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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Minigini:

Der Henker von Wien von Gerhard Loibelsberger

Nicht nur, dass durch den Krieg Wien mit Lebensmittelknappheit und Inflation zu kämpfen hat, gibt es offenbar einen Parallelkrieg im Schwarzmarktmilieu. Der "Henker von Wien" möchte den Schleichhandel kontrollieren und scheint jeden auszuschalten, der seinen Tätigkeiten im Weg ist. Sein Markenzeichen - ein Strick mit einem perfekt geknoteten Henkersknoten um den Hals, mit dem seine Opfer aufgefunden werden.

So sehr sich der übergewichtige und gemütliche Oberinspektor Nechyba auch bemüht, der Henker von Wien und seine Helfer scheinen ihm immer einen Schritt voraus zu sein.

Ein sehr gelungener Roman, der das Wien in der K und K Zeit gut beschreibt. Besonders unterhaltsam finde ich die alten Wiener Ausdrücke - die entweder am Ende der Seite, aber auch am Ende des Buches bei Bedarf nachgeschlagen werden können.

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Ein sehr gelungener erster Band

Ein kleines Stück von Afrika - Aufbruch von Christina Rey

1910 reist die 17 jährige Engländerin Ivory mit ihrem Vater auf eine Jagdsafari nach Kenia. Ivy selbst hasst es auf Tiere zu schießen, und verbringt ihre Zeit mit dem Beobachten von Tieren. Dort lernt sie auch den Großwildjäger Adrian kennen, der bald um ihre Hand anhält.

Als Ivy bei Adrian auf der Farm einzieht, erkennt sie bald, dass er zwar versprochen hat, seine Safarireisen aufzugeben, jedoch selbst solche Reisen organisieren möchte.

Zusammen leiten sie die Farm, und Ivy beginnt, verwaiste Jungtiere aufzuziehen und damit die nicht jagenden Gäste zu unterhalten.

Als Adrian im Krieg als vermisst gemeldet wird, muss Ivory neue Möglichkeiten finden, Geld zu verdienen um sich und ihre Mitarbeiter weiter zu ernähren.

Sie beschließt, nur noch Safaris anzubieten, bei denen die Tiere beobachtet werden. Bei den Safaris mit dabei ist der Fotograf und Biologe Gerrit, der die Ausflüge mit seiner Kamera festhält und Erinnerungsalben für die Teilnehmer erstellt. Unterstützung und Freunde findet Ivory außerdem bei den Missionsschwestern Engelberta und Magret, sowie bei Sanele, einem jungen Kikuyumann.

Der Roman ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Die Organisation der Großwildsafaris wurde sehr gut beschrieben und auch die Einstellung der weißen, sehr reichen Gäste Kenias zu den Eingeborenen. In manchen ihrer Entscheidungen war Ivy wahrscheinlich ihrer Zeit voraus, aber auch damals schon, hat es Menschen gegeben, die anders denken.

Ein wirklich gelungener erster Band, dessen Geschichte in sich abgeschlossen ist, trotzdem jedoch neugierig auf die Fortsetzung macht.

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Netter Roman für ein paar gemütliche Stunden

Das kleine Buchcafé an der Isar von Emilia Thomas

Marlene liebt Bücher und hat aus diesem Grund auch Literaturwissenschaften als Studium gewählt. Leider scheint es in ganz München keine passende Stelle für sie zu geben. Da nach Monaten erfolgloser Jobsuche ihre Geldreserven langsam aufgebraucht sind, nimmt sie eine Stelle in einem Buchcafé an.

Die Besitzerin Lotte steht zwar zu Beginn Marlenes Verbesserungsvorschlägen ein wenig skeptisch gegenüber, ist aber grundsätzlich bereit Neues auszuprobieren. Marlene lernt durch ihre Arbeit und Projekte einige interessante Menschen und deren Schicksale kennen und beginnt auch herauszufinden, was sie eigentlich vom Leben wirklich will.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Vieles war vorhersehbar, aber das ist bei Büchern dieses Genre auch ein wenig erwünscht. Gut gefallen hat mir, dass auch tiefgründigere Themen/Schicksale behandelt wurden und es sich nicht nur um eine kitschige Liebesgeschichte handelt.

Alles in allem ein netter Roman für ein paar gemütliche Stunden.

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Sehr schöne und romantische Geschichte

Dein Herz in tausend Worten. von Judith Pinnow

Millie ist sehr schüchtern und kann daher sehr schwer mit Menschen sprechen. Freunde hat sie auch kaum - die einzige richtige Kontaktperson ist ihr älterer Bruder Felix, der sich seit dem Tod ihrer Eltern immer um sie gekümmert hat. Sie arbeitet in einem kleinen Verlag für romantische Romane als Assistentin des Chefs.

Als sie den Auftrag bekommt, die abgelehnten Manuskripte der letzten Jahre zu entsorgen, beginnt sie, diese zu retten und zu lesen. Dabei stößt sie auf einen Roman, der ihr Herz besonders berührt und schreibt einige sehr schöne Zitate aus dem Buch ab, um sie an fremde Menschen zu verteilen.

Die Geschichte hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen - genau die richtige Mischung aus Romantik und Humor. Ein sehr schöner Roman für gemütliche Lesestunden.

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Gut gelungener dritter Band!

Mordseefest von Emmi Johannsen

Während einer Strandparty stürzt ein Fallschirmspringer ab. Selbstmord, Unfall oder doch Mord? Caro und Jan wollen der Sache auf den Grund gehen und beginnen, sich bei der Familie und den Freunden des Opfers umzuhören und Fragen zu stellen....

Auch der dritte Band der Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen.

Das Cover ist gut gelungen und man ahnt sofort, dass es sich bei dem Roman um einen weiteren Band der Reihe handelt. Der Schreibstil ist gewohnt flott und leicht, mit einer Spur Humor gespickt - trotzdem steht der Mord immer noch im Vordergrund. Durch die tollen Beschreibungen der Autorin, kann man sich die Insel gut vorstellen - auch wenn man noch nie dort gewesen ist, man bekommt richtig Lust Urlaub dort zu machen.

All zu viel Spannung und blutige Szenen sollte man sich nicht erwarten - aber darauf gibt das Cover schon einen Hinweis.

Genau der richtige Kuschel - Krimi, für ein paar nette Stunden!

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Ganz nett

Der kleine Bahnhof zum Glück von Maja Benedict

Job verloren und von ihrem Freund getrennt, macht sich Elli auf den Weg zu ihrem Großvater, bei dem sie aufgewachsen ist. Kaum angekommen, erfährt sie, dass dem kleinen Städtchen große Veränderungen bevorstehen, die auch das Leben ihres Großvaters betreffen. Das alte Bahnhofgebäude, in dem sie gewohnt hat und aufgewachsen ist, soll abgerissen werden und einem modernen Bürokomplex weichen.

Gemeinsam mit Freunden und Bekannten beginnt sie einen Plan zu entwerfen, um den Bahnhof zu retten und trotzdem neuen Schwung ins Städtchen zu bringen. Dabei kommt natürlich auch die Romantik nicht zu kurz.

Cover und Schreibstil gefallen mir sehr gut, und die Leseprobe hat mich auf die Fortsetzung der Geschichte neugierig gemacht. Die Charaktere sind im Großen und Ganzen sehr gut ausgearbeitet. Leider gibt es im Laufe der Handlung einige Unstimmigkeiten bzw. Widersprüche, die mich dann doch gestört haben.

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Sex and Crime im Burgenland - erfrischend böse

Zuagroast von Martina Parker

Über das Buch bin ich buchstäblich an der Kassa am Bahnhof gestolpert - das Cover hat mich sofort angesprochen. Blüten, Blätter, ein Vogel - in rot und blau- eine schwarze Hand - alles auf weißem Hintergrund. Dazu der Titel "Zuagroast" mit dem Zusatz "Gartenkrimi". Der Text auf der Rückseite des Buches lässt nicht unbedingt auf einen klassischen Krimi schließen - kein Toter der plötzlich irgendwo auftaucht und man als Leser angeregt wird mit zu raten.

Zuagroast beginnt mit einem Prolog, in dem ein Mann offenbar seine Frau beim Seitensprung beobachtet. Völlig aufgewühlt fährt er nach Hause und hat kurz vor seinem Haus einen Zusammenbruch.

In den nächsten Kapiteln lernt man die Protagonisten und das Südburgenland kennen. Eva und Paul sind ins Südburgenland gezogen um neu anzufangen. Während der Architekt Paul versucht die ansässigen Gemeindemitglieder und Bürgermeister von einem neuen Bauprojekt zu überzeugen, sucht Eva Anschluss im neu gegründeten Gartenclub.

Die Journalistin Vera ist aus finanziellen Gründen wieder zurück in ihre alte Heimat gezogen. Auch sie schreibt sich im Gartenclub ein und schließt schnell Freundschaft mit Eva und den anderen Mitgliedern.

Martina Parker hat einen sehr angenehmen Schreibstil und man kommt sehr schnell in die Geschichte rein. Zu Beginn jedes Kapitels gibt es eine kleine Info über Besonderheiten im Tier- und Pflanzenreich - im Roman selbst wird getratscht, betrogen und gelogen - eine Hand wäscht die andere und wer jemanden kennt, kommt schneller ans Ziel. Und dann taucht doch noch ein Toter auf.....

Bei "Zuagroast" handelt es sich nicht um einen klassischen Krimi, wer jedoch gerne Romane von Ingrid Noll liest, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den zweiten Band im Frühjahr.

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Empfehlenswert

Zuagroast von Martina Parker

Sprachlich sehr schön und interessant geschrieben. Die Idee des morgendlichen Vorlesens im Zug fand ich sehr schön und ist bei Guylains Mitreisenden gut angekommen. Gut gefallen haben mir auch die Besuche in der Seniorenresidenz und die Entwicklung von Guylains Charakter im Laufe der Handlung.

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Gut recherchiert

Heißzeit 51 von Eva Rossmann

Eine junge CHANCE- Umweltaktivistin wird tot in ihrem Auto in Italien aufgefunden. War es Mord oder ein Unfall? Diesmal werden die Reporterin Mira Valensky und ihre Freundin Vesna von der schwangeren Jana um Hilfe gebeten. Jana war die Assistentin der Ermordeten und hat Hinweise bekommen, dass im Büro von CHANCE in Wien eingebrochen wurde.

Mira und Vesna verfolgen verschiedene Spuren, die einerseits zur Rechten Szene, andererseits zum Geldgeber und Unterstützer von Chance führen. Und dann gibt es noch den jungen Klimaforscher, der seinen Job in Amerika aufgegeben hat, um in Österreich trockenresistente Bohnen zu züchten.

Wie immer hat Eva Rossmann auch hier einen Krimi in ein sehr aktuelles Thema verpackt und die Hintergründe gut recherchiert. Da ich schon die Gelegenheit hatte, die Autorin im Zuge einer Buchvorstellung kennen zu lernen, weiß ich, dass ihr Umweltschutz auch privat ein Anliegen ist.

Das einzige, dass mich diesmal ein wenig gestört hat, war, dass Mira diesmal ziemlich aggressive Interviews führte. Das hatte ich nicht so in Erinnerung. Sie war immer schon sehr hartnäckig und hat auch noch nie ein Blatt vor den Mund genommen, aber diesmal fand ich sie manchmal schon fast ein wenig unfreundlich. Aber auch Romanfiguren dürfen auch einmal schlechte Phase haben und die Charaktere haben sich über die letzten 20 Jahre immer wieder weiter entwickelt. Vielleicht macht ihr auch die Tatsache zu schaffen, dass sie nicht mehr so viel verdient als beim "Magazin und deshalb auch irgendwie von Oskar abhängig ist. Mira war immer eine starke und unabhängige Frau und stolz darauf. ;)

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Schöne Landschaftsbeschreibungen

Mord auf Provenzalisch von Serena Kent

Auch im zweiten Band der Krimireihe von Serena Kent wird die Britin Penelope mit einem Toten konfrontiert. Während sie eine Vernissage besucht, bricht einer der Künstler zusammen und muss in die Notaufnahme eingeliefert werden. Als er kurz darauf stirbt und Gift im Spiel zu sein scheint, bittet der Gallerist Gilles Penny sich ein wenig umzuhören, da sie schon vor kurzem mitgeholfen hat einen Mord aufzuklären.

Penny lehnt zuerst ab, da sie diesmal nicht selbst betroffen ist. Als jedoch Bekannte von ihr ins Visier der Ermittlungen genommen werden, beginnt sie doch Fragen zu stellen. Und dann taucht auch noch eine zweite Leiche auf. Der Besuch ihrer Kinder samt Enkelkinder verläuft ein wenig turbulent und schließlich kommt auch Pennys Freundin Frankie wieder zu Besuch.

Auch diesmal schafft es das Autorenduo mich mit ihren schönen Landschaftsbeschreibungen in die Provence zu versetzten. Man trifft „alte Bekannte“ aus dem ersten Band wieder und auch das französische Lebensgefühl wird sehr bildlich beschrieben. Auch die neuen Charaktere werden gut vorgestellt. Der Schreibstil ist angenehm und das Buch leicht und flüssig zu lesen. Zu Beginn plätschert die Handlung ein wenig dahin und im zweiten Drittel kommt auch etwas Spannung auf. Das Ende kam dann ziemlich abrupt und war für mich nicht ganz schlüssig nachzuvollziehen.

Fazit: Da ich das erste Buch schon kannte, kam ich mit den vielen verschiedenen Personen gut klar und kannte auch deren Hintergründe bzw. ihre Beziehung zu Penny. Aus diesem Grund habe ich auch eher einen Cosy-Krimi und keine Geschichte mit wilden Verfolgungsjagden oder sonstigen Actionszenen erwartet.
Aber genau das hat Serena Kent am Ende versucht und es war ein wenig unlogisch und nicht gut durchdacht. Außerdem passt es nicht zum Rest des Buches. Ein wenig gestört hat mich auch die Tatsache, dass die Hintergründe der Morde erst nach der Festnahme der Täter erklärt wurden. Ich rätsle gerne während des Lesens mit und überlege mir verschiedene Ansätze und Lösungen, aber hier war dies nicht möglich. Ein paar versteckte Hinweise auf Motiv und Täter hätten man problemlos schon früher einfließen lassen können. Das ist schade, denn sonst hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Ich konnte mir die Provence im Winter gut vorstellen – man merkt, das die beiden Autoren schon viel Zeit dort verbracht haben.

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