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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tintenteufel:

Spannender Krimi mit historischem Hintergrund

Im Schatten der Wende von Frank Goldammer

Der junge Volkspolizist Tobias Falck startet 1988 mit dem Ende seiner Ausbildung engagiert und idealistisch in seine ersten Einsätze. Das erste Drittel des Romans schildert sehr sensibel seinen Zwiespalt zwischen dem anerzogenen Glauben an den Sozialismus und der Skepsis gegenüber staatsfeindlichen Gruppen einerseits und ersten Zweifeln angesichts unerwünschter freier Nachforschungen bei einigen ungeklärten Vorfällen andererseits.

Nach einem kurzen Zwischenkapitel zu den Ereignissen im Herbst 1989 sieht sich der Protagonist im Haupt-Teil des Romans ganz neuen Anforderungen gegenüber: Die alte DDR-Ordnung bricht in sich zusammen, Teile der Gesellschaft nutzen die entstandenen machtfreien Räume für ihre eigenen Interessen, und der junge Beamte muss seine persönlichen Überzeugungen und seine Aufgabe als staatstreuer Ordnungshüter neu definieren! 'Plötzlich war die Zukunft offen, aber auch ungewiss. Plötzlich schien nichts mehr sicher.' (140)
Das Buch schafft eine gute Balance zwischen feinfühliger Beschreibung der Entwurzelung der unerwartet in die Freiheit entlassenen DDR-Bürger auf der einen Seite und einem spannenden Kriminalfall mit vielen Handlungsfäden auf der anderen Seite! Tobias Falck ist eine sympathische und glaubwürdige Figur, die ich gerne bei Ihrer Entwicklung begleitet habe.

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Gute Einführung in das Thema Vermögensaufbau

Das einzige Buch, das Du über Finanzen lesen solltest von Thomas Kehl; Mona Linke

Weil ich selbst schon seit Jahren an der Börse investiere, habe ich mir das Buch von Thomas Kehl durchgelesen, um herauszufinden, ob dieses eine solide Einführung für Neulinge und eine gute Anleitung für den Einstieg in die selbständige Geldanlage bietet. Konkret wollte ich entscheiden, ob ich es unserer Tochter zu lesen geben möchte.

Gleich zu Beginn das Ergebnis meiner Prüfung: eine klare Empfehlung! Wie in seinen Youtube-Videos von Finanzfluss schafft es der Autor, systematisch und fundiert grundlegende Informationen zu diesem Thema bereitzustellen.
Er zeigt (Berufs-)Anfängern die Bedeutung des rechtzeitigen und regelmäßigen Sparens und Investierens auf und nimmt Ihnen die Angst vor dem Thema. Wie zu erwarten, empfiehlt er einen Sparplan in breit diversifizierende ETFs und erklärt auch nachvollziehbar, weshalb für die meisten die Anlage in gemanagte Fonds ebenso wenig eine sinnvolle Alternative darstellt wie das selbst gemanagte Einzelaktien-Depot. Alles wird allgemein verständlich und trotzdem fundiert erklärt. Bei Interesse finden sich weitergehende Links im Anhang.
Im Buch finden sich Überlegungen zur Gewichtung von Rendite- und Sicherheits-Anteilen, zur möglichen aber nicht notwendigen individuellen Zusammenstellung eines ETF-Portfolios und auch zur Entscheidung zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs. Dabei vermitteln Thomas Kehl und Mona Linke immer wieder das beruhigende Gefühl, dass dieses nur unbedeutende Variablen im Vergleich zur grundlegenden Entscheidung für ein Investment in ETFs sind. Wirklich wichtig sind der Start in jungen Jahren und das Vertrauen in die langfristige Entwicklung der Märkte und die Wirkung des Zinseszinses über die Jahrzehnte. Ein wirklich entspannter Weg zum Vermögen!

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Geniales Infotainment!

Mein verrückter Körper - Warum du Popel gefahrlos essen kannst Das absolut widerliche und urkomisch illustrierte Sachbuch von Bestseller-Autor Adam Kay - Für Kinder ab 8 Jahren. Kartoniert. von Kay Adam

So macht Lernen Spaß! In 14 Kapiteln von Themen wie Haut, Herz, Lunge Gehirn bis Leber sowie von der Fortpflanzung bis zum Tod erklärt der Arzt und Komiker Adam Kay jungen Menschen ihren Körper. Weder belehrend noch peinlich, sondern einfach richtig witzig! Stets nähert er sich dem Thema aus unerwarteter Perspektive und bringt seine jungen Leser zum Staunen und Lachen.

Trotz des lockeren und frechen Stils vermittelt er fundiertes Wissen, zum Teil sogar samt medizinischer Fachtermini. Und wegen der verrückten Geschichten bleibt alles umso besser im Gedächtnis.

Manches stellt Adam Kay systematisch dar, anderes in Form von offenen Fragen und Antworten und zuletzt einiges in Form von Quizfragen („Heiss oder Scheiss“?) So ist die Lektüre höchst abwechslungsreich und amüsant.

Henry Pakers Zeichnungen im Comic-Stil ergänzen das Geschriebene kongenial: Einzelne Organe entwickeln ein Eigenleben, streiten miteinander und machen sich über die Eigenarten des anderen lustig. Eine amüsante Reise durch den verrückten Körper!

Ein Sachbuch für junge Leser das rundum gelungen ist!

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Viel zu entdecken!

Wieso? Weshalb? Warum? Band 28 - Wir entdecken Autos von Andrea Erne

Für kleine Autofans im Alter zwischen 4 und 7 Jahren gibt es hier viel zu entdecken! Wie immer in den Büchern dieser tollen Buchreihe lässt sich das Lesevergnügen an das Alter anpassen: Auf den bunten kindgerechten Bildern lassen sich viele Dinge entdecken, die der Lebenswelt der Kleinen entstammen und zum Schauen und Geschichten erzählen einladen.

Die kleinen Türchen erhöhen die Spannung.
Die Größeren können tiefer in das Thema eintauchen: Sie lesen nicht nur von der Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten, sondern erfahren auch viel über die Montage der Autos, die eingebaute Technik und die Wartung des beliebtesten Fortbewegungsmittels. Neben einem Rückblick in die geschichtliche Entwicklung gibt es auch viele Informationen über die neuesten technischen Entwicklungen vom Elektroauto über den Wasserstoffantrieb bis zu den Forschungen zum autonomen Fahren. Und auch die Umweltaspekte kommen nicht zu kurz: Neben den öffentlichen Verkehrsmitteln werden auch Lastenräder, Mitfahrgelegenheiten, Sammeltaxis und Mietautos thematisiert, so dass den kleinen Mitfahrern bewusst werden kann, dass es auch bedenkenswerte Alternativen zum Einstieg in Papas Familienkutsche gibt.
Ein rundum gelungenes Buch, das die kleinen Autofans lange beschäftigen wird!

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Gehört alles in die Öffentlichkeit?

Mein Darm ist kein Arsch von Philipp Stehler

Ja, es ist ein sinnvolles Anliegen, auch gesundheitliche Tabuthemen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu holen! Es ist gut, dass Gesundheit nicht das normative Normal ist, sondern Krankheiten und Schwächen ebenso zum menschlichen Leben dazugehören wie die Rücksichtnahme darauf. Daher ist es absolut begrüßenswert, dass Philipp Stehler seine Instagram-Bekanntheit nutzt, um offen über seine chronische Darmkrankheit Colitis Ulcerosa zu erzählen und so auch Verständnis für viele andere Betroffene zu wecken.

Er nimmt uns Leser mit auf seine Lebensreise und erzählt, wie sich seine Einstellung zu seinem Körper gewandelt hat und wie er eine neue Achtsamkeit lernen musste, um die Probleme zu bewältigen. Zugleich vermittelt Professor Martin Storr in Infoblöcken Kenntnisse über den Stand der modernen Medizin und über alternative Behandlungsansätze. Dieses Konzept bündelt Alltagwissen mit fundierten wissenschaftlichen Informationen.
Doch drei Dinge stören mich bei der Lektüre: Von Anfang an ist der biographische Anteil sehr hoch und langweilt alle Leser, die nicht zum Fan-Kreis dieses Influencer zählen. Im Buch finden sich fast nur Fotos aus seiner Arbeit als Fotomodell, nur wenige zeigen seine Auseinandersetzung mit der Krankheit. Und gegen Ende kommen dann auch Berichte über seine neue Positionierung auf dem Markt und neue Werbepartnerschaften. Da wird mir die Selbstdarstellung eindeutig zu viel.
Ich hätte mir etwas mehr Offenheit über die Auswirkungen der Krankheit gewünscht, so dass Betroffene und Angehörige die Chance hätten, Symptome zu deuten und einzuordnen. Natürlich ist dies dann ein Einblick in die Intimsphäre, doch gerade dann könnte die Darmkrankheit Colitis Ulcerosa aus dem Schattendasein der ‚peinlichen‘ und verschwiegenen Krankheiten treten.

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Emanzipation vom Alkohol

Berauscht vom Leben von Jardine Libaire; Amanda Eyre Ward

Dieses Buch ist schwer einzuordnen: Zwei New Yorker Bestsellerautorinnen nehmen sich die Freiheit, nicht (mehr) zu trinken, und laden den Leser ein, das Leben einmal ganz nüchtern zu betrachten und ohne Alkoholkonsum eine neue Achtsamkeit zu entwickeln. Dies geschieht eher assoziativ, in Form autobiographisch geprägter kleiner literarischer Essays von jeweils wenigen Seiten Länge.

Für mich als notorische Wassertrinkerin war es eine faszinierende Reise in die vielen Situationen, in denen Alkohol ein Gestaltungselement, eine Lebenshilfe oder auch einfach nur ein ‚Eisbrecher‘ sein kann. Und ebenso vielfältig die Ansätze, diese Lebenssituationen anders zu gestalten: vom Teeritual über das Wannenbad bis hin zu neuen Formen des Bekanntschaften-Schließens und Feierns: „Lebensmittel und Getränke symbolisieren Erlebnisse und Erinnerungen, sie versinnbildlichen die Liebe zwischen Menschen oder das Aufregende am Reisen … Aber nirgendwo steht geschrieben, dass sie Alkohol enthalten müssen.“
Auch mit anderen Konnotationen von Alkoholkonsum beschäftigen sich die Autorinnen: so etwa dem Enthemmenden und Kreativitätsfördernden, dem Mythos von der bewusstseinserweiternden Droge: „Aber ein Besäufnis ist nicht die einzige Möglichkeit, die Dimension zu wechseln, durch Tore und Pforten zu treten.“ Schlimmer noch: „Sie begriff, dass die Anarchie, die sie ausschließlich spätnachts und immer und immer wieder auf dieselbe Weise gesucht hatte, längst nicht mehr revolutionär, sondern angepasst war.“
Zusammenfassend sind die Einblicke in die vielen Erwartungen und Hoffnungen, die in Alkohol gesteckt werden, wirklich überraschend und im Detail finden sich literarische Kostbarkeiten, so etwa als die Autorin die neue entdeckte Sinnenfreude bei einem Teeritual schildet.
Dennoch ist mir als eher ungeduldiger Leserin vieles zu weitschweifig erzählt, und ich habe mich dabei ertappt, streckenweise nur die letzten Zeilen der Kapitel zu lesen. Aber weil ich meine Ungeduld nicht den Autorinnen anlasten möchte, vergebe ich vier von fünf Sternen.

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Viel Atmosphäre, wenig Handlung

Waldeskälte von Martin Krüger

Nach vielen Jahren kehrt Leutnant Valeria Ravelli in ihre alte Heimat, das kleine Bergdorf in den Schweizer Alpen, zurück, um die dortige Polizei bei der Suche nach einem jungen Mädchen zu unterstützen. Damit taucht sie zugleich in die Schatten ihrer eigenen Vergangenheit ein, an welche sie jede Erinnerung sorgsam verdrängt hat.

Den Leser erwartet eine düstere Geschichte voll atmosphärischer Dichte und dunkler Ahnungen. Nur ganz langsam lichtet sich das Dunkel, erste Zusammenhänge werden erkennbar. Dies ist die Stärke und zugleich die Schwäche des Buches: Es fängt die unheimliche Atmosphäre dieses abgelegenen Bergdorfes in detaillierten Beschreibungen und Bildern sehr gut ein und nimmt den Leser gefangen. Doch streckenweise droht die Dichte zu einem Dickicht zu werden, in dem sich der Leser verfängt und den Faden zu verlieren droht. Dies mag als Analogie zur Situation der Protagonistin willkommenes Stilmittel sein, stört aber den Lesefluss.
Mir persönlich wäre etwas weniger Atmosphäre und etwas mehr Handlung lieber gewesen. Und anstelle der beständig wiederkehrenden Schilderungen von Nebel und Düsternis der Umgebung hätte ich mir mehr Einblicke in die Psyche von Valeria Ravelli gewünscht, der ich die erfolgreiche komplette Verdrängung ihres Traumas in der Fremde nicht glauben kann.

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Spannend und erschreckend realitätsnah!

Systemfehler von Wolf Harlander


Zuerst sind es nur einzelne Fehlfunktionen, doch nach und nach brechen immer größere Teile des Internets in Europa zusammen. Hilflos sind die Menschen dem Wegbrechen der vertrauten Informationstechnologie ausgeliefert, die Abhängigkeit vom worldwide web wird ihnen immer schmerzhafter bewusst: Die Probleme betreffen bei weitem nicht nur die Kommunikation, sondern sämtliche Strukturen der Grundversorgung.

Während die Bevölkerung mit der Bewältigung ihres Alltags kämpft, nutzen andere das ausbrechende Chaos für ihre Zwecke…

Wolf Harlander gelingt es, einen äußerst spannenden Handlungsfaden mit dem Szenario einer Gesellschaft zu verknüpfen, in welcher das Vertrauen schwindet, dass der Staat die eigenen Existenzgrundlagen sichern kann. Verschwörungstheorien keimen auf. Die Parallelen zu den Erfahrungen der vergangenen Corona-Monate sorgen zusätzlich für Beklemmung beim Leser.

Der Roman mündet in einen furiosen Action-Finale, das die gesellschaftskritischen Konnotationen ein wenig in den Hintergrund treten lässt. Außerdem werden leider nicht alle Charaktere und ihre Handlungsmotive bis zum Ende durchgezeichnet, es bleiben manche Fragen offen. Doch dies ist Jammern auf hohem Niveau: 'Systemfehler' ist auf alle Fälle ein spannendes und aufrüttelndes Buch, das niemand vorzeitig wieder aus der Hand legen wird!
Zuerst sind es nur einzelne Fehlfunktionen, doch nach und nach brechen immer größere Teile des Internets in Europa zusammen. Hilflos sind die Menschen dem Wegbrechen der vertrauten Informationstechnologie ausgeliefert, die Abhängigkeit vom worldwide web wird ihnen immer schmerzhafter bewusst: Die Probleme betreffen bei weitem nicht nur die Kommunikation, sondern sämtliche Strukturen der Grundversorgung. Während die Bevölkerung mit der Bewältigung ihres Alltags kämpft, nutzen andere das ausbrechende Chaos für ihre Zwecke…

Wolf Harlander gelingt es, einen äußerst spannenden Handlungsfaden mit dem Szenario einer Gesellschaft zu verknüpfen, in welcher das Vertrauen schwindet, dass der Staat die eigenen Existenzgrundlagen sichern kann. Verschwörungstheorien keimen auf. Die Parallelen zu den Erfahrungen der vergangenen Corona-Monate sorgen zusätzlich für Beklemmung beim Leser.

Der Roman mündet in einen furiosen Action-Finale, das die gesellschaftskritischen Konnotationen ein wenig in den Hintergrund treten lässt. Außerdem werden leider nicht alle Charaktere und ihre Handlungsmotive bis zum Ende durchgezeichnet, es bleiben manche Fragen offen. Doch dies ist Jammern auf hohem Niveau: 'Systemfehler' ist auf alle Fälle ein spannendes und aufrüttelndes Buch, das niemand vorzeitig wieder aus der Hand legen wird!

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