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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Wunderschöne Liebesgeschichte

Die schottische Bäckerei zum Glück von Emma Bishop

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich nicht nur Schottland, sondern auch Geschichten mit Happy-End liebe?
In der Isle-of-Mull-Reihe von Emma Bishop finde ich beides und schon das ist ein Grund, warum ich ihre Bücher liebe.
Die drei Freundinnen Hailey, Allison und Lin leben in Tobermory. Es ist eine Stadt auf der Isle of Mull, einer Insel vor der Nordwestküste Schottlands.

Alle drei haben jeweils ein eigenes Geschäft. Ally besitzt einen kleinen Buchladen, Lin einen Blumenladen und Hailey nennt eine kleine Bäckerei mit einem angegliederten Café ihr Eigen.

An einem regnerischen Abend taucht in Haileys Bäckerei ein fremder Mann auf. Er ist völlig durchnässt, trägt zerrissene Kleidung und ist völlig verwirrt. Der erste Name, der ihm einfällt, ist Arran Hamilton, doch er weiß weder, ob er wirklich so heißt, noch woher er kommt. Er kann sich nur daran erinnern, dass er am Strand zu sich gekommen ist und hat keine Ahnung, was mit ihm passiert ist.
Er weiß nur, dass es besser ist, wenn er weder einen Arzt, noch die Polizei aufsucht.
Hailey, die ein großes Herz für Bedürftige hat, nimmt ihn bei sich auf ohne zu ahnen, wem sie da Obdach gewährt. Obwohl sie, geprägt durch ihre Vergangenheit, keine Beziehung möchte, kommt Arran ihr gefährlich nahe. Doch Hailey hat Angst, verletzt zu werden und versucht auf Abstand zu gehen.

Das Cover passt perfekt zur Reihe und gefällt mir sehr gut.
Der wunderbar lebendige Schreibstil der Autorin ist mir bereits aus Band 1 und aus ihren Fantasybüchern bekannt.
Mit ihrer bildhaften Ausdrucksweise erweckt die Autorin das Setting förmlich zum Leben.
Ich hatte das kleine Hafenstädtchen Tobermory direkt wieder vor Augen, roch die Seeluft in der Nase und spürte den Wind im Gesicht.

Im zweiten Teil der Reihe treffen wir wieder auf die drei Freundinnen Allison, Hailey und Lin.
Nachdem wir im ersten Band Allison begleitet haben, steht nun Hailey im Fokus.
Ich bin schnell in die Handlung eingetaucht und hatte gleich dieses Gefühl des „Nachhausekommens“.
Am ersten Tag habe ich über 300 Seiten gelesen und konnte das Buch kaum zur Seite legen.

Ich finde die Freundschaft der drei jungen Frauen so toll. Sie halten fest zusammen und unterstützen sich gegenseitig wo immer es nötig ist. Doch sie lassen sich auch Freiräume und akzeptieren, wenn eine von ihnen über irgendwas nicht reden möchte.

Als Hailey Arran in ihrem Schuppen Unterschlupf gewährt, ahnt sie noch nicht, das sich zwischen ihnen schon bald Gefühle entwickeln werden.
Arran entpuppt sich nicht nur als sehr aufmerksam und einfühlsam, sondern auch als sehr empathisch und hilfsbereit. Auch die Clique nimmt ihn schnell in ihrer Mitte auf, doch Hailey ist geprägt durch ihre Kindheit. Sie hat Angst davor, enttäuscht und alleingelassen zu werden.

Obwohl ihre Freundinnen nicht alle Hintergründe kennen, sind sie zu jeder Zeit für sie da und unterstützen sie. Auch ihre anderen Freunde helfen, wo immer sie können.
Die Charaktere haben ausreichend Tiefe und eine latente Spannung sorgt dafür, dann man immer weiterlesen möchte. Die Emotionen waren zu jeder Zeit spürbar und zwischendurch habe ich auch ein paar Tränen vergossen, wenn ich mit Hailey mitgelitten habe.

Gut gefallen hat mir, dass es bei beiden auch sehr um die inneren Werte des anderen geht (obwohl Arran natürlich auch mit seinem guten Aussehen punktet).

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass Schottland und seine wunderschöne Natur während der Ausflüge detailliert beschrieben wurde und ich die Landschaft bildhaft vor Augen hatte.

Fazit:
Wer einen wunderschönen Wohlfühlroman sucht, in dem es um Freundschaft, Vertrauen, Verlust und Liebe geht ist hier auf jeden Fall richtig.
Ich freue mich schon auf Band 3 der Reihe und die Geschichte von Lin.

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Auch wenn die Story Potenzial hat, konnte mich der Auftakt nicht überzeugen

Coven of Bones - Meine Magie ist dein Tod von Harper L. Woods

Puh...im Moment weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, wie viele Sterne diese Story am Ende von mir bekommen wird. Eigentlich liebe ich Geschichten, in denen es um Vampire und Hexen geht und die Tropes Enemies-to-Lovers und Dark Academia.
Versprochen wurde auch alles in dieser Story, aber leider anders umgesetzt, als ich erhofft hatte.

Es gibt so einiges, was mir nicht gefallen hat, aber irgendwie möchte ich auch wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Doch fangen wir von Vorne an.
Willow und ihr kleiner Halbbruder Ash wachsen, geschützt durch einen Zauber ihrer Mutter und versteckt vor dem Hexenzirkel auf. Zu seiner eigenen Sicherheit weiß Ash nichts über seine Herkunft.
Willow hingegen, die von ihrem leiblichen Vater zu einer perfekten Waffe ausgebildet und erzogen wurde, hat die Aufgabe, für die Familie Rache zu nehmen.
Sie soll den Covenant zu zerstören, denn ihre Tante wurde vor 50 Jahren bei einem blutigen Massaker an der Hexenakademie getötet. Doch dafür muss sie sich direkt in die Hollow’s Grove University und somit in die Höhle des Löwen begeben.
Dort steht Willow nicht nur ihrer untoten Urahnin gegenüber, sondern auch dem Schulleiter Alaric Thorne, der nicht nur arrogant, sondern auch anziehend und attraktiv ist und sie am liebsten so schnell wie möglich in sein Bett holen möchte. Doch es warten noch ganz andere Herausforderungen auf die junge Frau.

Ich liebe den Trope Enemies-to-Lovers und der Klappentext tat sein übriges, um mich neugierig auf die Geschichte zu machen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Flüssig und lebendig führt sie durch die Zeilen.

Wir verfolgen die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Willow und Gray und bekommen so von beiden Seiten einige Einblicke in ihre Gedanken.

Schon zu Beginn tauchen jedoch viele Fragen in meinem Kopf auf, die im ersten Teil leider nicht richtig beantwortet werden.
Es fehlt mir auch einiges an Hintergrundwissen.
Besonders über das Covenant-Paar und die Hüllen (ich habe nur verstanden, dass sie eine Mischung aus Vampir und Dämon sind) habe ich mir weit aus mehr Informationen erhofft.
Es gibt auch einige Punkte, die für mich Unlogisch waren. Zum Beispiel….Die Schule war 50 Jahre geschlossen. Was ist in der Zeit passiert?
Unterricht gab es auch nicht wirklich und von irgendwelchen „Lehrkräften“, die man normalerweise an einer Acardemie trifft, war weit und breit nichts zu sehen.
Auch über die Hexen von Crysal Hollow erfahre ich kaum etwas. Zu Beginn sind alle Erbfamilien aufgeführt, aber weitere Informationen, vor allem über ihre Fähigkeiten, gibt es nicht.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich lese den zweiten Teil einer Story und habe Band 1 verpasst.

Doch kommen wir zu den Charakteren.
Willow ist eine sympathische Protagonistin, die ihren Bruder über alles liebt und sehr um ihn besorgt ist. Sie ist von ihrem Vater zu einer Waffe erzogen worden und ihre Ausbildung war alles andere als leicht. Ich hätte deshalb erwartet, dass sie abgehärteter ist, in einigen Situationen überlegter handelt und nicht blauäugig alles schluckt.
Alaric ist eine Figur, aus der man lange Zeit nicht schlau wird. Er wirkt arrogant, gefühllos und ist sehr besitzergreifend.
Die „Beziehung“ zwischen den beiden konnte ich irgendwie auch nicht richtig nachvollziehen. Dass es spicy zugeht, wusste ich ja vorher, allerdings hat mir nicht so gut gefallen, dass Willow sich so von ihm manipulieren ließ.
Außer den beiden gibt es bisher auch nicht wirklich interessante Charaktere. Iban und Della blieben als Nebenfiguren leider sehr blass.

Richtig Spannung kommt erst im letzten Drittel des Buches auf und der Plottwist am Ende hat mich sehr überrascht und fast ein wenig schockiert.
Auch wenn ich neugierig bin, wie die Geschichte weitergeht, bin mir im Moment noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde.

2,5 Sterne

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Ein Must-Have für alle Freunde der Wiener Kaffeehauskultur

Wiener Zuckerbäckerei von Bernadette Wörndl

Therese Schulz war die Direktrice der Zuckerbäckerei im luxuriösen Grand Hotel in Wien.
Ihre Rezepte notierte sie akribisch in einem kleinen Büchlein, dass später über ihre Nichte an die Urgroßnichte Eva Scheiringer weitergegeben wurde.
Bernadette Wörndl hat diese 100 Jahre alten Rezepte aus dem letzten Jahrhundert übersetzt, und an die heutigen Maßstäbe angepasst.

So entstand ein wunderschönes Backbuch mit Rezepten zu 75 traumhaften Süß- und Mehlspeisen.
Begrüßt werden wir zu Beginn mit einem Rückblick in die 1920er Jahre Wiens. Wir lernen die Schwestern Theresa und Cilli kennen und erfahren, wie Theresa dazu inspiriert wurde, ihre neuen Rezeptideen in einem kleinen Büchlein zu skizzieren, dass hundert Jahre später als Inspirationsquelle für die „Wiener Zuckerbäckerei“ dienen sollte.
Aufgeteilt ist das wunderschöne Hartcover in mehrere Kapitel. Neben dem Vorwort und der Einleitung folgen die Rezepte, die in „Kuchen & Tartes“, „Torten“, Schnitten & Rouaden“, „Teegebäck“, „Mehlspeisen“, Weihnachtsgebäck“ und Puddings, Cremes & Eingekochtes“ aufgeteilt sind.

Von Marmorgugelhupf und Kaffeeschaumroulade, Kaiserschmarren,böhmischen Dalken und verschiedenen Grundrezepten, bis zu den Punschkrapferl, der Sachertorte und der spanischen Windtorte finden Liebhaber der österreichischen Süßspeisen alles was das Herz begehrt.

Zu allen Rezepte gibt es nicht nur eine Liste der Zutaten und eine genaue Backanleitung, sondern auch kleine Tipps, um den Kuchen & Torten zum Beispiel eine moderne Note zu verleihen.
Außerdem findet man wunderschöne Fotos der Rezepte, neue und alte Bilder aus Wien, sowie Auszügen aus den Originalrezepten von Theresa Schulz. Diese Kombination aus alten Traditionsrezepten und modernen Interpretationen stimuliert die Sinne und macht Lust aufs Backen.

Ich probiere gerne alte und neue Rezepte aus und da wir uns gerade im Herbst befinden, lachte mich die gedeckte Apfeltorte an. Ich habe mich deshalb gleich ans Backen gemacht und meiner Familie mit diesem wunderschönen Rezept den Sonntag versüßt.

Ich bin begeistert von diesem wunderschönen Backbuch und werde bestimmt noch viele dieser tollen Rezepte ausprobieren.

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Eine fantastische Fortsetzung

Froststerne (Romantasy-Trilogie, Bd. 2) von Anna Fleck

Elvy weiß nicht, ob sie je in ihre Heimat zurückkehren wird, als sie gemeinsam mit der Aelfar-Prinzessin Simàja und Tomte Teda die letzte Pforte nach Ymatàja durchschreitet.
Doch sie hat ein Ziel. Elvy will Erik aus den Fängen der Kalten Herrscherin befreien.
Aber die Zeit wird knapp.
Die Kraft der Schneekönig nimmt beständig zu und der Sieg des Winters steht kurz bevor.

Elvy macht sich gemeinsam mit Simàja und Tomte Teda auf die Suche nach Verbündeten.

Während Simàja verzweifelt versucht, die Völker zu vereinen, um gemeinsam den Kampf gegen die kalte Herrscherin aufzunehmen und sich dabei einer großen Gefahr aussetzt, träumt sich Elvy Nacht für Nacht zu Erik und sucht nach einem Weg um ihn zu retten.
Doch der Frostprinz, der die Arme der Ysrika anführt, hat es auf sie abgesehen und will sie zu seiner Prinzessin machen. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und Elvy geht Nacht für Nacht größere Risiken ein, um Erik aus den Fängen der Schneekönigin zu befreien.

Bereits Band 1 sorgte bei mir für Schnappatmung, als ich das Buch in den Händen hielt und auch die Fortsetzung ist wieder ein richtiger Eycatcher.
Die wunderschönen Prägungen des Hartcovers und der fantastische Farbschnitt sind sehr hochwertig gestaltet. Auch die Druckfarbe im Innenteil ist etwas ganz besonderes, denn sie ist passend zum Buch in Blau gehalten.
Für mich sind es auf jeden Fall die schönsten Cover/Bücher des Jahres.

Endlich ist die Fortsetzung der Geschichte da und ich durfte wieder in die eisige Welt Ymatàjas eintauchen. Der leichte, flüssige und sehr atmosphärische Schreibstil von Anna Fleck machte es mir aber auch nicht schwer wieder in die Handlung hineinzufinden.

Gemeinsam mit Elvy, Simàja und Tomte Teda lernen wir das verwunschene Reich hinter dem Eis nach und nach kennen. Dabei saßen uns die Frostkrieger der Ysirka immer im Nacken.
Wir begegnen in den Tunneln den Grautrollen, suchen die Somarfejra auf und die Somaelfar und besuchen die Versammlung der Vintaelfar.

Das Worldbuilding ist einfach fantastisch und wunderbar bildhaft beschrieben. Ich habe es geliebt, gemeinsam mit unseren Charakteren die Völker dieser Welt zu entdecken.
Besonders gut hat mir diesmal Elvy gefallen, denn ihre innere Zerrissenheit zwischen dem Wunsch ihre große Liebe Erik zu befreien und der Rettung der Welt, war für mich zu jedem Zeitpunkt spürbar.
Meine Lieblingsfigur ist immer noch Tomte Teda. Ich musste oft über die Kaffeesüchtige Wichtelin lachen. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und ich mag ihre schonungslos ehrliche Art und die Mischung aus Herzlichkeit und A*tritt. Aber auch Nuk und Nîm habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Der Cliffhanger am Ende lässt mich nun ungeduldig auf Band 3 warten. Wie soll ich die lange Wartezeit überbrücken?

Fazit
Oft ist der zweite Teil einer Trilogie etwas schwächer, doch die Autorin hat bewiesen, dass das nicht sein muss. Im Gegenteil! Mir hat Band 2 fast noch besser gefallen als der erste Teil.

Eine tolle Story, die mich mit unvorhersehbaren Wendungen, Action, aber auch eine gute Portion Humor und vielen emotionalen Momenten gepackt hat.
Ich habe die Geschichte förmlich verschlungen.
Anna Fleck sorgte mit ihrer illustrativen Ausdrucksweise auch in der Fortsetzung wieder dafür, dass ich diese wundervolle magische Welt bildhaft vor Augen hatte und die Kälte Ymatàjas überall spüren konnte.
Für diesen Pageturner gibt es verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung

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Das Warten hat ein Ende

Sommerpfade in Arrowwood von Natascha Birovljev

Das Warten hat ein Ende und endlich darf ich mich wieder auf den Weg nach Arrowwood machen und die Sleeping Lake Ranch besuchen. Alle Geschichten spielen in Arrowwood, können aber unabhängig voneinander gelesen werden.

Auch wenn diesmal die Geschichte von Lainey und Robyn erzählt wird, habe ich mich sehr gefreut, liebgewonnene Bekannte wiederzusehen.

Denn natürlich haben auch Nicky, Granny und Tom ihren Platz in der Geschichte.
Es gibt zwei Handlungsstränge.
Grandpa Bill hat Lainey und ihre jüngere Schwester Robyn zu gleichen Teilen seine Farm vererbt.
Robyn, die als berühmte Konzertpianistin ständig unterwegs ist, hat eigentlich gar kein Interesse an der Farm und Lainey, obwohl sie sie im Sinn ihres Großvaters gerne weiterführen möchte, hat keine Ahnung von der Landwirtschaft. Doch um die Ranch zu ihrem Zuhause zu machen, muss sie nicht nur viel lernen, sondern auch ein eigenes Konzept dafür entwickeln und sich mit ihrer Schwester auseinandersetzen.
Um die Zeit bis zur Übernahme der Farm sinnvoll zu nutzen, begleitet sie ihre Tante Beth nach Arrowwood. Sie hofft, auf der Sleeping Lake Ranch so viel wie Möglich über das Betreiben einer Ranch zu lernen. Auf dem Gnadenhof gibt es jedoch nur einen Job als Pflegerin von Nickys Gandma und nicht nur deren Demenz bringt einiges durcheinander, sondern auch das Auftauchen von Clayton, ihrem Ex-Freund.

Im zweiten Handlungsstrang steht Rabbit vor einigen Herausforderungen. Das Verhältnis zu seinem Vater Jeremy ist zerrüttet, doch dann quartiert dieser sich plötzlich, für scheinbar längere Zeit bei ihm ein. Jeremy mischt sich sogleich in alles ein und weiß alles besser. Für Rabbit ist nicht nur das eine schwierige Situation, denn auch bei der Übernahme der Lederwerkstatt von Tom läuft für Rabbit nicht alles nach Plan.

Das Cover passt perfekt zu den zwei anderen Bänden und gefällt mir sehr gut.
Auch der Schreibstil von Natascha Birovjlev ist wie gewohnt leicht und lebendig. Ich fühlte mich schon nach wenigen Seiten wieder heimisch und hatte das Gefühl Arrowwood gar nicht verlassen zu haben.

Lainey ist eine selbstlose junge Frau, die in der Familie immer hinter ihrer berühmten Schwester zurückstecken muss und das auch bereitwillig tut. Ihre Mutter ist völlig darauf fixiert, Robnys Karriere zu fördern und vergisst darüber, dass sie noch eine weitere Tochter hat, die sie vielleicht ab und zu mal braucht.
Ich hätte mir gewünscht, dass Lainey etwas mehr für das, was sie möchte kämpft und vielleicht wenigstens am Ende, auch ihrer Mutter gegenüber Klartext redet.

Rabbit habe ich schon in Band 2 ins Herz geschlossen. Er möchte die Lederwerkstatt von Tom übernehmen und mit Emily glücklich werden. Doch dann taucht sein Vater auf und schafft es, dass Rabbit plötzlich an sich selbst zweifelt. Man spürt förmlich seine innere Zerrissenheit, Ich habe mit ihm gelitten und von Seite zu Seite gehofft, dass entweder Rabbit oder sein Vater den Mund aufmacht und sie ein klärendes Gespräch beginnen.

Beide Charaktere müssen im Laufe der Handlung lernen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich nicht von den Erwartungen anderer beeinflussen zu lassen.

Allerdings wurde mir zu viel um den heißen Brei geredet und die viele Schwindeleien und Geheimnisse empfand ich als etwas übertrieben.
Schön fand ich, dass auch alte Bekannte aus Band 1 und 2 wieder dabei waren, auch wenn sie hier nur eine Nebenrolle spielten. Vor allem die Passagen mit Granny und Tom ließen mir das Herz aufgehen und ich ffeiere ihre späte Liebe.

Natascha Birovljev hat wieder geschafft, nicht nur die Atmosphäre und das Kanadafeeling gekonnt einzufangen, sondern mich mitgenommen auf eine emotionale Reise mit tiefgründigen Charakteren.

Für Band 3 gibt es daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung

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Eine wunderschöne Fantasy Story mit Tiefgang

Der Spiegel des Drachen - Weltenwandel von April Wynter

Das Land Aldaketa leidet immer häufiger unter Klimakatastrophen. Die Temperatur ist stark gefallen und unterliegt unkontrollierbaren Schwankungen. Sintflutartige Regenfälle überfluten die Schluchten und Erdbeben und Lawinen löschen ganze Dörfer aus. Die Magie, die von der Bevölkerung genutzt wird, schwankt immer mehr.

Endlos lange Nächte sind die Folge und viele Tiere überstehen die langen Winter nicht mehr.
Die Welt ist nicht mehr zu retten. Um wenigstens der Bevölkerung die Chance auf ein neues Leben zu geben, schickt Königin Estrella vier Außenseiter auf eine Mission. Sie sollen der Legende des Spiegeldrachen nachgehen und das geheimnisvolle Portal finden, dass in eine neue, bessere Welt führen sollen.
Das Cover hat mich sofort begeistert, denn ich lese Geschichten, in denen Drachen eine Rolle spielen sehr gerne.

Der Schreibstil der Autorin ist mir durch ihre anderen Bücher bekannt. Er ist angenehm und sehr flüssig zu lesen.
Doch ich muss gestehen, dass ich ziemlich lange gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzukommen und schon kurz davor war, aufzugeben.
Es zog sich am Anfang etwas in die Länge. Erstmal vergeht viel Zeit damit, die vier Protagonisten genauer kennenzulernen. Bis die Gruppe sich dann endlich auf den Weg machte, um den Drachen zu suchen, dauerte es deshalb ziemlich lange.
Einerseits finde ich es grundsätzlich gut, wenn ich die Figuren und das Worldbuilding richtig kennenlerne, andererseits mag ich es aber auch, wenn die Geschichte zügig vorangeht.
Was das betrifft, bin ich deshalb etwas zwiegespalten.
Für die Autoren ist es auch wirklich schwierig, mich als Leserin zufriedenzustellen. ;-)
Doch im Nachhinein bin ich froh, dass ich weitergelesen habe, denn sonst hätte ich eine echt tolle Story verpasst.

Doch kommen wir zu den Protagonisten.
Auf die Mission geschickt werden die Assassine Aylia, der Eigenbrötler Taran, die Prostituierte Langara und Rylo, der Leibwächter der Königin.
April hat es geschafft, die Charaktere so authentisch zu beschreiben, dass ich das Gefühl hatte, mich mitten im Geschehen zu befinden.
Die Perspektiven wechseln immer wieder und so lernen wir das Quartett, das alles andere als stereotypisch ist, nach und nach besser kennen und bekommen etwas tiefere Einblicke in die Hintergründe.
Jede Figur hatte besondere Stärken, die immer wieder geschickt genutzt wurden.

Sehr gut gefallen hat mir, dass es April wunderbar gelungen ist, ein erstes Thema, wie den Klimawandel, geschickt in eine Fantasy-Story einzupflegen.

Es gibt unterschiedliche Handlungsstränge, doch am Ende wurden alle Fäden gut miteinander verknüpft und es blieben keine Fragen offen.
Ich wusste, dass es am Ende kein klassisches Happyend geben würde und hatte etwas Angst vor dem Schluss, aber ich muss sagen, dass es wunderbar passt und nicht besser hätte gestaltet werden können!


Für mich ist „Der Spiegel des Drachen“ letztendlich ein wundervoller epischer Fantasy-Roman, den ich gerne weiterempfehle.

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Ein toller Auftakt der Dilogie

Fable - Der Gesang des Wassers (Fable 1) von Adrienne Young

Vierzehn Jahre ist Fable alt, als ihr Vater, ein einflussreicher Händler, sie auf der berüchtigten Diebesinsel Jeval aussetzt.
Seitdem sind vier Jahre vergangen und sie verbringt jeden Tag damit, als Schürferin in den Riffs nach Edelsteinen und Mineralien zu tauchen. Sobald sie genug Geld gesammelt hat, um die Schiffsfahrt zu bezahlen, will sie ihrem Vater suchen und ihren rechtmäßigen Platz an seiner Seite einnehmen.

Doch dann muss sie die Insel schneller verlassen als geplant. Fable hat Glück, dass sie auf der Mariegold, einem kleinen Handelsschiff, anheuern kann und Kapitän West sich bereit erklärt, sie bis nach Ceros mitzunehmen. Während der Überfahrt muss Fable aufpassen, das niemand hinter ihr Geheimnis kommt. Aber auch West und seine Crew scheinen einiges vor Fable zu verbergen.

Für mich war es das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe.
Der Klappentext hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht und so stand schnell fest, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte.
Durch den lockeren, leichten und sehr detaillierten Schreibstil der Autorin war ich innerhalb von Minuten in der Geschichte gefangen!

Adrienne Young hat mich mitgenommen auf eine abenteuerliche Reise über das Meer.
Sie hat nicht nur ein tolles Setting erstellt, sondern wunderbare Charaktere geschaffen, die sehr gut herausgearbeitet wurden, authentisch beschrieben sind und über ausreichend Tiefe verfügen.
Im Fokus steht Fable und sie war mir als Protagonistin schnell sympathisch. Sie ist eine starke und mutige junge Frau. Teilweise ist sie etwas streng mit sich selbst, denn sie versucht, sich an die fünf Regeln zu halten, die sie von ihrem Vater mit auf den Weg bekommen hat.
Obwohl die letzten Jahren ein stetiger Kampf für sie waren, nimmt sie ihr Leben in die Hand und ist für ihre 18 Jahre sehr reif. Sie hat es zu Beginn nicht leicht mit der Mannschaft der Mariegold, denn sie muss das Geheimnis, dass sie hütet, vor ihnen verbergen.
Doch sie beißt sich schnell durch und lässt sich nicht unterkriegen.
West ist nicht nur für Fable undurchschaubar, auch wenn ich schnell eine kleine Ahnung hatte, wie sich seine Figur entwickeln würde. Ich bin gespannt, was wir in Band 2 noch so alles mit ihm erleben werden.
Besonders gut gefallen hat mir, dass wir neben Fable und West auch die Crew der Mariegold mit ihren eigenen Geschichten nach und nach besser kennenlernen. Besonders Willa und Auster habe ich schnell ins Herz geschlossen.

Die Slow-Burn-Romance gefällt mir sehr gut, denn ich mag es, wenn sich Gefühle langsam entwickeln und die Liebe nicht vom Himmel fällt.
Schade, fand ich hingegen, dass der Fantasyanteil doch sehr gering ist. Ich habe wirklich lange überlegt, ob es außer der Gabe von Fable noch anderer Fantasyelemente gibt, aber keine entdeckt.

Fazit
Fable ist eine „Fantasy-Story“, die sich von vielen anderen in diesem Genre unterscheidet.
Auch wenn ich keine Jugendliche mehr bin, sondern im, sagen wir mal, etwas reiferem Alter, hat mich die Geschichte von Fable begeistert und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Für Band 1 gibt es fünf Sterne und eine Leseempfehlung

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Eine Fantasy-Reihe mit Sogwirkung

Die Prinzen des Winters: Eisglut von K. T. Steen

Die Geschichte von dem Feuermädchen Eyra geht weiter.
Estoria versinkt in Eis und Schnee. Der Palast und alle Häuser im Umkreis sind nicht mehr bewohnbar und die Straßen versinken in Schneemassen.
Die Prinzen wollten den langen Winter beenden, doch der Orden hat im letzten Augenblick die Macht des Eiskristalls an sich gerissen.

Das Feuermädchen Eyra fühlt sich verantwortlich für diese Misere. Gemeinsam mit ihren Gefährten macht sie sich auf die Suche nach dem Feuerrubin, um mit seiner Hilfe den Winter aus dem Süden zu bannen.

Es handelt sich um Band 2 der Reihe „Die Prinzen des Winters“.
Das Cover ist wieder traumhaft schön und ein richtiger Eycatcher.

K.T. Steen erschafft mit ihren Büchern nach und nach den märchenhaften Kontinent Mirilor, mit vielen unterschiedlichen Ländern. Wir waren mit „Die Krone der Feen“ in Oritea und mit „Die Feen der Nacht in Nasca. In der Geschichte „Die Prinzen des Winters“ befinden wir uns in Estraoria.
Mirilor ist eine Welt voller Feen, Elfen, Drachen und vielen anderen märchenhaften Geschöpfen.
Auch wenn alle Bücher in einer Welt spielen, sind es Geschichten mit jeweils völlig anderen Protagonisten, die unabhängig voneinander gelesen werden können.
Heute tauchen wir erneut in die märchenhafte Welt Estraoras ein.

Ich habe bisher alle Bücher von K.T. Steen gelesen und ihr Schreibstil ist mir so vertraut, dass er bei mir das Gefühl des „Nachhausekommens“ auslöst.
Bei jedem Buch, das ich von ihr lese, denke ich, es kann nicht besser werden, doch immer wieder schafft K.T. Steen es, eine Schippe drauf zu legen und mich mit jeder neuen Geschichte in den Bann zu ziehen. Mit Band 2 der Eisfeuer-Saga hat sie auf jeden Fall wieder ein Meisterwerk abgeliefert.

Mit ihrer eloquenten Ausdrucksweise führt sie leicht und klar durch die Handlung. Sie erschafft eine magische, atmosphärische Märchenwelt, in die ich schon nach wenigen Zeilen eingetaucht bin und die Lust auf mehr macht.

Obwohl es schon eine Weile her ist, dass ich Band 1 gelesen habe, konnte ich ohne Probleme wieder in die Geschichte hineinfinden.
Eyra hat den Eiskristall zurückgebracht und den Fluch von den Prinzen genommen. Doch ihr Plan, damit das Land zu retten, ist gescheitert. Lorelai hat die Macht an sich gerissen und durch die schneidende Kälte herrscht nun Armut und Hunger im Land.
Eyras Gefährte hat sich geopfert und ist als Pfand zurückgeblieben. Doch Eyra gibt nicht auf und versucht alles, um ihn aus den Fängen des Ordens zu befreien und gemeinsam mit ihm gegen den Winter in Estraora aufzubegehren. Doch dafür muss sie sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit begeben.
Die Handlung ist wieder sehr facettenreich gestaltet und es kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Es gibt immer wieder spektakuläre, spannende Situationen, Action und viel Magie.
Aber auch die Emotionen und die Gefühle kommt natürlich nicht zu kurz.
Der zweite Teil endet an einer spannenden Stelle, aber es gibt keinen fiesen Cliffhanger.

Wie geht die Geschichte um Eyra und Lazar weiter und was werden wir noch alles mit Belgor erleben?
Ich kann kaum abwarten bis der dritte, finale Teil der Eisfeuer-Sagea erscbeint. Band 2 steht seinem Vorgänger auf jeden Fall um nichts nach und hat Suchtpotenzial.
Dafür gibt es 5 Sterne und natürlich eine Leseempfehlung.

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Vamire-Story abseits des Mainstreams

Melodie der Unsterblichkeit von Emilia Laforge

Liebst Du Vampir-Romane nach dem Schema: Junge Frau verliebt sich in einen Vampir und will selbst ein Vampir werden? Nun, dann bist Du hier falsch, denn so eine Geschichte findest Du hier nicht.

Musik ist die große Leidenschaft der 18-jährigen Alyssa und sie träumt von einem Musikstipendium, doch ihr Traum droht zu platzen, als sie eines Nachts von einem Vampir gebissen wird.

30 Tage dauert die Verwandlung und während dieser Zeit muss sie sich entscheiden. Will sie ein vollwertiger Vampir werden, oder sich als Halbvampir den Jägern anschließen.
Doch beide Varianten haben Nachteile. Als vollwertiger Vampir droht ihr der Verlust ihrer Menschlichkeit und als Halbvampire untersteht sie den Jägern und gibt ihre Selbstbestimmung auf.
Der gutaussehende Jäger Alec und die Vampirin Mary sollen sie während des Prozesses der Verwandlung begleiten und sie in die ihr fremde Welt des Übernatürlichen einführen. Beide versuchen Alyssa auf ihre Seite zu ziehen. Der Countdown läuft. Wie wird sie sich entscheiden?

Das wunderschöne Cover gefällt mir sehr und es spiegelt die Handlung perfekt.

Ich liebe Vampir-Geschichten und es macht mir auch nichts aus, wenn ab und zu alte Klischees bedient werden. Aber ich lasse mich auch gerne von neuen Storys, wie sie Emilia Laforge mit ihrer Reihe bietet, überraschen.
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar dynamisch, lebendig und sehr flüssig. Ich wurde direkt in die Geschichte hineingezogen und musste mich jedes Mal aufraffen, das Buch beiseite zu legen.

Wir verfolgen die Handlung aus den Perspektiven von Alyssa und Alec. Es fiel mir dadurch leicht, die Gefühle der beiden nachzuvollziehen.
m Fokus steht Alyssa. Sie ist eine außergewöhnliche Protagonistin und ich mochte ihre Art sofort sehr. Sie ist eine Einzelgängerin und für ihre Mitschüler ein Gothic-Girl und Freak, denn sie treibt sich nachts gerne alleine auf Friedhöfen herum.
Ihre Charakterentwicklung ist toll. Sie sagt offen ihre Meinung, kontert geschickt und lässt sich weder einschüchtern, noch unterkriegen, obwohl die 30 Tage für sie eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle sind.

Alec ist zu Beginn ziemlich arrogant. Er hat eigentlich gar keine Lust, den Mentor für Alyssa zu spielen und verhält sich dementsprechend. Am liebsten hätte ich ihn zwischendurch mal kräftig geschüttelt. Es hat etwas gedauert, bis er ein paar Pluspunkte bei mir gesammelt hatte.
Die Dynamik zwischen den beiden war aber ganz nach meinem Geschmack. Die lebendigen Dialoge, das Geplänkel und die Streitereien besonders zwischen Alyssa und Alec sorgten immer wieder für ein Grinsen in meinem Gesicht. Auch wenn ich ständig darauf gewartet habe, dass die beiden endlich zusammenfinden, hat es mir gut gefallen, dass die Liebesgeschichte sich langsam entwickelt und nicht vom Himmel fällt.

Die Nebenfiguren, wie zum Beispiel Mary, Ben, Kylie und viele andere, die sehr wichtig für die Story sind, passen perfekt, sind zu jeder Zeit greifbar, tiefgründig und wunderbar authentisch gestaltet. Man spürt regelrecht, mit wie viel Liebe und Herzblut Emilia sie gezeichnet hat.

Unvorhersehbare Wendungen und zahlreiche Geheimnisse sorgen dafür, dass die Spannung aufrechterhalten wird.

Fazit
Spannende Plot-Twist, fesselnde Dramatik und emotionale Momente sorgen für einen tollen Auftakt einer Vamire-Story, die alles andere als stereotypisch ist.
Ich bin gespannt, wie es im zweiten Teil weitergehen wird.
Band 1 bekommt schon mal verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Ein toller Auftakt der Reihe

THE CHOICE: Die Erwählten von Sophia Hunter

Julianas Familie geht es seit dem Tod ihres Vaters finanziell nicht besonders gut. Sie möchte ihre Mutter gerne unterstützen, doch arbeiten darf sie erst ab ihrem 21. Geburtstag.
Doch bevor es so weit ist, verlangt das Gesetz, dass sie sich, genau wie alle anderen heiratsfähigen Frauen in ihrem Alter, der THE CHOICE Jury stellen.

Juliana rechnet sich keine reale Chance aus, denn es ist allgemein bekannt, dass nur adelige Kandidaten gewinnen und Juliana glaubt nicht an das Märchen von Cinderella.
Überraschend für alle, wird sie jedoch eine der Erwählten und muss, gemeinsam mit 45 anderen Mädchen, in den Palast ziehen. Dort erwarten sie die acht Kandidaten.
Begleitet von einem Kamerateam beginnt der Kampf um die Herzen der vier zukünftigen Könige. Doch welche der acht Männer sind die wahren Prinzen?
Juliana möchte am liebsten sofort wieder nach Hause, doch dann verspricht ihr nicht nur einer der Kandidaten ihre Familie mit Essen zu versorgen, solange sie im Palast bleibt, sondern sie verliert ihr Herz an einen der Männer.

Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch dieses wunderschöne Cover und den Klappentext, der mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Das Cover ist ein richtiger Eyecatcher und ein toller Blickfang.

Wow! Sophia Hunter hat mit „The Choise – Die Erwählten“ einen wahnsinnig fesselnden und mitreißenden Auftakt der Romantasy-Reihe geschrieben.
Ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen, denn die Autorin schreibt wunderbar lebendig, herrlich locker und sie hat einen wunderschönen bildhaften Stil. Es fiel mir richtig schwer, dass Buch zwischendurch zur Seite zu legen.

Die zentrale Figur der Geschichte ist Juliana. Schnell gerät sie in einem Strudel voller Geheimnisse und Intrigen. Aber Juliana ist eine unheimlich starke Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt. Auch wenn sie immer wieder in schwierige Situationen gerät, hat sie die Kraft, nicht aufzugeben, sondern weiterzumachen.
Es gibt jedoch einen Punkt, der mich an ihr etwas gestört hat. Juliana ist zwar noch nie verliebt gewesen und kann deshalb ihre Gefühle schlecht einschätzen, aber sie hat mir doch etwas zu viel für einige der Kandidaten geschwärmt.

Neben den Juliana und Mark, gibt es natürlich eine ganze Reihe weiterer Charaktere. Für einige hegte ich Sympathien und für andere Antipathien. Ich sage nur „Sir Kotzbrocken“ ;-)
Besonders gut hat mir Norma gefallen. Aber auch Lorena habe ich schnell ins Herz geschlossen.

Sophia Hunter versteht es, mit ihrer ausdrucksstarken und bildhaften Beschreibung, eine wunderbare atmosphärische Stimmung zu erschaffen. Die Spannung steigt im Laufe der Geschichte immer mehr an. Wer ist für den Mord verantwortlich? Ich habe einen Verdacht, aber erfahren werden wir es wohl erst im zweiten Band der Reihe.

Gerne hätte ich auch noch etwas mehr über die „Alte Welt“ erfahren und darüber, wie der Prolog in die Geschichte passt. Aber ich hege die Hoffnung, dass es im nächsten Teil noch ein paar Infos dazu gibt.

Am Ende gibt es einen richtig gemeinen Cliffhanger, der mich mit offenem Mund zurückgelassen hat.
Bis Teil 2 in den Handel kommt, müssen wir uns leider noch gedulden.
Für mich ist Teil 1 ein toller Auftakt der Reihe und für dieses tolle Lesevergnügen gibt es natürlich eine Leseempfehlung und die Höchstpunktzahl.

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