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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Brigitte Bruns:

Selbst.Zufrieden von Emma Reed Turrell

Emma Reed Turrell stellt die vier Pleasing-Profile vor und ergänzt diese lebensnah durch Gespräche aus ihrer Praxis, die sie zum Teil zusammengefügt hat um es anschaulicher zu machen. Verschiedne Bereiche und Aspekte werden dabei beleuchtet, unter anderem das Verhältnis zu den Eltern, in Freundschaften, Beziehungen, am Arbeitsplatz sowie in der eigenen Elternrolle.

Diese Aufteilung der einzelnen Kapitel hat mir sehr gut gefallen, denn jeder wird in anderen Bereichen besonders dazu neigen, sich selber zurückzunehmen um nicht anzuecken, manchmal auch übersteigert, um wirklich allen zu gefallen, wobei das Selbstwertgefühl dann auf der Strecke bleibt.

Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm und leicht verständlich empfunden. Die vielen Beispiele fand ich sehr anschaulich; da wird sich wohl jeder mehr oder weniger wiederfinden und für seine Handlungen Strategien entdecken, die ihm helfen, bei sich zu bleiben, zu sich zu stehen und zu wachsen. Ich fand das Buch sehr interessant und werde es sicherlich nochmal, vielleicht auch nur einzelne Kapitel, in Ruhe lesen; es sind schon sehr viele Informationen enthalten und so macht eine nochmalige Auseinandersetzung mit dem Inhalt sicherlich noch mehr Sinn.

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zäh, aufgeplustert und stellenweise ziemlich grotesk

Flug 416 von T. J. Newman

Bei "Flug 416" handelt es sich um den Debütroman von T.J. Newman, einer ehemaligen Buchhändlerin und langjährigen Flugbegleiterin.

Der Pilot Bill Hoffman erhält nach kurz nach dem Start des Fluges 416 von Los Angeles nach New York eine Viedeobotschaft: Seine Frau und Kinder wurden gekidnappt er er muss sich entscheiden, ob er das Flugzeug abstürzen läßt und damt das Leben dieser Drei rettet oder das der Passagiere und dafür das Leben seiner Familie opfert.

Die Autorin, selber viele Jahre als Flugbegleiterin tätig, erzählt, wie die Crew die Situation in der Kabine versucht, die Situation und auch die Passagiere zu retten; manchmal merkt man, dass berufliches Hintergrundwissen miteinfließen könnte. Für mich persönlich zog sich der Roman nahezu endlos. Aufgebauschte Bagatellen wechselten sich mit krampfhaftem, anhaltenden Versuchen, Spannng aufzubauen und in verschiedenen Situationen pro Satz oder Nebensatz zu steigern ab. Mich hat der Schreibstil überhaupt nicht angesprochen, sondern eher abgestoßen. Formulierungen wie "Das Waschbecken war ähnlich feindseelig" (wie die lauteToilettenspülung) "und attakierte seine zitternden Hände mit eiskaltem Wasser." (S.77). Solche Spannungsbögen muß man mögen; mich sprechen sie nicht an. Wenn dann über Seiten solche mir nichtssagenden Formulierungen oder grotesk gesteigerte Blitz"ereignisse" Spannung aufbauen sollen, erinnert mich das eher an Klamauk, Szenen aus "Als die Bilder laufen lernten" oder Zeichentricksequenzen à la Supergirl, die in diesem Fall die erste Flugbegleiterin ist.

Eigentlich SPOILERe ich nie; hier mache ich eine Ausnahme: ACHTUNG SPOILER - SPOILERALARM: Die Superheldin legt mit der linken Hand dem Flugkapitän einen Druckverband an und gibt ihm eine Wangenfeige um ihn aus der Ohnmacht zu befreien, während sie mit der rechten Hand das Flugzeug nach seinen Anweisungen landet, auf den letzten Drücker mt Kopfstandbremsung, exakt vor der Ziellinie. Ensthaft! Ein Wunder, dass sie nicht zeitgleich mt ihren Füßen eine OP durchführt. SPOILERENDE

Mich konnte dieser Roman überhaubt nicht begeistern oder in seinen Bann ziehen; ich habe mich förmlich bis zum Ende durchgequält, Spannung und meist auch glaubhafte Handlung vermisst. Die stetigen Versuche unspektakuläre Szenen krampfhaft und dramatisch aufzubauschen wirkten auf mich unglaubwürdig und grotesk. Das Motiv der Täter wird in nur wenigen Sätzen knapp gestreift, dabei wäre die Betrachtung dessen durchaus interessant gewesen.

Den Namen der Autorin werde ich mir auf jeden Fall merken und kein zweites Buch von ihr lesen.

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das ergänzende Kochbuch mit nichtsättigenden Rezepten

Das HOW NOT TO DIET Kochbuch von Michael Greger

Dr. Michael Greger hat in Ergänzung zu seinen Büchern „How not to die“ sowie how not to diet“ nun dieses Kochbuch herausgebracht.

Auf den ersten 15 Seiten fasst er seine Grundgedanken und Regeln für eine gesunde Ernährung zusammen und erläutert kurz sein „tägliches Dutzend“ sowie „21 Kniffe“.

Grundsätzlich soll diese Ernährungsform Krankenheiten vorbeugen, Leben verlängern und für einen dauerhaften Gewichtsverlust sorgen, was nicht verwunderlich ist, werden Kohlenhydrate, Fleisch und Fette vermieden.

Das Buch wurde sehr schön gestaltet, jedem Rezepte eine Doppelseite gewidmet; eine davon zeigt ein professionelles Foto der fertigen Speise, die andere das Rezept. In diesem Buch sind mehr als 100 pflanzenbasierte Rezepte enthalten, eingeteilt in die Kapitel Suppen, Salate, Pasta, Gemüse-Hauptgerichte, Bohnen, Getreide, Frühstück, Obst sowie Grundrezepte. Ich habe mehrere Rezepte nachgearbeitet; viele davon fallen für den Alltag viel zu aufwändig aus, benötigen stundenlange Vorbereitung, beispielsweise ein Nudelsauce, die 3 Stunden lang im Backofen vorbereitet wird. Wer kann so etwas als Berufstätige/r leisten? Bei einzelnen Rezepten sind Kalorien enthalten, beispielsweise bei einer Ingwer-Karotten-Suppe, die pro Portion weniger als 100 Kalorien enthält. Die Portionen der anderen Gerichte, die ich nachgekocht habe, sind nicht durch Kalorienangaben ergänzt; ich schätze aber, dass sie ungefähr genausoviel Energiezufuhr bieten. Meist bestehen sie aus frischem, gedünstetem oder lange gebackenem Gemüse und eine Portion füllt noch nicht einmal ein Nachtischschälchen. Bei uns war niemad so wirklich glücklich mit den Mahlzeiten und ich werde auch keine weitere davon nachkochen. Die meisten der vorgeschlagenen Rezepte kannten wir schon, allerdings in einer aufregenderen Version und vor allem in einer sättigenden Portionsgröße. Hier soll man vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser trinken und Selleriestangen knabbern, was die Sättigung auf 3 mindestens Stunden erhöhen soll. Die meisten Mahlzeiten werden mit Nährhefe ergänzt, weil sonst die Nährstoffe fehlen; manchmal pro Portion 3 Esslöffel. Sind ja auch nicht mehr viele Nährstoffe enthalten, wenn man Gemüse bis zu 3 Stunden im Backofen backt und sich sehr einseitig ernährt. Bei manchen Zutaten bemerkt man, dass das Buch wohl eher für den amerikanischen Markt geschrieben wurde, beispielsweise benötigt man blaues Maismehl, kann es aber auch weglassen.

Unter „How not to diet“ hatte ich mir ganz etwas anderes vorgestellt; eben, dass man keine Diät mit Nahrungsverzicht und ständigem Hungergefühl machen soll, weil das nicht funktioniert. Wir haben hier noch nie so viel zwischen den Mahlzeiten geknabbert und genascht, weil wir noch hungrig vom Essenstisch aufgestanden sind. Uns haben diese Mahlzeiten weder glücklich noch satt zurückgelassen. Ich habe es nicht genau nachgerechnet, gehe aber davon aus, dass man höchstens 1000 Kalorien am Tag zu sich nehmen darf, wenn man sich an die Anweisungen hält. Das hört sich für mich schon ganz anders an als keine Hungerdiät zu halten. Für uns ist das eindeutig keine Option.

Manchmal finde ich es besonders schwierig, bei einer Buchrezension Sterne oder Punkte zu vergeben. Hier hatte ich den Eindruck, zu einem sich gut verkaufender Bestseller solle noch ein weiteres Produkt zugefügt werden. Auf den zweiten Blick fällt erfahre ich dann aber, dass der Autor seine Einnahmen aus Buch- und CD-Verkauf sowie aus Vorträgen gemeinnützigen Zwecken spendet, weshalb ich dann auf 3 Sterne/Punkte aufrunde.

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gute Erklärungen, ansprechende Rezepte

Ayurvedische Wohlfühlküche von Divya Alter

Divya Alter erläutert zunächst die Grundlagen der ayurvedischen Einteilung in Typen und man kann im besten Fall seinen eigenen, eindeutigen herausfinden.
Ich habe solche Tests schon mehrfach gemacht und bin jedesmal von allem ziemlich gleichviel - eine ein Dosha ausgleichende Ernährung ist also nicht das, was ich in diesem Buch suchen oder finden werde.

Abgesehen davon liebe ich die indische Küche, die besonderen Gewürze, Gerüche und Rezepte mit Hülsenfrüchten. So war ich also neugierig auf die 100 Rezepte, für die es immer wieder doshaabhängige Tipps und Ergänzungen gibt und, die nach Jahreszeiten und Mahlzeiten geordnet sind. Die Rezepte sind gut erklärt, lassen sich leicht nacharbeiten. Ausprobiertes war lecker und bislang nur Vorgestelltes wirkt sehr ansprechend und wartet auf das Nachkochen.

Sowohl Erklärungen als auch Rezepte finde ich gelungen.

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köstlich skuriler Cosy-Krimi

Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod von M. C. Beaton

Bei “Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod” handelt es sich um den achten Band des Schottlandkrimis, in dem im Tommel Castle Hotel ein Kennenlernwochenende für acht alleinstehende Kunden einer Partnervermittlungsagentur stattfindet.

Bei Ausflügen in die umliegende Gegend lernen sich alle besser kennen, und nicht alle überleben dieses Kennenlernen.

Hamish ermittelt in alle Richtungen, auf seine besondere Art.....

Es handelt sich bei dieser Serie um einen Cosy-Krimi, also einen kuscheligen, zum Wohlfühlen. So stehen nicht blutige und gewaltvolle Szenen im Vordergrund, sondern schöne Beschreibungen der Landschaft und humorvoll und skuril überzeichnete Personen und Handlungen, die jede Menge Lesespaß mit sich bringen. Viele Personen, viele Verbindungen und Möglichkeiten....


Dies war mein zweiter gemeinsamer und in sich abgeschlossener Fall mit Hamish. Man muss nicht die vorangegangenen Bände gelesen haben; die Personen werden vorgestellt und benötigtes Hintergrundwissen aus vorangegangenen Bänden sanft eingeflochten.

Den Schreibstil und skurrilen Humor liebe und genieße ich; beim Lesen fällt immer wieder auf, dass Agatha Raisin aus der gleichen Hand und Feder stammt. Das Buch ist leider viel zu schnell zu Ende gelesen, und ich muss gestehen, dass mich die Auflösung nicht ganz glücklich machen, obwohl skuril, fällt es doch ein wenig schwächer als erwartet aus; aber der skurile Weg ist das Ziel....


Insgesamt hat mir der Krimi gut gefallen und mich mit viel Humor und skurrilen Ideen super unterhalten.

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sympatisch, bodenständig und engagiert für eine bessere Welt

Hier und Jetzt Mein Bild von einer besseren Zukunft. Gebunden. von Maffay Peter; Allendorf Gaby

Peter Maffay lädt den Leser zu einem Rundgang durch den Biohof Gut Dietlhofen ein, erzählt dabei auch von seinem Leben, seinen Ansichten zu Kirche, Gläubigkeit, Regeln, Gemeinwohl, Politik, Nachhaltigkeit, Wertschätzung und respektvolles Miteinander, Zukunftschancen unserer Kinder und vielem mehr.

Dabei erhält man einen Einblick in sein Leben, angefangen von der Kindheit sowie den Lebensbedingungen in Rumänien, von der Auswanderung nach Bayern, von verschiedenen Lebensstationen, wie in Kanada oder auf Mallorca. Neben dem Traum der Selbstversorung und Landwirtschaft wollte Peter Maffay auch für die Gemeinschaft etwas bewegen, betont immer wieder, dass das Gemeinwohl vorgehe und man Visionen und Pläne brauche und verfolgen müsse um etwas zum Besseren zu verändern.Wie konsequent sich Peter Maffay für diese Ziele einsetzt, war mir vor Lesen dieses Buches nicht bewußt; ich kannte ihn nur als Musiker, seine Musik der späten 70er und frühen 80er Jahre und selbstverständlich auch die Werke um Tabaluga. Mich hat es sehr überrascht, über seine verschiedenen Stiftungen und Projekte, sei es, auf Gut Dietlhofen benachteiligten, kranken und traumatisierten Kindern eine Ferien-/Auszeit, einem Betreuten Wohnen den Platz für Ökologische Landwirtschaft zu bieten oder Aufbauhilfe in Rumänien, wie Verlegung der Wasserversorgung oder Verteilen von Blumensamen zu leisten. Gerade bei solchen Beschreibungen erfährt man immer wieder nebenbei, wie vernetzt Peter Maffay ist, beispielsweise wurde die Wasserversorgung zusammen mit den "Böse Onkelz" finanziert und durchgeführt. Auch die Beschreibungen seiner Weltsicht kommen sehr bodenständig, respektvoll und weitsichtig daher und man merkt, dass es sich nicht um einen jungen Hüpfer, sondern um einen lebenserfahrenen, aber jung gebliebenen Siebzigjährigen handelt, dem man den Durchblick und die Weisheit des Alters anmerkt.

Insgesamt fand ich es sehr interessant, über Peter Maffays Lebensweg und seine Projekte zu lesen; der Schreibstil war angenehm, zuweilen recht humorvoll und die begleitenden Fotos machten einiges noch besser vorstellbar.

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