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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Karo:

Die Welle 2.0

Fair Play von Kerstin Gulden

Zum Inhalt: Die Politik organisiert einen Schulwettbewerb zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit. Eine Schule will offenlegen, welche Auswirkungen unsere täglichen Handlungen auf die Umwelt haben. So wird die App Fair Play entwickelt, die genau dieses zeigt. Sie ist unser Klimakonto, verknüpft mit allen anderen technischen Geräten aber auch in der Lage, durch das Mikrofon aufzuschnappen, welche Umweltsünden wir begehen.

Und so wird jede kleinste Handlung gespeichert und analysiert. Am Ende geht es darum, dass eigene Klimakonto sowie das Gemeinschaftskonto im grünen Bereich zu halten. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass es gar nicht so einfach ist und dass jede Entscheidung, die wir täglich treffen, einen negativen Einfluss aufs Klima hat.
Sei es die Avocado aus Peru oder die Entscheidung, den Bus anstatt das Fahrrad zu nehmen. Immer mehr SchülerInnen schließen sich der App an und beginnen ihr Leben nur noch darauf auszurichten, ihre Klimabilanz im grünen Bereich zu halten. Welche Auswirkungen hat das wohl auf den Alltag und was geschieht mit den SchülerInnen, die nicht Teil der Gruppendynamik werden wollen? Und was geschieht, wenn jemand mehr Macht über die App hat und sie zu seinen Zwecken manipulieren kann? Als dann noch die Politik und Wirtschaft ihre Finger im Spiel haben, wird die Dynamik immer gefährlicher. Kann sie gestoppt werden?

Meine Meinung: Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und habe extra meine Punkte eingelöst. Zum Glück wurden meine Erwartungen mehr als übertroffen. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich durchweg gefesselt und in den Sog der Handlung gezogen. Der Schreibstil ist rasant und suchterregend. Geschrieben wurde das Werk aus vier Perspektiven, vier SchülerInnen, die uns ihre Einstellungen zur App vorstellen und uns zeigen, welche Auswirkungen diese App auf ihr Leben hat. Man kommt beim Lesen nicht drum herum, einen Vergleich zum Werk „Die Welle“ zu ziehen. In gewisserweise ist Fair Play eine moderne Fassung.
Auch hier geht es um Gruppendynamik und die Gefahren, die herrschen, wenn man nicht hinterfragt, sondern blind folgt. Das ganze in einem sehr modernen Setting, dass die Lebenswelt von SchülerInnen wohl perfekt einfängt, schließlich ist es diese Generation, die sich besonders für den Klimaschutz einsetzt. Und genau hier liegt die Stärke des Buchs. Sie zeigt das brennende Engagement der Schülerinnen für das Klima und verdeutlicht ebenfalls, wie ermüdend es sein kann, wenn die Politik nur Symbolpolitik betreiben möchte. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung. Schon jetzt hat es Fair Play in meine Liste der Top Bücher des Jahres geschafft.

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Intensive Auseinandersetzung!

Aus der Mitte des Sees von Moritz Heger

Der Protagonist Bruder Lukas ist mit Ende dreißig einer der jüngsten Mönche im Kloster. Als sein Mitbruder Andreas, der ebenfalls zu den jungen gehörte, das Kloster verlässt, um eine Familie zu gründen, findet sich Lukas unter den anderen, zum größten Teil älteren Mönchen wieder und seine Gedanken beginnen zu kreisen.

Plötzlich beschäftigt ihn die Frage nach dem Leben außerhalb des Klosters in jeder freien Minute. Obwohl er immer mit seinem Leben im Kloster zufrieden war, spürt er plötzlich Neid gegenüber Andreas, der sein Leben nun außerhalb der Klostermauern gestaltet, ein Kind erwartet und nur noch ab und an im Kloster vorbeischaut. Als Lukas dann noch Sarah kennenlernt, scheint das Gefühlschaos perfekt.

Durch die Gestaltung als innerer Monolog nimmt uns Moritz Heger mit auf eine Reise durch Lukas' Gefühlschaos und gestattet uns intime Einblicke in Lukas' Gedanken und seine innere Unruhe. Der See zieht sich als Leitmotiv durch den Roman, bildet er doch Lukas' Ruhepol, an den er sich meistens abends zurückzieht, um seinen Gedanken nachzukommen. Der See ist mal ruhig und mal von einem Unwetter ergriffen und spiegelt somit Lukas' Gedanken wider, die auch oft nicht stillzustehen scheinen.

Wer Action und laute Handlung sucht, wird sie in diesem Roman nicht finden. Stattdessen brilliert er mit einer ruhigen und beachtlichen Schreibweise, die einen tief in die Gedanken und Gefühle des Protagonisten zieht. Diese Ruhe, aber auch die intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlten springen auf den Leser über; so wie Lukas nach sich selbst und der richtigen Entscheidung sucht, ertappt man sich auch als Leser dabei, wie man über sein Leben nachdenkt, Entscheidungen reflektiert und Spekulationen über die Zukunft anstellt.

Mit 'Aus der Mitte des Sees' ist Moritz Heger eine intensive Lektüre gelungen, die den Leser sofort fesselt, eine Auszeit vom Alltag bietet und zugleich zum Nachdenken anregt. Ein sehr empfehlenswertes Werk!

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Cozy Krimi ohne richtige Spannung

Das Windsor-Komplott von Bennett S J

Im Schloss Windsor kommt es zu einem Todesfall. Und das ausgerechnet an einem russischen Pianisten, der am Abend zuvor noch Gast auf einem Empfang der Queen war. Der MI5 ist sich sicher, dass hier ein politischer Plan Russlands dahintersteckt, doch die Queen vermutet den Mörder in einer anderen Richtung.

Als passionierte Ermittlerin zieht die Queen ihre Privatsekretärin zurate und die beiden beginnen gemeinsam zu ermitteln und den wahren Mörder zu finden. Natürlich heimlich, denn die Queen bevorzugt es ihre Probleme diskret zu lösen, schließlich soll das Volk nichts mitbekommen und verunsichert werden.

Das Beste an diesem Werk ist der Charakter der Queen. Ihr Charakter ist sehr gut ausgearbeitet, sie agiert im Hintergrund, ohne Aufmerksamkeit aus sich zu ziehen und ist doch vollends überzeugend. Das Werk führt einen durch Schloss Windsor, natürlich immer gesteuert von der Queen, die die Fäden in der Hand hält. So bekommt man auch noch schnell eine Geschichtsstunde und lernt vieles über das Leben der Queen und der Königsfamilie kennen. Ob dieses wirklich immer der Realität entspricht, sei mal so dahingestellt, nachprüfen können wir es vermutlich eh nicht.

Auch wenn die Queen ein sehr gut ausgearbeiteter Charakter ist und die Prämisse des Werkes wirklich spannend klingt, konnte mich ‚Das Windsor-Komplott' nicht vollends überzeugen. Das Werk wirkte zu konstruiert, es wurde zu viel gewollt und somit wirkt das Werk zu überladen. Viele kleine Details lenken von der eigentlichen Handlung ab und die Lösung des Falls erscheint auch nicht ganz nachvollziehbar.

Spannung ist beim Lesen leider nicht wirklich aufgekommen. Natürlich war mir vorher bewusst, dass ich bei einem Cozy-Krimi nicht zu viel Spannung erwarten darf, ein wenig Spannung habe ich jedoch erwartet und diese wurde enttäuscht. Auch wenn die Queen sehr überzeugend war und ich sie ins Herz geschlossen habe, werde ich die Fortsetzung nicht mehr lesen.

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Sommerfeeling ohne Spannung

Sommer der Träumer von Polly Samson

Nach dem Tod ihrer Mutter steht die achtzehnjährige Erica Hart vor einem Trümmerhaufen. Als sie dann eine Einladung auf die griechische Insel Hydra erhält, wo eine Freundin ihrer verstorbenen Mutter lebt, zögert sie nicht lange und verlässt London gemeinsam mit ihrem Freund in Richtung Griechenland.

Dort finden sie sich in einer Künstlergemeinde wieder, in der auch der kanadische Musiker Leonard Cohen lebt. Erica genießt den Sommer auf Griechenland, doch plötzlich muss sie merken, wie schnell der Traum des griechischen Sommers zerbrechen kann.

Bereits das Cover weckt Fernweh. Als Leser*in träumt man sich auf die griechischen Inseln und raus aus dem tristen Lockdown-Leben. Auch der Roman brilliert durch seine Beschreibung der griechischen Inseln, des Sommers, der Sonne und der Träume. Durch den sehr bildlichen Schreibstil der Autorin hat man schnell Bilder der Handlung im Kopf und findet sich selbst auf einer griechischen Insel wieder.
Der Roman startet stark, kann diese Spannung allerdings nicht halten. So verläuft er sich irgendwann in einem Wirrwarr aus vielen Namen, die man nicht mehr durchblicken kann, und einer sachte dahinplätschernden Handlung, in der nichts Aufregendes mehr passiert. Irgendwann springt es nur noch von einem zum anderen kleinen oder großen Drama in den Beziehungen zwischen den Charakteren und lässt sich nur noch sehr zäh lesen.
Auch wenn die Geschichte am Ende noch mal dramatischer wurde, konnte sie mich nicht überzeugen, mein Interesse hat sie durch die lange Zeit nur seicht vor sich hin plätschernde Handlung verloren. 3 von 5 Sternen für Reise aus dem Lockdown auf die griechischen Inseln, die leider nicht durch Spannung überzeugen konnte.

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Auch für Kochmuffel geeignet

Hensslers schnelle Nummer von Steffen Henssler

Ich gehöre zwar nicht zur Fangemeinde Steffen Hensslers, aber trotzdem konnte mich dieses Kochbuch vollends überzeugen. Das Buch ist übersichtlich in verschiedene Kategorien unterteilt und deckt so eine große Bandbreite an Geschmäckern ab. Positiv anzumerken ist auch, dass die Anzahl der Zutaten, die Dauer der Zubereitung und ein Hinweis, ob das Gericht vegetarisch ist, sehr übersichtlich angegeben wurden.

So muss man nicht lange herumsuchen, sondern findet die benötigten Informationen auf den ersten Blick.
Ich koche eher ungern, da dieses immer sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Das Problem behebt dieses Kochbuch, die Rezepte sind schnell nachgekocht und dauern nie länger als 25 Minuten. Dieses ist die perfekte Zeit für jemanden, der nicht gerne in der Küche steht, so bleibt noch ausreichend Zeit zum Genießen.
Die Rezepte sind im Buch sehr schön angerichtet, beim Durchblättern bekommt man direkt Hunger und möchte alles sofort probieren. Von mir gibt es eine Kaufempfehlung für jeden, der gerne lecker isst, aber nicht gerne in der Küche steht.

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Gut aber kein Highlight

Der gekaufte Tod von Stephen Mack Jones

Zum Inhalt: Der ehemalige Polizist August Snow kehrt um zwölf Millionen Dollar reicher nach Detroit zurück und beginnt das Viertel, in dem er aufgewachsen ist, zu renovieren. Bei dem Geld handelt es sich um eine Schadenersatzzahlung, da Snow gegen korrupte Politiker und Polizisten ausgesagt hat. Als er daraufhin seinen Job verliert, reist er für ein Jahr um die Welt und kehrt dann doch nach Detroit zurück.

Obwohl er kein Polizist mehr ist, bittet ihn die Unternehmerin Eleanor Padget um Hilfe. Er lehnt ab und kurz darauf wird die Frau tot aufgefunden. Snow scheint das schlechte Gewissen zu packen und er beginnt auf eigene Faust zu ermittelt und begibt sich dabei in Lebensgefahr.
Meine Meinung: Das Werk wird bestimmt seine Liebhaber finden, ich gehöre allerdings nicht zu ihnen. Es ist gut geschrieben und auch die Idee hinter dem Werk ist gut, die Umsetzung konnte mich allerdings nicht fesseln. Es wirkt in vielen Momenten zu konstruiert und verliert dadurch an Spannung, zudem lenken viele unwichtige Details von der Haupthandlung ab, sodass auch hier keine Spannung aufkommen kann. Es ist ein gutes Buch, welches man ziemlich schnell lesen kann, aber leider kein Highlight. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass mehr Spannung aufgekommen wäre und der Leser von der Geschichte gefesselt wird. Ich werde deshalb nur drei Sterne.

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Nein!

Tote Vögel singen nicht von Christian Klinger


Zum Inhalt: Cosinus Gauß ist Anwalt in seinem Beruf allerdings nicht wirklich erfolgreich. Auch in seinem Privatleben läuft es nicht gut. Nach einer schweren Kindheit, geprägt von einem tyrannischen Vater, ist Cosinus nicht in der Lage, Empathie und Gefühle zu empfinden. Nachdem er am Morgen nach einer Party aufwacht und die Leiche einer Treuetesterin neben ihm liegt, ändert sich sein Leben drastisch.

Er kann fliehen, bevor die Polizei kommt und begibt sich schlussendlich auf die Suche nach dem Täter und hofft, so nicht ins Visier der Polizei zu geraten.
Meine Meinung: Auch wenn es mir schwerfällt, kann ich wirklich nur einen Stern vergeben. Das Buch wird als Thriller verkauft, der „Spannung bis zur letzten Seite“ garantiert. Von dieser Spannung habe ich leider absolut nichts gemerkt. Die Handlung ist wirr, Zusammenhänge werden nicht deutlich und vertiefende Details, die helfen könnten, gibt es nicht. Dieses stört beim Lesen so sehr, dass keine Spannung aufkommen kann und man eher mit Rätseln beschäftigt ist. Die Hauptperson Cosinus Gauß ist so unsympathisch, dass man als Leser gar nicht möchte, dass er seine Unschuld beweisen kann. Er scheint nur seine sexuelle Befriedigung im Kopf zu haben und spricht in einer so sexistischen und abfälligen Sprache, dass ich beim Lesen wirklich keinen Spaß hatte und mehrmals kurz davor war aufzugeben. Ich habe es schlussendlich fertig gelesen aber würde es niemandem empfehlen!

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Ratgeber und Biografie

Homefarming von Judith Rakers

Judith Rakers ist wohl jedem als Journalistin und Sprecherin der Tagesschau bekannt. Mit dem Themengebiet des Gemüseanbaus hatte ich sie allerdings nicht verbunden, sodass ich sehr überrascht war, als ich ihr Buch in den Händen hielt. Jedoch hat mich diese Überraschung auch neugierig gemacht und ich habe mich auf eine Reise durch Frau Rakers Homefarming-Erfahrungen begeben.

Das Werk ist eine Mischung aus Ratgeber und Biografie. Geschichten, wie Frau Rakers zum Homefarming gekommen ist, werden mit Tipps und Tricks verbunden. Wir erfahren, wie Judith Rakers die Planung begann und bekommen einen Einblick in ihre Erfolgserlebnisse und Rückschlage, sodass das Werk einfach Mut macht.

Mir als Anfängerin hat das Buch einen ersten guten Eindruck vermittelt, sodass ich direkt wusste, worauf ich achten sollte. Die Angebote sind vielfältig, es gibt Informationen zu Kräutern, Obst und Gemüse sowie zusätzlich einen Abschnitt zur Hühnerhaltung. Zudem gibt es am Ende noch eine Auswahl an Rezepten, sodass man seine Ernte direkt auf den Tisch bringen kann.
Der Schreibstil ist locker und das Werk hat sich als empfehlenswert für Anfänger des Homefarmings herausgestellt.

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