Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tiroler Zeilenreisende:
Trauerbewältigung und Romantik
Jedes Jahr im Winter von Emily Stone
Es mutet wie ein Weihnachtsbuch an, aber als solches würde ich es eigentlich nicht bezeichnen. Die Geschichte spielt über das ganze Jahr verteilt. Es geht dabei auf und ab, eine Achterbahn der Gefühle sozusagen. Im Fokus steht das Thema der Trauerbewältigung. Protagonistin Cassie hat mit einem schweren Schicksalsschlag zu kämpfen (das geht aus dem Klappentext hervor), auf diesen wartet man in den ersten Kapiteln und als es so weit ist, zieht dieser einen Schatten über das gesamte Buch - das meine ich nicht als Qualitätsabbruch, sondern als Stimmung der Protagonisten.
Trotzdem ist auch viel Hoffnung darin, denn das Leben sucht sich seinen Weg und Cassie ist eine starke Persönlichkeit.
Die Romantik kommt ein wenig zu kurz, denn es ist ja doch ein Liebesroman. Einige dramatische, herzerwärmende und mitreißende Szenen sind aber drin.
Mich persönlich haben Schreibstil und Protagonisten nicht so richtig abgeholt, was an den großen Zeitsprüngen lag. Zwischen den Geschehnissen liegen tw drei Monate, oder auch mal ein paar Jahre. Das ist an manchen Stellen gut für die Geschichte, aber mir fiel es dadurch schwer, mich richtig reinzuleben. Trotzdem hat mir das Lesen gut gefallen und das Buch hat mich letztendlich hervorragend unterhalten.
Wenn aus Freundschaft Liebe wird
Jedes Jahr im Dezember von Catherine Walsh
Nachdem ich den Prolog gelesen habe, war ich sehr neugierig auf den Rest, denn er hat mich schon überzeugt. Die Szenen und der ganze Schreibstil sind unterhaltsam, leicht zu lesen und haben einen gewissen Witz. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Die Charaktere waren mir von Anfang an sympathisch und ihre Persönlichkeiten kommen gut heraus.
Mir gefiel besonders die freundschaftliche Dynamik zwischen Molly und Andrew. Sie passen so gut zueinander. Es kommen viele Dialoge vor, die richtig gut geschrieben sind.
Molly bemerkt erst nach und nach, was Andrew ihr wirklich bedeutet und wie aus der Freundschaft langsam Liebe wird, ist gut entwickelt. Aber als sie dann herausfindet, wie ernst es zwischen ihnen tatsächlich ist, bekommt sie es verständlicherweise mit der Angst zu tun.
Anfangs werden immer wieder Stunden und Tage übersprungen, später verläuft die Handlung in einem Zug. Erzählt wird in Ich-Perspektive. Alles in allem ein sehr schöner, romantischer Weihnachtsroman.
gelungener Abschluss der Trilogie
Die Frauen vom Lindenhof - Gemeinsam der Zukunft entgegen von Katharina Oswald
Ich weiß nicht, ob man von einem historischen Roman sprechen kann, wenn man die Zeit selbst erlebt hat. Der dritte Band der Lindenhofreihe spielt im Jahr 1999 und ist ein gelungener Abschluss der Trilogie. In der Hauptrolle ist Franziska, die mit ihren achtzehn Jahren eine sehr junge Protagonistin ist.
Sie hat es schwer, denn Missverständnisse, wie sie häufig zwischen den Generationen innerhalb einer Familie entstehen, treffen sie hart. Gleichzeitig führen gerade diese dazu, dass sie ihren Weg findet und sich zu einer selbstbewussten Frau entwickelt, die genau weiß, was sie will und sich behauptet. Schockiert war ich vom Verhalten ihrer Großmutter Marianne, das herzlos und gemein war. Dabei finde ich es faszinierend, wie die Autorinnen gerade ihr Leben innerhalb der gesamten Trilogie durchleuchten, denn im ersten Band lernen wir Marianne als junge Frau voller Elan, Freundlichkeit und Tatendrang kennen und im zweiten werden die Weichen für ihre Entwicklung im Alter gestellt.
Die ersten Kapitel haben mich wegen der Personenzahl herausgefordert. Da hätte es geholfen, wenn ihre jeweiligen Beziehungen zueinander kurz erwähnt würden. Wer war noch mal wer? Aber man kommt rein und wenn der zeitliche Abstand zwischen dem Lesen der einzelnen Bände kleiner ist, ist das kein Problem.
Mir gefällt die Entwicklung der Geschichte, ich finde alle Charaktere sympathisch (außer die "Bösewichte"). Die Leidenschaft für das Arbeiten mit Holz ist regelrecht spürbar.
Vor allem im dritten Band werden Themen behandelt, die auch in unserer Zeit immer wieder für Furore sorgen. In dem unterhaltsamen, unkomplizierten Buch versteckt sich eine tiefe Moral.
Geschrieben ist das Buch in der 3. Person, aus wechselnden Perspektiven.
Die Hardware gefällt mir besonders gut. Das Buch fühlt sich toll in der Hand an.
Winterromantik mi
Winterzauber in London von Mandy Baggot
Romantik
Sonnenküsse von Svenja Lassen
entsp
Seesternwünsche von Debbie Macomber
ein runder
Eine Dame mit Geheimnissen von Hannah Conrad
Der vierte Band der Lilienpalais-Reihe ist ganz anders als die drei Vorgänger. Erst einmal wird aus der Sicht zahlreicher Charaktere erzählt und Handlungen und Dialoge sind für mich anfangs noch nicht klar zu verstehen, da Persönlichkeit und Geheimnisse der Hauptprotagonistin Nanette erst nach und nach ans Licht kommen.
Das ändert sich im Laufe des Buches und lange bevor das große Geheimnis gelüftet wird, kann sich der aufmerksame Leser denken, worauf es hinausläuft.
Das Buch rundet die Reihe wunderbar ab und schließt die Lücken. Der zeitliche Rahmen zieht sich über die gesamte Geschichte der ersten Bände. Zu etwas Besonderem wird das Buch durch die Persönlichkeit der Protagonistin, unkonventionell, eigenwillig und stark.
Ein entscheidender Unterschied in diesem vierten Band ist, dass die Romantik nicht im Vordergrund steht. Nicht das glückliche Ende einer Liebesbeziehung steht im Fokus, sondern die Verwirklichung von Nanettes Träumen und Plänen sowie die Aufdeckung ihres Geheimnisses.
Der Schreibstil ist abstrakt, gleichzeitig bildhaft; statt zu viele Dinge zu beschreiben, werden einzelne, ins Auge stechende Details hervorgehoben, die Farbe und Leben hineinbringen.
Leider konnte mich dieses Buch nicht so sehr packen wie die ersten drei Bände und obwohl es aus der Reihe nicht wegzudenken ist, halte ich es für das schwächste der vier Bücher.
Finn und Marleen
Schokolade am Leuchtturm - Süßes Erbe von Marie Schönbeck
Da es sich um den dritten Band einer Reihe handelt, wusste ich schon, was mich erwartet und ich wurde nicht enttäuscht. Hier möchte ich erwähnen, dass alle drei Teile unabhängig voneinander gelesen werden können. Mir hat jeder einzelne sehr gut gefallen.
Marleen wirkt noch sehr jung, sie ist Studentin und hat Probleme damit, sich von ihren Eltern zu lösen.
Teilweise wirkt sie auf mich ein wenig unreif. Sie traut sich nicht, ihrem Vater ihre Meinung zu sagen und lässt sich von einer Flaschenpost völlig aus der Ruhe bringen.
Finn ist ein unkomplizierter, netter Kerl, den man einfach mögen muss. Er ist ehrlich und scheinbar ohne jedes Falsch. Allerdings haftet auch ihm eine jugendliche Naivität an, vor allem bei der Beurteilung des seltsamen Verhaltens eines alten Freundes. Hier hätte zumindest Marleen früher verstehen können, aber da ging wohl die Fantasie mit ihr durch.
Das Buch ist sehr romantisch und vor allem gegen Ende ausgesprochen gefühlsbetont und zu Tränen rührend. Spannung kommt weniger auf, aber das ist in einem Liebesroman auch nicht unbedingt nötig.
Eine Schlüsselrolle spielt Marleens Vater und was ich von ihm denken soll, weiß ich nicht. In der Vaterrolle ist er mir sehr sympathisch, als Geschäftsmann allerdings absolut zuwider. In ihm findet man einen Charakter, der weder schwarz noch weiß ist.
Abschließend kann ich sagen, dass es sich um eine schöne, süße und romantische Reihe handelt, die für jeden lesenswert ist, der gerne von Liebe und Schokolade erzählt bekommt.
Eine Leidenschaft ist genug
Der Himmel über Cornwall von Liz Fenwick
Dieses Buch ist so durchwachsen, dass es mir schwerfällt, die richtigen Worte zu finden. Erst dachte ich, in der Hauptrolle sei Theo allein, eine mutige, tatkräftige Frau, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Aber dann befindet man sich plötzlich im Jahre 1914, als läse man ein völlig anderes Buch.
Hier kommt Alice ins Spiel, die eine ebenso große Rolle einnimmt. Von da an wechselt die Erzählung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Alice ist eine eigenwillige junge Frau mit starkem Willen und großer Leidenschaft und ahnt nicht, was das Leben für sie bereithält.
Leider wurde ich mit den Protagonisten lange nicht warm, vor allem nicht mit Theo. In ihrem Fall reihen sich für meinen Geschmack zu viele Zufälle aneinander, die im Prinzip darauf hinauslaufen, die Geschichte von Alice zu erzählen. Teilweise werden die Szenen kurz und bündig abgehandelt, was mir das mitfühlen erschwerte.
Schließlich entwickelt sich die Story aber zu einem herzzerreißenden Drama, das Protagonisten und Leser in die Verzweiflung stürzt. Die Geschichte hat so viele Facetten und ruft die furchtbaren Schicksale, die sich aus dem ersten Weltkrieg ergaben in Erinnerung. Vor allem das Loch, das der Tod unzähliger junger Männer in die Gesellschaft gerissen hat, und die Konsequenz, die dies mit sich brachte, wird zum Thema.
Mein Fazit: ein mitreißendes, durchaus lesenswertes Buch, jedoch mit einigen Längen
Italien, gutes Essen und viel Gefühl
Die Insel der Orangenblüten - - von Fiona Blum
Im Buch "Die Insel der Orangenblüten" fühle ich mich von der ersten Seite an wohl, denn die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und kann gut mit Worten umgehen. So bekomme ich das Gefühl, dass hier ein Profi am Werk ist.
Geschrieben wird aus wechselnden Perspektiven zwischen drei Schwestern: Greta, Gina und Lorena.
Ich mag alle gern, sie sind sehr unterschiedlich und so ist es auch ihr Leben, das auf einfühlsame Weise beleuchtet wird. Durch den plötzlichen Tod ihres Vaters finden sie sich vor neuen Herausforderungen. Gemächlich wird Spannung aufgebaut und das geheimnisvolle Verschwinden ihrer Mutter rückt immer stärker in den Vordergrund. Fragen kommen auf. die Geschichte hält einige Überraschungen bereit. Besonders gut gefallen mir die schwesterlichen Beziehungen. Alle drei Frauen machen auf wenigen Seiten starke Entwicklungen durch, die keineswegs abrupt erscheinen, sondern sehr gut eingefügt sind. Das Buch ist dadurch facettenreich und wird niemals langweilig. "Entspannte" Spannung" machen das Lesen unterhaltsam, lange im Verborgen liegende Emotionen und Geheimnisse werden aufgedeckt und münden in eine tiefsinnige Moral.











