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Rezensionen von KimVi:

Deutsch-deutscher Schicksalsroman, der zum Nachdenken anregt

Die Sturmrose Roman von Bomann Corina

Nach ihrer Scheidung zieht Annabel Hansen mit ihrer kleinen Tochter Leonie nach Rügen. Sie wagt dort einen beruflichen und privaten Neuanfang. Als Annabel im Hafen von Sassnitz den alten Kutter " Sturmrose" entdeckt, ist es gleich um sie geschehen. Das renovierungsbedürftige Schiff übt einen unglaublichen Reiz auf sie aus.

Annabel erfährt, dass das Schiff einen neuen Besitzer sucht. Obwohl in ihrem Budget eigentlich kein Geld für einen spontanen Schiffskauf vorgesehen ist, lässt ihr der Gedanke, die "Sturmrose" zu renovieren und dann an Bord ein Cafe zu eröffnen, keine Ruhe mehr. Doch die "Sturmrose" hat nicht nur Annabels Interesse geweckt. Christian Merten hat ebenfalls eine Auge darauf geworfen. Die beiden beschließen, der "Sturmrose" gemeinsam neuen Glanz zu verleihen. Bei Renovierungsarbeiten findet Annabel den Brief einer verzweifelten jungen Frau. Es hat den Anschein, also ob die "Sturmrose" früher dazu genutzt wurde, Flüchtlinge von der DDR in die BRD zu bringen. Annabel beginnt nachzuforschen und stößt dabei auf bewegende Schicksale, die mehr mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun haben, als Annabel bisher vermutet hatte......

Der Roman beginnt mit einem Prolog, in dem man eine Frau beobachtet, die ihre Lebensgeschichte auf einem altmodischen Kassettenrekorder festhält. Warum das so ist, erfährt man allerdings nicht. Doch am Ende des Romans schließt sich der Kreis, da sich die unterschiedlichen Erzählstränge miteinander verknüpfen.

Bereits auf den ersten Seiten gerät man in den Bann der Erzählung, denn Corina Bomann hat äußerst lebendige Charaktere, mit bewegter Vergangenheit, erschaffen. Annabel ist eine sehr sympathische junge Frau, die nach der Scheidung einen Neuanfang wagt. Ihre Kindheit hat sie in der ehemaligen DDR verbracht. Da ihre Mutter Republikflucht begangen hat, wurde Annabel in ein Kinderheim gebracht, in dem sie sich stets unwohl gefühlt hat. Jeden Tag hat sie darauf gewartet, dass ihre Mutter vor der Tür steht und sie abholt. Doch das passierte nie. Stattdessen wurde sie von einem Ehepaar adoptiert. Auch Christian Merten stammt aus der ehemaligen DDR und hat ein nicht weniger schicksalhaftes Leben hinter sich. Die Hintergründe der beiden Hauptcharaktere wirken, obwohl sie sehr erschütternd sind, glaubhaft und nicht zu konstruiert. Betroffen liest man, was sich früher hinter dem eisernen Vorhang abgespielt hat.

Corina Bomann schildert Protagonisten und Handlungsorte so lebendig, dass man beim Lesen die entsprechenden Bilder vor Augen hat und sich dadurch ganz auf die Geschichte einlassen kann. Die Handlung ist durchgehend interessant, da die "Sturmrose" ihr bewegtes Leben nur langsam offenbart. Einen nichtssagenden Liebesroman, mit allzu vorhersehbarer Handlung, braucht man hier nicht zu befürchten. Denn diese Erzählung hat weitaus mehr zu bieten.

Ich habe mich beim Lesen dieses Romans sehr gut unterhalten und mochte ihn kaum aus der Hand legen. Denn das Schicksal der Protagonisten hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Ich vergebe deshalb begeisterte vier von fünf Bewertungssternen und eine klare Leseempfehlung.

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Spannender Krimi mit einem außergewöhnlichen Ermittler

Gun Street Girl von McKinty Adrian

Belfast, 1985

Detective Inspector Sean Duffy ist als katholischer Bulle bei der protestantischen Royal Ulster Constabulary ( RUC ) angestellt. Allein diese Tatsache lässt seinen Alltag zuweilen recht stressig wirken. Dazu kommen allerdings noch Aufstände, die ständige Gefahr von Bombenattentaten und Waffenschmuggler, die ihre Aktionen um jeden Preis durchziehen wollen.

Duffy ist also alles andere als unterbeschäftigt, als ein wohlhabendes Ehepaar ermordet aufgefunden wird. Der Fall scheint zunächst recht eindeutig, doch schon bald tauchen erste Zweifel am Tathergang auf. Duffy beginnt Dinge ans Tageslicht zu zerren, die lieber im Verborgenen geblieben wären. Dabei tritt er mächtigen Gegnern auf die Füße. Doch solche Kleinigkeiten haben Duffy ja noch nie gestört....

"Gun Street Girl" ist mittlerweile der vierte Band um DI Sean Duffy. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch ohne Vorkenntnisse aus den vorherigen Teilen folgen. Um die Weiterentwicklung des Hauptprotagonisten besser nachvollziehen zu können, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge. Doch auch ohne dieses Hintergrundwissen wird man schnell feststellen, dass Sean Duffy ein wenig anders tickt, als andere Ermittler. Denn er hat recht eigenwillige Ansichten, hält sich nur selten an Vorschriften und nimmt es bei seinem eigenen Drogen- und Rauschmittelkonsum auch nicht so genau. Trotzdem ist Duffy ein sehr sympathischer Protagonist, der einem, durch seine sarkastische Art und seinen speziellen Humor, beim Lesen so manch unverhofftes Lächeln entlockt. Dennoch hat man das Gefühl, dass Duffy sich am Rande eines Abgrunds bewegt und dass ein winziger Fehltritt genügen könnte, um ihn zum Absturz zu bringen. Da Duffy trotzdem so sympathisch wirkt, beobachtet man gebannt sein Vorgehen und hofft darauf, dass er es nicht zum Äußersten treibt. Dieses Mitfiebern macht einen großen Teil der Spannung aus, die dieser Fall zu bieten hat. Denn Duffy selbst und seine Aktionen geben diesen Ermittlungen einen ganz besonderen Reiz.

Dem Autor gelingt es hervorragend, eine recht bedrohliche und düstere Atmosphäre zu vermitteln, die allgegenwärtig zwischen den Zeilen schwebt. Man ist sich außerdem stets bewusst, in welcher Zeit die Handlung angesiedelt ist. Denn die Popsongs dieser Jahre hat man beim Lesen quasi gleich mit im Ohr. Der Fall selbst ist spannend und man verfolgt gebannt, was Duffy alles ans Tageslicht bringt. Die Stimmung ist explosiv und stellenweise hat man das Gefühl, dass Duffy auf einem Pulverfass sitzen würde, das jeden Moment hochgehen kann.

Für mich war das die erste Bekanntschaft mit Sean Duffy, da ich vorher noch keinen Band aus der Reihe gelesen habe. Dennoch ist mir der Einstieg in den Fall sehr gut gelungen und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen würden. Ich habe mich sehr gut und spannend unterhalten und werde sicher zu weiteren Fällen des eigenwilligen Ermittlers greifen. Ich vergebe deshalb vier von fünf Bewertungssternen und eine klare Leseempfehlung!

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Eine scheinbar perfekte Hauptprotagonistin, die leider wenig sympathisch ist

Ich. Bin. So. Glücklich. von Knoll Jessica

Ani FaNelli hat das erreicht, wovon sie in ihrer Jugend immer geträumt hat: Sie hat einen guten Job bei einem New Yorker Frauenmagazin, trägt immer angesagte und sündhaft teure Designerklamotten und wohnt in einem Luxus-Penthouse. In wenigen Wochen wird ihr reicher, blendend aussehender Verlobter sie außerdem zum Traualtar führen und dafür sorgen, dass es Ani nie mehr an etwas fehlen wird.

Das klingt nach einem perfekten Leben. Doch Anis Leben war nicht immer so glamourös. Seit ihrer Jugend trägt sie ein dunkles, bedrohliches Geheimnis mit sich herum, das nun dafür sorgen könnte, das Anis perfekte Welt zusammenstürzt.....

Ani FaNellis Geschichte wird in der Ich-Form erzählt. Man schlüpft also quasi in die Haut der Hauptprotagonistin. Da Ani es einem nicht gerade leicht macht, irgendeinen sympathischen Zug an ihr zu entdecken, kann man sich beim Lesen nur schwer mit ihr identifizieren. Deshalb beobachtet man das Geschehen anfangs zwar noch recht neugierig, aber eher distanziert. Ani erzählt ihre Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen. In der Gegenwart beobachtet man ihr momentanes Leben, wobei die geplante Traumhochzeit und die damit verbundenen Vorbereitungen, ihre Beziehung zu ihrem Verlobten und die Anstrengungen, bis zur Hochzeit eine vermeintlich perfekte Figur zu erlangen, im Vordergrund stehen. Rückblicke in die Vergangenheit unterbrechen die aktuellen Ereignisse. Dort wird man Schritt für Schritt in Anis Jugend geführt und steuert langsam auf das dunkle Geheimnis zu.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt recht mühelos. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar, sodass man dem Ganzen, ohne groß nachzudenken, folgen kann. Der Anfang plätschert allerdings eher gemächlich vor sich hin. Man fragt sich zwar stets, was es wohl mit dem dunklen Geheimnis auf sich haben mag, doch um was es da gehen wird, wird noch nicht enthüllt. Da Ani ziemlich anstrengend, wenig authentisch und alles andere als sympathisch wirkt, hofft man darauf, dass die Handlung bald Fahrt aufnimmt. Ab etwa der Hälfte der Geschichte wird die Geduld dann auch belohnt. Denn eine überraschende Wendung sorgt dafür, dass einem Ani zwar noch immer nicht sympathisch ist, aber dass man dennoch geneigt ist, zu verstehen, warum sie zu dem Mensch geworden ist, den sie der Öffentlichkeit präsentiert und warum es ihr so wichtig ist, ein scheinbar perfektes Leben zu haben. Am Ende laufen die Handlungen der verschiedenen Zeitebenen zusammen und man überblickt die Zusammenhänge. Allerdings wirkt das Finale dann zu abrupt und geradezu gehetzt, hier hätten ein paar Seiten mehr sicher nicht geschadet.

In meiner Bewertung bin ich hin- und hergerissen, denn bisher habe ich noch kein Buch gelesen, bei dem mir die Hauptprotagonistin so wenig sympathisch war. Das ist bei einer Erzählung in der Ich-Form ganz besonders bedauerlich, da man ja quasi in der Haut eines Hauptprotagonisten feststeckt, den man nicht einmal mag. Die Handlungen und Gedanken nachzuvollziehen fällt dann nicht gerade leicht. Der Anfang war dann auch eher belanglos und schon fast ein wenig zäh, wobei die Geschichte ab der Hälfte dann doch noch deutlich an Fahrt aufgenommen hat, sodass ich dann neugierig dem weiteren Verlauf gefolgt bin. Das Ende war mir dann zu abrupt. Da wären weitere Informationen wünschenswert gewesen. Ich schwanke deshalb zwischen zwei oder drei Bewertungssternen. Da mir die überraschende Wendung allerdings ganz gut gefallen hat und das Buch dann auch spannend zu lesen war, runde ich auf und vergebe drei Sternchen.

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Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Heimweh Thriller von Raabe Marc

Trotz seiner katastrophalen Kindheit hat Jesse Berg seinen Weg gemacht. Er ist mittlerweile ein angesehener Kinderarzt. Doch nun scheint die Vergangenheit ihn einzuholen, denn seine Exfrau wird ermordet und seine heißgeliebte Tochter Isa entführt. Der Täter hinterlässt Jesse den Hinweis "Sie gehört dir nicht.

Du musst sie vergessen." Jesse denkt nicht einen Moment daran, den Ratschlag des Täters zu befolgen, sondern macht sich auf die Suche nach Isa. Erste Spuren führen nach Adlershof, dem Heim, in dem Jesse seine Kindheit verbrachte. Er ahnt, dass er sich endlich dem düsteren Geheimnis, das ihn dort damals beinahe sein Leben gekostet hätte, stellen muss......

Marc Raabes Thriller "Heimweh" startet gewohnt spannend. Durch einen Prolog, in dem man in die Vergangenheit zurückblickt und dabei ein geheimnisvolles Ereignis beobachtet, ist das Interesse sofort geweckt. Man möchte unbedingt erfahren, was damals genau geschehen ist und wie sich die Vorgänge mit dem aktuellen Geschehen verknüpfen werden.

Der Autor verwendet verschiedene Zeit- und Erzählperspektiven. In der Gegenwart beobachtet man den erwachsenen Kinderarzt Jesse Berg bei der Suche nach seiner Tochter und bekommt Einblicke, was Isa in ihrer Gefangenschaft erdulden muss. Ein weiterer Strang führt in die Vergangenheit. Hier bekommt man häppchenweise Informationen aus Jesses Kindheit. Da die verschiedenen Handlungsstränge oft an entscheidenden Stellen stoppen und mit Cliffhangern enden, bleibt das Interesse an der Handlung konstant erhalten.

Die Atmosphäre wirkt düster und bedrohlich und man ist beim Lesen hin- und hergerissen, was man nun eigentlich glauben soll. Dadurch ist eine unterschwellige Spannung durchgehend spürbar. Die Charaktere wirken weitestgehend lebendig. Doch leider bleibt der Hauptakteur Jesse etwas blass. Er macht es einem schwer, ihn richtig einzuschätzen. Man bleibt beim Lesen etwas auf Distanz und kann sich nicht so richtig mit ihm identifizieren.

Obwohl der Plot gut durchdacht ist und einige Spannungsspitzen aufweist, gibt es leider auch ein paar Längen, in denen die Geschichte ein wenig auf der Stelle tritt. Das geht leider etwas zu Lasten der Spannung. Die Auflösung ist überraschend und kann dann wieder mit einem Spannungsanstieg punkten.

Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen recht gut unterhalten. Nicht weniger - doch leider auch nicht mehr! Die Längen im Mittelteil haben bei mir dafür gesorgt, dass ich keine Schwierigkeiten hatte, das Buch auch mal aus der Hand zu legen. Bei anderen Büchern des Autors habe ich mich deutlich spannender unterhalten gefühlt. Ich vergebe deshalb auch "nur" drei von fünf möglichen Bewertungssternen, denn die Spannung kam mir hier stellenweise etwas zu kurz und auch der Hauptprotagonist Jesse wirkte auf mich zu blass, sodass ich nicht richtig mit ihm mitfiebern konnte, sondern stets etwas Distanz gehalten habe.

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Interessanter Kriminalfall und sympathische Ermittler

Heimweh Thriller von Raabe Marc

Nach einem schweren Motorradunfall hat sich Leonie Ritte endlich wieder soweit erholt, dass sie das Ermittlerteam um Kommissarin Verena Irlenbusch verstärken darf. Momentan sind zwar nur ein paar Stunden am Schreibtisch als Wiedereingliederung geplant, doch der erste Schritt zur Rückkehr in den normalen Dienst ist damit gemacht.

Gemeinsam mit dem Kollegen Christoph Todt haben die drei einiges zu tun. Denn ein tödlich verunglückter Journalist, eine ermordete Fußpflegerin und eine Bibliotheksmitarbeiterin, die auf ganz ähnliche Weise getötet wurde, fordern dem Team einiges ab. Die Morde scheinen irgendwie zusammenzuhängen, doch Täter und Motiv lassen sich nicht so leicht durchschauen.....

Nach "Vergessen" ist "Treuetat" der zweite Fall für die Ermittlerin Verena Irlenbusch. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, können sie durchaus unabhängig voneinander gelesen werden. Denn auch ohne die Vorkenntnisse aus dem ersten Fall kann man den aktuellen Ermittlungen problemlos folgen.

Die Handlung startet mit einem geheimnisvollen Prolog, den man zunächst nicht zuordnen kann. Durch die düstere und beklemmende Atmosphäre, die in dieser Szene herrscht, ist das Interesse daran, wie sich das Geschehen wohl in die aktuellen Ermittlungen einfügen wird, und um wen es sich dabei überhaupt handelt, sofort geweckt.

Der Kriminalanteil ist ebenfalls sehr interessant. Man stellt sich die Frage, wie die Morde zusammenhängen könnten und wer überhaupt ein Interesse daran haben könnte, diese ganz unterschiedlichen Menschen zu töten. Was verbindet sie? Und welches Motiv treibt den Täter? Beim Lesen stellt man deshalb eigene Ermittlungen an und fiebert mit dem Team um Kommissarin Irlenbusch mit. Immer wenn man gerade denkt, dass man nun den richtigen Ansatz gefunden hat, kommt es aber zu einer überraschenden Wendung. Deshalb muss man die Schlussfolgerungen, die man gezogen hat, oft neu überdenken. Dadurch bleibt der Krimi bis zum Schluss spannend und das Ende kaum vorhersehbar.

Die Protagonisten wirken sehr lebendig. Man kann sich gut mit ihnen identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen. Das liegt sicher mit daran, dass das Privatleben der Hauptakteure ebenfalls eine große Rolle spielt. Denn so kann man sich die drei Ermittler lebhaft vorstellen, da sie durch diese Hintergrundinformationen sehr menschlich wirken. Die Nebenhandlungen fügen sich sehr gut in die Haupthandlung ein. Sie hemmen die Kriminalermittlungen keinesfalls, sondern bereichern die Gesamthandlung. Denn man kann sich so einfach besser auf die Akteure einlassen und mit ihnen mitfiebern.

Insgesamt gesehen habe ich mich bei diesem Krimi sehr gut unterhalten. Die Kriminalhandlung wirkte auf mich durchgehend interessant und die Auflösung schlüssig. Die Protagonisten konnten mich ebenfalls überzeugen, sodass ich sicher zu weiteren Fällen greifen werde, in denen das sympathische Team ermittelt.

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Phil Brennans fünfter Fall überzeugt auf ganzer Linie

Heimweh Thriller von Raabe Marc

Marina Esposito und ihr Mann Phil Brennan wollen die Vergangenheit hinter sich lassen und in Birmingham ein neues Leben beginnen. Profilerin Marina nimmt eine Dozentenstelle an der Universität an. Dort sucht der Psychologe Hugo Gwilym auf einer Weihnachtsfeier ihre Nähe. Obwohl Hugo sehr gut aussieht, kann Marina ihn auf Anhieb nicht ausstehen.

Er wirkt einfach zu selbstherrlich und keine einzige seiner Thesen findet ihre Zustimmung. Ihre Abwehrhaltung scheint Hugo allerdings anzuspornen, denn er lässt nicht locker. Am nächsten Morgen wacht Marina mit starken Kopfschmerzen auf und kann sich nicht mehr daran erinnern, wie der Abend geendet hat. Hugos Version erscheint Marina nahezu unglaublich. Statt mit ihrem Mann darüber zu sprechen, zieht Marina sich in sich selbst zurück. Phil Brennan hat momentan selbst viel um die Ohren, denn in seiner Position als Detective Inspector muss er seinem neuen Team erstmal beweisen, dass er fähig ist die Ermittlungen zu leiten. Besonders Detective Sergeant Sperring macht es ihm nicht leicht, denn er hat selbst auf Phils Posten spekuliert und muss sich nun mit einem neuen Vorgesetzten arrangieren. Für Reibereien innerhalb des Teams bleibt allerdings keine Zeit, denn ein spektakulärer Fall, bei dem ein Transvestit getötet wird, der wie eine Puppe hergerichtet ist, fordert die gesamte Aufmerksamkeit aller Ermittler.....

Nach "Entrissen", "Der Stalker", "Stirb, mein Prinz" und "Jäger" ist dieser Band bereits der fünfte Fall für Phil Brennan. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch problemlos folgen, wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat. Wenn man aber an der Weiterentwicklung der Charaktere, sowohl im beruflichen wie privaten Bereich, interessiert ist, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.

Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt mühelos, da man hier Zeuge einer geheimnisvollen Verabredung wird. Die Atmosphäre ist angespannt, wobei man aber auch eine gewisse Vorfreude spüren kann, die hier in der Luft liegt. Trotzdem hat man beim Lesen ein ungutes Gefühl, welches dafür sorgt, dass das Interesse an der Handlung sofort geweckt wird.

Phil Brennan und Marina Esposito fangen in Birmingham ein neues Leben an. Deshalb muss man sich hier mit einem ganz neuen Ermittlerteam anfreunden. Phils Start verläuft nicht ganz reibungslos. Das wirkt allerdings sehr glaubwürdig und bildet einen interessanten Nebenhandlungsstrang. Auch Marina Espositos Erfahrungen an der Universität fügen sich gut in die Handlung ein und bilden einen abwechslungsreichen Gegenpart zu den Ermittlungen. Der Mordfall und die Ermittlungen sind durchgehend spannend und es gelingt der Autorin hervorragend, einen etwas in die Irre zu leiten. Denn wenn bereits vermutet, wie alles zusammenhängen könnte, taucht noch ein weiteres Puzzleteil auf, welches auch noch zugeordnet werden muss. Dadurch bleibt die aufgebaute Spannung bis zum Ende hin erhalten.

Allzu zartbesaitet darf man auch bei diesem Band der Serie nicht sein. Denn der Killer und die Welt, die man nach und nach beim Lesen entdeckt, ist ziemlich extrem. Hier bleiben keine Fantasien offen und man schaut in die schlimmsten menschlichen Abgründe. Tania Carvers Schreibstil ist wieder sehr flüssig und angenehm lesbar. Sie schafft es mühelos, die Szenen so zu beschreiben, dass man sie regelrecht vor Augen hat. Dadurch gerät man förmlich in den Sog der Ereignisse und kann das Buch nur schwer aus der Hand legen. Mir hat der fünfte Band der Reihe wieder außerordentlich gut gefallen und deshalb vergebe ich begeisterte fünf Bewertungssterne und eine klare Leseempfehlung!

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Spannender Krimi mit komplexer Handlung

Heimweh Thriller von Raabe Marc

Kommissar Fabian Risk ermittelt mit seiner hochschwangeren Kollegin Malin Rehnberg im Fall des entführten Justizministers. Trotz intensiver Bemühungen gelingt es den beiden nicht, den Minister lebend aufzuspüren. Seine Leiche wird schließlich grausam zugerichtet aufgefunden. Leider bleibt er nicht das einzige Opfer.

Eine genauere Untersuchung der Toten ergibt, dass bei allen Organe entnommen wurden. Zunächst hat es den Anschein, als ob der Fall schnell geklärt werden könnte, denn der einzige Verdächtige begeht Selbstmord. Doch Risk hat seine Zweifel und ermittelt weiter.

Dunja Hougaardt ermittelt zur gleichen Zeit in Kopenhagen. Sie hat es mit einer übel zugerichteten Frauenleiche zu tun. Ihr Vorgesetzter sorgt mit seinem Verhalten dafür, dass innerhalb ihres Teams plötzlich Neid und Missgunst ausbrechen. Trotzdem gelingt ihr schnell ein Ermittlungserfolg. Doch auch sie stellt sich schließlich die Frage, ob der Fall damit wirklich abgeschlossen ist.......

"Herzsammler" ist bereits der zweite Band, in dem Fabian Risk ermittelt. Er ist allerdings zeitlich vor dem ersten Teil "Und morgen du" angesiedelt. Die Ermittlungen sind in sich abgeschlossen und die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. Der Einstieg in den aktuellen Kriminalfall gelingt relativ mühelos. Zunächst erfährt man von einem geheimnisvollen Brief, der allen Widrigkeiten zum Trotz, schließlich seinen Empfänger erreicht und damit einen Stein ins Rollen bringt, der eine unglaubliche Lawine auslösen wird. Genaueres wird dort nicht verraten und deshalb ist das Interesse sofort geweckt. Bis zur Auflösung muss man sich allerdings gedulden, denn Stefan Ahnheim hält einige Überraschungen bereit.

Der Krimi besteht aus verschiedenen Handlungssträngen, die nicht auf Anhieb miteinander in Verbindung gebracht werden können. Das weckt von Anfang an das Interesse mitzuermitteln, um so zu erfahren, wie alles zusammenhängen könnte. Da die Handlung allerdings sehr komplex ist, ist es ratsam, die Ermittlungen mit größter Aufmerksamkeit zu verfolgen, da man sonst entscheidende Details überlesen und den Anschluss verpassen könnte. Im Verlauf der Handlung werden zahlreiche Charaktere eingeführt. Auch hier ist es zu empfehlen, sich gut auf die Namen und die jeweiligen Verbindungen untereinander zu konzentrieren, damit man die Übersicht behält und die spannende Rahmenhandlung genießen kann.

Denn an Spannung hat dieser Krimi wirklich einiges zu bieten. Immer wenn man denkt, dass man der Lösung einen Schritt näher gekommen ist, sorgt eine überraschende Wendung dafür, dass man die eigenen Ermittlungen über den Haufen werfen und neu ansetzen muss. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen übrigens nicht sein, denn der Täter geht mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich um und deshalb hat man stellenweise das Gefühl, dass eigentlich Blut zwischen den Zeilen heraustriefen müsste. Abrupte und an entscheidenden Stellen geschickt eingesetzte Szenenwechsel sorgen dafür, dass man unweigerlich in den Sog der Handlung gerät und das Buch deshalb nur ungern aus der Hand legen mag.

Doch nicht nur die Haupt-, sondern auch die Nebenhandlungen überzeugen bei diesem Krimi. Denn man erfährt einiges aus dem Privatleben der unterschiedlichen Charaktere. Das drängt sich auch nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern rundet das Gesamtbild ab, da die Akteure dadurch viel lebendiger, und ihre Handlungen nachvollziehbarer, wirken.

Obwohl ich manchmal Schwierigkeiten habe, mit skandinavischen Kriminalromanen richtig warm zu werden, da mir die Atmosphäre, die in diesen Romane herrscht, oft zu düster und schwermütig ist, hatte ich hier keinen Moment das Gefühl, sondern konnte mich ganz auf die spannende Handlung einlassen. Dabei habe ich mit den Ermittlern mitgefiebert und versucht die richtigen Schlüsse zu ziehen. Überraschende Wendungen haben allerdings dafür gesorgt, dass ich einige Male in die Irre geleitet wurde. Ich vergebe deshalb begeisterte vier Bewertungssterne und eine ganz klare Leseempfehlung! Das eine Sternchen ziehe ich ab, da ich zugeben muss, dass es nicht immer ganz einfach ist, die Übersicht über die recht komplexe Handlung zu behalten.

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Hochspannende Mischung aus Fakten und Fiktion

Zerschunden von Tsokos Michael; Gößling Andreas

Die sechsundsiebzigjährige Irina Petrowa befindet sich auf dem Heimweg vom Supermarkt. In der Berliner Gluthitze, die seit Tagen in der Hauptstadt herrscht, wird jeder Schritt für Irina zur Qual. Mühsam schleppt sie sich in ihren Wohnkomplex. Plötzlich geht alles ganz schnell, denn jemand stößt sie in ihre Wohnung, schließt die Tür und dann bemerkt Irina nur noch einen schwarzen Schatten, der seine Hände um ihren Hals legt.

Rechtsmediziner Dr. Fred Abel wird nach dem Auffinden ihrer Leiche an den Tatort gerufen. Abel findet minimale Spuren des Täters. Dadurch lässt dieser sich zwar nicht genau identifizieren, aber eine Eingrenzung ist immerhin möglich. Die Ergebnisse sorgen dafür, dass Lars Moewig ins Visier der Ermittlungen gerät. Der ehemalige Soldat ist Abel bestens bekannt, denn die beiden waren gemeinsam bei der Bundeswehr. Moewig hat für die Tatzeit allerdings kein Alibi und landet in Untersuchungshaft. Er beteuert seine Unschuld und hofft darauf, dass er schnell aus der Haft entlassen wird, denn seine kleine Tochter Lilly ist an Leukämie erkrankt und hat nur noch wenige Tage zu leben. Ihr größter Wunsch ist es, sich von ihrem Vater zu verabschieden. Abel beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Er ahnt noch nicht, in welche Gefahr er sich und andere dabei bringt.......


Bei "Zerschunden" handelt es sich um einen True-Crime-Thriller, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Im Nachwort erfährt man, inwieweit sich Fiktion und Realität mischen. Die Handlung wird in verschiedenen Strängen erzählt. Man beobachtet, wie Rechtsmediziner Fred Abel die Ermittlungen aufnimmt und dabei durch halb Europa hetzt. Außerdem ist die kleine Lilly, die nur noch wenige Tage zu leben hat und darauf hofft, ihren Vater noch einmal zu sehen, Teil der Handlung. Es gibt außerdem Rückblicke in die Vergangenheit eines äußerst brutalen Killers. Das Buch besteht aus fast 100, manchmal recht kurzen, Kapiteln. Da jedes mit dem Handlungsort, Datum und Uhrzeit versehen ist, fällt es leicht, die Übersicht über die unterschiedlichen Perspektiven zu behalten.

Der Schreibstil wirkt zunächst etwas knapp und eher distanziert. Daran gewöhnt man sich allerdings recht schnell, denn schon nach kurzer Zeit gerät man in den Sog der Handlung und möchte unbedingt wissen, wie sich die Handlungsfäden verknüpfen und mit welchem Killer man es hier zu tun hat. Fred Abel ist ein sehr sympathischer Hauptprotagonist. Der Rechtsmediziner hat das Herz auf dem richtigen Fleck und scheut sich nicht, auch mal etwas zu riskieren. Man kann deshalb wunderbar mit ihm mitfiebern und gebannt seine Jagd durch halb Europa verfolgen. Durch das Fachwissen von Michael Tsokos wirkt der Rechtsmediziner besonders authentisch. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen dieses True-Crime-Thrillers allerdings nicht sein, denn der Killer geht mit seinen Opfern äußerst brutal um. Das Wissen, dass das Geschehen auf einer wahren Begebenheit beruht, verstärkt den Gänsehautfaktor beim Lesen zusätzlich. An einer zuweilen recht vulgären Ausdrucksweise, sollte man sich auch nicht stören, doch selbst die wirkt nicht aufgesetzt und übertrieben, sondern passend zu den entsprechenden Szenen.

Die aufgebaute Spannung ist durchgehend spürbar und kann sich zum Ende hin sogar noch steigern. Michael Tsokos gelingt es hervorragend, die unterschiedlichen Handlungsfäden zum Schluss stimmig zu verbinden. Ein Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man unbedingt erfahren möchte, wie es mit Dr. Fred Abel weitergeht.

Ich bin mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und wurde nicht enttäuscht. Die hochspannende Mischung aus Fakten und Fiktion konnte mich restlos überzeugen. Ich war so gebannt von der Handlung, dass ich das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen habe. Der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass ich unbedingt erfahren möchte, wie es weitergeht. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssterne und freue mich bereits jetzt auf ein Wiedersehen mit dem sympathischen Rechtsmediziner.

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Empfehlenswerte Fortsetzung

Straße nach Nirgendwo Roman von Löwenberg Nele

Nach einem Familienstreit verlässt Sheridan Grant die Farm ihrer Adoptiveltern, um in New York eine Karriere als Sängerin zu starten. Auf dem Weg dorthin erfährt sie aus dem Fernsehen, dass Esra auf der Farm Amok gelaufen ist und dass er in seinem Rausch einige Menschen getötet hat. Sheridan ist geschockt.

Doch sie hat keine Möglichkeit die Nachricht zu verarbeiten, denn Rachel Grant setzt sich äußerst medienwirksam in Szene und behauptet, dass Sheridan die Schuld an Esras Amoklauf trägt. Die Presse stürzt sich begierig auf die Geschichte und schon bald schlägt Sheridan der Hass der Bevölkerung entgegen. Sie versucht unterzutauchen und ein neues Leben zu beginnen. Doch das ist gar nicht so einfach, da Sheridan ständig von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.....

Dieser Roman ist die Fortsetzung zu "Sommer der Wahrheit" und schließt nahtlos an das Ende des ersten Bandes an. Da die Ereignisse aufeinander aufbauen, empfiehlt es sich, die beiden Teile in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Der Schreibstil von Nele Löwenberg ist auch in diesem Roman wieder sehr flüssig und angenehm lesbar. Es gelingt ihr hervorragend, die Handlungsorte und Protagonisten so zu beschreiben, dass man sie beim Lesen mühelos vor Augen hat. Die Atmosphäre wirkt sehr amerikanisch, sodass man sicht stets bewusst ist, wo sich die Handlung zuträgt.

Da Sheridan eine sehr sympathische Protagonistin ist, fiebert man regelrecht mit ihr mit. Das Schicksal hält für sie einige Ungerechtigkeiten bereit, bevor ein wenig Ruhe für sie einkehrt. Auf ihrem Weg lernt sie einige Menschen kennen und muss mit etlichen Rückschlägen fertig werden. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und interessant geschrieben. Allerdings gibt es auch in diesem Band Zufälle, die nicht unbedingt glaubhaft wirken, sondern einen eher klischeehaften Eindruck hinterlassen. Weniger Dramatik hätte die Erzählung realistischer wirken lassen.

Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen dieser Fortsetzung wieder sehr gut unterhalten und den Roman, der ja nicht gerade ein dünnes Heftchen ist, an einem Tag durchgelesen. Die Geschichte konnte mich also wieder ganz in ihren Bann ziehen und ich habe dabei mit Sheridan mitgefiebert. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der ein oder andere Zufall etwas zu viel des Guten war und deshalb ziehe ich ein Bewertungssternchen ab.

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Thriller mit Sogwirkung

Die stille Bestie von Chris Carter

Den Flug nach Hawaii hat Robert Hunter schon gebucht. Eigentlich müsste er nur noch seine Koffer packen und ins Flugzeug steigen. Doch leider sorgt das Klingeln seines Telefons dafür, dass nichts aus dem Urlaub wird. Das FBI braucht dringend seine Hilfe, denn es hat den Anschein, dass ihnen aus Zufall ein Serienmörder ins Netz gegangen ist.

Der will jedoch nur mit Robert Hunter persönlich sprechen. Hunter traut seinen Augen kaum, als sich herausstellt, dass sein engster Freund aus Studientagen ihm bei der Befragung gegenüber sitzt. Er bittet Hunter eindringlich um Hilfe. Doch schon bald stellt sich heraus, dass der ehemalige Freund ein perfides Spiel mit Hunter treibt...

In seinem mittlerweile sechsten Fall muss Hunter ohne die Unterstützung seines Partners Garcia auskommen. Denn Hunter wird an das FBI ausgeliehen, da sein ehemaliger Studienfreund nur mit ihm persönlich sprechen will. Der Einstieg in diesen Thriller gelingt wieder mühelos, da Chris Carter es hervorragend versteht, den Leser sofort in den Bann der Handlung zu ziehen. Eine stetig steigende Spannungskurve und recht kurze Kapitel, die an entscheidenden Stellen stoppen, treiben einen förmlich durch das Buch. Überraschende Wendungen sorgen außerdem dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Wie bei allen Teilen der Serie sollte man beim Lesen nicht allzu zartbesaitet sein, denn der Killer geht mit seinen Opfern nicht gerade vorsichtig um, sodass das Kopfkino einem manchmal ziemlich blutige Bilder zeigt.

In diesem Band wird es für Robert Hunter sehr persönlich und deshalb bekommt man als Leser neue Hintergrundinformationen über den Hauptprotagonisten. Dadurch wirkt er noch menschlicher und sympathischer. Man kann seine Gefühle in diesem Teil der Reihe sehr gut nachvollziehen.

Obwohl der sechste Fall sich etwas von den anderen Thrillern der Reihe unterscheidet, ist er nicht weniger spannend. Da es für Robert Hunter hier sehr persönlich wird, genießt man das Katz- und Mausspiel der beiden Kontrahenten und fiebert regelrecht mit. Ich habe das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen, da ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte und vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssterne und eine ganz klare Empfehlung für Thriller-Fans.

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