Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Nicht so stark wie die Vorgänger
Court of Night von C.N. Crawford
Nach dem starken Start der Reihe mit Band 1 und 2 waren meine Erwartungen an Teil 3 ziemlich hoch. Ich habe gehofft, dass es genauso spannend, emotional und fesselnd weitergeht. Leider wurde ich ein bisschen enttäuscht.
Dabei ist der Anfang wirklich vielversprechend:
Kaum hat man das Buch aufgeschlagen, wird Arianna bereits mit einer schrecklichen Wahl konfrontiert: Entweder sie verrät Ruadan binnen 24 Stunden – oder eine grausame Pest wird freigesetzt.
Als wäre das nicht genug, droht Baleros damit, ihre wahre Identität zu enthüllen. Die Gefahr ist allgegenwärtig, und man fiebert sofort mit ihr mit.
Auch die düstere Fantasywelt ist wieder da: Dämonen, dunkle Magie und schräge Ideen wie eine Rollerdisco mit Alanis Morissette. Irgendwie ist das kreativ und gleichzeitig verrückt – manchmal fast zu verrückt.
Die Kämpfe sind sehr brutal, stellenweise war mir das zu viel. Menschen werden zerfetzt oder gehäutet – das war mir persönlich zu heftig.
Inhaltlich passiert gefühlt weniger als in den ersten Bänden. Es gibt zwar viele Kämpfe und Geheimnisse, aber viele Szenen sind zu schnell vorbei und wirken dadurch ein bisschen oberflächlich.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, aber es fehlt manchmal an Tiefe.
Vor allem die Beziehung zwischen Arianna und Ruadan hätte ich mir emotionaler gewünscht. Der „Slow Burn“ zieht sich ganz schön, und das Knistern zwischen den beiden bleibt oft eher schwach.
Trotzdem hat das Buch auch seine Stärken: Arianna ist eine starke, mutige Heldin mit Ecken und Kanten. Ihr Sarkasmus und ihre Entschlossenheit machen sie sympathisch. Auch Ruadan zeigt langsam mehr von sich – obwohl er immer noch sehr verschlossen ist. Außerdem gibt es einige wichtige Enthüllungen, die Lust auf das Finale machen. Und das Ende hat natürlich wieder einen fiesen Cliffhanger.
Fazit:
Band 3 ist düster, brutal und schnell erzählt – aber leider nicht ganz so stark wie die Vorgänger. Wer dunkle Romantasy mit Sarkasmus, „Enemies to Lovers“ und einer Portion Wahnsinn mag, wird trotzdem gut unterhalten. Ich gebe solide 4 von 5 Sternen und hoffe, dass das Finale wieder mehr Herz und Tiefe mitbringt.
Eine Dystopie, die unter die Haut geht
Der Schicksalspreis von Ava Cooper
Stell dir vor, jede Entscheidung in deinem Leben – dein Beruf, deine Beziehungen, sogar dein Tod – wird von einer künstlichen Intelligenz getroffen.
Lina, 17, glaubt fest an dieses System, das allen Menschen ein perfektes Leben verspricht. Doch ihr Vertrauen zerbricht, als sie mitansehen muss, wie ihre beste Freundin brutal ermordet wird.
Die Behörden sprechen von einem „notwendigen Schicksalspreis“.
Lina beginnt zu zweifeln und ermittelt auf eigene Faust. Es dauert nicht lange, bis sie zwischen die Fronten gerät. Plötzlich ist sie eine Gejagte: von der Regierung, skrupellosen Verbrechern und ihrem eigenen Vater, einem der führenden Köpfe hinter dem System.
Diese Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
Ava Coopers Schreibstil ist flüssig, lebendig und atmosphärisch, mit einer Prise Romantik, ohne kitschig zu werden.
Die von ihr geschaffene Welt wirkt erschreckend real.
Die Handlung ist rasant, mit starken Plottwists und einer Protagonistin, die mit sofort sympathisch war.
Lina ist keine makellose Heldin und gerade das macht sie so authentisch. Ihre Entwicklung ist zu jeder Zeit nachvollziehbar und tiefgründig. Auch die Nebenfiguren sind facettenreich und glaubwürdig gezeichnet.
Besonders beeindruckt hat mich, dass Ava Cooper in ihrem Roman nicht nur auf Spannung und Technik setzt, sondern grundlegende Fragen in den Mittelpunkt rückt:
Wie frei sind wir wirklich? Wer entscheidet, was "das Beste" für uns ist?
Diese Themen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und haben mich immer wieder zum Nachdenken angeregt.
Fazit:
Ein fesselnder, emotionaler Roman, der unter die Haut geht.
Geeignet für Leser*innen ab ca. 14 Jahren – aber auch für Erwachsene absolut lesenswert.
Für alle, die Dystopien lieben, mitfühlen, mitdenken und mitfiebern möchten: eine klare Leseempfehlung!
Ich freue mich schon jetzt auf Band 2.
Ein rundum gelungener Auftakt
Night Of Blood von Tanja Neise
Wow – was für ein Buch!
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, denn Night of Blood hat mich von der ersten Seite an gefesselt und begeistert. Tanja Neise hat mich mitten in eine düstere, magische Welt geworfen, aus der ich am liebsten gar nicht mehr auftauchen wollte.
Schon auf den ersten Seiten spürt man die Gefahr und vor allem die Verbindung und die knisternde Spannung zwischen den Figuren.
Besonders beeindruckt hat mich das Worldbuilding:
Eine Welt voller Magie, mystischer Wesen und uralter Geheimnisse. Tanja Neise hat sie so bildhaft und lebendig beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, mich selbst mitten im Geschehen zu befinden.
Lumiel und Shay sind zwei Gegensätze, die eigentlich Feinde sein müssten, aber durch das Schicksal auf dramatische Weise miteinander verbunden werden.
Ihre Beziehung ist intensiv, voller Emotionen und wunderbar feinfühlig erzählt. Diese stille Nähe, das unausgesprochene Vertrauen trotz aller Zweifel – einfach meisterhaft, wie Tanja diese Gefühle transportiert.
Und dann ist da noch Sam...
Er hat sich ganz leise in mein Herz geschlichen – und ist dort geblieben.❤️
Der Schreibstil ist ein Traum: bildhaft, gefühlvoll und mitreißend. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Besonders der Kodex zwischen den Kapiteln hat mir regelmäßig Gänsehaut beschert.
Manchmal ging mir die Handlung fast ein wenig zu schnell – doch das war mir völlig egal, denn die Emotionen haben einfach alles überstrahlt.
Die Autorin hat mit diesem Buch mein Herz im Sturm erobert.
Und dann... dieser Cliffhanger! Puh...????
Für mich ist Night of Blood ein rundum gelungener Auftakt – voller Gefühl, Spannung und Magie.
Danke, Tanja, für diese intensive, berührende Geschichte. Ich bin sowas von bereit für Band 2!
Ein toller Auftakt
Der Unendlichkeit so nah von Theresa Kern
„Der Unendlichkeit so nah“ von Theresa Kern
Emmas großes Ziel ist es, eines Tages Astronautin zu werden. Doch weder ihre Familie, noch ihr Freund Michael unterstützen sie bei ihrem Traum. Im Gegenteil. Alle versuchen, es ihr auszureden.
Nach einem großen Streit mit Michael zieht Emma einen Schlussstrich und nutzt die Einladung von Becky, um auf Hawaii zur Ruhe und mit sich ins Reine zu kommen.
Dort lernt sie auch Beckys Sohn Elias kennen. Er teilt als Wissenschaftler Emmas Leidenschaft für das Weltall und kann ihren großen Traum gut verstehen. So kommen die beiden sich langsam näher.
Doch dann entdeckt Emma auf Hawaii im Haus von Becky das gleiche alte Foto, dass sich auch im Besitz ihrer Familie befindet. Was hat das zu bedeuten?
Hinter dem Pseudonym Theresa Kern verbirgt sich die Autorin Rena Fischer, die mir schon von vielen ihrer Jugendfantasy-Bücher bekannt ist. Ich liebe ihren Schreibstil und war sehr neugierig darauf die neue Seite an ihr kennenzulernen.
Es machte mir so auch keine Schwierigkeiten, in die Geschichte einzutauchen. Ich liebe die lebendige und atmosphärische Ausdrucksweise der Autorin. Es gelingt ihr auf wunderbare weise, die Emotionen der Geschichte so einzufangen, dass ich mich komplett fallen lassen konnte und es einfach genossen habe.
Um die Familienbande zu verstehen, haben mir die Stammbäume im Einband sehr geholfen.
Auch den Glossar am Ende des Buches fand ich an einigen Stellen sehr hilfreich.
Wir begleiten die Charaktere in der Gegenwart und in der Vergangenheit und trotz der Zeitsprünge und unterschiedlichen Perspektiven fiel es mir nicht schwer, der Handlung zu folgen.
Die Handlungsstränge greifen perfekt ineinander, so dass ich beim Lesen nie der rote Faden der Geschichte verloren habe.
Es gelingt der Autorin wunderbar, Vergangenheit und Gegenwart, sowie die einzelnen Geschichten der Protagonisten zu schildern. Außerdem merkt man deutlich, dass Theresa Kern den geschichtlichen Hintergrund umfangreich recherchiert hat.
Die Charaktere sind von der Autorin sehr lebendig und realistisch gestaltet und fügen sich wunderbar in die Geschichte ein. Besonders Emma und Marie habe ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen.
Doch auch das Setting hat mich begeistert. Die wunderbare Landschaft ist so bildhaft beschrieben, dass ich sie zu jeder Zeit bildhaft vor Augen hatte.
Die Geschichte endet mit einem fiesen Cliffhanger und nun muss ich ungeduldig auf den finalen Teil der Dilogie warten.
Fazit
„Der Unendlichkeit so nah“ ist der wundervolle Auftakt einer tollen Familien-Saga, die voller Gefühl und emotionaler Momente ist. Dafür gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung
Eine außergewöhnliche Fantasy-Geschichte, die lange nachwirkt
Liberantas von Larissa Braun
Ich habe vor dem Lesen die Triggerwarnung nicht beachtet. Aber ich empfehle dringend, dies unbedingt so tun, vor allem, wenn man unter Depressionen leidet und psychisch Krank ist!
Die 21-jährige Elainy kämpft mit Selbstzweifeln und verletzt sich immer wieder selbst. Als bei einem ihrer regelmäßigen Besuche bei der Psychologin Dr.
Lennox, eines Tages Dr. Michaels, die Behandlung übernimmt, bietet er ihr eine positive Veränderung durch eine Hypnose an.
Elainy lässt sich darauf ein, doch als sie erwacht, befindet sie sich nicht mehr in ihrer Welt, sondern in Liberantas. In dieser fremden, paradiesischen Welt ist alles anders. Die Farben sind leuchtender und die Gerüche intensiver. Doch der Schein trügt.
Diese Welt ist auch gefährlicher, denn ihr begegnen Geschöpfe, die von Emotionen angelockt werden. Deshalb sind intensive Gefühle, wie zum Beispiel Liebe, verboten.
Kontrolliert wird diese magische Welt von den Inanis, den Hütern Liberantas. Sie machen keinen Hehl daraus, dass Elainy ihrer Meinung nach, nicht in diese Welt gehört.
Besonders der Inanis Awan ist immer sofort zur Stelle, sobald die Emotionen bei ihr überhandnehmen und es gefährlich für sie wird. So bleibt es nicht aus, dass sie sich mit der Zeit näher kommen und Elainy beginnt, Gefühle für ihn zu entwickeln. Doch Awan ist Liberantas verpflichtet ….
Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig und atmosphärisch. Es ist ihr auf eine wunderbare Art gelungen, die Spannung und die Emotionen einzufangen.
Wie in einem Sog wurde ich durch die Geschichte gezogen und durchlebte die gesamte Gefühlspalette von Elainy.
Auch das Worldbuilding ist so detailliert und bildhaft beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, Liberantas mit eigenen Augen zu sehen.
Am Ende des Buches findet man in einem Glossar einen Überblick über die Geschöpfe dieser Welt und Erklärungen von welchen Emotionen sie angelockt werden.
Elainy fühlt sich wohl in Liberantas, doch die Vergangenheit holt sie schnell ein und es fällt ihr schwer, ihre Emotionen in den Griff zu bekommen. Ich konnte mich schnell in sie hineinversetzen und es fiel mir nicht schwer, ihre Handlungen und Gedanken nachzuvollziehen.
Elainy kämpft mit ihren Gefühlen und immer wieder lockt sie damit die mehr oder weniger gefährlichen Geschöpfe dieser Welt an. Außerdem fällt es ihr schwer, sich an die Regeln zu halten, die in Liberantas gelten.
Awan blieb für mich lange Zeit geheimnisvoll und undurchschaubar. Doch seine Entwicklung im Laufe des Plots hat mir gut gefallen. Unbeantwortet blieb für mich die Frage, was er und Milo in der Aviswelt verloren haben.
Aber vielleicht klärt sich das ja in der Fortsetzung.
Liberantas – Im Schatten der Erinnerung ist der Auftakt einer Fantasy-Geschichte, die mich mehr als überrascht hat und die ich so nicht erwartet habe.
Eine Story, die keine leichte Kost ist, aber emotional berührt und zum Nachdenken anregt.
Dafür gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung
Eine tolle Fantasystory
Der 6. Kreis von Robert Deiss
„Der 6. Kreis: Fremde“ von Robert Deiss
Qiunns Geschichte beginnt in Ghorka. Einem Ort, in dem abgeschottet durch einen Bannzauber, Verbrecher aller Art verstoßen werden. Doch seit der Bannzauber gesprochen wurde, befindet sich die Welt im Ungleichgewicht.
Um den Bann zu zerstören und das Gleichgewicht wieder herzustellen, muss Qiunn alle Kreise der Magie betreten.
Doch so einfach ist das nicht, denn für jeden Kreis muss der junge Magier sich neue Fähigkeiten erarbeiten und sich schwierigen Aufgaben stellen.
Wir begleiten Qiunn auf seinem Weg, der ihn nicht nur zu den sechs Kreisen der Magie, sondern auch auf eine Reise zu sich selbst führen wird.
Ich bin sehr schnell in die Handlung eingetaucht, denn der Schreibstil von Robert Deiss ist lebendig und sehr angenehm zu lesen.
Normalerweise lese ich am liebsten Romantasy, also Fantasy mit einem kleinen oder großen Romance Anteil. Für mich war das deshalb schon fast ein Blick über den Tellerrand, denn eine Liebesgeschichte sucht man hier vergebens.
Doch ich habe die Entscheidung, mich auf die Story einzulassen nicht bereut. Im Gegenteil.
Ich habe mich wunderbar unterhalten und Qiunn gerne bei seinen Abenteuern begleitet.
Das Worldbuildung ist sehr lebendig und detailliert beschrieben worden. Ich hatte keine Schwierigkeiten, mir die Schauplätze vorzustellen.
In vielen Storys erhalten die Protagonisten ihre Fähigkeiten von selbst und müssen nichts dafür tun. Doch bei Qiunn ist das anders. Der Heiler und Magier Marten entdeckt, dass er Magie in sich trägt und nimmt ihn unter seine Fittiche. Qiunn muss sich alle magischen Fähigkeiten hart erarbeiten.
Um die Kreise der Magie zu erlernen und sie anschließend zu betreten, begibt er sich auf die Reise. Auf seinem Weg lernt er, (und wir natürlich auch) viele unterschiedliche Völker, ihre Lebensweisen und sehr unterschiedliche Charaktere kennen. Obwohl wir mit ziemlich vielen Protagonisten konfrontiert werden, sind sie gut durchdacht und facettenreich und lebendig gestaltet,
ohne dabei zu klischeehaft zu wirken.
Besonders das Volk des Wassers fand ich sehr spannend.
Wir wissen zu Beginn so gut wie nichts über die Vorgeschichte von Quinn. Doch der Autor verspricht, dass wir im nächsten Teil etwas mehr über ihn und seine Vergangenheit erfahren werden.
Auf einigen Abschnitten begleiten ihn Thorwald, Orin, Marten und die kleine Trollfrau Maki (die ich besonders ins Herz geschlossen habe). Sie alle werden im Laufe der Reise zu guten Freunden. Doch einige Erfahrungen muss Qiunn auch alleine machen. Er wächst mit jeder Prüfung und bekommt immer mehr Selbstvertrauen. Auch wenn ich oft Mitleid mit ihm hatte, konnte ich seine immer wieder aufflackernde Wut jedoch nicht richtig nachvollziehen.
Obwohl das Buch fast 600 Seiten hat, habe ich es innerhalb weniger Tage beendet.
Am Ende bleiben jedoch viele Fragen offen. Woher kommt Qiunn eigentlich und wohin wollte er? Wer oder was steckt hinter der Obrigkeit, die für die Bannzauber verantwortlich ist?
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und vergebe für Band 1 verdiente 5 Sterne
Eine tolle Fortsetzung
Court of Darkness von C.N. Crawford
Es handelt sich um den zweiten Teil 2 einer Reihe. Die Bände schließen nahtlos aneinander an und es ist erforderlich die Bücher der Reihe nach zu lesen.
Das düstere Cover sieht fast genauso aus, wie in Band 1 und so sieht man auf den ersten Blick, dass die Bücher zusammengehören.
Nachdem mich Band 1 nicht restlos überzeugen konnte, habe ich neugierig auf den zweiten Teil der Reihe gewartet.
Was soll ich sagen?! Ich wurde nicht enttäuscht!
Mit der Fortsetzung hat die Autorin einen neuen Fan gewonnen und so wie es aussieht, wird Shadow Fae die erste 7-teilige Fantasy-Reihe sein, die ich ganz lesen werde. ;-)
Der Einstieg fiel mir sehr leicht, denn es ist erst kurze Zeit her, dass ich Band 1 gelesen habe. Meine Erinnerungen an die Handlung waren dementsprechend noch sehr frisch in meinem Kopf.
Die Geschichte wird nahtlos fortgesetzt. Arianna ist mit ihrer menschlichen Freundin Ciara auf der Flucht, doch Ruadan findet sie und bringt sie zurück zur Akademie.
Die alten Götter verlangen, dass sie an den Prüfungen teilnimmt, um eine Ritterin der Shadow Fae zu werden.
Arianna muss sich weiter in den gefährlichen Prüfungen gegen Maddan und Melusine antreten und das alles ohne den Vorteil eines Lumen-Kristalls. Sie versucht alles, um am Leben zu bleiben, denn wenn sie eine der Prüfungen verlieren sollte, wird sie getötet.
Unsere Hauptprotagonistin entwickelt sich wunderbar weiter. Ich liebe ihre Schlagfertigkeit und ihren sarkastischen Humor. Ihre zwiespältigen Gefühle Ruadan gegenüber waren zu jeder Zeit gut spürbar. Aber Arianna steht immer noch unter hohem emotionalen Druck, denn nicht nur das Leben ihrer Freundin Ciara ist in Gefahr, sondern es darf auch niemand wissen, wer oder was sie ist.
Um ihre andere Hälfte wird immer noch ein großes Geheimnis gemacht, auch wenn es erste versteckte Hinweise gibt, die mich vermuten lassen, in welche Richtung sich das entwickeln könnte.
In der Fortsetzung lernen wir nun auch Ruadan endlich besser kennen und erfahren mehr über seine Vergangenheit. Er versucht alles, um Arianna das Leben ein wenig leichter zu machen. So langsam habe ich ihn mittlerweile auch ins Herz geschlossen. Die sexuellen Spannungen zwischen den beiden waren zwar spürbar, aber zum größten Teil blieben es Träume. Ich habe allerdings irgendwo gelesen, dass der Spice im Laufe der Reihe zunimmt.
Mich hat es nicht sonderlich gestört, dass es da in einem langsamen Tempo vorangeht, denn ich bin eh nicht der Fan von zu viel Spice. :-)
Wir treffen nicht nur auf alte Bekannte, sondern auch neue Figuren betreten die Bühne. Besonders Großmutter Elise und ihre Sprüche fand ich toll und ich hoffe, noch öfter von ihr zu lesen. Für eine Überraschung sorgte Ciara. Diese Entwicklung habe ich nicht geahnt. Ich bin gespannt, welche Rolle sie spielt.
Viel Action und unvorhersehbare Situationen sorgen wieder dafür, dass es spannend bleibt.
Der Plott-Twist macht Lust auf die Fortsetzung und lässt mich ungeduldig auf Band 3 warten.
Für den zweiten Teil gibt es verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Wenn Du romantische Fantasy mit Fae, Enemies to Lovers, Slow Burn, Intrigen und Geheimnisse liebst, lass Dir diese Reihe nicht entgehen.
Der Zauber von Eldasien geht weiter
Das Lied der Goldenen Fee von Karola Löwenstein
Vorsicht, Spoiler zu Band 1!
Die Geschichte knüpft nahtlos an Band 1 an und es ist zu empfehlen, die Bücher nacheinander zu lesen.
Nola, kehrt, gemeinsam mit ihre Schwester Mevia und Lirion, eher nach Eldasien zurück, als ursprünglich geplant, denn der König will das Portal für immer schließen.
Sie wollen für die Zukunft der Elfen kämpfen und Nola freut sich darauf, wieder bei Tiago zu sein. Doch schnell merken sie, dass sie kaum eine Chance haben, den Fluch der goldenen Fee zu brechen. Und auch das Wiedersehen mit Tiago verläuft anders als erhofft.
Nachdem bereits Band 1 ein fesselnder und spannender Auftakt für mich war, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung der Reihe gefreut. Ich liebe es aktuell sehr, in magische Welten zu versinken und mich mit Feen, Elfen und Drachen zu umgeben.
Es fiel mir auch nicht schwer, schnell wieder in die Handlung einzutauchen und Nola erneut auf ihren Abenteuern in Eldasien zu begleiten.
Auch das Worldbuilding wurde wieder wunderbar bildreich beschrieben.
Unsere Hauptprotagonistin ist dabei sich in eine Elfe zu verwandeln. Doch schon bevor der Prozess abgeschlossen ist, muss sie zurückkehren, denn sonst ist das Portal für immer verschlossen.
Karola Lowenstein hat es erneut geschafft, für ein beeindruckendes Kopfkino bei mir zu sorgen und die Emotionen unserer Charaktere so glaubwürdig zu vermitteln, dass ich das Gefühl hatte, mich mitten im Geschehen zu befinden.
Etwas genervt war ich diesmal von Tiago und ich hoffe ehrlich gesagt, dass es für ihn und Nola kein Happyend gibt.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich, neben Neregir, in diesem Teil der Reihe, Ateus. Ich verrate Euch jetzt nicht, um wen es sich dabei handelt, aber freut Euch auf eine ganz besondere Figur.
Fazit:
Das Lied der Fee ist eine tolle Fortsetzung der Reihe.
Spannende und actionreiche Szenen wechseln sich mit ruhigen Abschnitten ab. Es gibt Liebeskummer und viele Gefühle. Ich bin gespannt auf den finalen Teil, der hier schon auf mich wartet! Für Band 2 gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Schöner Fantasy Roman
Kiss of Nightmares von Laura Nick
Mina weiß, dass sie ein Wesen der Nacht ist, doch ihre Eltern habe sie auf die bevorstehende Verwandlung und ein Leben als Vampirin nie vorbereitet. Als sie dann plötzlich bei einem Autounfall getötet werden, ist Mina auf sich allein gestellt. Sie macht sich deshalb auf die Suche nach Antworten und klappert alle Clubs in London ab, in denen die Wesen der Nacht anzutreffen sind.
Allerdings vergebens. Doch dann macht ihr ein Fremder namens Oliver Williams ein Angebot. Er bietet ihr nicht nur ein Stipendium an seiner Night Academy an, sondern auch, ihr bei ihrem bevorstehenden Erwachen zu helfen und sie auf das Leben als Vampirin vorzubereiten. Denn diesen Prozess überleben viele Vampire nicht. Mina hat keine andere Wahl und geht auf das Angebot ein. Sie ahnt nicht, dass sie nicht nur zwischen die Fronten geraten wird, sondern auch ihr Herz an jemanden verlieren wird, der es vielleicht nicht so gut mit ihr meint..
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist sehr dunkel gehalten und vermittelt eine düstere Atmosphäre.
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht und bei den Stichworten Vampire, Academy und bei einem Setting an der schottischen Küste, kann ich eh nicht widerstehen.
Nachdem ich in letzter Zeit überwiegend Fantasy-Reihen gelesen habe, freute ich mich außerdem darauf, mal wieder ein Einzelband in den Händen zu halten.
Der Schreibstil machte es mir leicht in das Buch einzutauchen und ich konnte der Story gut folgen. Allerdings verlief die Handlung etwas anders als erwartet. Ich hatte damit gerechnet, das der Plot auf das Erwachen von Mina hinausläuft, aber damit war ich auf der falschen Fährte.
Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern, deshalb gehe ich nicht ausführlicher darauf ein.
Gut gefallen hat mir, dass die Vampire nicht so blutrünstig sind, wie es oft in Vampir-Geschichten der Fall ist. Mina ist eine starke Protagonistin, die weiß, was sie will. Obwohl sie plötzlich ganz allein dasteht, lässt sie sich nicht unterkriegen. Doch sie besitzt auch Schwächen, die sie menschlich machen.
Oliver war lange Zeit undurchschaubar, aber das machte die Geschichte auch so interessant. Warum hat er Mina das Stipendium überhaupt angeboten? Was ist sein Ziel? Ich habe Kapitel für Kapitel verschlungen, um Antworten auf meine Fragen zu bekommen.
Das Knistern zwischen unseren beiden Hauptfiguren war gut spürbar und alle Fans von Enemies to Lovers kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten.
Am Ende ging jedoch alles ziemlich schnell und ich war etwas enttäuscht.
Bei einem Einzelband finde ich es schön, wenn es ein Epilog gibt, der einen kurzen Einblick in die Zukunft gibt, doch leider fehlte auch dieser.
Fazit
Eine schöne Fantasy-Story, die man wunderbar zwischendurch lesen kann und die ich gerne allen Enemies to Lovers Fans weiterempfehle. Dafür gibt es gute 4 Sterne
Schöner Fantasy Roman für die jungen Leser
Die Tore der Zeit von Anke Simon
Der Legende nach soll es in Rhog, einem kleinen Dorf in der Nähe von Glastonbury ein Tor der Zeit geben. Diese Pforte soll der Durchgang in eine magische Welt sein. Tim Hunter liebt, im Gegensatz zu seiner Schwester Lea, nicht nur solche Geschichten, sondern auch das Abenteuer. Gott sein dank, sind auch seine Freunde Nick und Robby schnell dafür zu haben und so machen die drei sich gemeinsam auf, um durch das Tor von Rhog in eine verborgene Welt zu gelangen.
Dort erfahren sie, dass nicht nur Tim, sondern auch Lea zu den Magischen Vier gehört und sie, gemeinsam mit einem Menschenzauberer und einem Elbenzauberer, gegen die finsteren Mächte kämpfen müssen um die Welt zu retten.
Das Cover ist wunderschön umgesetzt und zeigt Tim und Lea, die durch das magische Tor treten. Es ist absolut stimmig und passt prima zur Geschichte.
Anke Simon hat einen wunderschönen Urban-Fantasy-Roman für die jüngere Generation geschrieben.
Der Schreibstil ist einfach, gut lesbar und vor allem für die etwas jüngeren Leser wunderbar geeignet. Mit viel Liebe zum Detail hat die Autorin die Charaktere gestaltet. Jede Figur ist auf ihre Art besonders und bringt etwas Spezielles mit sich, dass sie einzigartig macht.
Die Idee, durch eine Pforte in eine magische Welt voller fremder Wesen zu gelangen und die Welt zu retten, ist nicht neu, aber Anke Simon die Handlung sehr schön umgesetzt. Es gibt spannende Wendungen. Die Kinder erleben viele Abenteuer und müssen gegen die Mächte der Finsternis kämpfen.
Auch das Worldbuilding ist schön beschrieben, so das man als Leser zu jeder Zeit das Gefühl hatte, die Schauplätze bildhaft vor Augen zu haben und mitten im Geschehen zu sein. Ein wenig hat es mich an Herr der Ringe erinnert. Es gibt Feen und Elben, Zauberer, Magier und viele andere fantastische Wesen.
Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, ist, dass Tim und Lea ihre magischen Fähigkeiten etwas zu schnell anwenden können und sie als selbstverständlich hinnehmen.
So rettet Tim seine Freunde gleich nach der zweiten Ankunft mit seinen Feuerbällen vor den Morkas.
Gut gefallen hat mir der Zusammenhalt der Freunde, auch wenn bei Robby etwas Überzeugungskraft nötig war. ;-)
Auch wenn es eine Fortsetzung geben wird, ist die Geschichte auch für sich als Einzelband lesbar, denn das erste Abenteuer der Freunde ist abgeschlossen.
Fazit
Ein schöner Fantasy-Roman, der allerdings eher für die etwas jüngere Altersgruppe geeignet ist.
Dafür gibt es 4 Sterne.











