nicht zu schade, seine Patienten in der "Gosse" aufzusuchen. Kein Wunder, dass er sich nicht in eine hochwohlgeborene Gräfin, sondern in ein Dienstmädchen verliebt.
Louisa ist besonders und hat zwei Seiten: einerseits ist sie schüchtern, zurückhaltend und weiß genau, wo ihr Platz ist. Andererseits traut sie sich auch was, in ihren eigenen Kreisen ist sie lebhaft und mutig.
Der Schreibstil passt hervorragend zum Genre, lässt sich leicht und flüssig lesen.
Besonders gut gefallen hat mir der Zusammenhalt der jungen Generation. Während anfangs das Glück für die Liebenden ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint, wird es am Ende dann doch so einfach, und das nur durch die Zusammenarbeit von Johanna, Alexander, Nanette und ausgerechnet Sophie. Jene ist die Frau, mit der Maximilian in eine Ehe gedrängt werden soll. Dass sie sich nicht als Feindin, sondern als Verbündete entpuppt, gefällt mir sehr.
Alles in allem ein romantisches Buch mit großartiger Unterhaltung und tollen Charakteren.

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Liebesdrama in den Bergen

Wo der Wind von Liebe flüstert von Suza Summer

Der lebhafte Schreibstil holt einen sofort in die Geschichte rein und macht das Lesen leicht. Allerdings geht die Geschichte ganz schön an die Substanz. Gewisse Begebenheiten sind erahnbar, aber gut und mitreißend umgesetzt.
Sophie macht die Wanderung ihres Lebens (erstaunt hat mich da, dass sie keinen gigantischen Muskelkater bekommen hat), und wird komplett umgekrempelt.

Am Ende des Buches ist sie ein ganz anderer Mensch als zu Beginn. Ihr wird quasi die Haut schmerzhaft abgezogen, damit ihr eine neue übergestülpt werden kann, kein Stein bleibt auf dem anderen. Ich persönlich glaube nicht, dass aus einem überzeugten Flachlandbewohner ein Bergliebhaber werden kann, aber das muss nichts heißen. Das Buch ist teilweise unglaublich traurig. Es ist dramatisch, was passieren kann, wenn das Leben die Weichen neu einstellt. Es gibt ein Happy End, aber über diesem schwebt ein Schatten.
Eines möchte ich noch sagen: unterwegs dachte ich mir einmal: Was soll dieses Buch? Aber dann holte es mich doch wieder ab. Es ist eine intensive und feinsinnige Geschichte, eine stetige Glut, aber keine Stichflammen.

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Blumen, Pferde, Mode und die Liebe

Der Blumenkavalier von Michaela Baumgartner

Bei diesem Buch musste ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen, der anfangs nicht meine Sache war. Manche Szenen werden nur flüchtig umrissen, wo es mMn nicht geschadet hätte, sie stärker auszuschmücken. Verwirrend war der ständige Wechsel der Perspektive. Es wird aus der Sicht eines jeden Charakters geschrieben.

Allerdings habe ich mich nach den ersten 2 Kapiteln daran gewöhnt und das Lesen ging flüssig weiter. Sehr gut gelungen ist die Wortwahl und der allgemeine Stil, der hervorragend zum historischen Hintergrund passt.
Das Setting wird gut eingefangen, man erlebt Wien im Jahre 1816 hautnah mit (aus der Sicht des Adels, wohlgemerkt) und bekommt auch so manche Überraschung geliefert. Jedenfalls ich habe mir das damalige Leben der hofnahen Adeligen in mancher Hinsicht anders vorgestellt. Die Geschichte ist in einen Rahmen geschichtlicher Fakten und einigem interessantem Wissen aus Botanik und Mode eingebettet.
Der Klappentext ist etwas irreführend, denn das Buch handelt keineswegs von der quirligen Fanny allein, sondern erzählt auch die Geschichte ihrer Schwester Sophie und deren Freundin, Freigeist Emilia, die alle auf der Suche nach ihrem Glück sind, das sie mutig und entschlossen verteidigen. Ein Buch mit bewundernswerten Frauen und liebenswerten Charakteren.
Es gibt zwei Vorgängerbände, dich ich nicht gelesen habe. Es würde für einen besseren Überblick nicht schaden, sie zu kennen, ist aber nicht zwingend. Alles Wichtige wird erklärt.

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ereignisreiche Schiffsreise

Das Schiff der Träume von Sophie Martaler

Das fabelhafte Buch entführt seine Leser in das Jahr 1925, welches durch den Schreibstil sowie dem Umgang der Protagonisten untereinander lebendig wird. Es liest sich leicht und flüssig, das Ambiente ist gut transportiert.
Durch wechselnde Perspektiven wird es nie langweilig. Man erlebt das Donaudampfschiff auf allen Ebenen, von der Kapitänskajüte bis zum Maschinenraum, vom Hotelchef bis zum Zimmermädchen.

Zwischendurch wird es auch richtig spannend. Zahlreiche Handlungsstränge werden miteinander verstrickt, sind gut ausgearbeitet und machen das Lesen zu einem Erlebnis.
Obwohl das Schicksal mehrerer Personen beleuchtet wird, möchte ich das Zimmermädchen Alma und den Sohn des Reeders, Vincent, als Hauptpersonen nennen. Beide haben das Herz am richtigen Fleck und begegnen ihren Herausforderungen mit Mut und Tatkraft.
Ein sehr schönes, kurzweiliges Buch für entspannte Lesestunden.

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Starke Frauen trotzen allen Widrigkeiten

Die Frauen vom Lindenhof - Ein Neuanfang für uns von Katharina Oswald

Was für eine wundervolle, inspirierende Geschichte! Ich habe das Buch sehr genossen. Die junge Protagonistin Marianne ist voller Träume und will sich mit ihrem Schicksal nicht einfach abfinden. Mutig stellt sie sich gegen sämtliche, zeitbedingte Vorurteile, denn die Leidenschaft hat sie gepackt. Es ist spannend, mitzuerleben, wie sie unerschrocken ihre Ziele verfolgt, die nach und nach Gestalt annehmen.

Von nichts lässt sie sich abschrecken, gleichzeitig ist sie sich aber auch nicht zu schade, um Hilfe zu bitten und diese anzunehmen, wobei ihr ihre Menschenkenntnis zugute kommt. Durch diese Eigenschaft bewahrt sie sich ihre Weiblichkeit und ihrem Charakter wird die Härte genommen.
Alexandre ist ausgesprochen sympathisch und gleichzeitig geheimnisvoll. Sein Schicksal hat mich sehr berührt. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich, obwohl man von Liebe auf den ersten Blick sprechen kann, gemächlich und romantisch. Während Marianne sich allerdings mit den Vorbehalten ihrer Mitmenschen, sie könnte als Frau kein Unternehmen führen, herumschlagen muss, wird sie auch noch mit den Vorurteilen gegenüber Alexandre konfrontiert. Denn da über ihn wenig bekannt ist, kursieren wüste Gerüchte und bescheren ihm einen schlechten Ruf.
Der Schreibstil ist wunderbar und lässt sich flüssig lesen. Man merkt dem Buch an, dass es mit viel Gefühl und Liebe geschrieben wurde. Das Ende rundet die Geschichte wunderbar ab und gefiel mir besonders gut.

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