Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von _Le4_:

Politische Intrigen und Streben nach Macht

The Poet Empress von Shen Tao

Yin Wei hat gerade erst ihre kleine Schwester begraben. Um zu vermeiden, dass sie auch ihren Bruder oder ihre Eltern begraben muss, lässt sie sich in die Hauptstadt bringen, um Konkubine des zweiten Prinzen zu werden. Dieser wurde gerade zum Erben ernannt und muss nun seinen Hofstaat füllen. Trotz der Tatsache, dass er als grausam und schrecklich gilt, reisen tausende Frauen an, um seine Konkubine oder noch besser seine Kaiserin zu werden.

Wei wird überraschenderweise als Gemahlin ausgewählt, wodurch sie plötzlich Machtspiele, Manipulation und Gewalt aushalten muss.

Ich weiß gar nicht genau, wie ich diese Rezension anfangen soll. Das Buch ist sehr emotional und aufreibend. Es war ein sehr einzigartiges Konzept, da Wei versucht, sich in einen grausamen Herrscher zu verlieben, um ihn dann umzubringen. Die Art und Weise, wie sie selbst immer besser darin wird, die Intrigen des Hofstaats mitzuspielen und die Menschen in ihrer Umgebung zu manipulieren, war faszinierend.
Die Charaktere sind wahrlich facettenreich. Wei muss furchtbare Dinge tun, um sich zu verteidigen und ihre Macht zu halten. Wir können sehen, wie sie lernt, dass Macht wertvoll ist und sie diese braucht, um die Welt zu beeinflussen.
Terren ist ein differenzierter Herrscher. Er ist grausam und tut sowohl Wei als auch anderen ganz furchtbare Dinge an, aber umso mehr man über sein früheres Leben und auch sein jetziges erfährt, umso ambivalenter wird die eigene Meinung ihm gegenüber. Es ist unverzeihlich, was er tut, aber man kann es auch nachvollziehen.
Das Finale war dann einfach hochspannend und unfassbar gut geschrieben.

Das Buch ist ganz herrlich geschrieben und strotzt vor politischen Intrigen und ich kann es wirklich nur empfehlen. Und keine Sorge: Dieses Buch ist keine Liebesgeschichte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _Le4_

Gut geschrieben nur nicht mein Fall

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve

Der Mann der Hauptcharakterin ist verstorben. Beim Ausräumen des gemeinsamen Hauses rechnet sie mit ihrer Beziehung ab. Wo hat ihr die Beziehung geholfen? Wo hat sie dadurch Einschränkungen erlebt? Und mit jedem Schatz und jedem bisschen Müll, die sie findet, legt sie mehr Erinnerungen frei.

Das Buch setzt sich sehr realistisch und ehrlich mit dem Thema Trauerarbeit auseinander.

Es ist nicht alles brav in fünf Phasen unterteilt und dann fühlt man sich danach erleuchtet.
Die Hauptcharakterin muss ihr ganzes Leben noch einmal betrachten. Sie schaut sich an, wie sie trotz des progressiven und akademischen Haushalt, in dem sie lebt, den Hauptteil der Care-Arbeit übernehmen muss. Es wird klar, dass ihre Beziehung zu ihrem Mann zwar von Faszination aber auch einer tiefen Missgunst bestimmt ist. Ihre Gefühle wurden über Jahrzehnte hin untergraben und ignoriert.
Die Gedanken, die im Buch festgehalten sind, sind sehr feministisch und durchaus interessant. Die Hauptcharakterin hat ein unfassbar faszinierendes Leben gelebt.
Dennoch war das Buch leider nicht ganz mein Fall. Zum einen gab es einige esoterische Aspekte, die zwar nicht gravierend waren, aber so gar nicht meinen Geschmack getroffen haben. Und dann war es leider so, dass sich dieses Buch für mich sehr gezogen hat. Das Buch umfasst nur knapp zweihundert Seiten, doch es hat sich angefühlt, als würde ich Ewigkeiten daran lesen.

Trotz interessanter Themen war mir das Buch zu repetitiv und langwierig. Ich kann es aber durchaus Menschen empfehlen, die gerade selbst auch Trauer durchleben. Vor allem wenn der betrauerte Mensch sehr ambivalent war.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _Le4_

Schlechte, antiklimaktische Scifi

Erde 13: Ein mitreißendes Abenteuer auf einem fremden Planeten für Kinder ab 10 Jahren von Andreas Langer

Levi wacht nach 92 Jahren Kälteschlaf auf, als sie dabei sind, auf Erde 13 zu landen. Bei der Landung geht jedoch etwas schief und sie landen in einer Rettungskapsel in einem lilafarbenen See. Jetzt müssen Levi, seine Mutter, Gwendolin, die Tochter des Kapitän, und Jasper, ein seltsamer Erwachsener, sich auf diesem absonderlichen, fremden Planeten zurechtfinden.

Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, aber leider wurde ich mehr als enttäuscht. Die Prämisse klang gut: auf einem fremden Planeten gestrandet, der so ganz anders ist als die Erde. Blöd nur, dass Erde 13 nicht so wirklich anders ist, als die Erde. Das Wasser ist nass, trinkbar und man kann darin schwimmen. Die Luft kann man ohne Probleme atmen. Pflanzen muten an, wie Pflanzen von der Erde, nur in einer anderen Farbe und man kann deren Früchte natürlich ohne Bedenken essen. Tiere sind fast immer nur ein Mix aus irgendwelchen Erdentieren. Ich habe selten ein so unkreatives Kinder- oder Scifi-Buch gelesen.
Die ganze Gruppe trifft regelmäßig höchst fragwürdige Entscheidungen, was glaubwürdig gewesen wäre, wenn es nur die zwei Kinder gewesen wären, aber seine Mutter ist auch dabei. Das Buch fühlt sich von der Erzählstimme an, als wäre es für jüngere Kinder als die angegebene Altersgruppe geschrieben.
Etwas Weiteres, was mir aufgestoßen ist, ist die Art und Weise, wie Jasper dargestellt und von den anderen Charakteren behandelt wurde. Sein Verhalten und seine Ausdrucksweise wird als Androiden-ähnlich bezeichnet und der Hauptcharakter macht sich darüber ganz klar lustig. Leider legt Jasper eher Verhalten an den Tag, was man auch als Autismus auffassen könnte, und mit der Implikation finde ich das Verhalten der Charaktere ihm gegenüber als fragwürdig. Falls das so nicht Intention war, war es auf jeden Fall unpassend geschrieben.
Das angekündigte Mysterium verspricht sehr spannend zu werden, aber leider wird es in diesem Teil nur angeschnitten.

Insgesamt fand ich das Buch persönlich unterdurchschnittlich. Es gibt gelungenere Science Fiction und Fantasy für Kinder, weswegen ich persönlich eher empfehle, um dieses Buch einen Bogen zu machen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _Le4_

Schockierend aber auch unfassbar befreiend

Starfish von Lisa Fipps

Ellie engagiert sich für Hunde, ist eine Dichterin, geht jeden Tag schwimmen und kann ganz fantastisch mit ihrer besten Freundin Viv tanzen. Leider begeistert das ihre MitschülerInnen, ihre Mutter und viele wildfremde Leute nicht. Ellie ist nämlich dick und aus irgendeinem Grund interessieren sich die Leute oft mehr dafür als für den Fakt, dass sie auf dem Weg ist, die beste Dichterin ihrer Generation zu sein.

Als ihre Familie Ellie zu einer Therapeutin schickt, denkt sie, dass ihre Mutter dahintersteckt, um sie zum Abnehmen zu bewegen. Doch langsam aber sicher kann sie sich ihrer Therapeutin öffnen und geht damit den ersten Schritt, sich gegen ihre Mobber zu wehren.

“Starfish” beschäftigt sich mit Fatshaming und dem daraus resultierenden Mobbing, dem Ellie aber auch viele Kinder und Erwachsene im echten Leben ausgesetzt sind. Auch wenn das Buch eine fiktive Geschichte ist, sind alle Gegebenheiten, denen Ellie ausgesetzt ist, leider realistisch.
Es ist schockierend zu sehen, wie andere Menschen mit Ellie umgehen, nur weil sie dick ist. Was wildfremde Menschen ihr ins Gesicht sagen und auch, wie sich ihre MitschülerInnen ihr gegenüber verhalten, ist grausam. Am furchtbarsten jedoch fand ich die Art und Weise, wie Ellies Mutter sich verhalten hat. Sie schreibt die schlimmen Dinge, die Ellie passieren, ihrem Gewicht zu und besteht ständig darauf, dass sie abnimmt. Dabei verbietet sie Ellie nicht nur normal zu essen, sondern geht auch so weit, dass sie ihre eigene Tochter einer OP zur Magenverkleinerung aussetzen will. Das Schockierende daran ist, dass diese Dinge auch im echten Leben geschehen.
Das Mobbing und Ellies Gefühle dazu sind unheimlich realistisch und haben öfter dafür gesorgt, dass ich Tränen in den Augen hatte. Mobbing ist besonders niederträchtig, weil die betroffene Person das zumeist internalisiert und die Schuld bei sich sucht.
Trotz all dieser erschreckenden Dinge ist das Buch letztendlich überaus hoffnungsvoll. Wir sehen, wie Ellie Therapieerfolge durchlebt und sich mit ihren eigenen Gefühlen und mit ihren Mobbern auseinandersetzt. Die Hauptcharakterin ist ein unfassbar wundervolles und starkes Mädchen und ich habe es genossen, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen.
Auch wenn das Buch teils bedrückend ist, gibt es viele hoffnungsfrohe und berührende Momente.

Ich kann dieses wundervolle Buch nur jedem ans Herz legen, der gemobbt wird oder wurde. Sei es nun Fatshaming oder etwas anderes, ich glaube, dass alle irgendwie von Ellies wunderbarem Mut profitieren können.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _Le4_

True Crime im heimischen Garten

Mord im Nacktschnecken-Milieu von Elke Schwarzer

Die Autorin beschreibt im Buch die kriminellen Machenschaften, die sich in ihrem Garten abspielen. Und bei kriminellen Machenschaften denken wir natürlich alle an vertrocknende Sukkulenten, absterbende Lilien oder besetzte Insektenhotels. So oder so ähnlich sind die “Kriminalfälle”, welche die Autorin in ihrem Buch beschreibt.

Es wird ein Tathergang beschrieben, einige Verdächtige hervorgehoben und die Tat zum Schluss aufgeklärt.

Ich lese sehr gerne Sachbücher und vor allem diejenigen unter ihnen mit einer speziellen Prämisse gefallen mir zumeist gut. Auch dieses Buch konnte mich mit seiner humorvollen Spezialisierung locken. Tatsächlich war es faszinierend, wie die Aufmachung der Fälle dafür gesorgt hatte, dass vollkommen banale Gegebenheiten aus dem Garten hochspannend aufgezogen wurden.
Die Fakten im Buch waren sehr interessant und ich habe gerne mitgerätselt, welcher Kriminelle denn nun dahinter steckt. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es manchmal viel zu offensichtlich war, wer für die Tat verantwortlich war. Mein Tipp dafür ist übrigens, sich die “Detaillierte Täterbeschreibung” erst durchzulesen, nachdem man sich die Verdächtigen angeschaut hat.
Die ironische und witzige Art, mit der das Buch geschrieben ist, sorgt dafür, dass es sich ganz herrlich weglesen lässt.

Dieses Buch schafft es, Alltagssituationen im Garten auf humorvolle Art zu kleinen True Crime Fällen zu stilisieren. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _Le4_

Schwestern verbunden durch die Zeit

Unbeugsam wie die See von Emilia Hart

Als Lucy beim Schlafwandeln einen jungen Mann attackiert, der ihr ein Unrecht angetan hat, beschließt sie, zu ihrer Schwester zu fliehen. Auch Jess ist früher geschlafwandelt und Lucy erhofft sich Rat oder zumindest ein offenes Ohr. Als sie dort ankommt, ist ihre Schwester jedoch nicht aufzufinden und Lucy hat sehr lebendige Träume von zwei Schwestern, die aus Irland mit einem Sträflingsschiff nach Australien überführt wurden.

Je mehr sich Lucy mit Jess’ Vergangenheit auseinandersetzt, umso klarer wird, dass sie die gleichen mysteriösen Träume haben.

Das Buch hat sehr viele verschiedene sexistische Probleme aufgegriffen. Es geht um Gewalt gegenüber Frauen, Machtungleichgewicht und patriarchale Strukturen. Vor allem den Aspekt mit den Sträflingsschiffen und wie dort und später auf dem australischen Festland mit ihnen umgegangen wird, war sehr erschreckend, aber auch interessant beschrieben.
Das Element der Meerjungfrauen fand ich eine gelungene Metapher, weil sie zeigt, wie Frauen ihre Macht wiedererlangen. Sie war zum Teil sehr befreiend zu lesen, vor allem nach den Dingen, die diesen Frauen angetan wurden.
Das persönliche Leben von Lucy und Jess war zwar nicht schlecht, aber der uninteressanteste Teil des Buches. Ich hätte mir noch mehr Fokus auf die Gegebenheiten bezüglich der Sträflingsschiffe gewünscht.

Ein interessantes Buch, das ich durchaus empfehlen kann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _Le4_

Schlecht geschrieben

Spookily Yours von Jennifer Chipman

Als Willow eine schwarze Katze findet, denkt sie, dass sie endlich wieder ein Seelentier gefunden hat. Sie fühlt eine besondere Verbindung zu ihm. Doch als statt der Katze ein attraktiver Dämon vor ihr steht, ist sie definitiv baff. Damion beschließt noch einen Monat bei ihr zu bleiben, doch bei heißer Schokolade und Kürbis schnitzen kommen die beiden sich immer näher.

Dieses Buch hat nicht so wirklich einen Plot, was grundsätzlich gar nicht so schlimm ist, weil ich einfach auf ein Buch mit einer schönen herbstlichen Stimmung gehofft hatte. Anfangs dachte ich, ich hätte das auch gefunden. Leider wird das Buch dann furchtbar.
Es ist wie eine Fanfiction geschrieben und das meine ich im schlechtesten Sinne. Es wird plötzlich super sexuell und sie haben ständig unpassenderweise Sex. Sie finden sich toll, reden aber gar nicht wirklich miteinander. Es gibt keinen richtigen Konflikt. Immer wenn etwas (scheinbar) Furchtbares passiert, klärt es sich innerhalb der nächsten Seiten. Wenn er ihr Vertrauen missbraucht, interessiert sie das gar nicht, sie kuschelt halt einfach trotzdem. Beide Hauptcharaktere sind eifersüchtig und seltsam drauf, aber bei Damion ist es schlimmer. Er ist einfach total eifersüchtig ohne Grund und super besitzergreifend.

Der einzige Grund, dass das Buch von mir überhaupt einen zweiten Stern bekommt, ist, dass mir der Anfang relativ gut gefallen hat. Ich kann es jedoch absolut nicht empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _Le4_

Leider mittelmäßig

House of Rayne von Harley Laroux

Salems Leben verändert sich von einem Moment auf den anderen. Vor kurzem noch mit Hochzeitstermin und plötzlich alleine Single auf dem Weg zu einem Cottage auf einer kleinen wilden Insel. Da kommt ihr die wunderschöne fremde Frau in einer Bar nur recht. Blöderweise stellt Salem nach ihrem kleinen Techtelmechtel fest, dass Rayne die Inhaberin des Cottage ist, wo sie sich eingemietet hat.

Und als wäre das noch nicht genug, scheint die Insel von religiösen Fanatikern besiedelt zu sein. Als dann die ersten Morde geschehen, möchte Salem eigentlich nur weg. Aber die Fähren fahren für den Rest des Jahres nicht mehr.

Das Set-Up für die Story hat mir gut gefallen. Eine isolierte Insel, die von einer furchtbaren Kreatur heimgesucht wird, auf der eine Kirche voller religiöser Fanatiker lebt. Der Teil hat auch Spaß gemacht. Der Horroraspekt des Buches war zwar nichts ausgesprochen einzigartiges, war aber gut und spannend gemacht.
Leider war der erotische Teil meiner Meinung nach sehr unpassend. Wir haben immer wieder den Wechsel zwischen einem Kapitel Sex und einem Kapitel Horror und es war so erwartbar, dass ich planen konnte, welche Kapitel ich auf dem Weg zur Arbeit lesen konnte und welche lieber nicht. Die beiden Hauptcharaktere haben immer wieder Sex, nachdem sie dem furchtbaren Monster des Buches begegnet sind oder Leichen gesehen haben oder ähnliches und es hat sich einfach unpassend angefühlt.
Was schade war, weil die Sexszenen eigentlich sehr respektvoll waren. Sie waren sehr kinky, aber nie in irgendeiner Art und Weise übergriffig.

Das Buch hatte gute Horror- und gute Sexszenen, hat sie dann aber so unfassbar schlecht miteinander verwoben, dass ich das Buch leider nur mittelmäßig fand.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _Le4_

Alles für das Wir

Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos

“Ich ist nichts, Wir ist alles.” Jeder Mensch wird mit einem Instinkt geboren und egal welcher Instinkt es ist, er ist wichtig für die Gesellschaft. Claire ist eine Vertraute, die bald ihren Abschluss machen wird, als sich das mysteriöse Verschwinden mehrerer Schüler häuft. Auch Goliath fällt das auf.

Er muss noch ein Leben retten, um ein Tugendhafter zu werden, so kommen ihm einige Vermisste gerade recht. Die beiden tun sich zusammen, um die Verschwundenen zu finden, und decken dabei nach und nach immer dunklere Machenschaften auf.

Als ich damals “Die Spiegelreisende” von der gleichen Autorin gelesen habe, war ich vollkommen begeistert, weshalb ich mich unheimlich auf diesen neuen Release gefreut habe.
Das Buch hat mich nicht enttäuscht. Christelle Dabos hat einen ganz einzigartigen Schreibstil, der vielleicht nicht jedermanns Sache ist, aber ich finde ihn ganz fantastisch. Ihre Welt ist wirklich kreativ, spannend und ausführlich durchdacht.
In der Welt des Buches haben alle Menschen einen Instinkt, der eine spezielle Reichweite hat und den sie ausüben müssen, um gesund zu bleiben. Diesen Instinkt sollen sie für das “Wir” einsetzen. In dieser Gesellschaft wird gesagt, dass alle Instinkte gleich viel wert sind. Trotzdem gibt es Menschen mit Instinkten, die hervorgehoben werden und besondere Privilegien erhalten.
Alle Personen waren komplett unterschiedlich charakterisiert und sehr unverwechselbar und ich fand sie alle charmant. Auch Charaktere, die nur kurz vorkommen, sind so klar definiert, dass ich am Ende des Buches in alle Charaktere ein bisschen verliebt war.

Das Buch hat mir ganz hervorragend gefallen. Wer “Die Spiegelreisende” mochte, wird auch hier wieder ein ausgezeichnetes Buch finden. Der Schreibstil ist etwas speziell, sodass jeder selbst entscheiden muss, ob man das als lesende Person mag, aber ich habe das Buch so sehr genossen, dass ich es ganz ausdrücklich empfehlen kann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _Le4_

Wirklich Hilfreich

Die schönsten Seen in Brandenburg von Roswitha Schieb

Das Buch zeigt schöne Seen und Ausflugsziele um diese herum auf. Dabei konzentriert es sich auf Seen in vier Richtungen des Berliner Umland.

Die Spezialisierung dieses Reiseführers hat mir besonders gut gefallen, weil Seen für mich persönlich die besten Naherholungsgebiete sind, wo man die eigene Energie wieder auftanken kann.

Da ich selbst in Berlin wohne, fand ich es auch hervorragend gewählt, dass es um Seen geht, die man von der Hauptstadt aus gut erreichen kann.
Ich hatte erwartet, dass das Buch ein paar Fakten über die Seen bietet und sehr konkret, was man dort tun kann, was es natürlich auch beschreibt. Abseits dessen gibt es auch noch einen kurzen Ausflug zur Geschichte oder Mystik um den See herum. Das war kurz gehalten, immer etwa 4 Seiten, sodass man bei jedem See direkt Lust hatte, loszugehen, um ihn zu erkunden. Letztendlich war es aber auch nicht überwältigend viel Text.
Besonders hilfreich fand ich die Kurzinformationen, bei denen immer klar wurde, ob und wie man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln am See ankommt und ob es Badestellen oder Seebäder gibt.
Die ausdrucksstarken Bilder waren gut gewählt, sodass man sich schon einmal einen Eindruck verschaffen kann, wie es am See aussieht oder was man von Sehenswürdigkeiten erwarten kann.

Das Buch ist sehr gut strukturiert, wendet sich aber im Speziellen an Berliner und Brandenburger, die eine Grundlage für schöne Tages- oder Wochenendausflüge wollen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von _Le4_